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Ultraleicht Trekking

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Hi zusammen!

Meine Freundin Johanna und ich starten Samstag auf den Nordkalottleden.
Wir haben 6 Wochen Zeit... mal sehen, ob wir die ganzen 800km schaffen ;)

Wir sind relativ leichtgewichtig und mit viel selbstgebauter Ausrüstung unterwegs.

Von unterwegs berichten wir über Twitter und über unser Online-Reisetagebuch 
live von unserer Reise.
Wir werden (fast) jeden Tag einen Tweet vom Satphone schicken, den ihr unter 
https://twitter.com/theoutdoorjoes1 sehen könnt.

Die Tagebucheinträge mit Bildern, die wir täglich schreiben, laden wir hoch, wenn
wir irgendwo sind, wo es Internet gibt:

http://outdoorjoes.de/


Das wird voraussichtlich in Kilpisjärvi, Abisko, Ritsem und Kvikkjokk der Fall 
sein... dazwischen vermutlich eher weniger :)

Wenn wir Internet haben, posten wir auch in diesem Thread ein Update.

Die Software für das Reisetagebuch (Server-Backend und die Android-App) habe ich 
selbst geschrieben und dies wird der erste richtige Test sein - falls etwas 
nicht klappt liegt es vermutlich an Bugs, die ich noch nicht gefunden habe.


Kurzer Überblick über die Ausrüstung

Rucksäcke: selbstgenäht (Johanna) und GG Gorilla (Jonas)
Unterkunft: 3,5m x 3m Tarp mit Mückennetz, selbstgenäht
Schlafsack: 2Personen-Quilt, selbstgenäht
Schuhe: La Sportiva Ultra Raptor
Kocher: BRS3000, Supercat stove und Picogrill 85
Topf: Trangia 2L
Verpflegung: viel Gedörrtes, Pasta, Reis, Polenta, usw.


Warum drei Kocher? Naja... den Picogrill mitzunehmen ist ein Experiment, es wird
eher nicht immer genug Holz zum Kochen geben. Wir wollen einfach mal versuchen,
wie weit wir damit kommen. Wann immer kein Holz da ist, werden wir mit 
Spiritus/Supercat kochen. Der BRS ist eigentlich nur dabei, falls es an einer 
Zwischenstation keinen Spiritus gibt (von Ritsem und Kilpisjärvi konnten wir das
nicht mehr abschließend klären).

Wir würden uns freuen, wenn jemand unseren Reisebericht verfolgt! 
Wünscht uns besseres Wetter als aktuell ;)

Grüße,
die Outdoorjoes

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So, hier kommt endlich mal ein Update!


Wir sind gerade in Abisko und machen einen Tag Pause, um unser Paket von der Post abzuholen.

Bisher funktioniert die gesamte Ausrüstung sehr gut, Ausnahmen hatten wir ja schon im Blog beschrieben. Die Ultra-Raptor machen sich großartig, tolle Haftung (außer in ganz dickem Matsch), bequem, gut gedämpft, aber mit Gefühl für den Untergrund.

Eine leichte Säge dabei zu haben hat sich bisher auch bewährt. Viele schöne Lagerfeuer hätte es ohne nicht in dieser Form gegeben. Für die erste Etappe lohnen sich sogar ein paar Marshmallows.


Der Nordkalottleden ist ein toller Weg, der an vielen echt einmalig schönen Stellen entlang führt. Das raue kalte Wetter ist zwar anstrengend, steht dem Weg aber gut. Phasenweise sind mal mehr Leute unterwegs, aber große Teile des Wegs sind ziemlich einsam. Besonders am Anfang gibt es viele Sümpfe und entsprechend viele Moskitos, zumindest Anfang August. Aber es lohnt sich!

Wir freuen uns auf die lange Etappe nach Ritsem!

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Wir sind heute in Kvikkjokk angekommen!

Wir wollten eigentlich von Ritsem aus noch posten, aber leider hat am Abend der Wind den Antennenmast beschädigt, so dass im Ort kein Internet und Handynetz mehr war.

Der Nordkalottleden ist ein großartiger, einsamer, anspruchsvoller und unheimlich lohnender Wanderweg! Es ist toll, ihn am Stück zu laufen, denn so zeigt er einem alle Facetten der nordischen Landschaft und Unterschiede der verschiedenen Kulturen von Norwegen, Finnland und Schweden.

Die Tagebucheiträge von Tag 32 bis 39 haben wir gerade hochgeladen: http://outdoorjoes.de/posts

Sorry für die ganzen Tippfehler in den frühen Posts... kalte Finger, Erschöpfung und Autocorrect kombinieren sich nicht so gut ;) Wir können das leider erst von zu Hause aus korrigieren.

Hat jemand mitgelesen? Wir wären sehr an Feedback interessiert und wenn jemand fragen hat, gerne hier stellen!

Wenn wir morgen etwas erholter sind, schreiben wir hier noch etwas mehr über Ausrüstung, über die Infrastruktur der Zwischenstopps und über Dinge, die wir dazugelernt haben.

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Glückwunsch zur gelungenen Tour! Ich habe am Anfang mitgelesen und es dann nach der ersten längeren Funkstille aber vergessen. Nun habe ich den Rest gelesen. Und ich muss sagen : Bin neidisch... ;-)

Reicht ihr noch die Spiegelreflexbilder nach?

Eine Fjaellraeven Hose hätte ich wohl von Anfang an mitgebracht. Wasserfest (wenn gewachst), feuerfest, Mückendicht.

Geil wie das mit dem Tarp funktioniert hat!

Und super das ihr feuerholz in der Hütte vor dem Tarradalen vorbereitet habt. Sowas sollte selbstverständlich sein,aber viele denken nur bis zur eigenen Nasenspitze.

Danke für das Teilen des Berichts.

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vor 13 Stunden schrieb jdb:

Hat jemand mitgelesen?

mit nicht aber nun hab ich grad alles aufs mal gelesen. gratulation zu den 800km ultraleicht durch die wildnis. zumal es bisher ja überall hiess, ohne lundhags, bomb-proof-shelter und minimum 110-liter rucksack sei dies schlicht unmöglich.

mir/uns wäre es wohl zu windig, nass und kalt (von den mücken gar nicht zu reden) für eine solch lange tour abseits von festen unterkünften aber die landschaft und szenerie sind wirklich einmalig und unbeschreiblich eindrücklich.

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vor 18 Minuten schrieb dani:

... ultraleicht durch die wildnis. zumal es bisher ja überall hiess, ohne lundhags, bomb-proof-shelter und minimum 110-liter rucksack sei dies schlicht unmöglich.

OT: Wer würde denn so einen quatsch schreiben?

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vor 1 Stunde schrieb SouthWest:

Glückwunsch zur gelungenen Tour!

Danke sehr!! Es hat wirklich großen Spaß gemacht!

vor 1 Stunde schrieb SouthWest:

Reicht ihr noch die Spiegelreflexbilder nach?

Ja, auf jeden Fall eine Auswahl, erstmal müssen wir die ~1600 Bilder sortieren und überlegen, wie wir das in den Reisebericht integrieren. Auf jeden Fall muss ich dazu nochmal die Software erweitern. Die Bilder in den Posts updaten wir auch nochmal in höherer Qualität, wir haben da manchmal beim hochladen etwas reduziert, damit es schneller geht bzw. auch bei schmalbandiger Verbindung klappt.

vor 1 Stunde schrieb SouthWest:

Geil wie das mit dem Tarp funktioniert hat!

Ja, wir sind auch total begeistert! Es ist, als hätte man fünf Zelte dabei, für unterschiedliche Bedingungen und man kann beim Campaufbau seinen Spieltrieb ausleben ;) Man darf nur nicht vergessen, dass die Landschaft die Hälfte der Unterkunft ist. Bei schlechtem Wetter suchen wir schon sehr genau nach guten trockenen Plätzen mit Windschutz. Ein guten Sortiment Heringe ist auch wichtig (ich mache später mal ein Bild). Und gut aufgebaut hält ein stabiles Tarp auch eine Menge Wind aus.

vor 2 Stunden schrieb SouthWest:

Und super das ihr feuerholz in der Hütte vor dem Tarradalen vorbereitet habt. Sowas sollte selbstverständlich sein,aber viele denken nur bis zur eigenen Nasenspitze.

Vielleicht muss man es einfach mal erlebt haben, wie es ist, total durchgefroren anzukommen und jemand vor einem war so nett :) Uns macht es jedenfalls oft Freude, daran zu denken, wie jemand nach uns zu den Hütten oder Camps kommt und sich über solche Kleinigkeiten freut und versuchen immer, es ein bißchen schöner zu hinterlassen.

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vor 2 Stunden schrieb dani:

gratulation zu den 800km ultraleicht durch die wildnis. zumal es bisher ja überall hiess, ohne lundhags, bomb-proof-shelter und minimum 110-liter rucksack sei dies schlicht unmöglich.

Danke!! Ja, die Ansicht findet man wohl noch ;) Aber es sind mittlerweile auch viele Leute interessiert, wenn sie das Tarp sehen oder das Rucksackgewicht hören. Ich glaube nicht, dass wir uns in einem Geodät oder Tunnel auch nur eine Nacht wohler gefühlt hätten. Wir brauchen irgendwie den Blick nach draußen, sonst verpasst man am Ende noch das Beste oder sieht irgendetwas wichtiges nicht, z.B. Wetteränderung. Und ob uns mit 30kg auf dem Rücken hier die Haxen heile geblieben wären... auch in Stiefeln rutscht man mal aus. Hat immer alles zwei Seiten ;)

vor 2 Stunden schrieb dani:

mir/uns wäre es wohl zu windig, nass und kalt (von den mücken gar nicht zu reden)

Mit dem Wetter und den Mücken haben wir in der Tat eher Pech gehabt. Jemand, der schon über zwanzig Reisen hierher gemacht hat sagte, er habe noch nie so viele Moskitos gehabt. Vielleicht durch die Nässe? Und wärmere Sommer gabs hier wohl auch schon... Ist manchmal etwas Glückssache.

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vor 4 Stunden schrieb dani:

wann gibts die fotos der DSLR? ;-)

Naja, erstmal müssen wir wieder nach Hause ;) Und dann die Bilder sichten, sortieren usw. Wir versuchen, uns zu beeilen! ;)

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also mir hats auch viel Spaß gemacht, eure Tour nachzulesen (alles auf einmal allerdings). Mücken gab es dieses Jahr wirklich reichlich, und mir ist noch einmal bewusst geworden, was für ein Schweineglück ich beim Wetter mit meiner Wanderung da oben gehabt habe...

vor 6 Stunden schrieb jdb:

Es ist, als hätte man fünf Zelte dabei,

Und langsam kommt mir der Gedanke, dass es sich tatsächlich lohnen könnte, sich doch mal mit der Idee "Tarp" zu beschäftigen ... als Repertoireerweiterung.

Na mal sehen, was beim Flohmarkt so angeboten wird.

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Ich wollte ja noch kurz das Sortiment Heringe beschreiben!

PSX_20170913_210544.thumb.jpg.0616743221f240fa17fe90f241d5cdb4.jpg

Es ist etwas wild zusammengewürfelt aus dem was verfügbar war, aber folgt im Grunde diesen Ideen:

- die Firstlinie muss immer mit optimal zum Boden passenden Heringen abgespannt sein -> mind. 2 Heringe für weichen Boden (hie roten MSR) und 2 für harten und/oder steinigen Boden (die Eastons)

- im Idealfall sollten die 6 wichtigsten Punkte, Firstlinie und Ecken, o.timal verankert sein, im Fjäll kommt man mit den Eastons da sehr weit, 6+1 Reserve

- Seiten- und Zusatzabspannungen können mit irgendwas abgespannt werden, was übrig bleibt

- mit Titannägeln auffüllen bis genug für alle Abspannpunkte dabei ist

Da sind jetzt einige schwere Klopper dabei... vor allem die langen Eastons, aber Länge hält, die sitzen im Fjällboden bombenfest, sind bequem und schnell zu verwenden (Mastwurf). Und dass die Abspannungen halten, ist beim Tarp absolut essentiell. Nur mit Titannägeln würde ich hier nicht unterwegs sein wollen ;)

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vor einer Stunde schrieb cafeconleche:

Und langsam kommt mir der Gedanke, dass es sich tatsächlich lohnen könnte, sich doch mal mit der Idee "Tarp" zu beschäftigen ... als Repertoireerweiterung.

Es lohnt sich sehr!! Wenn du direkte Tarpfragen hast, die noch nicht im Forum beantwortet sind, sag mir gern bescheid, wenn du dazu einen Thread aufmachst, bin auch immer an Austausch zu dem Thema interessiert!

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Infos zur Infrastruktur an den Zwischenstopps und Start/Ziel

 

Kautokeino

Unser Startort! Der Bus hierher fährt direkt vom Flughafen in Alta ab, etwas links vom Ausgang des Flughafens. Es gibt mehrere Haltestellen im Ort. Will man direkt auf den Weg, kann man am besten an der Tankstelle/Centrum aussteigen und der Straße Nr. 4 folgen. Der Bus hält am kleinen Supermarkt "Rema" und am Arctic Motel & Camping. Es gibt noch einen zweiten Campingplatz direkt davor. Die drei Stopps sind ein Stückchen auseinander, aber es ist alles gut zu Fuß zu erreichen. Das Arctic Motel hat einen Kiosk, eine schöne Zeltwiese und eine brauchbar ausgestattete, gemütliche kleine Küche. Im Rema gibt Lebensmittel, Grillkram, Bier, Mückenzeug etc. aber kein Gas oder Spiritus. Im Coop gegenüber der Tankstelle gibt es Gas, Spiritus, Kocherbenzin, Gummistiefel, Angeln, Werkzeug usw. Ein deutsches Paar auf dem Trail erzählte uns, dass es auch an der Tankstelle Kocherbenzin gibt.

Kilpisjärvi

Wenn es ein Argument dafür gibt, den Nordkalottleden Richtung Norden zu laufen, dann ist es Kilpisjärvi! Denn dann würde man mit riesigem Appetit hier ankommen und könnte die fertig gegrillten Rippchen von der Fleischtheke des Super-/Baumarkts und die leckeren Burger mit Süßkartoffelfritten, Käse und 3mm Baconscheibe im Burgerimbiss neben der Tankstelle noch mehr genießen. Es gibt ein Sportgeschäft, dass Angel- und Outdoorequipment (auch Gas, Spiritus, Benzin) verkauft und im Supermarkt gibt es Gaskocher, und diversen Outdoorkleinkram. Gegenüber sind Anlagen, in denen man Hütten und Zimmer mieten kann (100-150 Eur). Etwa 5km außerhalb des Ortes ist das Retkeilikeskus (Wanderzentrum), an dem man auch zelten kann. Man kann aber auch vom Ort aus ca. 2km zum nächsten See nordwärts auf den Nordkalottleden gehen, zum zelten ist es dort schöner. Zum Retkeilikeskus hatten wir ein Paket geschickt, das unkompliziert ankam und keine Lagerungsgebühr kostete. Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit, es gibt ein Café, Sauna, Gas, Spiritus. Die Anlage ist leider nicht besonders schön oder gemütlich, eher funktional und sie achten beim Müll verbrennen (wäre durch die Lage an der Straße eigentlich nicht nötig) nicht auf die Windrichtung, so dass es auf dem Zeltplatz etwas ungemütlich werden kann. 2x am Tag fährt ein Bus in den Ort. Wir würden eher den Weg zum See empfehlen (Koordinaten stehen im Tagebucheintrag). Kilpisjärvi ist großartig, vor allem weil es im Ort echt einiges gibt!

Abisko

Wenn man von Norden kommt, trifft man vor Abisko irgendwann auf die Straße dorthin. Jetzt kann man an der Straße entlanglaufen und dabei ggf. trampen, wir haben drei Leute getroffen, die das getan haben, es scheint also recht gut zu klappen, oder man läuft den Rållarvägen an der Eisenbahn entlang nach Abisko. Der Rållarvägen ist gut zu laufen und schön, direkt auf der anderen Straßenseite führt ein Pfad dorthin. Er geht kurz in die falsche Richtung, um eine Brücke zu erreichen, davon darf man sich nicht irritieren lassen ;) Abisko ist (inzwischen) das herausgeputzte Luxus-Aushängeschild der STF. Der Zeltplatz ist groß und schön, es gibt leider keine Küche mehr und irgendwie scheint man hier eher auf Outdoor für die Massen eingestellt zu sein. Im Laden der Station gibt es Gas (nicht immer alle Größen), Benzin, Spiritus, Essen, Mützen, Handschuhe usw. Schokolade nur noch irgendsoein Ökozeug, statt der guten Marabou und ständig gibt es irgendwas nicht, z.B Butter. Schade. Das ginge besser. Aber trotzdem ist die Station mit dem gemütlichen warmen Vorraum, der Sauna und dem in Wald übergehenden Zeltplatz schön und gut zum entspannen geeignet. Das Personal reicht von hilfsbereit-freundlich bis desinteressiert-dusselig, ist etwas Glückssache, Massenabfertigung. Unser Paket hat man nicht angenommen, so dass wir es am Postamt im 2km entfernten Abisko Östra abholen müssen. Hierher sollte man auch zum einkaufen kommen! Riesige Süßigkeitenabteilung, alle Kocherbrennstoffe, alles was man sich an Lebensmitteln wünscht, Supermarktpreise, freundlich noch dazu.


Ritsem

Ach Ritsem... sonnig, wunderschön und nett war es dort - nicht zum ersten mal! Das wundervolle Gebäude mit der Terrasse mit Seeblick gehört leider nicht mehr zur Station sondern zum Caravan-Camping. Schade... früher konnte man sich drinnen einen Kaffee und ein Kanelbullar holen und sich raus an den Tisch setzen, mit Blick auf den Akka... Die Tische gibt es noch, in dem Raum in dem früher der Laden war, wird irgendwas renoviert. Aber dennoch, es ist Klasse dort. Der Stationsladen (etwas anderes gibt es soweit wir wissen nicht) ist etwas kleiner als früher, aber es gibt Eis, Getränke, viele Tiefkühlgerichte (Pizza!), Trekkingnahrung, Nudeln, Reis usw. einen tollen Koch- und Aufenthaltsraum mit Blick auf den Akka, Backöfen, Wasserkocher, usw. Unser Paket ist gut angekommen und wurde in einem Schuppen außerhalb der Station gelagert, an der Schokolade kann man einige Temperaturschwankungen erkennen. Die Zeltwiese ist klein, aber sehr gemütlich mit mehreren Tischen und Sitzbänken. Es gibt eine holzbefeuerte Privatsauna, die man mieten kann - lohnt sich! Das Personal der Station ist ausgesprochen nett, hilfsbereit und gesprächig, meist auch outdoorinteressiert. Das gute Wetter, dass wir hier hatten, trägt sicherlich zur Entspannung bei, aber Ritsem ist einfach eine klasse Station!

bearbeitet von jdb
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Am 13/09/2017 um 11:44 schrieb SouthWest:

feuerfest

Wie ist denn die Erfahrung mit all dem empfindlichen UL Zeug und dem Tarp so nahe am offenen Feuer? Ich habe mir schon so einige Löcher in schönen Klamotten durch funkenflug eingefangen ...

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vor 1 Minute schrieb SouthWest:

Wie ist denn die Erfahrung mit all dem empfindlichen UL Zeug und dem Tarp so nahe am offenen Feuer? Ich habe mir schon so einige Löcher in schönen Klamotten durch funkenflug eingefangen ...

Kommt etwas auf den Wind und aufs Holz an. An einem Abend, als es immer windiger wurde, haben wir uns ein Brandloch im Mückennetz und eins in meinem Fleece eingefangen und kurz danach das Feuer gelöscht, weil es uns zu windig wurde. Die Gefahr besteht natürlich immer, vor allem bei Wind. Am Tarp selbst ist bisher noch nie was passiert! Bei stabiler Windrichtung fliegen die Funken ja auch eher vom Tarp weg, wenn der Wind sehr viel dreht und und es viele Böen gibt, ist es eh besser, das Feuer auszumachen. Generell hatte ich da aber auch mit mehr Problemen gerechnet.

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Am 2017-09-13 um 14:10 schrieb jdb:

Mit dem Wetter und den Mücken haben wir in der Tat eher Pech gehabt. Jemand, der schon über zwanzig Reisen hierher gemacht hat sagte, er habe noch nie so viele Moskitos gehabt. Vielleicht durch die Nässe? Und wärmere Sommer gabs hier wohl auch schon... Ist manchmal etwas Glückssache.

Hab dieselbe Erfahrung gemacht, einen alten Haudegen kennengelernt, der seit 20 Jahren in den Sarek läuft. Der hat entnervt aufgegeben und ist frühzeitig nach Hause. Anfang August war es für ein paar windstille Tage aber auch wirklich nur sehr schwer auszuhalten. Man konnte weder Stehenbleiben, noch kacken gehen noch sonstwas. Das war eigentlich gleich die paar Tage nachdem wir die nette @cafeconlechegetroffen hatten. 

Die Mücken sind deshalb so viele dieses Jahr, weil es ein sehr später Sommer war und sie dann um so geballerter rauskommen. Wurde mir so jedenfalls von verschiedenen Seiten erzählt. 

bearbeitet von zeank

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Am 12.9.2017 um 22:29 schrieb jdb:

Hat jemand mitgelesen?

Jawoll, ich! B) OK,nicht ganz jeden Tag, aber so jeden dritten; und als ich dachte "So, jetzt könnten sie langsam durch sein", war euer Kvikkjokk-Post da! Von mir auch herzlichen Glückwunsch und Respekt zu der tollen Tour! (Und ganz viel Neid natürlich...:twisted:)

 

Da der NKL immer mal in meinem Kopf rumspukt, hab ich natürlich jede Menge Fragen:

 

vor 7 Stunden schrieb jdb:

Wenn es ein Argument dafür gibt, den Nordkalottleden Richtung Norden zu laufen, dann ist es Kilpisjärvi!

Die meisten laufen ja scheinbar Nord-Süd - würdet ihr es nach der Tour auch so empfehlen?

 

Seid ihr mit dem Grip der Schuhe auf nassem Fels zufrieden gewesen? (Das ist das nämlich einzige, wo ich die INOV8 etwas besser finde.)

 

Thema Pakete: Habt ihr die alle ganz normal von Deutschland mit DHL verschickt? (Ich hatte aus Ritsem vor einigen Jahren mal die Info, dass verschicken nur per Bussgods aus z.B. Kiruna ginge.)

Hattet ihr die Pakete vorher mit den Empfangsadressen in Kilpisjärvi, Abisko und Ritsem abgesprochen?

 

Mir fallen bestimmt noch viele Fragen ein, aber jetzt genießt erstmal die Annehmlichkeiten der Zivilisation...

 

Hut ab nochmal!

Jens

 

 

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vor 19 Stunden schrieb dani:

das essen sieht immer recht lecker aus. war das alles selbst-gedörrtes oder hatte es auch kommerziell erhältliches dabei?

Jaaa, es war großartig! Gutes Essen ist uns generell und auf Tour extrem wichtig, deshalb betreiben wir da einigen Aufwand.

Das Gemüse und Fleisch ist alles selbst gedörrt, wir sind immer wieder überrascht, wie vieles gerade bei Gemüse funktioniert. Super ist z.B. Suppergrün (Sellerie, Möhren, Lauch), Nudelsuppe schmeckt dann plötzlich wie damals bei Oma ;) Mein persönliches Highlight waren diesmal die Erbsen. Macht kaum Arbeit, TK-Erbsen gefroren in den Dörrer und fertig, rehydrieren extrem gut. Wir haben aber auch wochenlang gedörrt und eingelagert...

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Wie ist es Euch mit der durchschnittlichen Tagesdistanz von ca. 20 km ergangen? Das kommt mir sehr gemütlich vor. Würdet Ihr das wieder so machen oder z.B. eher 25 km anpeilen. Prinzipiell vermute ich, dass man mit Freundin wohl gern gemütlicher unterwegs ist (macht ja auch Sinn). Bei einer reinen Männergruppe kommt oft der (übertriebene) Ehrgeiz durch und damit werden die Tagesetappen im Laufe der Tour immer länger (z.B. 40 km weil die Pizza in Kilpsijärvi schon beim Aufstehen in realistischer Reichweite erschien ;)).

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Am 14.9.2017 um 18:48 schrieb Jeha:

Von mir auch herzlichen Glückwunsch und Respekt zu der tollen Tour! (Und ganz viel Neid natürlich...:twisted:)

Danke!!!

Am 14.9.2017 um 18:48 schrieb Jeha:

Die meisten laufen ja scheinbar Nord-Süd - würdet ihr es nach der Tour auch so empfehlen?

Wenn man die gesamte Strecke laufen will und Erfahrung hat, eher ja. Aber irgendwie ist es ja auch Geschmackssache und kommt immer auf die Voraussetzungen an.

Beim Start von Kautokeino kann man am Anfang mit hoher Motivation die Sümpfe hinter sich bringen, wird danach mit dem Reisadalen belohnt und landet als nächstes direkt im Fjäll. Die recht lange Etappe Abisko-Ritsem kommt eher spät, wenn man schon gut fit ist und auf den Padjelanta-Abschnitten kann man nochmal in Ruhe entspannen, wäre aber auch jederzeit in der Lage, richtig Strecke zu machen, falls der Hunger die Vorräte schrumpfen lässt oder ähnliches. Vor allem aber wären die Sümpfe unserer Meinung nach kein so toller Abschluss.

Für die andere Richtung würde sprechen, dass man nicht gleich in den Sumpf muss. Wer weniger Wandererfahrung hat, ist vielleicht besser beraten, zunächst die nicht ganz so menschenleeren und mit mehr Hütten ausgestatteten Abschnitte von Padjelanta anzugehen. Ab Ritsem gehts dann aber auch ziemlich in die Pampa. Die Sümpfe kann man dann vielleicht als Endspurt sehen, den man schnell hinter sich bringt, wenn man schon fitter und abgebrühter ist.

Wenn man in Hauptrichtung läuft, trifft man natürlich auch weniger Leute... es geht auf jeden Fall beides.

Am 14.9.2017 um 18:48 schrieb Jeha:

Seid ihr mit dem Grip der Schuhe auf nassem Fels zufrieden gewesen? (Das ist das nämlich einzige, wo ich die INOV8 etwas besser finde.)

Also vor allem in Norwegen gibt es ja diese mit Moos/Algen bewachsenen Felsplatten, wenn die nass sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass darauf irgendein Schuh ohne Spikes hält. In normalen Geröllfeldern ging es ganz gut, aber vorsichtig muss man natürlich schon sein. Die Gummimischung ist eher nicht so weich, scheint mir, jedenfalls sieht die Sohle noch ganz manierlich aus. Geht auf jeden Fall klar, eigentlich ist sie ein guter Kompromiss zwischen Grip und Haltbarkeit. Mit weicherer Mischung geht es bestimmt noch mit mehr Haftung ;) Positiv fanden wir auch den relativ guten Halt auf Schnee und die Möglichkeit, wenigstens kleine Stufen zu treten.

Am 14.9.2017 um 18:48 schrieb Jeha:

Thema Pakete: Habt ihr die alle ganz normal von Deutschland mit DHL verschickt? (Ich hatte aus Ritsem vor einigen Jahren mal die Info, dass verschicken nur per Bussgods aus z.B. Kiruna ginge.)

Hattet ihr die Pakete vorher mit den Empfangsadressen in Kilpisjärvi, Abisko und Ritsem abgesprochen?

Ja, das hatte mir auch erst die STF-Zentrale geschrieben. Ritsem selbst sagte dann, einfach mit der Post, kein Problem.

Wir haben jeweils mit den Empfängern vorher gesprochen und die Pakete dann einfach mit DHL abgeschickt, Kosten sind so 30-35 EUR, je nach Land. Ich vermute, dass es in Abisko Standard ist, die Pakete nicht anzunehmen, kann mir nicht erklären, wie das sonst an einem Werktags-Vormittag nicht zugestellt werden kann, so dass man hier den Umweg nach Abisko Östra einplanen sollte.

Wir sind insgesamt sehr zufrieden damit, wie es geklappt hat!

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      Insgesamt bin ich super zufrieden mit der gesamten Ausrüstung. Bei Fragen gerne einfach Anschreiben!!
       
      Anreise:
      Von Aachen mit der Bahn zum Düsseldorfer Flughafen, Flug nach Oslo mit SAS (Hin und Rück ca. 300 € inklusive gepäck), S-Bahn nach Oslo Station, Oslo Station mit Nachtzug bis Geilo (Minipreis bei Frühbuchung 26€). Unproblematisch und rel. schnell. Rückweg mit Bus von Haukeliseter nach Oslo Station (36€), Oslo Station mit mit zum Flughafen (13€) und zurück nach Düsseldorf bzw. Aachen.
      Nützliche Seiten: www.nsb.no (Bahn) www.nor-way.no (Bus) www.skyss.no (bus Eidfjord)
       
      Nach der Ankunft in Oslo ging es mit der S-Bahn zum Zentralbahnhof in Oslo und anschließend mit dem Nachtzug weiter bis Geilo. In Geilo wurde im Warteraum des Bahnhofs genächtigt (Ankunft 3:20 Uhr). Am morgen wurden letzte Besorgungen im Intersport Geilo gemacht (Gas...) und dann ging es mit dem 10 Uhr zug für knappe 5 Euronen in Richtung Finse.
      Das Wetter war übrigens, wie im gesamten Zeitraum wechselhaft bis schlecht. Laut diversen Norwegern war es wohl der offiziell schlechteste Sommer seid über 25 Jahren,  perfekt!
       
      Tourenstart
      Am Hardangerjokkulen vorbei und dem markierten Weg Richtung Kraekkja folgen, einfache wegfindung und sehr schöne Landschaft. Leider zuviele Wolken, daher blieb der Blick auf den Gletscher leider aus. Sehr matschig, aber machbar auch mit Trailrunnern. Ständig werden kleinere Flüsse/Bäche gequeert und Altschneefelder überqueert, alles aber sehr einfach und auch von unerfahrenen Personen locker machbar!
      Nach ein Paar Stunden gehen, gegen 17 Uhr, schönen Zeltplatz am See gefunden und das Lager aufgeschlagen. Sogar die Sonne kommt nochmal hinter den Wolken hervor... Kurz in den See gesprungen und gewaschen, dann gabs lecker Essen. Mit Blick auf den See im Schlafsack noch etwas gechillt und später irgendwann eingeschlafen.
      Gegen 6 Uhr wieder wach und die Sonne ist auch schon am Start! Nach kurzem Frühstück und zusammenpacken gehts direkt weiter. Landschaftlich wieder wunderschön, auch wenn sich das wetter mitlerweile arg verschlechtert hat. Kurz hinter Kraekkja mach ich halt und suche hinter nem Felsen etwas Windschutz für Lager, mittlerweile Stürmt es ordentlich. Kurzen Snack und dann ne Runde Angeln, ldeider keinen Erfolg. Sturm wird aber so stark, dass ich nicht mehr kontrolliert Angeln kann. Also eingepackt und bei Snacks im Schlafsack ne Runde Hörbuch (Blackout, gutes Buch) gehört.
      Am nächsten morgen mit ziemlichen Schmerzen im Fuß aufgewacht. Son scheiß, was soll das denn? Naja hab ja genug Zeit. Daher zur Hütte gehumpelt und dem Regen bei Kaffee und Snacks am Fenster zugesehen. Morgen gehts bestimmt wieder...
      Am nächsten morgen gings leider nicht viel besser. Dennoch guter Laune und ohne viel Schmerz, schmerzmittel sei Dank (Tilidin ), weiter bis Halne gegangen. Leider auf dem Weg zusätzlich irgendwie das Knie verletzt (obwohl mir nix spezielles aufgefallen wär). Ok, das läuft gerade nicht so wie geplant... Aber immer noch Zeit satt, gönn ich mir eben noch nen Tag Pause. Also auf der Karte ausschau nach nem netten See gehalten und anschließend bis zum Olavsbuvatnet gehumpelt. Lager aufgeschlagen und ne kleine Runde geangelt, wieder ohne Erfolg, naja fuck off...
      Am nächsten Morgen wieder zusammengepackt, diesmal bei Regen und Sturm. Und dem See für ca. 2 km aufwärts gefolgt. Im Sturm nach nem passenden Zeltplatz gesucht und nach kurzer Zeit auch gefunden. Dann wieder Lager aufschlagen und im nächsten Bachlauf kurz waschen. Nach nem kurzen Snack gehts los zum Angeln. 1 Wurf erste norwegische Bergforelle, sehr geil, wenigstens das Angeln scheint nun zu laufen  In den nächsten 3h noch weitere 25 forellen gefangen, wovon 6 später im Topf gelandet sind. Das Angeln hat trotz Regen und Wind ziemlich Laune gemacht!! Danach gings zum Lager und die Forellen wurden zubereitet, köstlich  Knie und Fuß Fühlen sich leider immer noch nicht Fit an, und so beschließe ich noch einen Tag am Olavsbuvatnet zu bleiben, zumal die Angelei hier echt ein Traum ist!
      Am nächsten Tag gehts direkt um 7 uhr zum Angeln. Auch das Wetter spielt noch mit, strahlender Sonnenschein. Man kann nun die Forellen an den Ringen auf dem Wasser erkennen, die sich bilden wenn die Fische nach Insekten schnappen die kurz über/auf der Wasseroberfläche rumschwirren. In kurzer Zeit gibts wieder ne Menge Forellen! Sehr geil. Ab mittags geht dann leider der regen und sturm los, so dass ich mich ins Zelt verkrieche und ne Runde rumsnacke und Hörbuch höre. Abends gehts wieder zum Bach für ne erfrischende Wäsche bei Sturm und Regen. Zunächst gehts mir super, ich köchel mir was gedörrtes und chill im Zelt. Später merke ich, dass ich anfange leicht zu husten und Rückenschmerzen sowie Gliederschmerzen sich breit machen. Fuck, hoffentlich werd ich nicht Krank... Die Nacht hab ich anschließend nicht wirklich schlafen können, kotzen mit Schweißausbrüchen und ordentlich Schmerzen in den Gliedern brahcten mich irgendwie um den Schlaf. Am nächsten morgen gings mir so schlecht, dass ich beschlossen habe mich nach Halne zu schleppen und von da mit dem Bus zum nächsten Campingplatz fahre. Irgendwie fühl ich mich jetzt zu unsicher um weiter alleine durch die Gegend zu ziehen. Der Weg ist unendlich anstrengend, ich schwitze wie ein Schwein und komme kaum vorwärts... Brauche fast den halben Tag um bis Halne zu kommen. Direkt kommt der Bus und ich darf, da ich kein Bares am start hab, sogar gratis mitfahren. Ich steige in Ovre Eidfjord aus und begebe mich zum örtlichen Campingplatz (12€ die nacht). Dann gibts ne Warme Dusche, ein Bier und ne Warme mahlzeit und ich leg mich total ko in den schlafsack.
       
       
    • Von SwissExplorer
      Hallo Zusammen,
      Ich plane nächsten Monat eine Tour in Schweden zu machen. Ich werde nach Stockholm fliegen von da aus wollte ich bisher den Höga Kustenleden machen, da mir die Bilder und Reiseberichte überaus gefallen haben. Für die Tour möchte ich mir ca. 4 Tage Zeit nehmen, also nicht sehr lange, da ich noch Stockholm kennenlernen möchte.
      Jetzt meine Frage an die Schwedenexperten und Erfahrenen unter Euch: Soll ich beim Höga Kusteleden bleiben, und die 6 Stunden Zugfahrt von Stockholm her in Kauf nehmen oder gibt es schöne Alternativen die näher an Stockholm sind?
      Vielen Dank für Eure Hilfe schon mal im Voraus. =)
    • Von BastiNature
      Hallo zusammen!
      Wir, d.h. meine Freundin und ich, planen Ende August (19.8. - 3.9.) den Bohusleden in Schweden zu wandern, und haben gerade mit der Planung begonnen. Dazu haben wir noch ein paar Fragen, da die Quellen im Internet die wir bisher gefunden haben nicht auf ultraleicht ausgerichtet sind. Ausrüstungsmäßig werden wir uns an unserem letztjährigen 2500km-PCT-Sobo-Hike orientieren, Baseweight je nach Abschnitt ca. 5-5.5kg: 1x Tarptent Motrail (2 Personen Variante vom ProTrail), ULA Ohm, Cumulus Comforter, Exped Synmat Basic UL 7.
      Wir haben momentan folgende Fragen, vielleicht könnt ihr uns helfen:
      a) Vielleicht der wichtigste Punkt um das Gewicht gering zu halten: Gibt es eine Optionen sich irgendwo zwischendrin ein Paket hinzuschicken? Einkaufen geht zwar, die Auswahl ist für uns aber wegen Unverträglichkeit immer etwas eingeschränkt.
      Auf dem PCT hatten wir keine Regenjacke und keine Regenhose mit, nur unsere Trekkingschirme + Windjacke. Wir überlegen für den Bohusleden eine der folgenden Kombinationen: Regenjacke +  Regenrock (knielang) + evtl. Gamaschen oder Regenjacke + Regenhose oder nur Regenjacke mitzunehmen. Kennt jemand den Weg/die Gegend zu der Jahreszeit und kann bezüglich Wetter und Regenkleidung Tipps geben?
      c) Klima/Temperatur: Wir denken dass 1xShorts, 1xlange U-Hose, 2-3 Paar Socken, 1xT-Shirt, 1xLongsleeve, 1xdünnes Fleece, 1xMütze (pro Person, versteht sich) passen sollten. Denkt ihr das ist zu viel/zu warm? Oder ist das zu kühl? Daunenjacke statt Fleece?
      d) Wie sind die Böden beschaffen und wie sieht es mit Stark-Wind bzw. Sturm aus? Sind Titan-Heringe für das Zelt ausreichend oder sollten wir besser Y-Heringe nehmen?
      e) Etappen-Längen: In vielen Quellen zum Bohusleden (Baseweight teils deutlich > 15kg) wird von Etappen von ca. 10-20km berichtet...mit PCT Erfahrung und wohl auch für viele UL-ler klingt das nach recht wenig. Der Beschreibung nach scheint der Weg jedoch großteils eher einfach. Mir ist klar dass es von Person zu Person sehr unterschiedlich sein kann wie weit man an einem Tag kommt (auch von UL-ler zu UL-ler). Hat hier trotzdem jemand Erfahrungswerte, der nicht UHeavy unterwegs war?
      f) Wie sieht es mit Moskitos aus? Mückennetz + Mückenspray notwendig?
      g) Wie ist es mit Handy-Empfang auf dem Weg? Eher nur sporadisch oder ist die Netzabdeckung gut?
      h) Kochen: Auf dem PCT wegen Zeitersparnis, und teilweisem Verbot von Alkohol/Holzkochern, hatten wir unseren Gaskocher dabei. Wir haben auch bisher keine Erfahrung mit Alkohol/Holz. In Schweden sollte das mit Holz/Alkohol kein Problem sein oder? Dann könnten wir evtl. mit Alkohol/Holzfeuer experimentieren. Insbesondere wenn man viel Holz verwenden kann, stelle ich mir vor dass das nochmal Gewicht spart. Was haltet ihr davon, und habt ihr Vorschläge für leichte Holz/Alkohol Kombi-Kocher?
      Falls ihr sonst noch Tipps habt oder euch irgendwas einfällt was man unbedingt dabei haben sollte... wir freuen uns über jeden Vorschlag.
      Danke für eure Hilfe!
      Bastian (+ Lena)
       
      P.S.: Ist schonmal jemandem aufgefallen, dass die Rechtschreibkorrektur des Forum "ultraleicht" anstreicht ?
    • Von serum
      Hey, ich werde bald eine 8-10 tägige Tour durch die Hardangervidda machen. Geplant ist die "klassische" Nord-Süd Querung im Westen, allerdings andersherum. Und dann verlängert um einen Abstecher in der Auerlandsfjord.
      Ich habe allerdings bis jetzt nie Karten gebraucht und bin deswegen ziemlich ahnungslos was diesen Bereich angeht. Was für Karten könnt ihr für diese Tour empfehlen?
      Und wenn jemand Tipp hätte, was für Orte, Routen oder ähnliches auf der Strecke Haukeliseter-Finse-Auerlandsfjord sehenswert oder lieber zu vermeiden sind, dann würde ich mich auch freuen davon zu hören!
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