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Ultraleicht Trekking

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Ich lebe jetzt seit nem Jahr müllfrei. Dazu gehört auch der Verzicht auf Plastik. Dieses Jahr war ich nicht wandern, weil ich fürs Ultraleichtwandern so viele Plastiksachen habe, dass ich da irgendwie keine Lust drauf hatte. Am wenigstens Lust habe ich, nochmal ne Plastikflasche mitzunehmen, da die Edelstahlflasche mittlerweile mein treuer plastikfreier Begleiter ist. Ich hab nicht vor, jetzt alles ultraleichte Plastikzeug fürs Wandern wegzuschmeißen, aber die Flasche behagt mir nicht mit den Weichmachern, die ich dadurch aufnehme. Das blöde ist, dass die plastikfreien Alternativen eigentlich so ziemlich immer schwerer sind, was fürs Ultraleichtwandern natürlich hinderlich ist.

bearbeitet von Hablo

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angst ist immer ein ganz schlechter ratgeber. auch bei bei den plastikflaschen.

aber wie ja mittlerweile hinlänglich bekannt sein sollte, ist der mensch ganz schlecht darin, komplexere risiken und gefahren richtig einzuschätzen. wir verharren hier quasi noch in der steinzeit, als die grösste gefahr der säbelzahntiger war, der hinter der nächsten ecke lauerte.

so ist es für die gesundheit z.b. wesentlich schädlicher, ein jahr lang nicht wandern zu gehen, als dabei ein paar mal aus einer plasteflasche zu trinken.

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@Hablo

Nur Mal zur Beruhigung: ich hab vor einiger Zeit Mal recherchiert deswegen, die meisten gelösten Schadstoffe waren bei der Erstbefüllung der Plastikwasserflaschen zu finden.

Bei längerem Gebrauch waren das deutlich weniger; tatsächlich ist es also besser, eine Plastikflasche mehrfach zu gebrauchen, als eine neue, schon mit Wasser gefüllte zu kaufen. ( Leider habe  ich jetzt die Quellen nicht parat, dürfte sich aber relativ. problemlos finden lassen)

LG schwyzi

PS auch ein Weg, Nanopartikel zu vermeiden, eine nicht Geschredderte Flasche kann auch nicht zum fleece werden;-)

bearbeitet von schwyzi

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Am 15.9.2017 um 15:48 schrieb dani:

so ist es für die gesundheit z.b. wesentlich schädlicher, ein jahr lang nicht wandern zu gehen, als ...

Das ist ein Gerücht. Vor einem Jahr hat mich die Rega vom Hang gekratzt, seitdem habe ich eine Lawine auf den Kopf bekommen und wurde einmal fast vom Blitz erschlagen. Da muß ich viel Plastewasser saufen, um das in Punkto Schädlichkeit/Risiko in die Waage zu bekommen.

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Meine Tritanflaschen wiegen um 100g => 1l (~3 € das Stück).
So eine dünnwandige Edelstahlflasche (6..8 €?) aus dem Supermarkt mit Karabiner am Stöpsel wog um 60 oder 70g. Waren glaube 750ml. Wäre also egal.  Alternativ wäre da noch Titan. Aber Preis/Leistung..uh.
Holz/Lederflaschen wären noch ne alternative. Wobei gewachstes Leder weder schmeckt noch leicht sein dürfte.

Wenn nur Wasser aufbewahrt werden soll, dann kann ich helfen:  unbeschichtete Rein-Aluminium-Flaschen mit Kunststoffgewinde/-Deckel. Wobei sich im Bereich der Tritanflaschen bewegen. D.h. um 100g pro Liter.
Ich nutze diese als Kessel (natürlich ohne das Gewinde)

bearbeitet von AlphaRay

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Ich benutze Plastik Ausrüstung, weil sie weder Schimmeln noch von Motten zerfressen werden kann. Sie trocknet schnell und ist da wasserdicht, wo ich das will.

Wenn man sich aber im Eigentum so beschränkt, dass die Ausrüstung auch im Alltag in ständigem Gebrauch bleibt, so dass man sich also ständig dagegen wehren kann, dass die Natur die Naturstoffe zersetzt, aus denen Ausrüstung gefertigt ist, so ist es ohne weiteres möglich eine völlig Plastikfreie Wanderausrüstung zu verwenden.

Wenn aber auch auf einen gummierten Poncho als Unterlage verzichtet werden soll, so kommt man um Feuer im Lager nicht herum.

Ich bin 10 Jahre lang ausschließlich mit historischem Material vor allem aus Militärbeständen auf Wanderreisen gegangen. Das war überhaupt kein Problem.

Heute sehe ich eher das Problem solches Material in gut erhaltenem Zustand preiswert zu beschaffen. Aber Es ist sicherlich möglich.

 

Gewichtsmäßig landest Du dann etwa bei 8 Kilo Basisgewicht in einer Drei Jahreszeiten Bushcraftausrüstung. In den Winter verlängert man die Reichweite der Ausrüstung mit Bushcraft Technik. Sonst würde man sich tot schleppen. 

Häringe und Brennstoffe mitschleppen und das ganze Campinggedöns ist dann natürlich nicht mehr drin. Historische Wanderausrüstung umfaßte nicht versehentlich ein Fahrtenmesser. Man machte sich sein Campingzeug eben zu einem Großteil jeden Abend vor Ort.

Jeder ältere Pfadfinderführer kann Dir das übrigens zeigen.

Es ist aber etwas aufwändiger und härter mit historischer Ausrüstung zu reisen, so eine Wolldecke ist kein Winterschlafsack! Es macht aber trotzdem großen Spaß. Dann muss man eben lernen, Holz nach zu legen, ohne richtig auf zu wachen. Man feuert die Nacht durch. Das war früher eine Grundfertigkeit von Pfadfindern. Ist von jedem erlernbar.

Im Internet empfehle ich dazu zB die Beiträge von Blizzard auf der Forenseite auf Bushcraft.fr das ist so ein alter Padfinderführer, der den Gebrauch historischen Materials empfiehlt und erklärt.

Natürlich auch das Buch "Scouting for Boys" und "Das große Lagerbuch" von Walter Scherf.

Ohne Bushcraftausbildung halte ich historisches Material aber für nur im Hochsommer verwendbar. Daher obige drei Standard Lehrer als Empfehlung gleich mit geliefert.

Auf Paul Kirtleys Blog wird zwar vor allem modernes Material empfohlen bzw benutzt, die Bushcrafttechniken werden aber so gelehrt, als würde noch historisches Material verwendet. Dort ist ja Gegenstand des Ganzen mit jedem zur Verfügung stehenden Material zurecht zu kommen, bzw eben notfalls ganz ohne jegliche Ausrüstung zu überleben.

Wenn Du es wirklich einmal mit historischer Ausrüstung versuchen möchtest, empfehle ich Dir eine halbe Bundeswehr Dackelgarage samt Kapuze zu erstehen und sie gut nach zu imprägnieren. Da hast Du Tarp und Regenmantel in einem.

Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung. Ich kenne mich mit sämtlichem europäischen Material dieser Art aus. Kenne auch die Gewichte etwa.

bearbeitet von Erbswurst

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Am 1.10.2017 um 23:17 schrieb dani:

spielt - wohl nicht nur für mich - schon einen unterschied, ob das gewicht der verpackung 20% der flasche inklusive inhalt ausmacht oder 2% !!!

In dem Fall meine ich nicht den objektiven Gewichtsunterschied, sondern die, in meinen Augen überzogene, Reaktion das Wandern einzustellen. Wenn es das einzige wäre, was zur Verfügung steht würde ich auch mit einem Steingutbembel losziehen.

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um diesen Faden nochmal aufzugreifen: bin auf eine interessante Alternative aufmerksam geworden:

Zahnbürste aus Bambus. Ist zudem noch echt leicht. Die Kinderversion - die mit ihrem  Bürstenkopf allemal reicht, man kommt auch in jede Ecke - wiegt z. B. gerade mal 6g! Wer es möchte kann sie sogar noch durch absägen nochmals gewichtsoptimieren.

Quelle: Tante Olga in Köln: https://zerowasteladen.de/Bambuszahnbuerste-Kinder

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Am 8.9.2017 um 21:05 schrieb Mordrag61:

Mich würde interessieren ob es Leute gibt die Erfahrung mit Loden gemacht haben. Die wurden früher immer für Outdoor verwendet

Ja, ich habe eine Lodenjacke und auch eine Weste. Das ist ein tolles Material, und meine Deubelkerl-Jacke sieht auch schick aus, also auch alltagstauglich. Im Gegensatz zu Plastikjacken staut sich darin auch nicht so die Hitze. Auf Tour entfällt dann auch häufig das Jacke an, Jacke aus, Jacke an.... usw. Was dann wohl doof ist, ist wenn es regnet. So eine bis 2 Stunden kann sie schon leichten Regen abhalten, aber man sollte auch jeden Fall eine Regenjacke oder einen Poncho zum drüberziehen haben. Diese Lodenjacke ist definitiv meine Lieblingsjacke und keine Plastikjacke kann es mit ihr aufnehmen.

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vor 14 Minuten schrieb rentoo:

Diese Lodenjacke ist definitiv meine Lieblingsjacke und keine Plastikjacke kann es mit ihr aufnehmen.

Wie mein alter jetzt Kollege früher gerne sagte: "Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen"  ;)  

Deine Lodenjacke ist verleichbar mit einer Fleecejacke - diese muss ich nicht ständig an und ausziehen, da nie zu warm.
Ich habe nichts gegen Wolle, aber der Vergleich mit einer dick isolierten, halb dampfdichten "Plastikjacke" hinkt, wenn du sowieso eine Regenjacke drüber ziehst, was du bei einer 2-/3-Lagen jacke ja nicht bräuchtest.
Eine Fleecejacke, die meiner Meinung nach der Lodenjacke sehr nahe kommt bzw. Fleece das Loden nachempfindet, wird auch nie zu warm, da sehr atmungsaktiv + benötigt bei Regen genauso eine Regenjacke wie das Loden, welches im Gegensatz zum Fleece aber um das mehrfache langsamer trocknet.

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@AlphaRayda will ich Dir nicht widersprechen, zumal ich noch nie eine Fleecejacke getragen habe, und auch des Plastiks wegen nicht tragen würde. Da vertraue ich mal drauf, dass es so ist, wie Du schreibst. Ich habe schon immer versucht, da wo möglich Naturmaterialien einzusetzen. Allerdings sind 2-/3-Lagenjacken auch nicht so mein Fall. Die, die ich mal im Laufe der Jahre hatte, sind alle entsorgt worden. Mit dem langsamen Trocknen hatte ich allerdings bei meiner Lodenjacke noch keine merklichen Probleme.

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Das Leben so ganz ohne Plastik wird definitiv immer schweiriger durchzuziehen, wenn man denn mal wirklich überlegt wo das überall drinnen ist, aber alleine Zahnpasta und Duschgels setzen stark auf das - richtig pervers ist das letztendlich und man muss generell sehr stark auf gut kontrollierte Bio Marken umsteigen um das vermeiden zu können.

Und ja, Kleidung ist da leider nicht besser, Naturmaterialien und kleinere Designer Marken mit gutem nachhaltigen Hintergrund sind da wohl dann entscheidend.

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      Stromfahrer hat diesen Beitrag moderiert: Hinweis: Dieser Thread entstand als OT-Auskopplung aus „Artikel: Wasserfilter in den USA unnötig?“
      Das ist genau das was alle falsch zu wissen scheinen. Ich weiß es mittlerweile besser, da ich seit Weihnachten nur noch Umkehrosmose-Wasser trinke, welches wie Quellwasser entmineralisiert ist (Quellwassr sogar noch mehr als das was aus meinem Filter raus kommt).
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      im Gedanken und zunehmend auch in der Praxis beschäftige ich mich schon eine Weile mit dem
      Ultraleichtansatz. Ich habe lange drüber nachgedacht, ob ich meine Fragen und Gedanken posten soll- mir ist klar, dass sie zumal von einer euch unbekannten Person als Provokation vorkommen können. So meine ich es definitiv nicht- ich komme nur alleine in meinem Kopf nicht weiter und habe auch in der Suche noch nichts passendes gefunden.
       
      Grundsätzlich denke ich, dass bei Entscheidungen immer eine Rolle spielt, welcher Wert höher angesetzt wird. Ultraleicht ist hier logischerweise ein hoher Wert, für alles was passieren könnte gerüstet zu sein, ein niedriger. Soweit so gut- da komme ich locker mit.
       
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      Dankbar bin ich für die Idee, des Blasters- der passt mir gut ins Konzept, weil beide Werte abgedeckt sind.
       
      Nun zu meiner Frage, wie macht ihr das? Gibt es Ideen und Möglichkeiten, an die ich noch nicht denke? Oder ist für euch immer das Gewicht der höchste Wert?
       
      Wie gesagt, ich will definitiv nicht provozieren. Ich suche nach einem Weg in dem ich beide Werte vereinbaren kann.
       
      LG Waldfrau
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