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Erbswurst

Nager-Alarm! -- Wie verwahrt Ihr Proviant?

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Die meiste Zeit meines Wanderlebens schlief ich in verschiedenen Boden losen Zelten und stellte zur Nacht außerhalb des Rucksacks das Bundeswehr Kochgeschirr vor mich, dessen Deckel durch den Bügel fest schließt. Dadurch waren nach dem Abendessen 1,5 Liter Proviantreste absolut Benagungs sicher verwahrt.

Inzwischen habe ich, weil man in dem Ding nicht vernünftig auf Gaskochern kochen kann und weil es leichtere Töpfe gibt, das gute alte Stück ausrangiert.

Jetzt packe ich meinen Proviant aber, damit mir niemand den Rucksack zernagt, in eine Plastiktüte neben mein Ohr und führe nächtliche Kämpfe mit Kleinstkriminellen, die mir meine Lebensmittel stehlen wollen.

Hinge ich etwas in den nächsten Baum, würde ich vermutlich gar nicht mit bekommen, wenn mein Zeug von irgendwem gefressen wird.

 

Daher meine Frage: Wie macht Ihr das denn?

 

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ich hatte nur einmal in einer schottischen bothy ärger mit randalierenden nagern.
nachdem ich ihnen einen kleinen anteil von meinem müsli vor die tür gestreut hatte war ruhe.

so machen sie das natürlich beim nächsten wanderer wieder. :rolleyes:

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Ich nehme meinen Proviant in den Biwaksack mit rein, aber außerhalb des Schlafsacks. Sollte sich dann doch mal eine Maus verirren in den Biwaksack und sich durch die Plastiktüte knabbern wollen, reicht ein leichtes Drehen des Körpers... Aus für die Maus.

Es gibt statt Tüte ja auch Plastikdosen mit relativ geruchsdicht schließendem Deckel. Wiegt nur wirklich paar Gramm mehr, aber ist besser als ohne Proviant dazustehen.

Und wenns schon Tüten sein sollen, so hilft Vermeidung des essentypischen Geruchs. Kein Viech knabbert sich auf Verdacht durch eine Tüte, wenn es nichts riechen kann vom Inhalt.

Den Rucksack hinzuhängen bringt nix, für Mäuse ist so ein Strick (an dem der Rucksack hängt) eine schöne Rennbahn.

bearbeitet von Schwerlastregal

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Gast Chris2901

Ich mache das so,indem ich meine ar...teure Bergans-Hardshell mit Müsliriegelverpackungen und dementsprechend Resten einfach vor dem Zelt aufhänge und dann 2 riesige Löcher in die Taschen knabbern lasse,so dass die Jacke unbrauchbar wird.:-(

Alternativ nehme ich Proviant jetzt immer mit rein ins IZ und habe eigentlich noch nicht erlebt,dass jemand Unbefugtes eindringen will.

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Gast Chris2901

In der Pfalz hatte ich bis jetzt noch keine Probleme mit Nagern, ansonsten natürlich auf zivilisationsnahen Plätzen schon häufiger.

Gute Frage,warum die Viecher IZ meiden? Vielleicht ist die insektenhemmende Behandlung der Moskitonetze sogar für Ratten zu toxisch?!

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Und was hält dich jetzt mit dem neuen Topf ab, da wie früher die Reste aufzubewahren und mit 'nem Deckel (ggf. mit Stein beschwert) über Nacht stehen zu lassen?

Mir hatten die Viecher im Sommer in der Sächsischen Schweiz ein Loch in meinen STS Packsack genagt und mein Frühstückscroissant  angeknabbert :S

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Ich vermeide Plätze wo sich öfter Menschen aufhalten und packe meine Lebensmittel geruchsfest ein. Auf Campingplätzen reicht es, die Lebensmittel sauberer und geruchsfester zu verpacken als die Nachbarn ;-) 

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Zivilisationsnah, Zivilisations fern?

Diese Viecher sind da wie dort keine Christen! Sie sind grundsätzlich völlig unzivilisiert. Mitten im Wald wird man des Nachts im Schlaf überfallen! Es sind Wilde!

 

Mein Topf ist zu klein geworden, um als Vorratsschrank dienen zu können. Ich habe mir das Kochen weitgehend abgewöhnt und verwahre einen kleinen Cafébetrieb im 750ml Toaks Pott. 

Früher hatte ich sowas nicht mit. Da habe ich nur über Holz gekocht, das Koschi war also leer, bzw voll mit Fressalien. (Selbst in Thessalien)

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Das ist wie schon mehrfach erwähnt sehr abhängig davon, wie frequentiert der Schlafplatz und entsprechend trainiert die Nager sind. Das hat weniger mit der Konfession der Mäuse, als mit dem über Jahre angelernten Wissen der lernfähigen Nager zu tun, auch kompliziertere Hindernisse zu überwinden um an unsere Snacks zu kommen.

In den meisten Fällen passiert nichts; wenn Anzeichen von Mäusen zu sehen sind hänge ich mein Essen einfach an einen Baum. Bei untrainierten Mäusen reicht es den Beutel vom Boden und Baumstamm weg zu bekommen, letzteres ist wichtig, da Mäuse auch mal einen halben Meter vom Baumstamm auf den Essensbeutel springen können um ihn aufzunagen.
Nächtigt man an stark frequentierten Orten sind die Nager oft sehr gut darauf trainiert auch an aufgehängtes Essen zu kommen (wie auf dem AT) und man muss sehr viel Mühe darauf aufwenden es den kleinen Teufeln so schwer wie möglich zu machen. Worst Case wäre wohl ein richtiger Bear-Hang, da die Mäuse ggf 6m den Baum hoch und 4m an einer schmalen Dyneema Schnur zum Essen klettern müssten - was nicht heißt, dass das unmöglich ist, aber zumindest abhält.

Auf dem AT werden solche oder solche Vorrichtungen verwendet, da die Mäuse nicht über die Dose (oft durchgeschnittene Plastikflaschen oder andere Teile) drüber klettern können. Wenn man bereits weiß, dass man mit Nagern zu rechnen hat, wäre das vielleicht eine leichtere Option als ein Ursack oder ähnliches.
Dass Cuben oder OP-Sacks funktionieren ist übrigens ein wildes Gerücht, was ich absolut nicht bestätigen kann.

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@backpackersimon Dann hättest du mit großer Wahrscheinlichkeit auch ohne OP-Sack keine Probleme gehabt. Gerade bei längerer Nutzung ist es ohnehin unvermeidlich, dass auch an der Außenseite des Beutels Spuren von Nahrung sind, die Kleingetier riechen kann. Nagefest sind OP-Säcke nicht.

@Erbswurst In einen Nylonbeutel zu kommen ist es schon hilfreich Zähne zu haben, ich weiß nicht ob Krähen oder Möven das schaffen. Mir ist zumindest kein Fall bekannt, wo das ein Problem war. Eichhörnchen sind nicht wirklich an unserer Nahrung interessiert und Waschbären können deutlich schlechter klettern als zB Mäuse, so dass man kein zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen anwenden müsste.

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Ist das mit den Eichhörnchen wirklich so?

Fressen die nur Nüsse, Obst und Vogeleier?

Ich dachte immer das sind tagaktive Ratten mit Puschelschwanz und Vertrag in ner Muckibude. Und hielt sie ob ihres niedlichen Aussehens und freundlichen Auftretens für verschlagener als die nacktschwänzigen Kollegen.

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Möven sind doof, dafür immer laut und in Massen anzutreffen. Also kein Problem die Viecher zu bemerken. Krähen machen vor nix halt, sind kräftig und hochintelligent. Diese Viecher können bei genügend Training nicht nur Knoten lösen, die bekommen auch einen Tanka auf. Habe ich selbst gesehen. Sich durch Plastik zu hacken haben die gar nicht nötig, es sei denn sie kommen dann schneller ans Freßchen. Mäuse springen über Kniehöhe hoch und je nach "Absprungrampe" über einen Meter weit. Zu beachten, es gibt vegetarische Mäuse und Fleischfresser, nie beides zusammen. Und die bleiben ihrer Vorliebe treu. Also besteht eine Chance bei "Mischnahrung". Seife knabbern alle Mäuse gerne an, vielleicht können die dann besser rülpsen... Eichhörnchen sind erfinderisch, aber eingefleischte Vegetarier (außer es liegen mal paar Eier oder Küken rum). Nur mit der Kraft haperts, dafür knacken ihre Zähne auch 1000er Cordura völlig ohne Probleme.

Waschbären sind nicht zu überlisten, schlau, kraftvoll und geduldig. Aber in freier Natur sehr scheu. Da braucht nur was plötzlich klappern in der Nähe oder blinken und weg sind die Waschbären. Füchse haben null Respekt. Sie holen sich ihr Zeugs, sobald sie eine Chance wittern. Auch ihre Zähne sind bemerkenswert scharf und ihr Geruchssinn ist einzigartig. Ein Wildschwein vertraut seiner Kraft und Größe genau so wie seiner Wehrhaftigkeit.

Wildschweine sind auch die einzigen Tiere, denen ich im Elbsandsteingebirge, meinem Wandergebiet, kampflos mein Futter überlassen würde. Sofern sie es wollen.

Viel gemeiner sind die kleinen Krabbler. Also Ameisen, Asseln, Käfer, Spinnen und so ein Viehzeugs. Haben die mal eine Spur kann man nur noch sein Zeugs zeitig genug wegräumen, sonst wars das.

LG Schwerlastregal

bearbeitet von Schwerlastregal

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Die Scheu ist bei Waschbären regional unterschiedlich, bei uns hier im nördlichen und mittleren Hessen sind sie mittlerweile die Kleinkriminellen der Tierwelt. Obacht bei Füchsen, von einem anderen Wanderer wurde mir berichtet, dass ein Fuchs einen seiner Schuhe klauen wollte (wurde ihm auch von einem Förster bestätigt, dass diese darauf stehen).

Mäuse hab ich tatsächlich schwerpunktmäßig in Schutzhütten angetroffen, besonders der Westweg scheint in Deutschlands Nagerkreisen sehr bekannt und beliebt zu sein.

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Gast Chris2901

Absolut richtig,was die hessischen Waschbären angeht.Die haben uns in der Edersee-Region quasi belagert und wie ein Hyänenrudel auf den schwachen Moment gewartet.:-D Hat uns bestimmt 2x die Nachtruhe gekostet ...

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Schutzhütten zeichnen sich dadurch aus, dass sie zuverlässig trocken sind, und immer neue Deppen kommen, die ihr Futter rum liegen lassen. Da würde ich auch als Maus ein ziehen.

Sie sind aber nicht nur dort, sondern überall!

In ihrer Gefräßigkeit unterscheiden sich afrikanische Schwarzmäuse vermutlich nicht von weißen Mäusen in Stockholm. Man darf hier meiner Meinung nach ruhig alle mal in einen Topf werfen.

(Unrecht wird nur der sogenannten Spitzmaus getan, die ja überhaupt keine Maus ist. Ihr Gang und ihre Gestalt erinnert eher an einen Tapir in UL Bauweise und ihr Verhalten kann durchaus gebilligt werden. Diese netten Kerlchen als Maus zu bezeichnen ist diskriminierend und sollte verboten werden. Leider finden ihre Stimmchen kein Gehör.)

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LG Schwerlastregal

OT:

Ich liebe Mäuse, vor allem wenn die in Papierform die Geldbörse zu sprengen drohen... :-)

Leider hatte ich bisher dieses Vergnügen noch nicht.

@Erbse (Unrecht wird nur der sogenannten Spitzmaus getan, die ja überhaupt keine Maus ist. Ihr Gang und ihre Gestalt erinnert eher an einen Tapir in UL Bauweise und ihr Verhalten kann durchaus gebilligt werden. Diese netten Kerlchen als Maus zu bezeichnen ist diskriminierend und sollte verboten werden. Leider finden ihre Stimmchen kein Gehör.)

Sowas zerlatsche ich normalerweise, zudem mit dem Schwerlastgewicht auf meinem Buckel. Ich werde nicht zielen beim Laufen, aber wer nicht zeitig genug weg ist hat halt Pech gehabt ;-)

LG Schwerlastregal

bearbeitet von Schwerlastregal

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