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Ultraleicht Trekking

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Heute Abend habe ich erfolgreich prokastiniert und mir eine Windhose genäht. Ohne jeden Schnickschnack, ohne Reißverschlüsse, ohne Taschen. Mein erstes Werk.

Materialbedarf: 1,5 m ripstop Nylon PTX Endurance (gabs vor kurzem bei extremtextil), Gütermann Allesnäher, Microtex-Nadeln, 1größerer und 2 Mini-Tankas, 2mm Elastikkordel und 3mm Elastikkordel, 2 Ösen, die alte Quelle-Nähmaschine aus Mutterns Aussteuer

Als "Schnittmuster" habe ich mir meine Marmot Regenhose genommmen. Hier liegen beide Teile übereinander.

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Ich habe die Hose aus 2 Teilen genäht: Linkes und rechtes Bein, es gibt also an der Beinaußenseite keine Naht.

Ich habe den roten Stoff gefaltet, beschichtete Seite außen (weil die nachher die Hoseninnenseite ist) und die Falz mit ein paar Wäscheklammern gesichert. Beinaußenseite der Marmot auf die Falz, Beininnenseite mit Nahtzugabe mit einem Buntstift auf den Stoff gemalt. Unten und oben für den Saum ca. 3 cm dazugegeben. Die Ecke vom Schritt habe ich ziemlich großzügig (fand ich) improvisiert, weil ich mir den Zwickeleinsatz sparen wollte. War auch gut so.

Für die andere Seite habe ich als Schablone dann das schon zugeschnittene erste Teil genommen.

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Als nächstes habe ich erst einmal mit der Nähmaschine und ein paar Stofffetzchen herumprobiert, bis ich die richtige Fadenspannung hatte.

Dann beide Beine erstmal vom Fuß bis zum Schritt zusammengenäht (beschichtet liegt außen). Dafür habe ich weder geheftet noch mit Stecknadeln gearbeitet, sondern mit Mini-Wäscheklammern (Faulheit, und um die Beschichtung nicht zu perforieren).

Als nächstes muss man ziemlich genau überlegen, wie man den Stoff legen muss, um Bauch- und Hintern-Naht wirklich innen zu haben: Beine auf Rechts drehen, rechts auf rechts legen, dann geht es. Hier kam ich mit meine Klammertechnik nicht mehr weiter und musste doch Stecknadeln nehmen. Eine durchgehende Naht von hinten nach vorn genäht. Dabei im Schritt, wo sich alle Nähte treffen, dreimal genäht, da ich hier den potentiell größten Zug vermute.

Ich habe keine Kappnähte genäht, sondern einfach nur eine Naht. Bislang ribbelt sich wegen der Beschichtung nichts auf. Vielleicht bügle ich aber auch noch Seamtape auf, dann wird es erstens noch dichter, und zweitens kann der Stoff wirklich nicht aufribbeln.

Dann kamen die Löcher für die Gummis dran: Schlitz neben der Innennaht, ca. 1cm lang, 2cm vom Fußende entfernt. Nähmaschine auf Zickzack, Stichgröße Null, Transport ausgesetzt und den Stoff von Hand geschoben. An beiden Enden des Schlitzes mehrfach hin-und-her, dann beide Seiten des Schlitzes mit ganz engen Zickzackstichen eingefasst. (Vielleicht geht das bei Maschinen, die Knopflochstich können, eleganter).

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Schließlich den Saum gesteckt (Einschlag-Umschlag) und genäht, dünne Kordel durchgezogen, mit Mühe doppelt auf den Mini-Tanka bekommen, ein ende durch die Öse gefädelt, diese per Hand an die Innenbein-Naht genäht. Das ist mir wichtig, damit nie eine Gummischlaufe beim Laufen unten aus der Hose hängt, die sich an einer Wurzel verfangen könnte.

 Dasselbe mit dem anderen Bein und  - mit dickerer Gummikordel und größerem Tanka - an der Taille. Fertig.

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Anprobieren. Passt gut zur neuen Cumulus-Jacke ;-)

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@FrankyXDie Hose ist schätzungsweise Frauengrösse 40 (kurz, also Gr.20).

@Dr. Seltsamja, nicht das für regnerische Gebiete, dafür bleibt die schwere Marmot. Aber ehrlich gesagt, ich hab den Stoff auf Empfehlung auf eine Frage in dem Kurze-Frage-Thread ausgesucht und da erst kapiert, dass ich zwei Fliegen auf einmal schlagen kann. Vorsichtshalber hab ich ja auch schon Seamtape besorgt.

Aber ich bin nicht so sicher, wie lang die Beschichtung hält.

 

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vor 9 Stunden schrieb cafeconleche:

p Nylon PTX Endurance

Kannst du was über die Atmungsaktivität von dem Material sagen?

Manche haben hier behauptet... eher nicht so gut..

Danke! 

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vor 6 Minuten schrieb cafeconleche:

Aber ehrlich gesagt, ich hab den Stoff auf Empfehlung auf eine Frage in dem Kurze-Frage-Thread ausgesucht

Die Empfehlung ging aber eher in Richtung PTX Quantum ;)

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vor 6 Minuten schrieb Andreas K.:

Die Empfehlung ging aber eher in Richtung PTX Quantum ;)

Oh, da sieht man mal, was ich für ein Greenhorn bin! Der Unterschied  im Namen ist mir gar nicht aufgefallen.

Mal sehen, wie sich das trägt - ich werde berichten! Vielleicht doch eher als leichte Regenhose? Ich hoffe, es wird nicht nur Lehrgeld...:roll:

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vor 52 Minuten schrieb cafeconleche:

Oh, da sieht man mal, was ich für ein Greenhorn bin! Der Unterschied  im Namen ist mir gar nicht aufgefallen.

OT: Hihi, erinnert mich an Gurtband aus Polyester und Polyamid :D (kleiner Insider)

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Nachdem wir nun mal alle gelacht haben, dass Frau Milchkaffee nicht ordentlich lesen kann,(grrr, Augenverdreh...) hab ich mir für die WINDhose das richtige Stöffchen Pertex QUANTUM (Dank an @Andreas K.) bestellt. Also zurück auf Anfang...

Ich werde natürlich trotzdem noch von den Trageeigenschaften von PTX endurance berichten. Laut extremtextil habe ich mir ja statt einer Windhose eine Regenhose gebastelt: "Das Nylon eignet sich ... oder Solo als sehr atmungsaktiver Wetterschutz." Ist doch auch was, oder?

OT: Stoffkunde: Sind eigentlich alle daunendichten Stoffe auch mückendurchstichfest?

Noch ein OT: Bei den "Herzchen-Anklickmöglichkeiten" fehlt das Augenverdrehen für "SEHR witzig!", so bekommste halt ein "Witzig", @mawi

bearbeitet von cafeconleche
Noch ein OT

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also nach dem Känguru gibt es nur zwei Kategorien: witzig und nicht witzig!

Die Hose gefällt mir jedenfalls. Sieht gut aus und wenn die sitzt ist doch schon viel wert. Bei mir war der pi-mal-daumen abgenommene Schnitt damals nicht so gut.

Ohne Endurance zu kennen, würde ich dir für die nächste Hose aber andere Nähte empfehlen. Bei meiner alten Windjacke (auch nur einfache Naht) franst es schon ganz schön, obwohl ich die Stoffkanten abgefackelt hatte. Aber noch hälts... Mit ner Kappnaht kommst du aber nihct durch die Hosenbeine. Ich würde dir einfach eine französische Naht empfehlen.

Viel Erfolg beim Zweitprojekt und teste mal vorher die jetzige Hose. Vielleichts gibts ja noch was zu verbessern. Gerade beim Beinheben oder auf dem Fahrrad fällt einem das manchmal auf.

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So, Pertex QUANTUM ist jetzt angekommen und ich möchte meinen nächsten Versuch starten, mir eine Windhose zu nähen. Das Material ist ja wirklich sehr leicht und fein!
Beim Probetragen (nicht wirklich beim sich viel darin Bewegen, dazu ist es hier echt zu warm; diesbezügliche Erfahrungen also ein andermal) hat sich herausgestellt: Im Schritt ist Hose Nummer 1 weit genug für Schneidersitz und Spagat (so weit wie die Gelenke wollen),  am Rücken wünsche ich mir Nummer 2 etwa höher,  auch wenn da normalerweise der Rucksack drüber ist. Aber ich denk auch an die Pausen...

Zwei Fragen hab ich noch:

1. Die Seiten sind unterschiedlich: Welche kommt nach innen: die glänzendere oder die etwas mattere?

2. Nähte: @tib meint, nur eine einfache Naht reicht nicht, weil das ausfranst. Und wenn ich mir den Stoff so angucke, kann ich mir das auch vorstellen. Ich möchte es aber wirklich einfach und faul halten (=quick and dirty) und die Kante möglichst einfach mit Zickzackstich einfassen, so als Overlock-Ersatz. Macht es bei dem bisschen Stoff was aus (Tragekomfort, Stoffkante auf Stoff reiben: soll über Leggings, langer Unterhose getragen werden können), wenn die so versäuberte Nahtzugabe von dem Zickzack zusammengezogen, quasi gerollt wird? Noch geringer bekomm ich die Fadenspannung nicht eingestellt (Drück ich mich verständlich aus? Mir fehlt der Fachwortschatz).

Französische Naht kann ich mir zwischen den Oberschenkeln, insbes. im Schritt, wo sich alle Nähte treffen, nicht so vorstellen, was natürlich an meiner Unwissenheit liegen könnte. Kommt mir jetzt erst mal nicht plausibler vor als meine Zickzack-Einfassung.

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normal die glatte seite innen, ausser du hast andere pläne.

das einfassen mit zickzack geht meist recht gut. aber wie du schon schreibst, manchmal zieht es den überstand dann zusammen zu ner "wurscht". das stört (mich) nicht grossartig besonders wenn ich was langes drunter an hab.

hast du nen lötkolben/heissmesser zum schneiden? mit verschmolzener kante und locker eingezickzackt hab ich gute erfahrungen gemacht.

die franz naht ist kein problem, auch nicht im schritt. das legt sich flach und stört nicht. wenn du spagat machen kannst darin, dann ist es ja sowieso ein weiter schnitt. da sollte nix drücken oder reiben.

schöne einfache hose ist das geworden, gratuliere!

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@danobaja hat das genau richtig gesagt. Wenn du keinen Lötkolben hast, kannst du auch nach dem Zuschnitt die Stoffkanten vorsichtig ÜBER einer Flamme vom Spiritusbrenner rüberziehen. Aber das probiere erst mit Stoffresten...

Was aus meiner Sicht das wichtigste ist beim Nähteversäubern (egal ob Zickzack oder Franz-Naht): immer sofort die Versäuberung machen, nachdem du eine Naht fertig hast. Sonst wird es ziemlich holprig, wenn du die Versäuberung als allerletztes machen willst.

Ob Zickzack ok ist, weiß ich nicht. Ich trau der ja immer nicht so ganz.

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vor einer Stunde schrieb tib:

Ob Zickzack ok ist, weiß ich nicht. Ich trau der ja immer nicht so ganz.

ist ja nur zum einfassen des randes. , da ist auch noch ne gerade naht für den zusammenhalt.

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vor 20 Stunden schrieb cafeconleche:

Französische Naht kann ich mir zwischen den Oberschenkeln, insbes. im Schritt, wo sich alle Nähte treffen, nicht so vorstellen, was natürlich an meiner Unwissenheit liegen könnte. Kommt mir jetzt erst mal nicht plausibler vor als meine Zickzack-Einfassung.

Es wurde zwar schon geschrieben, aber wollte das trotzdem nochmals bestätigen, auch aus praktischer Erfahrung :-( Ich bin mal mehrere Tage in so einer Hose rumgelaufen, genau weil ich mir die Oberschenkel innen an einer normalen Trekkinghose arg aufgescheuert hatte und das über die Tage nicht besser wurde. Die Windhose war eine Wohltat, dank des glatten Stoffs und der franz. Nähte hat nichts gescheuert. Die französische Naht ist viel glatter als eine Zickzack-Einfassung, und die Hose selbst ist eh. federleicht.

bearbeitet von ULgeher

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Endlich! Es ist vollbracht: Die Windhose ist jetzt auch genäht. Ganze 62 Gramm zeigt die Küchenwaage! Sie hat fast den gleichen Schnitt wie der Erstling aus Pertex Endurance, bei dem ich ja noch Regendichtigkeit und Atmungsaktivität ausprobieren wollte - aber hier in Berlin haben wir ziemlich viel Wärme und Dürre... Lediglich am Hinterteil ist ein wenig Höhe hinzugekommen, am Bauch ist sie dafür etwas niedriger

Und das gute Stück wiegt ganze 62 Grämmchen!

Bei der Stoffnähprobe an der Maschine funktionierte die frz. Naht besser als den Rand mit Zickzack einzufassen, und so hab ich es auch gemacht. Danke für alle Tipps!

Ich denke, die kann mit in den Urlaub.

 

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Wenn du nun beide Stoffe hast !

Könntest du ja ein Bein von jeder Sorte machen ,

und hättest den ( sofort / direkt ) vergleich .

Ich hatte an meiner Hängematte verschiedene Aufhängungen ,

bis ich die ( für mich ) bessere herausfand.

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Am 13.6.2018 um 02:43 schrieb Andreas K.:

Die Empfehlung ging aber eher in Richtung PTX Quantum ;)

Oh, da sieht man mal, was ich für ein Greenhorn bin! Der Unterschied  im Namen ist mir gar nicht aufgefallen.

Mal sehen, wie sich das trägt - ich werde berichten! Vielleicht doch eher als leichte Regenhose? Ich hoffe, es wird nicht nur Lehrgeld...:roll:

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UPS- da ist eben was schief gegangen, glaube ich. 

Was ich schreiben wollte:

@Ben und @bieber1: ich hatte beide Hosen hier in Colorado in Betrieb. Die Windhose aus Pertex Quantum praktisch täglich, von Morgengrauen bis es irgendwann zu warm wurde, über den Wandershorts, erst als lange Hose, dann mit Gummizug als Kniebundhosen bis zur Pause. Trägt sich klasse.

Die Hose aus Pertex Endurence habe ich als leichte Regenhose mitgenommen und genutzt. Bei den Regenmengen und der kurzen Regendauer vollkommen ausreichend, auch wenn ich das Nähte Abkleben noch mal üben muss... Zur Atmungsaktivität: natürlich nicht so gut, aber bis 10 Grad bei Wind bergauf kam ich gut klar. Höhere Temperaturen habe ich nicht erprobt.

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    • Von DaFi
      Hallo Zusammen,
      ich zerbreche mir aktuell den Kopf über einen bestmöglichen und vor allem flexiblen Wetterschutz für die Beine.
      Auch wenn ich es anfänglich nicht gedacht hätte, hat sich bei mir das tragen von Running Shorts in Verbindung mit einer langen Laufhose (bei kühleren Temperaturen) bewehrt. Als Regenschutz dient aktuell ein Regenrock/-kilt. Dies hat in der Vergangenheit auch grundsätzlich gut funktioniert. Im Frühjahr/Herbst oder in etwas windigeren Höhenlagen kam es aber gelegentlich zu Situationen, bei denen das Setup nicht mehr ganz so optimal war (Wind/Regen in Kombination mit kühleren/kalten Temperaturen).
      Allerdings möchte ich auch nicht bei jeder Tour
      Windhose Windjacke/-shirt  Regenhose Regenjacke mit mir herumschleppen und das ganze, wenn möglich, effizienter gestalten.
      Als Wind-/Regenschutz oben rum bin ich bislang mit meiner OR Helium Jacket HD ganz gut zurecht gekommen, da diese mit den Ventilationsmöglichkeiten unter den Armen noch etwas Spielraum gibt, wenn es mal anstrengender wird. Meine Patagonia Houdini Jacket bleibt somit meist zu Hause im Schrank.
      Unten rum bin ich mir nicht ganz sicher ob selbiges System anzuwenden ist, da ich mit Regenhosen (Hardshell) bislang eher schwitzig nasse Erfahrungen gemacht habe. Daher habe ich überlegt ob eine Kombination aus Windhose und Regenkilt die Lösung wären? In der Theorie stelle ich mir folgende Einsatzmöglichkeiten vor
       
      heiß & trocken = Shorts
      heiß & nass = Shorts + Regenkilt
      kalt & trocken = Laufhose+Shorts
      kälter & trocken = Laufhose+Shorts+Windhose
      Kalt & nass = Laufhose+Shorts+Windhose
      kälter & nässer = Laufhose+Shorts+Windhose+Regenkilt
       
      Diese Aufstellung basiert darauf, dass der Regenrock das meiste Wasser vom Oberschenkel/Knie ablaufen lässt und eine Windhose mit der übrigen Feuchtigkeit gut zurecht kommt. Mir ist durchaus bewusst, dass dieses System nicht immer und überall anwendbar sein wir, aber zumindest sollte es bei Touren von Frühling bis Herbst in Süd- und Mitteleuropa zurecht kommen.
      Hat jemand von Euch Erfahrungsberichte mit diesem/ähnlichen Setup? 
      Wie sind Eure Erfahrungsberichte AS Tucas Millaris Pant, Patagonia Houdini Pants (welche es scheinbar nicht mehr gibt?) und Co. was Regenschutz anbelangt- die Atmungsaktivität sollte aber nicht darunter leiden.
      Hat jemand im Bezug auf Anforderung/Anwendungsbereich eine Kaufempfehlung?
      Wie bereits eingangs erwähnt würde ich gerne auf eine Regenhose verzichten aber bestmöglichen Wetterschutz - die Vellus lactes Porca  
      Lg 
      DaFi
    • Von cafeconleche
      Hallo,
      ich hab mal wieder eine Einsteiger-Frage. Einsteiger-Frage, weil es mir um möglichst einfache Lösungen geht, die nicht mein Verständnis bzw. meine Geduld überfordern. Mit meinen  Elektro-Skills ist es wirklich nicht weit her, mit meiner Geduld, sie zu entwickeln, aber auch nicht wirklich. Soll halt einfach funktionieren. Schlechte Kombination.
      Was ich kann, und mein Technikverständnis:
      Bislang habe ich nur mit Papierkarten und ein wenig Kompass gearbeitet, mag die eigentlich auch nach wie vor ganz gern wg. Überblick (habe mich damit auch mal ganz gut vertan, aber ich lebe noch und bin wieder zuhause). Ich bin normalerweise in der Lage, Richtung Süden zu gehen und richtig nach rechts / links abzubiegen, auch wenn die Karte nach Norden ausgerichtet ist.
      Ein bisschen habe ich mit einem Garmin Oregon mit Opentopomap rumprobiert. Ich fand es superpraktisch, weil erheblich aktueller und akkurater als alle Karten, die ich von meinen Gegenden habe - aber das muss doch leichter und - für meine Anforderungen - noch hinreichend mächtig gehen ohne 244g Zusatzgerät plus der dazugehörenden Elektronachschubinfrastruktur. Und, hey, ich will draußen unterwegs sein, nicht mich die halbe Zeit mit Technik beschäftigen (Diagnose: Verweigerungshaltung?)
      Ich möchte auf meinem iPhone SE (das ich noch nicht lange besitze und bislang nur mäßig kenne) offline Karten / eine  (oder zwei) offline funktionierende App haben, mit der ich mich im Gelände zurechtfinden kann. Es muss nicht zwingend kostenlos sein, denn, das weiß sogar ich, wenn man nichts bezahlt, dann ist man selber die Ware.
      das Kartenbild soll die Landschaft topografisch abbilden, ich will sehen wo es  rauf, runter, durch offenes Land, Wald, geht, Landmarken, ggf. Schutzhütten etc - eben wie ne gute Karte. Ich will sehen können, wo ich bin, wenn ich mein GPS anschalte, will mein Ziel möglichst einfach angeben können (POI,  Koordinaten, ), will die Koordinaten von dem Punkt abrufen können, an dem ich gerade mutterseelenallein mit verknackstem Fuß sitze (vielleicht habe ich ja sogar Netz zum Hilfe rufen) will Tracks draufladen können, natürlich nicht nur Straßen, sondern möglichst auch kleine Wege im Wald (und am liebsten nicht so fehlerhaft wie Kompass-Papier-Karten von der Uckermark) schön, wenn ich mich selber tracken kann, vielleicht nicht schlecht wegen trackback, gut wäre es, wenn man nicht wie bei GoogleMaps offline dadurch alle möglichen Daten, auch von anderen, an Google freigeben muss (gibt es so etwas noch?) und dann soll es auch den Handyakku so sehr nicht schröpfen. Unterwegs bin ich zur Zeit überwiegend auf Kurztouren in Deutschland, meist wegen kurzer Anreise im nordöstlichen Quadranten der Republik (mit mieser Netzabdeckung). 
      Ist outdooractive (die Premium-Version wg. Offline-Karten) dafür eine sinnvolle Option?
      Danke!
       
    • Von micha90
      Ein leichtes Hallo,
       
      endlich habe ich mal die Zeit gefunden mich wieder an die Nähmaschine zu setzen und habe mal ein Tarp fabriziert. Das Tarp ist für einen Freund, der sich dieses Jahr auf den PCT begibt, der Bericht über einen Härtetest des Stöffchens folgt also in einem halben Jahr
      Die Grundform des Tarps ist einfach rechteckig, allerdings sind alle Nähte Kettenlinienförmig ausgefüht um das Tarp besser spannen zu können. Nach einem anderen Prototyp aus 40g/m² SilNylon war klar, dass dies mit Cat-Cut doch wesentlich besser klappt als ohne. Die Bogenhöhe ist bei allen Nähten 1cm pro Meter Naht. Die Eckmaße sind ca 1,8x2.8m.
       
      Hier mal ein paar Bilder, wenn auch leider nur aus dem ranzigen Hinterhof.
       
      1.) Die "Dackelgarage":

      Am hinteren Ende ist extra eine Schlaue für diese Aufbauform angebracht - etwas was ich an meinem Tarp auf dem PCT gerne gehabt hätte um bei miesem Wetter die Schotten dicht machen zu können..
       

      Der Cat-Cut an der Firstlinie ist hier ganz gut zu sehen.
       

      6 Teile Z-Lite als Größenvergleich.
       
      2.) klassisches A-Frame, hinten am Boden, vorne etwas offener:


      Hier auch nochmal ein guter Blick auf die Bogenform der Firstlinie.
       
    • Von Paws
      So, im Vorstellungsfaden habe ich ja schon ganz kurz erzählt, wie viele hier vermutlich komme ich (bzw. mein Partner und ich) aus dem "Normaltrekkingsektor", sprich, unser ganzes Equipment bringt g'scheit was auf die Waage. Jetzt sitze ich seit Tagen über Listen, habe aussortiert, was nie gebraucht wurde, was einfach zu viel ist, etc. Und damit der Rucksackkauf Sinn macht,  wird zuerst bei den anderen Dingen reduziert (Danke, Micha!). Für mich ganz wesentlich ist meine Beinbekleidung, denn erstens war ich damit sowieso nie ganz zufrieden und zweitens liegt dort jede Menge Gewichtsersparnis, wie ich glaube.
       
      Mein Konzeptgedanke war nun Folgendes:
       
      lange Laufhose mit Windstopper von GoreTex (circa 300g, muss ich wiegen, habe jetzt eine andere Laufhose gewogen) darüber evtl. eine kurze Laufhose (max. 100g) (muss ich neu kaufen) Merino Long John (Wollpower Lite) (max. 200g) (muss ich nachwiegen) und dann noch eine Regenhose. (max. 200g) (muss erst gekauft werden) Vorher hatte ich mit: 2x Softshellhose (= ~ 950g) + Icebreaker Crewe 200 Merino Long John (209g) + schwere Regenhose (493g) = 1652g . Ich hatte bevor ich mich endgültig für UL entschieden habe eine Marmot Ful-Zip bestellt, da die aber 333g (mit Zettelchen, etc.) wiegt, werde ich sie, da sie heute endlich angekommen ist, wieder zurückschicken.
       
      Meine Gedanken dazu:
       
      Regenhose (angedacht Berghaus Paclite Women) oder Windstopperhose (Montane Featherlite)? Was ist besser, würde die Montane bei andauerndem Regen (Skandinavien) reichen? Laufhose muss erprobt werden, könnte evtl. durch eine Polartechhose ausgetauscht werden, falls zu kühl. Gewichtsersparnis von gut der Hälfte. Ich mag die klassischen Trekking- und Softshellhose eigentlich nicht so gern, da viele entweder tief geschnitten sind, ich generell nichts in Hosentaschen gebe und diese damit bei mir unnütz sind und ich im Gegensatz zu meinem resltlichen Frostbeulendasein an den Beinen sehr unempfindlich bin. Ich freu mich über Gedanken, Ideen und Kritik bzw. Produktempfehlungen, danke im Voraus ... ich hab noch viele, viele Fragen   .
       
      VLG Carina
  • Benutzer online   24 Benutzer, 3 anonyme Benutzer, 58 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







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