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Ultraleicht Trekking
Dingo

Kurze Erklärung zu meinem Sachsenkommentar

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vor 3 Stunden schrieb Mittagsfrost:

Du hast aufgrund Deiner politischen Einstellung ein Problem mit einem Bundesland, in dem auch (ca. 20% der Wähler?) Menschen leben, die eine entgegengesetzte Einstellung haben.

Man kennt es: so tun, als wären Menschenverachtung und der Protest dagegen quasi dasselbe. "Bad people on both sides" hat ein dementer Präsident mal gesagt. 

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vor 3 Stunden schrieb Mittagsfrost:

Ja, Dingo, ich sehe Deinen Beitrag als Sachsen-Bashing an.

Du hast aufgrund Deiner politischen Einstellung ein Problem mit einem Bundesland, in dem auch (ca. 20% der Wähler?) Menschen leben, die eine entgegengesetzte Einstellung haben. Okay, das ist Dein Recht. Wir leben in einem freien Land, Du kannst wandern, wo Du willst.

Was mich stört, ist die Verallgemeinerung. Bist Du als Wanderer in Sachsen jemals wegen Deiner politischen Meinung bedroht worden? Nicht als politischer Agitator sondern als Wanderer?

Sollte man nicht mehr nach Hamburg fahren, weil dort ganz schlimme G20-Gegner zu Gange sind? Nicht mehr nach München, weil die doch alle die Borussia-Fans verprügeln? Nicht mehr nach Dortmund, weil dort die Kölsch-Hasser leben? Nordirland? Oh, ganz schlimme IRA-Terroristen! Russland? Alles böse Kommunisten! Die USA scheiden auch aus, so wie die ihre Indianer behandeln.

Das ist doch alles Blödsinn. In jeder Gegend gibt es ein paar Idioten und viele anständige Menschen. Die ganze Gegend zu verteufeln zeugt von einer geistigen Haltung, die ich nicht nur nicht teilen kann, sondern entschieden mißbillige.

Das soll‘s dazu aber gewesen sein. Thema des Forums ist Ultralight Trekking.

 

Als Bekennder BVB Fan und Dortmunder muss ich sagen, wir trinken auch Kölsch und man sollte nur nicht zwingend mit einem Schalke Trikot vor dem Derby durch die Stadt latschen. Dingo schreibt nur, er fühlt sich in dem Bundesland nicht sicher, es ist deutlich nicht als politisches Statement zu sehen. Er hat versucht genau das zu erklären.

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Ein paar Freunde von mir haben neulich mit einer am Gepäckträger wehenden Regenbogenflagge (mit "Peace"-Aufschrift) per Fahrrad Sachsen(-Anhalt) durchquert. Bedroht wurden sie meines Wissens zwar nicht, aber beleidigt ("Genderlesbenschweine" oder so was in der Art war es glaube ich) und dumm angeglotzt wurden sie schon des Öfteren.

Das mag man nun als bewusste Provokation werten, die bei einer (unpolitischen?) Freizeit-Aktivität wie einer Radtour fehl am Platz ist und ohnehin niemanden überzeugen wird.

Oder man versteht es schlicht als ein in die Öffentlichkeit getragenes Bekenntnis zu Toleranz und Frieden. Wenn man selbst bei solch basalen Grundwerten schon mit Ablehnung rechnen muss, liegt meines Erachtens ganz schön was im Argen...

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vor 2 Stunden schrieb dennisdraussen:

Da hast du als Deutscher kaum Probleme, wenn du beim trinken mithalten kannst. Das ist historisch bedingt.

OT: In Nordirland hatte ich bereits 1988 auch als britischer Zivilist keine überwältigende Angst, weil ich wusste, dass sich die IRA an ihre eigene Regel hielt, keine Zivilisten vom britischen Festland auf der irischen Insel anzugreifen. Und daran hielten sich auch alle IRA-Anhänger, die Wert auf unversehrte Kneischeiben legten. Dennoch waren manche Kneipen für mich höchst unangenehme Orte, wo mir wortlos ausgedrückte Feindseligkeit nur wegen meines Akzents entgegen strömte... und obwohl mich niemand je nach meiner eigenen Meinung zum Konflikt in Ulster befragte (tatsächlich stand ich der britischen Irland-Politik und den - übrigens ebenfalls gewalttätigen - protestantischen 'Loyalisten' ziemlich ablehnend gegenüber). So blieb eine Restangst und eine große Beklommenheit nicht aus. Kontinentaleuropäer hatten in denselben Kneipen keine Probleme, sangen und zechten als willkommene Gäste mit. 

@dennisdraussen Fairnesshalber muss man übrigens einwenden, dass faschistoide Sympathien unter den irischen Republikanern einer anderen Zeit und Generation angehören. In den 1930ern kämpften zwar manche IRA-Veteranen für Franco und jubelten später aus GB-Hass Hitler zu. Die IRA der 1970er Jahre und später war aber eine ganz andere und eher linke Erscheinung. Trotz ihrer vielen Fehler und Untaten hatte sie keine ideologische Nähe zum Faschismus. 

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@DingoSachsenkommentar? Eine bewusste Provokation gegen eine bestimmte andersdenkende Bevölkerungsgruppe in einem harmlosen Thread. @Mittagsfrosthat die passende Antwort darauf gegeben. Mehr gibt es da nicht zu sagen...

bearbeitet von einar46

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vor 19 Minuten schrieb einar46:

Eine bewusste Provokation gegen eine bestimmte andersdenkende Bevölkerungsgruppe in einem harmlosen Thread. 

@Dingo hat seine Absicht (über eigenes Unbehagen und eigene Angst zu reden) nun schon mehrmals erläutert. Zu einer höflichen Diskussion gehört unabdingbar, ihm nicht einfach eine beliebige andere Absicht zu unterstellen.

Wäre dem anders, könnte man dir jetzt rein per Verdacht vorwerfen, rechtsextreme Tendenzen verteidigen zu wollen. Ich denke, das möchtest du nicht. Also respektiere bitte auch @Dingos wortwörtliche Erklärung. Sonst verkommt diese Diskussion tatsächlich zu einer Schlammschlacht. 

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vor 1 Stunde schrieb einar46:

Eine bewusste Provokation gegen eine bestimmte andersdenkende Bevölkerungsgruppe

ähm wie bitte?!. könntest du bitte näher erläutern wen du damit meinst? ansonsten käme ich auch auf die idee, zu meinen du meinst jene wahrscheinlichen 20%, die ihr kreuzchen morgen bei der afd machen werden... 

in diesem sinne -  by any means necessary

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vor 7 Stunden schrieb martinfarrent:

OT: Ich denke, viele Ängste sind sehr wohl rational begründbar. Sonst würde das Angsthaben biologisch keinen Sinn machen. Individuell/subjektiv unterschiedlich sind eher das Ausmaß der Angst und die daraus hervor gehende eigene Entscheidung. Beispiel: Man kann berechtigterweise Angst vor Cobras in einer Teeplantage haben... und trotzdem dort hingehen (oder nicht). Oder man hat selbst in Anchorage in einem Aufzug eine Schlangenphobie (die aber gleichwohl auf einen Wahrheitskern zurückgeht).

OT: Ja, das ist wahrscheinlich die bessere Erklärung. Rational begründbar können die meisten absoluten Angstzustände durchaus sein. Relativ zur reellen Gefahr gesehen sind diese dann wahrscheinlich oft irrational. 

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Ich war letztes Jahr in Sachsen wandern und war angenehm überrascht, ich kann Dingo dennoch gut verstehen. Ich habe aber auch die passende Hautfarbe und sehe vermutlich mittlerweile nicht wie die typische Linke aus. 

Ich wandere als Beruf mit Jugendlichen. Mit einem Mädchen, das nicht so helle Haut hat würde ich manche Ecken in Deutschland, von denen viele in Sachsen liegen, meiden. Es gibt Wahrscheinlichkeiten und für manche Menschen sind manche Gegenden gefährlichlicher als für andere. Und selbst wenn Diego sich aus Solidarität entscheiden würde dort nicht zu laufen, und das auch öffentlich zu vertreten, ist das legitim. Hat er nichtmal, er hat nur sein Unbehagen benannt. 

@Dingo ich würde deine Kommentare, die auch andere Blickwinkel beleuchten sehr vermissen.

Edit: Rechtschreibung, bestimmt noch mehr Fehler drin. 

bearbeitet von Waldfrau

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vor 9 Stunden schrieb Fabian.:

Ängste sind selten rational begründbar. 
Es ist daher müßig über etwas zu diskutieren, was man weder rationalisieren noch objektivieren kann. 

Doch ich finde schon, dass es wichtig ist sich seine Ängste bewusst zu machen und auch daran zu arbeiten. Das erwarte ich von mir, genau so wie ich es zb von Menschen die (irrationale) Angst vor flüchtenden Menschen haben, auch erwarten würde. 

Ich hab mich immer für einen toleranten Menschen gehalten, bis ich das Buch „gegen den Hass“ von Carolin Emcke gelesen habe. Das Buch kann ich wirklich empfehlen, mit offenem Herzen für ihren Standpunkt, zu lesen. 

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Noch einmal zur Klärung, @einar46...

Weder deine noch @Dingos Ansichten sind Thema dieses Threads.

Die Diskussion behandelt vielmehr die Frage, ob man sich mit bestimmten Ansichten in bestimmten Tourengebieten wohl und sicher fühlt bzw. fühlen kann.

Wenn du wegen deiner Ansichten Angst haben solltest, irgendwo auf Tour zu gehen, dann wäre diese Angst in diesem Thread und auch in diesem Forum on topic. Hast du solche Erfahrungen oder Empfindungen? Welche Gebiete betreffen sie und weshalb?

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Ich will das jetzt nicht weiter hochkochen lassen. Meine Meinung habe ich gesagt und das soll es auch gewesen sein. Konzentrieren wir uns lieber auf eine der schönsten Nebensachen der Welt, das Wandern.

Übrigens gibt es auch für mich Gegenden in der Welt, die ich wegen politischer Probleme, welcher Art auch immer, konsequent meide, mögen sie wandertechnisch noch so interessant sein.

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Am 31.8.2019 um 10:17 schrieb hansichen:

...aber solange man nicht mit einem "Refugees Welcome"-Tshirt oder ähnlichen Wandern geht sind die Chancen, dass einem was passiert, vermutlich noch immer bei der Anreise mit dem Auto größer...

Da du aus Sachsen zu kommen scheinst, oder dich zumindest gut auskennst, ich aber schon lange nicht mehr da war, danke ich dir für deine konkrete Lagebeschreibung.

Sollte durch dass Tragen eines T- shirts schon Gefahr für Leib und Leben bestehen, so ist dieses Bundesland für mich dann wohl auch als Reiseziel gestorben.

LG,

Christian

PS: Ich kann nur mit dem Kopfschütteln, wie hier vor rechter Gewalt geduckmäusert wird. Ganz nach dem Motto, verhalte dich unauffällig und halt die Klappe dann passiert dir nichts. Da haben die Rechten ja schon gewonnen. Mission erfüllt...

Wo ist euer Rückgrat?

Wenn ich es mir recht überlege sollten wir vielleicht alle zeitnah nach Sachsen wandern gehen  - mit Refugees Welcome T- shirts an.

bearbeitet von Christian Wagner
Grammatik

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Mit dem Meiden von Gebieten habe ich sehr schnell aufgehört. Ich würde mich sonst nicht mal vor meiner Wohnungstüre wohl fühlen. Überall gibt es Menschen, die meine Ansichten weder teilen, noch sehr erfreut reagieren würden, wenn sie diese kennen würden. Schon in der Schweiz höre ich auf Wanderwegen dumme Kommentare, weil die Leute meine Erscheinung nicht einordnen können. Kurze Hosen, langes Shirt? Turnschuhe? Natürlich gibt es Dinge, auf die ich aus sicherheitstechnischen Gründen an manchen Orten verzichte. Ich schätze z.B. ein sehr leichtes Tuch, dass man sich um den Kopf binden kann. Dadurch werden Ohren, Nacken, Stirn gut vor der Sonne geschützt. Manche verbinden aber damit ein politisches Statement. Es gibt Gegenden im nahen Osten, wo dies zu Missverständnissen führen kann. Und zu erhöhter Bleikonzentration in der Luft. Wenn ich umgenietet werde, kann ich nicht mehr wandern, daher ist dieses Teil nicht sehr zweckmässig dort. Mein grünes Wanderhemd (Patagonia) kann von weitem her an militärisches erinnern. Dort auch nicht sehr ideal. Es gibt einen Grund, weshalb mein Rucksack orange Aussentaschen hat. Bevor jemand denkt, ich mache mich über die Situation dort lustig oder versuche die Lebensumstände dieser Menschen ins Lächerliche zu ziehen: Ja, ich war schon dort und zwar nicht am Strand. Dafür habe ich darauf bestanden, dass meine Kollegen ihre Leuchtwesten anziehen, wenn wir uns nach Einbruch der Dunkelheit draussen bewegt haben. Es half ungemein, bewaffnete Damen und Herren aller Seiten haben uns bestätigt, dass diese Westen sie davon abhielten, auf uns zu schiessen. Sachsen wäre für mich kein Problem, gewisse der geschichtlichen Mottenkiste entstiegene Dumpfbacken fänden leider, dass ich genau richtig aussehe. Aber es ist auch eine Frage der Perspektive, des knallharten Ausnützen von Privilegien und des Rasierens. Salty, ein ehemaliger Soldat des USMC, mehrere Einsätze in Afghanistan (you don't wan't to be in a car, they are like magnets for bullets...), verzichtete sehr lange aufs Rasieren = 12 Meilen extra von einem Pass herunter. Eigentlich werden Veteranen in den USA wie heilige Kühe behandelt (solange sie nicht auf der Strasse übernachten). Ich hingegen sah aus wie ein Traumschwiegersohn. Nach gefühlten zwei Minuten hielt mein Subaru, es gab absurd viele Donuts aus einer Hipsterbäckerei, teures Kombucha zu trinken, der Beifahrer rückte mit dem Sitz nach vorne etc. Ich würde niemals irgendwo neben einem Weg übernachten, es sei denn, der Platz ist dafür vorgesehen und es stehen schon andere Zelte. Sonst immer ab ins nächste Dickicht, dreimal checken ob die Gegend unter Naturschutz steht und so weiter. 

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vor 12 Minuten schrieb Christian Wagner:

 

Wo ist euer Rückgrat?

Wenn ich es mir recht überlege sollten wir vielleicht alle zeitnah nach Sachsen wandern gehen  - mit Refugees Welcome T- shirts an.

Man sollte niemanden provozieren. Obwohl ich dies auch schon gemacht habe. So am Rande von Antifa-Demos zwei Strassen weiter, Hand in Hand mit einer gleichgeschlechtlichen Person, um wie ein Köder allfällige Dumpfbacken...... Es gibt durchaus Leute, für die ist schon unser Anblick eine Provokation. Schliesslich können wir es uns leisten, durch die Gegend zu wandern. Die Leute denken manchmal, wir hätten wahrscheinlich drei Jagdschlösser und die Garagen voller teurem Blech. Dabei entnehme ich schon diesem Forum, dass jetzt nicht alle stundenlang durch die Patagucci Shops ziehen können. 

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vor 16 Stunden schrieb Waldfrau:

Ich war letztes Jahr in Sachsen wandern und war angenehm überrascht, ich kann Dingo dennoch gut verstehen. Ich habe aber auch die passende Hautfarbe und sehe vermutlich mittlerweile nicht wie die typische Linke aus. 

Ich wandere als Beruf mit Jugendlichen. Mit einem Mädchen, das nicht so helle Haut hat würde ich manche Ecken in Deutschland, von denen viele in Sachsen liegen, meiden. Es gibt Wahrscheinlichkeiten und für manche Menschen sind manche Gegenden gefährlichlicher als für andere. Und selbst wenn Diego sich aus Solidarität entscheiden würde dort nicht zu laufen, und das auch öffentlich zu vertreten, ist das legitim. Hat er nichtmal, er hat nur sein Unbehagen benannt. 

@Dingo ich würde deine Kommentare, die auch andere Blickwinkel beleuchten sehr vermissen.

Edit: Rechtschreibung, bestimmt noch mehr Fehler drin. 

Liebe @Waldfrau, du schreibst hier Worte, die ich besser nicht hätte finden können.

Auch ich war mit einem weiteren Menschen auf Wanderung auf der wunderschönen sächsischen Seite des Elbsandsteingebirges. Niemand hat uns blöd angesprochen, sondern wir wurden doch eigentlich sogar überall freundlich gegrüßt.

Oft haben wir gedacht, wie schön es wäre mit Freunden mal einen Wanderausflug zu machen - aber nicht mit allen Freunden kann ich mir das vorstellen. Aus Angst könnte ich mit einen andersaussehenden Freund hier nicht wandern. Hakenkreuze und Sigrunen auf den Wanderwegen in Stein und Wegeschilder geritzt.

Ich selbst sehe aus wie Hitlers Lieblingsjunge und denke oft darüber nach, wie es wäre hier eine andere Hautfarbe zu haben. "Hier" ist in Sachsen, wo ich öfters bin, da ich hier Familie habe. Es läuft mir kalt den Rücken runter und ich kann @Dingos Angst und Sorge absolut verstehen. Danke für dieses Thema.

Erschreckend und beängstigend finde ich auch die Verharmlosung und das Schönreden dieser "konservativen" Ansichten. Konservativ? Oha!

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vor 2 Stunden schrieb Mars:

Es gibt Gegenden im nahen Osten, wo dies zu Missverständnissen führen kann. Und zu erhöhter Bleikonzentration in der Luft.

Dass manche Regionen der Welt gefährlich sind, dass man sich dieser Gefahr als Reisender anpassen muss... das ist ja nichts Neues. Man wäre auch wirklich schön blöd, als Ausländer in einer iranischen Teestube zum Regimewechsel aufzurufen.

Was hier frappiert, ist etwas Anderes. Es ist der Eindruck, dass es auch im deutschen Inland Gebiete geben könnte, in denen man seine Meinung besser für sich behält, wenn man heile bleiben möchte. Und dass wir nicht von schlimmen Großstadtvierteln oder einzelnen Kneipen reden, sondern von ländlichen Gebieten, in denen wir vielleicht gern mal wandern oder biken oder packraften wollen. Und dass wir es nicht mit propagandistisch unterstellten 'Denkverboten' zu tun haben, wie sie Pegida et al gerne postulieren... um dann völlig ungeniert und ungefährdet alles zu sagen, was sie immer schon mal sagen wollten. Sondern mit körperlicher Angst, sich in bestimmten Gebieten als links- oder liberal-denkenden Menschen, ja auch nur als Anhänger(in) einer christdemokratischen Kanzlerin zu outen!

@Mittagsfrost: Klar ist es alles andere als hilfreich, wenn der Eindruck entsteht, dass alle Sachsen über einen Kamm geschoren werden. Das will hier aber auch keiner. Vielmehr denke ich: Beim Verweis auf die rund 20%, die eine rechtsradikale Gesinnung an der Wahlurne demonstrieren dürften, fühlen sich auch viele anderen Leute automatisch angesprochen, die gar nicht zu dieser Gruppe gehören... nehmen eine kollektive Abwehrhaltung ein und relativieren unter Umständen sogar Erscheinungen, die ihnen selber nicht geheuer sind. Das ist unglücklich, kann aber nicht zur Tabuisierung des Gesamtthemas führen... erst recht nicht, wenn es um die Angst vor echter Gewalt geht (hier das prioritäre Thema, speziell auf Wanderungen bezogen). Auch eine Mentalität, die fast reflexartig und teils sogar gegen eigene Empfindungen verteidigt, verstärkt das Schablonendenken... untermauert nämlich die Pauschalurteile, gegen die du dich wehren möchtest. 20% sind nun einmal eine ganze Menge, und wenn die Hälfte der übrigen so tut, als sei das halb so schlimm, tut sie ihrer eigenen Sache m.E. keinen guten Dienst.  

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P.S. Ich möchte hier nicht das letzte Wort haben, aber wir Moderatoren haben vor, diesen Thread recht zeitig vor den ersten Trendmeldungen für die heutigen Landtagswahlen zu schließen... zumindest vorübergehend. Ich denke, die meisten von euch verstehen unsere Unlust auf ein eventuelles 'Feuerwerk' am Abend und bis tief in die Nacht hinein (wir sind ehrenamtlich tätig und investieren hier Freizeit). Wer also noch etwas zu sagen hat, mag sich beeilen. 

Bis dahin danken wir für eine (überwiegend) gesittete Diskussion!

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vor 31 Minuten schrieb martinfarrent:

Bis dahin danken wir für eine (überwiegend) gesittete Diskussion!

Dem kann ich nur zustimmen, bis auf ein paar Ausrutscher lief der Thread ruhiger und weniger emotional, als wir befuerchtet hatten.

Ich habe auch das Gefuehl, es ist alles gesagt, nur vielleicht noch nicht von jedem.

Vielleicht kann ja als Schlusswort eins meiner Lieblings-Zitate (von Churchill) stehen bleiben :

"Wenn 2 auf Dauer einer Meinung sind, ist einer ueberfluessig" 8-)

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