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Ultraleicht Trekking
Dingo

Kurze Erklärung zu meinem Sachsenkommentar

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Am 30.8.2019 um 17:35 schrieb einar46:

Das mit Sachsen hast Du sicherlich nur im Scherz gemeint. Vieleicht habe ich aber einfach nur die Ironie-An- und Ausschalter übersehen?

Ich habe mir erlaubt meine Antwort bezugnehmend auf obig zitierten Kommentar auszulagern, um den thread der Fragestellerin nicht zu zerfleddern. Und ja. Ich meine es ernst. Ist das schlimm eine persönliche Haltung zu haben?

Mir erschließt sich natürlich, dass das provoziert, vor allem so knapp gehalten. Allerdings sprach ich auch von mir und habe jetzt keine generelle Reisewarnung ausgegeben.

Darauf empört zu reagieren ist so ein typischer Schnappreflex in einem Forum. Der bringt einem natürlich viel Zustimmung. Da hat der Dingo doch glatt die Sachsen verunglimpft. Nein. Der Dingo hat für sich entschieden so ein Bundesland nicht mehr zu bereisen, weil er sich dort nicht sicher fühlt. Oft genug höre ich wie Scheiße Menschen München finden. Gut. Können Sie ja. Muss ich mich dazu echauffieren?

Ich hole mal aus. Wir stehen knapp ein Jahr nach Chemnitz vor den Wahlen. Wir haben in Sachsen einen extrem inkompetenten Ministerpräsidenten, der in Talkshows, man hat den Eindruck unter Drogeneinfluss, Phrasen drischt, aber nichts konkret anspricht.

In Sachsen haben wir Mechanismen, die stark an ein anderes Deutschland erinnern. Das wird nicht von der Mehrheit toleriert, aber doch immerhin von einem Viertel der Wahlberechtigten. Und nein. Wer heute AfD auch nur aus Frust wählt, der wählt ein ganz fatales Deutschland. Da ist nichts zu entschuldigen. Man kann nämlich auch ungültig wählen, wenn die Parteien einem nicht passen.

Sachsen ist das NSU Land. Offensichtlicher kann eine Durchdringung rechter Gedanken in einem Staatsapparat und einer Justiz eigentlich nicht indirekt nachgewiesen werden. In Sachsen ist eine Bürgerbewegung entstanden, die auf Intoleranz basierte. Und die gerne handgreiflich wird.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-05/rechte-gewalt-pegida-ermittlungsverfahren-rechtsextremismus-sachsen

Wir haben ein Sachsen, in dem ich in dörflichen Gebieten mit einem guten Freund und seiner afroamerikanischen Frau nicht in eine Gastwirtschaft kann, ohne Blicken mit stumpfen Hass ausgesetzt zu sein. Das ist dann wie im Western. Plötzlich wird es still und alle starren Dich an. Wirklich alle.

Und dann ist da das Sachsen, in dem ich mich rechtfertigen muss, wenn dort jemand spitzkriegt, dass ich Medienvertreter bin (noch nicht mal Inhalt gestaltend), oder ich froh bin wieder im Hotel in Bautzen zu sein, weil es Nachts bedrückend ist, wenn Dir eine Zeit lang Typen schweigend folgen.

Ich kenne Sachsen, die haben ihr Bundesland verlassen, weil sie es nicht ausgehalten haben, dieses Muff und die Posts von ihren Verwandten zum Thema Politik. Tatsächlich kenne ich ganz tolle Sachsen und Thüringer. Aber die haben Geschichten auf Lager. Und ich bewundere jeden Sachsen, der sich dem entgegen stellt. Wirklich. Es wäre nur schön die CDU würde das als regierende Partei auch tun.

Und so schließe ich das mal vorerst ab. Rechte Gewalt gehöre zur Lebensrealität, so Ministerin Petra Köpping:

https://www.lvz.de/Region/Polizeiticker/Rechte-Gewalt-in-Sachsen-stark-gestiegen

https://www.raa-sachsen.de/support/statistik

Und das sind einfach Gründe, warum mir das alleine wandern und draußen übernachten dort zu gefährlich ist. Wie gesagt. Es ist keine Pauschalverurteilung, dafür kenne ich viel zu viele gute Leute von dort (die dort nicht mehr leben, na sowas), aber eine Kapitulation meinerseits aufgrund der für mich dort nicht aushaltbarer Grundstimmung. Und das ist ja in Sachsen-Anhalt teilweise sehr ähnlich. Man denke an den Bürgermeister von Tröglitz, Pfarrer König oder das Einknicken der Bauhaus Direktorin und an vieles mehr. 

 

 

bearbeitet von SouthWest
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Also... um ganz ehrlich zu sein... halten mich ähnliche Beweggründe zb vom Elbsandsteingebirge fern. :( ich will immer ein toleranter Mensch sein und arbeite dafür an mir, aber manchmal ist es eben schwierig eigene Barrieren im Kopf zu überwinden. 

Ich hab letztes Jahr eine Freundin von mir überredet mit mir in den Spreewald zu fahren. Wir waren keine Stunde auf dem Campingplatz, da erzählten uns unsere Nachbarn voller Stolz, dass sie montags bei Pegida mitlaufen und fragten im gleichen Atemzug, wann denn unsere Männer nachkommen würden. Wir haben uns angesehen und spontan mit „brauchen wir Männer, Schatz?“ reagiert. Stille und am nächsten Tag sind diese Menschen abgereist... 

wir hatten dort auch sehr nette Begegnungen. Gar keine Frage! Aber sowas bleibt einfach LEIDER sehr stark haften... 

 

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Bevor das hier in eine allgemein-politische Diskussion ausartet, erlaube ich mir, zwei Zitate von @Dingo aus dem Ursprungsthread anzuführen. Darin wird klar, dass es ihm (in diesem Zusammenhang) um das persönliche Wohlbefinden auf Touren in bestimmten Gebieten geht - insbesondere um das Bedürfnis, angstfrei zu wandern. Er behandelt also die m.E. in diesem Forum legitime Frage, ob man sich in einem Gebiet wohl und sicher fühlen kann. Darauf sollte sich die hiesige Diskussion vielleicht auch beschränken, wenn sie im Sinne des Forums konstruktiv bleiben will.
 

Zitat

Man erkennt mir durchaus eher die fröhlichere Gesinnung an und ich hätte keine Lust Prügelopfer zu werden. Und das soll wohl nicht selten passieren. Was schade ist. Weil ist ja schön dort.
...
Nur soviel. Das ist kein Sachsenbashing, sondern Ausdruck meines Unwohlseins in einem Bundesland voller Mißtrauen als nicht konservativer Mensch zu nächtigen.

 

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So wirklich nachvollziehen kann ich das hier ja wirklich nicht, klar, es gibt politisch gesehen viele Leute in den Bereichen, mit denen man nicht zu tun haben möchte, aber sowas merkt man doch beim Wandern nur begrenzt. Man geht ja schließlich Wandern in der Natur und nicht von einem Schützenfest zum nächsten. Ich bin ja gerade von Halle Richtung Berlin einige Tage durch Sachsen-Anhalt und Brandenburg gefahren und die meisten Leute, die ich getroffen habe waren nett. Einzig ein älteres Ehepaar was sich über den Klimawandel lustig gemacht hat, gegen Flüchtlinge und früher war alles besser etc war etwas traurig, aber die waren aus dem Raum Stuttgart und auf der Durchreise an die Ostsee.

Und wenn man Angst hat, dass man "nicht heil" aus so einer Wanderung rauskommt ist man in der Regel halt nicht besser als die Leute, die Angst haben abgestochen zu werden, wenn sie einen dunkelhäutigen Menschen sehen... Klar, es gibt Probleme dort mit manchen Leuten und leider sollte man "Risikogruppe" vielleicht manche Städte zeitweise meiden oder politische Ansichten eine Zeit eher für sich behalten, aber solange man nicht mit einem "Refugees Welcome"-Tshirt oder ähnlichen Wandern geht sind die Chancen, dass einem was passiert, vermutlich noch immer bei der Anreise mit dem Auto größer...

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Der springende Punkt ist doch: Wenn man sich irgendwo nicht sicher oder halbwegs wohl fühlt, warum sollte man dann freiwillig seine Freizeit dort verbringen (die wohl den allermeisten lieb und teuer ist)? Ob die Angst/das Unwohlsein dahinter rational begründet ist oder nicht, ist dabei doch unerheblich.

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vor 6 Minuten schrieb hansichen:

Und wenn man Angst hat, dass man "nicht heil" aus so einer Wanderung rauskommt ist man in der Regel halt nicht besser als die Leute, die Angst haben abgestochen zu werden, wenn sie einen dunkelhäutigen Menschen sehen...

 

aber solange man nicht mit einem "Refugees Welcome"-Tshirt oder ähnlichen Wandern geht sind die Chancen, dass einem was passiert, vermutlich noch immer bei der Anreise mit dem Auto größer...

Interessanter Widerspruch. Du wirfst mir einerseits vor moralisch verwerflich zu handeln, weil ich ein Risiko abwäge, dass Du als Vorurteil und damit unbegründet aufgrund von Statistik siehst,

anderseits soll man sich aber doch lieber tarnen. Da sind wir doch mal wieder beim Kern.

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vor 1 Minute schrieb moritz:

Der springende Punkt ist doch: Wenn man sich irgendwo nicht sicher oder halbwegs wohl fühlt, warum sollte man dann freiwillig seine Freizeit dort verbringen (die wohl den allermeisten lieb und teuer ist)? Ob die Angst/das Unwohlsein dahinter rational begründet ist oder nicht, ist dabei doch unerheblich.

Danke. Und mich nervt, dass meine Aussage hier dazu führt, dass ich das jetzt aufbauschen muss. 

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Es gibt hin und wieder die Angst von wandernden Frauen vor Übergriffen gerade zum Thema sexuelle Gewalt. Mag auch eine geringe Wahrscheinlichkeit geben. Trotzdem muss man die Sorge ernst nehmen und nicht zB sich empören, dass man jetzt als Mann unter Generalverdacht steht. Diese Mechanismen finde ich wirklich schlimm und so etwas spaltet Gemeinschaften.

 

Ich denke ich habe alles getan, um das zu klären. Bevor das zur aufgeplusterten Farce wird, lasst uns über UL plaudern. Und ich freue mich auf persönliches Kennenlernen, sollte das mit dem Herbsttreffen klappen. Und bevor der Witz kommt mache ich ihn selber. Vermutlich passiert das nicht in Sachsen- ha ha.

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vor 3 Minuten schrieb Dingo:

Interessanter Widerspruch. Du wirfst mir einerseits vor moralisch verwerflich zu handeln, weil ich ein Risiko abwäge, dass Du als Vorurteil und damit unbegründet aufgrund von Statistik siehst,

anderseits soll man sich aber doch lieber tarnen. Da sind wir doch mal wieder beim Kern.

 

Das stimmt natürlich, die Situation ist leider in vielen Städten auch echt traurig. Gerade in Chemnitz und deren FC gab es auch echt erschreckende Dokus dazu. Aber genauso wie man in manchen Städten nicht unbedingt jedes Fußballtrikot zu jeder Zeit tragen würde, sehe ich es zumindest noch nicht als 'tarnen' an. Wenn das, was bei mir vielleicht ein "leicht angepasstes Verhalten" wäre bei dir sich als Verstecken anfühlt kann ich schon verstehen, dass es dir als Urlaubsregion keinen Spaß macht und du dann lieber woanders hinfährst.

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@hansichen

Mir ist so klar, dass das ein generelles Problem ist. Aber es häuft sich extrem gerade in Mitteldeutschland. Und am meisten erschreckt mich eben, wie man da schon nahezu kapituliert und Bürger es lösen müssen. Der Bierwegkauf war schon genial!

 

Danke an alle. Insbesondere die, die das sachlich nachvollziehen können auch wenn sie anderer Meinung sind.

Ich versuche mich jetzt rauszuhalten. Aber ich habe gestern lange überlegt, wie ich reagieren kann. Mehr kann ich nicht tun

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Ja, Dingo, ich sehe Deinen Beitrag als Sachsen-Bashing an.

Du hast aufgrund Deiner politischen Einstellung ein Problem mit einem Bundesland, in dem auch (ca. 20% der Wähler?) Menschen leben, die eine entgegengesetzte Einstellung haben. Okay, das ist Dein Recht. Wir leben in einem freien Land, Du kannst wandern, wo Du willst.

Was mich stört, ist die Verallgemeinerung. Bist Du als Wanderer in Sachsen jemals wegen Deiner politischen Meinung bedroht worden? Nicht als politischer Agitator sondern als Wanderer?

Sollte man nicht mehr nach Hamburg fahren, weil dort ganz schlimme G20-Gegner zu Gange sind? Nicht mehr nach München, weil die doch alle die Borussia-Fans verprügeln? Nicht mehr nach Dortmund, weil dort die Kölsch-Hasser leben? Nordirland? Oh, ganz schlimme IRA-Terroristen! Russland? Alles böse Kommunisten! Die USA scheiden auch aus, so wie die ihre Indianer behandeln.

Das ist doch alles Blödsinn. In jeder Gegend gibt es ein paar Idioten und viele anständige Menschen. Die ganze Gegend zu verteufeln zeugt von einer geistigen Haltung, die ich nicht nur nicht teilen kann, sondern entschieden mißbillige.

Das soll‘s dazu aber gewesen sein. Thema des Forums ist Ultralight Trekking.

 

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vor 51 Minuten schrieb hansichen:

Und wenn man Angst hat, dass man "nicht heil" aus so einer Wanderung rauskommt ist man in der Regel halt nicht besser als die Leute, die Angst haben abgestochen zu werden, wenn sie einen dunkelhäutigen Menschen sehen... Klar, es gibt Probleme dort mit manchen Leuten und leider sollte man "Risikogruppe" vielleicht manche Städte zeitweise meiden oder politische Ansichten eine Zeit eher für sich behalten, aber solange man nicht mit einem "Refugees Welcome"-Tshirt oder ähnlichen Wandern geht sind die Chancen, dass einem was passiert, vermutlich noch immer bei der Anreise mit dem Auto größer...

Ängste sind selten rational begründbar. 
Es ist daher müßig über etwas zu diskutieren, was man weder rationalisieren noch objektivieren kann. 

bearbeitet von Fabian.

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vor 2 Stunden schrieb Mittagsfrost:

Sollte man nicht mehr ...

... im Unterschied zu "ich würde nicht mehr".

Ich habe z.B. Angst alleine im Wald zu schlafen, mache es aber trotzdem.
Doch würde ich keinen schief ansehen, der damit seine Probleme hat und lieber anders unterwegs ist.

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Ich bereise ja bekanntlich gern Südfrankreich - und auch dort gibt es Gegenden mit einem recht hohen rechtsextremen Wähleranteil. Zwei Unterschiede zu manchen Regionen in Deutschland wirken sich für mich aber aus. 1) Es gibt m.W. dennoch keine oder kaum Gewalttaten gegen liberal oder progressiv denkende Menschen. 2) Ich spreche und verstehe nur ziemlich erbärmlich Französisch... und so erlebe ich unterwegs fast nie Gespräche, die mich deprimieren könnten. Die Leute, mit denen ich mich tieferschürfend unterhalte, sprechen alle ziemlich gut Englisch... und sind (es mag Zufall sein oder nicht) fast immer kosmopolitischer und anti-nationalistischer Gesinnung. In vielen Jahren habe ich nur einmal das Gegenteil erlebt. Das war ein Paar, das in l'Isle-sur-la-Sorgue einen von zahllosen 'Kunst'handwerksläden betrieb und das Sympathien für Le-Pen-Wähler bekundete. Auf mein Nachfragen wegen angeblich "zu vieler Migranten" - von denen ich spontan ,keinen einzigen (mutmaßlichen) auf der sehr belebten Straße sah - erhielt ich zur Antwort: "Die zeigen sich nicht. Aber es sind Tausende." Die Einstellung meiner Gesprächspartner reichte mir neben dem allgemein allzu touristischen Charakter der Stadt als Fluchtgrund - die beiden hatten meine Stimmung in den Teich gezogen. Im nahen Cavaillon  habe ich an diesem Tag noch sehr lecker gespeist, bevor ich mir einen Schlafplatz suchte. 

 

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vor 44 Minuten schrieb Fabian.:

Ängste sind selten rational begründbar. 
Es ist daher müßig über etwas zu diskutieren, was man weder rationalisieren noch objektivieren kann. 

OT: Ich denke, viele Ängste sind sehr wohl rational begründbar. Sonst würde das Angsthaben biologisch keinen Sinn machen. Individuell/subjektiv unterschiedlich sind eher das Ausmaß der Angst und die daraus hervor gehende eigene Entscheidung. Beispiel: Man kann berechtigterweise Angst vor Cobras in einer Teeplantage haben... und trotzdem dort hingehen (oder nicht). Oder man hat selbst in Anchorage in einem Aufzug eine Schlangenphobie (die aber gleichwohl auf einen Wahrheitskern zurückgeht).

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vor 26 Minuten schrieb Mittagsfrost:

Ja, Dingo, ich sehe Deinen Beitrag als Sachsen-Bashing an.

Du hast aufgrund Deiner politischen Einstellung ein Problem mit einem Bundesland, in dem auch (ca. 20% der Wähler?) Menschen leben, die eine entgegengesetzte Einstellung haben. Okay, das ist Dein Recht. Wir leben in einem freien Land, Du kannst wandern, wo Du willst.

Was mich stört, ist die Verallgemeinerung. Bist Du als Wanderer in Sachsen jemals wegen Deiner politischen Meinung bedroht worden? Nicht als politischer Agitator sondern als Wanderer?

Sollte man nicht mehr nach Hamburg fahren, weil dort ganz schlimme G20-Gegner zu Gange sind? Nicht mehr nach München, weil die doch alle die Borussia-Fans verprügeln? Nicht mehr nach Dortmund, weil dort die Kölsch-Hasser leben? Nordirland? Oh, ganz schlimme IRA-Terroristen! Russland? Alles böse Kommunisten! Die USA scheiden auch aus, so wie die ihre Indianer behandeln.

Das ist doch alles Blödsinn. In jeder Gegend gibt es ein paar Idioten und viele anständige Menschen. Die ganze Gegend zu verteufeln zeugt von einer geistigen Haltung, die ich nicht nur nicht teilen kann, sondern entschieden mißbillige.

Das soll‘s dazu aber gewesen sein. Thema des Forums ist Ultralight Trekking.

 

Es tut mir leid, dass Du es nicht nachvollziehen kannst. Ich habe sachlich argumentiert, ich habe Beispiele genannt. Muss es erst zur Handgreiflichkeit kommen, dass Du sagst oh, ja. das verstehe ich so ein wenig, jetzt wo Du ein Schädel-Hirn-Trauma hast?

Als Wanderer in Sachsen kann ich schwer bedroht worden sein, da ich da aus genannten Gründen aufs Wandern verzichtet habe. Als Medienvertreter musste ich mir durchaus großen Mist anhören. Fahre da aber dienstlich auch nicht mehr hin. Und ich habe Dir geschildert, wie ich schon vor Jahren eine Situation unterwegs an einem Gasthof erlebt habe. Klar kann ich mich tarnen und verstellen. Will ich das?

Und dann kommst Du noch mit Whataboutism und zeigst auf andere Gegenden, die man ja auch meiden müsste weil. Ich rede aber von Sachsen und ich rede von einem Land mit extrem vielen (und das sind nur die registrierten) rechten Übergriffen. Ich habe auf einen Artikel mit 200 Verfahren gegen Pegida Anhänger verlinkt. Du schreibst von Moral und anderen Ländern und Kindergarten.

Und dann. Das ist unverschämt: Du unterstellst Du mir eine geistige Haltung, die Du als großer Moralonkel nicht billigen willst. Erklär doch bitte die geistige Haltung. Bin ich ein Sachsenrassist. Oder ein Volksverhetzer? Du machst aus meinen persönlichen Gründen eine Pressemeldung einer Reisezentrale. Was ist nicht daran zu verstehen, dass ich da aus möglicherweise irrationalen Gründen nicht hinwill. Und das aus einer Haltung heraus, die ich deutlich erklären konnte.

Aufgebauscht habt ihr es, die mit heulenden Smileys extrem betroffen tut oder süffisant was von Ironieschalter postet, aber nichts formuliert.

Hast Du die letzen Jahre in Sachsen verpennt und tust sie als Einzelfälle ab? Wir haben am Sonntag Wahlen dort. Dir sind die Zahlen bekannt. 

 

Sorry. Aber ich bin echt sauer.

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vor 17 Minuten schrieb Mittagsfrost:

Sollte man nicht mehr nach Hamburg fahren, weil dort ganz schlimme G20-Gegner zu Gange sind? Nicht mehr nach München, weil die doch alle die Borussia-Fans verprügeln? Nicht mehr nach Dortmund, weil dort die Kölsch-Hasser leben? Nordirland? Oh, ganz schlimme IRA-Terroristen! Russland? Alles böse Kommunisten! Die USA scheiden auch aus, so wie die ihre Indianer behandeln.

Das ist doch alles Blödsinn.

Stimmt, aber diesen Blödsinn hast du von dir gegeben, nicht Dingo. Mit den von dir genannten Beispielen halte ich die Situation in Sachsen für überhaupt nicht vergleichbar. 

vor 19 Minuten schrieb Mittagsfrost:

In jeder Gegend gibt es ein paar Idioten und viele anständige Menschen. Die ganze Gegend zu verteufeln zeugt von einer geistigen Haltung, die ich nicht nur nicht teilen kann, sondern entschieden mißbillige.

20% potentielle AfD-Wähler und eine sich schleichend ausbreitende Akzeptanz rechtsextremen Gedankenguts als "ein paar Idioten" zu trivialisieren, möchte aber auch entschieden missbilligen. "Die ganze Gegend verteufelt" hat hier m.E. auch niemand, sondern es wurde lediglich ein persönliches Unwohlsein geäußert.

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Ich habe Freunde, die in Sachsen Freunde besucht haben, die in einer großen Hofgemeinschaft mitten auf dem Land leben. Spät am Abend am Bahnhof angekommen entschieden sie sich, die 15 km nicht mit dem Taxi sondern zu Fuß zurückzulegen. Als sie die Gemeinschaft unterwegs telefonisch über ihr Tun unterrichteten, wurden diese panisch. Zwischenzeitlich fiel meinen Freunden ein Auto auf, dass mehrfach in langsamem Tempo an ihnen vorbei fuhr... Letztendendlich ist ihnen nichts passiert. Nach dem Telefonat ist die Hofgemeinschaft mit drei Autos losgefahren, um die Zwei einzusammeln.
In den Monaten davor kam es zu mehreren brutalen Angriffen..
Oftmals habe ich aus erster und zweiter Hand gehört, wie Menschen gerade in ländlicheren Regionen Sachsens bedroht wurden. Weil sie eben nicht aussahen, wie von einem Teil - nicht der Mehrheit - gewünscht. Aber dieser Teil ist gefährlich. Zumindest für viele Menschen. Die Gefahr, auf einer Tour tatsächlich Opfer zu werden, ist wahrscheinlich sehr gering. Und eigentlich habe ich keinen Bock, mir von dieser Brut meine Neugier und Lust auf bestimmte Trails nehmen zu lassen. Aber die Lust nehmen sie mir. Weil ich die gleichen Ängste habe wie Dingo. Leider. Und trotzdem freue ich mich über jeden und jede, der und die sich traut. Weil sonst alles nur noch schlimmer wird!

bearbeitet von Frucht

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Langsam wirds hier echt lächerlich. Fehlt nur noch, dass hier die Zombieapocalypse ausgehend vom gemeinen sächsischen Pegidazombie heraufbeschworen wird :roll:

Wenn hier einzelne Leute Ressentiments einzelnen oder ganzen Volksgruppen inner- oder außerdeutsch gegenüber haben, bitte, aber dann kann man doch seine Meinung auch mal für sich behalten und braucht nicht das Forumsklima damit vergiften.

Der Thread führt zu nichts, Vorurteile werden hier sicher nicht abgebaut, also bin ich dafür, den hier zu schließen und sich dem intressanten UL-Thema zu widmen.

bearbeitet von Backpapier

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vor 12 Minuten schrieb Backpapier:

Der Thread führt zu nichts, Vorurteile werden hier sicher nicht abgebaut, also bin ich dafür, den hier zu schließen und sich dem intressanten UL-Thema zu widmen.

Der Thread ist in seiner bisherigen Form großenteils on topic und bleibt offen. Es geht um das Wohlbefinden und um echte oder empfundene Gefahren in einer Wanderregion. Das ist ein legitimes Thema in diesem Forum.

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Im ersten Teil des Threads wurde sich sachlich und "freundlich" ueber die unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht.
Inzwischen gehen hier manche Beitraege in den Bereich der persoenlichen Angriffe, ich bitte Euch, jetzt erstmal als User, bitte unterlasst das...

Wem hier die Standpunkte Einzelner nicht passen, sollte sich daran erinnern, dass die Welt bunt ist und es mindestens soviel Meinungen wie Menschen auf der Welt gibt.

Und wem das Thema des Thread nicht passt, nun einfach einen anderen Thread lesen...:mrgreen:

Ich faende es sehr schade, wenn es hier eskalieren wuerde und wir dann als Mods mit entsprechenden Konsequenzen eingreifen muessten.

Also bitte bleibt doch friedlich und greift keinen Andersdenkenden an...

 

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Falls alle alles gesagt haben. Ehrlich gesagt belastet mich das Gezanke. Ich werde also in Zukunft hier die heile Welt propagieren.

Also. Falls hier keiner Zensur schreit, kann der thread geschlossen werden.

 

PS ich bin des Friedens willen raus.

bearbeitet von Dingo

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Hmpf, ich war vor 2 Jahren im Elb Sandstein mit Familie, ich habe auch einige Zeit in Magdeburg gearbeitet, ich kann @Dingos Haltung schon nachvollziehen, es gibt da schon Ecken wo ich mit Ärger rechnen würde wenn du die falsche Farbe, Frisur oder politische Richtung vertrittst andererseits würde ich auch keinem Deutsch nationalem Burschenschaftler das Schanzenviertel in HH empfehlen. 

 

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