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Ultraleicht Trekking

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Die isolierende Wirkung von Isomatten lässt sich schwer vergleichen.
Man muss auf den Werkseitig ermittelten R-Wert vertrauen oder selber testen.
Wenn ich das Isolationsvermögen von Isomatten untereinander vergleichen möchte, hilft nur messen.

_DSC2058.thumb.jpg.988cede644c079e4092df29de27ad38b.jpg

Die Wärmequelle ist eine Wärmflasche die Unter der Isomatte liegt. Auf der Matte wird ein Thermometer platziert und mit einem Gewicht beschwert.
Das Gewicht hat eine Masse von gut 2 kg und soll den Fühler in die Matte eindrücken aber auch etwas Wärme ableiten.
Nach einer halben Stunde wird die Temperatur abgelesen.
Für jede Messung wird das kochende Wasser in der Wärmflasche erneuert.

Spricht irgendwas gegen diesen, hochwissenschaftlichen Versuchsaufbau? :)

VG. -wilbo-

 

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vor 3 Minuten schrieb wilbo:

Spricht irgendwas gegen diesen, hochwissenschaftlichen Versuchsaufbau?

Ich würde statt mit Wärme eher im gegenteiligen Bereich experimentieren, d.h. Eis drunter und messen, wieviel geschmolzen ist. Eventuell verhalten sich Matten bei so hohen Temperaturen ganz anders (allein schon was die Wärmeausdehnung angeht) als im üblichen Anwendungsbereich. Selbst ein Wanderer mit Fieber wird es nicht weit über 40°C schaffen. Dann ist gerade bei den Schaummatratzen das Thema Wärmeschluss nicht zu verachten. Sobald ein weicher Untergrund angeommen wird, sind Versuche mit harten Oberflächen nicht mehr ganz representativ (Z-Lite im Schnee verliert gleich mal ein gutes Stück Isolationswirkung). Also am besten auch mit Schnee/feinem Crushed Ice wiederholen.

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vor 32 Minuten schrieb BitPoet:

Also am besten auch mit Schnee/feinem Crushed Ice wiederholen.

Hm, der Versuchsaufbau sollte indoor funktionieren und nicht zu Zeitaufwendig sein.

Spricht denn, nur für den Vergleich verschiedener Matten, etwas gegen die Messung einer höheren Ausgangstemperatur?

bearbeitet von wilbo

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Bei der ganzen Geschichte ist doch ganz sicher die Temperturdifferenz von Oberseite (warmer Schläfer) und Unterseite (kalter Boden) entscheidend. Je größer die Differenz desto schneller die Wärmeableitung. Jeder kleine geschlossene Raum gibt seine Wärme schneller an den nächsten Raum in Richtung des Bodens ab, je größer die Differenz. DSann natürlich auch nochmal Abhängig vom Boden, also dessen Wärmekapazität und Leitungsvermögen ... also ist der "Durchgang" der Wärme bei Zimmertemperatur nicht sooo interessant, weil es einfach nicht den realen Bedingungen entspricht. So wäre es eher ein Test welche isolierenden Eigenschaften das Material zur wärmerücvkhaltenden Verpackung hat. Aber wir wollen damit ja keinen Cosi basteln ...
Einen Unterschied zwischen den verschiedenen Matten kann man so natürlich trotzdem messen, je kühler es oben bleibt desto besser natürlich die Isolation.
Bin aber natürlich kein Physiker !

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Ich finde die Idee mit der Wärmflasche ganz gut, da es einfach umzusetzen ist. Ich denke aber, dass es besser ist, zumindest wenn ein genaues Thermometer um die Wassertemperatur zu messen vorhanden ist, das Wasser der Wärmflasche zu messen. Dafür sollte sie immer auf der gleichen isolierenden Unterlage liegen. Um sie herum sollte dann als großzügiger Kreis oder Viereck. im mindestens der Höhe der Wärmflasche, auch etwas isolierendes liegen. Darauf kommt dann die zu testende Isomatte. Nach einer stunde oder zwei wird dann die Temperatur der Wärmflasche Gemessen.

Bei Isomatten mit tiefen Beulen oder Rillen, wie bei der Z-lite, muss bedacht werden, dass diese bei Benutzung Lufteinschlüsse sind und wohl besser isolieren, als wenn sie frei in der "Luft" schweben. Unten durch die unterlagen (Zeltboden, Bivi, Folie), oben vom Schläfer.

 

Auf jeden Fall schon mal super cool, dass du das messen möchtest, wilbo, egal wie die es am Ende machst.

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Mal wieder ein echter wilbo! :grin:

Du versuchst, eine Art Wärmedurchgangswert zu ermitteln. Folgende Überlegungen gehen mir dazu durch den Kopf:

  • Dein Aufbau liefert Indizien für die Frage: Wieviel Wärme kann durch die Matte hindurch abgegeben werden.
  • Dein „Oben“ ist aus Hiker-Sicht das „Unten“.
  • Welche Aussagekraft hat eine kochendem Wasser gefüllte Wärmflasche mit einer Masse von 5 kg im Vergleich zum einem Menschen mit Hautoberflächentemperatur von 28° und einer Masse von 70 kg?
  • Ist der Wärmeverlust nach unten (Fläche, auf der die Wärmflasche liegt, deren Größe und Temperatur), über alle Tests hinweg konstant oder, besser noch, vernachhlässigbar? Denn: Eingedenk des Wärmeverlusts nach unten ist ein doppelt so guter Messwert auf der Oberseite kein Beleg für eine doppelt so gute Isolation der Matte. Die Skala wird durch den absoluten Wärmeverlust nach unten und die Dauer „verzerrt“.
  • Wie stark ist das Ergebnis von der Oberflächenbeschaffenheit der Matte abhängig (kleine Fläche des Thermometers, z. B. Eierschalenstruktur versus Luftkammeraufbau)?

Antworten darauf habe ich nicht weiter erruiert.

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Zusätzlich zu den bereits genannten Punkten: Für einen nicht-wissenschaftlichen Vergleich sollte das schon ganz gut hinhauen - vorausgesetzt, die Isolationsfähigkeit der Matten ist linear (dafür wären dann wiederum unterschiedliche, definierte Ausgangstemperaturen der Wärme-/Kältequelle nötig). Das wäre zumindest der entscheidende Aspekt, um die Ergebnisse auf Draußentemperaturen anzuwenden. Am Ende wird wohl dennoch die Frage der Praxisrelevanz bestehen bleiben; die getesteten Matten kann man dann zwar im Idealfall untereinander vergleichen, ihre Tauglichkeit unter Realbedingungen (Anstrengung, Hunger, Müdigkeit, Wind, Luftfeuchtigkeit, etc.) jedoch nur begrenzt. 

Punkte, die mir spontan sonst noch einfallen, wären die Ausgangstemperaturen von Umgebungsluft und dem Metallstück - auch hier möglichst konstant für alle Versuche. Auch Luftbewegung dürfte einen Einfluss auf den Aufbau haben.. 

Außerdem wären mehrere Durchläufe pro Matte sinnvoll: die Ergebnisse könnten (!) dadurch an Aussagekraft gewinnen, und im schlechtesten Fall zeigen sie immer noch Schwächen im Versuchsaufbau auf.

Ganz egal, was am Ende daraus wird: Respekt für solch einen Eifer und Einsatz!

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Die Eiswürfel Idee ist nicht schlecht. Ich glaube ich würde einen Eiswürfel unter die Matte legen (Glastisch für Zeitraffer von unten wäre genial :wink:) und die Wärmflasche dann auf die Matte. Klar, ist alles extremer als normal aber R-Wert ist R-Wert. Je nachdem wie viel vom Eiswürfel geschmolzen ist ergibt sich daraus der Dämmwert der Matte.

Dann können wir unsere Matten in Minuten abgeben die es braucht bis der Eiswürfel geschmolzen ist :mrgreen:

 

Edit: Eine nicht zu unterschätzende Variable, ein immer ungenaues Thermometer (außer bei geeichten Profigeräten), würde bei dem Versuchsablauf auch aus der Gleichung fallen.

bearbeitet von Supertramp

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vor einer Stunde schrieb Supertramp:

Die Eiswürfel Idee ist nicht schlecht. Ich glaube ich würde einen Eiswürfel unter die Matte legen (Glastisch für Zeitraffer von unten wäre genial :wink:) und die Wärmflasche dann auf die Matte. Klar, ist alles extremer als normal aber R-Wert ist R-Wert. Je nachdem wie viel vom Eiswürfel geschmolzen ist ergibt sich daraus der Dämmwert der Matte.

Dann können wir unsere Matten in Minuten abgeben die es braucht bis der Eiswürfel geschmolzen ist :mrgreen:

Das wird nicht funktionieren:    bei Luft-Matratzen wärmt sich die Luft IN der Matratze durch die Wärmflasche zuerst auf und gibt sie über die gesamte Fläche von > 2 m² an die Umgebung ab.   Bei der hier gezeigten Schaummatratze geht die Wärme direkt durch den Schaumstoff zum Eiswürfel/Thermometer....
Größer wird der Unterschied bei geringer Umgebungstemperatur. Während die Wärme der Wärmeflasche an die Umgebung verpufft und unten quasi gar nicht mehr ankommt, wird sich bei einer Hartschaummatratze kaum etwas geändert haben.

Ich habe über das Problem der Messung schon etwas länger nachgedacht.  Das problem ist die Umgebung, welche man ausschließen muss.  Die Abgabe einer festen Menge und Messung der Temperatur innerhalb eines "Miniraumes", in welchem das zu messende Objekt die fehlende Wand ergänzt ist technisch einfach umsetzbar und ziemlich genau.

 

Eine Messmethode:   Gelkissen (ich habe ein Gelkissen gewählt, da schon so einen Dauerwärmekissen mittels Heizfolie gebastelt  - Simuliert den Menschen ganz gut) aufheizen, bis dieser ~38 Grad erreicht  -> Heizung stoppen -> Isomatte auflegen -> Abkühlung verfolgen.
Dies sollte man dann aber in einem möglichst temperaturstabilen Raum wie Keller durchführen, damit die Messungen vergleichbar sind.
Formel aus Temperaturverlust in Grad innerhalb Zeit in Sekunden.  z.B. nach genau einer Stunde - oder zwei.

bearbeitet von AlphaRay

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Angeregt von diesem Artikel, möchte ich versuchen was mit meinen Bordmitteln so möglich ist.
https://www.outsideonline.com/2371291/nerdiest-most-important-sleeping-pad-news-ever

Vielen Dank für Euren input!
Es sind viele gute Ideen dabei, die ich aber leider für mich schwieriger umzusetzen sind. 

Für einen internen wilbo-Vergleich scheint also grundsätzlich erstmal nichts gegen meine Vorgehensweise zu sprechen...

vor 2 Stunden schrieb AlphaRay:

Größer wird der Unterschied bei geringer Umgebungstemperatur.

Ich war kurz in Versuchung den Versuchsaufbau in unser Dorfeigenes Kühlhaus zu verlagern. Da ich schon einige Matten aus meiner Sammlung vergleichen möchte, habe ich mich aber dagegen entschieden. Ich möchte halt nicht alle halbe Stunde, den ganzen Tag lang Hinundherfahren.

Der Test soll nur eine Orientierung sein, welche Feststoff-Matten ich denn für den kommenden Winter verwenden möchte. Die Daten wären für mich eh nur der erste Schritt, um dann mit der Matte zum richtigen Testen rauszugehen.

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Um eine Vergleichbarekeit der einzelnen Messreihen untereinander zu gewährleisten, würde ich auch über und unter der Isomatte messen. Alternativ gibt es bestimmt Normen und genormte Testverfahren für Dämmungen, an denen man sich orientieren könnte.

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Die genormten Testverfahren werden zur Bestimmung des R-Wertes verwendet(und man kann das nachlesen). Hier geht es um den Basteltrieb-da muss man eine eigene Methode finden, auch wenn sie evtl. weniger Aussagekräftig ist.

Ich würde ja einfach die bequemste nehmen....

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Die Wassermenge in der Wärmflasche habe ich auf genau einen Liter beschränkt.
Da sich während der Messung das Metallgewicht ein wenig aufwärmt, wird es immer wieder ausgetauscht.

Ich habe die Messdaten schon mal in Richtung zunehmender Isolation sortiert.

Kanchen Junga,
191 x 49 x 0,8 cm, 140 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 39 Grad  

_DSC2062.thumb.jpg.7b09eb45aadb737994cc5fe31de2d40d.jpg

2 x 0,4er Eva-Matte, 30kg/m³, (200 x 100 x 0,4 cm)
200 x 50 x 0,8 cm, 250 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 39 Grad

_DSC2088.thumb.jpg.d61a0e6e708822576c21d06aacbe8c25.jpg

NoName Schaum-Matte,
186 x 50 x 0,9 cm 195 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 38 Grad

_DSC2064.thumb.jpg.8c27e036fe37d20765d3bf5ffae23958.jpg

Therm-a-rest Z-lite,
185 x 52 x 1 cm, 375 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 37,5 Grad

_DSC2058.thumb.jpg.659ca67fdef39218c8a406021b9e86e9.jpg

Eva-Matte, 30kg/m³  
185 x 59 x 1,2 cm, 440 g
Messung zwischen Matte und Gewicht:  35,5 Grad

_DSC2065.thumb.jpg.1583fc95cf130efdefdc1e2fdd0c3dea.jpg

Eva Matte, 50kg/m³ Extex, (200 x 100 x 1 cm)
Zuschnitt, 400 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 35,5 Grad

_DSC2069.thumb.jpg.6814267e2b5f20e30c83451732cecc5c.jpg

Therm-a-rest Ridgerest
204 x 63,5 x 1,2 cm,  525 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 34 Grad

_DSC2071.thumb.jpg.bc0c885ec930a09ce7638851462aec2a.jpg

Karrimor Z-Mat,
190 x 57 x 1,1 cm, 315 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 33,5 Grad

_DSC2073.thumb.jpg.21706112193040e612dd25c488908251.jpg

NoName Eva-Matte,
189 x 59,5 x 1,4 cm 355 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 32,5 Grad

_DSC2075.thumb.jpg.9b0783d63510e354c8593b2635d525ff.jpg

2 x Kanchen Junga, 0,8 cm übereinander
191 x 49 x 1,6 cm, 280 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 31 Grad

_DSC2077.thumb.jpg.bbefa08050f0f2d714aaf7c11a67c7b6.jpg

4 x Eva-Matte, 30kg/m³ übereinander (200 x 100 x 0,4 cm)
100 x 50 x 1,6 cm, 250 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 30,5 Grad

Ups, Foto machen vergessen! :roll:
 
Alte Globi Evamatte, 50kg/m³
192 x 59,5 x 1,9 cm, 945 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 29,5 Grad  

_DSC2079.thumb.jpg.e6f604454d2bde55f9a4243009f8a569.jpg

2 x Z-Matte, übereinander
190 x 57 x 2,2 cm, 630 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 29 Grad

_DSC2083.thumb.jpg.3570baf272481033ef2d3e073a153cff.jpg

3 x Kanchen Junga, 0,8 cm übereinander
191 x 49 x 2,4 cm, 420 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 28,5 Grad

_DSC2085.thumb.jpg.381a92bca6de5d6a8ac304feed0a56f1.jpg

 

Hier nochmal die Daten untereinander zum direkten Vergleich.

Kanchen Junga,
191 x 49 x 0,8 cm, 140 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 39 Grad  

2 x Eva-Matte übereinander, 30kg/m³, (200 x 100 x 0,4 cm)
200 x 50 x 0,8 cm, 250 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 39 Grad

NoName Schaum-Matte,
186 x 50 x 0,9 cm 195 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 38 Grad

Therm-a-rest Z-lite,
185 x 52 x 1 cm, 375 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 37,5 Grad

Eva-Matte, 30kg/m³  
185 x 59 x 1,2 cm, 440 g
Messung zwischen Matte und Gewicht:  35,5 Grad

Eva Matte, 50kg/m³ Extex, (200 x 100 x 1 cm)
Zuschnitt, 400 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 35,5 Grad

Therm-a-rest Ridgerest
204 x 63,5 x 1,2 cm,  525 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 34 Grad

Karrimor Z-Mat,
190 x 57 x 1,1 cm, 315 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 33,5 Grad

NoName Eva-Matte,
189 x 59,5 x 1,4 cm 355 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 32,5 Grad

2 x Kanchen Junga, 0,8 cm übereinander
191 x 49 x 1,6 cm, 280 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 31 Grad

4 x Eva-Matte, 30kg/m³ übereinander (200 x 100 x 0,4 cm)
100 x 50 x 1,6 cm, 250 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 30,5 Grad
 
Alte Globi Evamatte, 50kg/m³
192 x 59,5 x 1,9 cm, 945 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 29,5 Grad  

2 x Karimor Z-Matten übereinander,
190 x 57 x 2,2 cm, 630 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 29 Grad

3 x Kanchen Junga, 0,8 cm übereinander
191 x 49 x 2,4 cm, 420 g
Messung zwischen Matte und Gewicht: 28,5 Grad

Ich finde die Messdaten bei den doppelt oder dreifach gelegten Matten erstaunlich. Diese werde ich in jedem Fall mit nach draußen nehmen und testen, ob sich die Interpretation der Daten bestätigt.

VG. -wilbo-

 

bearbeitet von wilbo

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Wow. Schon wieder so ein Aha-Test von dir. Dankeschön. 

Ich besitze eine Thermarest z-lite, aber scheint ja wohl so zu sein, dass die Karrimor Z-Mat besser isoliert. Oder liegt es daran,  dass die (Messung) Metallplatten auf einer Falte lag?

 

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Nee, ich habe immer darauf geachtet, dass der Fühler nicht in einem Loch, sondern in einem "Tal" lag.

vor 7 Minuten schrieb Genuss:

Ich besitze eine Thermarest z-lite, aber scheint ja wohl so zu sein, dass die Karrimor Z-Mat besser isoliert.

Solltest Du einen direkten Vergleich machen können, wäre ich sehr dankbar.
Bei uns im "Norden" fehlt mir leider der Frost ...

VG. -wilbo-

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vor 2 Minuten schrieb Cyco2:

Weißt du noch wo du die her hast? 

Diese Matten gab es vor Jahren bei Ebay. Leider werden die scheinbar nicht mehr angeboten.
Sie ist ein wenig weicher als die 50 kg/m³ Evamatten und richtet partielle Druckstellen nicht so schnell wieder auf.

VG. -wilbo-

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vor 1 Stunde schrieb wilbo:

ich habe immer darauf geachtet, dass der Fühler nicht in einem Loch, sondern in einem "Tal" lag.

aber das Loch ist ja trotzdem da wenn man drauf liegt, entweder über dem Tal oder unter dem Berg, und sorgt für zusätzliche Isolation. So nicht messbar, aber sollte man im Kopf behalten.

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Moin!
Gestern Abend habe ich einen kleinen Referenztest mit Schlafsack im Kühlhaus, bei -18 Grad gemacht. Aus der Zeit meiner ausgedehnten Wintertouren ist mir die 19 mm Eva als Konstante für einen R-Wert von min. 5 in Erinnerung geblieben. Das konnte ich aktuell abermals bestätigen.

Beim Testen der anderen Matten gibt es das Problem, dass ich bei -18 Grad nur merke, wenn eine Matte nicht mehr funktioniert. Ein rating für eine andere Komforttemperatur kann ich damit natürlich nicht erstellen.

Die NoName Eva-Matte, 355 g wurde z.B. zuerst am Hintern kalt. Die Kompression der Isolationsschicht wird bei meinem Versuchsaufbau nur unzureichend berücksichtigt. Leider war das bei den Messungen bei von Therm-a-Rest  bisher ebenso der Fall!
https://www.thermarest.com/blog/der-r-wert-die-bedeutung-hinter-der-zahl/

Zitat

Wir untersuchen jedes neue Mattendesign in unserer hauseigenen Kältekammer bei 4 °C. In diesem von der Außentemperatur abgeschotteten Container wird die Isomatte zwischen zwei Metallplatten positioniert. Die untere der beiden Platten ist mit einem großflächigen Sensor versehen und wird elektrisch bei einer konstanten Temperatur warm gehalten. Eine Isomatte mit guter Isolation hilft dabei die Platte warmzuhalten und der Sensor zeigt einen geringeren Energieverbrauch an. Bei einer Matte mit geringerem Isolation wird mehr Energie verbraucht. Die erhaltenen Messwerte – also die jeweiligen Energiebeträge, die nötig sind, um die gleichbleibende Temperatur der unteren Platte zu halten – werden nun in die Gleichung für den R-Wert eingesetzt. Dabei gilt: Je weniger Energie nötig, desto höher der R-Wert und umgekehrt.

Dies ist beim neuen Messverfahren nun anders.

Am 12.12.2019 um 08:38 schrieb BitPoet:

Selbst ein Wanderer mit Fieber wird es nicht weit über 40°C schaffen. Dann ist gerade bei den Schaummatratzen das Thema Wärmeschluss nicht zu verachten.

Es gibt sicherlich einen Unterschied zwischen der Messung des Wärmedurchgangs von 100 Grad zu 36 Grad. Nur werde ich wahrscheinlich nicht so fein messen können, bzw. meinem einfachen Thermometer keine derart exakten Angaben zutrauen.
In der Reihe dürfte eine grobe Messung der hohen Temperatur immer noch aussagekräftig sein.

... Was meinst Du mit Wärmeschluss?

Am 12.12.2019 um 09:41 schrieb TappsiTörtel:

Bei der ganzen Geschichte ist doch ganz sicher die Temperturdifferenz von Oberseite (warmer Schläfer) und Unterseite (kalter Boden) entscheidend. Je größer die Differenz desto schneller die Wärmeableitung.

Da bin ich ganz bei Dir.
Die Wärmeableitung am Boden ist bei -18 überraschend aggressiv. Wahrscheinlich wäre eine Messung im Kühlhaus doch sinnvoller.

Am 12.12.2019 um 09:42 schrieb Leichtmetall:

Dafür sollte sie immer auf der gleichen isolierenden Unterlage liegen. Um sie herum sollte dann als großzügiger Kreis oder Viereck. im mindestens der Höhe der Wärmflasche, auch etwas isolierendes liegen. Darauf kommt dann die zu testende Isomatte. Nach einer stunde oder zwei wird dann die Temperatur der Wärmflasche Gemessen.

Bei Isomatten mit tiefen Beulen oder Rillen, wie bei der Z-lite, muss bedacht werden, dass diese bei Benutzung Lufteinschlüsse sind und wohl besser isolieren, als wenn sie frei in der "Luft" schweben.

Damit hast Du fast exakt das neue  Messgerät beschrieben. :grin:
https://www.outsideonline.com/2371291/nerdiest-most-important-sleeping-pad-news-ever
Ich brauche es aber deutlich simpler...

Am 12.12.2019 um 09:45 schrieb Stromfahrer:

Du versuchst, eine Art Wärmedurchgangswert zu ermitteln. Folgende Überlegungen gehen mir dazu durch den Kopf:

  • Dein Aufbau liefert Indizien für die Frage: Wieviel Wärme kann durch die Matte hindurch abgegeben werden.
  • richtig
  • Dein „Oben“ ist aus Hiker-Sicht das „Unten“.
    Jupp
  • Welche Aussagekraft hat eine kochendem Wasser gefüllte Wärmflasche mit einer Masse von 5 kg im Vergleich zum einem Menschen mit Hautoberflächentemperatur von 28° und einer Masse von 70 kg?
  • Leider keine :(
  • Ist der Wärmeverlust nach unten (Fläche, auf der die Wärmflasche liegt, deren Größe und Temperatur), über alle Tests hinweg konstant oder, besser noch, vernachhlässigbar? Denn: Eingedenk des Wärmeverlusts nach unten ist ein doppelt so guter Messwert auf der Oberseite kein Beleg für eine doppelt so gute Isolation der Matte. Die Skala wird durch den absoluten Wärmeverlust nach unten und die Dauer „verzerrt“.
    Kannst Du das bitte nochmal erläutern?
  • Wie stark ist das Ergebnis von der Oberflächenbeschaffenheit der Matte abhängig (kleine Fläche des Thermometers, z. B. Eierschalenstruktur versus Luftkammeraufbau)?
  • Am besten ist sicherlich die Kompression in Form eines menschlichen Körpers. Das ist aber für mich schwer zu simulieren.

Dank Dir für die Anregungen!

Am 12.12.2019 um 09:53 schrieb moritz:

Am Ende wird wohl dennoch die Frage der Praxisrelevanz bestehen bleiben; die getesteten Matten kann man dann zwar im Idealfall untereinander vergleichen, ihre Tauglichkeit unter Realbedingungen (Anstrengung, Hunger, Müdigkeit, Wind, Luftfeuchtigkeit, etc.) jedoch nur begrenzt. 

Das ist richtig.
Am Ende wird jeder selber testen müssen was optimal ist. Mir ist nur wichtig aufzuzeigen, dass (für mich) eine gewisse Redundanz vorhanden sein sollte. Sobald die Isomatte zu arg an Ihre Grenzen kommt, funktioniert mein ganzes Schlafsystem nicht mehr.

Am 12.12.2019 um 10:06 schrieb Supertramp:

... aber R-Wert ist R-Wert.

Leider nicht!
https://www.thermarest.com/blog/der-r-wert-die-bedeutung-hinter-der-zahl/

Zitat

Beim Vergleich verschiedener Matten verschiedener Hersteller ist Folgendes zu beachten: Manche Hersteller testen ihre Matten, während andere den Temperaturbereich schätzen.

... :shock:

Am 12.12.2019 um 11:00 schrieb AlphaRay:

Größer wird der Unterschied bei geringer Umgebungstemperatur. Während die Wärme der Wärmeflasche an die Umgebung verpufft und unten quasi gar nicht mehr ankommt, wird sich bei einer Hartschaummatratze kaum etwas geändert haben.

Ich habe gestern im Kühlhaus unter meiner Matte die Temperaturen am Boden gemessen. Bei der 19 mm Eva-Matte waren es -7,4 Grad und bei der 14 mm NoName Eva -5,8 Grad. Gerade unterm Hintern kommt also einiges an Wärme durch.

Am 12.12.2019 um 17:38 schrieb Martin:

Hier geht es um den Basteltrieb-da muss man eine eigene Methode finden, auch wenn sie evtl. weniger Aussagekräftig ist.

Jupp! :mrgreen:

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Wenn die reflektierende Schicht Kontakt mit der Matte hat, dürfte sich kein Vorteil

ergeben, da die Wärme über die Kontaktflächen abfließt.

Wenn allerdings Luft zwischen Matte und Folie ist, würde es eine Menge bringen.

Siehe TAR Neo Air Matten.

 

Gruss

Konrad

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vor 18 Minuten schrieb questor:

Und die Bilder von "wilbo nachts allein im Kühlhaus" willst du uns vorenthalten?

Ja, daran habe ich gestern Abend auch gedacht. :grin: Mal sehen, vielleicht fotografiere dort noch ...

vor 18 Minuten schrieb questor:

Interessant wäre auch, was da in Kombination mit der Matte eine reflektierende Schicht wie eine Rettungsdecke noch an Unterschied bringt

So, wie ich das mit der Wärme-Reflexion verstehe, braucht es dafür einen gewissen Luftraum zwischen Wärmequelle und Reflexions-Schicht.
Ich mir nicht sicher, ob das bei einer Feststoffmatte überhaupt physikalisch funktionieren kann?

edit: Danke Konrad!

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Am 16.12.2019 um 09:03 schrieb wilbo:

Ich habe gestern im Kühlhaus unter meiner Matte die Temperaturen am Boden gemessen. Bei der 19 mm Eva-Matte waren es -7,4 Grad und bei der 14 mm NoName Eva -5,8 Grad. Gerade unterm Hintern kommt also einiges an Wärme durch.

Dann isoliert die Noname ja an sich sogar besser. Rein von der Isolationsleistung des Materials her. Die 19mm Matte ist ja fast 36 % dicker als die 14mm:

19 mm / 14 mm = 1,357 * -5,8 Grad = -7,87 Grad wären es also bei der 14mm Matte wenn diese 19mm dick wäre   :)

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moin moin, 
war bis jetzt "Stiller Mitleser" aber bei dem Versuchsaufbau stelle ich mir doch eine Frage. 
da es hie um die Isolationswirkung der Isomatte geht, stelle ich mir die Frage inwiefern die Isolationswirkung auf die Wärmeflasche relevant ist. Da Die Messung erst nach einer halben Stunde stattfindet, sollte ein abkühlen der Wärmeflasche über diesen Zeitraum stattfinden. Wäre es dann nicht fast informativer die Differenz von Wasser zu Temp Fühler Temperatur zu messen?-->je höher die Differenz desto besser

bei der rein hypothetischen Überlegung, dass es sich um eine "perfekt schlechte" Isomatte handelt, die die Wärme komplett ableitet und die Wärmeflasche hat nach einer halben Stunde Raumtemperatur erreicht, wäre die Fühlertemperatur ja auch sehr niedrig....
Inwiefern die Differenzen dann vergleichbar sind weiß ich dann leider auch nicht...
Mfg Stulle/Georg

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