Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. Moin, ich bin dabei mir einen Windschutz aus 0,1 mm Titanblech zu basteln. Er wird zweiteilig, damit ich ihn dann im Topf (750ml) verstauen kann. Ich orientiere mich dabei an "Captain Paranoia's Windscreen PotStand Tool". Ich habe für knappe EUR 9,-- ein Stück Blech bekommen und zurzeit wiegt der Windschutz 24g. Verwenden kann ich ihn dann mit Spiritus und Gas. Soweit so gut. Mir mißlingt es jedoch richtig schöne, runde Löcher zu bohren. Das beste Ergebnis habe ich mit einem Klebeband von unten erzielt. Aber das geht bestimmt auch noch schöner. Ansonsten habe ich die Bohrmaschine im Bohrständer gehabt und es eher im höheren Drehzahl probiert. Auch ein Nacharbeiten mit einer Rundfeile hat nur wenig geholfen. Wird das mit einem Konusbohrer besser? Oder welche anderen Tipps und Tricks habt ihr für mich? Danke, Helge
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. Industriell werden solche Löcher ja nicht gebohrt sondern gestanzt, dann sind die Ränder gleichmäßig gerade ... so für zuhause mache ich es so, das ich das Blech mit Schraubzwingen zwischen zwei plane, harte, glatte Holzbretter am Tisch fest spanne, dann erst mit kleinem Bohrer schön laaaangsam durch und dann wieder laaangsam mit dem eigentlichen gewünschten Bohrer durch. Zum Schluß evtl. kleine Unebenheiten, kommen aber eher nicht vor, mit ner Metallfeile säubern.
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. Mit dem Spiralbohrer in Blech wird das nichts. Dazu brauchst Du Blechbohrer/ Schälbohrer. Die kosten nicht viel, gibt es z.B. immer wieder bei Norma im Angebot. https://www.norma-online.de/de/angebote/ab-donnerstag,-02.01.20/profi-werkzeug_fuer-echte-heimwerker-t-104297/bohrer-kegelsenkersatz-i-104726 Auf dem Bild die zweiten von Links. Gibts natürlich auch in jedem Baumarkt... Bearbeitet 18. Januar 20206 Jr. von Andreas K. “Wer ans Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren, aber wer richtig reisen will, soll zu Fuß gehen." (Jean-Jacques Rousseau) Waldschneider auf Flickr
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. Vielleicht mal mit einem Locher probieren. Bei 0,05mm Edelstahlblech hat das gut funktioniert.
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. Mit einem Locheisen kannst du auch zu Hause Löcher stanzen. Den Grat kannst du mit etwas aufgerolltem Schleifpapier entschärfen.
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. vor einer Stunde schrieb cico: Mit einem Locheisen kannst du auch zu Hause Löcher stanzen. Den Grat kannst du mit etwas aufgerolltem Schleifpapier entschärfen. Da muss man aber darauf achten ein weiches Blech (z.B.) Kupferblech als Unterlage zu verwenden und ggf. noch eine steife Papierlage darüber zu legen. Sonst ist das Locheisen gleich i. A. “Wer ans Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren, aber wer richtig reisen will, soll zu Fuß gehen." (Jean-Jacques Rousseau) Waldschneider auf Flickr
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. Alles was das Locheisen "sanft" abbremst ist brauchbar. Für solche Zwecke nehme ich gerne alten Linoleum Bodenbelag. Zäh und weich genug, um das Eisen zu schonen. Wenn's wahlweise an Logik, gesundem Menschenverstand oder elementarer Menschlichkeit hapert geht es mit Meinungen weiter und zu schlechterletzt verfällt man auf Ideologien. Gesunder Menschenverstand / Redewendung / - Eine seltene Form von Intelligenz. Heutzutage seltener zu finden als ein Rudel Einhörner.
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. Autor Das mit dem Stufenbohrer habe ich gleich einmal ausprobiert. Lidl hat sie gerade hier im Angebot. Bei mir entsteht jedoch ein Grat auf der gegenüberliegenden Seite. @kra: "abremst" - Die Lage kommt dann über das Blech oder darunter? Danke für die ersten Tipps!
Geschrieben 18. Januar 20206 Jr. vor 4 Minuten schrieb zwischendenwelten: Die Lage kommt dann über das Blech oder darunter? drunter, glattes Holz geht auch Terranonna.de
Geschrieben 19. Januar 20206 Jr. vor 17 Stunden schrieb zwischendenwelten: Aber das geht bestimmt auch noch schöner. Aber sicher! Beide Locher verwende ich für dünnes Blech.https://de.aliexpress.com/item/32913448908.htmlhttps://de.aliexpress.com/item/32914321316.html Der längere Schlitz ermöglicht eine größere Arbeitstiefe. VG. -wilbo- Bearbeitet 19. Januar 20206 Jr. von wilbo - Signatur von mir gelöscht -
Geschrieben 19. Januar 20206 Jr. vor 37 Minuten schrieb wilbo: Der längere Schlitz ermöglicht eine größere Arbeitstiefe. sowas hab ich schon lang gesucht, denn locher geht mit abstand am besten. wenn die tiefe reicht tuts auch ein normaler bürolocher. weil vorhin die locheisen angesprochen wurden. zum gegenhalten geht auch ein mittelhartes holz gut. nur muss man ins hirnholz stanzen, nicht seitlich.
Geschrieben 19. Januar 20206 Jr. Ich finde die Stufenbohrer auch super. Wenn man mit einem Hammer den Grat plattkloppt, geht man von dieser Rückseite mit Hand, also ohne Bohrmaschine und entgratet nochmalig sauber. Gruss Konrad
Geschrieben 19. Januar 20206 Jr. Autor Die Idee mit den Zangen gefällt mir richtig gut. Das werde ich ausprobieren. Allerdings muss ich noch bis Ende Februar warten. Gut gefällt mir auch die Variante mit dem Stufenbohrer von Hand auf der Rückseite. Denn das kann ich sofort ausprobieren Danke für die Hinweise!
Geschrieben 21. Januar 20206 Jr. Zum Entgraten nutze ich einen Kegelsenker. Von beiden seiten Angewendet sieht das schön sauber aus + die "Ausbeulung" vom Bohren geht damit auch raus
Geschrieben 24. Februar 20206 Jr. Autor Inzwischen habe ist meine Zange aus Fernost bei mir angekommen. Ergebnis: Wunderschöne, runde Löcher ohne Ausrisse. Jetzt habe ich einen Windschutz mit vielen Variationsmöglichkeiten. Mit Spirituskocher: Spritituskocher + Aufsatz Sprituskocher + Aufsatz + Topf (750ml): Mit Gas und Aufsatz: Mit Spiritusdosenkocher (als "Model" mussten die dicken Aluheringe herhalten): Und der Kocher passt sogar mit Kartusche rein: Danke für alle Hinweise und Tipps. Ach so: Der Windschutz liegt jetzt bei 24g.
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