Um hier mal ein bisschen Ausgleich als User herzustellen, dass alle OT-Meinungen vertreten sind, bevor ich uns alle als Mod mal zur Ordnung rufe, ontopic zu posten...
...versuche ich mal ein bisschen darzustellen, dass sich darueber aber die entsprechenden Wissenschaftler sehr uneins sind.
Am Anfang wusste halt kein Wissenschaftler ueber den neuen Virus wirklich Fundiertes, da haben sie halt interpoliert, hergeleitet von vielleicht aehnlichen Viren, sich Verbreitungsstatistiken von Ebola usw angeschaut, geschaut, was dabei die Verbreitung vermindert hat usw
Mt diesen Annahmen und theoretischem Wissen haben sie dann die Regierungen beraten und diese haben dann halt, aufgrund dieser Aussagen, hart gesagt, in einer dualen "Tunnel"-Entscheidung gehandelt, abgewogen zwischen, nach diesen Aussagen, kurzfristig evtl mehr Toten und langfristig weniger wahrscheinlich vielen Toten und dafuer halt Millionen Existenzen vernichtet und evtl der Sozialstaat mit Krankenkassen, Gesundheitssystem, ALG, Kurzarbeitergeld usw nicht mehr finanzierbar.
Ich haette nicht in deren Haut stecken wollen, solche Entscheidungen treffen zu muessen und finde deswegen ein Nachkarten darueber, was sie wann, wie, haetten besser machen koennen o.A. voellig daneben.
Inzwischen haben sich aber manche Virologen auch auch richtig praktisch damit beschaeftigt, z.B. fuehrt der Virologe Hendrik Streeck von der Uniklinik Bonn ja in Heinsberg, sozusagen dem deutschen Epi-Zentrum des Virus, Untersuchungen durch, nimmt Abstriche von allen Gegenstaenden in den Wohnraeumen von stark Infizierten, misst die Atemluft usw usw, der kommt nun in der Praxis zu deutlich anderen Ergebnissen (z.B. hier einfach formuliert, nachzulesen), als die, die mal im heimischen Labor mit der Pipette hoch angereicherte Tropfen auf verschiedenen Oberflaechen aufgebracht haben...
Mal grob zusammengefasst, dass eine Infektion ueber Gegenstaende oder Luft sehr unwahrscheinlich ist, solange die ueblichen Regeln, wie Abstand halten, richtig Haende waschen usw eingehalten werden, dass fast alle Infektionen nicht im Supermarkt / Restaurant stattgefunden haben, sondern z.B. beim Aprés Ski in Ischgl, in einem Berliner Club, bei der Karnevals-Sitzung in Gangelt, den Fußballspielen in Bergamo usw, eben da wo ein enges Beieinandersein über einen längeren Zeitraum statt gefunden hat.
Der Virus sei in erster Linie richtig gefaehrlich für Risikogruppen, also Menschen oberhalb gewisser Altersgrenzen oder Vorbelastungen, u.A. eben "Raeume" wie Krankenhaeuser, Pflege/Altenheime usw.
Entsprechend muessten diese "Raeume" und diese Bevoelkerungsgruppe besonders geschuetzt werden, z.B. mit wöchentlichen Corona-Tests für medizinisches und Pflegepersonal im Poll-Verfahren usw
Streeck befürwortet deshalb die schnellstmögliche Diskussion um eine Exit-Strategie.
Zu aehnlichen Schlussfolgerungen kommt auch Stefan Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie an der Berliner Charité.
Er weisst auch darauf hin, dass z.B. in Italien diejenigen, die dran gestorben sind, ein Durchschnittsalter von 80 Jahren hatten und ca 50%. noch chronische Erkrankungen (Diabetes, Herzkrankheit, Nieren/Lungenfunktionsstörung usw) gehabt haetten. (Ergaenzung von mir..Dazu kommt natuerlich, dass diese Bevoelkerungsgruppen in Laendern wie Italien nicht irgendwo zum grossen Teil "abgeschoben" in Altenheimen usw leben, wie in manchen anderen Laendern, sondern in der Dorf / Stadtgemeinschaft, in den Familien am normalen sozialen Leben teilnehmen und dadurch einem deutlich hoeheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind.)
Entsprechend müsse man sich darauf konzentrieren, einen guten Schutz für diese Gruppen herzustellen.
Er erwaehnt auch, dass die %-Fallzahlen in Laendern wie Italien, Spanien, wo strenge Ausgangssperren gelten, sich gegenueber Laendern, wo nicht so restriktive Massnahmen in Kraft sind /waren, rel gleich sind (er hat btw auch Suedkorea, wo es auch keinen Shutdown o.A. gab mit einbezogen). Kommt entsprechend zu dem Schluss, dass nicht stark einschraenkende Massnahmen fuer die Gesamtbevoelkerung wie Shutdown usw entscheidend sind, sondern persönlichen Schutzmaßnahmen wie Haende waschen, Abstand halten, einen Mundschutz tragen...
Naja und dann gibt es die Mediziner / Virologen, die auch vor allem dafuer plaedieren, dass, statt diesem Rundumschlags-Shutdowns deutliche Aufklaerungsarbeit bei den besonders gefaehrdeten Gruppen betrieben wird und lieber weitere Massnahmen ergriffen werden, um diese besonders zu schuetzen, wie z.B. da nach allen Untersuchungen sich ja der Erreger nicht lange in der Luft haelt, nur fuer diese Gruppierungen morgens die erste std oder 1.5 der Oeffnungszeit in Supermaerkten reserviert sind und dann auch deutlich in der Richtung Einfluss genommen wird, dass diese dann auch eben diesen Schutzraum nutzen und die persoenlichen Schutzmassnahmen wie Abstand halten, oder nicht jeden Tag zum Einkaufen zu "rennen", anwenden.
Sehr interessant fand ich auch die div Aufstellungen von Wissenschaftlern im Internet, die das Ganze mal statistisch erfasst haben, um zu sehen, inwieweit sich die % Infektionskurve aendert, in Abhaengigkeit davon, ob ein Shutdown o.A. statt gefunden hat, oder nicht und keinen Unterschied festgestellt haben.
Alle Statistiken, Zahlenauswertungen sind natuerlich immer mit Vorsicht zu betrachten, zum Einen wegen der Dunkelziffer von Infizierten, da ist es z.B. hilfreich, wenn noch der Faktor der Anzahl von Tests / Bevoelkerungsanzahl / Tag o.A. mit einbezogen wird usw
Zum Anderen kann man ja mit Statistik auch recht abstruse Sachen "beweisen", z.B. dass der gefaehrlichste Platz das Bett ist, da sind die meisten Leute drin gestorben, da sollte man halt bei allen Zahlenspielchen, die einem vorgekaut werden, das eigene Gehirn einschalten und schauen...
So ich glaube, damit sind nun auch die anderen Blickwinkel ganz gut dargestellt, nur noch nicht von jeden
Dass jeder fuer sich, wenn ihn dieses OT-Thema interessiert, seinen eigenen Blickwinkel dazu suchen kann Und wir hier wieder zum Thema des Threads zurueck kehren koennen...