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Ultraleicht Trekking

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Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 17.01.2023 in allen Bereichen

  1. Trekkerling

    Schnäppchen-Thread 2.0

    Meme gefällig? Bitte sehr!
    10 Punkte
  2. 9 Punkte
  3. OT: Ne, der Forststeig ist ne Initiative vom Leiter des Forstbezirks Neustadt. Der ist ein Fan der skandinavischen Wanderwege mit Shelterplätzen und Hütten. Ausserdem brauchte man ein Nutzungskonzept für die ehem. Waldarbeiterhütten. Weiter werde ich das hier aber nicht auswalzen, da ist doch einiges Interna, was mir die Kollegen zum Projekt Forsteig erzählen. Stimmt aber, die NP-Verwaltung ist dem Sachsenforst zugeordnet, sind aber verschiedene Bereiche. Deshalb hat die NP-Verwaltung in den Nachbarrevieren auch nix zu melden. Revierübergreifende Zusammenarbeit gibt es schon, mit der NP-Verwaltung aber eher wiederwillig. Sind doch ziehmlich unterschiedliche Sichtweisen.
    3 Punkte
  4. Ich bin auf einen Artikel gestoßen, nach dem im hohen Venn derzeit ein 109 km langer Premium-Wanderweg in der Mache ist. Sowohl Start als auch Ziel ist gut mit dem ÖPNV aus Deutschland/nach Deutschland erreichbar. Wer war schon im Venn wandern und kann es empfehlen? https://www.aachener-zeitung.de/lokales/eifel/in-sechs-etappen-durch-das-hohe-venn_aid-82911761
    2 Punkte
  5. Ich wollte eine kleine, leichte Teelichtlaterne haben, allerdings wiegen die käuflich erhältlichen alle zu viel oder sind zu teuer (UCO 25€ für ein wenig Blech). Mit einem Grablicht, etwas 1,5mm Stromkabel, Lochband und ein wenig basteln war es dann soweit. Die Aufhängung ist flexibler als beim UCO, das nur einen Henkel hat und nicht den zusätzlichen Haken. Mit der Halterung kann ich das Teelicht oben anzünden und brennend einsetzen. Außerhalb anzünden und reinfallen lassen führt unweigerlich zum Erlöschen. Das Lochband am senkrechten Teil muss ein wenig rund gedengelt werden, damit das Teelicht inkl. Halterung durch die Öffnung passt. Mit 37gr. weniger als halb so schwer, wie die UCO. Mein erster Versuch hatte auch ein Dach aus einem Smoothie-Deckel, damit es nicht reinregnet. Maße Grablicht: Höhe 9,5cm - Öffnung 4cm - Umfang 19cm Härtetest bei starkem Wind und leichtem Regen hat die Version ohne Dach gestern bravurös bestanden. viel Spaß beim Nachbauen!
    2 Punkte
  6. Ich nutze nun keine Liner, sondern statt dessen dichte Packsaecke im Rucksack fuer wasserempfindliche Sachen, die, die in meinem Bekanntenkreis Liner nutzen, nutzen die NyloPro Odor Barrier Bags reg pack Liner 21"*41" von Zpacks dort $ 7, bei sackundpack.de 12 €, aber nicht im Webshop...
    2 Punkte
  7. Ich war vor 4 Jahren für 3 Monate zum Wandern in Neuseeland. Meine Highlights waren: - der schon genannte Tongariro Circuit: - Der Routeburn Track, den wir über den Caples Track verlängert und zum Rundkurs gemacht haben: - Die 2-Tagestour zur Angelus Hut im Nelson Lakes NP:
    2 Punkte
  8. Das ist sehr schade (dass sich die Massen daneben benehmen und deshalb die Möglichkeiten schwinden), aber gut nachvollziehbar, dass unter diesen Umständen von der Umsetzung meiner Überlegungen ab zu raten ist. Genau weil ich sowas schlecht einschätzen kann habe ich lieber mal im Forum nachgehorcht. Dann warte ich eben bis die Saison losgeht oder übernachte in ner Pension (falls wer günstige Tips hat, nehme ich die gerne).
    2 Punkte
  9. Links zur Vorbereitung (Stand Januar 2023) EIN möglicher Weg um sich seine Tour je nach verfügbarer Zeit, Kondition, Verfügbarkeit der Camps und Wegestatus zusammenzustellen. Ich habe doch recht lange gebraucht um hier noch durchzublicken. Die Info habe ich größtenteils aus diesem Faden bzw. aus Infos der geposteten Links (Danke an diese Mitglieder!), einzelne selbst recherchiert. Ob man hier einen neuen Faden machen sollte zur Tourenvorbereitung soll ein Moderator entscheiden. https://hiking.waymarkedtrails.org/#?map=13.0/32.7544/-17.0385 Übersicht der offiziellen markierten Wanderwege https://ifcn.madeira.gov.pt/atividades-de-natureza/percursos-pedestres-recomendados/percursos-pedestres-recomendados.html# Liste der offiziellen Wanderwege und Status (Offen/Geschlossen) https://lebedraussen.de/madeira-trekking-campingplaetze-zelt-individuelle-wanderreise/ Übersicht des klassischen Ost-West Weges, Lage und Beschreibung der einzelnen Camps https://www.alltrails.com/explore/map/madeira-entdecken-in-12-tagen Übersicht einer 12-Tage Route mit Informationen https://www.madeira.gov.pt/drj/pt-pt/Estrutura/DRJ/Areas/Centros-de-Juventude Staatliche Jugendherbergen zur günstigen Übernachtung (u.a. Porto Moniz) https://www.madeiracamping.com/ Übersicht der buchbaren Camps https://simplifica.madeira.gov.pt/ Seite für die Info bzgl. Verfügbarkeit und Reservierung der Camps Kurzanleitung: Auf Deutsche Sprache umstellen, registrieren, einloggen, unter "Profil" alle notwendigen Felder ausfüllen, unter "Landwirtschaft/Umwelt/Fischerei" / "Campinglizenz" die Camps buchen, der Rest ist selbsterklärend.
    2 Punkte
  10. Im Falle des Forststeigs habe ich vor 3 Jahren mal die Verantwortlichen vom Sachsenforst gefragt. Gründe für die Winterpause sind mangelnde Nachfrage und das Personal ist anderweitig eingesetzt. Winter ist Haupt-Holzeinschlagszeit, da ist wenig Zeit sich um Touriinfrastruktur zu kümmern.
    2 Punkte
  11. Uiuiuu, mir war nicht bewusst, dass die Frage derart provokant war. Danke für die Einschätzung! Ich kenne mich halt Null mit den Hintergründen dieser Plätze aus und frage mich, welchen Hintergrund die Winterpause hat: Naturschutz oder mangelnde Nachfrage im Winter. Das gilt auch für Trekkingplätze in anderen Regionen, die ich gerne nutzen würde, aber die zu dieser Jahreszeit nicht buchbar sind. Natürlich will ich sie ja gerade nutzen, um eben nicht als wild campierender Mensch die Natur zu belasten - so richtig geil finde ich es nämlich eigentlich gar nicht, unversteckt im Wald herum zu liegen und sehe diese Plätze als Kompromiss zwischen Campingplatz und wildem Camping. Aber gut, ich kann mir auch vorstellen, einfach mal ne Tour in der Region mit Übernachtung in Pensionen zu machen. Mal sehen.
    2 Punkte
  12. Adlerauge

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, ich bin Annika, 26 Jahre, und durfte meine erste Rucksack-Erfahrung nach dem Abi mit einem 75+10L, 12+ kg Rucksack-Bomber beim Backpacken im Zentralamerika machen Mittlerweile habe ich gelernt, dass es sehr befreiend ist mit weniger Zeug auszukommen und möchte daher auch versuchen mein Gepäck so klein und leicht wie möglich zu halten. Angefixt von einem Blog-Artikel bin ich ´21 einen Teil des Fischerpfads in Portugal gewandert, allerdings mit Übernachtungen in Hostels. Hierfür hab ich mir einen gebrauchten 30L-Rucksack zugelegt und bin mit ca. 7-8kg losgezogen. Worauf ich hierbei stolz bin, sind meine DIY-Gamaschen, 20g. das Paar, die dafür gesorgt haben, dass ich kein einziges Mal Sand in meinen Laufschuhen (Brooks, nix Wanderstiefel) hatte! Falls Interesse besteht, kann ich dafür gerne mal eine Anleitung hochladen. (Habe eure MYOG-Beiträge schon bewundernd gelesen!) Nach ein paar Etappen des Eifelsteigs (auch wieder mit fester Übernachtung) möchte ich dieses Frühjahr das erste Mal mit Rucksack und Zelt losziehen und arbeite mich derzeit durch sämtliche Blogs, Foren und Youtube-Beiträge zu: den schönsten Trails, Ländern in denen wildcampen erlaubt/geduldet/machbar ist, Packlisten, Schlafsäcke, Zelte ...usw.: und so könnt ihr euch auch vorstellen, wie ich hier gelandet bin! Mein geplantes Ziel ist UK/Schottland, wahrscheinlich eine Kombination aus Pennine-Way und West Highland Way, aber wer weiß, mit Rucksack und Zelt kann ich ja im Prinzip überall hin VG Annika
    2 Punkte
  13. Zeltplätze fand ich oft im Wald, der in Kalabrien überwiegend aus Buchen oder Esskastanien besteht. Einmal fand ich einen ganz besonders tollen Platz, denn ich fand abseits vom Weg einen verlassenen Obstgarten. Da die meisten Früchte bereits reif waren, konnte ich mich an dem süßen Obst statt essen. Schmeckte auch irgendwie viel besser als die Ware aus dem Supermarkt. Am Ufer vom Lago Arvo war es sehr touristisch, da fuhr doch tatsächlich eine Bimmelbahn extra für Touristen durch die Gegend. Von der Bahn aus winkte mir Minnie-Maus zu... Abends konnte ich ganz alleine einen atemberaubenden Sonnenuntergang beobachten, bevor ich mich ins Zelt verkroch. Vor Tiriolo wurde der Weg zwischendurch etwas ruppiger, aber auch besonders schön. Solche Pfade am Grat entlang gefallen mir besonders gut, auch wenn ich da langsamer unterwegs bin. Aufgrund der vielen Wolken checkte ich zwischendurch die Wetterapp, doch es war kein Regen vorhergesagt. Hinter Tiriolo wartete eine nervige Herausforderung auf mich: 40 Kilometer Asphaltstraße, immer in der Nähe der Zivilisation. Dies war einer der blödesten Abschnitte am ganzen Trail, mag ich das Wandern in der Nähe der Zivilisation doch gar nicht. Erst Recht nicht auf Asphaltstraßen. Um mir diesen Abschnitt zu erleichtern, hatte ich die Idee von Unterkunft zu Unterkunft zu laufen. Doch der Plan scheiterte, da ich keine Unterkünfte finden konnte. Die Gegend schien nicht touristisch zu sein. Die Suche nach einem Übernachtungsplatz war sehr herausfordernd, war doch nirgends ein verstecktes Plätzchen zu finden. Zwar lief ich an ein paar kleinen Olivenhainen vorbei, doch war der Boden überall uneben. Verflixt! Doch dann fand ich doch noch was, nämlich ein altes offenes Haus. Dort legte ich mich mit meinem Quilt und Isomatte auf den Boden. Als ich den Asphalt-Abschnitt erfolgreich bewältigt hatte, war ich froh. Hinter dem Ort Serra San Bruno, wo ich einen weiteren Ruhetag einlegte, ging es erneut durch dichten Wald im Aspromonate Nationalpark. Der Nationalpark ist reich an Quellen, so musste ich nur wenig Wasser mitführen. Mit leichterem Rucksack lief es sich dann auch besser. Auf meinem Weg führte es mich durch das laut Beschreibung verlassene Örtchen Villagio Limina. Vor Ort stellte sich heraus, dass dort inzwischen wieder jemand wohnt. Padre Damiano lebt dort zusammen mit einem Kater und lud mich zum Essen ein. Ich freute mich sehr über diese große Gastfreundschaft und wir unterhielten uns auf Italienisch und mit Händen und Füßen. Am Abend musste ich dann noch einen Hund verscheuchen, der ein Loch ins Moskitonetz von meinem Zelt gebissen hatte, um an meine Kekse zu kommen. Weit war es nun nicht mehr bis Reggio Calabria. Die Wege blieben schön und einfach. Ein Highlight war eine hölzerne Brücke, die über einen Bach gebaut war. Erst beim Abstieg nach Reggio Calabria wurde die Landschaft wirklich mediterran. Die Vegetation war karg und niedrig, der Sonnenschein wirkte gleich eine Nummer kräftiger. In der Ferne konnte ich die Insel Sizilien erblicken. Beständig ging es bergab, bis der Pfad in der großen Stadt Reggio Calabria mündete. Hier musste ich dann nur noch die restlichen Kilometer bis zum Monument an der Promenade am Mittelmeer zurücklegen. Geschafft! Anschließend ging es mit der Bahn in einen anderen Stadtteil, wo ich eine Unterkunft gebucht hatte. Auf dem Weg dahin musste ich noch ein paar extra Kilometer laufen, da sich die Tür an der gewünschten Haltestelle nicht öffnen ließ. Am nächsten Tag ging es mit der Fähre nach Sizilien.
    2 Punkte
  14. Als ich durch den vergleichsweise langen Abschnitt Kalabrien lief, war es bereits Oktober und somit auch oftmals nicht mehr so warm. Die Nächte waren aber meistens angenehmer als noch in Basilikata. Anfangs war das Wetter noch sehr wechselhaft, mit viel Regen. Zum Schluss hin hatte ich das Glück eine dreiwöchige Schönwetterperiode erwischt zu haben, die mich auch noch auf Sizilien begleitete. Diese machte das Wandern angenehmer. Sowieso verliefen die nächsten Tage beschaulicher als bisher. Die Höhenmeter wurden etwas weniger und die Wege waren überwiegend breit und einfach zu begehen. Zwischendurch fand ich das ganz angenehm und erholsam. Durch die späte Zeit im Jahr waren die Wälder an vielen Stellen wunderschön gelb und die Sonne angenehm mild. Wenn ich die Möglichkeit hatte, den Wald von außen zu überblicken, sah es ganz besonders toll aus. Etwa wenn ich Wiesenflächen überquerte, die vom Wald umschlossen waren. Ganz besonders gut gefallen hat mir in dieser Hinsicht das Val di Tacina: Auch kurz dahinter blieb es malerisch schön, auch wenn die Wiesen morgens noch mit Reif überzogen waren. Oft flossen am Wegesrand Bäche mit klarem Wasser. Aufgrund der einfachen Wege schaffte ich auch mehr Kilometer pro Tag als zuvor. Hatte ich zuvor etwa 25-30 Kilometer pro Tag geschafft, waren es nun +- 35. In den tieferen Lagen wuchsen viele Esskastanien, im Oktober lag manchmal der ganze Weg voll damit. Die Berge in Kalabrien sind nicht mehr ganz so hoch, wie die in Basilikata, trotzdem lief ich im Norden noch an ein Skigebiet vorbei. Aufgrund des dichten Waldes gab es zwar weniger Ausblicke als bisher aus dem SI, aber trotzdem genügend. Oftmals waren die Wege breit, manchmal auch schmal, aber immer gut erkennbar. Die üblichen kurzen Brombeereinlagen dürfen natürlich nicht fehlen: Die sehr gute Wegmarkierung in Kalabrien sticht positiv hervor. Manchmal war gefühlt jeder zweite Baum markiert. Da haben sich die Wegewarte richtig Mühe gegeben. Verlaufen kann man sich auf dem SI in Kalabrien kaum. Am Wegesrand konnte ich viele hübsche sowie außergewöhnliche Pilze bewundern.
    2 Punkte
  15. Kalabrien --> Piano Paudolino bis Reggio Calabria --> 572 Kilometer & 15700 Höhenmeter --> 19 Tage Die ersten Tage in Kalabrien begannen abenteuerlich. Zuerst hatte ich aufgrund der inzwischen kurzen Tage und der langen Siesta der Supermärkte nach meinem Einkauf in Morano Calabro nur noch etwa eine Stunde Zeit um mir noch einen Zeltplatz zu suchen. Lange Zeit war das Gelände im dichten Wald sehr uneben, bis ich bei Sonnenuntergang eine flache Wiese fand, wo ich mein Zelt aufschlagen konnte. Diese Nacht wird mir immer in Erinnerung bleiben, denn nachts hörte ich Wölfe heulen. Am nächsten Morgen sprintete ein Hirsch in den Wald, als ich mein Zelt verlies. Zuvor schien mein Zelt das Tier nicht so gestört zu haben. Die Herausforderung des Tages war die Überquerung von einem Stacheldrahtzaun ohne Öffnung. Drüber klettern oder drunter krabbeln war nicht möglich, sodass ich mich außen rum durchs (stachelige) Gebüsch kämpfen musste. Dabei musste ich dann weitere Stacheldrahtzäune überwinden, wo ich immerhin drunter durch krabbeln konnte... In Italien habe ich einen regelrechten Hass auf Stacheldrahtzäune bekommen. Diese sind dort in der Landwirtschaft sehr verbreitet, haben zwar oftmals Tore, doch nicht selten taugen die mehr als Deko, denn als wirkliches Tor. Man könnte meinen, weder Weidetiere noch Menschen sollen durch kommen. Als Belohnung gab es an dem gleichen Tag noch eine sehr schöne Aussicht. Am nächsten Tag sah ich mehrere Rotten Wildschweine, von denen ich manche aus der Ferne in Ruhe beobachten konnte. Der Weg an sich verlief beschaulich durch Wald. Beim Abstieg in die Zivilisation verfolgte mich dann ein Hund, den ich bei einer Herde Kühe und zwei Allradfahrzeugen antraf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hunden ließ sich dieser streicheln und war gar nicht aggressiv. Doch "mitnehmen" wollte ich den fremden Hund dann doch nicht und machte mir immer wieder Gedanken darüber, wie ich dem Hund "erklären" kann, dass er nicht mitgehen kann. Schließlich gehe ich nicht mehr zurück zu seinem Zuhause. Doch als ich die Asphaltstraße erreichte, verfolgte er mich dann doch nicht mehr. Das war für den Tag noch nicht genügend Action, denn zum späten Nachmittag folgte ein Abschnitt auf einem sehr schmalen Pfad im Wald, der steil hinauf zu einem Tafelfelsen führte. Dieser Teil war nur anstrengend, aber ansonsten ok. Der weitere Verlauf war viel schwieriger, denn im Gegensatz zur Beschreibung lagen nicht nur vereinzelte Bäume auf dem Pfad am Steilhang, sondern teilweise der halbe Wald. Da bin ich dann stattdessen auf dem Po runtergerutscht, um auf die andere Seite zu kommen. Das Bild zeigt leider nicht, wie steil der Hang war. Das nächste Abenteuer am Tag darauf war ein tief eingeschnittener Canyon, der durchquert werden musste. Nach etwas Kampf mit Brombeergestrüpp überquerte ich unzählige Male einen Bach, der nach und nach breiter wurde. Dabei musste ich auch eine 2-Meter hohe Stufe erklimmen. Hin und wieder waren hilfreiche Wegmarkierungen angebracht. Aber es gab ohnehin keinen echten Weg, aber auch keine Abzweigung. Als ich es bis zur Forststraße geschafft hatte, hatte das Abenteuer dann kurzzeitig eine Unterbrechung, denn der Weg verlief viele Kilometer lang auf breiten Forststraßen, die hin- und wieder Ausblicke ins Tal gewähren ließen. Da Sonntag war, war ich nicht alleine unterwegs, sondern wurde mehrmals von Motorcross-Fahrern überholt. Jedes Mal, wenn sie mich sahen, beschleunigten sie extra stark und der Motor heulte laut röhrend auf... Bevor ich am Abend ein Waldgebiet erreichte, wo ich laut Beschreibung zelten müsse, kam ich an ein paar kleinen malerisch wirkenden Seen vorbei. Das nächste Abenteuer folgte unfreiwillig, denn das Wetter am war am Tag darauf so richtig mies. Anfangs war es bloß nebelig und führte durch den an sich ganz schönen Wald. Dann fing es immer mehr an zu regnen und als der Regen stärker wurde, hielt meine Regenjacke natürlich mal wieder nicht durch. Nach einer halben Stunde war der Bereich unterhalb vom Reißverschluss total durchnässt. An dem Tag sah ich duzende Feuersalamander, denen das Wetter offensichtlich viel besser gefiel als mir. Nachdem es kurz aufgehört hatte, fing es gleich wieder an und der Regen wurde irgendwann extrem. Kurz zuvor war ich an einem Haus mit überdachter Terrasse vorbeigelaufen. Es hätte sich ideal als Unterstand angeboten, wäre nicht der zwei Meter hohe Zaun drumherum gewesen. Innerlich verfluchte ich diesen dämlichen Zaun und lief weiter. Es regnete so stark, dass ich kaum noch etwas sehen konnte. Vergeblich versuchte ich mich unter einem Baum unterzustellen. Die Kühe in der Nähe gesellten sich zu mir und wirkten ziemlich bedröppelt. Hin- und wieder erklang Donnergrollen. Dabei sollte die Gewittersaison doch im Oktober eigentlich schon vorbei sein, könnte man meinen. Damals wusste ich noch nicht, dass ich auch im November noch von Gewittern begleitet werden sollte. Am Boden unter mir rauschten neu entstandene Bäche ins Tal. Fotos machte ich bei dem Wetter aber keine. Es ging im Regen weiter auf einen Berggipfel mit null Aussicht. Mir wurde trotz Regenjacke kalt und so nutzte ich eine Fast-Regenpause um mir mein Fleece anzuziehen. So war es halbwegs warm. Abends suchte ich mir am Wegesrand einen Zeltplatz im Nebel. Erst am nächsten Tag klarte es langsam auf und ich konnte meine Sachen trocknen. Diesmal folgte der SI immer wieder den Schildern, die auf eine unter der Erde verlaufende Gasleitung hinweisen. Am späten Nachmittag gab es dann noch eine sehr große Schafs- und Ziegenherde, die ich "überwinden" musste. Da sie so groß war, wurde sie von rund 15 Herdenschutzhunden begleitet. Viel hilft viel... In der Ferne hörte ich menschliche Stimmen, doch wollten diese einfach nicht näher kommen. Vorsichtig und langsam näherte ich mich und hob immer wieder drohend einen Stein um die Hunde auf Abstand zu halten. Nach und nach kamen immer mehr von ihnen in meine Richtung. Irgendwann konnte ich dann den Schäfer herbeirufen, der mir dabei half unverletzt vorbei zu kommen. Bis Piano Lago musste ich noch sechs Kilometer am Rand einer Schnellstraße laufen. Zwischen dort und Pedace ist im SI eine Fahrt mit einer alten Schmalspurbahn enthalten. Da diese aber auch bis Cosenza fährt, fuhr ich erst dorthin und verbrachte einen Pausentag in einem B&B.
    2 Punkte
  16. Kann ich bestätigen :D. 150 der Fotos sind Treppenstufen. Vielleicht sollte ich sie an eine Firma für Captcha- Codes schicken :D.
    2 Punkte
  17. ich wuerde jetzt mal vermuten, das was Zpacks angibt, 36 g, sind sehr reissfest und sehr gross mit ueber einem m Laenge, reichen also auch fuer groessere Rucksaecke, entsprechend kann man fuer Kleinere natuerlich einkuerzen...
    1 Punkt
  18. rentoo

    HW 1 Alb-Nordrandweg

    @Julia mit Hundich will ja nicht hetzen, aber Du schreibst so schön und zeigst so tolle Bilder, dass ich hier jeden Tag reinschaue und hoffe, dass Deine Tour hier weitergeht. Darf ich auf die Fortsetzung hoffen?
    1 Punkt
  19. MIRRORbroken

    Bewegte Bilder

    OT: Erstmal die Gearreview zum Hike vom creepy goobdude angesehen und bei Minute 6 gleich Antisympathien aufgebaut: der hat ein großes Meßer mitgenommen um sich gegen Menschen zu verteidigen. What?!
    1 Punkt
  20. https://www.hygi.de/deiss-premium-plus-muellsack-120-liter-der-superstarke-1-rolle-25-saecke-pd-32604 Disclaimer: habe ich bisher nur an einem Regentag (4-5h starker Regen) und einmal 2-3h Schneegraupel-Schneeregen getestet. Hat dicht gehalten, stabile Haptik, füllt den ganzen Rucksack aus und es ist genug zum Umschlagen übrig. Hatte bisher die Säcke von Gossamer Gear. Mit dem voluminösen Winterzeug war es eine arge Stopferei. Ich hatte mehrmals Wasser unten im Sack stehen, und habe kein Leck gefunden, daher der Verdacht, dass die knappe Überfaltung nicht ausreichend ist. PS: insgesamt 12 Nutzungstage ohne sichtbare Schäden
    1 Punkt
  21. Lesen kann ich zum Glück. Englisch auch.
    1 Punkt
  22. Für den Forststeig sind die aber nicht zuständig, das liegt in der Zuständigkeit vom Sachsenforst. Deshalb auch Forststeig und nicht Nationalparksteig.
    1 Punkt
  23. Ha, genau den hatte ich im Kopf :-D
    1 Punkt
  24. BitPoet

    Münchener Stammtisch

    Das nuudel hat entschieden. Termin ist der 24.01., bitte schon mal vormerken. Details zu Uhrzeit und Ort folgen noch.
    1 Punkt
  25. Definitiv eine spannende Route, zumal der beim Eifelsteig wenig spannende Teil zwischen Roetgen und Monschau durch den viel schöneren Teil auf der belgischen Seite des Venns ergänzt ist. In der Umgebung des geplanten Wanderwegs gibt es außerdem ein paar offizielle Biwak-Plätze, was das Ganze zusätzlich reizvoll macht. Würde spontan behaupten, dass man durchaus den Eifelsteig am Anfang dadurch ersetzen kann, werde definitiv ausprobieren, was die Route kann und dann mal berichten.
    1 Punkt
  26. Green Freedom

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, Ich heiße Nils, bin 26 Jahre alt und komme aus dem Schwabenland. Meine Begeisterung für das "draußen sein" hat in der Jugend begonnen, als meine Brüder und ich, inspiriert von den DMAX Survival Sendungen, den ein oder anderen Overnighter gemacht haben. Da wir damals sehr spartanisch unterwegs waren (beim ersten Mal hatten zwei von uns nicht mal ein Schlafsack. dabei), ist es die wohl logische Konsequenz, meine heutigen Trekkingtouren ultraleicht zu bestreiten. Nachdem ich vor einigen Jahren mit dem Wandern begonnen habe und auch Overnighter regelmäßiger wurden, bin ich durch Youtube (z.B. Wanderbursche) auf das ultraleicht trekking gestoßen und als stiller Mitleser habt Ihr mir dann tolle Tipps gegeben. Mein Playground sind überwiegend die Vogesen, Zentralalpen, Pfalz und der Schwarzwald. Ich freue mich weiterhin auf die Ausrüstungs-Tipps, sowie durch die die tollen Reiseberichte inspiriert zu werden. Und ich versuche dasselbe zurück zu geben.
    1 Punkt
  27. Ich muss sagen, dass ich als Mod, wenn Du nicht schon annaehrend 100 Beitrage haettest, gedacht haette, dass ein Troll provozieren will und haette wahrscheinlich den Beitrag rausgekickt. So nehme ich das mal ernst... Bitte lass es einfach ! Das Elb-Sandsteingebirge ist ein Gebiet, wo es genau durch zuviele Leute, die sich nicht an die Regeln gehalten haben (z.B. was die Boofen fuer die Kletterer betraf - klar dann kann man da ja auch zu anderen Zwecken uebernachten, Party machen usw ) schon zu deutlich mehr Kontrollen, Strafen, Einschraenkungen usw gekommen ist. Die Trekkingplaetze in div Gebieten sind halt mit viel Ueberzeugungsarbeit, Diskussionen und geschlossenen Kompromissen angelegt worden, wozu es eben in manchen Gebieten auch gehoert, dass es eine Winterpause gibt, zum Einen haeufig eine Bedingung aus Richtung Foerster, Jaeger, damit das Wild zu der Zeit mehr Ruhe hat, aber teilweise auch von den Betreibern her, da sie in den Wintermonaten eben nicht den Aufwand treiben wollen. Auch wenn ich jetzt fuer mich die Trekkingplaetze nicht so nutzbar finde, finde ich, waere es unfair, sich so zu verhalten, dass es Schwierigkeiten, Aerger fuer die Leute gibt, die sich engagiert dafuer einsetzen, dass es im Rest des Jahres moeglich ist, in solchen Gebieten an derartig ausgestalteten Plaetzen zu uebernachten. Deutschland ist verdammt gross, da gibt es doch genuegend andere Gebiete, wo man auch im Winter ganz gute Tourplanungen mit netten Uebernachtungen machen kann... Schau doch mal von Dortmund aus, statt in den Osten, in Richtung Suedwesten, da hast du z.B. den Eifelsteig, SHS usw Wenn man da etwas Planung mit Topos macht, findet man auch im Winter Moeglichkeiten, so zu uebernachten, dass man keinen anderen Gruppierungen zu sehr auf die Fuesse tritt, aber entspannte Etappen moeglich sind... Oder noch ein bisschen weiter suedlich, Naturpark Suedeifel & luxemburger Schweiz, da gibt es Einiges an Camping u.A., was auch im Winter auf hat, dadurch das mitten im Gebiet die Sauer mit dem regen Busverkehr auf de luemburger Seite durch geht, kann man sich da auch nett was zusammenstellen...
    1 Punkt
  28. ich habe vor > 20 Jahren, als Halogenleuchten noch kaltweiss waren, auch rel viel mit Kerzenlaternen rumgespielt, fand aber, dass in der Praxis die Teelicht-Laternen nicht mit Uco mithalten konnten, da im Teelicht nach kurzer Zeit das komplette Wachs fluessig ist und man dann nur einmal leicht vorstossen muss, damit ein grosser Teil des Wachses rauschwappt und sich in der Lampe verteilt. Als wir dann noch damals nen Fall hatten, wo sich selbst offene Teelichter (im Glas heizt es sich ja noch mehr auf) so aufgeheizt hatten, dass ca 25 cm hohe Flammen rausschlugen (zum Glueck hat damals unser Hund deswegen Alarm gemacht, haette sonst sein koennen, dass es da gut was abgefackelt haette) war mein Bedarf gedeckt. Spaeter gab es dann noch Vorfaelle mit Gaesten im Wald in TerraNonna was in der Konsequenz dazu gefuehrt hat, dass es dort ein Kerzenverbot gibt. Heutzutage, wo es nette LED-Laternen, wie die Fenix CL09 gibt, die mit nem 16340 sehr lange Leuchtdauer haben, mehrere Helligkeiten, gruen, rot, rot blinkend koennen (btw 32,6 g + 16340 18,8 g), oder es die Niecore SCL10 gibt, die sozusagen die PB NB10.000 mit ner Fotoleuchte kombiniert und dabei nur ca 66 g schwerer als die PB ist und dann ein Flaechenleuchte mit knapp 100 LED dabei ist, die ich beliebig in Helligkeit und Farbton einstellen kann, sehe ich zumindest vom Technischen her, keinen Grund mehr fuer Kerzen bei Outdoor-Touren usw, von der potentiellen Feuergefahr bzw dass man sich in trockeren Waeldern usw damit auch Aerger einhandeln kann, ganz zu schweigen. Aber klar fuer die Terrasse zuhause oder auf nem Gras-Camping, wem es gefaellt... btw war glaube ich unsere leichteste Variante der Kerzenlaterne damals ein duenner Glaszylinder (Ersatzglas fuer eine kommerzielle Kerzenlaterne), das Teelicht wurde brennend von unten eingeschoben (dadurch brauchte man keinen Buegel o.A., um es von oben einzusetzen) mit eine duennen Korkplatte drunter, das Ganze hielt durch duennen Zaundraht, der unter dem Kork durch und an 3 Stellen seitwaerts am Glas hoch ging und oben in einer Aufhaenge-Oese endete. Fuer staerken Regen hatten wir aus Alufolie einen kleinen Deckel, der oberhalb des Glaszylinder zwischen die 3 Draehte geklemmt wurde. @derRheinische Vielleicht ist bei der Beschreibung ja noch etwas bei, was Du als Idee verwenden kannst, falls Du noch Gewichtstuning betreiben willst...
    1 Punkt
  29. Statt Lochband geht doch auch etwas aus 1mm Schweißdraht. Etwas zurecht biegen mit der Zange.
    1 Punkt
  30. Als Bushcrafter sag ich: Prima! Unter Ul-Aspekten würde ich vorschlagen: Verzinkter dünner Draht (hält bei meinem Kochset ungelogen seit Jahren), statt Lochblech dünner Streifen Alublech - und noch mehr Löcher reinbohren
    1 Punkt
  31. Schöner bebilderter review. Vielen Dank dafür. Ich ergänze aus meiner Erfahrung: Mein Doppler Zero ist sicherlich schon zwei Dutzend mal durch Böen umgestülpt worden und der Schirm funktioniert weiterhin tadellos und sieht auch noch optisch aus wie neu. Zu bemängeln ist nur der Klett von dem Verschluss Bändchen, die Flauschseite fusselt sehr. Dadurch funktioniert das Öffnen nicht mehr ganz zu reibungslos. Zum Knirps kann ich nicht viel sagen. Ich fand den rechteckigen Griff als eher unangenehm. Außerdem waren die Grate sehr fühlbar. Nach einem Spaziergang habe ich ihn weitergegeben. Wie gut, dass eine Produktvielfalt gibt.
    1 Punkt
  32. Mit MYOG Windschutz und HX Topf von Tyler auch bei 4027m: Ist schon dünner (dadurch auch weniger isolierend) und Stöcke und Co. hinterlassen schneller Dellen, während "gute" EVA da eher mal noch verzeiht. Für den besagten Einsatzzweck aber absolut ausreichend.
    1 Punkt
  33. OT: Irgendwelche Tips die sich auf eine andere Gegend und Jahreszeit beziehen, oder doch einfach keine elektronische Navigation zu benutzen, halte ich fuer genauso wenig zielfuehrend, wie den Thread zu hijacken, in dem man dann nach einer voellig anderen Tour in einem anderen Gebiet mit anderer HW nachfragt... Was saemtliche Fragen nach dem Thema PBs, Panels usw betrifft, ist das, ohne dass der TO seinen Verbrauch angibt, ziemlich sinnlos, gerade wenn nicht jeden Tag eine Chance zum Nachladen besteht. Da bitte wirklich einmal vorher einmal den Hintern hochnehmen und zuhause ueber ein paar Tage den Verbrauch der Sachen messen, mit den Einstellungen, Benutzung wie man es unterwegs machen wird und dann via USB-Meter (die Dinger kosten doch nix) nachladen. Dann hat man seinen recht genauen Verbrauch bzw Wh / Tag Bedarf und das ist nun mal die Basis. Nun geht es weiter, um Abschaetzen zu koennen, ob ein Panel Sinn macht, kommt es darauf an, wie haeufig alternative Lademoeglichkeiten vorhanden sind, einerseits ob man ueberhaupt durch Orte mit Steckdosen kommt und falls man nicht eh Zugriff ueber Nacht wegen Zimmer / Camping hat, inwieweit nicht evtl die dort wohnenden / arbeitenden Leute durch viele, die wegen Laden nachfragen, schon ziemlich angenervt sind, das passiert natuerlich auf den ueblichen Wander-Autobahnen schneller, als wenn man off the beaten Track unterwegs ist. Wenn man beim Nachladen genuegend Zeit / Steckdosen z.B. ueber Nacht auf einem Camping hat, oder eh nur auf Kurztour von 1-2 Wochen ist, gibt es in Abhaengigkeit von Jahreszeit / Gebiet einen Point Even, wann es mit einem Panel und Nachladen via Panel leichter wird (haengt natuerlich immer davon ab, wieviel std man das Panel vernuenftig zur Sonne ausrichten will / kann), als genuegend Akkus, PBs usw beizuhaben...der liegt meist (ausserhalb vom Sommer) bei deutlich mehr Tagen, als man vom "Bauch her" annehmen wuerde z.B. bei mir suedspanisches Gebirge Fruehjahr (S.Nevada oder S.Cazorla) bei gut 14 Tagen, bis zu dieser Zeitspanne ist es eigentlich fuer mich leichter, die Energie fuer die komplette Zeit in Form von Akkus / PBs mitzutragen, als ein entsprechendes Panel mitzunehmen und dann weniger Akkus / PBs beizuhaben. im Gegensatz zu @kra (in den meisten Elektroniksachen sind wir uns ja sonst einig) finde ich es aber bei Touren ueber einer Woche nicht am Unkompliziertesten, genuegend PBs, Akkus mitzunehmen , weil mich dann die Rechnerei nervt (z.B. wieviel Power habe ich noch fuer die 6 verbleibenden Tage, kann ich mir heute Abend 1,5 std Inet "leisten" ? usw). Da finde ich halt Panel deutlich entspannter, mit dem ich alles rel voll halte und wenn es mal eng wird, weil ein paar Tage bewoelkt war, ja auch die Moeglichkeit am ersten Sonentag habe, zu sagen, dann chille ich den Vormittag und lade erst mal wieder alles voll (so frei nach dem Segler-Motto "ein Tag auf See ist ein verschenkter Hafentag" ) aber das haengt von den persoenlichen Vorlieben ab...leichter isses bei kuerzeren Touren haeufig ohne Panel, aber mir ist es dann den Gewichtsaufschlag wert. Und da geht nix ueber vorher Verbrauch messen, mit dem eigenen Solarpanel unter aehnlichen Bedingungen Jahreszeit / Witterung mal zu messen, wieviel man z.B. mit 2 std Ladezeit am Tag reingepackt bekommt und dann mal alles was im jeweiligen Setting dazu gehoert, auf die Waage zu legen und die Gegenrechnung zu machen.
    1 Punkt
  34. Jones

    Im Sommer '21 auf dem GR11

    Letztlich war der „schwerste Tag“ gar nicht Mal so schwer. Genau genommen war es nur eine kurze Passage, hoch auf einen Schultergipfel – den Cuello de Tebarrai. Auf dem Weg mussten einige Geröllfelder überquert werden. Kurz vorm Gipfel galt es nochmal eine sehr steile Passage auf losen Schieferplatten aufzusteigen. Dies war allerdings einfacher als beschrieben und man kam gut voran. Dann einmal oben, nutzten wir die Gelegenheit und bestiegen den eigentlichen Gipfel des Tages – den Pico Tebarrai. Pico Tebarrai Der Tag war noch jung, aber wir gefühlt nicht mehr. Wir gingen jedoch noch bis zur nächsten Hütte - Refugio Bachimaña – um dort in der Nähe unsere Zelte aufzuschlagen. Am nahegelegenen Bergsee kühlten wir uns ab und genossen die Natur. Den Abend verbrachten wir damit uns zu unterhalten und die Sterne zu beobachten. Einer der schönsten Tage der gesamten Tour. Rückblickend war es vor allen Dingen die Länge der Etappe, die das Ganze etwas anstrengender machte. Refugio Bachimaña Am nächsten Tag sind wir ein wenig abseits der Route gelaufen. Richtig rekonstruieren kann ich es nicht mehr. Es war auf jeden Fall nicht beabsichtigt und wir mussten ein wenig back tracken, was nicht schlimm war - so bekamen wir dramatischere Szenerien...
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  35. Mach es dir doch so einfach wie möglich. Kauf dir direkt beim Provider in den USA ein passendes günstiges Handy und lass es dir da einrichten. Da scheint Verizon wahrscheinlich die beste Wahl zu sein. Da kannst du auf deren Homepage schon vorher schauen, was das kostet, und du kannst auch schon nach einem Laden vor Ort schauen, und den anmailen und sicher stellen, dass die dann auch ein sinnvolles bezahlbares Modell vorrätig haben, bevor du überhaupt hinfliegst. Plane unbedingt genug Zeit vor dem Startdatum auf dem Trail dafür ein. Dann nutzt du das Handy die Monate auf dem Trail und wenn es danach noch lebt, dann vertickst du es hier im Forum oder auf Ebay mit dem Hinweis "gekauft in USA, funktioniert mit Verizon" usw. Dann hat noch jemand was davon, und der Wertverlust ist für dich quasi die "Leihgebühr". Und für Deutschland kaufst du dir unabhängig von PCT/USA einfach hier im Land ein neues Handy, falls nötig, zu einem Zeitpunkt deiner Wahl. Das halte ich für jemanden, der bekennend keine Ahnung hat, für die beste Lösung. Wichtig ist glaube ich nur, dass du schon mal auf die Webseite von Verizon (oder welchen Anbieter du auch immer möchtest) gehst und ein bisschen liest, was es für Verträge und für Handys gibt, damit du dir vor Ort nichts sinnloses aufquatschen lässt. Und bei Fragen kannst du ja nochmal hier fragen.
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  36. Ich hab vor ein paar Tagen den BRS3000T und den Soto Windmaster mit zwei Gaskartuschen getestet. Die Kartuschen hab ich zwei Stunden bei -17°c in den Gefrierschrank gelegt. Anschließend hab ich beide Kocher drauf geschraubt und mir das Flammenbild usw. angeguckt. Ich bin zwar kein Fachmann, aber der Windmaster sah viel gleichmäßiger aus... Ich meine gelesen zu haben, dass er einen Druckregler hat, der besser mit dem niedrigeren Druck klar kommt, als der BRS. Aber wirklich sicher und valide kann ich das nicht begründen. Das können andere sicher besser. Wo sich jedoch auf jeden Fall ein Unterschied zeigt, ist bei Wind.
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  37. Genusswanderer

    Bewegte Bilder

    Die Schorfheide weiß sich vor Klimaterroristen zu schützen.
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  38. 2Tall

    Bewegte Bilder

    Ich hab den Überblick verloren, ob Hiking America schon hier verlinkt ist. Ansonsten hier mal der Link zum Kanal. Er hat alleine oder mit Magpie oder anderen Leuten zusammen schon wahnsinnig viele Hikes in den USA gemacht. Ich brauchte erst etwas, um mich an seine Art zu gewöhnen, aber mittlerweile finde ich die Videos klasse. Zur Zeit sind sie auf dem Te Araroa unterwegs!!! https://www.youtube.com/@HikingAmerica Und für alle (wie mich selbst), die nie genug vom AT oder vom PCT bekommen, hier noch der Kanal von Goob. Er ist etwas trocken, aber man bekommt einen guten EIndruck vom Alltag eines Thruhikes und vom Trail selbst! https://www.youtube.com/@goobsadventures Viel Spaß dabei!
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  39. Doncules

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, ich bin der Sebastian, 32 Jahre alt und komme auch aus dem Spätzle-Land. Ich bin schon seit Jahren als Fernwanderer und Kletterer aktiv und habe auch schon einige längere Touren sowohl alpin (Haute Route Walking, E5, ..), als auch in den Mittelgebirgen (Westweg, Rennsteig, ...) hinter mir. Dabei hab ich nach dem guten alten Prinzip trial and error so einige Lektionen gelernt, die mir gezeigt haben, das richtige Planung und richtiges Equipment enorm wichtig sind (Auszüge aus dem Erfahrungsschatz: Sonnenbrand zweiten Grades über große Flächen bei der Besteigung des Eiger, nachts zwei mal fast erfroren beim Zelten, Notbiwak weil ich mich total verlaufen habe im Gebirge, häufig der sogenannte Dörrpflaumenmodus, weil ich zu wenig Wasser dabei hatte, und viele mehr). Das hat dazu geführt, dass ich teils ins negative übergeschlagen bin, und mit viel zu viel durch die Gegend gelaufen bin. Bei der Haute Route hat mein Rucksack mit Proviant beispielsweise 22 kg auf die Waage gebracht. Weil das ebenso ein furchtbares Erlebnis war, habe ich mich sehr mit dem Ultraleichttrekking angefreundet, was jetzt auch nach und nach umgesetzt wird. Da ich in den letzten beiden Jahren enorm viel Urlaub angespart habe, plane ich zudem eine Ost-West Alpenüberquerung, zumindest teilweise (so 60 Tage am Stück hab ich Zeit). Ein großer Jugendtraum von mir, der jetzt real werden könnte. Sowohl für das Ultraleichttrekking, als auch meine Tourenplanung werde ich sicherlich in naher Zukunft ein paar Threads eröffnen, obwohl ich sehr viel schon nur durch reines mitlesen erfahren habe. Beste Grüße Sebastian
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  40. @doman Dein selbstgenähter Trockenanzug sieht richtig toll aus! Mich treibt das Thema inzwischen auch um, doch die kaufbaren Trockis sind mir entweder zu blöd geschnitten oder zu teuer. Selber nähen finde ich daher eine gute Option. Genauso wie du, hätte ich gerne einen leichten Trocki mit Füßlingen, Neoprenmanschetten und einem "Jackenreißverschluss". Ein eigenes Schnittmuster erstellen traue ich mir allerdings nicht zu, deshalb überlege ich, mir ein Schnittmuster für einen Jumpsuit (z.B. sowas oder falls jemand ein besseres Schnittmuster kennt?) zu kaufen und diesen dann mit Manschetten aus 1,5mm Neopren abzudichten. Von einem alten Tauchanzug mit Neo-Manschetten könnte ich die Maße kopieren. Der Kauf des richtigen Reißverschlusses bereitet mir Kopfzerbrechen. Bei shelbyoutdoor gibt es nur den YKK 10mm in der einseitig teilbaren Ausführung, doch der ist nur mit langer Lieferzeit erhältlich. Bei Extex gibt es zwar die Tizip in der 10er Ausführung, aber nur in der beidseitig geschlossenen Variante. Hat jemand einen Tipp, wo ich sonst einen solchen Reißverschluss kaufen kann?
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  41. Klar, die folgen definitiv. Während der Feiertage bin ich nur kaum an den PC gekommen... ____ Basilikata --> Fortino bis Piano Paudolino --> 170 Kilometer & 7980 Höhenmeter --> 7 Tage Im Bundesland Basilikata, durch welches der Si mit vergleichsweise wenigen Kilometern durchstreift, wurden die Berge nicht kleiner sondern größer. Die Wälder waren nun ganz eindeutig herbstlich verfärbt und die Wanderwege wie gewohnt sehr einsam. Der Abschnitt begann gleich am ersten Tag mit der Querung eines Berges, wo reichlich Salbei wuchs. Zuvor musste ich natürlich wieder ein wenig nach dem Weg suchen und zudem an ein paar Schafsherden vorbeikommen. Wenn der Schäfer da ist, war das meist sehr einfach. Bevor ich im Dorf Rivello einkaufen konnte, musste ich noch bergab durch eine kleine Schlucht laufen. Die Suche nach einem Zeltplatz war in Basilikata nicht immer ganz einfach, doch ich fand immer ein Plätzchen. Manchmal sogar ein ganz schönen, wie diesen hier: Einmal war die Suche besonders schwer und ich musste direkt auf dem Weg zelten, was aufgrund der vielen Brombeeren am Wegesrand nicht einfach war. In einer kleinen und auf der Karte nicht verzeichneten Kirche wurde mir nicht nur Wasser, sondern auch Lebensmittel gegeben. Ich bekam den Eindruck, die Italiener werden umso freundlicher, umso südlicher ich komme. Wie üblich sind die katholischen Kirchen in Italien kunstvoll gestaltet und manchmal wie z.B. hier werden Heiligtümer aufbewahrt. Die Wanderwege waren vielfältig und überwiegend gut markiert. In den flacheren Passagen ging es auch öfters Mal über Forststraßen und hin- und wieder auch ein paar Kilometer auf Asphalt entlang. Besonders nervig waren solche Forststraßen, die mit schweren Forstgeräten befahren werden, denn diese produzieren tiefe Gräben auf dem Weg. Wenn es geregnet hat, sind diese noch tagelang matschig. Langweilig wurde es nie. Waren die Wege unschwierig, stand auch mal einfach so ein Karussell am Wegesrand. Warum auch immer jemand auf die Idee kommt an solch einem verlassenen Ort ein Fahrgeschäft aufzubauen, bleibt ein Rätsel. Meistens waren die Wege aber in gutem Zustand und zudem naturnah angelegt wie z.B. hier: Es gab aber auch Abschnitte, wo der Weg stark überwachsen war und ich mich genau konzentrieren musste, um mich nicht zu verlaufen. Irritierenderweise wirkt der Weg auf der Karte dann oft ganz einfach, weil dort nur ein einziger Weg eingezeichnet ist, in der Realität es aber mehrere Abzweigungen gibt. Kurzzeitig musste ich sogar ein wenig kraxeln. Die Wälder bestanden überwiegend aus Buchen, die auch mal eine sehr imposante Größe erreichen können, wenn man sie denn lässt. Täglich habe ich viele frei weidende Rinder gesehen. Manche von ihnen hatten imposante Hörner: Auch diese lieblich bewachsene Brücke hat mir sehr gut gefallen: Das Wetter war zwar überwiegend sonnig, aber auf meiner gesamten Reise hatte ich im Bundesland Basilikata die kühlsten Tage und Nächste. Auch war es tagsüber in den höheren Lagen immer windig. In einer Airbnb-Wohnung in Latronico hatte ich mein Paket von Decathlon entgegen genommen, welches eine Zip-Trekkinghose und ein Fleece enthielt. Über meine nun wärmere Kleidung war ich heilfroh, lief ich nun doch fast jeden Tag ein paar Stunden mit langer Hose. Einmal lief ich an einem sonnigen Tag mit blauem Himmel plötzlich für ein paar Minuten durch Nebel. In Basilikata wechseln sich die anspruchsvollen Tage mit Gipfelbesteigungen und vielen Höhenmetern bergauf ab mit einfachen Wandertagen auf flachen Wegen durch Wälder und an Weideflächen vorbei. Alle drei großen Gipfel in diesem Abschnitt waren spektakulär, wenn auch der erste aufgrund des Wetters nicht so wirkte. Denn auf dem Weg hoch zum Monte del Papa auf 2005m war es so nebelig, dass ich nichts sehen konnte. Zudem wehte ein starker Wind. Dafür lichtete sich der Nebel auf dem Weg bergab zu einem verschlossenen Rifugio ein wenig. Die Liftanlagen weisen darauf hin, dass hier im Winter Skibetrieb stattfindet. Zur Skisaison öffnet das Rifugio Cervati dann auch wieder. Der zweite große Gipfel war der Monte Santa Croce mit 1893m. Hier zeigte sich das Wetter dann von seiner (beinahe) besten Seite, auch wenn es kühl und windig war. Der dritte Gipfel Monte Pollino war mit seinen 2220m auch der höchste. Schon am Abend zuvor hatte ich an meinem Zeltplatz eine tolle Aussicht auf den von der Abendsonne angestrahlten Bergbuchenwald. Sobald die Sonne weg war, wurde es empfindlich kalt. Unweit von meinem Zeltplatz fand ich am nächsten Morgen Raureif am Gras und ein paar zugefrorene Pfützen. Nicht ohne Grund suchte ich mir auf der Höhe einen Zeltplatz unter Bäumen. Die ersten Kilometer empfand ich eher als lustwandeln denn als wandern, so sehr gefiel mir die herbstlich bunte Landschaft. Doch irgendwann ging es mal wieder steil hinauf - irgendwie musste ich ja die 2220m auch erklimmen. Der Weg zog sich, doch es hatte sich definitiv gelohnt, denn ich hatte fernen Meerblick zu allen Seiten. Italien ist im Süden sehr schmal, sodass die Luftlinie von einer Küste zur nächsten nicht weit ist. Die Aussichten blieben bis zum Piano Gaudolino, einer namentlich benannten Weidewiese, grandios. Das ist der Blick hinüber ins nächste Bundesland: Kalabrien
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  42. Kampanien --> Campitello Matese bis Fortino --> 352 Kilometer & 16000 Höhenmeter --> 15 Tage Kurz nachdem ich Kampanien betrat und das Skigebiet hinter mir ließ, verschwand der Weg auch schon. Also musste ich mir mit Komoot den nicht mehr existierenden Weg suchen. Natürlich ging es einen Berg hinauf und auf der anderen Seite wieder runter. Im Tal befand sich ein schöner See, an dem ich im Anschluss vorbeigehen sollte. Glücklicherweise weideten alle drei Schafsherden gerade nicht auf dem Wanderweg, sodass ich problemlos passieren konnte. Bevor ich Piedimonte Matese erreichte, musste ich erneut einen Berg überqueren. Oberhalb vom Ort fand ich noch einen netten Zeltplatz, doch die vielen Mücken vertrieben mich schnell ins Innere des Zeltes. Der Monte Crocella am nächsten Morgen bot eine besonders tolle Aussicht. Da lohnte sich die Pause doppelt. Der Himmel zog leider immer weiter zu und schon bald regnete und gewitterte es. Erst am Abend klarte der Himmel auf. Doch da ich zwar in den späteren Stunden zivilisationsnah aber bloß nahe von zahlreichen Bauernhöfen unterwegs war, gestaltete sich die Zeltplatzsuche schwieriger. Erst auf einem verwaisten Olivenhain fand ich ein Plätzchen, welches am Abend noch ganz idyllisch gewirkt hat. Hätte ich in die Zukunft sehen können, wäre ich stattdessen lieber bis in die nächste Stadt durchgelaufen und hätte mir ein Hotelzimmer gesucht. Denn nachts um 5 Uhr fing es an zu gießen und zu gewittern. Der Boden weichte innerhalb von Sekunden so stark auf, dass meine Heringe nicht mehr hielten. So waren vier von sieben Heringen flogen raus und ich musste das Zelt festhalten, damit es nicht reinregnete. Versuche die Heringe erneut zu befestigen schlugen fehl. Nebenbei packte ich meinen Kram in den Rucksack und machte mich bei strömendem Regen auf den Weg. Der Boden war inzwischen so matschig, dass sich große Klumpen an meinen Schuhen gesammelt hatten. Da auch die Straße weiter unten sehr nass war, wurden meine Schuhe immerhin wieder "sauber". Eine Unterführung, unter die ich durch musste, stand komplett unter Wasser. Bis zu meinen Waden reichte es, als ich durchwatete. Auch die Wege in einem kleinen Waldgebiet vor Telese Terme, waren teils überflutet. In Telese Terme rettete ich mich in eine Bar und buchte mir ein Zimmer für den nächsten Tag. Während ich in der Bar saß, warnte mich meine Wetter-App nachträglich über heftige Unwetter in Italien, die in manchen Orten zu überfluteten Dörfern geführt haben. Es soll teilweise bis zu 400 (!) Liter in 30 Minuten geregnet haben. Der Rest des Tages verlief dann vergleichsweise unspektakulär. Es ging mal wieder steil einen Berg hinauf. Im Wald entdeckte ich einen Feuersalamander, der im Gegensatz zu mir das Wetter zu schätzen wusste. Bergab bis zu einem Picknick-Platz, wo auch Zelten erlaubt ist, ging es auch ein Stückchen durch mit Brombeeren zugewucherte Wege. Das schlechte Wetter ging weiter, denn es waren weitere Gewitter und Starkregenfälle vorhergesagt. Doch diesmal boten die großen Eichen einen guten Schutz. Einen weiteren überwucherten Weg kürzte ich über die Asphaltstraße ab. Erst war es noch lange Zeit sehr nebelig, doch dann klarte es auf und die Sonne schien. Dann sieht man auch mal, wie schön es eigentlich ist. Die nächsten Tage in Kampanien wechselten zwischen Sonnenschein und starken Regenfällen hin- und her. An schönen Tagen hatte ich immer wieder grandiose Aussichten. Aufgrund der südlichen Lage, konnte ich inzwischen sogar Inseln in der Ferne erkennen. Oben am Berg wurde es insbesondere wenn es windig war, selbst tagsüber empfindlich kühl. Hinauf auf den Monte Polveracchio lief ich sogar mit Handschuhen. Andere Gipfel boten stattdessen Aussicht auf die umliegenden Buchenwälder, die nun zart anfingen sich zu verfärben. Einen ganz besonderen Aufstieg gab es hinter dem Ort Serino. Der Weg bergauf zum Monte Terminio war nämlich sehr gut markiert, aber völlig weglos. Stattdessen musste ich mich durch hohes Gras und Büsche bergauf kämpfen. Manchmal war der "Weg" zudem sehr steil. Weiter oben wurde ich dafür mit atemberaubenden Szenerien belohnt. Es ist natürlich klar, dass ich da oben abgesehen von ein paar Kühen völlig alleine war. Da die Rifugios inzwischen bereits verschlossen waren, baute ich in Kampanien häufiger mein Zelt daneben auf. Auch in den nächsten Tagen waren (mal wieder) heftige Unwetter angekündigt. Vorsichtshalber hatte ich mir diesmal zwei Nächte in einem Hotel in Piaggine gebucht, um abwettern zu können. Aber es kam, wie es kommen musste. Das Unwetter kam bereits früher. Am Tag vorher war es noch angenehm. Da der Weg an dem Tag anspruchslos war, nahm ich noch einen weiteren Gipfel mit. Durch dichten Wald lief ich sanft bergauf, bis ich über felsiges Gelände zum Gipfel des 1465m hohen Monte Puglie aufstieg. Am Abend hatte ich dann großes Glück. Ich hatte mein Zelt vor einem verschlossenen Rifugio aufgestellt, als zwei Hüttenwirtinnen vorbeikamen, da dort am Tag zuvor eine Gruppe übernachtet hatte. So konnte ich die sehr verregnete Nacht im trockenen verbringen. Die letzten 9km bis Piaggine waren am nächsten Tag trotzdem ein Kampf, den die Wege, die teils weder erkennbar noch markiert waren, waren völlig aufgeweicht oder überflutet. Trotz Regenkleidung kam ich völlig durchnässt in Piaggine an. Hinter Piaggine ging es hoch auf den Monte Cervati, wo es zum Schluss weglos hinauf ging. Auch am Tag nach dem Ruhetag blieb das Wetter nicht lange schön. Am Nachmittag fing es erneut an zu regnen. Eigentlich hätte ich noch weiter laufen wollen, doch da ich spontan ein Biwak entdeckte, beendete ich den Wandertag frühzeitig. Am nächsten Tag regnete es nur noch wenig und die Wälder rochen saftig. Die ständigen Regenfälle in Kampanien hatten auch Tage später noch zur Folge, dass insbesondere Forststraßen manchmal sehr matschig waren. Durch die schweren Forstfahrzeuge, hatten sich tiefe Gräben gebildet, in denen sich das Wasser sammelte. Das Dörfchen Senerchia bestand zum Teil aus zerstörten alten Häusern. Doch das eigentliche Hindernis war ein 2m-hoher Bauzaun, den ich überqueren musste. Die Dörfer in Kampanien sahen lieblich gestaltet aus. Mir gefiel das Flair dort sehr. Doch aufgrund der Sprachbarriere gab es selten längere Gespräche. Trotzdem kamen mir die Menschen in Kampanien ganz besonders freundlich vor. In den Dörfern wurde ich immer wieder gefragt, wo ich hingehe und man reagierte mit anerkennenden Gesten. Die Wegmarkierungen waren nicht mehr durchgängig so gut, wie in den bisherigen Bundesländern, aber insbesondere in schwierigen Abschnitten waren sie häufig ausgezeichnet. Selbst wenn die Markierungen fehlten, war dies nie lange. Nach ein paar Kilometern tauchten sie ganz plötzlich wieder auf. Manchmal hat sich jemand richtig Mühe gegeben, wie z.B. hier: In Kampanien fand ich häufiger sehr große Kiefernzapfen. Die gibt es nicht nur in den USA. Die Wege waren überwiegend gepflegt, aber manchmal auch mehr oder weniger überwachsen. Wenn der Bewuchs aus hohem Gras oder Zweigen von Bäumen besteht, störte mich dies nicht so sehr. Die mit Brombeeren oder Ähnlichem überwucherten Abschnitte sind in der Beschreibung angegeben und können teilweise umgangen werden. Es gab auch ein paar Kilometer, die ich auf mehr oder weniger stark befahrenen Asphaltstraßen zurücklegen musste. Diese Abschnitte waren aber meistens nicht mehr als +- 5km lang. Zum Abschluss dieser Etappe gibt es noch ein Foto von einem schönen Sonnenuntergang:
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  43. @ULgeher Da liegst du richtig. Eine extra Kamera wäre auch nicht wirklich UL. @kai Du bist witzig! Das Forum war immer eine wunderbare Unterhaltung und auch Hilfe! Funktioniert aber nur, wenn man Empfang hat. Wanderpartner unterhalten ganz ohne 4G und Strom. ___ Molise --> Bivacco Campitelli bis Campitello Matese --> 83 Kilometer & 3400 Höhenmeter --> 3 1/2 Tage Der Abschnitt in Molise fiel sehr kurz aus, da sich hier der Sentiero Italia in zwei verschiedene Varianten aufgabelt. Eine Variante geht noch ein Stück weiter durch Molise, um sich dann in Apulien fortzusetzen. Ich nahm stattdessen die zweite Variante, die südlich nach Kampanien führt. Die Gabelung findet in der offiziellen Etappe 208 statt. Zunächst wanderte ich noch weiter gemeinsam mit dem E1-Wanderer Ulf. Dies war eine nette Abwechslung nach der vielen Einsamkeit in der vorangegangenen Zeit. Doch so ganz passte unser Wanderstil nicht zusammen, im Gegensatz zu mir war er gemütlicher und auch mit etwa 20kg+ ziemlich schwer unterwegs. Da ich aber in der Stadt Isernia einen Ruhetag einlegen wollte und es bis dahin nicht mehr weit war, passte dies ganz gut. So ließen wir es ruhig angehen. Molise begann sehr spektakulär mit schmalen abschüssigen Pfaden durch eine imposante Schlucht. Leider sind mir hier nur zweitklassige Fotos gelungen. Währenddessen regnete es. An einem idyllischen See schlugen wir abends unsere Zelt auf und genossen die Ruhe. Die nächsten beiden Tage waren landschaftlich zwar weiterhin durchaus schön, es ging aber vermehrt über Wirtschaftswege und Asphaltstraßen. Diese waren immerhin kaum befahren und es gab genügend Möglichkeiten Lebensmittel und Wasser aufzufüllen. Im Dorf Fornelli wurde Mario, ein in die USA ausgewanderter Italiener auf uns aufmerksam und führte uns durch sein pittoreskes und sehr verwinkeltes Heimatdorf. Das war so ein kleines Highlight am Wegesrand. Eine laue Nacht verbrachten wir auf einem Olivenhain zeltend. Abends wirkte der noch ziemlich verlasse, doch morgens parkte ein Auto in der Nähe. Etwas ängstlich traute ich mich erst aus dem Zelt, als das Auto wieder weg war. Der restliche Weg bis Isernia führte auf Asphalt an zahlreichen landwirtschaftlich genutzten Flächen vorbei. Zwischendrin gab es ein wenig Natur. In Isernia trennten sich unsere Wege wieder und ich verbrachte einen erholsamen Ruhetag in einem B&B. So konnte ich auch mein kürzlich kaputt gegangenes Kindle ersetzen. Als ich wieder aus der Stadt raus war, wurde der Weg wieder etwas natürlicher. Am Wegesrand besichtigte ich die Wallfahrtskirche Castelpetroso. Auf dem Weg dahinter waren lauter christliche Szenen mit Statuen nachgestellt. Es ging wieder bergauf ins Gebirge. Juhuu! Da kamen dann auch wieder einige Höhenmeter zusammen. Außer mir war dort natürlich keiner unterwegs. Zwischendrin hörte der Weg einfach auf - um dann ein paar 100m weiter wieder anzufangen. An Roccamandolfi lief ich vorbei, hatte aber einen richtig tollen Zeltplatz mit Blick von oben auf das Dorf. Obwohl es nur unweit davon lag, wirkte der Ort einsam und die Wege dahin wenig begangen. Dank der Bänke konnte ich den Abend mit Komfort genießen. Erneut ging es bei bestem Wetter steil hinauf ins Gebirge und bot tolle Weitblicke. Eine Schafsherde umrundete ich weglos. Auf dem "Weg" um sie herum sah ich ein totes Schaf, was noch ganz "frisch" aussah - kein schöner Anblick. Ob da wohl ein Wolfsrudel gejagt hat? Campitello Matese ist ganz offensichtlich ein im Winter sehr touristischer Skiort - erkennbar an den Skischulen, Skiverleihs, Skihotels etc. Im Sommer war dort außer einer Baustelle gar nichts los. Die Wege in Molise waren abgesehen von den Asphaltabschnitten durchaus schön und führten immer mal wieder durch Wälder. Manchmal waren sie aber auch massiv mit Brombeergestrüpp usw. überwuchert. Sowas ist richtig unangenehm zu gehen und zum Glück sind diese Abschnitte nicht lang. Die Markierungen waren dann aber hervorragend.
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  44. Ja sind die, 2 Way Reissverschluss macht imho dann Sinn, wenn es oben keine Tuetenluefter gibt (die es aber beim Stratospire gibt), dann aber bitte gleich richtig nett mit variabel einsetzbaren Spreizteilen, wie beim Portal. Naja was neue Zeltankuendigungen von TT betrifft, vielleicht sollte er erstmal Energie darein setzen, dass er Zelte liefern kann, das klappt ja teilweise nur sehr sporadisch und so einige Modelle sind ueber Monate nicht lieferbar. Dazu kommt, dass es dann haeufiger ein Ueberraschungs-Bonbon ist, weil mal wieder etwas am Zelt geaendert wurde und Manches wurde imho nur geandert, um die Produktionskosten minimal zu senken, da kriege ich teilweise echt die Kraetze, wenn sehr gut ausentwickelte Zelte in Details verschlimmbessert werden, um minimal Kosten zu sparen. Dann soll er doch lieber die Zelte so lassen, wie sie sind und ein paar € mehr nehmen. Nicht missverstehen, Zelte wie das StratoSpire, (Double) Rainbow, Scarp, Notch, Moment sind nach wie vor echt gute Zelte, wozu es wenig vergleichbare Konkurenzprodukte gibt, aber ich finde es einfach bloed, wenn an guten Zelten rumgebastelt wird, wodurch diese etwas verschlechtert werden und wenn dies teilweise ohne Ansage der Aenderungen passiert, so dass man evtl nicht das bekommt, was man erwartet und man dann als normaler Kunde darauf angewiesen ist, dass sich jemand im Laden richtig gut mit den Teilen auskennt und genau ansagen kann, welche Aenderungen bzw Modellstand denn die Zelte, die auf Lager sind, genau haben.
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