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Ultraleicht Trekking

Billig-Decathlon-Schuhe Quechua MH100 im Härtetest


Wanderfalter

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Decathlon verkaufte bislang für 30€, seit neustem 35€ :-(, Quechua-MH100-Wanderschuhe. In der Produktbeschreibung wird angegeben, die Schuhe seien für "gelegentliche Wanderungen" geeignet. "Bis 10 km und weniger als 700 m Höhenunterschied pro Tour." Nur ein leerer Spruch, um mehr hochpreisige Modelle zu verkaufen, oder echter Billigschrott? Ich wollte es herausfinden und bin damit in 24 Tagen den HRP gelaufen, mit Tageslaufleistungen von bis zu 48km.

Das Ergebnis möchte ich euch nicht vorenthalten. Die Schuhe sind für mich bequem. Nur 1x hatte ich eine nicht wirklich störende Blase aufgrund eines Steinchens. Ich habe keine Gamaschen getragen, empfehle aber welche, dann passiert sowas nicht. Der Grip ist sowohl bei trockenen, als auch nassen Untergrund top. Vorher bin ich in Innov8 Trailroc 270 gelaufen. Im Vergleich sind die Decathlon-Schuhe spürbar schwerer (93g/Schuh), haben dafür insb. seitlich vorne deutlich mehr Material, was ich bei seitlichem Felskontakt als angenehm empfinde.

Und wie sieht es mit der Haltbarkeit aus? So sehen die Quechua jetzt aus:

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@questor ist mit mir gewandert. Während ich in neuen Decathlon-Schuhen startete, tat er dies in neuen Altra King MT 2. Altra wird ja in ULaner-Kreisen aktuell etwas gehyped, und wie man sich denken kann, kosten die Altra ein Vielfaches der Quechua. So sehen die Altras jetzt aus:

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Die Altras waren schon nach 600km müllreif, während die Quechua zwar stark abgenutzt, aber noch für weitere, weniger anspruchsvolle Wanderungen nutzbar sind. Von meiner Seite aus also eine klare Empfehlung der MH100.

Ist hier noch jemand in Billo-Quechuas unterwegs? Was sind eure Erfahrungen?

 

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Also ist nutze die Decathlon Trail TR Trailrunner für knapp 40 EUR. Bisher 1.100 km Mittelgebirge in Deutschland seit März 2020 damit runter. Bisher keine Blase oder sonstige Probleme. Bin damit so zufrieden, dass schon 2 weitere Familien Mitglieder ebenfalls von anderen Marken darauf umgestiegen sind.

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jetzt solltet ihr die hrp der vollständigkeit halber gleich nochmal laufen, @questor in quechua und du in altras! :cool:

altras sind halt doof und etwas simpler & schwerer gebaut hält länger als altras, für die thesen reichts locker.

ich hab die quechuas mal anprobiert und mir gedacht, da krieg ich fussverformung von. vielleicht bin ich auch nur sensibler geworden. als es decathlon in d noch nicht gab und ich "in den bergen" wanderstiefel trug, hatte ich für d und als alltagsschuhe regelmässig das standard-sonderangebot von salomon an, die auch etwas gewöhnungszeit brauchten und jeweils lange hielten. altras hatte ich später mal bestellt und wieder zurückgeschickt. gelandet bin ich bei tx3 (wahre sieben-meilen-turnschuhe vom gefühl her) und bei den norvan sl, die es beide mit den quechuas aufnehmen könnten. leider krieg ich die zeit für die hrp noch nicht mal einmal auf die reihe.

(bei den norvans löste sich in baiern wie berichtet nach 80 km die sohle und ich bekam dann ein zweites paar spendiert). das erste paar hab ich seit april täglich & ausschliesslich an und die sohle hat sich nicht viel weiter gelöst, geht immer noch ohne klebeversuch. also einmal hrp in berlin-brandenburg (also ohne spitzenbelastungen...) haben die drauf und sehen immer noch businesstauglich aus:D. aber müllproduktion durch bergwandern passiert bei mir gegenwärtig (= 2020/21) bislang nicht mangels wandern. welche firma wie "ethisch" produziert, weiss ich nicht, wüsste es weiterhin gerne. würde gerne wieder weiter abschweifen :-)

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vor 35 Minuten schrieb zopiclon:

Das ist aber ein wenig wie einen VW Passat mit einem Lotus zu vergleichen. 

wenn ich wählen dürfte zwischen auto und turnschuhen würd ich das gewicht eines autos in turnschuhen nehmen. ich glaub, damit käme man weiter. :ph34r:

Bearbeitet von hans im glueck
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vor 39 Minuten schrieb zopiclon:

Das ist aber ein wenig wie einen VW Passat mit einem Lotus zu vergleichen. 

Beides bringt einem prinzipiell von a nach b. Das wäre s dann aber auch schon an gemeinsamen.... 

Da stimm ich dir zu, aber ein Großteil der Altra Träger im Trekking Bereich dürfte die Schuhe eher wie einen Passat mit konstanten 130 km/h auf der Autobahn und nicht wie einen Lotus auf der Rennstrecke nutzen (um in deinem Bild zu bleiben). Von daher macht der Vergleich durchaus Sinn. 

Solange Decathlon aber keine Version mit breiterem Zehenbereich und Zero Drop auf den Markt dürfte die bessere Haltbarkeit aber keinen Altra Träger zum Decathlon Schuh bringen. 

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vor einer Stunde schrieb AudioHitchhiking:

aber ein Großteil der Altra Träger im Trekking Bereich dürfte die Schuhe eher wie einen Passat mit konstanten 130 km/h auf der Autobahn und nicht wie einen Lotus auf der Rennstrecke nutzen

Aber ja, wer sein Material mißbraucht und nicht für seinen Verwendungszweck gebraucht, der darf nicht das beste erwarten 

Aber ich fand es interessant! 

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Herkömmliche Schuhe möchte ich keinen Kilometer mehr tragen. Da interessiert mich deren Haltbarkeit genau gar nicht.

Es gibt leider keine mir bekannten Alternativen zu Altras, mit breiter Zehenbox, Nullspreizung, Dämpfung und ähnlicher Trailtauglichkeit.

Bearbeitet von ULgäuer
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Wie sieht es  bei Decathlon mit fairen Handel und Nachhaltigkeit aus?
Bei der Haltbarkeit lässt sich bestimmt drüber diskutieren, ob es besser wäre lieber 1 Paar Schuhe oder 2 Paar Schuhe besser sind. Wobei die Art und Weise wie es produziert wurde mal überprüfen sollte.

Letztendlich zahlt einer immer teuer und es ist bestimmt nicht der Verkäufer.

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vor 36 Minuten schrieb ULgäuer:

Meinst die sind haltbarer?

Meine Lone Peak 3.5 haben sicher gut 1000km durchgehalten und waren immer noch ansehnlich, nur halt irgendwie subtil durchgelatscht. Ich denke, da wird sich kein weicher Schuh arg viel besser halten können. Und einen harten will ich nicht.

Topo sind definitiv besser verarbeitet als Altra.

Ich denke, grundsätzlich versuchen Menschen, die sich mit Turnschuhen auf eine lange Wanderung begeben, möglichst gut belüftete und trockene Füsse zu haben. D.h. es ist wichtig, dass der Schuh nach einer Gewässerdurchschreitung schnell das Wasser wieder los wird.

Ob dies mit dieser Kunstlederbeplankung, wie sie der Decathlon Schuh aufweisst, ebensogut klappt wie mit dem Altra weiss ich auch nicht.

Hingegen werden hier Kokosnüsse mit Lauch verglichen. Das die massiveren Schuhe länger halten, als die leichteren, hätte ich dir gleich sagen können, wieso musstest Du da extra diese Schinderei auf dich nehmen :wacko:?

Die Altras haben zudem Vibram Megagrip. Das ist eine sehr weiche Gummimischung, es gibt nix was auf Steinplatten bis 45 Grad Neigung besser hält. Entsprechend schnell sind sie aber auch verschlissen. Mit Megagrip auf Asphalt unterwegs zu sein, ist eine ziemlich teure Entscheidung.

Decathlon hat hier weder das Pulver noch das Rad neu erfunden. Wahrscheinlich würde ich es wenn schon mit diesem Salomon Rip-off versuchen.

Wenn das Ziel ist, möglichst umsonst unterwegs zu sein, würde ich einen anderes Ladengeschäft aufsuchen. Tipps zu möglicherweise gesetzlich nicht erlaubtem Vorgehen werden hier gelöscht, also lass ich es bleiben. 

Unabhängig davon soll es aber Geschäfte geben, für die sich Ladendedektive gar nicht lohnen. Nach zwei Wochen ist die Kollektion bereits veraltet, dann muss der Müll die Qualitätsware schnellstens raus. Wenn sie geklaut wird, umso besser, das Personal verbrät dann weniger Zeit, um sie selber in den Müll zu schmeissen. 

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vor 1 Stunde schrieb MisterAufziehvogel:

Wie sieht es  bei Decathlon mit fairen Handel und Nachhaltigkeit aus?

Das sieht derzeit in etwas so aus.
Komisch, dass ich schon einige Male diese reflexartigen, pauschalen Vorwürfe gegen Deca gehört hatte. Konkrete Vergleiche mit den etablierten Marken, die vermutlich am Band parallel beim Deca-Hersteller produzieren lassen, konnte mir noch keiner liefern.

Wie sieht es bei den Altras mit fairem Handel und Nachhaltigkeit aus?

Zum Thema:

Den Vorgänger hatte ich auch im Einsatz, bei Touren bis ca. 35 km am Tag. Verschleiß bis dato okay. Trageeigenschaften gingen in Ordnung, bis ich dann an der 40-km-Grenze gekratzt habe.

Ob ein Schuh nun taugt oder nicht, kann man nicht absolut feststellen. Da ich ein empfindliches Quergewölbe habe, müssen die Schuhe punktuelle Belastung abmildern, ohne deshalb gleich starr und unflexibel zu werden. 

Deshalb war ich dann mal fast zwei Stunden bei Deca und habe alle auch nur entfernt in Frage kommenden Schuhe anprobiert und vor allem auf Kanten hinsichtlich der Verteilung punktueller Belastungen getestet (spitze Steine, dünne Leitersprossen bzw. Kanten an Treppen usw. kommen ja nun mal vor, wenn man echte Pfade und Steige entlang wandert).

Bin dann letztendlich bei einem Trailrunningschuh gelandet, der Laufschuh Trail MT2 Herren. 

Die Sohle verschleißt sicher schneller als beim MH100, hat aber mörder Grip und zumindest im vorderen Teil eine exzellente Selbstreinigung. Die breite Fußbox  im Vorderfußbereich ist sehr komfortabel und da passen auch Zehensocken rein. Die Sohle dämpft auch punktuelle Belastungen weg, da muss ich nicht wie bei anderen Schuhen aus diesen flexiblen Schneidmatten für die Küche Zwischensohlen ausschneiden und einlegen. Mit 80€ nicht mehr ganz so billig, aber hat sich für mich P/L-seitig gelohnt.

Hatte auch mal den Speedcross von Salomon (mehr im Alltag, aus Gründen) und war über den raschen Verschleiß regelrecht erschrocken.

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Am 10.8.2021 um 16:33 schrieb Mars:

Hingegen werden hier Kokosnüsse mit Lauch verglichen. Das die massiveren Schuhe länger halten, als die leichteren, hätte ich dir gleich sagen können, wieso musstest Du da extra diese Schinderei auf dich nehmen :wacko:?

Also zumindest mir war es nicht klar, dass 30€-Schuhe länger halten als welche mit 150€ UVP, immerhin 5x so teuer. So gewaltig ist der Gewichtsunterschied ja auch nicht und die Artikelbeschreibung der Decathlon-Schuhe ist ja auch nicht allzu vollmundig. Es mag sicherlich bessere Schuhe geben und ich werde bestimmt auch noch mal andere ausprobieren, aber eine Schinderei war es definitiv, wie beschrieben, nicht!

Am 10.8.2021 um 16:33 schrieb Mars:

Wenn das Ziel ist, möglichst umsonst unterwegs zu sein, würde ich einen anderes Ladengeschäft aufsuchen. Tipps zu möglicherweise gesetzlich nicht erlaubtem Vorgehen werden hier gelöscht, also lass ich es bleiben. 

Unabhängig davon soll es aber Geschäfte geben, für die sich Ladendedektive gar nicht lohnen. Nach zwei Wochen ist die Kollektion bereits veraltet, dann muss der Müll die Qualitätsware schnellstens raus. Wenn sie geklaut wird, umso besser, das Personal verbrät dann weniger Zeit, um sie selber in den Müll zu schmeissen. 

OT:

Mir ist nicht ganz klar, wie du das meinst, aber der Vorschlag zu stehlen trägt thematisch nichts zur Sache bei.

Allgemein finde ich es moralisch fragwürdig, wenn der Kauf günstiger, haltbarer Produkte kategorisch als moralisch fragwürdig dargestellt wird, insb. wenn die finanzielle Situation des Käufers nicht bekannt ist.

Ansonsten finde ich es interessant, dass ich nicht der Einzige mit günstigen Decathlon-Schuhen bin, obwohl ich im Forum davon bislang nichts gelesen hatte und mir auf Forentreffen auch keine solchen Schuhe aufgefallen sind.

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vor 3 Minuten schrieb Wanderfalter:

Also zumindest mir war es nicht klar, dass 30€-Schuhe länger halten als welche mit 150€ UVP, immerhin 5x so teuer

Der Preis hat ja erstmal nix mit der Haltbarkeit zu tun, nur mit einer Fertigungstechnik aus bestimmten Materialien für einen bestimmten Zweck in einer bestimmten Menge. 

Ein recht spezieller Schuh mit daraus resultierenden geringen Stückzahlen kostet dann halt im Vergleich zu Schuhen, welche eher dem Standart entsprechen, mehr. 

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Am 10.8.2021 um 19:39 schrieb icefreak:

Das sieht derzeit in etwas so aus.

Ich denke Du meintest die Nachhaltigkeits Seite

Beim SWR gibt es auch ein gutes Video zum Thema, Qualität, Image & Nachhaltigkeit, von 2020: 

Zitat

 "Die Frage ist doch: Ist es möglich, mit so vielen billigen Arbeitskräften zu produzieren und trotzdem eine verantwortungsvolle Lieferkette zu garantieren? Unsere Antwort lautet nein."

 

 

Am 10.8.2021 um 19:39 schrieb icefreak:

Konkrete Vergleiche mit den etablierten Marken, die vermutlich am Band parallel beim Deca-Hersteller produzieren lassen, ...

Das wird nicht so sein, besonders bei den Marken die sich wirklich um Nachhaltigkeit, faire Preise und soziale Angelegenheiten kümmern (also sämtliche Europäischen Marken, z.B. Houdini, Icebug, Haglöfs, Picture, etc. sowie Patagonia und pRana und viele mehr aus Nordamerika). Viele dieser Marken lassen mittlerweile in Europa produzieren (Portugal, Litauen). 

Fakt ist einfach das die hier vorgestellten Decathlon Schuhe zu 100% von schlecht-bezahlten Menschen in Fernost zusammengenäht werden. Das gute ist natürlich das Sie lange halten und das so weniger kaputte Schuhe auf der Deponie landen, was die Umwelt schont. Ich denke auch das es für die Verbraucher die keine 150,00 € für inov-8, Salomon, Hoka oder oder oder Markenschuhe ausgeben kann oder will diese Schuhe gibt. Es sollte aber klar sein das diese Schuhe nur so günstig & haltbar sind, weil Leute Pfennige an Lohn pro Paar bekommen und die Materialien selbst nicht sehr Nachhaltig sind (haltbar aber schon). Wer mehr zu Nachhaltigkeit im Footwear Business lesen möchte, kann zum Beispiel bei Icebug und Shoe Sustainability mehr erfahren.

Und um noch zurück zum Thema zu kommen - ein wirklicher Vergleich wäre es ja nur wenn Du jetzt den HRP noch mal in zB den inov-8 Schuhen läufst, die Du bisher hattest :)  

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Hmm, ich finde es eigenartig, dass Decathlon fehlende Nachhaltigkeit unterstellt wird, aber kein Wort zu Altra. Dagegen werden andere Firmen wie Patagonia angeführt??!?! 

Und was ist das bitte für ein Nachhaltigkeitsverständnis, dass es okay ist wenn Schuhe nur 600 km halten und das einem als Nachhaltigkeitsfeature verkauft wird?! Das heißt ein Ultralauf und die Schuhe können in die Tonne?

Und wie arrogant ist es denn Leuten zu erzählen, dass es normal, äh nee nachhaltig, ist zwei bis vier paar Schuhe für 160 € pro Jahr zu kaufen? Es schwimmt nicht jeder im Geld wir ihr.

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vor 4 Minuten schrieb mawi:

dass Decathlon fehlende Nachhaltigkeit unterstellt wird, aber kein Wort zu Altra.

Wie wäre es wenn Du etwas zu Altra recherchierst und uns schreibst? Ich benutze keine Altra Schuhe, kenne die Marke kaum und kann mich daher nicht dazu äussern. 

vor 6 Minuten schrieb mawi:

Und was ist das bitte für ein Nachhaltigkeitsverständnis, dass es okay ist wenn Schuhe nur 600 km halten

Hat niemand gesagt.

vor 6 Minuten schrieb mawi:

Und wie arrogant ist es denn Leuten zu erzählen, dass es normal, äh nee nachhaltig, ist zwei bis vier paar Schuhe für 160 € pro Jahr zu kaufen?

Und das hat auch niemand gesagt. 

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vor 29 Minuten schrieb skullmonkey:

Wie wäre es wenn Du etwas zu Altra recherchierst und uns schreibst?

Wieso? Ich finde es halt seeeehr einseitig zu argumentieren, dass Decathlon womöglich nicht so nachhaltg ist wie sie sich darstellen. Im Umkehrschluss suggeriert man mit dieser Einseitigkeit der anderen Partei indirekt Nachhaltigkeit. Und wenn der Titel es auch nicht hergibt, es geht um den Vergleich Decathlon und Altra. Da ist es völlig uninteressant was andere Firmen machen.

Mein Beitrag war insgesamt nicht direkt auf dich (@skullmonkey) bezogen. Es spiegelt eher mein Stimmungsempfinden in dem Faden wieder.

Für mich kann etwas noch so fair, ökologisch und nachhaltig produziert worden sein, aber wenn es nichts taugt, ist und bleibt es Mist.

PS: Ich habe übrigens auch die Altra King, die nach einer ca.300 km langen Bergtour ziemlich abgenutzt sind. Noch ein- bis zweimal so ne Tour und die sind auch für die Tonne. Die Inov8, die ich bisher hatte, waren auch nicht besser. Ich will nicht unbedingt nie sagen, aber für beide Marken werde ich mich in nächster Zeit nicht mehr entscheiden. Dafür stimmt für mich einfach das Preis-Haltbarkeit Verhältnis nicht.

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Am 12.8.2021 um 11:41 schrieb skullmonkey:

Viele dieser Marken lassen mittlerweile in Europa produzieren (Portugal, Litauen). 

und Keen in Rumänien. Netto-Durchschnittsgehalt 680€.
 

Mod-Team hat diesen Beitrag moderiert:

Nicht angemessenen Satz entfernt.

 

Shoe sustainability: hab mal reingeschaut, ganz ehrlich, WAS erzählen die einem da eigentlich? X% der Firmen ist Sustainability jetzt 5% wichtiger?? 

Ich kann mich nicht bei jedem Kauf im Vorfeld einem 300seitigen Nachhaltigkeitsbericht widmen, dann noch bei GreenPeace und der Fair Wear Foundation nachrecherchieren usw. 

Das macht auch ein Altra-Käufer nicht, der verlässt sich doch auch auf die bunten Logos und die Verpackung aus brauner Ökopappe.

Um die anderen Firmen ging es doch gar nicht.

ICH glaube erst dann an die Ernsthaftigkeit der Umweltbemühungen, wenn die Firmen ihren Warendurchsatz DEUTLICH reduzieren. Den Rest bitte lokal, reparaturfähig und emissionsarm produzieren. Mir ist da, auch bei Decathlon, zuviel Greenwashing im Spiel.

Zitat

 

- Unsere Schuhkartons bestehen zu 85 % aus Post-Consumer-Abfällen und sind zu 100 % wiederverwertbar.
- Aktuell entwerfen wir spannende Konzepte, um uns mit nachhaltigeren Materialien weiterzuentwickeln.

 

 

 

 

https://www.altrarunning.eu/de/faq/nachhaltigkeit

Boah, das hat mich ja mal so richtig überzeugt. Das mit der Ökopappe habe ich oben VOR der Recherche geschrieben. Das sollte ein Witz sein! Ich hatte echt nicht gedacht, dass es so finster aussieht.

Kauf doch bitte gerne wo Du willst, wenn es Deinen Bedürfnissen entspricht, und lass doch uns nicht so begüterten die Schuhe bei Decathlon holen. Damit laufen wir sowieso bis zum get-no, weil wir uns nicht ständig neue (nachhaltige) Schuhe leisten können.

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Um mal wieder auf den Vergleich der Schuhe zurück zukommen (worum es hier ja eigentlich gehen sollte). Ich verstehe nicht ganz wie man bei dem Vergleich jetzt zu dem Schluss kommt dass Decathlon Schuhe jetzt haltbarer sind als Altras. Wenn der Vergleich eins zeigt dann dass Wanderschuhe länger halten als Trailrunner. Ich bezweifle dass der Unterschied zwischen einem Decathlon Trail Running Schuh und dem Altra besonders groß wäre.

Das Wanderschuhe haltbarer sind sollte eigentlich niemanden überraschen. Wenn man jetzt das Nachhaltigkeitsfaß aufmachen will (und ich denke das Thema sollte man beim Einkaufen schon zumindest im Hinterkopf haben), sollte man vielleicht auch darüber nachdenken ob Wanderschuhe unter dem Gesichtspunkt nicht die bessere Wahl wäre

OT: Und ob generell die Gewichtsreduzierung der Ausrüstung auf Kosten der Haltbarkeit immer die richtige Wahl ist. Oder auch ob es wirklich leichte Materialien mit problematischer auf Entsorgung wie Carbon sein müssen. Oder ob nur ein nicht nachhaltig produziertes Zelt zu besitzen vielleicht doch nachhaltiger ist als 3 verschiedene Zelte deren Produktion etwas nachhaltiger gestaltet ist.

Falls sich jetzt jemand angegriffen fühlen sollte: Die Fragen muss ich mir genauso stellen und bin auch nicht so konsequent wie ich es gerne wäre. Ich hab auch Ausrüstungsgegenstände doppelt und geh z.B. auch überwiegend mit Trailrunnern wandern (nach dem ich allerdings gesehen habe wie schnell meine Hoka Torrents letztes Jahr in den Pyrenäen durch Felskontakt verschließen waren überlege ich zumindest für Gebirgstouren mit Felskontakt wieder auf Wanderschuhe bzw. leichte Bergschuhe umzusteigen)

 

Bearbeitet von AudioHitchhiking
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