Ja, die Regenjacke, das Thema verfolgt einen. Ich hatte hier ja auch vor kurzem nach Pertex und der Montane Minimus gefragt.
Der Themenstarter wollte zwar kein Goretex, aber mit dem Hinweis, dass dieses schwer (600g) und steif ist. Bei den relativ neuen (seit drei der vier Jahren?) und sauteuren dünnen Varianten, die es bei Arc'teryx und sicher anderen gibt, stimmt das nur noch halb. Heißt: Es stimmt für alle außer UL-er nicht mehr .
Aufgrund schlechter Erfahrungen mit Event in der ersten Hälfte des Jahrzehnts (Marmot, Montane) bin ich vor drei Jahren eben wieder zurück zu Goretex, auch mit der Alpha FL, die dann aber in L für Männer schon 345g wiegt (die Norvan hatte ich damals nicht auf dem Schirm). Und bisher hält das alles wunderbar, auch wenn der Rucksack mal voll ist (11 bis 12 kg). Das Material ist angehem auf der Haut, aber sicher noch sperriger als leichtere Jacken, vor allem das Packmaß könnte besser sein.
Klar hätte ich gerne was leichters, die Minimus beispielsweise. Und trotz der Freude am geringen Gewicht, frag ich mich immer, zu welchen Kosten für die Umwelt? Kram, der in der Herstellung und Entsorgung sicher nicht umproblematisch ist, sollte doch wenigstens nicht ständig erneuert werden. Und bei der Minimus liest man schon mal, dass das Material nach zwei Jahren durch ist (Rezension bei Globe, Amazon oder Bergfreunde).
Für manche ist das sicher lächerlich, aber ich hab drei hochgiftige Regenjacken in einem Jahrzehnt gekauft. Das macht mir schon Kopfweh. Geht das niemanden sonst so?
Die Minimus steht als Laufjacke trotzdem auf der Liste, die dann ggf. auch mal mit leichtem Rucksack rausdarf. Aber bei meinen Einkaufsabläufen kann das dann doch noch Monate dauern oder ganz verschoben werden. Das UL-Wunsch kämpft hier gegen den Verstand. Das ist auch einer der vielen Gründe, warum ich wohl nie ganz UL werde.