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Ultraleicht Trekking

West Highland Way [WHW] - Eindrücke & Reisebericht 2020


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Hallo zusammen!

Im September dieses Jahres bin Ich zusammen mit einem Freund direkt nach der Wiedereröffnung nach dem Corona Lockdown den West Highland Way zum ersten mal gelaufen. Wir haben 3 Nächte davon wildgecampt und 2 auf Campgrounds verbracht. Dabei habe ich versucht den gesamten Trail fotografisch festzuhalten, um alles dokumentieren zu können. Ich habe aus über 1000 Fotos auch ein Timelapse Video mit einer Livekarten Ansicht gemacht, um dem Reisebericht so zusätzlich folgen zu können: Youtube Timelapse

Wir haben uns den Weg in 5 Nächte mit 6 Etappen aufgeteilt, um einen guten Kompromiss aus landschaftlichem Genuss und Herausforderung zu bekommen. Unser Startplan sah so aus:

Tag                    Startort                      Zielort                                   Strecke          Unterkunft                                                                     
Samstag:        Milngavie               -> Drymen                       [21 KM]          Wild
Sonntag:         Drymen                 -> Tarbet                          [25 KM]         Wild
Montag:          Tarbet                   -> Beinglas                       [18 KM]          Campground (Beinglas)  
Dienstag:        Beinglas                -> Bridge of Orchy          [29 KM]          Wild
Mittwoch:       Bridge of Orchy    -> Kinlochleven               [33 KM]          Campground (Blackwater)
Donnerstag:   Kinlochleven         -> Fort William                 [22 KM]          Hotel

Für meinen Begleiter war es die erste Trekking Tour, sodass wir vorher versucht haben, ihm als Einstieg eine günstige Ultralight Basisausrüstung für die Tour zu besorgen. Da er noch nicht genau wusste, ob es zu 100% was für ihn ist (Spoiler: Es war zu 100% was für ihn), hat er darauf verzichtet ein eigenes Zelt zu kaufen. Wir haben stattdessen mein MSR Elixier V2 mitgenommen, welches mit 2382g für 2 Personen schon deutlich mehr auf das Gewicht geschlagen hat, als mein SMD Gatewood Cape, das ich normal verwende. Dennoch konnten wir alles so aufteilen, dass jeder von uns noch mit einem gleichen Basisgewicht von knapp unter 5kg starten konnte.

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Hier die beiden Packlisten:

Meine Packlistehttps://lighterpack.com/r/dnyoty

Seine "Einsteiger" Packliste: https://lighterpack.com/r/er95ek

Ich beantworte gerne Fragen zu den einzelnen Ausrüstungsteilen oder der generellen Funktionsweise der Packlisten, deswegen werde ich in diesem Bericht jetzt nicht alle Teile einzeln ausführen.

 

Tag 1 - Start in Milngavie (21 km)

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Wir sind am Tag zuvor in Glasgow spät gelandet und haben dort in einem günstigen Hotel die Nacht verbracht. Früh morgens sind wir dann per Uber nach Milngavie gefahren und sind dort zum offiziellen Startpunkt gewandert. Grade nach der Eröffnung des Trails durch Corona, war der Startpunkt früh morgens schon relativ gut besucht und wir haben drei andere kleine und größere Gruppen getroffen, die den Weg ebenfalls starten wollten. Ich hatte vorher gelesen, dass viele Leute die erste Etappe des WHW überspringen, da sie die Landschaft dort nicht so spektakulär finden wie in späteren Abschnitten. Wobei das zum Teil wohl stimmen mag, finde ich nicht, dass es der erste Teil weniger Wert ist zu laufen als spätere Abschnitte. Noch relativ zivilisationsnah sieht man schöne kleine Hütten, Park-ähnliche Waldstücke und einzelne kleinere Seen, die sofort einen guten Ersteindruck hinterlassen. Nach wenigen Kilometern kommt dann auch die erste richtige Weitsicht über das schottische Gelände und man bekommt einen guten Vorgeschmack dafür, was noch kommen wird. Im Verlauf des Weges gab es zwei Möglichkeiten direkt am Weg Getränke, Midges-Schutz und kleine Snacks mit Bargeld (oder zum Teil Paypal) auf Vertrauensbasis zu erwerben. Da die natürlichen Wasserquellen in diesem Bereich, noch nicht so zahlreich sind wie in späteren Abschnitten, haben wir das Angebot gerne wahrgenommen. Gegen ca. 17 Uhr kamen wir schon an unseren Zielpunkt des Tages an: Ein kleines Waldstück etwa 1 km hinter Drymen, welches wir uns vorher über Google Earth rausgesucht hatten. Weiter konnten wir an diesem Tag nicht gehen, da direkt hinter diesem Spot die offizielle "Camping Management Zone" anfängt und dort für die nächsten 25 km Wildcampen strikt verboten ist. Nach kurzer Suche in dem sumpfigen und von Moos geprägten Waldstück haben wir einen geschützten ebenerdigen Platz gefunden, um unser MSR Elixier aufzustellen. Während des Kochens kamen im Verlaufe des Abends viele andere Wanderer dazu und haben sich mit ausreichend Abstand ebenfalls in dem Waldstück niedergelassen, was für eine coole Atmosphäre gesorgt hat. Die Nacht war sehr ruhig und entspannt. Probleme mit Midges gab es (noch) nicht und es flogen nur einzelne Fliegen umher. Die Temperaturen waren mehr als erträglich für unsere Ausrüstung, sodass wir nach gutem Schlaf in den nächsten Tag starten konnten.

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Tag 2 - Camping Management Zone Thru-Hike (25 km)

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Das Ziel des Tages war es zumindest den gesamten Abschnitt der Camping Management Zone hinter uns zu bringen, sodass wir guten Gewissens unser Zelt wieder frei aufstellen können. Wir hatten das Glück kurz nach dem ersten Loslaufen an einen (von später vielen) klaren Bach vorbei zu kommen und unser Wasser wieder fürs Frühstück und den gesamten Tag aufzufüllen. Nach wenigen Kilometern war auch schon der große Loch Lomond in der Ferne zu sehen, dem wir den restlichen Tag am Ufer folgen würden. Vorher gab es aber, nach der Durchquerung einer Freilaufenden Highland-Rind Herde, einen längeren Aufstieg auf den Conic Hill. Da es Sonntag und ziemlich gutes Wetter war, trafen wir dort leider auf sehr viele Tageswanderer, die aber den unglaublichen Ausblick auf den Loch nicht beeinträchtigt haben. Wir haben oben sogar zwei andere ULer getroffen, die wohl aufgrund der Schönheit des Spots, ihr Zelt schon gegen Mittag dort oben aufgestellt haben. Nach dem waldreichen Abstieg kamen wir ans Ufer des Loch Lomonds an und folgten dem Wasser weiter in Richtung Norden. Wir waren ziemlich überrascht von den vielen kleinen Buchten und Stränden dort, die teilweise sehr karibisch gewirkt haben. Sowas erwartet man eigentlich im kalten Schottland nicht und vor allem bei diesem wärmeren und sonnigen September Tag war es ein surrealer Anblick. Der Weg am Ufer fing dort auch an etwas "pfadiger" und technisch anspruchsvoller gegenüber den meist festeren Wegen des Vortages zu werden. Gegen ungefähr 17 Uhr trafen wir endlich auf ein Schild, das uns auf das offizielle Ende der Camping Management Zone hinwies. Wenige Meter dahinter begannen schon viele andere Trekker ihre Zelte aufzubauen oder waren bereits schon damit fertig. Um auch noch einen guten Platz zu finden, sind wir noch ein paar Kilometer weiter gelaufen und irgendwann offroad direkt Richtung Wasser gelaufen. Dort hatten wir ziemliches Glück und haben eine kleine Bucht entdeckt an dir wir wenige Meter direkt vorm Wasser unser Zelt aufschlagen konnten. Im Laufe des Abends und mit zunehmender Dunkelheit konnte man von Weitem rund um den See herum viele Lagerfeuer von anderen Wanderern entdecken, was für eine gute Stimmung gesorgt hat. 

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Tag 3 - Über Stock und Stein (18 km)

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Nach einem schönen Sonnenaufgang über dem See hat sich die Sonne a uch genau so schnell wieder verzogen, wie sie aufgestiegen ist. Für diesen Tag hatten wir nur eine etwas kürzere Strecke eingeplant, da in etwa 20 km der Beinglas Campground lag. Dieser wurde uns vorher schon von vielen empfohlen und wir haben uns dazu entschlossen dort unser Zelt aufzuschlagen, da wir beide nach den wärmeren letzten Tag Lust auf eine Dusche hatten. Ich hatte ebenfalls den Hinweis bekommen, dass die obere Hälfte der Strecke am Loch Lomond der anspruchsvollste Teil des gesamten West Highland Ways sein soll. Und das war definitiv der Fall. Der sehr schmale Weg besteht dort zum Großteil nur noch aus Gesteinsbrocken und geht konstant auf und ab. Durch den starken Regen, den wir den ganzen Tag über hatten, waren die Steine teils sehr rutschig und der Weg sehr tief schlammig. Wir haben Nicht-ULer getroffen, die wirklich Probleme hatten vernünftig mit ihren großen Rucksäcken voran zu kommen und sich teilweise auch durch Ausrutschen  verletzt haben. Wir waren beide an dem Abschnitt wirklich froh, leichte Ausrüstung und Trekkingstöcke dabei zu haben. Durch die großen Regenmengen waren die vielen schönen Bachläufe und die Inversnaid Wasserfälle wirkliche Highlights, die wahrscheinlich etwas kräftiger als normal dahingeflossen sind. Zum Ende des Lochs hin galt es noch riesige Farn-Felder zu durchqueren, die fast den gesamten Weg bis auf eine kleine dünne Schlammlinie bedeckt hatten. Und obwohl es von der reinen Strecke die wenigstens Kilometer von allen Etappen an diesem Tag waren, haben wir deutlich länger für den Weg gebraucht als die Tage zuvor. Es war also ein guter Tipp und die richtige Entscheidung, für diesen Abschnitt etwas mehr Zeit einzuplanen. Und umso schöner war es, an dem Abend in dem wahnsinnig schönen Beinglas Campground warm duschen zu können und später am Abend noch mit anderen netten Wanderern in dem hunderte Jahre alten schottischem Gasthaus Whiskey zu trinken. Nach solchen Tagen wird einem wieder bewusst, wieso man solche Touren so gerne macht. 

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Tag 4 - Über den Orchy River (29 km)

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Wir haben relativ früh unser Zelt aufgebaut, da bereits beim ersten Tageslicht aufgrund der vielen anderen Trekker dort ziemlich laut wurde. Wir sind mit zahlreichen anderen Wanderer fast zeitlich weiter nach Norden in die Hügel aufgebrochen. Je weiter man sich vom Loch Lomond entferne desto klarer wurde, dass nun die "richtigen" Highlands anfingen und zwar so wie man sie sich vorgestellt hat. Grünes Gras, Bachläufe und lange Hügellandschaften soweit man schauen kann. Abenteuerlich wurde es an diesem Tag recht schnell, als wir auf eine eingestürzte Brücke trafen. Aus der Ferne erkannte man schon, dass viele andere Wanderer sich dort versammelt hatten und überlegten wie man besten auf die andere Seite des mittelgroßen Flusses gelangt. Mit unsere luftigen Trailrunnern, der schnelltrocknenden Ausrüstung und den Trekking Poles mussten wir nicht lange überlegen und liefen unbeeindruckt an den anderen Backpackern vorbei mitten durch den Fluss auf die andere Seite. So schnell wie unsere Füße und Socken dann komplett Nass wurden, trockneten sie auch wieder im rauen Wind der Highlands. Etwa bei der hälfte der Tagesetappe kamen wir durch das Dorf Tyndrum, wo wir zum ersten Mal auf der Tour unsere Vorräte aufstockten, da wir zu Anfang nur Proviant für drei Tage mitgenommen haben. Das Angebot am Tankstellen-Supermarkt war dort wirklich vielfältig und wir fanden viele UL Küchengerechte Speisen und Snacks. Die Zweite hälfte des Tages verlief wieder regnerisch und zudem auch noch sehr stürmisch. Wir liefen etwa zwei Stunden entlang zweier Berge durch ein Tal in dem ein kalter und kräftiger Wind herrschte. Trotzdem machten unsere Ponchos einen guten Job und wir blieben zu jeder Zeit trocken. Allerdings gab es nicht einen Baum oder Unterstand unter dem man sich mal für eine kurze Pause Schutz vor Regen und Wind hätte suchen können. Erst kurz vor der Überquerung der Bridge of Orchy konnten wir in einem kleinen zwei Meter langem Eisenbahntunnel halt machen unter dem auch schon zwei andere Hiker standen und sich mit Tee aufwärmten. Als der Regen dann etwas nachließ, überquerten wir die Brücke und bauten unser Zelt ein paar Meter direkt neben den reißenden Orchy River auf und mussten uns nach der ganzen Kälte erstmal eine Stunde in unseren Quilts aufwärmen bevor wir ans kochen denken konnte. Die Nacht dort am Gewässer war durch die Geräuschkulisse wirklich sehr angenehm und beruhigend. Nur die Maus, die die ganze Nacht versucht hat Essen aus dem Vestibule zu klauen, hat tierisch genervt. 

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Tag 5 - Durchs tiefste Moor und über den höchsten Berg (33 km)

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Das Wetter morgens war leicht bewölkt und endlich auch mal wieder ein bisschen sonnig. Wir mussten aber schnell feststellen, dass das Aussehen des Himmels etwas getäuscht hat, als wir nach einen schnellen Aufstieg durch den Wald am frühen Morgen auf dem Gipfel eines Hügel ankamen und uns trotz großer Anstrengung, nur im Baselayer bekleidet, durch den Wind oben so unterkühlt waren, dass wir alles an Kleidung inklusive Buff als Mütze anziehen mussten. Durch die zusätzlichen Layer aufgewärmt, folgten wir noch ein paar Kilometer einer Art Bergkamm und hatten eine glorreiche Aussicht auf das bevorstehende Rannoch Moor. Wir hatten befürchtet, dass es durch die vorherigen Regentage eine nasse und schlammige Angelegenheit werden würde, die Ebene zu durchqueren. Aber bis auf einige vereinzelte tiefere Stellen, war der Weg immer befestigt und in einem guten Zustand. Der Weg durch das Moor war etwas eintönig, dennoch mit der Aussicht auf die Berge ringsherum nicht langweilig und sehr lohnenswert. Das Highlight des Tages war das letzte Stück der Ebene kurz vor dem Kingshouse Hotel. Die Sonne kam zu dem Zeitpunkt wieder gut durch und setzte die kommenden Berge, um den Devils Staircase herum, gut in Szene. Da das Kingshouse selbst direkt an der Route liegt, haben wir dort für eine Tasse Kaffee angehalten und konnten uns drinnen am Kamin auf einer bequemen Couch netter Weise kurz vollständig Trocknen. Besser geht Mittagspause nicht. Danach haben nur noch wenige Kilometer gefehlt bis der größte Anstieg dieser Tour, der Devils Staircase, mit seinen steilen 550m auf uns gewartet hat. Wohl ein wenig unterzuckert, fiel mir der Aufstieg schwerer als gedacht und brachte noch eine spontane Snack Pause auf der Hälfte mit sich. Oben angekommen war die Aussicht aber grandios und wir hatten eine nette kleine Foto Session mit anderen ULern (Shoutout to Greg). Der Abstieg, der danach folgte, war lang aber sehr angenehm. Die Landschaft ändert sich dort ein wenig und wird wieder viel waldreicher. Am tiefsten Punkt befindet sich, angrenzend an den Loch Leven, das kleine alte Dorf Kinlochleven, in dem wir auf einem netten kleinen vollständig autonomen Campground unser Zelt aufgeschlagen haben. An diesem Abend hatten wir zum ersten Mal richtige Probleme mit dem Midges und waren sehr froh über unsere Kopfnetze. Damit wir den restlichen Abend nicht nur geschützt im Zelt verbringen mussten, haben wir uns wieder bei netter Gesellschaft dazu entschlossen den kleinen Pub im Dorf zu besuchen. 

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Tag 6 - Nach Fort William und der Sore Feet Statue

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Da die Situation mit den Midges sich über Nacht nur noch verschlimmert hatte, sind wir mit Hoffnung auf Besserung noch relativ lange im Zelt geblieben aber dann doch einfach schnell ohne Frühstück aufgebrochen. Es war wirklich schön an einem ruhigen Morgen eines normalen Wochentags durch das kleine idyllische Dorf zu gehen. Ein kleiner steiler Pfad brachte uns wieder weg vom flachen Loch Gelände und zurück hoch in die Highlands. Oben angekommen folgt man eigentlich die gesamte restliche Strecke einem leicht befestigten hinweg durch ein Tal. Die Landschaft dort war zwar nichts mehr Neues, aber dennoch sehr entspannt zu laufen. Wir kamen uns dabei wirklich wie auf einer Zielgraden vor, denn der Weg wirkte wie genau dafür angelegt. Ein Highlight war natürlich die alte Hausruine die man oft auf Bildern in Verbindung mit dem West Highland Way sieht. Nach ein paar Stunden hat sich dieser Weg allerdings etwas in die Länge gezogen und wir waren froh, als sich die Vegetation mal wieder mehr in Richtung Wald orientierte. Zum Schluss wurde es auch nochmal richtig stürmisch, sodass wir von unserer Schönwetterkleidung wieder auf die Poncho-Montur wechseln mussten. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem der hochgelegene Weg endet und man von weit oben in der Ferne sein Ziel sieht: Fort William. Es folgt nochmal ein Abstieg der einem ewig vorkommt, weil man die ganze Zeit das Ziel vor Augen hat und jederzeit denkt, dass es doch nur noch höchstens 10 Minuten sein müssten bis man endlich ankommt. Nach dem letzten Stück Fußweg an der Straße entlang war es dann aber auch endlich soweit und wir kamen an den unspektakulären historischen Endpunkt des Weges an, welcher direkt neben einem vielbefahrenen Kreisverkehr liegt. Zum Glück kam man aber vor etwa 10 Jahren auf die Idee einen neuen Endpunkt im schönen alten Stadtkern zu setzen. Die letzte Meile dahin, ist auch nochmal sehr schön zu laufen, denn Fort William ist eine sehr historische Stadt. Zur Belohnung haben wir dann den Abend über noch, soweit es Corona bedingt ging, die Stadt unsicher gemacht und uns in drei verschiedenen Restaurants den Magen voll geschlagen bevor es dann nach einer wohltuenden Hotelübernachtung mit dem Bus zurück zum Glasgow Flughafen ging.

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Ich hoffe dieser Reisebereicht hat euch gefallen und kann einigen Leuten nützlich sein!

Falls ihr noch mehr von den 1000 Fotos sehen wollt, könnt ihr das hier tun.

Bearbeitet von Kharan
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Freut mich, dass es dir gefällt. Ja genau, ich habe alles mit dem normalen S20 aufgenommen. Allerdings habe ich nicht die native Foto App, sondern einen inoffiziellen Port der GoogleCam App verwendet, die meiner Meinung nach weitaus bessere Fotos schießt, als die Samsung App. :)

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vor 6 Stunden schrieb Kharan:

Da er noch nicht genau wusste, ob es zu 100% was für ihn ist (Spoiler: Es war zu 100% was für ihn)

Na, das klingt doch nach einer erfolgreichen Begeisterung fürs UL-Trekkinghobby unter idealen Bedingungen. Danke fürs Mitnehmen und die tollen Fotos!

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Für 20 Euro ist er jedenfalls der beste Rucksack überhaupt! Und auch unabhängig vom Preis finde ich ihn großartig und er hat mich auf mehreren Touren nie im Stich gelassen. Richtig gepackt ist er auch ein Raumwunder in den sogar alles inklusive meines sperrigen 233er Apex Quilts gepasst hat. Das Gewicht mit 390g ist auch der Wahnsinn. Habe ihn sehr vielen Anfängern bereits empfohlen die auch sehr mit ihm zufrieden waren. Natürlich ist er für den Preis nicht so perfekt verarbeitet wie ein 300+ Euro Rucksack, aber für mich ist er ganz klar Sieger in der unter 150-200€ Klasse :)

Bearbeitet von Kharan
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Ja genau. Es passt ziemlich exakt mit der eigenen festgemachten Tasche in die Seitenfächer außen. Dort lagere ich es auch generell wenn es trocken ist, inklusive den Heringen zusätzlich in der Tasche. Es sitzt sehr fest dann dort und man hat keine Gefahr es zu verlieren oder zu beschädigen, außer man läuft vielleicht durch Meterhohe enge Dornenbüsche. 

Bearbeitet von Kharan
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Nein das war keine Absicht! Wir hatten vorher in der Liste auch noch den G4Free für ihn eingeplant und ich hatte meinen alten Lixada als Alternative dort eingetragen, eben mit Anzahl 0. Letztendlich wollte er dann doch den etwas größeren Platz des Lixadas mitnehmen und wir haben den G4Free entfernt und wohl vergessen die Anzahl wieder hochzusetzen. 

Zusätzlich fehlt in dieser Einsteiger Liste ja auch das Kochsystem, Wasseraufbereitung und das Erste-Hilfe und Reparatur-Set, da ich diese Sachen für uns beide getragen habe. Würde man alles korrekt auf sein Gewicht verteilen wäre man wohl ein gutes Stück über den 5kg :)

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Am 16.12.2020 um 14:40 schrieb Kharan:

Zusätzlich fehlt in dieser Einsteiger Liste ja auch das Kochsystem, Wasseraufbereitung und das Erste-Hilfe und Reparatur-Set, da ich diese Sachen für uns beide getragen habe.

Siehst du mal, das wiederum hab ich total übersehen.

Wobei ich auch schon von genug Leuten gelesen habe die in Schottland meinen auf nen Wasserfilter verzichten zu können und stoveless ginge ja auch :grin:

Mit den Pubs auf dem Weg könnte man ja trotzdem gut essen, habt ihr außer den beiden in denen ihr wart welche übersprungen? Könnte mir auch gut vorstellen jeden Abend in nem schönen Pub zu sitzen wenn der Weg das hergibt :lol:

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Ja man kann definitiv auf einen Wasserfilter verzichten, wenn man möchte. Man ist nicht auf die Wasserquellen dort angewiesen, die gegebenenfalls einen benötigen würden, da es genug kleinere sauberer Bachläufe gibt. Allerdings gab es auch Schilder die davor warnten, dass es in den nächsten ~15km kein Trinkwasser mehr geben würde, deswegen habe ich mich schon sicherer mit dem Filter gefühlt. Aber wie gesagt, es geht ohne, ich nehme dennoch immer einen mit. 

Wir haben an den beiden Pubs gegessen, weil wir dort dann auch in direkter Nähe unser Zelt aufschlagen konnten. Es gibt definitiv die Möglichkeit entlang des Weges in mehreren Pubs essen zu gehen. Allerdings müsstest du dann entweder auch dort übernachten, oder dann noch ein Stück weiter laufen zum Wildcampen :-D

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      Hallo,
      erstmal eine kurze Vorstellung meiner Person.
      Ich bin 47 Jahre alt und lese hier im Forum schon einige Zeit mit und habe auch schon den einen oder anderen Kommentar oder eine Antwort auf eine Frage gepostet. Die meiste Zeit bin ich bisher in Deutschland unterwegs gewesen und nun plane ich die erste größere Tour im Ausland. Was nun auch der Grund ist für dieses Thema. Gleich vorweg eine Packliste kann ich im Moment noch nicht posten und es geht mir in diesem Thema nicht unbedingt um Tips für Gewicht zu sparen sondern eher darum Fragen an die Experten hier zu stellen bezüglich der An- und Abreise und die Infrastruktur vor Ort.
      Im übrigen hätte ich die Möglichkeit (also die Ausrüstung) um diese Wanderung auch Ultralight bestreiten zu können aber es geht mir hier nicht unbedingt darum super ultralight unterwegs zu sein sondern ich werde etwas mehr Gewicht in Kauf nehmen aufgrund des Komforts. Natürlich werden es keine 15 KG sein am Ende aber im Moment bewege ich mich bei meiner ersten Planung bei ca 10 KG was ja nicht mehr unbedingt als Ultralight anzusehen ist.
      Als Ziel habe ich den West Highland Way in Schottland ausgewählt, die Reisezeit wird der 18.05.2018 bis zum 29.05.2018 sein. Es wird noch ein Freund mitreisen somit werde ich nicht alleine unterwegs sein.
      Nun zu meinem Fragen, einige Informationen hatte ich bereits in einem anderen Thread hier gepostet und auch bereits beantwortet bekommen. Ich führe die Fragen deshalb hier nicht noch einmal auf.
      Anreise: 
      Mit dem Flugzeug von Frankfurt Main nach Glasgow (mit RyanAir) dann mit dem Bus zur Central Station und von dort aus weiter mit dem Zug nach Milngavie (so wurde es mit in einem anderen Thread empfohlen ?)
      In Milngavie Gas kaufen für den Gaskocher ( ist das dort überhaupt möglich und wenn ja wo genau ? ).
      Da die Anreise mit dem Flugzeug erfolgt kommen wir nun zu meinen echt brennenden Fragen ( ich habe auch schon die Suche bemüht aber irgendwie bin ich immer auf widersprüchliche Antworten gestoßen):
      1. Wie verpackt ihr euren Rucksack für den Gepäcktransport (Hin- und Rückreise) ? (Es gibt ja so Transporthüllen extra fürs Flugzeug aber die sind mit mit 250 - 500g und mehr zu schwer zumal ich die dann ja in Glasgow nicht wegschmeißen würde sondern die dann die ganze Zeit mitschleppen müsste).
      2. Transportiert ihr Akkus,  Powerbank und Feuerzeug im Handgepäck ? Normalerweise sollte das ja so sein, da man die nicht im geschlossenen Gepäck transportieren darf oder ?
      3. Transportiert ihr ein Messer z.B. ein Victorinox im geschlossenen Gepäck ?
      4. In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass das Transportverbot auch für Brenner existiert, ich bin mir aber nicht mehr sicher ob das nicht nur für das Handgepäck gilt. Auf jeden Fall wäre es interessant ob ich einen BRS 3000 Gasbrenner einfach so im geschlossenen Gepäck nun transportieren darf oder nicht (Fluggesellschaft ist RyanAir). Aus den Angaben und den Informationen in den Threads bin ich da nicht wirklich durchgestiegen.
      5. Wie kommt man am besten dann von Fort Williams nach Glasgow und wo kann man in Glasgow günstig übernachten in Flughafennähe?
      6. Kenn jemand einen Link zu einer vernünftigen Internetseite mit den Wetterdaten der Region ? Mich interessieren hier die vergangenen Jahre in meinem Reisezeitraum damit ich mir ein Bild machen kann, mit welchen Temperaturen zu rechnen ist, denn danach wird sich dann auch meine Packliste richten. Was ich bisher gefunden habe war irgendwie nicht so übersichtlich und nur schwer nachvollziehbar.
      Das wären die ersten Fragen mir werden sicherlich noch einige einfallen und ich werde im weiteren Verlauf auch mal meine Packliste hier veröffentlichen aber wie bereits geschrieben wird sie nicht so so super ultralight ausfallen aber vlt. findet ja dann der eine oder andere noch eine Anregung. 
      Gruß Dirk
    • Von bri
      Moin moin,
      ich stecke in der Vor-Vorplanung für Schottland im Mai 2018.
      Ausgesucht habe ich mir den Scottish National Trail von Süden nach Norden. Mal sehen, wie weit ich in zwei Wochen komme.
      Mir fehlen noch einige grundlegende Ausrüstungsteile, zu denen ich einige Fragen habe, um Fehlkäufe zu vermeiden.
      Ich habe hier viel gelesen und daraus meine mögliche Packliste entwickelt. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die ihre Erfahrungen hier teilen.
      Grundlage für meine Planung sind wie gesagt zwei Wochen Wandern mit Zelt in Südschottland im Mai.
      Berücksichtigen möchte ich aber auch weitere Urlaube (Frühjahr bis Herbst), in denen ich den Rest des Trails nach Norden gehen möchte. Parallel dazu spukt mir auch Lappland im Hinterkopf rum. Da muss ich auch noch hin.
      Trekkingstöcke habe ich dabei.
      An- und Abfahrt sind diesmal per Fähre geplant. Mein Mann als Nichtzeltschläfer will Schottland auf vier Rädern erobern.
      Momentan geht es mir erst mal um das Schlafsystem. Die gesamte Packliste setze ich noch nicht hier rein. Das kommt später. Es sind noch zu viele Dinge in der Schwebe.
      So. Nun fang ich endlich mal an:
      Zelt
      Six Moon Designs Skyscape Trekker (756g). Das gefällt mir, weil man es auf beiden Seiten Sicht hat. OK, vielleicht nicht in Schottland. Aber man könnte ...
      Es ist hier im Forum auch schon für Schottland empfohlen worden.
      Das Trekkertent Stealth gefiel mir auch, weil man auch das Tarp allein nehmen kann, wenn man kein Inner braucht. Ich bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir lieber ein einzelnes Tarp besorge oder nähe, wenn ich es brauche.
      Fragen:
       
      1. Ist die Entscheidung für das SMD richtig für Urlaube in Nordeuropa? 2. Brauche ich eine Unterlage, um den Zeltboden zu schützen? Isomatte
      Ich habe bereits eine Therm-a-Rest Z-lite (363g). Die reicht mir auf Gras und Moos, aber auf hartem Boden hatte ich doch etwas Probleme mit den Knochen an Hüfte und Knien.
      Empfohlen wird hier ja meist die Therm-A-Rest NeoAir XLite (Women's) (335g). Die gibt es verschiedenen Größen. Ich habe auch gelesen, dass ihr teilweise eine kürzere hiervon mit einer anderen Isomatte zusammen benutzt. Die Technik habe ich aber nicht ganz verstanden.
      Dazu noch der Hinweis, dass ich Seiten- und Bauchschläfer mit einer äußeren Größe von 168 cm bin.
      Frage:
      3. Welches ist die passende Lösung / Kombination? Schlafsack
      Einen Cumulus Lite Line 300 (653g) habe ich schon. Den möchte ich natürlich gerne behalten und benutzen. Die Entscheidung, welche Klamotten ich dann zum Schlafen anziehe, treffe ich später.
      Die Diskussionen um Daune und Apex habe ich gelesen, aber ich habe den Schlafsack nun mal.
      Fragen:
      4. Würdet ihr ihn für völlig ungeeignet halten oder nicht? 5. Brauche ich einen Liner, wenn ich in Klamotten schlafe? Kopfkissen
      Bramble (104g) hab ich auch schon. Die letzten Versuche ohne Kopfkissen waren nicht so prickelnd. Ich habe zwar den Rucksack als Ersatz probiert. Da war aber nichts mehr drin außer Schokoriegel, die am Morgen danach nicht mehr sehr formschön waren.
      Frage: Keine. Das muss mit.
      Das wären momentan erstmal meine Fragen. Wäre toll, wenn ich ein paar Tipps bekommen könnte. Ich würde mir die Teile gerne jetzt schon kaufen, um sie über Winter (gemeint ist der regenreiche Übergang vom Herbst zum Frühjahr) im Garten ausprobieren zu können.
      Liebe Grüße
      Inge
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