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Ultraleicht Trekking

DIY-Bikepackingtaschen fürs Gravelbike


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Nach siebenmonatiger Wartezeit ist vor ein paar Tagen mein neues Gavelbike eingetroffen - mit Titanrahmen und 11-Gang-GRX-Guppe ohne Umwerfer. Ich bin schwer beeindruckt, obwohl ich zunächst etwas skeptisch war, ob dieser neue Fahrrad-Trend tatsächlich hält, was er verspricht. Das Rad ist spritzig wie ein Rennrad und 'bombproof' wie ein Mountainbike. Außerdem bietet es mit seinen 40-mm-Reifen mehr Komfort als die fehlende Federung vermuten lässt.

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Das Rad ist mit knapp unter 10 kg ziemlich leicht - findet jedenfalls meine Tochter im Vergleich zu ihrem Kinderfahrrad.

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Um richtige Touren machen zu können, fehlen mir allerdings noch die Taschen für das Rad. Eine Ortlieb Lenkertasche mit dem neuen QR-System habe ich zwar, aber auch die werde ich wohl noch ummodeln, weil der Halter eigentlich das einzige ist, was mir daran wirklich gefällt. 

Ausrüstung mit Bikepackingtaschen

Die Taschen, mit denen ich das Rad ausstatten möchte, werde ich alle selbst herstellen und nach und nach hier vorstellen. Fertig ist bereits die Rahmentasche, die ich noch nie an einem Rad hatte und mir schon lange gewünscht habe.

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Zunächst habe ich aus Karton eine Schablone abgenommen.

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Dann wurden die benötigten Teile ausgeschnitten. Verarbeitet habe ich das schwerste mit Nylonstoff verstärkte DCF-Material (das aber mit 170 g/m2 immer noch recht leicht ist). Die einzige genähte Applikation ist der Reißverschluss, alle andere Verbindungen wurden mit Transferklebeband geklebt - genauso wie ich das bereits mit meinem Zelt erprobt habe.

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Das ist die Tasche von innen.

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Uns so sieht sie fertig von außen aus.

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Einzelne Stellen habe ich noch mit der Nähmaschine nachgenäht, damit beispielsweise die Klettverschlüsse nicht abreißen.

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Das Gewicht finde ich sehr ansprechend - die vom Volumen her deutlich kleinere Rahmentasche von Apidura wiegt das dreifache.

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Was mir besonders wichtig ist: auch die Paddelblätter meines Packraft-Paddels passen in den Rahmen ...

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... und am Ende auch in die Taschen hinein. Was ich genau damit anstellen werde, könnt ihr (hoffentlich) bald hier nachlesen... 

Bearbeitet von doman
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  • doman änderte den Titel in DIY-Bikepackingtaschen fürs Gravelbike

Wow! Echt schicke Tasche! Toll gemacht.;)

Zwei Fragen, nur aus Neugier...

170g/qm DCF - ist das besonders strapazierfähig, oder leichter zu verarbeiten, oder ist es v.a. Style? (DCF!!) ist nur Interesse, ich bevorzuge da Stoffe, die ich unterwegs im Notfall auch einfach nähen kann ( und die günstiger sind)

Zweite Frage:  Wo lässt du denn deine Trinkflaschen? Die Ösen für die Flaschenhalter sind ja dann blockiert - machst du die an'n Lenker?

LG schwyzi

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Schicke Tasche und gutes Gewicht für eine Rahmentasche! Ich wäre sehr an deinen Erfahrungen bzgl. der Haltbarkeit des DCF- Materials für die Tasche interessiert. Gerade Bikepacking mit dem Gravel oder MTB ist ja aufgrund des Staub und eventueller Reibung an der Befestigungen nicht unbedingt schonend für das Material.

Ich würde mich da über ein Update nach ein paar Touren freuen. 
 

Edit: gerade erst gecheckt. Die DCF-Seite ist innen. Da dürfte der Staub natürlich keine ganz so große Rolle spielen.

Viel Spaß mit Rad und Tasche(n)!

 OT: Mir war gar nicht bewusst das Decathlon jetzt auch ein Titan Gravel hat. Der GRX Mix ist ein bisschen wild, ich muss aber selbst als Decathlon-Skeptiker sagen dass das für den Preis echt verlockend ist. 
Auch das Riverside Tourenrad von Decathlon sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Wer auch immer bei denen für die Fahrräder zuständig ist scheint nen guten Job zu machen. 

Bearbeitet von AudioHitchhiking
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vor 12 Minuten schrieb bandit_bln:

Wunderschönes Titanbike und tolle Arbeit. 

In dem Bereich Rahmentaschen mach MYOG auch wirklich richtig Sinn. Die Preise reichen da von ganz schön gesalzen, bis völlig überteuert.

 

Volle Zustimmung. Vor allem wenn man die Preise mit denen von Rucksäcken vergleicht die vom Nähen deutlich aufwendiger sein dürften. 
Zusätzlich nutzen MYOG Taschen den Platz im Rahmendreieck aber auch einfach deutlich besser als Taschen von der Stange. Besonders wenn man einen sehr kleinen oder besonders großen Rahmen hat (oder das Oberrohr geslopt ist).

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Geschrieben (bearbeitet)

Danke für euere Resonanz, die viele meiner Überlegungen aufgegriffen hat. Als ich über einen Forumskollegen aus dem Hängemattenforum letzten November von diesem Bike erfuhr, war mir klar, dass ich darauf verzichten würde, mir ein Rad komplett selber aufzubauen. Der Titanrahmen "made in Europe" mit allen Ausstattungsmerkmalen, die ich mir gewünscht habe, ließ mich über die etwas zusammengewürfelte Gruppe und die relativ billigen Teile Sattelstütze, Sattel, Vorbau hinwegsehen. Ein paar Stunden nach meiner Bestellung war das Bike komplett ausverkauft. 

Am 29.6.2021 um 08:48 schrieb schwyzi:

Zwei Fragen

Zum Material kann ich nur soviel sagen, dass es meiner Ansicht nach keinen besseren Stoff für diese Anwendung gibt. Stylische Gründe spielen bei mir keine besondere Rolle. Wie so oft in unserm Hobby ist es so, dass man von den drei entscheidenden Kriterien Robustheit, Gewicht und Preis nur zwei optimieren kann. Vor dem Hintergrund habe ich mich mit dem gesalzenen Preis für DCF abgefunden.

Die Trinkflaschen kann ich auch so in die Rahmentasche stecken. Voraussetzung dafür ist, dass man den Zipper auch während der Fahrt leicht öffnen kann. Und das ist ein Punkt, der bei den meisten käuflichen wasserdichten Rahmentaschen nicht gegeben ist. Ortlieb z.B. verbaut Tizips, was ich für absoluten Overkill halte. Mal ehrlich: wer taucht seine Fahrradtaschen komplett ins Wasser und braucht eine absolute Dichtigkeit? Ich jedenfalls nicht. Durch die Verarbeitung eines ganz normalen YKK 10c Zipper habe ich die Möglichkeit, das Fach mit einer Hand ganz leicht zu öffnen - auch während der Fahrt.

Alternativ kann ich das Wasser in den Taschen verstauen, die ich euch jetzt vorstelle, nämlich die 

Gabeltaschen mit Fidlock-Befestigung

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Dafür braucht es neben zwei eingeschraubten Magneten keinerlei Halterung am Rad. Die Fidlock-Gegenstücke werden zunächst auf einer Polyethylen-Platte befestigt,

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die danach ihrerseits auf dem DCF-Material verklebt und festgeschraubt wird.

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Danach habe ich die Taschen - wie schon die Teile der Rahmentasche - von innen verklebt.

210630-42.jpg.ad0cd2e4cce2eea5df29197c5f5ad768.jpgSo sieht das fertige Ergebnis aus.210701-27.jpg.5483c8a86084c1d2fc16b3b7651b85c2.jpgDas Gewicht ist auch in Ordnung.

210701-08.thumb.jpg.e400ce808fec21e4db65cb2200735f22.jpg

In die Taschen passen entweder ein Schlafsack oder Quilt, eine Querhängematte mit DCF-Tarp, eine 2 Liter Clean Kanteen Wasserflasche, eine TAR-Isomatte oder mein Trocki nebst Kochset hinein.

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Mir gefällt die aufgeräumte Optik an dieser Befestigungslösung und dass sich die Taschen mit einem Klick montieren und einem kleinen gegenläufigen Dreh zur Neigung lösen lassen.210701-35.thumb.jpg.147c88749e2b81874ce74747593736d0.jpg

Die Seiten sind allerdings nicht vertauschbar, weil sonst das Gewicht der Taschen Richtung Öffnung zieht.

Kennt jemand von euch eine schlankere Befestigungslösung?

Bearbeitet von doman
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    • Von doman
      Da ich seit kurzem mein Set an Bikepackingtaschen um eine A-Rakete erweitert habe (Vorstellung kommt noch), war genügend Packtaschenvolumen vorhanden, um eine Tour mit Zelt und Zeltofen anzugehen. Passend dazu hat sich das Wetter hier am letzten Wochenende weiter abgekühlt, sodass eine abendliche Wärmequelle wünschenswert schien.

      Das ist das Rad mit voller Montour. Hinten drin stecken Merinosachen für die Nacht (bei den Temperaturen noch überflüssig), das Tarp, Handschuhe (nicht gebraucht) und der Schlafsack. Im Rahmen befinden sich der Ofen, 1,5 Liter Wasser, Elektronik- und Hygienekleinteile, Werkzeug, Pumpe und paar Lebensmittel. Am Oberrohr Snacks, die Powerbank, Kabel, ein Schloss und die Gopro. Und vorn stecken in einer Röhre das Zelt und der Kocher nebst 750 ml-Tasse und in der anderen Isomatte und Hängematte.

      Der Freund, mit dem ich unterwegs war, fuhr ein Rose-Backroad aus Carbon, das gefühlt noch mal deutlich leichter war als mein Titan-Drahtesel.

      Er hatte allerdings noch einen Rucksack auf dem Rücken, auf den ich gerne verzichtet habe, obwohl nur damit der abendliche Biertransport zu bewältigen war.

      Die Strecke haben wir uns mit der Voreinstellung "Gravel" von Komoot erstellen lassen - mit manuellen Nachjustierungen.

      Herausgekommen ist ein extrem naturnaher Trail, bei dem man sich so manches Mal fragte, ob es wohl in hundert Metern noch ein Spur von Weg zu erkennen geben wird.

      Aber wir sind mit nur sehr gelegentlichen Schiebeeinlagen gut durchgekommen.

      Beim letzten Zivilisationsstopp haben wir uns noch jeder ein Menü einpacken lassen, das mit den Straps der Satteltaschen gut zu fixieren war und später mit den Reifenhebern gut geschmeckt hat - denn für Löffel war kein Platz mehr.

      Am Abend haben wir einen Traumspot auf einer Hügelkuppe gefunden und uns mit den Hängematten und dem Ofenzelt wohnlich eingerichtet.

      Nur bei der Bierflasche hätte ich mir gewünscht, dass sie so groß gewesen wäre, wie sie die Kerze hier aufs Zelt projiziert.

      Das Zelt hat uns einen mollig warmen Abend beschert. - Der Feuerstrahl des Schornsteins war übrigens so gerichtet, dass er dem Baum keinen Schaden zugefügt hat (auch wenn das hier vielleicht so aussieht).

      So sah das Zelt von innen aus.

      Und so stellte sich die Szenerie am nächsten Morgen dar. Bevor irgendein Spaziergänger vorbeigekommen war, hatten wir alles wieder weggepackt.

      Und alles passte tatsächlich ohne quetschen zu müssen wieder in die Packtaschen rein.

      Hier habe ich heute Morgen noch ein Bad genommen, dann ging's wieder zurück.
      SCHÖN WAR'S!
    • Von Carsten010
      Ich brauch nicht mehr sagen, oder?
      https://www.huckepacks.de/
      Wenn ihr was dazu auf FB/IG/TWitter etc sieht, dann schadet es sicher nicht, den Teilen-Button zu drücken.
      Und schaut euch bitte auch Hendriks INterview mit Mateusz an:
       
    • Von StephanV
      Frage an die Leute, die Erfahrung mit DCF haben, insb. für Tarps oder Zelte: reicht kleben oder muss man nähen, bzw. wo reicht kleben, wo sollte man nähen?  Hängt dies von der Materialdicke ab?
      Ich spiele mit dem Gedanken, mich an einem Tarptent mit 18g/m^2 DCF zu wagen, meine Nähmaschinenerfahrung ist jedoch extrem beschränkt, würde also gerne soweit wie möglich den Einsatz der Nähmaschine minimieren.
      Bin auch für sonstige Hinweise und Ratschläge bzgl Verarbeitung von DCF dankbar.
    • Von Capere
      Ich habe wieder ein paar Sachen ausgemistet - darunter auch einen meiner MYOG Laufrucksäcke!   OT: Rucksack und Tarp sind in meinem persönlichen Besitz! Mein "Label" Montmolar ist weder ein Shop, noch sonst wie professionell aufgestellt, sondern einfach mein Hobby. Insofern entstehen dort nur Sachen für mich selbst oder für Freunde. Ein "Verkauf" wie hier erfolgt maximal, weil ich ein paar ältere Versionen ausmiste!   Montmolar Fastpack #8, größtenteils wasserdicht aus 102g Hybrid DCF, 34g DCF und Monolite als Trägermaterial (172g), Nähte alle getaped - wenig gebraucht und ohne Schäden. 175,00€ VHB  
      Tarptent Aeon Li V1, inkl. 6 Easton Nano Heringe u. 2x Stuffsack - neuwertig und gut in Schuss.
      650,00€ VHB

       
      Cumulus Magic 100 Zip - wenig genutzt und Top in Schuss.
      130,00€ VHB

      Montmolar PolyCro Micro Tarp (70g) 1,4 x 1,4m - wenig genutzt und Top in Schuss.
      25,00€ VHB

      Deuter Fannypack / Hüfttasche - gebraucht. ~94g
      10,00€ VHB

       
      Preise jeweils zuzüglich Versand aber alles ist verhandelbar.


      Wer mehrere Sachen nimmt kann mit Rabatten rechnen. Bei Interesse, einfach mal Bescheid geben.

      Privatverkauf unter Ausschluss von Rücknahme und Gewährleistung.
    • Von Martin
      Ich biete ein Waldschneider Sägewerk 1.5 DCF, ein A-Frame Style Cuben Tarp mit Cat-Cuts.
      Gewicht mit Leinen ca. 180g. Ich habe es hier im Forum von Dr. Matchbox erworben, zu seinen 3 Übernachtungen kommen nochmals 5 von mir. Der Zustand ist 1A. Die Maße kann man hier finden:
      Das Trekkerten Inner wiegt 450g 250g und wurde von mir nicht genutzt.
      Fotos von mir:

      Die Matte ist 200 cm lang, der Stock ist auf 130 cm.

      Dieses Bild ist vom Forumstreffen 2020 mit meinem Bivy drunter.
      Preisvorstellung für beides zusammen: 350€
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