Geschrieben 1. Februar 201511 Jr. Hallo, da gestern in Hamburg strahlender Sonnenschein war, bin ich gleich mal auf die Außenalster und habe eine kleine Testfahrt mit meinem neuen Packraft gemacht.Länge: 180cmBreite: 80 cmSchlauchdurchmesser 28-32cmSitzbreite: Figurbetont bzw. Presspassung für meinen Hintern Gewicht 1090g GrüßeErik PS: Das Paddel habe ich schon mal hier vorgestellt:http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/1880-verschiedenes-myog-get%C3%BCddel-ein-paddel/?hl=paddel Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 1. Februar 201511 Jr. Das sieht ja interessant aus: Welches Material hast du verwendet?Wie hast du es verbunden?Wie hast du den Schnitt erstellt? Mikroskope gibt's auch in UL: https://www.jot-entdecken.de/ul-mikroskope/
Geschrieben 1. Februar 201511 Jr. ... und was hat der paddler im gesicht!? - Signatur von mir gelöscht -
Geschrieben 1. Februar 201511 Jr. Ein Schlauchboot selbst gemacht und wiegt nur 1kg ... klasse !!Mich würde auch brennend interessieren mit welchem Material Du das gemacht hast !!Und für welchen Zweck Du es gemacht hast ?Sicherlich nicht für eine lange Paddeltour?Einfach nur mal wegen der Produktionspraxis für ein größeres Projekt?Als Übersetzhilfe über Fluss oder See bei einer Wandertour?Badespass am Baggersee?Oder ... ?
Geschrieben 1. Februar 201511 Jr. @ TappsiTörtel: Du solltest mal sein MYOG-Faltboot sehen! @ Erik: Sehr gelungen! Respekt wie schön Du solche Projekte immer wieder hinkriegst! der NorwegerDas WESEN des Ultraleicht-Trekking:Wissen schaffenErfahrungen machenSicherheit gewinnenErlebnisse genießenNochmal von vorn!
Geschrieben 1. Februar 201511 Jr. Geiles Ding, ich hab ja in Schierke schon über dein selbstjemachtes Boot gestaunt... [emoji3] Viele GrüßeIngmar
Geschrieben 1. Februar 201511 Jr. Super teil,mich würden auch Herstellungsdetails interesieren. Du weißt nie was Du kannst, bevor du es versuchst.
Geschrieben 2. Februar 201511 Jr. Autor Hallo zusammen, um es vorweg zu nehmen: Dieses Projekt kann ich nicht unbedingt zum Nachmachen empfehlen. Materialaufwand, Zeit und das Risiko 4lfm Stoff in Restmüll zu verwandeln lohnen sich nicht im Vergleich zu einem gekauften Packtraft. Außerdem habe ich Bedenken, wie haltbar die Konstruktion ist. Alternativen gibt es ja reichlich: Das Supai ist günstig und deutlich leichter, ein Scout ist zwar etwas schwerer aber deutlich robuster und zuverlässiger.Hauptgrund für dieses Projekt war einfach die Machbarkeit zu prüfen. Ich kenne zumindest niemanden, der schon ein MYOG-Packraft gebaut hat. Und irgendjemand muss es ja schlussendlich mal machen, oder? Außerdem plane ich im Frühjahr eine Trekkingtour in einem seenreichen Gebiet. Da soll das Packraft eine Abwechslung bringen. Für meine geplante Grönlandtour 2016 werde ich mir aber ein Packraft KAUFEN! (Stichwort Haltbarkeit und Risiko) Für den Einstieg zum Üben empfehle ich eher so etwas:http://yostwerks.com/QuickiePaddle.htmlBei dem Quickie sind nämlich keine gekrümmten Schweißnähte notwendig. Damit ist das Risiko etwas für die Mülltonne zu bauen geringer. Als Material habe ich folgendes verwendet:http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-210den-einseitig-TPU-beschichtet-275g-qm-schwei%DFbar::1700.html Achtung dieses Material ist NICHT luftdicht:http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-70den-einseitig-TPU-beschichtet-170g-qm-schwei%DFbar::1707.html Ansonsten wird, wie bei Extremtextil beschrieben, das Material mit einem Bügeleisen verschweißt. Gerade Schweißnähte gehen gut, gekrümmte, bei denen das Material nicht plan liegt sind der Horror!Wer Interesse an dem Schnittmuster hat -> PN Ach ja: dieses Boot hat keinerlei Sicherheitsreserven. Ein Leck, das auch plötzlich durch eine schlechte Schweißnaht entstehen kann führt zum Sinken des Bootes! Also passt gut auf euch auf… Erik Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 2. Februar 201511 Jr. Danke für die Infos zum Material, etc. Achtung dieses Material ist NICHT luftdicht:http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-70den-einseitig-TPU-beschichtet-170g-qm-schwei%DFbar::1707.htmlWie hast du das fest gestellt?
Geschrieben 2. Februar 201511 Jr. Achtung dieses Material ist NICHT luftdicht:http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-70den-einseitig-TPU-beschichtet-170g-qm-schwei%DFbar::1707.htmlLatexmilch aus dem MTB Bereich, gleichmässig eine dünne Schicht auftragen und über Nacht trocknen lassen, denn Rand natürlich auslassen.= Luftdicht.Wenn schon basteln dann bitte richtig Im Ernst;eigentlich genial,eigentlich wie Lego.Der meiste Spass hattest Du wohl beim Basteln, nicht beim Paddeln. Nun kennst Du die Materie sehr gut und wenn Dein gekauftes schlapp macht, hast Du bessere Chancen es wieder Paddeltüchtig zu machen. Eigentlich genial.Von mir mind. zwei Daumen hoch Ja, eigentlich genial... Edit: Super, dass trotz UL-Trekking solche Themen den Weg hierhin finden. Ich hoffe, dass es so weitergeht.
Geschrieben 2. Februar 201511 Jr. Autor Danke für die Infos zum Material, etc. Achtung dieses Material ist NICHT luftdicht:http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-70den-einseitig-TPU-beschichtet-170g-qm-schwei%DFbar::1707.htmlWie hast du das fest gestellt? Tja, das ganze war nicht mein erster Versuch Nachdem ich unter Wasser keine undichte Stelle finden konnte und das 2. Boot nun dicht ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass es am Material liegt. @Ibex: Den Trick mit der Latexmilch werde ich ausprobieren, vielleicht ist ja bei dem fertigen Boot noch was zu retten. Ob die Latexmilch auch im fertigen Boot trocknet? Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 7. November 201510 Jr. Die Beschichtung vom Material ist innen, oder?Meinst du nicht das eine glattere Aussenseite besser wäre?
Geschrieben 7. November 201510 Jr. @Ibex: Den Trick mit der Latexmilch werde ich ausprobieren, vielleicht ist ja bei dem fertigen Boot noch was zu retten. Ob die Latexmilch auch im fertigen Boot trocknet? Ja in Mountainbikereifen die ohne Schlauch gefahren werden wird die auch nachträglich reingeleert und legt sich durch drehen, schüttel etc. an die Seitenwände an.
Geschrieben 12. November 201510 Jr. Autor Die Beschichtung vom Material ist innen, oder?Meinst du nicht das eine glattere Aussenseite besser wäre?Hallo Jonas,die Beschichtung liegt innen, das lässt sich so deutlich einfacher verarbeiten. Eine glatte Oberfläche hätte aus meiner Sicht nur wenig Vorteile. Obwohl man so das Boot schneller trocknen könnte. Schmutz nimmt das Material jedenfalls kaum an. Der etwas größere Wasserwiderstand ist bei den gefahrenen Geschwindigkeiten egal. Wenn ich auf einem stehenden Gewässer Strecke machen möchte, würde ich sowieso nie ein Packraft sondern mein Chili verwenden. Ich überlege momentan aber tatsächlich eine andere Konstruktion, bei der dann einige Flächen mit der glatten Seite aussen liegen. Grund ist aber eine Verbesserung der Schweißnähte. Aber das wird noch dauern... Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 3. Januar 201610 Jr. Autor Am 2.2.2015 at 12:42 schrieb Barbarix: Hallo zusammen, um es vorweg zu nehmen: Dieses Projekt kann ich nicht unbedingt zum Nachmachen empfehlen. Materialaufwand, Zeit und das Risiko 4lfm Stoff in Restmüll zu verwandeln lohnen sich nicht im Vergleich zu einem gekauften Packtraft. Außerdem habe ich Bedenken, wie haltbar die Konstruktion ist. Alternativen gibt es ja reichlich: Das Supai ist günstig und deutlich leichter, ein Scout ist zwar etwas schwerer aber deutlich robuster und zuverlässiger. Hauptgrund für dieses Projekt war einfach die Machbarkeit zu prüfen. Ich kenne zumindest niemanden, der schon ein MYOG-Packraft gebaut hat. Und irgendjemand muss es ja schlussendlich mal machen, oder? Außerdem plane ich im Frühjahr eine Trekkingtour in einem seenreichen Gebiet. Da soll das Packraft eine Abwechslung bringen. Für meine geplante Grönlandtour 2016 werde ich mir aber ein Packraft KAUFEN! (Stichwort Haltbarkeit und Risiko) Für den Einstieg zum Üben empfehle ich eher so etwas: http://yostwerks.com/QuickiePaddle.html Bei dem Quickie sind nämlich keine gekrümmten Schweißnähte notwendig. Damit ist das Risiko etwas für die Mülltonne zu bauen geringer. Als Material habe ich folgendes verwendet: http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-210den-einseitig-TPU-beschichtet-275g-qm-schwei%DFbar::1700.html Achtung dieses Material ist NICHT luftdicht: http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-70den-einseitig-TPU-beschichtet-170g-qm-schwei%DFbar::1707.html Ansonsten wird, wie bei Extremtextil beschrieben, das Material mit einem Bügeleisen verschweißt. Gerade Schweißnähte gehen gut, gekrümmte, bei denen das Material nicht plan liegt sind der Horror! Wer Interesse an dem Schnittmuster hat -> PN Ach ja: dieses Boot hat keinerlei Sicherheitsreserven. Ein Leck, das auch plötzlich durch eine schlechte Schweißnaht entstehen kann führt zum Sinken des Bootes! Also passt gut auf euch auf… Erik Korrektur! Mich hat das 170g TPU Materrial nicht in Ruhe gelassen und ich habe es noch einmal getestet. Es ist definitiv luftdicht! Allerdings ist die Verarbeitung in einer 3D-Konstruktion für mich so schiewrig, dass ich es nicht luftdicht hinbekomme... Falls jemand Tipps zur Verarbeitung hat, immer her damit! Grüße Erik Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 15. Juni 201610 Jr. Autor Nachtrag: wie im Reisebericht zur Mongolei schon berichtet habe ich eine 3. Version des Packrafts gebaut. Mit den Abmaßen und dem Schnitt bin ich sehr zufrieden. Da wiederholt nach dem Schnitt für das Packraft gefragt wurde, hier die Skizze: Das Packraft besteht aus 3 Teilen: Das Oberdeck ist ringförmig, das Unterschiff ist von der Außenkontur identisch mit dem Oberdeck, logischerweise fehlt der innere Ausschnitt. Das 3. Teil ist ein 312cm langer Streifen, der senkrecht zwischen Unerschiff und der inneren Kontur des Oberdecks eingeschweißt wird. Das ganze besteht aus 275g TPU von Extremtextil. Und so sieht das ganze dann aus: Wäre schön, wenn hier jemand von Selbstbauversuchen berichten würde... Viel Spaß! Erik Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 16. Juni 201610 Jr. Hallo Erik, mich würde interessieren, ob Du nach nun offenbar mindestens drei Selbstbauversuchen und einer ganzen Menge vergangener Zeit immer noch bei Deiner Einschätzung bleibst, dass gekaufte Packrafts die bessere Wahl sind? Oder siehst Du das mit einigem zeitlichen Abstand nun anders? http://www.frischluftgeschichten.de
Geschrieben 16. Juni 201610 Jr. Autor Hallo Milkmonsta, das ist eine gute Frage, aber leider nur sehr schwer pauschal zu beantworten. Für mich ist MYOGen ein Hobby. Daher sind mir 3 selbstgebaute Packrafts udn zahllose Stunden in der Werkstatt lieber als 1 gekauftes. Baut man selbst ein Packraft muss man bestimmt mit 2 Versuchen rechnen, bis ein vernünftiges Packraft dabei rauskommt. Ein MYOG Versuch kann sich gerade bei einem Packraft auch finanziell lohnen, die Materialkosten liegen bei gut 80€. Bleibt natürlich das Risiko, dass man x Anläufe braucht. Für jemanden der einfach nur ein Packraft möchte empfehle ich den Gang zum Händler oder ein gebrauchtes. Das ist schneller einfacher und die industriell gefertigten Packrafts sind mit Sicherheit zuverlässiger. Allerdings hatte ich bislang auch nach rauem Einsatz (aber kein Wildwasser!) noch keinen Defekt oder sonstige Probleme. Trotzdem habe ich für mich immer noch keine Entscheidung getroffen, ob ich nächstes Jahr ein gekauftes oder MYOG Packraft nach Grönland mitnehme. Die Tour wird anspruchsvoller als das Flusspaddeln in der Mongolei, wo ich mich im Notfall immer im knietiefen Wasser 20m ans Ufer retten hätte können. Nach dem ganzen hin und her dann doch meine Empfehlung: Selbstbauversuch wagen, und hier berichten! Grüße Erik Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 18. Juni 20206 Jr. Autor Hallo zusammen, Ich hatte weiter oben geschrieben, dass ein Packraft aus folgendes Material wohl kaum luftdicht zu bekommen ist:http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-70den-einseitig-TPU-beschichtet-170g-qm-schwei%DFbar::1707.html Das stimmt so nicht, ich habe mit Hilfe einer 100g Tube Patex Repair mein Packraft abgedichtet, das seit 5 Jahren auf dem Dachboden lag. Es funktioniert und ca. 850g. Das Material ist aber etwas empflindlich und ich hatte gleich bei der ersten Tour einen ca. 1cm langen Riss durch einen Brombeerstrauch (Danke Matze für die Pannenhilfe!). Ich empfehle aber die Schweißnähte innen mit einem zusätzlichen Streifen abzudichten. Ansonsten kann man mit dem Material auf jeden Fall testen. Nie ist zu wenig, was genügt.
Geschrieben 23. Juni 20233 Jr. Hallo Erik, deine Sebstbauten sind sehr spannend. schade, das sich so wenig mit eigenen Versuchen zurückmelden. Der Link weiter oben zu dem einfachen Quickie funktioniert leider nicht mehr. Wo kann ich das finden? Freundliche Grüße Jürgen Heinemann
Geschrieben 23. Juni 20233 Jr. vor 2 Stunden schrieb juehei62: Hallo Erik, deine Sebstbauten sind sehr spannend. schade, das sich so wenig mit eigenen Versuchen zurückmelden. Ich glaube, das liegt daran, dass ein kompletter Selbstentwurf äußerst anspruchsvoll ist - selbst dann, wenn du bereits Packrafts besitzt und damit Vorlagen hast. Ich selber wäre sogar mit einem fertigen DIY-Kit komplett überfordert, aber hier ein Link: https://iron-raft.co.uk Mod-Anmerkung: Dieser Thread ist ja schon etwas älter. Inzwischen ist es üblich, dass Packrafting-Threads im Unterforum 'UL in anderen Outdoor-Sportarten' erscheinen. So erlaube ich mir, ihn dahin zu verschieben. Okay, @Barbarix? Trails&Tours
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