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Ultraleicht Trekking

Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum


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Ich konnte vor ein paar Wochen endlich mein neues Tarp (Prototyp) testen. Ich bin mit dem SilNylon-Prototyp so zufrieden, dass ich das Ganze in Cuben verewigen werde.

Die Grundidee für die Konstruktion stammt von Micha, vielen Dank dafür!

 

Vorgaben für dieses Tarp:

-          Ziel-Gewicht um die 300g

-          No Frills: Kein Reißverschluss der kaputt gehen kann, keine Lüfter…

-          Konstruktion so einfach wie möglich: Mein letztes Tarp für die Mongolei war toll und super stabil. Allerdings war der Schnitt auch recht kompliziert

-       Basis sollte ein Rechtecktarp im Pyramidenmodus sein

-       Rundum geschlossen für guten Wetterschutz ohne zusätzliches Bivvy

-          möglichst sturmfest, mindestens aber windfest

-          Moskitodicht ohne Innenzelt, Moskitoschutz durch einen 20cm breiten rundum laufenden Saum

-          Einknüpfbarer Boden

 

Herausgekommen ist folgendes:

IMG_20160501_201328104.jpg

 

IMG_20160501_201357615.jpg

 

IMG_20160502_201325142.jpg

 

IMG_20160502_201405305.jpg

 

Das Gewicht liegt momentan bei 380g inkl. aller Leinen und Heringen. Das nackte Tarp liegt bei ca. 310g. Allerdings fehlt noch das Moskitonetz (geschätzt +50g). Verwendet habe ich das 36g Silnylon von Extremtextil.

Wenn ich das 19g Cuben verwende sollte ich ca. 100g sparen können. Dann würde ich inkl. Moskitonetz, Leinen und Heringen bei 330g liegen, also etwas über der Zielvorgabe.

 

Im Elbsandsteingebirge hat sich das Tarp super geschlagen. Es ist für mich recht geräumig. Ich kann darin sitzen und mich bequem umziehen. In der Apside ist genügend Platz für Schuhe, Rucksack und Ausrüstung. Der Aufbau geht recht einfach, die Überlappungsbreite des Eingangs lässt sich mit der Stockhöhe variieren. Dem Wind, den wir in einer Nacht hatten, hatten das Tarp ganz gut standgehalten. Der überlappende Eingang ist eigentlich viel einfacher und unkomplizierter als ein Reissverschluss.

Auf den ersten beiden Bildern sieht man 2 Stück 50cm lange CFK-Stangen, die nocheinmal für zusätzliche Kopf- und Fußfreiheit sorgen. Danke Mr. Hardstone für die tolle Idee!

 

Hier das Schnittmuster:

Ansichten auf der 1. Seite, Schittmuster auf der 2. Seite, sehr rudimentäre Skizze, aber der Schnitt ist wirklich einfach

SilNylon-Proto-Tarp für Grönland 2017.pdf

Es werden 3 Zuschnitte benötigt: 1 Trapez und 2 identische Dreiecke mit gekappter Spitze.

 

Tipps, Verbesserungen und Anregungen sind herzlich willkommen!

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Super gelungen. Mir gefällt vor allem das "ohne RV", ist auch mein Ansatz.

Wie sieht es denn mit der Dehnung des 36g Silnylon aus ?
Habe das u.a. hier bei mir liegen, traue mich aber nicht es für ein Tarp zu verwenden, es dehnt sich diagonal wirklich sehr stark. Wie war das denn im trealen Einsatz ?

Und Danke fürs Schnittmuster !

Bearbeitet von TappsiTörtel
Dreckfuhler
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Sauber, das sieht besser aus als mein Prototyp. Der überlappende Eingang ist genau so, wie ich das ursprünglich haben wollte! Zu schade, dass ich es zeitlich nicht mehr hinbekomme, mir so ein schönes Teil zu bauen, da es übermorgen schon los geht :o Vielleicht kann ich mir im Winter mal dein Prototyp ausleihen oder komme bei dir vorbei um mir das genauer an zu sehen ;)

Das Gewicht überrascht mich allerdings sehr! Mein Cuben Prototyp den ich am Wintertreffen dabei hatte, wog ja nur ca 150g und war von den Maßen nicht all zu viel kleiner.

 

schöne Grüße

Micha

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Schönes Teil  :)   Was ich da nicht erkenne sind die zwei 50 cm Stangen, die du erwähnt hast. Sind das etwa die leichten Beulen links vom eingang und rechts hinten bei den Füßen?

@wilbo:  in der Zeichnung ist eine Höhe von 1,1 m angegeben - das dürfte dann der Stange entsprechen

Bei 7,31 m² wären das ja ~263 g alleine für den Stoff. Durch die Verstärkungen kommst du dann auf die 310?  Was wiegen denn die Stangen, wenn diese + Heringe + Leinen nur 70g wiegen?

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Was ich vergessen habe zu erwähnen: Das Tarp ist bis auf den Saum komplett geklebt. Funktioniert besser als ich gedacht habe. Nähen ist trotzdem schneller und einfacher!

vor 8 Stunden schrieb TappsiTörtel:

Wie sieht es denn mit der Dehnung des 36g Silnylon aus ?
Habe das u.a. hier bei mir liegen, traue mich aber nicht es für ein Tarp zu verwenden, es dehnt sich diagonal wirklich sehr stark. Wie war das denn im trealen Einsatz ?

Die Dehnbarkeit ist weit weniger problematisch als ich dachte. Zumindest bei diesem Schnitt kann man dadurch recht gut die Falten wegspannen.

vor 8 Stunden schrieb Plork:

Sehr cooles Teil. Hast Du Bilder von dem Boden und Moskitonetz? Wie verhält sich die Überlappung wenn der Wind aus der Richtung kommt? Is da ein Klett, Schlaufe oder Magnet dran, bzw. angedacht? Mit wievielen Heringen steht es bei Wind? 

Bislang habe ich nur Fensterfolie als Boden verwendet, ein Boden aus Silnylon soll folgen. Das Moskitonetz fehlt ebenso. Das Mosikotnetz ist einfach nur ein 20cm langer Streifen, der rundum unten am Saum festgenäht wird. Ich kann das mal bei einem anderen Tarp fotografieren, die Lösung hat sich bei mir bewährt.

vor 8 Stunden schrieb micha90:

Vielleicht kann ich mir im Winter mal dein Prototyp ausleihen oder komme bei dir vorbei um mir das genauer an zu sehen ;)

Super, jederzeit!

vor 8 Stunden schrieb micha90:

Das Gewicht überrascht mich allerdings sehr! Mein Cuben Prototyp den ich am Wintertreffen dabei hatte, wog ja nur ca 150g und war von den Maßen nicht all zu viel kleiner.

Ach ja das leidige Gewicht. Naja im Prinzip passt das schon. Dein Tarp dürfte mind. 0,5m² bis 1m² weniger Fläche haben. Dein 19g Cuben wiegt die Hälfte des 36g Silnylons (wiegt tatsächlich 37-39g pro m²). Damit würde dein Tarp ca. 320g in Silnylon wiegen. Dazu kommen bei mir noch ca. 20g für die Halter der kleinen Stangen und nocheinmal ca. 20g für Leinen, 8 Linelocs und 1/2 Tube Silnylon. Macht hochgerechnet in Summe ca. 340g. Mein Tarp wiegt ohne Heringe 350g, das passt also schon ganz gut. Dazu kommen noch 27g für 8 Heringe + 4g für den Beutel der Heringe. Ich bin auch immer wieder erstaunt wie erbarmungslos sich die Gramm addieren.

Mit 19g Cuben rechne ich mit einem Gewicht von ca. 170g für das nackte Tarp. Für die Stangenhalter muss ich noch eine leichtere Alternative finden...

vor 8 Stunden schrieb wilbo:

wie hoch ist deine mittelstange?

Die Stange ist 120cm lang und 68g schwer. Durch die größere Länge macht es nichts aus wenn sie etwas im Waldboden versinkt. Außerdem spanne ich das Tarp mit ca. 5cm Bodenabstand ab und ich kann sie etwas schräg stellen. Das bringt noch einmal etwas mehr Bewegungsfreiheit.

vor 3 Stunden schrieb questor:

Die Cuben Bahnen sind ja schmaler - willst Du die Maße trotzdem beibehalten?

Da bin ich momentan noch am Tüfteln. Heute abend habe ich das ganze mal skizziert und es scheint, dass die schmale Bahn die Liegebreite mehr einschränkt als ich dachte. Ich werde da mal lieber noch einen Prototypen aus Bauplane bauen, bevor ich das Cuben versaue und ich mir dann 50 kleine Cubenbeutel daraus nähen muss:x

Kann mir mal jemand die exakte nutzbare Breite der Cubenbahn geben? Ich habe gehört, dass die Bahn zwar 138cm breit ist, der Rand aber wegen der fehlenden Fasern nicht nutzbar ist.

Grüße

Erik

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vor 5 Minuten schrieb Barbarix:

Bislang habe ich nur Fensterfolie als Boden verwendet, ein Boden aus Silnylon soll folgen.

Dann ist die aktuelle Lösung die bessere - Silnylon ist nicht ausreichend als Boden. Vor allem ist es nicht Stichfest und die Wasserdurchlässigkeit lässt bei Druck auch nach. Das wurde erst diese Woche hier irgendwo erwähnt.  Polycryo-Folie ist gewichtstechnisch das beste was man als Zeltboden nehmen kann.

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vor 7 Minuten schrieb Barbarix:

Kann mir mal jemand die exakte nutzbare Breite der Cubenbahn geben? Ich habe gehört, dass die Bahn zwar 138cm breit ist, der Rand aber wegen der fehlenden Fasern nicht nutzbar ist.

Bei dem Cuben das ich mal hatte (50g, schwarz) war an beiden Seiten je ein 1,8cm breiter Streifen ohne die Dynemafasern.

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vor 4 Minuten schrieb AlphaRay:

Dann ist die aktuelle Lösung die bessere - Silnylon ist nicht ausreichend als Boden. Vor allem ist es nicht Stichfest und die Wasserdurchlässigkeit lässt bei Druck auch nach. Das wurde erst diese Woche hier irgendwo erwähnt.

Das kann ich leider nicht bestätigen. Ich habe mit 50g Silnylon sehr gute Erfahrung gemacht, allerdings bislang nur ca. 30 Nächte. Ich glaube Silnylon wird da in der Praxistauglichkeit unterschätzt...

Aber klar, Folie ist natürlich deutlich leichter!

vor 6 Minuten schrieb TappsiTörtel:

Bei dem Cuben das ich mal hatte (50g, schwarz) war an beiden Seiten je ein 1,8cm breiter Streifen ohne die Dynemafasern.

Klasse, danke für die schnelle Info!

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vor 20 Stunden schrieb Barbarix:

Die Stange ist 120cm lang und 68g schwer.

vielen dank!

sagst du mir bitte nochmal wie groß du bist. es wurde wahrscheinlich schon einmal in deinem tarptent-faden erwähnt, aber ich bin grad, (nach zwei bier) zu faul zum suchen. :rolleyes:

lg. -wilbo-

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Tolles Teil! Mehr kann man ja kaum noch weglassen. Ich mag diese Konstruktionen die sich auf das Wesentliche beschränken. Und geklebt is es auch noch ... :-)

Die Aussage von AlphaRay(die sich anscheinend nicht auf eigene Erfahrungen bezieht) kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Ich bin nun schon viele Tage mit dem HexHex unterwegs und der 55g-Silboden des Teils hat bis jetzt keine Schwächen gezeigt. Einzig die Rutschigkeit nervte und wurde mit SilNet-Streifen beseitigt.

HAL

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Ich finde dein Eintrag gerade nicht..am WE irgendwo gelesen. War mir sogar sicher, dass es hier im Forum war.  Aber gut zu hören, dass SIlnylon funct - dann gehts also doch leichter als 70g :)

Spricht denn irgendwas gegen Polycryo statt Sinylon zu nehmen? Weiterreißfähigkeit usw. ist ja hier irrelevant. Und das Polycryo lässt sich ja mit normalem Klebeband flicken. Gewichtsmäßig ist da natürlich auch noch ne Welt zwischen + man hat noch den Vorteil, dass man sieht was drunter liegt (wenn etwas drückt -> direkt sehen können ob Wurzel, Stein, Stock)

Bearbeitet von AlphaRay
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Am ‎13‎.‎06‎.‎2016 at 07:21 schrieb derray:

Woraus besteht die Stange?

Die Stange ist ein CFK Rohr 14mm (Pullwinding)

vor 16 Stunden schrieb wilbo:

sagst du mir bitte nochmal wie groß du bist.

Ich bin 184cm lang und schlafe auf einer Neo-Air

vor 15 Stunden schrieb AlphaRay:

Spricht denn irgendwas gegen Polycryo statt Sinylon zu nehmen?

Ganz im Gegenteil. Polycryo bzw. Tesa-Fensterfolie ist eigentlich mein Standard-Groundsheet. Super leicht und ausreichend stabil. Allerdings möchte ich für Grönland eine robustere Lösung, weil ich mich nicht wochenlang mit einem zerrissenen und geflickten Groundsheet rumärgern möchte. Das Tarp brauche ich für meine Grönlandreise 2017.

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vor 24 Minuten schrieb Barbarix:

Ganz im Gegenteil. Polycryo bzw. Tesa-Fensterfolie ist eigentlich mein Standard-Groundsheet. Super leicht und ausreichend stabil. Allerdings möchte ich für Grönland eine robustere Lösung, weil ich mich nicht wochenlang mit einem zerrissenen und geflickten Groundsheet rumärgern möchte. Das Tarp brauche ich für meine Grönlandreise 2017.

Aah..verstehe! Danke :)   Hatte auch schon überlegt, ob es sinnig ist zu Stapeln - also Polycryo + ultraleichter Silnylon zusammen (Polycryo von Innen?).  Hab 12 m² Folie da. Gewicht muss ich noch bestimmen, aber angeblich iwas um 300g gesamt, was ja ewas um 25g entsprechen würde. Wollte damit eigentlich ein ganzes Tarp basteln, bis ich dann die Tage dann im normalen Zelt unter der Sonne tagsüber am Eingehen war ;)  Drüber gespannte Rettungsdecken haben sehr gut geholfen 8-)

Bearbeitet von AlphaRay
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Zuerst einmal Glückwunsch zu dem wirklich gelungenen Teil! Ein paar Fragenkomplexe hätte ich:

  1. Wie groß ist denn die Überlappung beim Eingang? Wenn ich mir die Fotos so anschaue, sieht das ein wenig asymmetrisch aus. Oben viel und unten wenig Überlappung. Stimmt das? Und wenn ja, hat das was mit dem Schnitt zu tun oder steckt da ein anderer Grund dahinter?
  2. Wie genau funktioniert denn der Verschluss des Eingangs? Leider kann ich das auf dem Foto nicht so gut erkennen. Und wie muss ich mir den "Verschlussvorgang" von innen vorstellen? Anders ausgedrückt: Wie machst Du den Eingang zu, wenn Du drinnen liegst?
  3. Kannst Du was zur Kondensation sagen? Keine Lüfter lässt ja auch bei ein wenig Bodenfreiheit recht wenig Luftzirkulation zu, oder? Und wolltest Du aus Komplexitätsgründen auf Lüfter verzichten?
  4. Gedankenexperiment: Eigentlich sollte so eine Art Eingang ja auch bei einem Beak eines A-Frame Tarps funktionieren, oder? Hat das schon mal jemand gemacht oder gesehen? Gibt es da irgendwelche positiven oder negativen Erfahrungen? Stell ich mir gerade ganz nett vor, um den offenen Tarpcharakter zu erhalten und bei Bedarf den Wetterschutz deutlich zu erhöhen. Dumme Idee?

Danke für die Antworten schon mal vorab!

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vor 7 Minuten schrieb milkmonsta:

Eigentlich sollte so eine Art Eingang ja auch bei einem Beak eines A-Frame Tarps funktionieren, oder? Hat das schon mal jemand gemacht oder gesehen? Gibt es da irgendwelche positiven oder negativen Erfahrungen? Stell ich mir gerade ganz nett vor, um den offenen Tarpcharakter zu erhalten und bei Bedarf den Wetterschutz deutlich zu erhöhen. Dumme Idee?

Gibts auf jeden Fall ähnlich zu kaufen. Vielleicht findest du ja Reviews dazu.

mfg
der Ray

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Ich versuch mal ein paar Antworten:

vor 15 Minuten schrieb milkmonsta:

Wie groß ist denn die Überlappung beim Eingang? Wenn ich mir die Fotos so anschaue, sieht das ein wenig asymmetrisch aus. Oben viel und unten wenig Überlappung. Stimmt das? Und wenn ja, hat das was mit dem Schnitt zu tun oder steckt da ein anderer Grund dahinter?

Die Überlappung ist im oberen Bereich ca. 20cm, unten läuft das je nach Aufstellung ziemlich auf 0 aus. Der Grund ist, dass eine Überlappung unten das Handling erschwert.

vor 17 Minuten schrieb milkmonsta:

Wie genau funktioniert denn der Verschluss des Eingangs? Leider kann ich das auf dem Foto nicht so gut erkennen. Und wie muss ich mir den "Verschlussvorgang" von innen vorstellen? Anders ausgedrückt: Wie machst Du den Eingang zu, wenn Du drinnen liegst?

Der Verschluss funktioniert sehr einfach: An der unteren Ecke hängt ein Kunststoff-Ring an einer Gummischnur. Den Ring hänge ich einfach in einen passend platzierten Hering ein. Das Ganze gibt es dann nochmal genau spiegelbildlich an der anderen Tür, so dass ich ein von beiden oder auch beide Türen öffnen kann. Zum Öffnen und Schließen greife ich einfach unter die Tür und hänge den Ring ein bzw. aus. Ist einfacher als es klingt, gibt aber im Zweifelsfall nasse Finger ;-)

vor 21 Minuten schrieb milkmonsta:

Kannst Du was zur Kondensation sagen? Keine Lüfter lässt ja auch bei ein wenig Bodenfreiheit recht wenig Luftzirkulation zu, oder? Und wolltest Du aus Komplexitätsgründen auf Lüfter verzichten?

Ich habe generell mit Kondens wenig Kummer. Wenn es mal ganz arg kondensiert, wische ich vor dem Aufstehen die Flächen einmal kurz ab. Außerdem kann ich das Tarp auch mit beiden geöffneten Türen nutzen, dann ist es ein ganz normales Tarp nur als Halbpyramide aufgebaut. Auf den Lüfter habe ich aus Komplexitätsgründen verzichtet (komplizierter Schitt, Mehraufwand beim Kleben, Sollbruchstelle, Einflugschneise für Mücken...). Wie gesagt wollte ich zu einer möglichst einfachen Konstruktion zurück, nachdem ich mich bei meinem letzten Tarp ausgetobt habe.

vor 25 Minuten schrieb milkmonsta:
  • Gedankenexperiment: Eigentlich sollte so eine Art Eingang ja auch bei einem Beak eines A-Frame Tarps funktionieren, oder? Hat das schon mal jemand gemacht oder gesehen? Gibt es da irgendwelche positiven oder negativen Erfahrungen? Stell ich mir gerade ganz nett vor, um den offenen Tarpcharakter zu erhalten und bei Bedarf den Wetterschutz deutlich zu erhöhen. Dumme Idee?

Klar müsste das funktionieren, die Idee finde ich klasse!

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      Knifflig war das Ansteppen des Trinkschlauch-Durchlasses, den ersten konnte ich direkt wieder abtrennen und musste erstmal das Nähen damit üben. Letztlich war eine mit Sekundenkleber aufgebrachte innere Verstärkung aus 500den Courdura die Rettung, zusammen mit einer Nähmaschine, die zum Glück extrem langsam nähen kann.
      Mit dem Rucksack habe ich für mich einen optimalen Arbeitspunkt erreicht, in Bezug auf Gebrauchswert, Gewicht, Größe und Fertigung unter häuslichen Bedingungen als Amateur mit Haushaltsnähmaschinen.

      Der erste Einsatz lief äußerst zufriedenstellend und bestätigte mein Konzept. Die flache Innentasche, welche ich noch nicht angenäht habe, werden ich noch nachrüsten. Der Grund liegt darin, dass sich am Rücken doch Schweißnässe teilweise durch den Stoff durchdrückt und die Innentasche dann eine zusätzliche Barriere darstellt. Ansonsten hätte ich sie weggelassen, weil man die Luftmatratze auch so passend als zusätzliche Polsterung an den Rücken legen kann.
       
      Fertigungstechnische Informationen
      Nähmaschine: Gritzner Tipmatic 1035 Nadel: 90er Jeansnadel, beim RS-Nylon teilweise 75er Stretchnadel Faden: hauptsächlich 60er Serafil von Amann Verwendete Materialien
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      Das Erlebnis hat mich daran erinnert, dass ich da aktiv werden musste. Zuerst probierte ich verschiedene käuflich zu erwerbende BugNets aus. Aber die haben mich nicht restlos überzeugt. Bei zpacks auf der Internetseite habe ich dann ein Zelt gesehen (Hexamid Solo Tent).
      Sofort hatte ich eine Idee. Was wäre, wenn man ein Netz nur am Rand eines Tarps herunterhängen lässt? So eine Art Netzvorhang. Das würde ja als BugNet vollkommen ausreichen.
      In den folgenden Bildern erkläre ich, wie ich den Netzvorhang am Tarp von zpacks (Hexamid Pocket Tarp with Doors) als MYOG-Projekt realisierte.
      Wenn ich das Tarp mit meinem Trekkingstock (115 cm) aufbaue, hat die Unterkante des Tarps ca. 10 cm Bodenfreiheit. An den beiden Türen ist die Bodenfreiheit maximal 30 cm. Bei einer Breite des Netzvorhangs von 40 cm würden 10 cm in der Luft hängen und 30 cm auf dem Boden (ja im Dreck!) liegen.

      Zuerst besorgte ich mir Netzmaterial von extremtextil und schnitt Streifen von 40 cm Breite.

      Befestigen wollte ich den Netzvorhang mit Kam-Snaps an der Unterkante des Tarps. Dadurch könnte ich im Notfall den Netzvorhang austauschen, wenn das Netz kaputt gehen sollte.

      Das Bild zeigt die Position (positioniert frei "Schnauze") der Kam-Snaps an einer Seite des Tarps.

      Am Netz verstärkte ich die Position des Kam-Snaps mit einem Stück DCF-Reparaturklebeband von extremtextil, das ich einfach um die Netzkante legte.
      Zuerst wollte ich die Netzkante umnähen bzw. mit Einfassband verstärken. Aber bei einer Zerreißprobe stellte ich fest, dass das Netz sehr stabil ist und nicht ohne Kraftanstrengung zerrissen werden kann. Das Netz hängt nur an der Unterkante des Tarps, welche besonderen Kräfte sollen da wirken?

      Das Bild zeigt eine fertige Kante mit dem nach innen gelegten Netzvorhang.

      Das habe ich nun ringsherum um das Tarp gemacht, wo die Bodenfreiheit 10 cm betragen hat. Dafür musste ich nur Netzstreifen von 40 cm Breite zuschneiden. Bei den beiden Türen war es etwas komplizierter, weil der Netzvorhang an diesen Stellen eine Trapezform haben musste (Bodenfreiheit von 10 cm bis 30 cm). Aber das war auch kein Problem.

      Das Bild zeigt den nach außen gelegten Netzvorhang an einer Tür des Tarps.
      Wegen der Zuschnittoptimierung des Netzmaterials besteht der Netzvorhang aus insgesamt 4 Teilstücken. Die Teilstücke verband ich ebenfalls mit Kam-Snaps, so dass der eigentliche Netzvorhang aus einem Stück besteht, der jederzeit abgenommen und wieder in Einzelteile zerlegt werden kann. Aber den Netzvorhang werde ich wohl nie abnehmen.
      Die Breite des Netzvorhangs von 40 cm wählte ich, weil ich auch die Sturmsicherheit nicht außen vorlassen wollte. Im Tarp liegt eine Bodenwanne von zpacks, die sich an die Hexamid-Grundfläche des Tarps anpasst. Dadurch liegt die Bodenwanne zu großen Teilen auf dem Netzvorhang. Mit Schlaf-Setup und anderer Ausrüstung wird so der Netzvorhang beschwert und so richtig in den Dreck gedrückt.
      Im Eingangsbereich sieht das etwas anders aus. Dort liegt der Netzvorhang frei herum. Aber dort steht mein Rucksack und dort stehen auch meine Schuhe, so dass es auch da eine Sturmsicherung gibt.
      Leider konnte ich keine Innenfotos machen, weil meine Handy-Knipse das feine Netz nicht erfassen konnte. Die Handyfotos waren einfach unbrauchbar. Da war nicht zu erkennen, wo da ein Netz sein sollte.
      Interessant ist noch die Gewichtsübersicht:
      Tarp (148 g, zpacks Hexamid Pocket Tarp with Doors) Bodenwannde (114 g, zpacks Solo-Plus Bathtub Groundsheet) Heringe (85 g) Netzvorhang (151 g, MYOG) 1 Trekkingstock (190 g, Leki Micro Stick Carbon, 115 cm) Insgesamt sind das 688 g.
      Zum Vergleich, mein Lieblingszelt (Zelt, 2 Trekkingstöcke, Heringe), das Tarptent ProTrail (DCF-Version), wiegt insgesamt 961 g, also 273 g mehr.
      Bei meiner nächsten Wandertour werde ich das neue Tarp-Setup testen. Ich bin gespannt, wie das ausgeht...
       
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