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Ultraleicht Trekking
Rapapongi

Mein Locus Gear Khufu HB - Japanische Präzision

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Bei dem Wetter muss man einfach raus und wieder Mal ein Zelt aufbauen ... und euch mein Locus Gear Khufu HB vorstellen.

Ist mein 1-2 Personen UL Shelter für fast alle Fälle va. Bikepacking WE (ausser am Berg, da hat sich das große HMG Ultamid4 bewährt) .. va die Farbwahl ist m.A. sehr gelungen. 

Meine Beobachtungen:

1. Die Verarbeitung ist absolute Spitze. Japanische Präzision ... va an den geraden UND getapten!!! Nähten. Hab sowas sonst nur bei Cuben Zelten gesehen. 

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2. Das10D rip-stop Nylon Gewebe hat eine sogenannte Hybridbeschichtung aus Sil and PU. Regen hat das Zelt noch nicht gesehen. Und das Gewebe ist schon arg dünn. Werde berichten wie es sich hält ... 

3. Die Farbe nennt sich "Tan" ist sowas wie gold-ocker-braun und ist va wunderbar, wenn die Sonne aufgeht und es so rot-braun im Zelt wird ... echt schön. Außerdem ganz gut stealthy ... 

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4. Beim Innenraum darf man in einem schmalen Mid keine Wunder erwarten. Das Innennetz hängt schon tief über dem Gesicht ... und man muss sich mögen ... liegt man doch auf 135 Innenzelt Breite schon recht eng ... 

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5. ... das gleicht das Zelt aber durch das unglaublich geringen Gewicht und Packmaß aus. Das sind schon Cuben Werte (Innenzelt 360g mit Sack, Außenzelt 390g mit Sack). Man spürt das Ding kaum im Rucksack und mit 390g als Aussenhülle auch ein perfektes MID Tarp... auch deswegen besorgt. 

6. Durch die geringe Innenhöhe kann man das Aussenzelt mit beiden Trekkingstöcken mit einer Art Verlängerungskit (heißt DPTE) V-förmig OHNE Innenstange aufbauen (wird noch besorgt). Dann kann man sich dann im Zelt sicher besser bewegen. 

7. Auch der wasserdichte Frontzipper ist vom Feinsten. Ist beid-läufig ... was einen Zustieg bei Wind und Regen leichter ermöglicht... man öffnet von oben nicht ganz nach unten, steigt dann so in die Öffnung hinein ...

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8. ... und so bleibt das Zelt absolut stabil verankert. Nichts flattert herum. Die Zelttür kann so auch leichter wieder von innen geschlossen werden. Hat sich als echter Vorteil heraus gestellt. 

9. Einen zweiten Eingang gibt es leider nicht ... was mit Innenstange zu zweit schon zu einer kleinen Kletter-Rauferei ausartet :grin: va wenn Mann oder Frau dringend muss ... Da wäre das auch angebotene Zelt namens Hapi mit Quereingang die bessere Wahl gewesen ... :? (aber dann hat man an der Breitseite keinen gescheiten Kochplatz bzw. Aussichtsplatz) 

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11 ... würde auf jeden Fall einen zweiten Zipper auf der Hinterseite bevorzugen... auch bei Mehrgewicht. 

12. Zum Kochen ist es zwischen Aussen und Innenzelt sehr eng. Hab das auch aus Sicherheitsgründen nicht gemacht. Hat ja noch nicht geregnet beim Zelten .. war also kein Thema. 

13. Kondensation war bis dato kein Thema. Durch genügend Abstand zwischen Innen und Aussenzelt sowie der Lufthutze war es immer trocken. Vielleicht auch hilft diese neuartige Beschichtung da ...

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Fazit

Es ist schon ein kleiner Kompromiss .... Leichtigkeit mit Funktionseinschränkung. Aber als UL 2P Doppelwand Zelt mit 130cm Innenraumhöhe und der Option auf ein reines Mid-Tarp Setup (nur Aussenzelt) für 390g mit Sack finde ich es für unser Bikepacking sehr sehr gut. 

Grüße

 

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schick! 

dies auch

ja, hapi ist (find ich) fürs rein/raus (auch) zu zweit angenehmer, auch die breite.  bei nem sturzregen hats mal ein pfützchen durch den rv gedrückt. hapi cuben genäht 320 gr netto. perfekt, bin (sonst kein) fanboy*...

vor 2 Stunden schrieb Rapapongi:

Zum Kochen ist es zwischen Aussen und Innenzelt sehr eng.

also platz für warm soaking ist schon. aber eher drinnen oder draussen.

:-)

 

*edit:

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es gibt tage, da schaffs ichs nur bis auf die andere seite vom schreibtisch:D

bearbeitet von hans im glueck

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vor 5 Stunden schrieb hans im glueck:

schick! 

dies auch

ja, hapi ist (find ich) fürs rein/raus (auch) zu zweit angenehmer, auch die breite.  bei nem sturzregen hats mal ein pfützchen durch den rv gedrückt. hapi cuben genäht 320 gr netto. perfekt, bin (sonst kein) fanboy*...

also platz für warm soaking ist schon. aber eher drinnen oder draussen.

:-)

 

*edit:

00locus.thumb.jpg.d53a5dfd0f308cb64bcc9211b18861a5.jpg

es gibt tage, da schaffs ichs nur bis auf die andere seite vom schreibtisch:D

Cooler Kleber ... macht Freude. Ich hab da es nicht so weit ... kuck immer drauf IMG_20190220_090009-01.thumb.jpeg.b5527d338ab91aa95de8c692d82ec211.jpeg

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Ich war heut noch Mal mit den Kids im Wald ... und natürlich musste ein Zelt mit. 

Zeig euch auch das Innenzelt alleine aufgebaut ... ganz was feines.

2. Und noch die tollen Mini Piranhas, die bombenfest mit der gezeigten Weise im Boden bleiben... 

3. Auch sieht man auf der gegenüberliegenden Seite ganz gut den größeren Stauraum, nur von aussen zugänglich ... ZB für Fahrrad Taschen wie bei uns.

4. Weiters wickle ich das Zelt, wenn es trocken ist so ein, dass ich zuerst das Zelt mehrmals einfalte, und dann zwischen die Beine klemme und von oben dann runter rolle. So bleibt das Zelt immer gespannt und kompakt beim Wickeln... ergibt kleines Packmaß. 

Am Berg sicher ich das Fly so auch vom davonfliegen ... 

Schönes WE 

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vor 15 Stunden schrieb Rapapongi:

Klar. Letzten Sommer. Bikepacking. Aber nie bei Regen... 

Zu zweit? Wo bringt Ihr eure Sachen unter? Klar, in der Wildnis kann man manches am Bike lassen, auf Campingplätzen aber nicht gar so viel... und beim Bikepacking werden die tagsüber getragenen Klamotten ja auch ohne Regen meist richtig klamm. Ich breite sie deshalb gern im Zelt ein bisschen aus. Das ist aus meiner Sicht eine Notwendigkeit, die auf dem Bike täglich und bei jeder Witterung entsteht... und nicht nur ausnahmsweise bei Dreckswetter (wo man sich ja mal behelfen könnte).

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Scheint sehr kurz zu sein.

Schau ich mir die Bilder an wo du drin liegst sieht man recht gut das man mit Matte und Quilt/Schlafsack ganz sicher ans Inner kommen würde, vielleicht sogar bis ans Fly. Scheint, wie das meiste aus Fernost, nur was für Zwerge zu sein.

230cm lang ist das Inner von meinem Tunnel und das ist mir schon fast zu kurz auf ner Xlite/Xtherm mit dicker Daunentüte.

Schön aussehen tut es aber. :)

 

LG

 

bearbeitet von Tipple

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Hatte ich auch ewig auf meiner Wunschliste,  aber das Platzangebot und Raumgefühl, wie ich mir das vorstelle,  hat mich immer vom kauf abgehalten.

Mich wunderts immer wieder,  dass Mids nie so fotografiert werden, dass mab sieht wie jemand z.b mit einer neoair + schlafsack drin liegt, wenn die front voll geöffnet ist.

Oder zumindest so bemaßt wird, wie @wilbodas bei seinem thread gemacht hat. 

 

bearbeitet von Cpt.Aloha

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@Cpt.Aloha @dennisdraussen @Tipple @martinfarrent

Waren bisher immer Wochenend Trips ... ohne Regen an den Bodensee. Letztes Jahr ...  da hatte ich noch keine Zeit zu posten.

Ich bin 180cm, meine Partner 165 cm ... das ging sich schon irgendwie aus.

Wie gesagt unsere Bikebags kamen an die Rückseite ... sonst hatten wir unsere Klamotten in einem Packsack im Zelt hinter dem Polster.

Klar das Zelt ist schon recht kurz für Normannen ... wie schon oben in meinen Beobachtungen gesagt ... das Inner ist knapp über der Nase. Ist so zu akzeptieren. Ich hab es mir va. wegen dem Packmaß besorgt ... Kompromisse gibt es immer.

Alleine würde ich aktuell mit dem Plexamid losziehen ... da passt Gewicht/Packmaß/Raum. Dafür wird die Kondensation wieder ein Thema werden, befürchte ich ... das Locus Gear hatte absolut keine (bei trockenem Wetter).

Ich habe mir die Erweiterung für die V-formige Aufstellung ( DPTE ) mit zwei Stöcken bestellt ... und möchte dann auch unsere dopppelte Exped Synmat HL Duo darin nützen ... damit hab ich schon im Ultamid4 Half-Inner und im Hilleberg Unna beste Erfahrungen gemacht.

Ähnliches sieht man hier: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/4918-locus-gear-khufu-custom-silnylon-mit-dpte-extender-und-optional-oooktub/  

wenn alles soweit vorhanden ... gibts wieder Fotos. Fürs Bikepacking ist es uns noch zu früh im Jahr ...

Grüße

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Hi, sehr schönes Teil, aber damit keine Missverständnisse für andere Interessenten entstehen: Die sogenannten Kids namens "Standard Edition", also die Modelle mit HB am Namensende, sind laut Yuki nicht made in Japan, sondern made in China. Dafür sind sie mit 15D Silpoly leichter und getaped. Alle anderen Produkte gleichen Namens sind Custom Editions, mit 30D Silnylon oder DCF.

Ich interessiere mich für das Khafra, und habe mich da auch verwirren lassen, im WalkOnTheWildSide Shop steht z.B. auch fälschlicherweise Made in Japan.

bearbeitet von lushlife

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Das mit der Chinaproduktion scheint mir noch recht frisch. Vielleicht hatte WalkontheWildside noch alte Chargen?

Was ich nicht verstehe. Wieso nutzt Locus Gear ein ultradünnes Gewebe, das mit Silikon und ausgerechnet PU beschichtet ist? Das ist, als würdest Du nen Blend aus 70 Jahre alten Scotchflaschen machen oder River Cola dazutun.

Soll PU das sonst zu starke Ausdehnen unterbinden?

Edit: jetzt ahne ich warum. Damit sie es tapen konnten. Schlechte Lösung meine ich.

bearbeitet von Dingo

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vor 10 Minuten schrieb Dingo:

Was ich nicht verstehe. Wieso nutzt Locus Gear ein ultradünnes Gewebe, das mit Silikon und ausgerechnet PU beschichtet ist?

Brandschutz. Durch die Pu Beschichtung wird das Material schwerer entflammbar. Ein Pu Si Mix ist mittlerweile Standard in den USA, und bei kommerziellen Zelten glaube ich sogar Pflicht. 

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vor 14 Stunden schrieb Andreas K.:

Brandschutz. Durch die Pu Beschichtung wird das Material schwerer entflammbar. Ein Pu Si Mix ist mittlerweile Standard in den USA, und bei kommerziellen Zelten glaube ich sogar Pflicht. 

Das hängt vom Bundesstaat ab. Außerdem wohl von der Bezeichnung. Als 'tarp' oder 'shelter' vermarktet, entgeht ein Produkt dieser Pflicht. 

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    • Von Rapapongi
      Hallo Leute
      Ich gebe ein absolut neuwertiges TarpTent Double Moment ab. Original factory seam-sealed!

      2 Personen, Doppelwand-Zelt, Inner Mesh
      1558g (all in, wie abgebildet)
      Ist mit nur ZWEI !!! Heringen aufzustellen.
      Kuckt euch die Videos an. Sagen alles. 
      Hatte es 2016 direkt in USA bestellt und 359 Dollar (ohne Zoll, den weiß ich nicht mehr) bezahlt.
      Ein Camping WE benutzt. Absolut Fehlerfrei. 
      Geht für 250 Euro (ohne Versand) weg. 
      Grüße,
      Peter
      Technische Daten: 
      Gewicht: 1558g, Bodenbreite 132cm/100cm, Bodenlänge 213cm, Innenhöhe 114cm, Bodenfläche: 2,5 m²
      Andreas K. hat diesen Beitrag moderiert: Bitte nur eigene Bilder posten! 
      3D Video https://youtu.be/-EN_xTlf8c0
      Vergleich https://vimeo.com/157514985
       
    • Von LesPaul
      Sooo. Endlich fertig: Das Karma Mid I
      Da es mein Zelt einfach nicht zu kaufen gibt, musste ich es selber bauen.
      Konzept:
      Ein Greatest-Hits-Zelt meiner Lieblings-Mids: Lunar Solo, Tramplite shelter, Solomid.
      Es sollte ein einwandiges All-in-one-Zelt, vor allem für längere Strecken (also täglicher Auf-und Abbau über längere Zeit) mit folgenden Prioritäten sein:
      Schneller und einfacher Auf- und Abbau bei jedem Wetter, kein Groundsheet nötig. Groß: Viel Platz für einen plus Gear, komfortable Sitzhöhe, trockener Platz zum Kochen Und leicht darf es dann auch noch sein =), stand aber diesmal tatsächlich nicht an erster Stelle. Das ganze ist eigentlich der Prototyp für eine Cuben Version.
       
      Materialien:
      Outer: 36er Silnylon
      Inner: 90g Zeltboden, 25g Mesh
      Linelocs, 3er YKK Zipper, Dyneema Kordel und ein paar Schnallen.
       
      Specs:
      Gewicht: 685g inkl aller Schnüre und Gebimmel. 
      Außenzelt ohne Linelocs und Schnüre: 217g
      Mit allem Gebimmel, Schnüren etc: 298g
      Zeltboden alleine: 239g
      Aufbauzeit alleine, ohne übertriebene Eile: 1:40 min  (cool!)
      Erst mal ein paar Eindrücke vom fertigen Zelt:




       
      Für normales (Mist-) Wetter reicht der normale Aufbau mit super Aussicht beim Einschlafen (solange der Regen nicht waagrecht fliegt). Wenn es mal ganz mies wird, gibt es noch eine Tür zum Einhängen in den Dom und die Abspannpunkte (habe ich noch leicht modifiziert, aber vergessen Bilder zu machen). Zur Belüftung kann man das untere Ende weiter hoch oder runter spannen:


       
       
      Wie wurde es also gemacht:
      Grundsätzlich: die Verarbeitung vom 36er Silnylon ist die Pest. Mit ein Paar Kniffen geht es aber.
      Als erstes der Zuschnitt: Alleine das Anzeichnen auf Silnylon ist schon nicht lustig, was sich als gut herausgestellt hat, waren “fettige” Kinderbunstifte zum Malen auf diesen kleinen Tafeln. Die halten super und lassen sich einfach mit nem feuchten Tuch wieder abwischen.

       Catcut-Schablone für insgesamt 5cm Catcut inkl Nahtzugabe auf 220m Länge.

       
      Die Nähte:
      Das 36er Silnylon ist schon ziemlich dünn, daher wollte ich auf jeden Fall mehrlagige Nähte haben. Daher habe ich alle Nähte zuerst mit Elastosil geklebt, dann vernäht, nach folgendem Prinzip:

      Auf diese Art sind alle Nähte komfortabel 4-Lagig und ausreichend stabil, ohne, dass sich unter ordentlich Zug die Nahtlöcher aufziehen. Das vorherige Kleben macht das Nähen von dem glitschigen Zeug deutlich angenehmer:


       
      Alle Verstärkungen an den Abspannpunkten sind (Kreise) aus dem selben 36 Silnylon mit dem Lötkolben ausgeschnitten und aufgeklebt. An den Abspannpunkten habe ich 12mm Einfassband benutzt und die Linelocs von Extex mit 5mm Dyneema Kordel.
       
      Die Spitze:
      Bei vielen Mids hat mich die “zipfelmützige” Zeltspitze gestört, ich wollte einen möglichst runden Dom haben. Er besteht aus 2 Lagen 90g Zeltboden. Ich habe alle Dreiecke des Außenzeltes bis fast ganz zur Spitze genäht und dann ein ca 8cm Durchmesser Loch hineingeschnitten, auf das mittig der Dom gesetzt wurde. Der Dom ist damit dreilagig: Zeltboden-Außenzelt-Zeltboden.
      Die runde Form kommt von diesem Prinzip:




       
      Das Innere:
      Die Wanne ist komfortable 250cm lang, oben und unten 80cm breit, in der Mitte 140cm breit - da kann auch der ganze Rucksack mit rein, wenn es sein muss. Mit einer Höhe von 125cm am Stock kann man sich bequem auch länger darin aufhalten.

      Das darin ist eine X-lite in L (63 x 196 cm)
      Die Wanne wird nur von der Saumnaht oben geformt. Ich habe den Korpus nirgends perforiert.

      Die Wanne wird im Zelt mit dünnem Shock Cord an kleinen Loops am Außenzelt aufgezogen, um Spannung vom Mesh zu nehmen.
       
      Da das Zelt ja nur einwandig ist, läuft außen herum nur ein Streifen Mesh. Ich habe die Position so gewählt, dass der Streifen auf der Linie verläuft, an der der Innenraum >30cm hoch wird. Alles andere wäre mir zu flach, um es sinnvoll als Innenraum zu nutzen. Der ist ohnehin groß genug. Die Tür aus 3er YKK Reißverschluss ist für Rechtshänder ausgelegt und hat einen “Aufhalter” aus Ripsband und einem T-Stopper:

       

       
      Die Tür wird im Dom in einem Clip-Lineloc befestigt und kann von innen verstellt werden:

       
      Mit Packmaß und Gewicht bin ich recht zufrieden, wenn man den massiven Boden bedenkt.
      So ein Paket ist das ganze Zelt geworden:

       
       
      So sähe die leichte Version davon aus: Außenzelt 298g und nochmal 92g für die Polycryo-Wanne (im Schneegestöber).

       
      Absacker:
      Prinzipiell bin ich mit dem 36er Silnylon nicht so glücklich. Es funktioniert zwar gut, mir dehnt sich es aber insgesamt zu doll - auch ohne Feuchtigkeit.
      Ich arbeite natürlich schon am Karma Mid II  : /
      Da werden dann beide Stöcke zum Einsatz kommen.
       
      So far. Ein größerer Test kommt erst im Herbst, wenn ich ein paar Wochen damit loskann.
      Bisher hatte ich nur 2 Wochenender, auch mit Regen, aber nicht ernsthaft schlechtem Wetter oder größerem Sturm.
       
      Schönes Wochenende, 
      Paule
       
       
    • Gast Chris2901
      Von Gast Chris2901
      Hallo,
      wie die Überschrift schon sagt:Hat jemand Interesse an dem Shelter? Hintergrund ist,dass mich Mitte Juni ein Kumpel aus England besuchen wird ,der eben ein MLD Supermid zu verkaufen hat.Er ist halt null in Foren unterwegs und dementsprechend wenig vernetzt.Durch die Mitnahme und Geduld eines eventuellen Käufers lässt sich so eine ganze Stange Geld für´s Porto sparen.Ich habe ihm gesagt,daß ich es hier mal publik mache und die Lage sondiere.Keine Ahnung,ob  das Teil in D eine Fanbase hat.Ich persönlich brauche/möchte es gerade nicht.
      Exakte Daten und Details kann ich erfragen und bestimmt auch ein paar Fotos kriegen.Ich weiss ,daß er es ca 2014/Anfang 2015 gekauft und ca 20 Nächte genutzt hat.Also wer es nicht eilig hat,kann gerne mal anfragen.
      Grüße,
      Chris
    • Von Yvelil
      Hallo,
      ich möchte demnächst mehrtätige Trekkingtouren machen, dafür benötige ich allerdings ein Zelt. Ausrüstung habe ich soweit durch weglassen minimiert, was auch sehr gut geklappt hat. Nun mache ich mich langsam an die großen 4. Ich bevorzuge ein Zelt, da ich mir ein Rundumschutz wünsche (zumindest für die ersten paar Monate/Jahre?). Die Vorstellung unter einem Tarp zu schlafen macht mir bisher ein unwohles Gefühl. 
      Vielleicht hat ja jemand noch ein Zelt von seinem Einstieg und würde es mir verkaufen? oder weiss wo ich gebrauchte Zelte kaufen kann (typische Plattformen wie ebayKleinanzeigen etc durchstöbere ich täglich). Das MSR NX 2 wäre ein Träumchen, bin aber auch für ähnliche offen
      deutsches Mittelgebirge, Spanien etc sind das Ziel, 2Personenzelt, Budget bis 250, bin weiblich und ca 1,68 cm
       
    • Von Stromfahrer
      Ein UL-Kumpel und ich haben am Wochenende mit seinem Borahgear Solo Tarp gespielt. (Danke an @basti78 für den problemlosen Verkauf und sehr schnellen Versand.) Dabei haben wir eine simple Modifikation vorgenommen, die vielleicht euer Interesse findet.
      Hintergrund:
      Wir bevorzugen den Aufbau als Mid. Dabei bleibt eine Seite weitestgehend offen. Hier im Forum findet man verschiedene Vorschläge, wie ein Beak (eine Art Walmdach an der offenen Seite) realisiert werden kann, z.B. durch Annhähen von Dreiecken, Drüberlegen eines Regenschirms oder Anbinden einer Jacke etc. Das Boragear Solo Tarp ist aber schöne 165×272 cm groß. Es bietet es genug Breite für einen Mid-Aufbau mit integriertem Beak, der entsteht, wenn man die Tarpstange/den Trekkingstock nicht vor, sondern unter das Tarp stellt.
      Zur Verdeutlichung vorab die Geometrie in der Seitenansicht:

      Es ist für die abgedeckte Fläche ist also egal, ob man das Tarp gestreckt zum Stock führt (blaue Variante A) oder über den Stock abwinkelt zu einem Beak (blaue Variante B). Die abgedeckte Fläche ist gleich groß. Wenn man aber den Stock weiter nach innen schiebt (rote Variante C), steht die Rückwand steiler und der nutzbare Raum in der Höhe verbessert sich signifikant, obwohl die Bodenhöhe hB und die Eintrittshöhe hE dieselbe wie bei Variante B ist. Das sind keine neuen Erkenntnisse, dient hier nur als Hintergrundinfo.
      Da wir an der Rechteckform des Tarps nichts ändern wollten, haben wir uns gefragt, wie wir den Beak flexibel, aber einfach konfigurierbar halten, um im Camp frei aus den unterschiedliche Mid-Geometrien respektive Beak-Tiefen auswählen zu können.
      Unsere Lösung:
      Ein Tanka, aufgenäht auf der Vorderkante, ca. 40 cm seitlich der Mittelschlaufe. Ein Stück starke Shock-cord, an der Mittelschlaufe eingeknotet.  
      (Die Stockfixierung auf den Fotos ist vorläufig, es ging um den Test des Beak-Befestigung.)
      (Fast) egal, wie hoch und tief wir den Beak beim Aufstellen konfigurieren: Es genügt nun, das herunterhängende Material an der Mittelschlaufe seitlich um die Abspannschnur zu legen und das lose Shock-cord-Ende in den Tanka zu schieben. Dann steht der Beak passend zur gewählten Geometrie.
      Da ich Ähnliches bei der Suche nicht gefunden habe, poste ich es einmal hier, denn es ist eine einfache Modifikation, die an praktisch jedem ausreichend breiten Rechtecktarp vorgenommen werden kann.
      Anmerkungen:
      Man könnte selbstverständlich auch eine lange Leine von der Mittelschlaufe zu einem der Eckheringe führen. Wir haben uns bewusst für die Lösung mit der starken Shock-cord entschieden. Denn die Verbindung muss beide Vorderkanten des Tarps gestrafft halten, ohne die Kräfte der Eckheringe zu überfordern. Eine dicke Shock-cord erreicht die Maximaldehnung bei ca. 3,5 kg Zugkraft. Bereits mit unter 3 kg hängen die Vorderkanten nicht mehr durch. Der Tanka hält das gut und die zusätzliche Zugkraft auf die Heringe hält sich noch in Grenzen. Eine dünnere Shock-Cord würde bei ca. 2 bis 2,5 kg maximal gedehnt werden und damit schneller ausleihern und nicht mehr federn können (Zugentlastung der Heringe; Aus-dem-Tanka-Rutschen bei Wind). Die Befestigungslösung ist nicht so richtig hübsch. Evtl. fällt ja jemand noch etwas Geschickteres ein.
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