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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 14.10.2019 in allen Bereichen
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Impressionen von Touren
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einar46 und 7 andere reagierte auf masui_ für Beitrag im Thema
8 PunkteOT: Alle Bilder von mir. Sommer (also fast), Sonne, Sächsische Schweiz!! Gestern auf und um den Schrammsteinen.8 Punkte -
Impressionen von Touren
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Fliegengewicht und 7 andere reagierte auf hbfire für Beitrag im Thema
8 PunkteWar mit einem Freund am letzten Septemberwochenende für 4 Tage im Sellrain unterwegs. Vom Wetter her hatten wir alles dabei Regen, Schnee, Sonne, Nebel/Wolken,........ 1. Tag: Praxmar - Winnebachjoch - Winnebachseehütte 2. Tag: Winnebachseehütte - Zwieselbachjoch - Schweinfürter Hütte 3.Tag: Schweinfurter Hütte - Gleirschjöchl - Haidenspitze 2975m - Pforzheimer Hütte 4. Tag: Pforzheimer Hütte - Zischgeles 3004m - Praxmar8 Punkte -
Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
Schwefelfell und 5 andere reagierte auf rentoo für Beitrag im Thema
6 PunkteSchaue Dir mal Sackies Video an. Nach diesem Rezept backe ich immer. Ich nehme aber die doppelte Menge, bzw. je nach Form passe ich die Menge an. Auch bei den Zutaten variiere ich. Ich liebe es z.B. noch haufenweise Trockenobst wie Preiselbeeren reinzuhauen. Die Riegel werden erst nach 2 Tagen so richtig schon hart. Viel Spaß beim Backen Gruß Thomas6 Punkte -
Neue Ultraleicht-Ausrüstung
5 Punkte5 Punkte
- Impressionen von Touren
Impressionen von Touren
einar46 und 4 andere reagierte auf questor für Beitrag im Thema
5 PunkteEin Stück der Uckermärker Landrunde als overnighter zu Ehren der letzten Spätsommertage am Wochenende. Mit von der Partie @mawi und @Jan el mochilero der Rückkehrer Schön war's!5 Punkte- Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
Müsliriegel (ohne Backen und echt lecker ) 90 g Datteln (gut sind etwas subschige, die von Seeberger funktionieren gut, sehr klein schneiden - evtl. geht das auch mit einer sehr guten Küchenmaschine? Wer es noch süsser mag, kann natürlich auch mehr Datteln nehmen) 50 g gehackte, geröstete Mandeln 20 g gemahlene Mandeln oder Erdmandelflocken 10 g Amaranthpops 5 g Sesam 25 g Kokosraspel 1 EL Kokosöl Alles zu einem Teig verkneten. Hier muss man etwas geduldig sein. Man denkt erstmal, das hält nie zusammen, aber irgendwann dann doch! Zu einem Quader formen und in den Kühlschrank legen. Dort wird er dann fest. Anschließend kann man den Quader in mehrere Riegel schneiden.3 Punkte- Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
dc1wh und ein anderer reagierte auf questor für Beitrag im Thema
2 PunkteGibt's hier sMYOG-Riegel Bäcker? Habe gerade eine Form erstanden und würde mich über Rezepte freuen. Danke!2 Punkte- Neues zum Thema UL aus dem weltweiten Internetz
Neues zum Thema UL aus dem weltweiten Internetz
Carsten K. und ein anderer reagierte auf German Tourist für Beitrag im Thema
2 PunkteNeuer Langstrecken-Trail in Rumänien: Via Transsilvanica: https://www.viatransilvanica.com/en2 Punkte- Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
effwee und ein anderer reagierte auf ptrsns für Beitrag im Thema
2 Punktejo hier^^ ich back mir auch regelmässig eigene riegel oder eneryballs, je nachdem welche form ich grad bock drauf hab... halte allerdings nicht jede rezeptur schriftlich fest, da der ablauf eh immer gleich ist, lediglich die zutaten in form von diversen nüssen, kernen, getreidearten und trockenobst variieren. hab dazu zwei beiträge im blog. (fotos sind auch von da, also von mir geknipst) https://einpeterson.blogspot.com/2019/03/outdoor-food-experimentelle-muesliriegel-naehrwerte-kcal.html https://einpeterson.blogspot.com/2019/03/outdoor-food-nahrhafte-muesliriegel-selber-machen.html2 Punkte- Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
effwee und ein anderer reagierte auf derray für Beitrag im Thema
2 PunkteHier ein Rezept für Energyballs: https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/81536-Energyballs Für Müsliriegel nutze ich immer ein Grundrezept aus Haferflocken und Apfelmus (2 zu 1 oder so...) und variiere alles weitere nach Lust und Laune. mfg der Ray2 Punkte- Vorstellungsthread
Vorstellungsthread
FlowerHiker und ein anderer reagierte auf judith78 für Beitrag im Thema
2 PunkteHallo hallo, nun will ich mich nach ein wenig ruhigem Mitlesen auch einmal vorstellen, nachdem ich mich spontan angemeldet habe. Ich bin 41 Jahre alt und jetzt seit 10 Jahren immer mal wieder auf Wandertouren - eigentlich recht konservativ und ohne Ahnung. Vor allem Schweden hat es mir dabei angetan. Wie anderen geht es mir auch so, dass man nun ja auch langsam seinen Rücken merkt, wenn man zu viel Zeug mit sich herum schleppt (oder das Falsche) - deswegen dachte ich, ich schaue mal hier nach neuen Tipps und stelle mal eine Menge Anfänger Fragen rund um das Thema UL Trekking. Liebe Grüße Judith2 Punkte- Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg
Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg
schrenz und ein anderer reagierte auf Stoker für Beitrag im Thema
2 Punkte@schrenz Generell finde ich das Thema Geschwindigkeit bei längeren Touren sehr wichtig, wenn man auf einem endlos langem See oder einem Fluß mit kaum Strömung unterwegs ist, Gegenwind, und man hat das Gefühl, kaum voranzukommen, dann wünsche ich mir einfach nur nen schneller gleitendes Boot. Die schnellsten Packrafts sind wohl derzeit Nomad und Barracuda. Die Entscheidung zwischen den beiden Booten sollte einfach sein. Wenn du Bikerafting machen willst, ab und zu zu Zweit unterwegs bist oder auf dem Meer mit Seegang, nimm das Barracuda. Es ist ausserdem einen Tick schneller, auch wenn man es alleine paddelt. Wenn du nur alleine unterwegs bist und auf engeren Passagen, WW, dann ist das Nomad die bessere Wahl. Es ist wendiger, besser zu manövrieren, leichter. Wenn ich alleine ohne Fahrrad unterwegs bin, nehme ich immer das Nomad. Auf dem Meer bevorzuge ich das Barracuda, da es bei höheren Wellen etwas kentersicherer ist. Vielleicht hilft dir das weiter?2 Punkte- Prototyp eines Ankerhaken mit Leinenspanner
Prototyp eines Ankerhaken mit Leinenspanner
tehEvilz reagierte auf Christian Wagner für Beitrag im Thema
1 PunktFür alle Duplex- und Clonbesitzer: Da ich seit einiger Zeit einen 3D- Drucker besitze hab ich mich Mal an die Lösung eines uralten Problems gemacht. Es handelt sich um "Ankerhaken" um die zwei Stoffbahnenden der Apsiden von diversen Tarptents abzuspannen. Üblicherweise näht man kurz hinter den Ankerhaken dann mittels eines kurzen Gurtbandes einen Leinenspanner. Als "3D- Druckerer" kann man das natürlich so nicht lassen und vereint kurzerhand beide Bauteile. Das Teil ist ein erster Prototyp und noch nicht getestet. Die Klemmwirkung des Leinenspanners ist aber schon mal sehr ausreichend. Ich habe zwei Exemplare in PLA gedruckt, für die fertige Version ist PETG wahrscheinlich besser geeignet, wobei ich auch da absolut keine Langzeiterfahrung habe. Wer es nachdrucken will, ich habe ich den .STL- file unten angehängt. Das ganze ist ein Remix von Line Lock by garrett777 (CC-BY). Cheers, Christian Hookloc.stl1 Punkt- Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
...sieht auch voll lecker aus :D und ohne backen... werd ich auch mal probieren.1 Punkt- Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg
Ich habe das Delta jetzt 8 Monate und habe die verschiedensten Touren gemacht. Zunächst hatte ich mich noch nach einem zweiten Packraft umgesehen (schneller, robuster) und bin vor allem um das Nomad S1 herumgeschlichen. Inzwischen bin ich mir sicher, dass ich nur dann ein 2. PR brauche, wenn ich damit ins WW will. Es hat eine Weile gedauert, bis ich volles Vertrauen in die Haltbarkeit der ziemlich dünnen Delta-Haut hatte. Inzwischen bin ich an so vielen Steinen und Ästen langgeschlittert, dass ich von der Haltbarkeit fast völlig überzeugt bin. Wenn man sich dann noch die Videos ansieht, was andere damit so anstellen, dürfte die Frage der Robustheit geklärt sein. Also, brauche ich noch ein anderes PR, (außer fürs WW)? Eindeutig nein. Ich hatte immer mal wieder den Vergleich zu anderen Booten von Alpaka und habe mir beim PR Store neulich ein MRS Microraft geliehen. Alles schöne Boote, aber ohne den eigentlichen Vorteil des PR, nämlich der Rucksacktauglichkeit. Das Delta wiegt mit Sitz 1.8 kg, mit Paddel, Weste, Clogs und Paddelhose sind das also 3.5 kg. M.E. ist das die absolute Obergrenze, damit man noch Lust hat, damit zu wandern. Schließlich muss man den anderen Kram auch noch mitschleppen. Bei den Tourpartnern konnte man gut beobachten, dass die Alpakas zwar gut in den Rucksack passen, wirklich Lust, damit lange zu wandern oder zu biken hat keiner. Statt das Geld für ein weiteres PR auszugeben, werde ich lieber in einen Trockenanzug investieren, der einmal die Paddelsaison wesentlich verlängert und auch die Spritzdecke überflüssig macht. Wer wirklich schnell sein will (warum eigentlich?), mietet oder kauft sich ein Seekayak oder ähnliches.1 Punkt- Müsliri/Protein/Energie Riegel - Rezepte?
Hey, also ich mache mir für unterwegs ganz gern Protein Bällchen. Einfach Haferflocken, Erdnussbutter und nach belieben Nüsse (auch Nussmehl für besseres Vermengen möglich) zusammenmischen. Geht sicherlich auch super mit einer Form. Wenn du es süß magst gibt es auch so Schoko-Drops die du mit einrühren kannst. Quasi als Nachtisch.1 Punkt- Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg
@schrenz Wenn du noch nen bisschen wartest (nächste Saison) , auf die neue Version mit den den neuen Materialien - ist nochmal robuster bei sogar etwas reduziertem Gewicht.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
[Suche] UL Rucksack mind. 50l
apiko reagierte auf martinfarrent für Beitrag im Thema
1 PunktLightwave Ultrahike ? Den hatte ich auch kurz und fand das Tragesystem genial (wiegt halt nur etwas mehr als die Leichtesten).1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
1 PunktWenn Dir ein Mesh-Rückenteil wichtig ist, wäre der Gregory Optic 58 vielleicht noch einen Blick wert. Ich habe mir den Rucksack neulich gekauft und bin sehr zufrieden mit Verarbeitungsqualität, Tragekomfort und Gewichts-/Volumenverhältnis. Ich hatte ihn bei einer 6-Tagestour zwischen 8 und 11kg beladen (gesamtes Gepäck für zwei Personen drin) und bin der Meinung, dass er durch das Alutragesystem auch gut bis 14,15kg bepackt werden könnte, falls nötig. Da Dir der Preis wichtig ist: bei einem bekannten UL-Onlinehändler ist der grad um 38% reduziert....1 Punkt- Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg
Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg
Stoker reagierte auf martinfarrent für Beitrag im Thema
1 PunktGenau, und da reicht bei mir schon eine drei Kilometer lange Passage, die ich aus allerlei Gründen noch insgesamt als öde empfinde. Da muss die Gesamttourenleistung also gar nicht wirklich ins Spiel kommen. An solchen Stellen ist 'schneller' das Einzige, was noch Spaß macht. (Allerdings reicht mir zumindest derzeit mein Sigma in solchen Passagen.) OT: Das sind auch die Passagen, wo die UL-Boote wie mein LWD am meisten nerven. Leichtes und kurzes WWII steckt man mit ihnen im Sommer besser und sogar recht vergnügt weg als sehr träge Strömung (vom Gefühl her). Dasselbe gilt für Gegenwind. Gestern bin ich aus der Sieg kommend noch ein bisschen Rhein-abwärts gefahren, bei z.T. recht starkem Wind. Mit dem Sigma ging das noch. Mit dem LWD wäre ich nach 20 Metern ans Ufer gefahren.1 Punkt- Regenhut, breitkrempig, Windriemen und Moskitonetz - wer hat ein Schnittmuster?
Hab gefunden, was ich suche: https://www.funfabric.com/nx.php?01_20_41__Aneitung_Schnittmuster_kostenlos_Falt-Regenhut-passt-in-jede-Tasche1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
[Suche] UL Rucksack mind. 50l
apiko reagierte auf Hundewanderer für Beitrag im Thema
1 PunktHallo apiko, falls der Osprey Exos für Dich in Frage kommt, hier im Forum wird einer angeboten: Gruß, Thomas1 Punkt- Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg
Die Geschwindigkeitsangaben vom PC-Store sind keine Messungen, sondern grobe Schaetzungen. Bei 2er PC bauen sie in die Geschwindigkeitsschaetzung mit ein, das 2 Paddler paddeln, inwieweit sie das schon beim Sigma gemacht haben, weiss ich nicht, insofern wuerde ich erstmal ein grosses Fragezeichen an die Angaben machen. Ich kann aber, ausser man ist ueberwiegend nur auf stehendem Wasser unterwegs, auch nicht so ganz das Rumreiten auf den Geschwindigkeitsunterschieden verstehen. Da sind ja imho eher andere Eigenschaften wesentlich. Aber betrachten wir nochmal das Geschwindigkeitsthema auf bewegtem Wasser = Fluessen intensiver. 5 km/h beim Sigma relativ zum Wasser haelst Du auf Dauer beim Reisen nicht durch, ueber den Tag gerechnet, halte ich max 4 km/h fuer realistisch, nehmen wir ruhig mal an, der Delta waere wirklich 20% langsamer (ich glaube, dass der Unterschied bei jeweils angemessenem Gewicht deutlich kleiner ist), dann waeren das 3,2 km/h beim Delta. Bei einem rel langsam fliessenden Fluss haben wir vielleicht einen Schnitt von 2,5 km/h Fliessgeschwindigkeit. Bei einem rel schnell fliessenden Fluss haben wir vielleicht einen Schnitt von 6,5 km/h Fliessgeschwindigkeit. Nehme wir also mal 4,5 km/h Fliessgeschwindigkeit, desweiteren, dass wir 5 std / Tag reine Paddelzeit haben. Dann kommen wir beim Sigma auf 22,5+20=42,5 und beim Delta auf 22,5+16=38,5 km / Tag, also grad mal 10%. Entsprechend rechnet sich das auch bei schnelleren Packrafts als dem Sigma. Dem kann ich zustimmen, ich war schon baff, was man mit dem Teil anstellen kann, ich bin damit in Spanien Stellen gepaddelt, da haette ich mich mit meinen Allys nicht runter getraut. Was man aber auch sagen muss, sobald es etwas bewegter wird, wird es ein feuchtes Vergnuegen, im Sommer stoert das natuerlich ueberhaupt nicht und beim PC hat man auch schnell das Wasser ausgekippt, wenn es etwas kaelter wird, sollte man auf bewegterem Wasser eine aufblasbare Matte o.A. reinlegen, damit man nicht immer die Beine im Nassen hat. Natuerlich koennen Boote wie Adventure, Alligator im bewegten Wasser deutlich mehr und auch der Nomad kann da etwas mehr, aber da sollte jeder realistisch fuer sich betrachten, was er so paddelt, wer nur auf Zahmwasser unterwegs ist, braucht keinen Alligator oder Adventure, ab WW2 machen solche Boote aber deutlich mehr Spass. Ich seh das aehnlich wie Martin, wer mit Gepaeck & PC noch viele Hoehenmeter laufen will, aber auch mit dem Boot unterwegs sein will, ist beim Sigma / Delta richtig, wobei man aber auch da wieder den Gewichtsunterschied nicht ueberberwerten sollte : Wenn man auch auf dem Wasser ernsthaft unterwegs sein will, kommt noch dies dazu... - Ein vernuenftiges Paddel, mit dem man auch voran kommt ca 1 kg. - ein paar felstaugliche leichte Wassersandalen ca 0,5-0,6 kg - eine halbwegs vernuenftige aufblasbare Weste ca 0,4 kg - Kleinkram wie Flickzeug, Festmacher ca 0,2 kg Also all in all gut 2 kg. Der Sigma ca 2,5 kg, Adventure, Nomad Light, Alligator Pro mit Komplett-Ausstattung fuer einen ca 4 kg Also 4 kontra 5,5 kg...dafuer haben je nach Einsatzzweck die schwereren Boote andere Vorteile und legen da ne Schippe drauf... Das sehe ich jetzt nicht so eindeutig, ich war ja neben dem Sigma auch schon mit dem Alligator Pro, Nomad Light und Adventure mit groesserem Gepaeck unterwegs. Beim Sigma habe ich 3 Gurte genommen, einen Gurt zum geschlossenen Ring von der Bodenschlaufe bis kurz unterhalb des Rucksacks und von da aus jeweils einen Gurt um den Rucksack und die jeweile Bugschlaufe rum. Bei bewegterem Wasser hatte ich das Gefuehl, dass, wenn ich nur 2 Gurte verwende (die dann auch verdammt lang sein muessen, sowas habe ich unterwegs fuer andere Zwecke nicht bei), der Rucksack nicht ganz so stabil sitzt, da die Gurte "etwas offener" sitzen. Bei den anderen Booten spanne ich statt des geschlossenen Rings nach unten, einen Quergurt zwischen den beiden Schlaufen seitlich im vorderen Bootsbereich und dann um den herum (natuerlich einmal rumgewickelt und mit halben Schlag festgezogen, dass die Gurte nicht verrutschen) jeweils einen Gurt um den Rucksack und die jeweile Bugschlaufe rum. Im Vergleich finde ich die Loesung bei den anderen Booten von mir einen Tick besser, da das Ganze etwas stabiler sitzt, ich den hinteren Ansatzpunkt fuer jeden Gurt entsprechend dem Gepaeck verschieben kann, aber auch beim Sigma kann man Gepaeck sehr gut befestigen, da hat auch bei sehr schwerem Rucksack auf bewegtem Wasser im spanischen Gebirge nix gewackelt, das ist schon eine ganz andere Klasse zum Reisen als z.B. LWD o.A. Warum holst Du Dir den nicht selber...Martin und ich wollen doch im November eh ein kleines PC-Treffen machen, um Anderen mal die Gelegenheit zu geben, die Boote im Vergleich zu paddeln. Wenn die Lahn Dein Hausfluss ist, bist Du doch bei uns um die Ecke, wir wollen das ja entweder am Lippesee oder am Rursee machen. Momentan koennte es gut sein, dass das am 8.-10.11. statt findet, aber ist noch nicht sicher, wenn Du Interesse hast, PN mir am Besten mal Deine Email-Addi, da wir die naehere Absprache wahrscheinlich via Email machen. Beim Hausfluss Lahn (auch der laengste See Deutschlands genannt ) ist fuer Dich der Alligator schon mal raus, Adventure eher auch, soviel WW-Tauglichkeit brauchst Du nicht, der Barrakuda waere mir im Vergleich zu den Alternativen zu unhandlich, schwer / grosses Packmass, ich wuerde die Entscheidung zwischen Nomad Light, Nomad S1 und Sigma treffen. Evtl laesst sich das auch schon durch die Koerpergroesse weiter einschraenken, da der Fussraum im Nomad S1 kuerzer ist, da sich durch den Rahmen der Spritzdecke die Sitzlehne nicht so weit zurueckstellen laesst. Vom Rumpf usw unterscheiden sich ja die beiden Nomads nicht, du brauchst bei Deinen Haus-Revieren auch nicht die Spritzdecke fur bewegtes Wasser, wenn Du also nicht sehr viel bei Schlechtwetter paddeln willst (da ist eine Spritzdecke auch angenehm), sehe ich keinen Grund, warum Du den Nomad S1 nehmen solltest. Und den Nomad Light und den Sigma koenntest Du ja bei dem Treffen Probe paddeln. Faltboote usw ist eine ganz andere Nummer, zum Einen kannst Du sie nicht einfach mit an den Rucksack schnallen, sondern ziehst eher eine Sackkarre oder Bootswagen hinter Dir her, neben diesem Gewichts / Packmass-Vorteil kommt dazu, dass Du mit einem Packraft in wenigen Minuten auf dem Wasser bist. Klar haben Faltboote auch Ihre Vorteile, aber eben fuer reine Padeltouren mit deutlich aufwendigerer Logistik.1 Punkt- Langzeiterfahrung mit Cuben/Dyneema Tarp
Langzeiterfahrung mit Cuben/Dyneema Tarp
Painhunter reagierte auf martinfarrent für Beitrag im Thema
1 PunktBevor du dir allzu viele Gedanken über das Material machst... nichts lässt sich so leicht reparieren und ausbessern wie Cuben. Einfach einen selbstklebenden Patch auf die entsprechenden Stellen anbringen (ein Patch wiegt auch fast nichts). Keine Ahnung, warum das bei Diskussionen über die Langlebigkeit von DCF-Zelten meist unerwähnt bleibt.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
[Suche] UL Rucksack mind. 50l
apiko reagierte auf Würdsogern für Beitrag im Thema
1 Punkthallu Masui und apiko, den Granit Gear Virga 2 hatte ich schon im Einsatz, er ist wirklich toll leicht und hat viel Volumen. Wenn er aber nicht unbedingt superleicht sein muss und wenn du mehr als 2-3 Tage Proviant oder viel Wasser mitnehmen möchtest, dann rate ich eher ab. Mehr als 7-8kg würde ich dem Rucksack nicht zumuten. Die Flossen sind mehr Deko und die Tragegurte recht schmal. Im Sommer (mit nur T-Shirt zwischen mir und dem Gewicht) ziemlich unbequem, fand ich.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
[Suche] UL Rucksack mind. 50l
apiko reagierte auf Andreas K. für Beitrag im Thema
1 PunktOsprey Exos 58 ist relativ gut, wiegt aber 1,2kg! Edit: Angebot in "suche" wieder entfernt. Sorry.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
1 PunktEs gibt auch noch den Lightweight Fast pack 50 l. Würde auch reichen und ist sehr robust.1 Punkt- Auftragsnäharbeiten im Forum
Auftragsnäharbeiten im Forum
Barbarix reagierte auf Christian Wagner für Beitrag im Thema
1 PunktOT:Wenn es keinen Spass macht, dann kann lohnt sich myogen wahrscheinlich nicht. Lustig finde ich da immer wenn mir Leute dann einen fiktiven Stundenlohn beim myogen reinrechnen, sie aber selbst, bei dem was sie tun, das nie machen würden. So gesehen wäre das abendliche Fernsehen wohl eine der "teuersten" Tätigkeiten überhaupt. Von einer Woche Wandern oder gar einem monatelangen thruhike gar nicht erst zu reden. Was doll ich sagen. Ich myoge eben gerne. Umgekehrt, um wieder on topic zu kommen, man müsste mir schon viel Geld zahlen um für Fremde die Nadel zu schwingen, denn das wäre eben nicht mehr "make your own gear" oder make your friends gear" sondern schlicht und ergreifend Arbeit.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
1 PunktIch kann den ÜLA Ohm 2.0 auch empfehlen.Es ist der bequemste Rucksack den ich bis jetzt hatte. Mir hat das Volumen für 10 Tage Essen inkl. Zeltausrüstung gereicht. Bis 13kg ist er extrem bequem und für kürzere Strecken gehen auch mal 16kg.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
1 PunktÜLA finde ich prinzipiell empfehlenswert (nutze selbst CDT und Circuit), allerdings rechnen sie beim Volumen wirklich alle Außentaschenmit ein, der Ohm ist kleiner als die Angabe von 63L vermuten lässt. Wenn du das Volumen unbedingt brauchst schau lieber in Richtung Circuit oder sogar Catalyst. Wobei ich für mich mittlerweile festgestellt habe, dass ich einen so großen Rucksack nur noch in Ausnahmefällen brauche.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
[Suche] UL Rucksack mind. 50l
apiko reagierte auf gregoreasy für Beitrag im Thema
1 PunktLightweight Ultrahike würde mMn gut passen. Zwar etwas schwerer, aber dafür sehr komfortabel und das Tragesystem macht bei den zu erwartenden Lasten auch wieder Sinn.1 Punkt- [Suche] UL Rucksack mind. 50l
1 PunktIch werf mal den Granit Gear Virga 2 und den Crown 2 60 ins Rennen. Gute, robuste Rucksäcke. Erstgenannter um die 500 g schwer. Warum sollte man die nicht bei Langtouren benutzen sollen?1 Punkt- Auftragsnäharbeiten im Forum
Auftragsnäharbeiten im Forum
nats reagierte auf Andreas K. für Beitrag im Thema
1 PunktDa hilft nur eins: eben keine Einzelfertigung anbieten, sondern selbst eine kleine Kollektion rausbringen. Die Entwicklungskosten sind dann einmalig - ggf. ändert man im Lauf der Jahre nur noch Details. Die Kosten bzw der Aufwand hierfür bleiben überschaubar. Da kann man dann auch die Produktionsprozesse optimieren und somit kosteneffizienter, sprich günstiger produzieren. Aber das weißt Du ja eh... Wer Individualismus bezahlbar haben will muss sich eben selbst an die Nähmaschine setzen. Das war zum gewissen Teil meine Motivation das Nähen anzufangen...1 Punkt- Ich bin dann mal weg ...
Ich bin dann mal weg ...
mastergilgalad reagierte auf Andreas K. für Beitrag im Thema
1 PunktSchöne Ecke! Vielleicht solltest Du in Mönchsambach starten, da kannst Du sehr gutes Bier bei Brauerei Zehendner tanken. In Mönchherrnsdorf solltest Du den Metzger nicht auslassen und ein paar km weiter in Kappel findest Du die Brauerei Ibel (schaut von außen übel aus), soll auch sehr gut sein. Da war ich aber selbst noch nicht drin. Wasser findest Du eigentlich überall. Nahezu jede Ortschaft hat einen Friedhof mit frei zugänglichen Wasserhähnen. Die müssten im Oktober eigentlich auch noch offen sein.1 Punkt- Ich bin dann mal weg ...
1 PunktBin dann mal weg... ...am 8.Oktober fliege ich nach Valencia in Spanien. Dort beginne ich dann mit dem Camino de Levante. Mein Plan: Start in Valencia weiter auf dem Camino de Levante bis Zamora weiter auf dem Via de la Plata bis Astorga weiter auf dem Camino Frances bis Santiago de Compostela weiter auf dem Camino Finisterre Ziel ist der Kap Finisterre Insgesamt sind das ca. 1300 km.1 Punkt- Big Agnes Carbon
Big Agnes Carbon
Dr.Matchbox reagierte auf Mars für Beitrag im Thema
1 PunktDas Zelt kostet ungefähr eine Monatsmiete. Wenn ich unterwegs bin, zahle ich keine Miete, da meine Latifundien dann von anderen Personen genutzt werden können. Nach zwei Monaten habe ich es schon herausgeschlagen, solange wird es auch halten. Mit jeder Nacht mehr, verdiene ich quasi bares Geld1 Punkt- Wasserdichte Socken
Wasserdichte Socken
Schwefelfell reagierte auf Martin für Beitrag im Thema
1 PunktIch hatte immer die Dexshell Socken. SInd gut, allerdings ist der Anwendungsfall begrenzt. Durchquert man nur einige Flüsse, so bringen sie wenig, da die Füße recht schnell wieder warm werden und die Schuhe mit und ohne nass sind. Ist es sonst warm/trocken, so überhitzen meine Füße schnell und schwitzen (Blasenalarm!). Sie sind allerdings Gold wert, wenn man den ganzen Tag bei Temperaturen unter 10 Grad im Regen oder im Wasser läuft.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Endlich habe ich meine Fotos jetzt halbwegs sortiert bekommen. Aus irgendeinem Grund haben Telefon und/oder Lightroom (so genau lässt sich das nicht sagen, wer der Schuldige ist) sich dazu entschlossen, das Datum komplett durcheinander zu würfeln. Örks. Aber was lange wird, wird - hoffentlich - endlich gut, und da kommt er jetzt, mein Tourbericht. Die Alpen sind ja bekanntlich mein Steckenpferd, und nachdem ich zweimal auf der München-Venedig-Route drüber gehüpft bin, wurde es Zeit für etwas neues. So habe ich letztes Jahr schon beschlossen, dieses Jahr die Route Salzburg-Triest in Angriff zu nehmen - natürlich verkürzt, da ich mit An- und Abreise nur 3 Wochen zur Verfügung hatte und noch etwas Zeit zum Resozialisieren am Ende einplanen wollte. Deshalb wurde der Teil von Salzburg bis zum Riemannhaus im Steinernen Meer abgeknipst bzw. verkürzt, und im Süden wollte ich dann mal schaun, wie weit ich komme. Als Zeitraum hatte ich mir Mitte Juni als Startdatum in den Kopf gesetzt - der Schnee ist ja dann schon weitestgehend geschmolzen, die Tage sind lang und es ist nicht so heiß wie im August. Soviel zur Theorie Je näher die Tour rückte, umso mulmiger wurde mir. Bis spät in den Mai gab es Neuschnee in den Nordalpen, im April Unmengen davon, und bisher ist noch keiner auf der Tour losgelaufen. Über das Steinerne Meer und die Fraganter Scharte las man nur Hiobsbotschaften, und bis einen Tag vor dem Start habe ich überlegt, die Schneeschuhe mitzunehmen. Schließlich hat aber doch Vernunft über Angst gesiegt (Voraus: alle von mir in diesem Thread veröffentlichten Bilder wurden von mir selbst geschossen!) Tag 1 - Königssee bis Kärlingerhaus Ich stehe kurz nach 4 Uhr auf, denn ich reise mit der Bahn an und will den ersten Zug erwischen. Noch einen schnellen Kaffee, dann den gepackten Rucksack geschnappt und ab geht es zum Bahnhof. Erst mal 25km mit dem Auto, das Monats-Parkticket hatte ich wohlweislich schon zwei Tage vorher besorgt, und ich erwische problemlos den 5:15-Zug in Richtung Rosenheim. Ab Freilassing wird es dann spannend, aber der Ersatzverkehr ist pünktlich und komme tatsächlich wie geplant passend für die erste Fähre nach St. Bartholomä an, wobei die Hälfte der Fahrgäste Wanderer und Wiederholungstäter sind. Wir hören wie immer das Königssee-Echo zurücktrompeten, und das halbe Boot könnte wohl die Erklärungen genau so gut halten. Dann endlich legen wir in St. Bartholomä an und es kann losgehen. Es geht eine Weile am See entlang, dann durch Kies, der mit Schmelzwasserbächen durchsetzt ist. Die Brücken sind bis auf eine noch nicht wieder an Ort und Stelle, und ich überlege kurz, passende Stellen zum Queren zu finden - bin ich doch zum ersten Mal mit Trailrunnern, ohne GoreTex, hier unterwegs. Aber was solls, nächstes Jahr werde ich auf dem PCT noch oft nasse Füße bekommen, also Augen auf und durch. Es kurz kalt, aber beim Gehen werden die Füße sofort wieder warm. Die Sonne scheint auch, und es ist ein optimales Wetter für den Tourbeginn. Dann geht es gleich relativ knackig hinauf, an der Rancherhütte vorbei, an der ich wie immer eine Kurze Trinkpause einlege, und dann weiter zum Einstieg zur Saugasse. Auch hier liegt noch Schnee, was ich um diese Jahrezeit noch nie erlebt habe. Außerdem taut gerade eine Gemse auf, die wohl im Winter ein Lawinenopfer wurde, und der Geruch scheucht mich schnell weiter. Teilweise ist der Weg schon gut sicht- und gehbar, aber im oberen Drittel wird der Schnee immer mehr. Meine Trailrunner halten aber erstaunlich gut auf der schön aufgefirnten Oberfläche, und nach den ersten zaghaften Schritten bewege ich mich sicher auf der weißen Decke. Unterwegs treffe ich ein paar Wanderer, die vom Kärlingerhaus kommen, und sie empfehlen mir, weiter oben dann unbedingt rechts zu gehen, der offizielle Weg links wäre zu gefährlich. Ich nehme das zur Kenntnis, wundere mich dabei allerdings, und beschließe, mir das Thema vor Ort anzusehen. Weiter oben führen die Fußspuren von heute alle nach rechts, über einen kleinen Sattel hinter dem dichte Latschenfelder wachsen. Das will ich mir so ohne weiteres nicht ansehen, also gehe ich links, wo der offizielle Weg unter Schnee vergraben ist. Nach ein paar steilen Tritten geht es um die Kurve, und der Weg vor mir ist quasi schneefrei! So viel zu gut gemeinten Ratschlägen! Später werde ich erfahren, dass sich die meisten auf den Rat selbiger Wanderer rechts gehalten haben und abenteuerliche Latschenfeld-Querungen hinter sich gebracht haben. Die letzten zwei Kilometer zum Kärlingerhaus geht es dann fast durchgängig über gut gangbaren Schnee, und die Kühle von unten ist ein angenehmer Kontrast zur senkrecht stehenden Sonne. Die leuchtet jetzt auch voll in die Saugasse hinein, und mir tun die nach mir gestarteten fast ein wenig leid. Am Kärlingerhaus steht hinter dem Wassertrog ein Plumpsklo, denn die Kläranlage ist kaputt und widersetzt sich allen Reparaturversuchen. Um den Funtensee war alles vor ein paar Tagen noch komplett weiß, aber es hat in der kurzen Zeit 1 1/2 Meter weggetaut. Die ersten Murmeltiere wachen auf und fiepen um die Wette, und ich trinke einen Kaffee und genieße die Aussicht. Für den Abend sind Gewitter angesagt. Das Steinerne Meer soll noch tief im Schnee vergraben sein, und laut Hüttenwirt ist noch niemand durch gelaufen. Dann werde ich wohl der erste sein, denke ich mir, denn das Riemannhaus hat schon auf und ich kenne gottseidank diese Ecke so gut, dass ich mich auch bei schlechter Sicht (mit GPS!) hindurch traue, wenn auch auf der kurzen "direkten" Route und nicht, wie eigentlich geplant, über das Ingolstädter Haus. Langsam füllt sich das Kärlingerhaus. Ich überlege gerade, was ich zu Abend esse, als zwei Rucksäcke mit Wanderern dran zur Hütte geschnauft kommen. Das ist Kontrast. Ich habe mit Grödeln, Eisaxt, Kocher, etwas Proviant und einer zusätzlichen Lage Kleidung ungefähr 9 Kilo am Rücken, von den beiden jeder über 35. Es ist ihre erste Bergtour überhaupt, und sie wollen zu den Drei Zinnen. Und heute noch weiter zum Riemannhaus. Meine Versuche, ihnen das auszureden - es ist schon sieben vorbei als sie los kommen, der Nebel zieht herein und das Gewitter wird sicher bald kommen - werden freundlich ignoriert, und die beiden stapfen munter in die falsche Richtung los. Man kann nicht jedem helfen. Ich führe ein paar nette Gespräche mit jüngeren Wanderern, kann ein wenig bei der Entscheidungsfindung helfen, wie die Tourplanung ob des Schnees weitergehen soll, und lerne, dass das junge Schaf, das letztes Jahr von der Herde hier zurückgelassen wurde und das dem Hüttenteam wie ein Hündchen hinterher lief, im Tal gut versorgt wurde und beim Eintreffen der Herde dieses Jahr mit dem Versorgungshelikopter wieder heraufgebracht werden soll. Kurz darauf ist dann auch das Gemecker der Schafe zu hören, und der Bergsommer ist quasi offiziell eröffnet. Nach einem mehr als reichlichen Essen spiele ich noch ein paar Runden Kniffel mit, habe da bei unverschämtes Würfelglück und ärgere mich kurz, dass ich nicht Lotto gespielt habe. Eigentlich habe ich morgen nicht viel zu tun, aber die Hütte ist schon gut gefüllt und viele hängen eine Extranacht hier an anstatt sich über den Schnee zu wagen. Deshalb werde ich morgen als einer der ersten loslaufen, denn auf dem Riemannhaus wird es deutlich ruhiger werden und sich niemand über das Plumpsklo beschweren.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 12 - Hermagor - Rifugio Nordio-Deffar Nach einem reichlichen Frühstück mit Cappuccino geht es zuerst eine Stunde angenehm am Ufer der Gail entlang, wo die Kühle vom Fluß die Hitze noch etwas im Zaum hält, dann wird der Weg aber wieder wie gestern. Auf Forststraßen geht es fast schattenlos durch liegende Bäume hoch, fast zwei Stunden lang, und erst das letzte Stück führt dann über Almwiesen zur Dellacher Alm hinauf. Auf der Dellacher Alm treffen sich eine ganze Reihe von Wegen, ein Stromaggregat brummt und versorgt die Pumpe, die Regenwasser aus der Zisterne in die Tröge für die Kühe pumpt. Es gibt einige alte Almhäuschen, die jetzt Ferienquartiere sind, und ein paar Almbauern aus der Umgebung schauen auf ein Bier vorbei. Ich mache auch eine kleine Rast und gönne mir einen "Hollersaft", wie man Wasser mit Holunderblütensirup in Kärnten üblicherweise nennt. Selbst gemacht, versteht sich, wie fast überall hier, kühl und lecker. Dazu eine Gulaschsuppe, die reichlich und richtig gut ist. Zu lange kann ich leider nicht hier sitzen bleiben. Der Weg führt über eine Steile Wiese und dann wieder in den "Wald", aber was von der Alm aus noch dicht und schattig ausgesehen hat, ist nicht anders als der bisherige Aufstieg. Noch einmal geht es 500 Höhenmeter fast ohne Schatten hinauf, und hier liegt noch mehr Totholz herum und erschwert das Vorwärtskommen. Teilweise ist es schwierig, den richtig Weg durch das Wirrwarr zu finden, denn kaum ein markierter Baum steht noch. Dazwischen sind Lichtungen mit Setzlingen aus dem Vorjahr, aber das trockene Frühjahr hat den jungen Bäumen so zugesetzt, dass kaum einer diesen Sommer überstehen wird. Hier wird die Klimaveränderung mehr als deutlich. Die labilen Monokulturen, die in minimal kühleren Zeiten noch funktioniert haben, kollabieren jetzt, und wir sind haarscharf vor einem Point of No Return. Der Boden verliert den Halt, die Hitze vernichtet neuen Bewuchs, und es gibt immer weniger Wasser, was den Prozess immer mehr beschleunigt. Ich bin ein wenig schwermütig, was auch die schöne Hochebene des Starhands mit seinen Pferden und dem satten Grün nicht ganz vertreiben kann, als ich die Dolinza-Alm erreiche, die der Wanderführer empfohlen hat. Die Hüttenwirtin ist aber den ersten Tag hier oben, denn der Schnee ist lange gelegen und die Wege mussten intensiv repariert werden, so ist sie bei weitem noch nicht bereit für Gäste. Ich folge daher ihrer Wegbeschreibung für einen Abkürzer und komme 5 Minuten später am Rifugio Nordio-Deffar an, jetzt schon in Italien. Die Hütte wurde komplett renoviert und ist richtig schön. Die Zimmer haben praktische Fächer mit Stauraum, und es gibt warme Duschen und vorzügliches italienisches Essen. Ich genieße meine Penne und ein Glas Rotwein und bin vorerst wieder mit meiner Umwelt im Einklang.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 11 - Greifenburg - Hermagor Es ist ein wenig schade, dass ich nicht mehr Zeit habe, um das Frühstück zu genießen. Die Pension "Gasthof Post" hat zwar keinen Restaurantbetrieb, aber alle möglichen Annehmlichkeiten wie einen Aufenthaltsraum, eine Tischtennisplatte und Leihfahrräder. Vor dem Frühstück sammle ich schon mal 3 Kilometer und laufe zur Baywa. Das Lagerhaus hat eine Tankstelle, und die Tankstelle hat Zigaretten, und auch wenn ich auf Bergtouren viel weniger oft sündige, so ganz kann ich es doch nicht lassen. Punkt Acht bin ich dann im Frühstücksraum und fast alleine dort. Die allermeisten werden wohl erst in einer Stunde aufstehen, während ich seit Fünf die Zeit totschlagen muss. Wenn die Meute frühstückt will ich schon die ersten 4 oder 5 Kilometer heruntergespult haben. Erst geht es noch flach nach Bruggen. Als ich losgehe hat es schon 24°C, und die Temperatur steigt rasant. Zum Glück geht es nach einer knappen Stunde in den Wald. Der Pfad führt steil hoch, und es liegt sehr viel Astwerk herum, was mich etwas bremst. Riesige Stapel mit frisch gefälltem Holz säumen die Wege alle hundert Meter, und es ist an den tiefen Schneisen im Wald zu sehen, wie sehr Wind, Wasser und Schnee hier die letzten 12 Monate gewütet haben. Etwas später als erhofft, aber doch deutlich schneller als im Buch prognostiziert, erreiche ich Pfarreneben, den höchsten Punkt des heutigen Tages. Überall sieht man hier sog. Heuharfen stehen, manchmal nur große Sprossenwände mit einem schmalen Dach, manchmal auch in Stadelform gebaut um sie auch als Lager für andere Dinge zu benutzen. Ich schwitze, und ich bin verdammt hungrig. Der "Hiker Hunger" fängt langsam an, sich bemerkbar zu machen. Schon seit einer Stunde träume ich von Leberkäse mit Spiegelei. Vermutlich habe ich ein kleines Eiweiß-Defizit und muss stärker darauf achten, meinen Muskeln Baumaterial zu geben. Dann ist es wie Magie. Ich beige vom Weg ab, laufe in den Ort hinein und stehe gleich darauf vor einem schönen Gasthof mit Tischen im Schatten, und auf der Tafel neben der Tür steht "Heute im Angebot: Leberkäse mit Spiegelei". Es gibt manchmal Fügungen. So eine lange Wanderung hat immer wieder welche parat, von hilfsbereiten Autofahrerinnen im Unwetter über perfekt platzierte Quellen mit Wasser für den Kaffee bis hin zu, ja, so banal es klingt, Leberkäse und Spiegelei genau im richtigen Moment. Deshalb ist so eine Wanderung immer auch etwas spirituelles, auch ohne die grandiosen Gänsehaut-Ausblicke und Grenzerfahrungen. Oft sind es diese Fügungen, die Balsam für die Seele sind und mich wieder viel mehr in die Welt um mich herum vertrauen lassen. Der Drang, meinen Tag und mein Dasein zu kontrollieren, der sich durch die Arbeit schleichend immer mehr verfestigt, wird nach einer Woche auf Tour erschüttert, denn die Natur und meine eigenen Fähigkeiten setzen einfach Grenzen. Dann kommen diese kurzen Momente, die dem Bauch sagen, schau her, auch ohne Kontrolle wird alles gut, und fühle mich gleich ein ganzes Stück leichter. Um die Leichtigkeit nicht überhand nehmen zu lassen, beschwere ich meinen Körper natürlich mit der erträumten Portion an Vitamin L und S. Und dann noch einer Nachspeise. Jetzt geht es praktisch nur noch bergab, und das Thermometer hat längst die 30°-Marke übersprungen. Vom Wald am Wegesrand ist kaum etwas übrig, und ich kämpfe mich durch die über die abgestorbenen Fichtennadeln wabernde Hitze und klettere über Baumstämme und Äste. Als ich in Hermagor ankomme, bin ich ganz schön geschafft, und als Belohnung gönne ich mir ein Zimmer im Hotel Kaiser von Österreich. Nach einer langen Dusche setze ich mich in den schattigen Innenhof und plausche mit der Wirtin lange über meine Wanderungen und die Berge rund herum. Das Zimmer hat zwar keinen Balkon, aber es ist richtig modern und gut durchdacht. Schön, dass die Besitzer trotzdem so bodenständig geblieben sind.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 10 - Feldner Hütte - Greifenburg Wir starten mit etwas Verzögerung - die Gründe dafür kann keiner benennen, denn wach waren wir schon beim Sonnenaufgang - und Bruno kommt uns noch mal nachgelaufen und schickt uns auf den schöneren der beiden Wege Richtung Lackentörl. Heute steht wieder eine dieser "Knieschnackler"-Etappen an, mit 2000m im Abstieg. Die Landschaft ist super schön, sie hat etwas wildes ohne dabei gleich so einschüchternd zu sein wie der Hauptkamm. Immer ist auch diese satte Grün wie in den Highlands präsent, und ab und an wartet auch ein kleines Schneefeld geduldig auf uns. Am Lackentörl auf fast 2400m machen wir eine kurze Pause. Wie Wattebauschen wandern die Wolken über unsere Köpfe, und der Blick schweift weit. Das sind Momente für den Kopf, die man in Bildern gar nicht festhalten kann, auch wenn man es immer und immer wieder versucht. Wir versuchen mit mehr oder weniger Erfolg, die Gebirgsgruppen am Horizont zu identifizieren, nur um einen Grund zu haben, länger hier zu stehen. Dann geht es weiter zum Zweiseentörl, schön felsig und bei bestem Bergwetter. Vor dem See ist ein kleiner Hügel, der sich perfekt für eine weitere Rast anbietet, und wir nehmen die Einladung nur zu gerne an. Von hier aus kann man gut die Gailtaler Alpen sehen, die morgen darauf warten, über- bzw. durchquert zu werden, dahinter den Karnischen Hauptkamm und sobald es etwas aufklart auch die Julischen Alpen. Jetzt treffen wir auch zum ersten mal, seit wir einen Fuß in die Kreuzeckgruppe gesetzt haben, eine Hand voll andere Wanderer. Die meisten, die den See besuchen, kommen aber "nur" die 600 Höhenmeter von der Emberger Alm herauf und gehen dann wieder dorthin hinunter. Jetzt geht es über Gras und später Schotterwege weiter hinab, und so langsam nimmt die Hitzewelle die Luft um uns in Beschlag. Die Wolken verziehen sich, und wir sind heilfroh, bald auf der Alm - eine kleine Ansammlung an Hotels im Alm-Stil und auf geteerter Straße zu erreichen - eine "richtige" Pause machen zu können. M. und E. beschließen, es ab hier langsamer angehen zu lassen, und so trennen sich hier unsere Wege. Der restliche Abstieg ist noch fast 1200 hm und ein großer Teil davon über Teer. Ich motiviere mich mit einem Kaffee und einem Radler und mache mich dann an den restlichen Weg nach Greifenburg. Habe ich schon erwähnt, dass es jetzt heiß wird? Ich schwitze, und die Sonne brennt auf der Haut. Etwas monoton lasse ich die Beine laufen, und nach zwei intensiven Stunden komme ich durchgekocht am Ziel an. Eine Unterkunft in einer Pension ist schnell gefunden, und dann gibt es eine lange, kühle Dusche. Heute waren es auch nur 16 km, aber es fühlt sich nach deutlich mehr an. Die Wetter-App auf dem Telefon sagt, dass es morgen noch ein paar Grad wärmer werden soll, und die nächste Etappe geht nur auf nicht einmal ganz 1200m hinauf.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 9 - Stall - Feldner Hütte Die Etappe heute ist relativ kurz, aber M. traut seinem Knie noch nicht so ganz und ist deshalb gar nicht böse. Wir fahren ohne Hektik und nach einem leckeren, ausgiebigen Frühstück mit dem Postwirt-Wirt eine lange Teerstraße hinauf bis fast an den Wasserspeicher. Nur kurz haben wir noch Forststraße unter den Füßen, dann geht es auf einen angenehmen Pfad an den ziemlich romantisch auf einer Hochebene gelegenen Hütten der Hochalm mit vielen Schafen vorbei, über ein paar Brücken und den Wöllabach entlang. Da es die letzten zwei Tage etwas geregnet hat ist es ganz angenehm zu gehen, kein Vergleich zur Saunawanderung nach Rauris bei über 30°. Das denke ich so und weiß noch nicht, dass die richtige Hitze erst noch kommt.. aber das ist später. Jetzt ist alles sattgrün und wunderschön anzuschaun. Unterwegs begegnet uns eine Bäuerin, die gerade ein Mutterschaf mit Kitz, die ausgebüxt waren, wieder nach oben gebracht hat, und sie erinnert uns mehr als einmal daran, die Tore wieder zu schließen. Natürlich machen wir das. Ich wäre noch nie auf die Idee gekommen, ein Gatter oder Zaunseil offen zu lassen, und muss mich immer wundern, wie oft das doch passiert. Auch auf dieser Tour bin ich schon mehrfach an offenstehende Tore gekommen und habe sie hinter mir zugemacht. Was wir jetzt merken ist, dass zum einen etwas südlicher des Hauptkamms deutlich weniger Schnee liegt. Es ist schon im Frühjahr viel weniger weiße Pracht heruntergekommen, und jeder warme Tag tut sein übriges dazu, den Winter zu verdrängen. Kurz wird es steil und wir steigen felsig zum Glenktörl auf 2457 Meter hoch. Bis zum Kreuzeckgipfel wäre es nur ein Katzensprung, aber M. kämpft etwas mit den hohen, ausgesetzten Tritten weil er seinem Knie immer noch nicht so viel zutraut, und so bleibe ich lieber bei der Truppe und gehe ganz gemütlich voraus. Die Feldner Hütte liegt schön an einem sanft abfallenden Rücken an einem kleinen See. Wir verbringen einige Minuten damit, die Aussicht zu genießen. Die Wolken werden weniger und immer mehr Blau schimmert hindurch. Rund um den See wachsen alle möglichen Blumen und es ist klar, dass sie noch nicht lange unter dem Schnee freigelegt sind. So gibt es noch keine welken Blätter, und ich schieße viele Makro-Fotos. Die Feldner Hütte ist irgendwie urig, klein und gemütlich. Der Hüttenwirt Bruno ist ein waschechter Berliner, schon seit 30 Jahren hier oben und hat noch immer kein Bisschen seines Dialekts abgelegt. Wir hatten zwar versucht, zu reservieren, aber keine Bestätigung bekommen - Mobilfunk ist hier nicht, und Bruno liest nur einmal morgens seine SMS über das Satellitentelefon. Problem ist es eh keins, denn der lange Winter hat viele vom Wandern abgeschreckt und so sind wir unter den ersten Gästen dieses Jahr. Wir checken ein, trinken Kaffee und Bier und ratschen mit Bruno über dies und das. Zum Abendessen wäre er sehr verbunden, wenn wir uns auf ein Menü einigen könnten, und so bestellen wir uns alle Kärntner Nudeln, das sind im Schmalz gebratene gefüllte Teigtaschen mit Sauerkraut. Die sind dann ganz frisch zubereitet, gut und nahrhaft, was bei so einer kleinen Hütte ohne Straße und Seilbahn nicht so selbstverständlich ist. Dann zieht es uns natürlich wieder nach draußen, wo es immer sommerlicher wird. Ich genieße die Ruhe und Abgeschiedenheit, und vor allem das Panorama.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 6 - Schutzhaus Neubau - Fraganter Hütte -- Über den Alpenhauptkamm Punkt 5:00 Uhr sitzen wir beim Frühstück, die Sache gepackt und in vorsichtiger Aufgeregtheit. Wie wird es werden? Wie steil werden die Schneefelder, wie gut der Weg zu finden sein? Fragen über Fragen, aber keine Antwort bevor man dort ist. Wir verabschieden uns herzlich von den Wirtsleuten und machen uns dann auf den Weg. Schon kurz nach der Hütte wartet das erste große Schneefeld mit fast einem Kilometer Länge. Wir fühlen uns wirklich wie Abenteurer. Schnell packen wir die Grödel aus um auf den ersten steileren Stücken besseren Halt zu haben. Erst vorsichtig, dann immer zuversichtlicher steigen wir hoch Richtung Scharte auf 2750 Metern. Wir sind fast durchgängig auf Schnee unterwegs. Erst werden die Grödel noch ab- und wieder angeschnallt, aber mit der Zeit verlieren die 30° ihren Angstfaktor. Als wir an der Scharte ankommen ist es grade mal richtig hell geworden. Der Himmel ist klar mit Schäfchenwolken, und links von uns liegt tiefweiß der Mölltaler Gletscher. Kurz nach der Scharte ist ein schönes Plätzchen für eine erste kurze Rast. Wir trinken einen Schluck, konsultieren die Karte und wägen ab, wie der Weg weiterführt. WIr werden ein steiles Stück queren müssen und entsprechend vorsichtig sein, aber zumindest sieht es nicht so aus, als ob von oberhalb viel nachkommen kann, sollte der Schnee unter unseren Füßen nicht halten. Stück für Stück tasten wir uns den Hang quer hinunter in Richtung des Winterlifts, der von einem kleinen Talboden zum Gletscher hochführt. Der Schnee ist schön aufgefirnt und darunter griffig. So nutzen wir die weniger steilen Stücke und fahren in Skifahrermanier ab, auch wenn die ein oder andere Abfahrt auf dem Hinterteil endet. Neben der Liftstation finden wir dann auch einen Wegweiser und bekommen ein Gefühl für die Schneehöhe. Wir stapfen über den engen Talboden, machmal bis zu den Knien im Schnee, aber wir haben Spaß und grandiose Ausblicke. Am Talausgang sind alte Spuren einer Pistenraupe, die uns das gehen etwas leichter machen. Rechts von uns wirkt der überfrorene Hochwurtenspeicher wie ein Stück Grönland mitten in Österreich, und das Wandern fühlt sich nicht halb so anstrengend an wie es ist. Nichts ist eben, und jeder Schritt muss sauber gesetzt werden. Immer wieder steckt man kurz fest. Wir haben vermutlich noch Glück. Wenn die Temperaturen steigen und der Schnee noch sulziger wird, dann steckt man vermutlich schnell bis zur Hüfte drin. Eineinhalb Stunden später erreichen wir das am gleichnamigen See gelegene Weißseehaus. Das hat leider noch nicht geöffnet, aber zumindest hat es eine windgeschützte Terrasse und eine Biertischgarnitur, auf der wir Rast machen und einen Happen essen. Kaum sind wir von Weißseehaus aufgebrochen, schon schieben sich die Wolken drohend zusammen. Wind kommt auf, und wir müssen uns über mehrere haushohe Schneeverwehungen kämpfen, die extrem steil und gefährlich nahe am See in den Kurven liegen. Nur wenig später zweigt der Weg nach rechts in Richtung Saustellscharte ab. Hier ist kein echter Weg mehr zu finden, und dort wo er sein sollte füllen teilweise mit Schnee bedeckte Schmelzwasserseen den Talboden. Wir suchen uns einen Weg außen um das Tal herum mit dem besten Kompromiss aus Steilheit und kalkulierbarem Schnee. Das dauert. Aus der einen Stunde werden zwei, und der Himmel wird immer dunkler. Immerhin sind wir über der Scharte. Das heißt aber auch, wenn wir nicht mehr weiterkommen müssen wir den ganzen Weg zurück zum Weißseehaus laufen und von dort ins Tal absteigen. Auch der Weg zur, wie uns der Hüttenwirt nicht ohne Grund gesagt hat, Schlüsselstelle - dem sogenannten Ochsentrieb - nötigt uns einiges an Kreativität ab. Lange Umwege über steile Schrofen und loses Geröll sind notwendig, um nicht über ein deutlich unterspültes Schneefeld laufen zu müssen. Dort einbrechen wäre vermutlich ein Todesurteil, und so wählen wir die weniger gefährlichere Variante. Wir sind gerade auf der anderen Seite des kleinen Tals als das Gewitter tatsächlich kommt. Weglaufen und Verstecken ist in diesem Gelände nicht, so kauern wir uns nur etwas zusammen und schützen unsere Köpfe gegen den Hagel. Es donnert und blitzt ein paar mal, dann schüttet es noch ein wenig. 10 Minuten später ist aber nur noch ein leichter Nieselregen übrig, und ich finde gleich neben uns eine Quelle. Ich kann E. ansehen, dass er ganz schön geschafft ist, und mir geht es auch so. Wir sind jetzt schon seit über acht Stunden - Pausen nicht mit gerechnet - auf den Beinen. Jetzt kommt der große Moment meines Kochers. Ich heize eine große Tasse Wasser auf, und jeder von uns bekommt einen frischen Kaffee. Nescafe, 3 in 1, mein Favorit. Und dieser hier ist wohl der beste Kaffee, den ich je getrunken habe. Es liegt am Wasser, sage ich, und E. stimmt mir voll und ganz zu. Jetzt wird es haarig, aber der Kaffee hat uns neue Energie und Motivation gegeben. Ein letztes, ekelhaft steiles Schrofenstück klettern wir auf allen Vieren hinauf, dann geht es im Halbkreis auf einem mit Geröll bedeckten Sims herum. Das wäre ganz okay, wäre da nicht der hohe Schnee, der die Nische mit dem Sims füllt, und ginge es nicht linker Hand gleich senkrecht hinunter. Wir sind vorsichtig, und es geht. Wir denken natürlich nicht daran, was passieren würde, wenn sich die Schneemasse in Bewegung setzen würde, nein, das denken wir ganz und gar nicht. Ein paar mal stecken wir bis zur Hüfte fest, aber lieber genügend Abstand zum Rand und die Beine im Schnee als wegrutschen und unten liegen. Kurz ist auch noch Zeit für einen Blick zurück, auch wenn das Bild der Wirklichkeit nicht ganz gerecht wird: Nach einem kurzen, steilen Abstieg, auf dem uns die westseitigen Schneefelder gar nicht mehr beeindrucken konnten, geht es dann zum zwischen Almweiden gelegenen Schobertörl hinunter, und die letzten 500 Höhenmeter bis zur Fraganter Schutzhaus - Schutzhaus? Fragenter Luxushotel wäre auch nicht so verkehrt als Name - werden wir immer schneller. Einmal noch müssen wir aufpassen, weil ein Stück des Weges vom Wildbach weggespült wurde, aber dann sind es nur noch 10 Minuten und wir sind angekommen. Es gibt ein Radler zur Feier des Tages, und gleich noch eins. Nur der Elektrolyte wegen. Dann telefonieren wir mit dem Schutzhaus Neubau und sagen, dass alles geklappt hat, wir wohlbehalten angekommen sind und, nein, wir würden nicht sehr bergerfahrenen Wanderern den Abschnitt die nächsten 7 Tage auf keinen Fall empfehlen. Die Hüttenwirtin von drüben äußert noch kurz ihre Freude dass wir kurz angekommen sind - "mit dene Schuacherln" sagt sie und ich kann das Stirnrunzeln ob der Trailrunner fast von hier aus sehen. Dann essen wir zu Abend, Duschen und schlafen wieder einmal wie Murmeltiere. M. wollte sein Knie noch schonen, was Sinn macht, und so treffen wir ihn morgen in Stall. Die 2000 Meter Abstieg auf der Normalroute werden wir uns nach diesem langen Tag aber nicht antun, sondern über den Rollbahnweg absteigen, da sind es 700m weniger. ...Fortsetzung folgt...1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 5 - Rauris - Schutzhaus Neubau Es wird ernst. Für mich und E., denn M. traut seinem Knie die Tour über die Fraganter Scharte nicht zu. Wir rufen auf dem Schutzhaus an um die Verhältnisse abzuklären, und der Hüttenwirt ist nicht allzu optimistisch. Für den späten Nachmittag sind morgen zudem Gewitter angesagt. Wir wägen lange ab, aber irgendwann beschließen wir nach dem Studium der Karten, dass wir es auf einen Versuch ankommen lassen. Keinem von uns beiden ist Schnee ganz fremd, und es gibt auf der Hälfte des Weges eine Ausstiegsmöglichkeit nach Hinterfragant und dazwischen auch noch ein paar Möglichkeiten, sich in einem Worst Case zu verkriechen. M. wird mit dem Bus nach Stall vorausfahren, und entweder geht er uns dann in zwei Tagen entgegen, oder wir treffen uns dort. Der Wandertag beginnt dann nach einem reichlichen Frühstück wieder mit Teer. Kurze Versuche, auf einen der Wanderwege zu kommen, scheitern alle an Sperrungen, und nach dem kleinen Abenteuer über Stock und Stein gestern werden wir nicht allzu kreativ. Überall ist Stacheldraht, als gäbe es den hier im Sonderangebot. Manchmal fühlt man sich fast wie an den früheren Ostblock-Grenzen, und die Kuhsperren sind oft so eng dass man den Rucksack abnehmen und über Kopf tragen muss um nicht an den scharfen Dornen hängen zu bleiben. Es bauen sich auch immer mehr Wolken vor uns auf, und wir beeilen uns, die 25km und 1470m Aufstieg nicht zu lang werden zu lassen. Als wir gerade die Passstraße hoch laufen werden wir von einem uralten Traktor nach dem anderen überholt, die sich schnaufend und rußend hinauf quälen. Die Nummernschilder sind aus Belgien, Luxemburg und dem Rheinland, und geschlossene Kabinen sind Fehlanzeige. Wir schmunzeln und winken. Nach ca. 3 Stunden kommen wir an einer Gaststätte an, auf deren Parkplatz die Traktoren schön aufgereiht stehen. Wir erfahren, dass das ein Oldertimer-Club aus Belgien ist, der regelmäßig solche Ausflüge macht. Leider haben wir nicht viel Zeit, denn die Wolken werden immer dunkler. Wir haben gerade das kurze Stück Fußpfad hinter der Mautschranke hinter uns gebracht, als es zu blitzen und donnern beginnt und der Himmel seine Schleusen öffnet. Der Regen ist so schwer, dass er hart auf den Kopf prasselt. Just als wir überlegen, ob wir uns irgendwo verkriechen sollen, kommt ein Auto und hält an. Die Fahrerin sagt, wir sollen einsteigen und sie bringt uns bis zum Parkplatz am Ende der Mautstraße. Sie hat selbst schon mal eine Weitwanderung gemacht und nimmt seitdem alle Wanderer mit, die sich in widrigen Umständen wiederfinden. Wir sind heilfroh und wirklich dankbar, dem Unwetter ein paar Minuten entkommen zu können. Es hagelt ganz kurz, aber kaum rollen wir auf den Parkplatz zwei Kilometer weiter, schon beruhigt sich das ganze wieder. Wir sind erleichtert, denn im Gewitter auf fast 2200m aufzusteigen ist keine gute Idee. Wir stärken uns noch einmal kurz in der Hütte in Kolm-Saigurn, ganz am Ende des Talkessels. Hier gäbe es ein interessantes Bergbau-Museum zu bestaunen, aber es ist halt wie üblich viel zu wenig Zeit... Rundum sehen wir schon die mit Schnee bedeckten Hänge, und über uns warten breite Schneefelder darauf, gequert zu werden. Aber das kommt erst morgen. Heute schauen wir uns das ganze mal vorsichtig an und beschließen, beim Abendessen noch mal alle Fürs und Widers durchzugehen. Der Aufstieg ist wunderschön, mit viel Stein und Fels durch den Wald hinauf. Es ist zwar durch den Regen alles etwas rutschig, aber meine Trailrunner halten 1A. Die Sonne kommt immerhin wieder heraus und wir können die geniale Aussicht von hier oben auf die nahen 3000er genießen. Außer uns ist nur ein anderer Gast im Schutzhaus, und der Hüttenwirt kommt kurz nach unserer Ankunft mit einem Sherpa herauf, der hier den Sommer über arbeiten wird. Das Schutzhaus ist schön und geräumig, und im Lager haben wir allen Platz der Welt - und sogar Steckdosen in ausreichender Zahl. Wir genießen ein 3-Gänge-Menü vom feinsten und gehen noch mal unsere Planung durch. Wir werden morgen definitiv über die Scharte gehen und dabei die ersten sein dieses Jahr. Drüben liegt noch viel Schnee, und wir werden einiges an Zeit brauchen. Die super netten Wirtsleute machen uns deshalb schon um 5:00 Uhr Frühstück - im Gegenzug müssen wir versprechen, einen Lagebericht zu geben wenn wir drüben sind. Wir bestaunen noch einmal die Aussicht im Abendlicht bevor wir uns früh in Richtung Bett aufmachen.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 4 - Statzerhaus - Rauris Wir starten mit Kaffee und Kuchen in den Tag, was kann es besseres geben? Beim Frühstück werden zum ersten Mal meine "Bergschuhe" registriert und vorsichtige Zweifel an der Bergtauglichkeit geäußert. Wir steigen alle zusammen auf dem Fahrweg in Richtung Rauris ab. Es geht heute 1600 Meter runter und 400 rauf. Nach kurzem kommen wir zur Rieser Aste, einer nagelneu wirkenden privaten Hütte. Dort hätte man auch schlafen können, aber was solls. So machen wir ausgiebig Brotzeit mit hausgemachten Spezialitäten und machen uns dann eher widerwillig wieder auf die Socken. Nach einer Weile geht der Kiesweg in Asphalt über, und es wir richtig warm. Wir laufen, und laufen, und laufen. Es zieht sich wirklich. Ich bin heilfroh um meine Trailrunner, denn ich weiß aus schmerzhafter Erfahrung wie ungern meine Knie solchen Untergrund haben wenn ich Bergstiefel an habe. In Taxenbach teilen sich unsere Wege fürs erste. M. und E. machen einen Einkehrschwung, und das Ehepaar nimmt sich in der schönen und interessanten Kitzlochklamm etwas mehr Zeit. Ich vermute, dass die beiden noch damit ringen, ob sie morgen weiter in Richtung Alpenhauptkamm ziehen sollen oder eine Alternative suchen. Ich gehe mit dem verpflichtenden weißen Leihhelm weiter durch die Klamm und lasse mich von der feinen Gischt der Wasserfälle kühlen. Hier gibt es auch einen schönen Klettersteig, der quer über die steilen Wände führt. Mit etwas mehr Zeit wäre ich vermutlich noch mal zurück und hätte mir die Ausrüstung dafür ausgeliehen. So mache ich ein paar Fotos - die ich leider immer noch suche - und mache dann ein Stück nach der Klamm eine Pause. Mittlerweile sind die Temperaturen auch hier auf über 800m auf über 30° gestiegen, und ich bin froh, dass es mehrere Quellen mit frischem, kaltem Wasser am Weg gibt. M. und E. schließen wieder zu mir auf, und M. beklagt sich, dass sein Knie ernsthafte Probleme macht. Der Weg nach Rauris besteht aus Umleitung nach Umleitung, verständlich ob der weggespülten Brücken, gerutschten Hänge und dem vielen Schneebruch, aber auch unangenehm, denn die Alternativwege aus den Karten sind teilweise mit Stacheldraht versperrt oder so mit Brenneseln überwuchert, dass sie nicht mehr zu finden sind. Wir schlagen uns durch Büsche und queren Wiesen, um halbwegs die richtige Richtung beizubehalten und nicht durchgehend auf Teer laufen zu müssen. Dazu schwitzen wir alle ganz schön. Ein paar fotogene Stellen gibt es aber auch hier, und am Horizont ist schon der Alpenhauptkamm zu sehen. Einzelne Findlinge durchsprenkeln die Landschaft, und der ein oder andere wurde fest in Beschlag genommen: Wir kommen dann ziemlich erschlagen in Rauris an. Die 22km fühlen sich doppelt so lange an. Nach kurzem Telefonieren finden wir ein Familienzimmer in einer Pension, denn Einzelzimmer sind wohl gerade Mangelware. Es gibt aber schlimmeres, und nach einer ausgiebigen Dusche gehen bzw. humpeln wir ins Zentrum des Ortes, wo es eine nette Fußgängerzone mit lecker duftendem Essen gibt. Man kann nicht früh genug damit anfangen, sich auf Italien einzustimmen, beschließen wir, und ich esse die beste Lasagne seit sehr langer Zeit.1 Punkt- Über die Alpen vom Königssee nach Tolmin - Juni/Juli 2019
Tag 3 - Riemannhaus - Statzer Haus (Hundsstein) Heute geht es zum ersten Mal auf eine "richtige", das heißt tagesfüllende, Etappe. Ich schieße ein paar Fotos, frühstücke dann schnell und mache mich auf den Weg ins Tal. Das schlechte Wetter hat sich verzogen, und es ist Kaiserwetter angekündigt. Ich winke dem Riemannhaus noch einmal zu und gehe los. Schon von weit oben kann ich Maria Alm unten erkennen. Beim Frühstück habe ich noch die aktuellen Bedingungen und Ausrüstungsempfehlungen in der Threema-Gruppe zu Salzburg-Triest durchgegeben und den Titel "Speerspitze" verliehen bekommen. Nach dem "ungangbaren" Steinernen Meer bin ich jetzt optimistischer, was den Alpenhauptkamm betrifft, und gespannt ob noch andere mit der selben Tourplanung treffen werde. Bis kurz vor der Station der Materialseilbahn liegt Schnee, und eine letzte Querung an einem steilen Stück ist nur aufgrund der Tritte der geführten Gruppen problemlos. Ohne diese Vorarbeit hätte ich meine Eisaxt tatsächlich zur Anwendung bringen müssen. So ist alles sehr entspannt. Der normale Weg über das Fürstenbründl würde über die rechte Flanke auf dem Bild oben führen, aber den hat ein massiver Hangrutsch unpassierbar gemacht. So steige ich weiter auf einer Forststraße ab und komme dann kurz nach 10:00 in Maria Alm an, wo ich erst einmal Pause mache. Was ich so nicht erwartet hätte ist, wie warm es ist. Ich überlege hin und her, welchen Weg ich zum Statzerhaus nehme. Die normale Route ist mit einer Gehzeit von 6:30 angegeben und hat über 1500 Anstiegshöhenmeter, und ich habe meine "Trail Legs" noch nicht wirklich wieder. Der Rucksack, ein ÜLA CDT, ist mit reichlich Wasser beladen bei weitem unbequemer als der Terra Nova Laser, den ich letztes Jahr über die Alpen getragen habe. Ich entscheide mich letztendlich für die Schlechtwettervariante, die 4:30 dauern soll und "nur" 1350 Meter Anstieg hat. Ich fasse mich kurz. Der Weg ist eine Kiesstraße, lang und ohne Schatten. Die Einkehrmöglichkeiten am Weg haben alle entweder Ruhetag oder aus anderen unbekannten Gründen geschlossen. Ich muss mit dem Wasser gut haushalten und schwitze den Berg hoch. Zumindest die Aussicht ist gut, so dass es keine echte Qual ist. Gegenüber sehe ich den Grat, über den die lange Variante führen würde. Jetzt endlich kommt meine Eisaxt zum Einsatz! Nein, nicht in Schnee oder Eis, sondern um einem Mountainbikefahrer auszuhelfen, der seinen Sattel nicht tiefer gestellt bekommt, weil er den Spannhebel nicht auf bekommt. Meine gute Tat für den Tag ist 500 Meter vor der Hütte erledigt, und ich treffe beschwingt auf dem Statzerhaus ein. Ich habe schon einige Warnung über das Haus gelesen. Nicht jeder kommt wohl mit dem Hüttenwirt klar, und so manches in der Hütte hätte tatsächlich vor 20 Jahren renoviert werden müssen. Das Essen ist aber trotzdem gut, heute ist die Tochter des Wirts hier, die freundlich ist und sich über jeden Gast - jeden von uns fünfen - freut. Die anderen vier sind tatsächlich ebenfalls auf der Salzburg-Triest-Route unterwegs, ein Ehepaar und zwei Österreicher, M. und E. Alle vier haben den ersten Teil der Tour umgangen und umfahren, da einfach zu viele Hütten noch nicht zugänglich waren, bzw. es fraglich war, ob der Zustieg rechtzeitig möglich wäre. Wir plaudern, planen und haben einen gemütlichen Abend und einen spektakulären Sonnenuntergang, der für jede fehlende Annehmlichkeit hier oben entschädigt. Nach einer sehr kalten Wäsche schlafe ich dann wie ein Murmeltier. Im Kopf bin ich jetzt endlich ganz auf Tour angekommen, und es wird schon schwer zu sagen, welcher Wochentag gerade ist.1 Punkt- Zpacks Plexamid und Alternativen
1 PunktWie alt, (in Übernachtungen) ist denn das gute Stück? ... immerhin hast Du Internet. Es soll ruhig und sicher bei Wind sein. https://backpackinglight.com/tarptent-aeon-review-li-tent/ Das vid ist eine gute review vom aeon. (Wenn das WiFi mitmacht) VG. -wilbo-1 Punkt- Cuben/Dyneema Erfahrungen und Bezugsquellen
@Andreas K. Ich bin immer wieder erstaunt über deine Arbeiten. Wahnsinn. Zum Cuben. Ich nutze ca. 6Monaten nun das Pockettarp (113g mit Spannleinen) von Zpacks und habe es mit modden, Touren und rumprobieren ca. 50mal aufgebaut (reiner Schätzwert). In der Zeit stand es im Sturm und jedem Wetter außer Schneefall. Ich habe keine Abriebstellen oder Delaminierung. Meine bisherige Erfahrung mit Cuben ist, für Tarps und Zelt überwiegen die Vorteile. Als Packsack und Rucksack eher die Nachteile. Packsäcke sind bei mir selbst in den stärkeren Varianten schnell durch gewesen.1 Punkt- Cuben/Dyneema Erfahrungen und Bezugsquellen
Naja so ganz moechte ich im Bashing auf Cuben nicht eintimmen... Schicke aber gleich voraus, dass ich, ausser bei sehr schwerem Cuben bei Rucksaecken 4400 Porter (da habe ich ueber die Jahre allerbeste Erfahrungen gemacht) keine eigenen Erfahrungen habe. Allerdings habe ich mich sehr intensiv mit dem Material und den daraus konstruierten Zelten und Tarps, auch was viele Erfahrungsberichte betrifft, beschaeftigt, da ich da sowohl ein MYOG-Projekt, als auch bei Kauf eines Zeltes zwischen Cuuben und Si-Nylon schwanke. Wenn man ein bisschen hier stoebert, gibt es ja durchaus User die das leichte Cuben zu Tarps verarbeitet haben und damit ueber eine laengere Nutzungsdauer keine Probleme hatten. Da waere ich auch nochmal an konkreten Praxis-Erfahrungen ueber einen laengeren Zeitraum interessiert, da ich fuer ein MYOG-Projekt noch etwas unentschlossen bin, ob ich wirklich Cuben nehme. HMG verarbeitet Cuben bei deren Zelten und Tarps und da habe ich noch nie eine negative Rueckmeldung gesehen, was Haltbarkeit usw betrifft, eher im Gegenteil, es gibt manche Foren, wo gerade das Ultamid fuer sehr harte Bedingungen von Usern empfohlen wird, die dies schon laenger haben. Allerdings verarbeitet HMG meines Wissens CF8 – ct2k08, also die recht stabile 26g/m² Version und wenn ich mir die HMG Zelte und Tarps angeschaut habe, waren da halt auch genuegend Verstaerkungen aufgebracht. Auch bei den Packbeuteln ist mir keine negative Rueckmeldung nach kurzer Nutzungsdauer bekannt. Eher so in der Richtung "Klar nach ein paar Jahren viel Nutzung muss ich sie tauschen, aber das war bei Si-Nylon auch nicht anders" Bei Zpacks werden ja je nach Kundenwunsch 26 g/m² und die leichtere Variante Verarbeitet. Da habe ich vom Altaplex in 18 g/m² mehrere Photos gesehen, wo das Material oberhalb des Reissverschlusses entlang der Naht aufgezogen wird. Allerdings ist hier keine vernuenftige Verstaerkung aufgebracht, obwohl natuerlich gerade bei einem Mid diese Stelle sehr stark belastet wird. Bei Usern, die hier selber eine Verstaerkung aufgebracht haben, oder das staerkere 26g/m² genommen haben, sind mir keine derartigen Defekte bekannt. Auch nicht vom Duplex (da verteilt sich die Kraft ja auch auf 2 Spitzen). Ich denke mir, es kommt also (wie immer) darauf an, wie man es verarbeitet und wo man hinterher das Material einsetzt. Ich bin z.B. haeufiger in Gebieten unterwegs, wo ich mir die Uebernachtungsplaetze nicht so viel aussuchen kann (z.B. nach Windschutz) und wo es haeufiger kraeftig weht und ich bei Versagen des Zelts ein echt gefaehrliches Problem haette, da wuerde ich, solange ich nicht viel Rueckmeldungen zu positiven Langzeiteinsatz von 18g/m² unter aehnlichen Bedingungen habe, eher das 26g/m² auswaehlen. Wenn ich mir dagegen ein neues Tarp, um abends gemuetlich bei Schlechtwetter in der Gruppe zusammensitzen zu koennen, aus Cuben fuer die Eifel (wo man eh meist im Wald zeltet) naehen wuerde, faende ich das 18g/m² mehr als ausreichend. Was nun den Einsatz von Cuben bei Segelyachten betrifft, ist es haeufig nun so, dass Cuben gerade bei Spinnakern eingesetzt wird, weil es robuster als z.B. Nylon ist und gerade die Spinnaker-Segel werden eben nich wie Gross ode Genua rel faltenfrei von der Reffeinrichtung aufgerollt, sondern bei Verstauen und einholen haeufig geknickt usw Eric hat nun hier aus der Praxis berichtet, dass er mit seinem Tarp sehr gute Erfahrungen gemacht hat, soweit ich weiss, hat @micha90 doch auch 2 Tarps aus dem 18er genaeht, eins davon verkauft, das Andere selber genutzt, vielleicht kann er auch mal von seinen Erfahrungen berichten... Wenn ich dann noch an den Blog ultraliteskunkworks denke, der ja eine Riesenmenge Cuben fuer seine Projekte ink Haengematte verarbeitet hat... Auf der anderen Seite hat ja nun Andreas viel Erfahrung mit der Verbeitung von Material bzw Bau von Zelten usw, hast Du vielleicht Bilder davon, wo das Material aufgegeben hat z.B. auseinandergezogen wurde ? Achja mir faellt gerade noch ein Argument fuer Si-Nylon kontra Cuben ein, Si-Nylon dehnt sich ja bei Zug, dadurch verteilen sich die Kraefte gleichmaessiger auf das Material, es verzeiht also sozusagen eher, wenn nicht die perfekten Verstaerkungen aufgebracht sind und dadurch gleicht es aucht eher "einfache" Schnitte aus, wo Dasselbe aus Cuben schon ganz schoen faltig darstehen wuerde...1 Punkt- Schlafsystem für Deutschlandtour
1 PunktMoin nochmal ich weiß nicht genau, ob das hier passend ist (falls nicht, bitte Bescheid geben, dann nehme ich den Post wieder raus), aber ich wollte gerne auf meine Spendenwanderung aufmerksam machen. Und da hier die meisten beigeistert unterwegs sind, kann ich euch eventuell das Thema der von Hippel-Lindau Erkrankung näher bringen und gleichzeitig einen Reisebericht über die Strecke Büsum - Leipizg beisteuern. Näheres findet ihr unter: https://www.facebook.com/JohannesVHL/ Für alle die nicht bei Facebook registriert sind nachfolgend eine kurze Beschreibung. Mit dieser 733 km langen Wanderung unter dem Motto "Leben mit VHL? - Läuft!" versuche ich ein bisschen mehr Aufmerksamkeit auf die von Hippel - Lindau Erkrankung (VHL) zu lenken. Dabei handelt es sich um eine seltene, erbliche Tumorerkrankung, die bei einer von etwa 35.000 Personen auftritt. Dabei können sich in unterschiedlichen Organen des Körpers Tumore bilden. Auch ich bin davon betroffen. So hat es bei mir etwa die Nebennieren, Bauchspeicheldrüse und die Augen erwischt. Auf dem Weg nach Leipzig, wo im Oktober die Jahresversammlung des gemeinnützigen Vereins VHL stattfindet, versuche ich Spenden für die weitere Erforschung der Krankheit zu sammeln. Wir als Verein und besonders die Jugendlichen sind für jede Unterstützung dankbar!1 PunktDiese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt - Impressionen von Touren