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Ultraleicht Trekking
Painhunter

Daunenschlafsack/Kondensproblem und deren Management auf längeren Touren

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Ich bin ja haeufiger laenger im Sauwetter bzw gemaessigten Winter (nix wochenlange Winterttouren  in Nord-Skandinavien o.A.) mit Zelt und Daunen-Schlafsack unterwegs.
Die beschriebenen Probleme habe ich in der Staerke noch nie erlebt.
Ich benutze keinen VBL oder irgendwelche Schlafklamotten.

Natuerlich ist jeder Uebernachtungsplatz, jede Ausruestung, jedes Wetter, jeder Koerper und dessen Schweissproduktion unterschiedlich (bei mir eher viel) und das ist jetzt nur mein Blickwinkel aufgrund meiner Erfahrung, so dass ich mit der folgenden Liste auf keinen Fall andeuten moechte, dass jemand, der entsprechende Probleme hat, falsch handelt o.A., aber vielleicht ist ja was dabei, was fuer jemand, der den Thread liest, hilfreich ist...

Ich achte u.A. auf Folgendes :

1. - dass entstehender Kondens auch entweichen kann, gerade bei miesem, kalten Wetter ist es imho wichtig, die Lueftungen zu benutzen, sollte aber nicht so weit gehen, dass man das Zelt mehr als noetig auskuehlt, denn dann steigt natuerlich das Risiko, dass Feuchtigkeit im Schlafsack kondensiert

2. - dass der Schlafsack so benutzt wird, dass er nicht zu warm ist, denn dann schwitzt man mehr, produziert mehr Feuchtigkeit
Also mache ich den Schlafsack nur so weit zu, dass mir zu der Zeit warm genug ist, wenn es dann irgendwann in der Nacht richtig schattig wird, ziehe ich ihn im Halbschlaf weiter zu

3. - dass ich kein schweisssammelndes Inlett nutze, also nur Seide oder KF
Inlett macht neben dem Offensichtlichen auch Sinn, um die Salze von der Daune weg zu halten

4. - dass der Uebernachtungs-Platz in der Beziehung auf wenig Kondens gut gewaehlt ist, manchmal machen da ein paar m weiter, oder ein paar Hm schon viel Unterschied, evtl auch ein fuer bessere Belueftung gedrehtes Zelt oder, wenn man in der Naehe von Wasser zeltet, dass man lieber in Bezug auf das Wasser einen Luv-Platz waehlt

Was ich haeufiger auf "Trainingstouren" bei Teilnehmern (die ja meist nicht so erfahren sind) beobachte, dass sie instinktiv eigentlich eine "prima" Kombination aus 1,2,4 machen, also schoen mit Aussicht auf das Wasser zelten wollen, dabei nicht darauf achten, ob der Wind die Feuchtigkeit rueber drueckt. Bei schlechtem Wetter alle Luken am Zelt dicht machen wollen, vermutlich um das schlechte Wetter "draussen zu halten" und da sie es ja um die kaelteste Zeit in der Nacht warm haben wollen, sich schon abends beim Einschlafen in einen bis oben geschlossenen Schlafsack einmummeln :-D.
Ich lasse sie dann, wenn ich einmal was dazu erzaehlt habe, trotzdem so machen, Eigenerfahrung ist ja die einzig Wirkliche und dann gibt es haeufiger ein 2teiliges Aha-Erlebnis, der erste Teil, wenn wir morgens beim Kaffee die Schlafsack-Feuchtigkeit vergleichen und dann nach der 2.Nacht, wenn sie dann eben diese Sachen umsetzen und ihr Schlafsack auch trockener ist.

Das alles kann helfen, muss aber nicht, es gibt natuerlich Bedingungen, da machst Du nix, wenn es "draussen" 100% Luftfeuchtigkeit hat, Du evtl dazu unterm Tarp pennst, es also auch direkt am Schlafsack die 100% hat, dann bleibt Deinem Schweiss nur noch, es sich im Schlafsack gemuetlich zu machen :mrgreen:
Verstaerkt wird das Ganze natuerlich noch, wenn man bei sehr kaltem Wetter den Schlafsack im Gesicht sehr weit zugezogen, oder einen Quilt ueber den Kopf gezogen hat und entsprechend in das Teil rein atmet, dann kommt noch Kondensation aus der Atemluft dazu.

 

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Zitat

Was also tun bei längeren Touren von 2-3 Wochen?

Wer macht das denn? Und wenn einer 2 Wochen unterwegs sein sollte - hat er nicht selten die eine oder andere Hütte unterwegs...

 

Also, z.B. diese beiden - es geht wenig um gear, Rab-Schlafsäcke. Auch da ab und an eine Hütte, aber schon auch mal länger unterwegs. Es muss halt mal die Sonne scheinen oder so.

bearbeitet von Kokanee

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vor 12 Minuten schrieb Kokanee:

Wer macht das denn?

Das kam bei mir in der Vergangenheit schon mal vor. :wink:
Gerade wenn man im verlängertem Herbst oder zeitigem Frühjahr unterwegs ist, sind die Hütten leider nicht immer offen.
Abgesehen davon, gehen bei Schneematsch-Wetter so um die +/- Grad die meisten Schlafsysteme schon nach drei Tagen in die Knie. (Das war am vorletzten Wochenende bei uns in der Gruppe gut zu beobachten).

Khyal beschreibt, bis auf das Trockenlüften, sehr gut den normalen Umgang zur Feuchtigkeitsreduzierung im Schlafsystem.

vor 5 Stunden schrieb khyal:

... es gibt natuerlich Bedingungen, da machst Du nix, wenn es "draussen" 100% Luftfeuchtigkeit hat, Du evtl dazu unterm Tarp pennst, es also auch direkt am Schlafsack die 100% hat, dann bleibt Deinem Schweiss nur noch, es sich im Schlafsack gemuetlich zu machen :mrgreen:

Ich glaube, darum geht es hier ja...

Die Kombi aus atmungsaktiven Bivy plus VBL habe ich selber noch nicht getestet. Es scheint mir allerdings die einzige Lösung zu sein, um Feuchtigkeit langfristig aus der Füllung raus zu halten.
Ansonsten würde tatsächlich nur das Trocknen bei wärmerer Umgebungsluft helfen. Aber auch mit einem Ofen im Zelt braucht es unverhältnismäßig lange, bis ich die Feuchtigkeit aus der Füllung wieder ausgelüftet habe.

ofen_sack-.jpg

VG. -Wilbo-

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vor 6 Stunden schrieb khyal:

3. - dass ich kein schweisssammelndes Inlett nutze, also nur Seide oder KF
Inlett macht neben dem Offensichtlichen auch Sinn, um die Salze von der Daune weg zu halten

@khyal Eine Empfehlung fürs Inlett? Preis - Leistungs/Gewicht Sieger? :-)

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Ich habe jetzt auch einen Vergleichstest gemacht: Tarp auf Wiese sauber als A-Frame abgespannt, rund herum offen und am Kopf recht hoch offen. Unterlage für zwei Personen, aber alleine drauf geschlafen. Derselbe 20 Jahre alte 1,8 kg Schlafsack, mit dem ich alle meine Touren mache. Dieselben Klamotten, wie beim der "nassen Nacht", nur eine Fleece-Jacke weniger. Mir war in der 2. Hälfte der Nacht kühl. Nach 7 Stunden bin ich rein. Kein Wasser an der Matte oder außen am Schlafsack fühlbar, keine Wasserflecken innen sichtbar. Das Tarp hatte innen und außen eine dicke Schicht Raureif. Der Schlafsack war ca. 60 Gramm schwerer (laut Kofferwaage). Die Unterlage war richtig nass von unten.

Also ich kann nicht nachstellen, dass der Schweiß nach außen wandert und an der Schlafsackoberfläche kondensiert. Vielleicht ist mein Schlafsack so schlecht, dass ich noch so viel wärme außen am Schlafsack habe, dass der Schweiß von dort aus weiter verdampft. Ich hatte auch schon ein paar Nächte unter oder um 0° und eigentlich nie einen fühlbar nassen Schlafsack. Ich gehe davon aus, dass in meinem zuvor beschriebenen Fall die Nässe vom Tarp kam.

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vor 6 Minuten schrieb Tsunamis:

Also ich kann nicht nachstellen, dass der Schweiß nach außen wandert und an der Schlafsackoberfläche kondensiert.

Das ist aber genau das, was ich ohne VBL Morgens an meiner Schlaflackoberfläche feststelle.

vor 8 Minuten schrieb Tsunamis:

Die Unterlage war richtig nass von unten.

vor 7 Minuten schrieb Tsunamis:

Der Schlafsack war ca. 60 Gramm schwerer (laut Kofferwaage).

In dieser Nacht lag der Taupunkt wahrscheinlich in der Schlafsackfüllung und unter Deiner Isomatte. :wink:
 

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 Na ja, wir brauchen wohl nicht darüber diskutieren, wie der Wasserdampf wandert. Das ist

einfache Füsik. Und das wir viel Feuchtigkeit verlieren ist auch bewiesen.

 

Ich erinnere mich an eine Nacht bei -5°C im Sturm am Brocken unter meinem Tarp in der Hängematte.

Normalerweise hätte der Hammockgearquilt morgens nass sein müssen. War er nicht, weil genug

trockener Sturm da war, der den Saft auf der Oberfläche aufgenommen hat.

Quilt in Wasserdichten Packsack getan und Zuhause gewogen.

Nur 5g Feuchtigkeitsaufnahme. Rekord!

 

Wie schon geschrieben war in einem anderen Fall bei meiner Hydrodaune von Hammockgear mit 50g Mehrgewicht (Wasser) bei  950g Gesamtgewicht die Daune komplett kollabiert und ich hatte nur noch einen nassen Lappen.

Selber war ich trocken. das passiert meistens, wen man Nebel oder Regen hat.

 

Mein Tarp ist weitgehend waagerecht abgespannt auf einer Höhe von ca. 1,80m.

 

Gruss

Konrad

 

 

 

 

 

 

 

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Mein VBL von Cocoon ist heute angekommen, ich werde am Wochenende eine Testnacht im Garten verbringen müssen!

Setup:

StS Specialist Solo Zelt...

...auf Polycro Unterlage...

...auf der IsomatteTAR xtherm in L...

..im Schlasa Cumulus Mysterious Traveller 700..

...im VBL von Cocoon...

...in Verbindung mit 5 Schichten Schlafklamotten da ich es immer sehr warm mag...

Ich werde berichten...

:?:

 

bearbeitet von Painhunter

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vor 4 Stunden schrieb AnnK:

@khyal Eine Empfehlung fürs Inlett? Preis - Leistungs/Gewicht Sieger? :-)

Ich nutze je nach Einsatzzweck Unterschiedliche :

WM Tioga (Seide)
Ich hatte schon so einige Seideninletts, bei Vielen, vor allem Preiswerten, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Seide zu schlechte Qualitaet war, also nach etwas mehr Nutzung die Seide in Naehe der Verstaerkung (Naht) bricht, was dann aussieht, wie eine aufgerissene Naht, wobei man fairerweise sagen muss, dass ich schon viel und auch haeufig laenger als 2 Wochen unterwegs bin, also bei mir deutlich schneller Verschleiss an Material auftritt, als bei jemand, der im Schnitt nur ein paar Wochenenden im Jahr unterwegs ist.
Bei dem WM ist mir das noch nicht passiert, macht den hochwertigsten Eindruck von allen Seideninletts, die ich bis jetzt hatte, ausserdem ist das endlich mal ein Seideninlett (die normalerweise eher knapp geschnitten ist) der in der langen Verson auch bei meiner Koerpergroesse (190) in der Laenge easy auch fuer den Kopf mit reicht.

STS Thermolite Reactor Extreme (KF)
Den hatte ich mir geholt, um bei gemaessigten Wintertouren Gewicht zu sparen.
Er bringt nach meine Erfahrungen knapp 6 Grad gegenueber einem Seideninlett, dadurch kann ich bei vielen solchen Touren meinen WM Megalite statt meines Winterschlafsacks einsetzen, der knapp 600 g schwerer ist.
600 g (Schlafsack-Gewichtsunterschied) - 390 g (Reactor Extreme) + 120 (Seideninlett) = 330 g Gewichtsersparnis
Dabei hat sich gleichzeitig der Komfort gesteigert, da das Material sehr dehnbar ist und ich dadurch in meinen weit geschnittenen Schlafsaecken mehr Bewegungsraum im Vergleich zu Seieninletts habe (macht natuerlich fuer "schmale Hemden" keinen Unterschied)

STS Thermolite Reactor (KF)
Aufgrund der Erfahrungen mit dem Reactor Extreme habe ich mir dann noch den "normalen" Reactor geholt (der ca 150 g leichter ist), um bei Touren, wo der Megalite oder mein As Tucas Quilt solo von der Waermeleistung her reicht, den hoeheren Bewegungsraum im Vergleich zum Seideninlett zu haben.
Natuerlich ist der Reactor 150 g schwerer als das Seideninlett, aber das ist mir gerade bei laengeren Touren, oder wenn es z.B. beim Paddeln nicht so auf´s Gewicht ankommt,  der Mehrkomfort wert.
Viele Leute (inkl mir) finden das Material auch im Hautkontakt angenehmer als Seideninletts, aber das ist natuerlich absolut subjektiv.


Deswegen lautet meine Empfehlung :
- Wer nur ein paar Wochenenden im Jahr unterwegs ist und eher ein "schmales Hemd" ist, den WM Tioga, wer dabei groesser als 180 ist, die long Version.
- Wer haeufiger laenger unterwegs ist und/oder Seide nicht so angenehm auf der Haut findet und/oder breit gebaut ist, sollte den Reactor Liner in seine Ueberlegungen einbeziehen.
- Der Reactor Extreme Liner ist mein Tip fuer die, die ihren Schlafsack auch bei etwas niedrigeren Temps nutzen wollen, ist natuerlich auch klasse, wenn man auf Weitwanderungen im ersten Teil eher kalte Gebiete hat und spaeter Warme, dan kann man das Ding dann nach Hause senden.



 


 

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Was haltet ihr von dieser Idee ?

Man nehme leichte reissfeste Polycro Folie, schneidet ein passendes Stück zurecht und befestigt sie auf der kompletten Unterseite des Quilts mittels Campsnaps oder ähnlichem. Damit dürfte doch ein Eindringen von Wasserdampf in den Quilt verhindert werden. Klar, dass die Schlafbekleidung trotzdem feucht wird aber das Hauptroblem - zusammenfallende Daune im Quilt - wäre doch behoben.

Falls das funktioniert, wäre das eine extrem leichte, günstige und simple Lösung.

Hat sowas schonmal jemand probiert ?

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vor einer Stunde schrieb Magic:

Falls das funktioniert, wäre das eine extrem leichte, günstige und simple Lösung.

Kuschelig ist anders. Könnte aber funktionieren.

Da kannste aber auch ein Stück Silnylon nehmen. Ist haptisch zumindest angenehmer.

Da ich mich nachts sehr viel drehe, wird sich aber die Folie/Silnylon in den Füßen bei mir verheddern.

Aber ich pflege gerne zu schreiben:  Mach und Berichte!!

gruss

Konrad

bearbeitet von Konradsky

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Hab einen VBL aus Polycro (54g). Ist dicht und im dicken Winterschlafsack hört man das Rascheln auch nur beim Rein- und Rauskriechen. Und vieles Drehen stellt bei mir kein Problem dar.

Silnylon ist nicht dampfdicht! Vermutlich für viele Anwendungen dampfbremsend genug, aber darauf ankommen lassen würde ICH es nicht.

Für eine Schicht unterm Quilt könnte Silnylon aber funktionieren, weil der Dampf dann vermutlich einfachere Wege findet, als durch den Stoff.

mfg
der Ray

bearbeitet von derray

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Die Luft hat 100% Luftfeutigkeit, also klamm. Aber du hast keine Nässe.

Du produzierst aber Nässe mit deinem Astralkörper weill aus Wasserdampf im Taupunkt

Wasser wird und dieser wird von den Daunen aufgesogen wie ein Schwamm.

Ist genau so, als wenn du in deinen Schlafsack einen Eimer Wasser ausleerst.

Lies dich einmal in Bauphysik ein. Das ist genau dasselbe.

 

Gruss

Konrad

 

 

bearbeitet von Konradsky

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Am 4.2.2019 um 11:47 schrieb Tipple:

@FlorianHomeier

Ich nutze seit 3 Jahren einen WM Hot Sac und kann bislang nicht meckern. Gut die Silberbeschichtung innen hat beim waschen in der Maschine etwas gelitten, aber sonst ist alles prima. Ist allerdings nicht der weiteste, aber du bist ja auch nicht der dickste, wenn ich mich nicht irre.;) 

LG

Diese VBLs sind ja nicht gerade günstig. Den Double Use als Not-Biwaksack finde ich aber attraktiv.

Bei den Preisen ist mir der Gedanke gekommen, ob sich so was nicht ebensogut aus Cuben zusammenkleben liesse? Cuben ist ja leicht, dampfdicht, reissfest, nimmt kein Wasser auf, und serienweise Löcher sollte es beim Einsatz als VBL nicht erhalten. Und wenn es bei einem allfälligen Noteinsack leidet, ist das dann auch egal.

Klar, die Alubedampfung fehlt dann, aber wieviel die wirklch "hilft" ist eine andere Frage.

Oder habe ich da was übersehen?

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Bei dieser ganzen Diskusion verunsichert ihr mich immer mehr. Also ich habe unter dem Tarp im April Portugal/Küste - Spanien/Küste als Ausrüstung vorgesehen:

Polycro GG oder event. Tyvek

Bivy Titanium Goat Ptarmigan

Isomatte Tangoworld oder Nordisk Vanna

Cumulus Quilt 350

Khyals Empfehlung StS Thermolite Reactor

Bin ich nun damit einigermaßen auf der "sicheren" Seite, dass ich wenig Kondensprobleme bekomme oder was würdet ihr vorschlagen?

Vielen Dank für eure Hilfe.

LG - Kermit

 

 

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vor 12 Minuten schrieb Kermit:

Bei dieser ganzen Diskusion verunsichert ihr mich immer mehr. Also ich habe unter dem Tarp im April Portugal/Küste - Spanien/Küste als Ausrüstung vorgesehen:

Polycro GG oder event. Tyvek

Bivy Titanium Goat Ptarmigan

Isomatte Tangoworld oder Nordisk Vanna

Cumulus Quilt 350

Khyals Empfehlung StS Thermolite Reactor

Bin ich nun damit einigermaßen auf der "sicheren" Seite, dass ich wenig Kondensprobleme bekomme oder was würdet ihr vorschlagen?

Vielen Dank für eure Hilfe.

LG - Kermit

 

Solange Du regelmässig Sonne hast, bist Du auf der sicheren Seite.

Problem ist nur, wenn Du eine Woche bei wirklich nass-kaltem Wetter unterwegs bist. Das ist aber wohl eher tausend oder so km weiter nördlich kritisch :-) Dann kannst Du den Schlafsack nie trocknen, stopfst ihn jeden Tag feucht in den Rucksack, und dann ist die Loft relativ schnell im Eimer.

Ich weiss jetzt nicht, wo Du genau unterwegs sein wirst. Der Region nach würde ich aber hoffen, dass Du 1) wenig Kondensprobleme haben wirst da nicht zu kalt und feucht, und 2) falls doch, den Schlafsack ab und zu an der Sonne und im Wind wieder trocknen kannst.

 

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vor 3 Stunden schrieb Painhunter:

Wenn ich jetzt meinen Schlasa angenommen 3 Tage geschlossen unter/in einem Tarp legen würde ohne darin zu nächtigen...dann würde ja bei dem Wetter bei 100% Luftfeuchte sich der doch auch damit vollsaugen oder liege ich falsch?


Du liegst falsch...bei 100% Luftfeuchtigkeit passiert erstmal nix mit Deinem Schlafsack...

1. gibt es recht selten auf Dauer 100% Luftfeuchtigkeit, gerade morgens, wenn es allmaehlich wieder waermer wird, ist fast nie eine besonders hohe Feuchtigkeit, ausser es hat nachts sehr stark auf "saugfaehigen" Untergrund geregnet, ist Physik...

2.Auch Physik ist, dass Du abends, wenn es abkuehlt, haeufig 100% Luftfeuchtigkeit hast bzw bei weiterer Abkuehlung Tau.

Im Zelt ist man deutlich besser vor Tau geschuetzt, unter´m Tarp ist es wichtiger, das zu beruecksichtigen, also, wenn man sehr starke Temp-Amplituden hat, oder es schon am spaeten Nachmittag sehr hohe Luftfeuchtigkeit hat, wenn es zum eigenen Tagesrhytmus passt, Schlafsack eingepackt lassen, bis die heftigste Tauzeit rum ist (wenn es nicht mehr wesentlich weiter abkuehlt).
Morgend genau umgekehrt, wenn man nicht zur km-Fresser-Fraktion gehoert und eher morgens relaxed ist, sobald die Temp wieder deutlich hochgeht, Schlafsack zum Trocknen ausbreiten, aber nach Moeglichkeit so, dass auch von unten Luft dran kommt.
Wenn man zur km-Fresser-Fraktion gehoert, eben unterwegs eine Pause machen und dabei trocknen.

Was den koerperproduzierten Schweiss betrifft, stimme ich Konradsky zu, wenn auch nicht mit der Menge :mrgreen:, aber da kann man eben auch durch entsprechendes Handeln (siehe fruehere Antwort von mir) dafuer sorgen, dass man nicht soviel produziert.
 

vor einer Stunde schrieb ULgeher:

Diese VBLs sind ja nicht gerade günstig. Den Double Use als Not-Biwaksack finde ich aber attraktiv.

Bei den Preisen ist mir der Gedanke gekommen, ob sich so was nicht ebensogut aus Cuben zusammenkleben liesse? Cuben ist ja leicht, dampfdicht, reissfest, nimmt kein Wasser auf, und serienweise Löcher sollte es beim Einsatz als VBL nicht erhalten. Und wenn es bei einem allfälligen Noteinsack leidet, ist das dann auch egal.

Klar, die Alubedampfung fehlt dann, aber wieviel die wirklch "hilft" ist eine andere Frage.

Oder habe ich da was übersehen?

Ja da uebersiehst Du was :mrgreen:

Lassen wir mal beiseite, dass ich zwar Cuben fuer Rucksaecke / Zelte ein tolles Material finde, es aber nicht gerade angenehm auf der Haut finde.

Wenn wir nun davon ausgehen, dass Du den VBL entweder bis zum Kopf machst bzw mit Schnuerzug am Hals und er auch nicht superbeengend sein soll, dass Du unten in der Breite was wegschneiden kannst, was Du oben dran fuegst usw gehen wir mal von 2 m aus, sind bei Extex 80 €, dazu dann Cuben Tabe, Naehtgarn usw
Der VBL kostet bei S&P 97 bzw mit Vorkasse 95, wo soll da die grosse Ersparnis sein ?

 

vor einer Stunde schrieb Kermit:

Bei dieser ganzen Diskusion verunsichert ihr mich immer mehr. Also ich habe unter dem Tarp im April Portugal/Küste - Spanien/Küste als Ausrüstung vorgesehen:

Polycro GG oder event. Tyvek

Bivy Titanium Goat Ptarmigan

Isomatte Tangoworld oder Nordisk Vanna

Cumulus Quilt 350

Khyals Empfehlung StS Thermolite Reactor

Bin ich nun damit einigermaßen auf der "sicheren" Seite, dass ich wenig Kondensprobleme bekomme oder was würdet ihr vorschlagen?

Vielen Dank für eure Hilfe.

LG - Kermit

Mach Dich nicht jeck, da ist ueberwiegend um die Zeit ein Wetter, dass Du eh keine Kondensprobleme haben wirst.

Ausserdem bist Du da deutlich im Plus-Bereich, dass es kein Problem ist, den Schlafsack, wenn er vom Schweiss feucht ist, zu trocknen.

Verzichte, wann immer es geht, auf den Bivy, dann hast Du weniger Feuchtigkeit vom Schweiss im Schlafsack


 

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vor einer Stunde schrieb khyal:

Wenn wir nun davon ausgehen, dass Du den VBL entweder bis zum Kopf machst bzw mit Schnuerzug am Hals und er auch nicht superbeengend sein soll, dass Du unten in der Breite was wegschneiden kannst, was Du oben dran fuegst usw gehen wir mal von 2 m aus, sind bei Extex 80 €, dazu dann Cuben Tabe, Naehtgarn usw
Der VBL kostet bei S&P 97 bzw mit Vorkasse 95

Da hast Du natürlich recht...

vor einer Stunde schrieb khyal:

...wo soll da die grosse Ersparnis sein ?

zum Beispiel (bei 18g/m2 Cuben) geschätzte exorbitante 50g Gewicht?

Aber nee, Du hast recht, es lohnt sich nicht... wobei, es soll ja Leute geben, die anderswo wegen viel weniger fanatisch werden :-)

(und die Haptik sollte bei einem VBL ja nicht so eine Rolle spielen, da man ja eh Unterwäsche drin trägt)

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vor 12 Stunden schrieb ULgeher:

(und die Haptik sollte bei einem VBL ja nicht so eine Rolle spielen, da man ja eh Unterwäsche drin trägt)

Na ja, ich schlafe mit all meinen Klamotten unterm Quilt und da fand ich die Haptik vom Tyvek Overall gegenüber

dem Exped UL Bivy/VBL schon deutlich angenehmer.

In Cuben will ich nicht mit Klamotten schlafen. Schlafen hat für mich etwas mit Entspannung zu tun.

 

Gruss

Konrad

 

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vbl hab ich bisher nur länger in den schuhen benutzt. selbst das würde ich nicht mehr machen.

eine nacht im vbl hat mir das ganze für den rest meines lebens versaut. ich will nie mehr in einer eigenpfütze aufwachen, nie mehr bei -graden in der früh mit tropfnassen kunstfaserklamotten dauerlauf ums zelt machen bis ich trocken bin.

ich nehm eine nalgene flasche als heisse wärmflasche in den schlafsack. die flasche schieb ich dahin wo der ss es braucht und hab damit noch jeden daunen-ss trocken halten können. egal ob auf wochenendtour oder auf 6 wochen denali trip (über 20 tage im eis), 3 monate pakistan, 3 wochen aconcagua, AT ausschliesslich im herbst/winter oder auf anderen ähnlich langen touren. auch meine wollsocken trocke ich so vor, danach gehen sie iwo an den körper zum fertig trocknen über nacht.

wenn das fussende mal am zelt ansteht, dann stülpe ich meine regenjacke drüber und gut isses. das war bei mir immer am ehesten das problem, oder auch wenns unterm tarp regen reingedrückt hat. mit nässe von innen hatte ich noch nie grosse probleme. einfach mit der hitze der nalgene nach draussen drücken. wenn die temperatur auf trinkbar gefallen ist trinke ich den tee und fülle wieder mit kochend heissem wasser/tee auf. netter nebeneffekt ist auch , dass man in der früh immer lauwarmen tee hat und wasser um das frühstück/schneeschmelzen zu starten.

 

 

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vor 14 Stunden schrieb danobaja:

ich nehm eine nalgene flasche als heisse wärmflasche in den schlafsack.

Optimierungstipp für nächstes Mal :wink::

"I would say our greatest friend in the battle against the cold was a small, cheap, stainless steel water bottle. It’s important to use stainless steel, as it conducts heat much more efficiently than say a plastic Nalgene" (Martina Halik)

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vor 5 Stunden schrieb Kokanee:

Optimierungstipp für nächstes Mal :wink::

"I would say our greatest friend in the battle against the cold was a small, cheap, stainless steel water bottle. It’s important to use stainless steel, as it conducts heat much more efficiently than say a plastic Nalgene" (Martina Halik)

mit der stahlflasche ist der austausch lediglich schneller. 1 l kochendes wasser hat immer gleichviel energie das es abgeben kann. selbst die nalgene wird so heiss dass man sie nur kurz anfassen kann. ich find den punkt jetzt überhaupt nicht "important".

im gegenteil, mangels erfahrung mit stahlflaschen, würde ich mir gedanken machen ob es die nicht irreparabel zusammenzieht beim abkühlen. kann natürlich sein, dass die es aushalten und sich trotzdem noch öffnen lassen und die form halten. wenn die nalgene 3-eckig geworden ist mach ich sie warm und plopp, wieder 1l volumen. ***ich hab die gleiche flasche seit 25 jahren***

weniger wie 1l hätte ich nicht gern, da muss man ja dauernd wasser tauschen. wenns bei mir kritisch ist nehm ich schon mal den 2 oder den 4l (muss ja nicht ganz voll sein) dromedary bag mit  in den schlafsack.

***eingefügt

bearbeitet von danobaja

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vor 2 Stunden schrieb danobaja:

im gegenteil, mangels erfahrung mit stahlflaschen, würde ich mir gedanken machen ob es die nicht irreparabel zusammenzieht beim abkühlen. kann natürlich sein, dass die es aushalten und sich trotzdem noch öffnen lassen und die form halten

Eben erst auf Wintertour im Thüringer Wald gehabt: Durch Abkühlen der heißen Flüssigkeit entsteht definitiv Unterdruck in der Flasche. Die Titanflasche (sollte in dem Fall keinen Unterschied zu Stahl machen) wurde nicht deformiert, ABER es war mir tatsächlich nicht möglich die Flasche händisch zu öffnen. Mit einem kleinen Trick, Löffel unter den Drehverschluss und Deckel leicht anheben damit ein Druckausgleich stattfinden kann, ging das Öffnen dann Problemlos.

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