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Ultraleicht Trekking

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Beliebte Inhalte

Showing content with the highest reputation since 17.06.2019 in allen Bereichen

  1. 45 points
    LAUFBURSCHE

    Laufbursche - Genesungswünsche

    Servus Folks, Es gibt viel zu tun, es gilt mit vielen Baustellen gleichzeitig zu jonglieren aber wir kommen gut voran. Uns/mir geht es trotz des enormen Arbeitspensums im Zuge des Relaunches gut und wir freuen uns auf den Restart. Mit unseren besten Grüßen, Mateusz und Andrea picture by hrxxl
  2. 19 points
    Irgendwann™ hab ich mal großspurig behauptet, dass die Sächsische Schweiz ja quasi mein Wohnzimmer sei. Man sollte vorsichtig sein mit solchen Aussagen, denn sonst kommt irgendjemand™ und nimmt das wörtlich—und ehe man sichs versieht, stehen drei Männer im Wald und haben mehr Spaß, als man das in so einem Reisebericht jemals wiedergeben könnte. Aber von vorne: @Painhunter hat mich im Forum auf obige Aussage angeschrieben und gefragt, ob wir da nicht mal zusammen hingehen könnten, da er da noch nie war. Ich hab zwar noch nie vorher 'Reiseleitung' gemacht, aber hey—irgendwann muss man das ja mal lernen. Komoot raus, Route geplant, noch @bieber1 und @scrummy mit eingeladen (die dann leider kurzfristig nicht konnte) und der grobe Plan stand damit fest: es geht in die hintere Sächsische Schweiz, ein bisschen fernab der touristischen Hauptpfade—denn auf Schlange stehen an der Bastei hatte nach kurzer Absprache keiner so wirklich Lust. An einem schönen, regenfreien Wochenende im Mai ist die Sächsische Schweiz zwar zauberhaft schön und alles sprießt und grünt—aber das wissen halt auch viele Andere. Und so trug es sich zu, dass ich an einem Freitagmittag im Mai in Schmilka verwirrt über den Parkplatz gestolpert bin, auf der Suche nach zwei mir unbekannten Herren. Die dann da tatsächlich in der Sonne lagen Kurze Vorstellungsrunde (auf dem Wintertreffen hatten wir uns nur flüchtig gesehen), kurz auf die Karte geschaut und dann zogen Thomas (äh, Steffen), Andreas (äh, Alexander) und Martin (äh, Michael) bergan Richtung Felsen- und Waldparadies. Nach einem kurzen "ruppigen Anstieg"™ ging es dann gleich fernab der Waldautobahnen auf schmalen Pfaden über Wurzeln und Felsen Richtung Rotkehlchenstiege. Eine Spezialität in der Sächsischen Schweiz: wild in den Fels gehauene Treppen, Tritte und Metallbügel über die sich "die paar" Höhenmeter schnell überwinden lassen. Oben angekommen, war dann schnell klar: mir macht das Spaß, die Herren haben Spaß ("Boah Alter, sooo geil!") und die geplante Route und Tempo sind auf jeden Fall realistisch. Vorbei an kleinen Höhlen, Felsvorsprüngen und immer schöner werdenden Aussichten gabs dann erstmal eine kleine Rast am Carolafelsen, inklusive Fotoshooting, Käsekordeln und allerhand Gefachsimpel zwischendurch. Gestärkt und mit 8246 Fotos mehr auf dem Handy haben wir dann das nächste touristische Ziel in Angriff genommen: die Idagrotte. Da auf normalen Wegen ja jeder wandern kann, hab ich kleine Kraxeleien, "tiefste Gangart" und andere Schmankerl mit integriert—mit Erfolg! "Boah, wo führst Du uns denn lang?! Ist ja Mega! Hammer!". Mit ein wenig Überwindung hinsichtlich Höhenangst (gottseidank nicht nur ich!) in der Grotte angekommen war dann schnell klar: datt wird n feines Wochenende! Den Blick immer geschärft hinsichtlich Flora und Fauna gab es reichlich Snacks vom Wegesrand und ich hab viel gelernt, was eigentlich so alles essbar ist! Leider hab ich keine 'ernsthaften Waldbewohner' entdecken können: denn der Deal war, dass Andreas, äh, Alexander, einen meiner Ausrüstungsgegenstände trägt, sobald ich ein Tier entdecke. "Käfer und Spechte gilt nicht!" war aber natürlich OK, denn jeder von uns war mit einem Basisgewicht von unter 3kg unterwegs, zu dritt also insgesamt weniger, als manch andere Wandererin, denen man so begegnet ist. Nach einem wunderschönen Abstieg durch die Affensteine, über Felsen, Wurzeln und schmale Wanderpfade ging es dann auch schon in Richtung erster Lagerplatz. In der Sächsischen Schweiz gibt es das sogenannte 'Boofen'—also geduldetes Freiübernachten im Nationalpark an dafür vorgesehen Stellen. Das sind meist Felsvorsprünge und höhlenartige Stellen, an denen man ganz offiziell übernachten darf. Auf dem Weg zum Nachtlager konnten wir davon schon ein paar begutachten. Ist ne feine Sache: eigentlich kann man bei gutem Wetter sogar ohne Tarp losziehen, aber der Sicherheitssalamander in mir hat das natürlich trotzdem immer dabei. Aber vorher noch: Wasser auffüllen! Und da zeichnete sich dann auch schon ein Problem ab, dass ich vorher nicht mit eingeplant habe: Mitte Mai war schon alles an Quellen oder Rinnsalen, die 3 Wochen vorher noch reichlich Trinkwasser bereitgestellt haben ausgetrocknet. Also: kurzer Abstecher zur etwas ominös anmutenden Kneipe an der Felsenmühle, Wasser aufgefüllt, und zurück bergan zur ersten Boofe. Dort angekommen: Gear-Vergleich, Nestbau und gemeinsames Abendessen, denn wir waren tatsächlich alleine in der Boofe! Schon lustig, wie unterschiedlich wir UL-er dann doch alle sind, was für Vorlieben sich etablieren und was für manchen als essentiell angesehen wird andere garnicht erst dabei haben ("Wie, Du hast kein Kopfkissen?!"). Ich konnte auf jeden Fall noch einiges von "Oppa" lernen, was den Selbstbasteltrieb angeht und "Mega-Man" hat mich mit der Anzahl an Klamotten im Rucksack ("Socken und Jacke, mehr nicht.") doch auch überrascht. Naja, dafür war ich halt "der lange Lulatsch mit den Badelatschen in kurzer Hose"—auch OK Nach noch mehr Fachgesimpel ("Das Kopfkissen wiegt nur 17g, kannste ausprobieren!" oder "Ich trau mich nicht auf die Uberlite zu liegen, die sieht aus als würde sie platzen!" und "Du hast Dir n Pumpsack aus nem Bratschlauch selbst gebaut? Stark!") und guten Gesprächen ging es dann relativ zeitig ins Bett, bzw. bei Martin, äh, Michael sogar in die die Hängematte. Die Nacht war ruhig, um die 8 Grad—und keiner musste frieren. Was einen trotzdem nicht davon abhalten soll, morgens möglichst lange im kuscheligen Quilt zu liegen! Der Geruch von Kaffee oder Tee lockt dann aber doch jeden aus dem Daunennest. Halbwegs ausgeschlafen ging es dann erstmal wieder 'runter' von den Felsen, an weitern Boofen auf schmalen Bergpfaden vorbei. Was sich wegen morgendlicher Orientierungsunfähigkeit und "Ey, letztes Mal war da noch Wald und n Weg" meinerseits als abenteuerlicher und langwieriger rausgestellt hatte als geplant. "Da kommen wir nicht runter". "Da auch nicht". "Mist, Karte verloren. Naja—lass mal zurück gehen". Sorry Jungs Letztendlich haben wir dann aber doch das Zeughaus erreicht, allerdings hatte das noch zu. Also auch: wieder kein Wasser. So wurde der Plan gefasst auf jeden Fall das Belohnungs-Radler am Ende des Tages wahrzunehmen, denn für den Samstag war ein Rundweg geplant, so dass wir eh wieder am Zeughaus vorbeikommen würden. Den schönsten, waldigsten und verwunschenen, wenn auch längsten, Weg nehmend ging es dann in Richtung Hickelhöhle, vorbei am Altarstein und dann zur lang ersehnten Wasserquelle direkt an der Kirnitzsch. Die ausgiebige Mittagspause mit Essen köcheln, Füße kühlen und Wasservorräte auffüllen hatten wir uns dann auf jeden Fall schon verdient. Mangels sinnvoller Infrastruktur ("Hier gibt es leider nur wenig funktionierende LTE-Birken!") und damit ausbleibender Kommunikation mit dem Rest der Welt ging es dann entspannt weiter, Ziel Lindigtblick—also nutzloses Rauf, "Ooooh, geil!", Runter, Weiter. Wie immer halt. Das Ziel war klar, das Ziel wurde erreicht: ein kaltes Radler im Zeughaus. Die nächste Pausenbank war dann unsere und das Nachtlager nicht mehr weit, weshalb wir die Sonne noch genossen und dabei Stöcke und Trinken vergessen haben. Kurzer Sprint zurück, und dann wieder "ruppig bergan" zur ersten Boofe an den Kansteinen. Die war aber schon von reichlich UH-Wanderern belegt, weswegen wir nach einmal Aussicht-Genießen 'ums Eck' zur nächsten Boofe gewandert sind. Keine Aussicht, dafür wunderbare Ruhe, reichlich Platz und Zeit zum Abendessen und Quatschen. Ach: und zum Yoga machen, Diskutieren und Fachsimplen—was auch sonst! Herrlich. Diesmal alle auf dem Boden, müde, erschöpft—aber glücklich. Und dann war auch schon der letzte Tag angebrochen. Nach einer wärmeren ruhigen Nacht mit Blick in den bewaldeten Sternenhimmel ging es dann schon wieder in Richtung Ausgangspunkt nach Schmilka. Aber natürlich nicht, ohne noch den ein oder anderen wilden Pfad oder Aussichtspunkt mitzunehmen! Nach auf und ab, und schon wieder nur versiegten Wasserquellen ging es dann durch borkenkäferzerfressene Waldabschnitte ("Hübsch und hässlich!") in Richtung Heringsloch. Doch auch da: nix. Schon leicht dehydriert nach einem kurzen Schnack mit einem Ranger, den wir getroffen haben, sind wir dann noch auf ein Radler am Winterberg vorbei. Dort gibt es keine Gaststätte mehr, sondern nur noch einen kleinen Kiosk, der (festhalten) 9 Euro für einen Liter Wasser haben wollte. Dieses unverschämte Angebot haben wir dann doch ausgeschlagen und sind einfach weiter. Die letzten Riegel, Nüsschen und Erdnussbutter mampfend dem aufsteigenden, schnaufendem Touristenstrom entgegen ("Wie, ihr habt hier schon 2 Tage draussen geschlafen?!") noch die letzte schöne Aussicht von der Kleinen Bastei genossen, und dann war auch schon Abstieg und vor allem Abschied angesagt. Mit perfektem Timing am Parkplatz in Schmilka wieder angekommen, wurden wir mit Picknick und reichlich Wasser (!) empfangen. Kurz die Füße in die Elbe, und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Was ich gelernt habe: - Niedliche Tiere sind in unterschiedliche Kategorien einzuteilen: Schnuffis, Flauschis, Wauzis und noch viele weitere—und wie man diese zuordnet ist nicht trivial! - Alles was aufblasbar ist, kann zu einem Kopfkissen umgebaut werden. Auch Donuts. - Mit kurzer Hose und Sandalen in der Sächsischen Schweiz ist kein Problem, wenn man oft Zecken von den Beinen pflückt und Leukotape dabei hat. - Die 5 Eskalationsstufen einer Wildschweinbegegnung. Nix passiert, aber nun weiss ich was zu tun ist, wenn ich eines sehe - Bäche, die noch vor drei Wochen existierten sollte man nicht als Wasserstelle in der Route einplanen. - LTE-Birken sind rar in der Sächsischen Schweiz. - Eigentlich ist jede Stelle geeignet um sich mit einem Biwacksack hinzulegen - Es geht immer noch leichter, vor allem wenn man viel selbst bastelt - Borkenkäfer sind böse, aber machen schöne Muster. - Die Uberlite hält mindestens zwei Nächte! - Wir ULer sind alle n bisschen bekloppt, aber liebenswert! Vielen, vielen Dank an Michael und Alexander, ein Wiedersehen ist sicher!
  3. 16 points
    hans im glueck

    Impressionen von Touren

    wegen dem späten schnee wollten wir erst mal ein stück gr 10 laufen hatten das aber schon ne stunde später vergessen und folgten dem gestrichelten pfad am wasser es wurde dann etwas blockiger und im nachhinein stellten wir fest, dass der pfad und der gestrichelte weg auf der karte nicht deckungsgleich waren. mit dem foto ist mir mal wieder ein prima urlaubsportrait von meiner freundin gelungen, für das ich viel lob von ihr ernten werde (eher unten eher mittig). aber: ganz nach hinten zurückgeblickt ein harmloses wölkchen: das wölkchen war ne blockige halbe stunde später plötzlich ganz nah ohne dass es gewindet hätte: wir müssen noch schnell klären, ob rechts oder links hoch (von den beiden hügeln und der mittelmoräne). gefühl spricht für links, schneefeld. der bachlauf spricht für rechts (wir wollen ja zum nächsten see). die karte hilft irgendwie nicht. rechts ist noch ne wiese vor den felsen, aber leider auch keine spur, also mal wasser holen, teatime: und stealth-camping. was nach neun klarts noch mal kurz etwas auf nächsten morgen oben seitlich aufs blockunterlagerte schneefeld: und schwupp sind wir wieder auf dem gestrichelten weg. von see zu see col de l'albe, die letzten 20 meter sehen von unten steiler aus als sie sind und runter zu den juclar-seen: (merens-les-vals - etang vidal - ref. juclar in 2 tagen statt an einem).
  4. 11 points
    ALF

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    In der Obst-und-Gemüse-Abteilung bei Penny gibt es neuerdings Polyester-Netz-Beutel: Volumen ca 4 Liter, Tragkraft 3kg, Gewicht 8g, 2 Stück für 0,49€: https://www.penny.de/verantwortung/mehrweg-frischenetz/
  5. 11 points
    Aktuell in Südfrankreich... ich sehe vielleicht (auch) wegen der Hitze und meines sehr ollen Seidenhemds ziemlich abgerissen aus. Ein Typ vor einer Dorfbar befühlt meinen ZPacks Arc Blast und befindet, dass er aus Papier sei. Viel Geld habe er ja nicht, sagt er. Doch meine paar Getränke könne er schon bezahlen. Ich solle auch bitte auf seine Kosten was zu essen bestellen. So viel zum Prestigewert von High-Ende-Ausrüstung! Der Ferrari unter den Rucksäcken gibt sich als gebrauchte Lidl-Tüte. Drecksteil!
  6. 11 points
    Schwede

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    Hej hej @die zwiebel Am letzten WE kam nun @kImperator und brachte mir den Rucksack. Puuhhh... was für ein schones Teil. Da habe ich gleich mal mit @kImperator meine Ausrüstung angepasst (und einige UL-Sachen hatte ich bereits passend zum Rucksack bestellt (z.B. ein Lanchan)). Dadurch bin ich von 18kg!!!! auf ca. 6,4kg gekommen (ohne Futter und Wasser). Nebenbei bemerkt, mein erster Rucksack im Jahre 2006 auf einer Schwedentour hatte 32kg - da war ich noch jünger und ohne "Zipperlein" Und vielen Dank auch an @LAUFBURSCHE - du weisst warum. Da habe ich mich auch drüber gefreut und schon einen Verwendungszweck gefunden. (Menno... Das UL-Dingens hat mich aber nun voll erwischt... )
  7. 10 points
    gerritoliver

    Das eigene Ultralight, Vernunft und Unvernunft

    Vieles hier und im Reddit Forum dreht sich nur um Gear. Gear kaufen, optimieren, sich wünschen, darüber austauschen etc. Also geht es letztlich oft um den Konsum von Gear. Dass hier die Gefahr groß ist, dass das krankhafte Züge annimmt dem sollte man sich bewusst sein. Am Ende ist evtl. das Feilschen ums letzte Gramm nichts gesundes mehr sondern eine Ablenkung und Sucht. Ich finde die Parallelen sind offensichtlich zu anderen Süchten aber für einen selbst nicht imer einfach zu durchschauen. Zumindest ist das meine Erfahrung. Und gerade in einer Zeit wo man bewusster mit den Ressourcen des Planeten umgehen sollte (wir lieben ja alle die Natur) braucht man keine vier Schlafsäcke/Rucksäcke/Tarps/Trailrunner etc
  8. 10 points
    Miss X

    Forststeig Elbsandsteingebirge

    Fazit: Der Forststeig ist eine sehr schöne Wanderstrecke im linkselbischen Teil des Elbsandsteingebirge. Im Vergleich zum Malerweg, der in etwa dieselbe Länge besitzt (Malerweg 126 km) ist der Forststeig noch deutlich weniger frequentiert und man läuft weitestgehend ohne anderen Menschen zu begegnen, die Übernachtungsplätze sind unter der Woche nur sehr selten genutzt. Für die Hütten und Biwakplätze muss man kostenpflichtige Tickets erwerben, die dann vor Ort einzuwerfen sind. Die Verpflegungssituation am Forststeig ist nicht ganz so sichergestellt, wie auf dem Malerweg, das ein oder andere müsste man also schon mitnehmen. Dafür muss man auf dem Forststeig nicht so viele Treppen und Steige erklimmen, wie auf dem Malerweg - entsprechend gibt es aber auch nicht so viele Aussichten von den Sandsteinfelsen herunter. Eine schöne Strecke durch verschiedenste Wälder hindurch, für das letzte Drittel empfiehlt es sich, den GPX-Track runterzuladen und zu nutzen, da die Wegmarkierungen überwiegend verloren gegangen sind. Miss X
  9. 10 points
    Maximilian

    PCT 2019

    Ich hab heut den middle point überschritten. Habe nicht bereut die Sierra gemacht zu haben und weder übersprungen noch geflippt zu haben. Ich habe jedoch gleich eine Eisaxt gekauft und hatte wohl auch Glück mit dem Zeitfenster (KM am 8.6.). Wobei ich schon mit Märzstartern gesprochen habe die meinten bis auf die kalten Temperaturen war es eigentlich nicht tragisch die Sierra im Mai zu durchwandern. Der Schnee bockhart und die Flüsse gecovered. Nun denn, die Hälfte ist vollbracht, der Schnee weitestgehend vorbei, die Füße sind Brei und nun wird das Tempo hoffentlich erhöht. https://www.instagram.com/maximiln/
  10. 9 points
    effwee

    E1 Deutschland Thru-Hike Mai-August 2019

    hallo ihrs, mal ein kurzes lebenszeichen u stand der dinge... nach 61 tagen (5.oder 6.7.) bin ich in konstanz angkommen. da ich noch zeit bis mitte ausgust habe, war die idee den e1 weiter nach genua zu laufen- je länger ich aber drüber nachgedacht habe umso mehr missfiel mir die idee- also planänderung bzw -erweiterung: weiter auf dem e5 nach verona- zwischenzeitlich bin ich bis nach sonthofen gelaufen ich mache grad ein paar zeros in münchen und steige am mittwoch wieder ein- tanke jetzt nur grad ein wenig kraft für die letzten 470km. stand: 2063km flensburg-konstanz-sonthofen in 63 tagen (davon 10 zeros und so 2,3 nerodayz). mir gehts gut (mental und körperlich), dem gear auch (schwund ist immer) - ich freu mich auf die nexten kilometer nordflanke vom steineberg (nagelfluhkette, allgäu) wisst ihr bescheid
  11. 9 points
    ALF

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    In der dm-Drogerie gibt es neuerdings in der Haargummiabteilung weiß-transparente ca 3mm dicke nahtlose Gummiringe in ca 3cm und ca 5cm Durchmessern mit 0,7g und 1,2g Gewicht. Das Material könnte vielleicht Silikongummi sein, macht jedenfalls einen robusten Eindruck. Seit einigen Wochen verwende ich diese Gummis als Tütenverschlüsse und zum Zusammenhalten von Ausrüstung, z.B Heringen, und bin sehr zufrieden.
  12. 9 points
    martinfarrent

    Wie andere auf Ultralight reagieren....

    Mein Cuben-Solomid neulich auf einem Campingplatz: "Kostet ja wohl nicht allzu viel, das Plastikteil."
  13. 9 points
    wilbo

    Kleben von Silnylon

    wilbo´s kleiner Klebe -workshop. Beim Verkleben von Silnylon und Silpoly mit Elastosil-E43 habe ich mit der Zeit verschiedenste Methoden durchgearbeitet. Die besten Ergebnisse sind auf einer komplett planen Fläche, in einem Verarbeitungsgang zu erreichen. Die beiden zu verklebenden "Naht" Streifen werden so weit übereinander gelegt, wie die "Naht" erwünscht ist. Dazu begrenze ich mir den Bereich für die Verklebung mit einem Kreidestift. Damit die beiden Stoffstreifen sich nicht verschieben und beim Kleben exakt aufeinander passen, wird dieser Bereich mit zwei dünnen HDF Platten begrenzt. Idealerweise sollten die Platten etwas länger als die "Naht" sein und mit Gewichten beschwert werden. Beim späteren Verkleben weißt die Stoffkante von mir weg. Zum Auftragen des Klebstoffs schlage diese Kante aber unter, sodass die Lage für den Klebeauftrag jetzt oben liegt. Dadurch, dass die Stoffkante jetzt mir zugewandt ist, kann ich mit dem Spachtel zu mir hin arbeiten. Für ein sauberes Arbeiten lege ich Papierstreifen unter den Stoff, auf die der überschüssige Kleber abgestreift wird. Der Klebeauftrag kann punktuell oder im Streifen sein, da er ja nachher eh mit dem Spachtel breit verteilt wird. Als Werkzeug verwende ich hierfür einen simplen Plastikspatel in Geldkartengröße. Die Versiegelung der Tube wurde nur punktuell geöffnet. Durch das kleine Loch kann man dosierter den Kleber auftragen. Beim Verteilen ziehe ich den Spatel zu mir hin und drücke gleichzeitig oben drüber mit zwei Fingern die Papierunterlage fest. So arbeite ich mich zügig die "Naht" entlang. Ist der Klebstoff aufgetragen, kommt der spannende Moment des Überlappens. Hierzu klappe ich den unterliegen Stoffstreifen komplett zu mir um. Dadurch liegt der Stoff mit der Klebeschicht jetzt unten. Nun kann den umgeklappten Stoffstreifen zurückklappen lassen und wenn nichts verrutscht ist, kommt er exakt auf der Klebefläche zu liegen. Mit den Fingern drücke ich, leicht die Stoffkante fest um eventuelle Falten zu glätten. Zum Schluss walze ich die Klebenaht mit einer Gummirolle fest. Wenn vom Kleber etwas übersteht, lege ich vorher einen Streifen Papier unter. Abschließend hänge ich das Tarp zum Trocknen über eine Stange. Wie schon oft erwähnt, sollte vorher ein Test mit dem zu verklebenden Stoff gemacht werden. Je nach Haltekraft der Verbindung, kann es nötig sein die Klebung mit einer richtigen Naht zu verstärken. VG. -wilbo-
  14. 8 points
    Miss X

    Forststeig Elbsandsteingebirge

    06.07.2019 Schöna - Taubenteich-Biwak, ca. 16 km Gegen 12:30 Uhr trifft die S-Bahn an dem kleinen Bahnhof Schöna ein und wirft einen Haufen in bunte Funktionssachen gekleidete, unterschiedlich stark bepackte, hoch motivierte Menschen aus. Ich frage mich, wie viele sich gemeinsam mit mir zum Startpunkt des Forststeig begeben werden, aber zu meiner Überraschung streben sie alle der Fähre zu und wollen auf die andere Elbseite übersetzen. Also stapfe ich alleine die gepflasterte Straße zum Startpunkt hinauf und schon die ersten Schritte machen so viel Spaß, ich fühle mich sofort wieder wohl...einfach einen Fuß vor den anderen setzen und die Natur genießen...ich freue mich auf die nächsten Tage. Zunächst schaffe ich es jedoch wieder, den Startpunkt zu verpassen und einfach dran vorbei zu laufen. Nicht, dass ich erst vor zehn Monaten hier war und mich hätte erinnern müssen...also wieder ein Stück zurück und aus dieser Richtung sind der kleine Pfad und der Wegweise dann auch nicht zu verfehlen. Immerhin sorgt der Anlauf dafür, dass eine zweite Wanderin zeitgleich mit mir den Startpunkt erreicht. Sie war offensichtlich im gleichen Zug und ist nur etwas langsamer die Straße hochgelaufen. Kein Wunder bei dem schweren Rucksack, den sie schleppt. Ich frage sie, ob sie auch den Forststeig läuft. „Ja“ antwortet sie „Du auch? Die ganze Strecke? „Ja“ „Oh, da hast Du aber einen kleinen Rucksack mit“ „Ja“ „Aber damit ist es sicherlich einfacher, weil er nicht so schwer ist“ „Ja“ Tja...was soll ich sagen? Wir tauschen uns noch kurz über unsere heutigen Tagesziele aus - sie läuft nur bis zum Zschirnsteinbiwak - und dann verabschiede ich mich und laufe beschwingt los. Es ist zehn vor dreizehn Uhr und ich bin froh, endlich unterwegs zu sein...es sah heute nicht immer so aus, als ob ich es noch auf den Trail schaffen würde. Geplant war, dass ich bereits um halb elf in Schöna ankomme und dann ganz entspannt die 16 km laufe. Mir ist es allerdings gelungen, die Straßenbahn um 06:27 Uhr zu verpassen (weil sie zu früh war!) und damit habe ich auch den Zug am Hauptbahnhof verpasst und der nächste fuhr erst zwei Stunden später wieder. Zur Strafe war der dann auch so dermaßen voll, dass ich (und viele andere) bis nach Dresden stehen musste. Am Wochenende Zug fahren ist was ganz anderes, als in der Woche...und die Strecke Berlin-Prag ist offensichtlich sehr beliebt. Trotzdem gehe ich gutgelaunt und entspannt los, da ich immer noch ausreichend Zeit habe, um das Ziel zu erreichen, es ist ja lange hell und trocken ist es heute auch. Ich starte mit zwei Litern Wasser, auf dem Weg gibt es nach meiner Erinnerung einen Ausflugsimbiss mit Toiletten und ich habe mir vorgenommen, nicht unnötig Wasser mitzuschleppen. So eine Art Phobie-Bekämpfung, da ich immer zu viel Wasser mitnehme. Die Strecke ist so schön, wie ich sie in Erinnerung habe und als ich am Wegesrand sogar ein paar Blaubeeren finde, ist das der perfekte Start in den Urlaub. Sind zwar nicht viele Beeren und auch relativ klein und sauer, aber schmecken sehr gut. Die Kilometer fliegen dahin, ich nutze das GPS gar nicht, weil der Weg sehr gut markiert ist und ich keine genauen Entfernungsangaben benötige und langsam geht es hoch zum Zschirnstein, von welchem es eine schöne Aussicht gibt. Die Sonne steht zwar ungünstig (für Fotos), aber ich mache eine halbe Stunde Pause, klebe die ersten Blasenpflaster auf und esse etwas. Ich hatte die ungewollte Wartezeit in Berlin genutzt, um beim Bäcker zuzuschlagen und ernähre mich heute nur von Zuckerzeug - nicht schön und auch nicht lange sättigend, aber lecker - zumindest für einen kurzen Moment...so richtig schmeckt mir das ganze süße Zeug auch nicht mehr. Nur das Ausflugslokal kam nicht auf dem Weg zum Gipfel...war es auf der anderen Seite beim Abstieg? Aber auch da kommt nichts und mir wird langsam klar, dass mich meine Erinnerung getäuscht hat, das Lokal befindet sich dann wohl am Malerweg und nicht am Forststeig,…heute kommt hier nichts mehr, wo ich Wasser auffüllen könnte. Es ist warm und ich habe nur noch einen halben Liter Wasser und als an dem ersten Biwak der Regenwassertank komplett ausgetrocknet ist, werde ich ganz langsam unruhig...wo bekomme ich jetzt Wasser her? An dem Biwak holen mich zwei Männer ein, die auch zum Taubenteich wollen und zuversichtlich sind, dass noch jede Menge Wasserläufe bis dahin kommen werden. Und sie haben Recht, eine halbe Stunde später sprudelt eine Quelle direkt am Wegesrand aus dem Boden und ich fülle alle Flaschen voll. Mit vier Litern frischem Wasser bin ich wieder tiefenentspannt und kann die letzten Kilometer bis zum Biwakplatz wieder komplett genießen. Kurz nach der ersten Quelle kommt auch die Quelle mit dem Wasserglas, welche ich letztes Jahr schon gefeiert habe und auch hier sprudelt es trotz der langanhaltenden Hitze munter aus dem angebrachten Wasserrohr. Kurz nach 18 Uhr treffe ich am Taubenteich ein, wo sich schon eine buntgemischte Truppe an Wanderern und Radfahrerinnen zusammengefunden hat. Zwei Hunde sind auch am Start. Da ich heute nichts mehr esse, löse ich mir nur eine Magnesiumtablette im Wasser auf und unterhalte mich ein wenig mit den anderen. Wenn ich das richtig verstehe, sind die anderen drei Gruppen/Wanderer nur übers Wochenende unterwegs und kommen alle hier aus der Gegend. Ich baue am Waldrand mein Tarp auf und lege mich gegen halb neun hinein, die anderen machen dann ein Lagerfeuer - trotz absolutem Feuerverbot aufgrund höchster Waldbrandstufe. Sie sind der Meinung, mit einem gefüllten Wassereimer daneben alles im Griff zu haben...ich verstehe immer noch nicht, warum so viele Menschen immer ein Feuer brauchen, wenn sie sich in der Natur aufhalten... Ich hoffe, ich kann trotz der Lautstärke einigermaßen gut einschlafen und bin auf die Nachttemperaturen gespannt...ich habe für eine Sommernacht gepackt...
  15. 8 points
    J_P

    - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    Am Sonntag den 30.06. kamen wir nachmittags in Dillenburg oder eher "Dillenbourg" an.. die Dillenburger Hessen haben einen Dialekt der an us-amerikanisches Nuscheln erinnert:
  16. 8 points
    in meinem alter muss man ul unterwegs sein damit der krückstock und der falthocker auch noch mit kann....
  17. 7 points
    Miss X

    Forststeig Elbsandsteingebirge

    Hallo zusammen, ich möchte endlich meinen ersten Reisebericht veröffentlichen...wird Zeit, nachdem ich es von so vielen Touren schon versprochen und nie eingehalten habe. Aber dieses Mal habe ich vernünftig mitgeschrieben und kann jetzt berichten, wie meine Wanderung auf dem Forststeig verlaufen ist. Ich war letztes Jahr schon mal dort, musste aber nach einem Tag aus persönlichen Gründen abbrechen und zurück nach Berlin. Auf diesen kurzen Ausflug beziehen sich manche Andeutungen in diesem Bericht. Der Forststeig ist 100 km lang und wurde erst 2018 eröffnet. Im Internet erhält man unter http://www.forststeig.sachsen.de/ alle notwendigen Infos und den GPX-Track. Die Biwak- und Hüttentickets kann man online bestellen oder bei den angegebenen Verkaufsstellen erwerben. Zunächst meine Packliste und danach der Bericht:
  18. 7 points
    Miss X

    Forststeig Elbsandsteingebirge

    07.07.19 Taubenteich-Biwak - Kamphütte, ca. 25 km Ich werde kurz nach fünf Uhr wach, es ist schon einigermaßen hell und ich überlege, aufzustehen. Dann rechne ich aber nochmal nach, heute stehen 25km auf dem Plan. Wenn ich jetzt schon aufstehe und losgehe, bin ich viel zu früh da und hänge den ganzen Nachmittag an der Hütte rum. Da es gerade so gemütlich in meinem Quilt ist, drehe ich mich um und schlafe weiter. Fast zeitgleich mit der Entscheidung fängt es wieder an zu regnen. Es hatte schon Nachts zweimal kurz geregnet und ich habe mich gefragt, wie die Familie reagiert hat, die sich einfach nur mit den Schlafsäcken auf die Wiese gelegt hatte. Sollte für die Kinder wahrscheinlich die erste Nacht unter freiem Himmel werden - war es auch, nur ein bisschen nass und ein bisschen kurz, morgens waren sie jedenfalls nicht mehr da. Eventuell ins Auto geflüchtet? Von den Temperaturen her war es allerdings sehr angenehm, ich schätze, dass es nicht kälter als zehn Grad Celsius gewesen ist, in meinem Cumulus Liteline 150 Quilt war es jedenfalls immer sehr angenehm. Es war auch irgendwie nicht abzusehen, dass das Wetter zu umschlagen würde, nachdem es jetzt tage- bis wochenlang unglaublich heiß und trocken gewesen ist (es sei denn die Wettervorhersage hatte es auf dem Schirm, die habe ich mir aber nicht angesehen und die Familie offensichtlich auch nicht), jedenfalls regnet es sich jetzt richtig schön ein und es gibt immer nur ein paar regenfreie Minuten, die ich dann um sieben Uhr auch zum Abbauen und Einpacken nutze. Eine halbe Stunde später bin ich wieder auf dem Trail und rechne immer noch mit einer Ankunftszeit zwischen 17:00 und 18:00 Uhr, trotz des Ausschlafens. Damit ist aber auch klar, dass ich meine entschleunigte Tourplanung nicht beibehalten kann! Sie ist dann doch etwas sehr entspannt geworden. Für morgen sind eigentlich nur 20 km geplant, aber selbst mit ausschlafen wäre das ja nur ein halber Tag - und was soll ich dann den restlichen Tag über tun? Das Problem auf dem Forststeig ist die Etappenplanung - durch den Hütten- bzw. Biwakzwang kann man die Etappen nicht vernünftig aufteilen und sie sind entweder sehr kurz oder sehr lang...ich entscheide mich für die lange Variante und plane morgen zwei Etappen zusammenzulegen, was dann auf 38 km hinausläuft. Das ist jetzt nicht mehr so ganz entschleunigt, aber besser als Halbtageswanderungen... Die heutige Strecke bis Ostrov kenne ich ja schon, es regnet zunächst noch leicht, später bleibt es aber immerhin trocken, wenn auch bewölkt. Bis zum Fuß des Schneeberg geht es wieder fast nur Straße entlang, aber jetzt am Sonntagmorgen ist nur ein Auto unterwegs. Auf dem Schneeberg frühstücke ich zwei gekochte Eier und versuche den Quilt etwas zu trocknen, aber der Wind reicht nicht, es fehlt die Sonne. Ich halte mich auch gar nicht so lange auf und mache mich an den Abstieg. Dieses Mal finde ich auch den richtigen Weg und muss nicht wieder über die Straße zurück, auf die der Wanderweg dann kurz danach aber auch führt. Für die ca. zehn Kilometer vom Biwak bis nach Ostrov brauche ich überraschend lange, ganze vier Stunden...keine Ahnung, wo die Zeit hängen geblieben ist. Das Restaurant am Campingplatz hat bis elf Uhr Frühstück und ab zwölf Uhr Mittagstisch. Ich treffe um halb zwölf ein... Aber ich nutze die Zeit, um schon mal den Quilt und das Tarp zu trocknen, mittlerweile lässt sich die Sonne immer mal wieder blicken. Nach einer ausgiebigen, anderthalbstündigen Pause mit Chili sin Carne laufe ich mit trockener Ausrüstung weiter und bin gespannt, beginnt doch jetzt der mir unbekannte Teil des Forststeig. Nach einem vielversprechenden Aufstieg an Sandsteinfelsen vorbei, geht es erstmal lange auf breiten Forstwegen entlang und in mir kommen ungute Erinnerungen an den Malerweg hoch. Habe ich den Forststeig etwa zu früh als „lohnenswert“ eingestuft und er ist auch so eine Wanderautobahn wie der Malerweg? Nein, so schlimm ist es zum Glück nicht. Es gibt zwar einige Forststraßenabschnitte, aber sie halten sich in Grenzen und wo immer möglich wandert man auf kleinen Pfaden im Wald oder durch Blaubeerfelder hindurch. Auf einem Gipfel sind sogar fast reife Beeren dran und leuchten blau. Aber sie sind noch nicht süß und können auch noch ein wenig wachsen, also lasse ich sie dran und genieße lieber den Ausblick vom Zeisigstein. Es führt eine massive, stabile Stahltreppe auf diesen Sandsteinfelsen, was meiner Höhenangst sehr entgegen kommt. Die Aussicht ist jetzt deutlich besser als vormittags vom Schneeberg und auch meine Füße zeigen erfreulich wenige Ermüdungserscheinungen. Danach geht es noch zum Hartenstein, wo es relativ windig ist, weshalb ich meinen Energieriegel neben der Aussichtsplattform im Wald genieße, und dann geht es auch schon auf die letzten, einfach zu laufenden Kilometer in Richtung Tagesziel. Insgesamt eine schöne Etappe, die leicht zu laufen ist, allerdings gibt es ab Ostrov keine Wasserquelle mehr. Das heißt man braucht sowohl für die Strecke, als auch die Hüttenübernachtung ausreichend Wasser. Bei dem heutigen Wetter komme ich mit den vier Litern gut bis morgen hin, wenn es heiß ist, wird das aber ganz schön knapp. Die Kamphütte ist leer, als ich gegen 17:00 Uhr dort ankomme und bleibt es auch. Ich habe sie ganz für mich alleine. Da sie erst letztes Jahr errichtet wurde, duftet innen noch alles nach frischem Holz. Es gibt zwei Schlafräume mit Etagenbetten ( für insgesamt ca. 8 - 10 Personen) und einen großen Aufenthaltsraum mit Kaminofen. Ich belege ein Bett in dem kleinen Schlafraum und lasse den Abend unter anderem damit ausklingen, dass ich die Hütte ausfege, das haben die letzten Besucher anscheinend nicht getan. Morgen werde ich wieder zu einer normalen Zeit losgehen, ich will um fünf Uhr aufstehen und dann los. Vor den 38km habe ich schon Respekt, die heutigen 25 waren zumindest für meine Beine und Schultern nicht zu wenig...
  19. 7 points
    J_P

    - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    Hier noch ein paar Lagerimpressionen:
  20. 7 points
    Mein Einstieg in UL war eine Lappland Tour mit Kindern. Wir wollten 14 Tage autark auf den Kungsleden und Nebentälern unterwegs sein. Die Kinder waren damals 11 und 13 Jahre alt. Es war klar, dass für eine gute Stimmung nichts zu schwer sein durfte. Ich habe dann recherchiert, auch hier im Forum und mir eine leichte Ausrüstung zusammen gebastelt und gekauft. Zum Schluss hatte ich für drei Personen insgesamt 18 kg Gepäck, die ich dann so verteilt habe: die Tochter (11) 4 kg, der Junge (13) 5 kg und ich selber 9 kg. Dazu kam dann noch vier Kilo Proviant die wir auch gerecht verteilt haben (das heißt auf die Männer) Getragene haben wir Trailrunner mit dem Mut zu nassen Füßen. Auch das hat sich bewährt. Alles war super und das Gepäck war leicht genug, um auch noch Berge zu ersteigen. Mit den schwer bepackten Teilnehmern an der Fjällräven Classic die wir da getroffen haben konnten wir nur Mitleid haben. Seitdem bin ich dabei geblieben und habe inzwischen noch weiter abgespeckt. (Jedenfalls was das Gepäck angeht☺)
  21. 7 points
    RosiRastlos

    Wie andere auf Ultralight reagieren....

    Pfingsten auf dem Hermannsweg..... Ich lief Richtung Bielefeld durch den Teutoburger Wald als ein Päärchen entgegen kam. Sie: Guten Tag (das sagt man da so ) Ich: Moin (es war noch Vormittag) Sie: Kommen sie aus Hamburg? Ich: Nein, in Oldenburg sagt man auch Moin Sie: Achso... , darf ich noch ne Frage stellen? Ich: Na klar Sie: Von wo sind sie losgelaufen? Etwa ganz aus OL? Übernachten sie in Pensionen? Was habe sie alles dabei? Ich: Nein, von Bad Iburg, nein im Zelt. Sie: Waaaaaaaaaassss???? Ganz allein im Zelt als Frau???? Das ist aber mutig Wo sind denn ihre ganzen Sachen, doch nicht alle in dem Rucksack? Ich: Doch alles drin (es waren ca. 7,5kg inkl. Wasser + Futter) Sie: Das gibts ja gar nicht, darf ich den mal aufsetzen? usw usw.... wir standen sicher ne halbe Stunde im Wald und waren am schnacken. Sehr sympathisch und nett war das und Beide konnten sich nicht vorstellen, dass man SO komfortabel unterwegs sein kann. UND DAS AUCH NOCH ALS FRAU!!!! ich fands gut
  22. 6 points
    rentoo

    Das eigene Ultralight, Vernunft und Unvernunft

    Da hast Du meiner Meinung nach sowas von recht Wir sind halt alle unterschiedlich und ich denke nicht, dass man das Recht hat, darüber zu richten, wie Andere ihr Hobby oder ihre Leidenschaft ausleben, solange sie Andere nicht dabei stören oder einschränken. Es gibt halt Leute, die Abends unter ihrem Tarp liegen und sich ein Loch in den Bauch freuen, dass sie die Tour mit 10 g weniger gemacht haben. Die Grenzen und Geschmäcker und Bedürfnisse sind halt bei jedem unterschiedlich. Diese Vielfalt ist ja gerade das Tolle. Und wenn man sich an Orten, wie z.B. hier im Forum rumtreibt, dann gibt unter Gleichgesinnten eben viel zu entdecken. Für mich ist das Teil des Hobbies. Ja, auch ich habe schon viel Geld verbraten, um BW-mäßig dorthin zu kommen, wo ich jetzt bin. Aber ich bereue nichts davon, hat bisher alles Spaß gemacht, und das ist für mich die Hauptsache. Ich habe mehrere Rucksäcke, Isomatten, Behausungen usw. Ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen aber nicht, denn dafür fliege ich nicht durch die Gegend, mache keine Tagesausflüge mit dem Auto und erspare dem Planeten so einiges an Seife und Sonnencreme etc. während ich auf Tour bin. Das Material wird ja über Jahre genutzt oder weitergegeben. Solange es mir Spaß macht, nehme ich mir auch manchmal gerne heraus, unvernünftig zu sein
  23. 6 points
    J_P

    - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

  24. 6 points
    Im Festschnallen liegt aber die komfortabelste Lösung, wenn Du den Schlafsack als Decke verwendest. Dann hast du im Prinzip einen (etwas schwereren) Quilt. Darunter (nicht darin) kannst Du dich dann drehen wie ein Weltmeister. Mache ich auch. Ein offener Schlafsack ist ja im Prinzip ein übergroßer Quilt. Um den Schlafsack wie einen Quilt drehsicher zu fixieren genügt es anfänglich (testhalber), die offenen Seiten unter die Matte zu stopfen. Wenn du Glück hast, liegt die Kapuze dann auf der Seite, zu der am ehesten Dein Nacken zeigt. Beim Drehen bleibt aber das Risiko, dass Du die Seiten entlastest und der Schlafsack frei liegt. Besser hat für mich seinerzeit eine Shock-cord-Fixierung des offenen Schlafsacks funktioniert: Dazu habe ich zwei kurze Shock-cords beidseitig um halbgeschlossene Kordelhaken geschlungen. Diese Kordelhaken lassen sich prima vom Ende her auf den Reißverschluss des Schlafsacks aufziehen, bleiben dort auch und lassen sich halbfest nach Wunsch verschieben. So bleibt der Schlafsack sicher am Boden fixiert, je nach Länge der Shock-cord am Rand der Matte oder unter der Matte. Ich habe selbst im tiefen Winter bei –14° im Schnee mit meinem Winterschlafsack so geschlafen und hatte es draftfree und warm.
  25. 6 points
    einar46

    Mein Wander-Projekt GLW (German Long Walks)

    Was sind Wander-Projekte in meinem Sprachgebrauch? Wander-Projekte sind eine lose Ansammlung von Wandertouren, zusammengefasst unter thematischen und/oder geografischen Gesichtspunkten. Was bedeutet das Wander-Projekt GLW für mich? Idee Bei meinen Recherchen im Internet über Langstreckenwanderungen bin ich immer wieder über eine bestimmte Kategorie von Langstreckenwanderungen gestolpert. Das sind die frei geplanten Langstreckenwanderungen. Was sind frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Sprachgebrauch? Das werde ich am Beispiel der NPL-Wandertour (Norge pa langs, Norwegen der Länge nach, ca. 2500 km) in Norwegen erläutern. Das ist die klassische norwegische Langstreckenwanderung, die sowohl im Sommer als auch im Winter begangen wird. Die Idee ist es, vom südlichsten Punkt Norwegens, dem Leuchtturm am Kap Lindesnes, bis hinauf zum nördlichsten Punkt Norwegens, dem Nordkap, oder auch umgekehrt, zu laufen. Es gibt keine fest definierten Regeln und auch keine Stempel (Jakobswege), die man sich abholen kann. Es gibt keine feste und markierte Route und es gibt keinen Wanderführer. Wer sich an diese Langstreckenwanderung wagt, muss sich alle Informationen selbst besorgen. Informationen auf Deutsch sind nur sehr schwer zu finden. Im Internet, bei den Veteranen der NPL-Wandertour, kann man sich evtl. Informationen beschaffen, welchen Weg sie gegangen sind. Tracks habe ich keine gefunden. So muss sich jeder seine eigene NPL-Wandertour zusammenstellen. Eine inoffizielle norwegische Internetseite zum Thema NPL wird vom Norweger Odd Vinje gepflegt und findet sich unter www.norgepaalangs.info. Auf der Liste stehen derzeit (Stand Juli 2019) etwa 425 Wanderer, die bisher NPL geplant bzw. absolviert haben und von denen man weiß. Einige Deutsche sind auch dabei, aber um die zu zählen reichen zwei Hände aus. Bei der Planung meiner Wandertouren für das Jahr 2019 bin ich auf eine weitere frei geplante Langstreckenwanderung gestoßen. Im Herbst 2018 habe ich mit den Planungen für eine Langstreckenwanderung im Sommer 2019 in Schweden begonnen. Schweden? Da fällt jedem Wanderfreund sicherlich sofort das Stichwort Kungsleden ein. Meine Idee war es zuerst den südlichen Kungsleden (von Sälen nach Storlien) zu laufen und anschließend den nördlichen Kungsleden (von Hemavan nach Abisko). Was ist mit dem Zwischenstück, dem Abschnitt von Storlien nach Hemavan? Das wollte ich auch unbedingt zu Fuß bewältigen. Dafür existiert aber im Moment kein markierter Wanderweg. Meine Recherchen im Internet haben ergeben, dass einige Wanderer für dieses Zwischenstück auf den Europäischen Fernwanderweg E1 ausweichen. Der verläuft zwischen Storlien und Hemavan hauptsächlich auf der norwegischen Seite, weitestgehend in der Nähe der Grenze zu Schweden. Mich hat das nicht so begeistert und ich habe mich gefragt, ob es nicht doch eine andere Möglichkeit gibt, dieses Zwischenstück auf der schwedischen Seite zu wandern. Nach einer intensiven Recherche im Internet bin ich auf eine sehr interessante frei geplante Langstreckenwanderung in Schweden gestoßen. Das Gröna Bandet (Das grüne Band, ca. 1300-1400 km, je nach Streckenverlauf). Ähnlich, wie die NPL-Wandertour in Norwegen, gibt es auch hier nur die beiden Endpunkte Grövelsjön, der auf dem südlichen Kungsleden liegt, und Treriksröset, der auf dem Nordkalottleden liegt. Die Langstreckenwanderung kann in beide Richtungen begangen werden, sowohl im Sommer als auch im Winter. Einzige Randbedingung für die Bewältigung dieser Langstreckenwanderung sind die beiden Endpunkte und der Wunsch, dass man sich möglichst auf der schwedischen Seite der Grenze zu Norwegen aufhält. Auf der Internetseite www.vitagronabandet.se gibt es eine Liste der Wanderer, die die Langstreckenwanderung schon gegangen sind bzw. die das in den nächsten Jahren geplant haben. Auch hier gibt es wieder einige deutsche Wanderer, die diese Langstreckenwanderung schon bewältigt haben. Für mich sind frei geplante Langstreckenwanderungen die Königsdisziplin im Langstreckenwandern. Neben der Länge einer solchen Wanderung kommt erschwerend hinzu, dass sich jeder seinen Weg selbst suchen muss. Ich bin der Meinung, dass jeder Langstreckenwanderer, der etwas auf sich hält, einmal solch eine frei geplante Langstreckenwanderung unter seine Füße nehmen sollte. Bei meinen intensiven Recherchen im Internet bin auch auf die Internetseite des australischen Wanderers Cam „Swami“ Honan (www.thehikinglife.com) aufmerksam geworden. Er ist einer der meistgewanderten Menschen der Welt und hat bisher ca. 100000 km zu Fuß zurückgelegt. Im Jahr 2011 und 2012 hat er ein Wanderprojekt in Nordamerika realisiert, das bei ihm unter dem Namen „12 Long Walks“ geführt wird. Innerhalb von 18 Monaten hat er 12 Langstreckenwanderungen (23012 km, 545 Tage, Tagesdurchschnitt 42,3 km) absolviert. Darunter auch die drei berühmten amerikanischen Trails AT (73 Tage), CDT (74 Tage) und PCT (85 Tage) innerhalb von 12 Monaten. Für mich ist dass eine unfassbare Leistung. Als ich das gelesen habe, schoss ein Gedanke durch meinen Kopf… Was wäre, wenn man auch in Deutschland eine Sammlung mehrerer Langstreckenwanderungen hätte, die zusätzlich auch noch frei geplante Langstreckenwanderungen nach dem Motto von NPL (Norge pa langs) in Norwegen und GB (Gröna Bandet) in Schweden wären? Was in Norwegen und Schweden funktioniert, warum soll das nicht auch in Deutschland gehen? Wer sich zB auf der Internetseite www.waymarkedtrails.org die Wanderwege von Deutschland anzeigen lässt, wird feststellen, dass das wie ein „Spinnennetz“ aussieht. So zahlreich sind die Wanderwege. Wo ist da noch Platz für weitere Wanderwege? Der Gedanke ließ mich trotzdem nicht mehr los. Wochenlang habe ich darüber nachgedacht. Wegen zwei familiären Terminen (Mitte Mai und Mitte Juli), die ich nicht verschieben konnte, musste ich mein Kungsleden-Projekt (Start Anfang Juni 2019) erstmal auf Eis legen. Der Zeitraum für die Realisierung erschien mir zu kurz. Dann habe ich über ein Ersatzprojekt nachgedacht, das ich in ca. 45 Tagen (ab Mitte Mai oder ab Mitte September 2019) erledigen könnte. Da ist mir wieder meine Wanderung an der Ostsee eingefallen, wo ich schon einmal ca. 200 km mit meiner Frau unterwegs war. Immer an der Ostseeküste entlang, von Bansin bis Flensburg. Dann entlang der dänischen Grenze rüber zur Nordseeküste und an der Nordseeküste entlang bis nach Emden. Meine erste frei geplante Langstreckenwanderung in Deutschland nahm langsam in meinem Kopf Gestalt an. Sofort hatte ich noch weitere Ideen für frei geplante Langstreckenwanderungen innerhalb von Deutschland. Namensgebung Insgesamt hatten sich vorerst 5 frei geplante Langstreckenwanderungen in meinem Kopf „angesammelt“. Es musste etwas Ordnung her in meinem Kopf. Als Mathematiker und freiberuflicher Softwareentwickler (ABAP in SAP) habe ich in den letzten 20 Jahren deutschlandweit in vielen großen Software-Projekten gearbeitet. In diesen Projekten ist eine gewisse Ordnung und Organisation für den Erfolg unabdingbar. Für mein Wander-Projekt wollte ich das auch so halten. Also habe ich mir erstmal einen Namen für mein Wander-Projekt gesucht. Als Softwareentwickler habe ich in Englisch programmiert. Trotzdem habe ich eine gewisse Abneigung gegen Anglizismen in der deutschen Sprache. Aber viele englische Begriffe, wie zB Trekking, Trail und Tracks, haben sich in der deutschsprachigen Wanderwelt etabliert und sind dort nicht mehr wegzudenken. Außerdem wollte ich keine Zahl in meinem Projektnamen haben, wie Cam „Swami“ Honan in seinem Wander-Projekt „12 Long Walks“. Dadurch wollte ich mir die Möglichkeit für spätere Erweiterungen offen halten. Zusätzlich sollte der Bezug zu Deutschland auch im Namen des Wander-Projekts sofort sichtbar sein. So habe ich mich mit etwas „Bauchgrummeln“ für den Namen German Long Walks entschieden. Abgekürzt also: GLW Trails In alphabetischer Reihenfolge werde ich jetzt die 5 Trails aufzählen und kurz erläutern, die aktuell in meinem GLW-Wander-Projekt zu finden sind. Für alle Trails habe ich Start- und Endpunkte definiert, die mit der Bahn gut zu erreichen sind. Eine Ausnahme bei der Erreichbarkeit gibt es dennoch, aber später mehr dazu. Das Bild im Anhang zeigt farblich hervorgehoben die Lage der 5 Trails. Bei der Beschreibung der Trails verweise ich gelegentlich auf diese Farben. GBT - German Border Trail - Deutscher Grenzweg Östlicher Punkt: Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee Westlicher Punkt: Bahnhof in Emden Länge Grobplanung: ca. 2600 km Länge Feinplanung: noch offen Farbe im Bild: blau Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen. Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden. Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der Landesgrenzen zu unseren Nachbarländern zu bewegen. Ausgenommen von diesem Trail sind die Küsten der Nord- und Ostsee, sowie die Grenze zu Dänemark. Diese Bereiche gehören zu einem anderen Trail. Immer an der Landesgrenze entlang? Das hört sich erstmal überhaupt nicht spektakulär an. Wer sich aber einmal die Landkarte von Deutschland, zusammen mit Teilen der Nachbarländer, anschaut, wird überrascht sein. Wenn man zB vom östlichen Punkt (Campingplatz Nandalee) zum westlichen Punkt (Bahnhof Emden) wandert, trifft man auf atemberaubende Landschaften, die ich einfach mal so hintereinander aufzählen will: -Flusslandschaft an Oder und Neiße -Elbsandsteingebirge -Erzgebirge -Fichtelgebirge -Oberpfälzer Wald -Bayerischer Wald -Alpenvorland -Alpen -Bodensee -Rheinebene in BW -Schwarzwald -Pfälzer Wald -Hunsrück -Eifel -Rheinebene in NRW -Münsterland -Emsland Muss ich noch mehr aufführen? Da ist fast alles vertreten, was in der Kategorie der deutschen Mittelgebirgslandschaften Rang und Namen hat. GCC - German Coast To Coast Trail - Deutscher Küstenweg Östlicher Punkt: Campingplatz Nandalee im Ort Sellin (Bansin) am Schmollensee Westlicher Punkt: Bahnhof in Emden Länge Grobplanung: ca. 1200 km (mit!!! der Insel Rügen) Länge Feinplanung: 1183 km (ohne!!! die Insel Rügen) Farbe im Bild: rot Der östliche Punkt ist der Campingplatz Nandalee im Ort Sellin am Schmollensee. Das ist ein terrassenförmig angelegter wunderschöner Campingplatz mit Blick auf den Schmollensee. Eine kleine Gaststätte, mitten auf dem Campingplatz, bietet ein vorzügliches Essen an. Der Campingplatz liegt ca. 3,5 km landeinwärts und ist über den Bahnhof Bansin auf der Insel Usedom zu erreichen. Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Emden. Bei diesem Trail versuche ich mich immer in der Nähe der deutschen Küsten (Ost- und Nordsee) zu bewegen. Um zB von der Ostsee an die Nordsee zu kommen, versuche ich eine Route in der Nähe der dänischen Grenze zu finden. GCT - German Cross Traverse - Quer durch Deutschland Östlicher Punkt: Bahnhof in Frankfurt/Oder Westlicher Punkt: Bahnhof in Bad Bentheim Länge Grobplanung: ca. 750 km Länge Feinplanung: noch offen Farbe im Bild: gelb Der östliche Punkt ist der Bahnhof in Frankfurt/Oder. Der westliche Punkt ist der Bahnhof in Bad Bentheim. Bei diesem Trail habe ich mich etwas vom Europäischen Fernwanderweg E11 inspirieren lassen. Der E11 betritt in Frankfurt/Oder deutschen Boden und verlässt bei Bad Bentheim deutschen Boden. Beide Orte sind gut mit der Bahn zu erreichen. Das Bild zeigt im Raum Berlin 2 Varianten dieses Trails. Die erste Variante (Nordvariante) verläuft mitten durch Berlin. Die zweite Variante (Südvariante) umgeht den Großraum Berlin. Mein Favorit für die Feinplanung im Großraum Berlin ist aktuell die Südvariante. Zusätzlich werde ich bei meiner Route noch meinen Heimatort Schochwitz (Salzatal), den Lutherweg bei Eisleben und den Harz einplanen. GGB - German Green Band - Deutsches Grünes Band Nördlicher Punkt: Campingplatz Priwall bei Lübeck Südlicher Punkt: Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern) Länge Grobplanung: ca. 900 km Länge Feinplanung: noch offen Farbe im Bild: grün Der nördliche Punkt ist der Campingplatz Priwall (Naturfreundehaus Priwall) am Pötenitzer Wiek. Zu erreichen ist der Campingplatz entweder vom Bahnhof Travemünde (ca. 2,8 km Fußweg) oder vom Bahnhof Lübeck (ca. 21,7 km Fußweg). Der südliche Punkt ist das Drei-Länder-Eck (Sachsen, Thüringen, Bayern oder ehemals DDR, BRD, CSSR). Dieser Punkt ist nicht so einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Im 3 km entfernten Ort Nentschau befindet sich eine Bushaltestelle. Die nächste größere Stadt ist Hof. Bis dahin sind es ca. 17 km Fußweg. Die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen der BRD und der DDR ist der Namensgeber für diesen Trail. Umgangssprachlich (Volksmund) wurde diese Grenze auch die „grüne Grenze“ genannt. Außerdem wollte ich, so wie in Schweden, auch ein Grünes Band in meinem Wander-Projekt haben. In über 40 Jahren (1949 - 1989) hat kaum ein Mensch diesen streng bewachten Grenzbereich betreten. Dadurch ist ein einzigartiges Biotop entstanden. Der Rennsteig im Thüringer Wald kreuzt mehrmals die ehemalige Grenze zwischen Thüringen und Bayern. Bei meiner letzten Wanderung über den Rennsteig habe ich genau bei einer dieser Kreuzungen während einer Rastpause zwei Radfahrer getroffen. Sie berichteten mir, dass in Thüringen noch große Teile des ehemaligen Grenzweges (Kolonnenweg) intakt sind und dass man dort sehr gut mit dem Fahrrad entlang fahren kann. Im Bereich des Brockens (Harz) gibt es diesen Grenzweg ebenfalls noch. Da bin ich schon zu Fuß unterwegs gewesen. GLT - German Length Traverse - Deutschland der Länge nach Nördlicher Punkt: Bahnhof in Flensburg Südlicher Punkt: Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen Länge Grobplanung: ca. 850 km Länge Feinplanung: noch offen Farbe im Bild: violett Der nördliche Punkt ist der Bahnhof in Flensburg. Der südliche Punkt ist der Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen. Wenn es eine Quer-Traverse in Deutschland gibt, dann soll es auch eine Längs-Traverse geben. Außerdem wollte ich, so wie in Norwegen, auch eine Längs-Traverse für Deutschland in meinem Wander-Projekt haben. Grob- und Feinplanung In der Phase der Grobplanung habe ich mit Hilfe des Luftlinien-Routings (siehe Trails im Bild) den ungefähren Verlauf der einzelnen Trails festgelegt. Dadurch wollte ich auch ein Gefühl für die zu erwartende Länge der Trails erhalten. In der Phase der Feinplanung suche ich nach Routen (Wege, Straßen usw) entlang der festgelegten Luftlinien-Routen. Ich rechne damit, dass sich die Länge der Trails gegenüber der Grobplanung um ca. 1/5 vergrößert. Das bedeutet, dass zB der GBT-Trail, wenn er "ausgelaufen" wird, d.h. "immer an der Grenze entlang", über 3000 km lang sein wird. Den GCC-Trail habe ich als ersten Trail aus meinem Wander-Projekt schon feingeplant. Dabei habe ich die Insel Rügen ausgelassen. Die Gesamtlänge des Trails beträgt ohne die Insel Rügen genau 1183 km. Im allgemeinen führe ich die Feinplanung von Wandertouren so durch, dass ich mir Tracks aus dem Internet besorge. Diese Tracks prüfe ich dann in meiner Routenplanungssoftware BaseCamp auf ihre Qualität. Wichtig sind für mich dabei die Anzahl der Trackpunkte. Besitzt ein Track zu wenig Trackpunkte, verläuft ein Track manchmal mitten durch die Landschaft und es ist nicht genau zu erkennen, wo der Wanderer entlang gelaufen ist. Trotzdem lasse ich mir den Track aus dem Internet in der Routenplanungssoftware anzeigen und plane dann meinen eigenen Track mit Hilfe des Internet-Tracks. Bei meinem Wander-Projekt mache ich das anders. Ich lasse mir keine Tracks aus dem Internet anzeigen. Lediglich die Luftlinien-Routen verwende ich zur groben Orientierung. Ich war ja schon einmal an der Ostseeküste unterwegs (ca. 200 km vom Campingplatz Nandalee bis zum Campingplatz Zingst). Von daher weiß ich, dass es da einen Europäischen Fernwanderweg E9 entlang der Küste gibt. Zusätzlich die Radwege Euroroute R1 und EuroVelo 10. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich öfters auf diesen Wegen bewegen werde. Bei der Planung musste ich mich zwingen diese Tracks aus dem Internet nicht zu verwenden. Ich bin gespannt welche Wege ich mir für den GCC-Trail ausgesucht habe und wie hoch der Anteil an Radwegen und Straßen ist. Wer in Deutschland wandert, weiß, dass die nächste Ortschaft nicht weit entfernt ist. In Deutschland ist man also fast immer „zivilisationsnah“ unterwegs. Man kann das mögen oder auch nicht. Das ist Ansichtssache. Ich freue mich jedenfalls auf die Realisierung meines Wander-Projekts. Werde ich Tracks meiner realisierten Trails in meinem Blog veröffentlichen? Da bin ich zwiegespalten. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich für die Planung meiner eigenen Wandertouren Tracks im Internet gefunden habe. Wenn die Tracks aus dem Internet dann noch qualitätsmäßig gut waren, hat mich das besonders gefreut. Für die NPL-Wandertour in Norwegen habe ich, trotz intensiver Recherche im Internet, keine Tracks gefunden. Für die GB-Wandertour in Schweden war das schon anders. Einige Wanderer haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit ihren Tracks veröffentlicht, so dass man erahnen konnte, wo sie entlang gelaufen sind. Andere haben Bildschirmabzüge von Landkarten mit Luftlinien-Routen auf ihren Webseiten angezeigt. Aber nirgendwo waren saubere Tracks (GPX-Dateien) für eine der Wandertouren (NPL oder GB) zu finden. Vorerst werde ich die Tracks meiner realisierten Trails ebenfalls nicht veröffentlichen. Das letzte Wort über dieses Thema ist aber noch nicht gesprochen. Darüber muss ich noch abschließend nachdenken… Randbedingungen Randbedingungen für die Planung der Trails gibt es fast nicht. Einzig die Endpunkte der einzelnen Trails habe ich vorgegeben. Entscheidend für die Vorgabe der Endpunkte war für mich die Erreichbarkeit mit der Bahn, wobei es auch hier leider eine Ausnahme gibt. Das ist das Drei-Länder-Eck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern, ein Endpunkt des GGB-Trails. Den GBT-Trail habe ich noch nicht feingeplant. Für mich ist wichtig, dass ich mich immer „irgendwie“ in der Nähe der deutschen Grenze bewege. Dabei ist es mir egal, ob ich zB im Erzgebirge auf der deutschen oder tschechischen Seite unterwegs bin. Maßgebend ist für mich die Grenznähe. Ähnlich verhält es sich zB in der Rhein-Ebene in Baden-Württemberg. Dort könnte ich auf der deutschen Seite durch den Schwarzwald gehen oder auf der französischen Seite durch die Vogesen. Ganz verrückt könnte es im Bereich der Alpen werden. Dort kann ich mich nahe an der Grenze zu Österreich bewegen, wenn das die Wege hergeben. Damit sind sicherlich einige Höhenmeter zu bewältigen. Ich könnte es aber auch etwas "softer" angehen lassen und durch das Alpenvorland wandern. Da ich ganz klar keine "Bergziege" bin, bevorzuge ich erstmal das Alpenvorland. Ein km-Limit für die Grenznähe soll es aber nicht geben. Teilnehmerliste Über diesen Punkt habe ich sehr lange nachgedacht. Warum eine Teilnehmerliste? In meinem Blog werde ich über die Realisierung meines Wander-Projekts berichten. Dadurch ist das Wander-Projekt in gewisser Weise öffentlich zugänglich. Dann habe ich mir gedacht, dass evtl. auch andere Wanderer den einen oder anderen Trail planen und realisieren wollen. Wenn Interesse besteht, wäre aus statistischen Gründen eine Teilnehmerliste, analog dem NPL in Norwegen und dem GB in Schweden, sinnvoll. So kann jeder sehen, wer die Trails gegangen ist bzw. wer das in der Zukunft plant. Verwalten werde ich die Teilnehmerliste vorerst in meinem Blog unter dem neuen Menüpunkt Projekte. Wer sich für das Wander-Projekt interessiert und sich für eine Realisierung eintragen lassen will, kann sich einfach per Mail (info@reinhard-kanther.de) bei mir melden und die wichtigsten Daten für einen Anfangseintrag (Jahr, vollständiger Name, Land, Trail-Kürzel, Saison, zu Fuß oder mit dem Rad, evtl. Startdatum) angeben. Alle anderen Angaben können später nachgeholt werden. Nach Beendigung des aktuellen Trails würde ich mich über eine Erfolgsmeldung freuen und das auch so in der Teilnehmerliste festhalten. Als Startdatum für eine Aufnahme in die Teilnehmerliste würde ich das Datum Anfang Januar 2019 nehmen. Damit möchte ich verhindern, dass Trails aus der Vergangenheit in der Teilnehmerliste auftauchen. Zukunft Was stelle ich mir für die Zukunft meines Wander-Projekts vor? Das werde ich in loser Folge einfach mal aufführen, ohne das die Reihenfolge eine Wertung darstellen soll. Ich werde ab Mitte Mai den GCC-Trail wandern und hoffentlich als ThruHike beenden. In einem Forum werde ich mein Wander-Projekt ebenfalls vorstellen. Das Forum und den Zeitpunkt habe ich mit diesem Beitrag festgelegt. Für meinen Blog, damit auch für die Projekte, will ich noch mehrere Fremdsprachen (Englisch, evtl. noch Spanisch und Französisch) anbieten. Anregungen und Kritik nehme ich gerne entgegen und werde ich auch beantworten, wenn ich nicht gerade selbst unterwegs bin. In den nächsten Monaten werde ich die Resonanz für mein Wander-Projekt prüfen. Sollte die Resonanz vielversprechend sein, prüfe ich die Erstellung einer eigenen Webseite für das Wanderprojekt (analog NPL in Norwegen und GB in Schweden). Vielleicht findet sich dann noch der eine oder andere Mitstreiter für die Datenpflege. Realisierung Den 1.Teil meines Wander-Projekts habe ich im Mai/Juni 2019 realisert. Vom 22.5. bis 28.06.2019 bin ich den GCC-Trail in 38 Tagen (2 Ruhetage) in einem ThruHike gelaufen. Die geplante Länge war 1183 km. Welche Strecke ich tatsächlich gelaufen bin, muss ich noch abschließend feststellen. In meinem Bericht zu dieser Wandertour, an dem ich gerade arbeite, werde ich die genaue Länge der zurückgelegten Strecke nachreichen.
  26. 6 points
    bieber1

    Und noch ein Cone

    Caldera Cone ,hat mir schon immer gefallen. Einzig , die Unterbringung mit Cosi fand ich nervig . Dan kam das leichte Koch-Set von Micha 90. Das Original Caldera hab ich mir nie gegönnt. Die Alu - nachbauten , halten dem Einrollen nicht lange stand. Ein 2 - teiliger Cone Nachbau aus 0,1mm Edelstahlvolie , der in die Tasse passt , wahr mir auch zu "frickelig" . Nun habe ich einen niedrigeren Cone gebastelt , welcher in die Kochtasse passt. Das gibt es schon für breitere Töpfe . Aber mir reicht meine Kochtasse . Um nicht Vorhandene Ideen zu kopieren , habe ich eigene eingebracht. So habe ich die Verbindung nicht mit einer Niete , sondern einem ( innenliegenden ) Haken gefertigt. Die Tasse steckt im Cone , bis zur Griffbefestigung , und steht zusätzlich noch auf 3 " Standblechen ". somit habe ich auch die üblichen Titanhäringe weg. Das ganze hat leider 21,4 gram . Aber es steht sicher , und hat eine super Energieeffizienz . Leider hatte ich diesmal Bearbeitungs-Probleme , weil ich mein gutes "Scherchen "nicht hatte . Der Haken , wird beim verbinden durch einen Schlitz geführt , und verriegelt , durch nach unten schieben . Aufgeräumt in der Tasse , stören mich die 3 " Standlaschen " , die etwas Platz benötigen , nicht. Da ich Löffel und Sprit außen am Rucksack habe.
  27. 6 points
    Mittagsfrost

    Schnäppchen

    Die Waage (und Dein Tip mit dem UL-Grenze-Einstellen) gefällt mir. „Was, Dein Rucksack soll UL sein? Bei Dir piept‘s wohl?“
  28. 6 points
    Dean

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Cuben Naturehike
  29. 6 points
    martinfarrent

    Impressionen von Touren

    Der Küstentrail vom Stadtrand Marseilles bis Carro... insgesamt nur etwa 45 km, aber im ersten Drittel eher Kletter- als Wandersteig und auch sehr augesetzt (vor allem bis Niolon fehlen seit langer Zeit die Sicherungen und ich verlor die kaum markierte Route bisweilen, traf auch keinen Menschen). Bei Regenwahrscheinlichkeit absolut nicht zu empfehlen, bei 38 C indes echt hart! Wildcampen ist kaum möglich und zöge auch harte Strafen nach sich. Man kann ab Niolon aber die Wartehäuschen der kleinen Küstenbahn vom späten Abend an nutzen. Der erste Campingplatz befindet sich in Carry le Rouet - danach häufen sie sich. Der Trail wird ab Carry auch sehr viel leichter.
  30. 6 points
    Cullin

    Wie andere auf Ultralight reagieren....

    Ungläubiges Staunen geht auch von UL in Richtung Ultraschwer: Ich sitz auf der Terrasse einer Hütte und dann kommt ein völlig fertiger Typ mit seinem vollen 75l Rucksack an. Er konnte kaum noch stehn und seine Suppe mußte er trinken weil er den Löffel nicht mehr vernünftig halten konnte. Später am Abend hab ich dann erfahren das er auf einer einwöchigen Hüttentour unterwegs ist. Ungläubiges staunen Nummer 1. An diesem Tag hatte er sich verlaufen und ist einen zweistündigen Umweg zusätzlich gegangen. Dabei ist er dann fast verhungert und verdurstet, weil die einzige Verpflegung in seinem Monsterrucksack eine 0,5l Flasche Wasser und zwei Geltütchen waren. Staunen Nummer 2. Meine Frage ob er auf seinem Weg nicht 1h an einem frischen Gebirgsbach langgelaufen ist hat er zwar mit ja beantwortet, aber das wollte er nicht trinken. Könnte ja giftig sein. Wasseraufbereitung war meine nächste Frage (wenn man schon Angst hat) wurde mit der Gegenfrage "Hähhhh?" beantwortet. Mir fehlen immer noch die Worte. Ich weiß auch bis heute nicht so genau was alles in diesem Rucksack drin war.
  31. 6 points
    roli

    Wie andere auf Ultralight reagieren....

    Ich bin auf einer der letzten Touren darauf hingewiesen worden, dass ich es "ja leicht habe", weil ich ohne Zelt+Schlafsack unterwegs sei Eine andere Frage war, ob ich meine Ausrüstung zum Übernachten bei letzten Wirt vergessen hätte. Das war meine erste SUL Tour und der Rucksack dementsprechend winzig.
  32. 6 points
    Jonathan

    MYOG 3-Jahreszeiten Daunenquilt

    Hallo liebe UL-Community, dank eures geballten Wissens habe ich mich nach einigen Inlets, Packsäcken und schließlich Rucksäcken an ein finanziell aufwendigeres Produkt herangetraut: einen ultraleichten 3-Jahreszeiten Daunenquilt. Die grundsätzlichen Anforderungen an den Quilt waren, meinen im leider davongeflogenen Cumulus LiteLine 400 (780 gr. 2°C bis -4°C) zu ersetzen, dabei aber leichter und ein bisschen wärmer zu sein Aufgrund der einfacheren Befüllung und der Möglichkeit, Daunen nachträglich ein wenig verschieben zu können, habe ich mich für ein Karo-Baffle-Design entschieden. Als Anleitung wurde die von @Southern Flyer aus diesem Forum (Vielen Dank dafür !!!!!), sowie Youtube Tutorials von Dubber und Joe Brewer zu Rate gezogen Um ein ungewolltes Verrutschen der Daunen zu verhindern, habe ich wie @Southern Flyer 5 x 7 Karos genäht und für den Abstand zwischen diesen im Gegensatz zu @Southern Flyer (12cm) lediglich 8cm gewählt, sodass die Daunen tatsächlich nur schwer zu verschieben sind, genau wie ich es mir gewünscht hatte. Das Befüllen wurde dadurch jedoch auch deutlich schwieriger. Es war nicht möglich, die Daunen von Hand in alle Bereich zu stopfen. Stattdessen habe ich einen großen Müllsack mit den Daunen befüllt und diesen mittels eines Föns aufgeblasen, sodass die Daunen mit dem Luftstrom über ein an dem Müllsack festgeklebtes Papprohr direkt in den Quilt geleitet wurden. Durch den Luftstrom hat sich der Quilt extrem aufgeblasen, sodass die Kammeröffnungen maximiert wurden und die Daunen nach einiger Zeit überall hingeströmt sind. Die Inspiration dafür stammt ebenfalls aus diesem Forum, leider weiß ich gerade nicht mehr von wem, danke ihm/ihr aber für diese großartige Idee! Die Maße habe ich auf meine Größe (175 cm, 65 kg) angepasst und bin bei folgendem Design gelandet Als Materialien habe ich mich für das daunendichte 27g/qm Ripstop Nylon in dunkelgraublau (außen) und schwarz (innen) von ExTex als Hülle des Quilts, sowie das 25g/qm Polyamid Moskitonetz mit 155 Maschen/qcm von Extex entschieden Da ich, wenn ich schon den MYOG Aufwand betreibe, auch das bestmögliche Ergebnis erhalten will, habe ich die 860 cuin Daune von ExTex gekauft (2 x 250gr. Packung) Als Bafflehöhe habe ich 6,5cm (Naht zu Naht) gewählt, um einen Temperatur Bereich von Komfort -1°C bis Limit -7°C anzupeilen. Inkl. Nahtzugabe schnitt ich 9cm hohe Baffles aus, da ich bei jedem Baffle alle 4 Seiten einmal umschlug und vernähte, um sicherzustellen, dass diese niemals ausfransen werden. Um den Nahtabstand von 6,5 cm perfekt einhalten zu können, bog ich mir eine Büroklammer zurecht, die ich am Nähfuß befestigen konnte und die mir so immer den perfekten Abstand anzeigte Um ca. 20% Overfill zu erhalten verwendete ich genau 400gr. Daunen (860 cuin) Als Garn habe ich den schwarzen Alterfil 100 und den blauen Gütermann Allesnähgarn Farbe 68 verwendet. Wenn ich den dunkelgraublauen und schwarzen Stoff miteinander vernäht habe, habe ich entsprechend auch den schwarzen und blauen Garn als Unter bzw. Oberfaden verwendet, sodass jede Seite des Stoffes ihre passende Garnfarbe erhalten hat. Damit das Ergebnis dabei ansehnlich wurde, musste die Fadenspannung sehr genau eingestellt werden, was aber sowieso meine Absicht war. Dazu habe ich spaßeshalber einige Teststücke mit verschiedenen Fadenspannungen unter dem Mikroskop betrachtet und konnte so genau erkennen, bei welcher Spannung sich die Verschlingung der beiden Garne am mittigsten positioniert. Dies ist aber keineswegs notwendig und führt wahrscheinich auch nur zu marginalen Verbesserungen Die Fußbox gestaltete ich mit 3 von 7 Baffles relativ lang, da mir ein möglichst gutes Wärme-Gewichtsverhältnis wichtiger als die Bewegungsfreiheit/Flesxibilität war Zur Befestigung des Quilts auf meiner TAR XLite mittels @Stromfahrers Knopflochgummi-Methode nähte ich auf jeder Seite des Rückenbereichs 3 kleine Gummibänder von ExTex mit entsprechenden T-Stoppern an. Die Enden der Bänder nähte ich dabei nicht direkt aufeinander, sondern V-förmig nebeneinander um die Zubelastung auf die doppelte Nahtlänge in dem dünnen Stoff zu verteilen Am Fußende nähte ich ein unelastisches Band als Schlaufe zum Aufhängen ein. Dies platzierte ich dort, wo die Fußbox zusammengenäht wurde, da dort 12(!) Stofflagen (4 jeweils doppelt umgeschlagene Stoffkanten) übereinander sind. Diese "Fußboxverbindungslinie" ist somit sehr stabil und überträgt die Zugkraft gleichmäßig in die restliche Hülle. Dort, wo die Fußbox endet, ist ein elastisches Dreieck (aus 50mm breitem elastischen Band von ExTex ausgeschnitten) eingenäht, um diese Stelle zu entlasten Am Kopfende nähte ich einen Kanal für eine elastische Gummischnur mit 3mm Durchmesser von ExTex ein, den ich am Ende offen lies (die Schnur wurde dort mittels Knoten gesichert), um die Schnur bei Bedarf austauschen zu können. Für die Position des Tankas berücksichtigte ich @Southern Flyers Tipp, diesen nicht mittig sondern etwa bei 1/4 der Breite anzubringen, damit er nicht im Gesicht herumhängt Für den Verschluss am Kopfende wählte ich einen Druckknopf, damit der Quilt am Verschluss überlappt und keine Lücke bleibt. Die Knopfkomponenten wurden dort eingepresst, wo der Stoff durch die Umsäumung und den Kordelkanal 8-lagig ist, um ein ausreißen zu verhindern. Aus dem selben Grund wurde der Knopf mit leichter Haftkraft (von ExTex) gewählt. Das Gesamtgewicht beträgt 606 Gramm. Dabei entfallen 206 Gramm auf die Hülle inkl. Befestigung, Gummikordel am Hals und Aufhängeband am Fußende Der Loft der 400gr. 860 cuin Daune ist wirklich beeindruckend! Auch der Aufbewahrungssack des Cumulus LiteLine 400 wird merkbar stärker ausgefüllt als durch den Cumulus, der ebenfalls 400 gr. Daune (850 cuin) hatte Genäht habe ich den Quilt mit meiner Pfaff IDT 1209 mit Obertransport, ohne den mir die Verarbeitung des dünnen Stoffes so nicht möglich gewesen wäre Ich habe bereits zwei Probenächte in dem Quilt bei einer Außentemperatur von 0 bis 2°C im Garten bei Sternenklarer Nacht ohne Shelter verbracht. In der ersten Nacht habe ich einiges an Zugluft reinbekommen, da ich die Befestigung an der Isomatte noch nicht hatte und bin deswegen vorzeitig reingegangen. In der zweiten Nacht mit Isomatten Befestigung lies es sich bis etwa 3 Uhr in Unterwäsche in einem Nylon Inlet gut schlafen. Dann bin ich jedoch aufgewacht, da alles ziemlich klatsch nass und teilweise eine Eisschicht auf dem Quilt war In dieser Nacht war mir bis zum Feststellen der Feuchtigkeit nicht kalt, jedoch fand ich, dass der Halsbereich nicht perfekt abschließt: Dort habe ich schon mal ein wenig kalte Luft gespürt und überlege deswegen, noch einen "oversized" Wärmekragen anzunähen. Geplant ist ein Schlauch von 10-12 cm Durchmesser am oberen Ende anzuähen, der mit etwa 30 bis 40 gr. von der restlichen Daune befüllt werden soll und so etwa 50 gr. mehr Gewicht bedeuten würde. Was meint ihr zu dieser Idee?
  33. 6 points
    Schneealptrekker

    DAV contra Trailunner? Von wegen!

    Danke für den Beitrag! Denn genau das ist der entscheidende Punkt: Trekking ist nicht bergsteigen. Bergsteigen ist nicht Trekking. Mit leichten Schuhen kann man schlecht Stufen schlagen oder über Matsch im steilen Gelände aufsteigen. Mit festen, schweren Schuhen kann man schlecht schnell laufen. Das Schuhwerk ist kein geeignetes Thema um ideologisch an die Sache heranzugehen. Da kann die Gewichtsersparnis schnell tödlich enden. Will niemandem seine leichten Schuhe mit welcher Sohle und ggfls. mit Microspikes ausreden. Ganz und garnicht! Bin begeistert von den Dingern! Bin begeistert dass da so langsam ein Umdenken stattfindet. Aber es gibt beachtenswerte Grenzen für diese Schuhe.
  34. 6 points
    Paula 123

    Wie andere auf Ultralight reagieren....

    Bei mir war es umgekehrt. 2016 war ich in Lappland mit 15 kg Baseweight unterwegs + viel zu viel Essen und Wasser (meine 1. Tour jemals). Nach ein paar Tagen traf ich den ersten UL-Hiker meines Lebens. Und ganz ehrlich: Ich dachte, dass er entweder lügt oder dass er wahnsinnig lebensmüde ist. Ich konnte nicht glauben, wie man mit so wenig Kilos (sicher) unterwegs sein kann. Inzwischen, fast drei Jahre später, nach viiiiel Recherchen hier im Forum und im Internet, bin ich selber süchtig. Süchtig nach immer-mehr-Gramm-sparen, süchtig nach Packlisten und süchtig nach immer neuen Ideen, noch mehr Gramm einzusparen. Und inzwischen bin ich diejenige, die ungläubig "bewundert" wird, wie man - trotz Sicherheit - leicht unterwegs sein kann
  35. 6 points
    Wanderfisch

    Zpacks Nero - kleines Review

    Hallo zusammen, ich habe gerade die Gelegenheit, mal den Zpacks Nero auszutesten. Keine Ahnung, ob dieser schon mal aus weiblicher Sicht beurteilt wurde (bei der Suche wurde ich diesbezüglich nicht fündig), daher schreibe ich mal meinen persönlichen Eindruck vom Nero nieder: Qualität und Verarbeitung ok, Präzision der Nähte könnte etwas besser sein. Es handelt sich um einen rahmenlosen Rucksack, aber das kenne ich ja bereits von meinem Hyberg Attila. Im Lieferumfang war ein (minderwertig anmutendes) Z-Pad, welches ich mal direkt gegen meine Therm-a-Rest Sitzmatte austauschen musste. Statt es mit den vorhandenen Strippen zu fixieren, habe ich allerdings die Matte innen zur Stabilisierung angebracht. Es gibt nur einen großen Innenraum ohne Vorrichtung zum Anbringen einer Trinkblase (zumindest hat sich mir hier nichts erschlossen). Die Seitentaschen sind groß und man kann die Wasserflasche bequem herausnehmen, während der Rucksack auf dem Rücken bleibt. Der Tragekomfort ist gefühlt schlechter als beim Hyberg. Die Schulterriemen wirken steifer, aber der Rucksack ist neu, vielleicht gibt sich das im Laufe der Nutzung? Für verschiedene Rückenlängen kann der dünne Hüftgurt in drei Positionen auf die benötigte Idealhöhe gebracht werden. Aber das Material scheint im Lauf durch Reibung auf der Kleidung Spuren zu hinterlassen, ähnlich eines Pilling-Effekts. Das habe ich bisher noch bei keinem meiner Rucksäcke erlebt. Ich war überrascht, was alles in das 25l Hauptfach passt. Ich habe meine komplette Sommer-Ausrüstung hinein bekommen und es war immer noch richtig viel Platz. Die Öffnung ist mit Klett versehen, dann wird “die Tüte” aufgerollt und mit seitlichen Zurrgurten befestigt. Mir wäre hier recht gewesen, wenn es quer auch noch einmal einen Zurrgurt gegeben hätte, um evtl. noch mal etwas oben rauf zu schnallen, auch auf der Unterseite gibt es keine Option zum Anbringen zusätzlicher Ausrüstung, wie z.B. eine Isomatte größeren Packmaßes. Stattdessen kann man wahrscheinlich alles in die äußere elastische Netztasche packen, die ist nämlich riesig. Ich war mit ca. 4,2kg baseweight unterwegs. Da der Hüftgurt wenig Stützfunktion aufweist, zogen die Schultergurte erst einmal und sorgten bei mir für Nackenverspannungen, daran muss sich Frau erst einmal gewöhnen. Natürlich war ich durch den anliegenden Rucksack entsprechend durchgeschwitzt, es hinterließ auch kein unangenehmes Gefühl (wie beim Hyberg). Die Feuchtigkeit blieb außen und trocknete auch wieder schnell ab. Was mich total genervt hat, waren die permanenten Knistergeräusche des Sacks bei jedem Schritt. Anschleichen kann man sich damit nicht... Vielleicht wird das Material geschmeidiger (und geräuscharmer) wenn es länger im Einsatz ist?!? Mein Fazit: Leicht ist er. Extrem leicht. Bei mir würde er auf Tagestouren oder kurzen Etappen-Wanderungen sowie spontanen Overnightern zum Einsatz kommen. Auch auf dem Camino kann ich ihn mir auch gut vorstellen, da man ja hauptsächlich in Herbergen übernachtet. Was mir hier fehlt, wäre eine extra Tasche im Rucksack für die sichere Aufbewahrung von Wertgegenständen, aber dafür kann man auch einen Hüftgürtel benutzen. Irgendwie mag ich den Nero, aber es ist keine Liebe auf den ersten Blick.
  36. 5 points
    dr-nic

    Das eigene Ultralight, Vernunft und Unvernunft

    Ja, ich kenne das, aber irgendwie hab ich meinen Weg gefunden damit umzugehen, weil ich schnell gemerkt habe, dass die Sachen die für andere passen nicht unbedingt für mich funktionieren und ich nicht alles ausprobieren muss oder möchte. Und bezogen auf UL und BW. Ich möchte bei meinen ca 4,5 kg bleiben, aber wenn ein Ausrüstungsteil super für mich ist darf es auch gerne 50-150 gr schwerer sein und dann guck ich auch nicht wo ich was streichen kann damit das BW sinkt oder stabil bleibt. Und Qualität ist mir wichtiger als Gewicht oder ob irgendwas gerade total "in" ist. Ich habe da schon viel durchs Plattensammeln gelernt, denn ein guter Song ist ein guter Song und dann ists egal ob Originalpressung oder Reissue. Letztendlich gehts mir ja darum Draußen zu sein - alles andere ist "Nebensache".
  37. 5 points
    Miss X

    Forststeig Elbsandsteingebirge

    und weiter gehts mit Fotos
  38. 5 points
    J_P

    - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    Hallo Zusammen, Vom 26.06. - 30.06. bin ich mit @runnindom den Rothaarsteig gelaufen. Da Anfang Juli das Sabbatical von runnindom endete bot sich hier noch eine Gelegenheit eine kleine Wanderung zusammen zu starten. Section II des Westwegs wurde dafür auf den September verlegt. Nach einer zweieinhalbstündigen Bimmelbahnfahrt von Marburg nach Brilon im Hochsauerland starteten wir den Rothaarsteig am späten Nachmittag des 26.06. um 17 Uhr am Rathaus in Brilon:
  39. 5 points
    J_P

    - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

  40. 5 points
    J_P

    - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    Nachdem wir erfolgreich vor einem Gewitter flüchteten, wurde aus der Not heraus in dieser Schutzhütte übernachtet:
  41. 5 points
    yoggoyo

    Entscheidungshilfe GPS Gerät

    Ich glaube dass der kleine Knopf dazu da ist, damit Garmin seine überteuerten Original-Akkus verkaufen kann
  42. 5 points
    GrABL

    Vorstellungsthread

    Hallo allerseits, Ich (Baujahr ’83; wohnhaft zumeist in Süddeutschland und/oder Österreich) bin bereits seit einigen Jahren stiller Mitleser in diesem tollen Forum. Demzufolge möchte ich diesen ersten Beitrag zunächst nutzen, um ein großes Dankeschön loszuwerden: Dieses Forum war mir bereits in vielen Fällen eine große Hilfestellung /Inspiration – hauptsächlich, aber nicht ausschließlich in Ausrüstungsfragen. Vielen Dank an dieser Stelle! Kurz zu meiner Person /meinem (U)L-Werdegang bisher: (zum „U“ fehlt noch bissl‘ was, aber ich hoffe doch, dass das auch noch wird..;) Ich wandere seit meiner Kindheit; bis vor einigen Jahren allerdings fast ausschließlich auf Tagestouren in den Alpen bei Schönwetter. Hab mich dann 2016 auf meine erste „echte“ Tour begeben -> mehrmonatige (Weit-)Wanderung in Lappland… Allzu „Weit-“ bin ich damals allerdings in dieser Zeit gar nicht gekommen, weil ich allzu viel im Rucksack (und zu wenig im Hirn) dabei hatte. AUSRÜSTUNGSOVERKILL² . Wenn ich mir heute die Fotos ansehe, wie ich bei meiner Abreise mit meinem fast 40Kilo Expeditionsrucksack aus der Haustüre wanke, weiß ich nie so recht ob ich drüber lachen oder weinen soll… Bin so, selbstredend nicht mal bis zum Startpunkt der Wanderung (Nordkap) gekommen, sondern hab bereits während der Anreise (mit dem Zug) ein – oder glaube sogar zwei – Pakete zurück in Richtung Heimat geschickt… Es sollten Weitere folgen. War dann die ersten Wochen mit 30, dann 25, später 20 Kilo unterwegs…ab da ging‘s dann einigermaßen. Hab dann gewichtstechnisch nochmal „optimiert“; allerdings hab ich dann eine Woche gefroren wie ein Schneider… -> wieder nachgebessert… Naja, ich glaube man kann sich’s vorstellen Ja, und spätestens seitdem ich wieder zu Hause war, kam dann UL – und damit ihr – ins Spiel… Seitdem war ich eigentlich jedes Jahr auf einer zumindest mehrwöchigen Tour (Pyrenäen ,Alpen) und hab dabei mittlerweile so um die 10 Kilo auf dem Rücken – Tendenz fallend. Alle Angaben sind übrigens stets „all inclusive“ und beziehen sich auf autarke Touren mit Übernachtung im Zelt /Tarp. Jedenfalls bin ich seitdem – was das Thema Gewicht angeht – ein gebranntes Kind und nun, in letzter Konsequenz seit heute auch angemeldet. Hui, das Ist jetzt schon ganz schön viel Text geworden; deshalb möcht‘ ich’s damit auch gut sein lassen. Abschließend möchte ich höchstens noch hinzufügen, dass meine lange Reise 2016, trotz der beschriebenen Schwierigkeiten, so ziemlich die beste Erfahrung /Zeit in meinem bisherigen Leben war. (Nein, Kinder hab ich keine Neben den unvergesslichen Erinnerungen an die wahnsinnig schöne Landschaft, hab ich dort oben auch Freundschaften dazugewonnen, die – allen Sprachbarrieren und Riesenentfernungen zum Trotz – bis heute Bestand haben. Die paar Monate dort oben am A#### der Welt, kann man – für mich – mit allem Geld der Welt nicht aufwiegen… Und apropos Geld: nächstes Jahr könnt’ sich tourentechnisch in der Hinsicht eventuell wieder bisschen was Längeres /Weiteres ausgehen... Deshalb möcht‘ ich euch an dieser Stelle schon mal vorwarnen, dass ich in den nächsten Wochen und Monaten wohl mit einigen (Ausrüstungs-)Fragen daherkommen werde… So, in diesem Sinne; Lg Andronym
  43. 5 points
    Ultralight82

    Noch ein kleiner Spiritusbrenner

    Habe jetzt endlich mein kleines MyoG Minikochset zusammen mit 9g für den Kocher 8g für die Titan Folie Sowie 5g für den Topfaufsatz Fotos hier mal: Der Kocher hat ein zweikammer System und vergast sehr schön darüber. Brenndauer beträgt ca 18min mit einer Füllung und die Leistung reicht aus um 800ml Wasser in knapp 9 Minuten zum kochen zu bringen. Bin zufrieden damit und werde ab jetzt mal damit kochen... Gebaut wurde das ganze aus einer aluminum mini Deodose und einem Cremedöschen welches ebenfalls aus Aluminium besteht. Der Topfaufsteller ist aus Kaninchen Draht.
  44. 5 points
    MarcG

    Was motiviert euch ultraleicht unterwegs zu sein?

    Weniger Schleppen ist weniger anstrengend. Das ist wirklich auch schon fast alles.
  45. 5 points
    Für mich ist Ultralight puristisch und das aufs wesentliche konzentrierte Reise-Erlebnis. Bei der nicht das Gear/Statussymbole im Vordergrund stehen sondern die Reise selbst. Ich und die Natur, nichts Unnötige was die Verbindung stört... Das eigene Ultralight zu finden ist dabei das Ziel welches jeder anstreben sollte. Wir sind alle verschieden, was für den einen geht ist für den anderen über die Grenze... Das sollte man nie vergessen.
  46. 5 points
    zeank

    PCT 2019

    Hab mich mittlerweile wieder gefangen. Hab mir nun doch endlich eine Eisaxt gekauft und sogar einen Wasserfilter. Ich werde noch vernünftig? Anyway. Morgen geht es weiter. Wie @Mars schon sagt, teilweise entstehen die gefährlichen Situationen erst, weil man sich von seiner Gruppe hetzen lässt und man sich nicht die Zeit zum Nachdenken nimmt, ob das gerade das richtige ist, was man tut. Schließlich machen es die anderen alle ja auch! So sind wir am Forester Pass viel zu spät angekommen. Es war so 14/15 Uhr. Der Schnee viel zu weich. Wir sind viel zu weit entfernt gestartet. Drei Bachquerungen, nach jeder welcher fast eine Stunde Pause gemacht wurde etc.
  47. 5 points
    ZbuloDiscoverAlbania

    Peaks of the Balkans im Juli

    Die Peaks of the Balkans Trail Touren auf unserer Website bzw. der Partner können dir als Inspiration für deine eigene Route dienen. Zbulo (lokaler Veranstalter vor Ort) DAV Summit Club Hauser Exkursionen Frosch Sportreisen Während wir die Route mitentwickelt haben, bin ich sie in sieben Jahr mit keiner Gruppe so wie auf der Karte abgebildet gegangen. Man passt immer an bzw. überspringt mal einen nicht so attraktiven Abschnitt mit dem Fahrzeug, ersetzt solche mit anderen Highlights wie dem Grbaja-Tal oder Gipfeln entlang der Route - es heißt ja auch Gipfel des Balkans. Als Individualwanderer sollte man darauf eingestellt sein längere Abschnitte auf Fahrwegen und "Straßen" zu gehen, einige der Transfers lassen sich aber auch vor Ort selbst organisieren, z.B. Drelaj nach Rugove von Gjelaj (von Theth kommend) nach Valbona. Der Einstiegspunkt spielt eigentlich keine Rolle, von Pristina ist man sehr schnell auf den Weg, von Shkodra (Tirana/Podgorica) ist der Koman Stausee schon ein spektakulärer Auftakt. Die Grenzübergangsgenehmigungen (Permits) können bequem über unsere Website erledigt werden, dafür fällt aber eine Gebühr an. Mittlerweile gibt es auch einige noch wenig besuchte Alternativen zum Peaks of the Balkans, z.B. den High Scardus Trail der inklusive Korab den höchsten Gipfel von Albanien und Mazedonien beinhaltet, im Süden lockt das Zagoria-Tal und der Mysterious South (Geheimnisvoller Süden). Ich habe dazu auch mal eine Übersicht auf Quora geschrieben.
  48. 5 points
    Matzo

    12 Overnighter im Jahr 2019

    #5: Overnighter auf dem Burgwaldpfad. Spontan gepackt und Bahn bedingt erst um 10:30 Uhr losgewandert, lag am Samstag der Burgwaldpfad southbound vor mir. Navigation klappt mit importierten Tracks auf Maps3DPro inzwischen ganz gut. Die Wege sind oft Wald- und Ziehwege, für meinen Geschmack zu wenig verwunschene Pfade. Auf dem Christenberg gabs Architektur und Wasser Ausgeschildert ist der Burgwaldpfad sehr gut, ich brauch aber trotzdem ein Navi für sowas, bin da eher unbegabt. Ich wollte schauen, wie weit ich komme. Maps3D zeigt nur die reinen Gehzeiten an, ich glaube, man kann das umstellen, daß er das Tracking beim Rumstehen / -sitzen nicht stoppt. Hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten sind ja auch nur mit den Pausen dazwischen erreichbar. Letztendlich bin ich 10 Stunden gelaufen mit einer Pizzapause in Ernsthausen und einer Kaffeepause im Wald. Ab 13:00 Uhr mit Knieschmerzen (bekanntes Leiden, war faul im letzten Halbjahr). Macht also einen Schnitt von 3,4 km/h. In der Abenddämmerung, weit genug entfernt vom Oberrospher Dorffest hab ich dann doch noch ein wenig nach dem passenden Schlafplatz gesucht und ihn in einer kleinen Senke, abseits von Weg und Hochständen gefunden. Die Moskitos sind am Mesh abgeprallt nur mir war viel zu warm. 167er Apex sind definitiv nichts für laue Sommernächte. ich schätze es waren 14°C im Morgengrauen, wo ich den Quilt dann wieder etwas über mich gewurschtelt habe. Am Morgen bin ich noch eine Stunde gelaufen, hab auf einem Friedhof Wasser getankt (Top 100 Tip aus dem Forum) und mich kniebedingt aus Göttingen 10 Km vor Marburg vom Besenwagen abholen lassen. Insgesamt nette Aktion, das nächste mal auf spannenderem Weg und mit Sommerquilt.
  49. 5 points
    gerritoliver

    DAV contra Trailunner? Von wegen!

    Ich bin gerade im südlichen Teil des GTAs und mit Trailrunnern unterwegs. aufgrund des vielen Schnees (viele Pässe waren noch nicht begehbar) gab es einige richtig heikle Stellen wo es steil bergab ging und man keinen Weg zum treten hatte(unterspült etc.) Für meine Freundin mit klassischen bergtretern waren diese Stellen kein Problem. Sie konnte ohne Probleme mit der Kante des Schuhs in den Boden Keilen. Da meine trailrunner seitlich keine stabile Kante und kein Profil haben war mir das nicht möglich und gefühlt bin ich an diesen Stellen ein viel zu hohes Risiko eingegangen. für meine nächste Tour im alpinen Gelände werde ich mir passenderes Schuhwerk besorgen. Klar, wenn man immer einen gut ausgetretenen weg oder keine steilen hänge hat braucht man solche Schuhe nicht aber für das was ich hier erlebt habe wäre es völlig verrückt mit gutem Gewissen mit TRs unterwegs zu sein...
  50. 5 points
    roli

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Overnighter mal anders, 70km, 1000hm, 18h, in der Südsteiermark. Vorteil Baseweight nahe an 0 Gramm, weil man die Nacht ja sowieso durch wandert.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+02:00 eingestellt
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