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Ultraleicht Trekking

Quilt und Schlafsack ähnlich groß und schwer bei gleicher Leistung?


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Ahoj,

ich lese ja öfters, dass Quilts im Prinzip kleiner und leichter seien als Schlafsäcke bei gleicher Wärmeleistung, wenn die Isomatte mitgedacht wird.

Wenn ich mir aber Bilder anschaue, dann sind die Quilts auch irgendwie so gemacht, dass sie unten komplett schließbar sind;‌ sehe da dann nicht wirklich was daran dann kleiner sein soll.

Wenn ich jetzt (als Sommervarianten) Therm-A-Rest "Vesper 32F/0C" (Quilt) und Therm-A-Rest "Hyperion 32F/0C" (Schlafsack) in der Größe "Regular" vergleiche, die den selben Temperaturbereich haben, so ist das Quilt nur 20g leichter (Füllmasse: 10g weniger), und Packmaß um 1cm dünner. Das ist ein kleiner Unterschied, aber doch ein sehr kleiner.

Da frage ich mich, warum die Quilts im Vergleich zu Schlafsäcken mit mindestens 3/4-Reißverschluss so wirklich besser sein sollen;‌ sehe eher minimale Unterschiede und schlussfolgere für mich, dass die Entscheidung "Quilt" oder "Schlafsack" eher die untergeordnete ist, nachdem der Rest passend gefunden wurde und es danach vllt. noch eine Option zwischen den beiden gibt.

Zudem das neueste "ultrakleine" vom Cumulus, den "X-Lite 200", es nur als Schlafsack und nicht als Quilt gibt.

Hat dazu wer ggf. eine begründete Gegenaussage?

Bearbeitet von oidmaps
Schreibfehler korrigiert.
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Die Frage hab ich mir auch gestellt. Die Quilts sind zwar definitiv leichter, wenn mann allerdings z.B. eine längere Version haben möchte oder noch eine Kopfbedeckung dazurechnet, dann müsste ja auch noch das Befestigungssystem an die Isomatte dazugerechnet werden... scheint mir das eine Sache von 100-200g zu sein. Ich habe mich neulich bewußt für einen Daunenschlafsack entschieden, in Größe L und bis ca. 0 Grad wiegt der mit ganzem Reißverschluss 770g. Vergleichbar wäre das Cumulus 350 Quilt, allerdings mit einem Segment für die Länge mehr, Gesamtgewicht ca. 630g. Das macht dann 140g Unterschied.

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vor einer Stunde schrieb oidmaps:

Quilts auch irgendwie so gemacht, dass sie unten komplett schließbar sind

Das ist eben nicht der Fall. Quilts sind am Rücken offen. Dort isoliert schließlich die Iso Matte. 

Quilts sind leichter, da kein Material am Boden, keine Kapuze und kein RV. 

vor einer Stunde schrieb oidmaps:

den selben Temperaturbereich haben

Da hätte ich Zweifel. Bei gleichem Füllvolumen entfällt Konstruktionsbedingt weniger Daune auf die wärmende Oberseite. Die Daune unter dem Schläfer wird ohnehin zusammengedrückt und damit praktisch wirkungslos. 

 

Im übrigen ... eine Hülle aus Pertex Quantum 55 wiegt eben mehr als eine aus 20g/qm Toray oder 11g/qm DCF... 

vor einer Stunde schrieb oidmaps:

Zudem das neueste "ultrakleine" vom Cumulus, den "X-Lite 200", es nur als Schlafsack und nicht als Quilt gibt.

So neu ist der nicht. Gibts schon länger und bei Cumulus kannst du praktisch alles auch als Custom Anfertigung bekommen. Musst halt ein paar Mails auf Englisch schreiben. 

 

Übrigens Quilts haben auch ihre Nachteile... aber leichter sind sie bei gleicher Materialwahl unbestritten

Bearbeitet von backpackersimon
ergänzt
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vor 7 Minuten schrieb backpackersimon:
vor einer Stunde schrieb oidmaps:

Quilts auch irgendwie so gemacht, dass sie unten komplett schließbar sind

Das ist eben nicht der Fall. Quilts sind am Rücken offen.

"Am Rücken" nur wenn man auf dem rücken liegt. "Unten" ist die korrektere Bezeichnung.

vor 7 Minuten schrieb backpackersimon:

Quilts sind leichter, da kein Material am Boden, keine Kapuze und kein RV.

Wie entkräftet das meine gemachten Angaben zu den Unterschieden zwischen den Therm-A-Rest "Hyperion" und "Vesper", die minimal sind? Oder geht es wirklich nur um diese Art minimaler Unterschiede?

vor 11 Minuten schrieb backpackersimon:

keine Kapuze

Ohne Kapuze gibt es ebenso bei Schlafsäcken.

vor 11 Minuten schrieb backpackersimon:

kein RV.

Dafür Bändsel.

Bei Quilts sehe ich häufig Fotos wie diese hier:

GooseFeet-gear-Custom-Down-Quilts.png

➙ das sieht mir sehr danach aus, als wären die auch bequem unten schließbar.

Von der Theorie her verstehe ich ja die Massevorteile von Quilts, aber habe ich bei Online-Recherche nach Produkten bisher nicht nachvollziehen können über minimale Vorteile hinausgehend.

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Quilts haben definitiv Vorteile in vielen Bereichen. Quilts sind flexibler einsetzbar, da man die meisten auch als Decke benutzen kann und somit einen breiteren Temperaturbereich abdecken kann, als mit einem Schlafsack. Ein 3-Jahreszeiten-Quilt kann so auch in wärmeren Sommernächten benutzt werden.

Für mich das stärkste Argument ist jedoch schlicht der Komfort. Schlafsäcke sind für mich wie eine Zwangsjacke und unterscheiden sich völlig von meinem heimischen Bett, wo ich mich ja auch nicht einmal in die Decke einrolle zum schlafen. Das Quilt-System bringt mich näher an meine normale Schlafumgebung zuhause, wo ich auch mal die Füße links und rechts aus der Decke rauskucken lassen kann und wo ich mich drehen und wenden kann. Von dieser merkwürdigen Kapuze an Schlafsäcken ganz zu schweigen.

Quilt sind einfach flexibler und unkomplizierter und entsprechen damit auch der Ultraleicht-Philosophie, wo es ja nicht nur um weniger Gewicht, sondern auch um das auskommen mit dem nötigsten und um einfache und unkomliziertere Ausrüstung geht.

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vor 2 Minuten schrieb oidmaps:

bisher nicht nachvollziehen könne

einfach mal ausprobieren. Quilts sind bei gleichem Material für die selbe Wärmeleistung einfach substanziell leichter weil weniger dran ist. 

vor 5 Minuten schrieb oidmaps:

Angaben zu den Unterschieden zwischen den Therm-A-Rest "Hyperion" und "Vesper"

Sind imho nicht vergleichbar. Egal was der Hersteller angibt. Der Schlafsack dürfte die Temperaturen eher nicht erreichen. Persönliche Einschätzung nach mittlerweile bestimmt 10 verschiedenen Schlafsäcken und Quilts. 

vor 3 Minuten schrieb oidmaps:

als wären die auch bequem unten schließbar.

Dann ist es ein fullzip schlafsack und kein Quilt. Kann man alls machen wenn man will. Mein Quilt hat keinen RV. Brauch ich nicht. 

 

Prinzip Quilt ist weglassen was unnötig (weil redundant) ist. DAS ist UL 

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vor 1 Stunde schrieb oidmaps:

Hat dazu wer ggf. eine begründete Gegenaussage?

Vergleichsdaten Schlafsack vs. Quilt für Western Mountaineering:
https://www.westernmountaineering.com/sleeping-bags/specification-chart/

  • Nanolite Baffeled Top Quilt, 3° C, 180 cm, 312 g vs. HighLite, 2° C, 180 cm, 455 g
  • AstraLite Baffled Top Quilt, -3°, 180 cm, 454 g vs. MegaLite, -2° C, 680 g

Weiterer, noch nicht genannter Vorteil Quilt: in der Regel deutlich günstiger als Schlafsack, da weniger Daune drin.

Bearbeitet von berghutze
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Vergleicht man die Cumulus Lite Line Serie mit den Quilts, dann fällt auf, dass die Quilts bei gleicher Temperatur im Schnitt mehr als 100g leichter sind. Die X-Lite Serie ist nur leichter, weil dort Torray Airtastic vernäht wird. Würde ich, nachdem was ich im Netz dazu gelesen habe, nicht empfehlen.

Klar sind 100g nicht viel. Die anderen, o.g. Vorteile überwiegen aber für mich. Günstiger, kein RV der klemmen oder kaputtgehen kann, flexibler, bequemer. 

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vor 1 Stunde schrieb backpackersimon:

Prinzip Quilt ist weglassen was unnötig (weil redundant) ist. DAS ist UL

Das war ja ursprünglich meine Idee zu Daunenjacke statt Schlafsack/ Quilt für den Sommer, wo ich mich von "schlechte Idee" habe überzeugen lassen.

Und tatsächlich kommt es mir noch mehr auf das Packmaß als auf die Masse an bei der UL-Sommerausrüstung.

vor 1 Stunde schrieb backpackersimon:
vor 1 Stunde schrieb oidmaps:

Angaben zu den Unterschieden zwischen den Therm-A-Rest "Hyperion" und "Vesper"

Sind imho nicht vergleichbar. Egal was der Hersteller angibt. Der Schlafsack dürfte die Temperaturen eher nicht erreichen. Persönliche Einschätzung nach mittlerweile bestimmt 10 verschiedenen Schlafsäcken und Quilts.

Danke!, das klärt diesen Punkt für mich.

vor einer Stunde schrieb Fabian.:

Toray Airtastic vernäht wird. Würde ich, nachdem was ich im Netz dazu gelesen habe, nicht empfehlen.

Ich fand' dazu: Gut brauchbar (und in unmittelbarer Benutzung haltbar), aber im Langzeitverhalten geht es schneller kaputt.

> > als wären die auch bequem unten schließbar.

> Dann ist es ein fullzip schlafsack und kein Quilt.

Ich meinte nicht verschließbar, sondern einfach "es scheint mir so viel Material dran zu sein, dass ich ihn ebenso unter mir zumachen kann" (auch wenn nicht mit Reißverschluss gehen wiederöffnen sichern kann).

> Quilts sind flexibler einsetzbar, da man die meisten auch als Decke benutzen kann

Das kann ich mit meinem Schlafsack aber ebenso.

 

Ist ein "Hängematten-Oberquilt" auch als "normales" Quilt nutzbar?, bzw. mit welchen Einschränkungen?

 

Lieber Gruß!

Bearbeitet von oidmaps
Frage zum "Hängematten-Oberquilt" eingefügt.
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vor 43 Minuten schrieb oidmaps:

 

Ich fand' dazu: Gut brauchbar (und in unmittelbarer Benutzung haltbar), aber im Langzeitverhalten geht es schneller kaputt.

> Quilts sind flexibler einsetzbar, da man die meisten auch als Decke benutzen kann

Das kann ich mit meinem Schlafsack aber ebenso.

Ja. Da ich Quilts, die 200€ und mehr kosten gerne länger nutze, brauche ich mir nichts kaufen, was schnell kaputt geht. 
Schlafsäcke kann man zwar auch als Decke nutzen aber durch die Kapuze und den Schnitt teilweise nicht so bequem.
Den Rest deines Posts als Antwort auf Zitat verstehe ich nicht. 

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vor 2 Stunden schrieb Fabian.:

Klar sind 100g nicht viel.

Und ob das viel ist. Insbesondere, wenn die 100g in zusätzliche Daune oder Apex investiert werden. Das macht ganze Welten fürs Einsatzspektrum aus. 

Und überhaupt: was ist das hier langsam für ein laxer Umgang mit Zehntel Kilos? Normalerweise wird man schon für 5g gesteinigt. Und das soll verdammt noch mal auch so bleiben :evil::evil::evil:

 

:mrgreen::mrgreen::mrgreen:

Bearbeitet von truxx
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Ich verstehe die Frage von @oidmaps sehr gut und verweise auf meinen gestern eröffneten Thread zu ähnlichem Thema, siehe unten. Ich möchte aus Gewichtsgründen von Schlafsack auf Quilt umsteigen, doch bei gleicher Leistung sind alle Quilts sogar schwerer!

Dass Quilts variabler sind, verstehe ich. Doch darum ging es in oidmaps' Ausgangsfrage ja gar nicht, sondern nur um den Gewichtsvorteil eines Quilts gegenüber einem Schlafsack (bei gleicher Leistung) - ein Vorteil, der zwar immer wieder zitiert wird, den aber auch ich bisher noch nicht ganz nachvollziehen kann. Ich habe viele Quilts gesehen, die sehr großzügig geschnitten sind und deswegen die Isomatte seitlich so weit überlappen, dass sie im Vergleich zu einem Schlafsack keinerlei Material einsparen; gerade gegenüber einem Schlafsack, der - wie ein Quilt - ohne Kapuze auskommt. Natürlich ist der großzügigere Schnitt ein weiterer Vorteil von Quilts, neben der größeren Variabilität - aber wie gesagt: Es wurde hier rein nach dem Gewichtsvorteil gefragt.
Auch beim erwähnten Western Mountaineering Nanolite Quilt wäre ich vorsichtig: Bei 184 gr Füllung (850 cuin US) gibt WM ein Gesamtgewicht von 312 gr an, doch mein kürzliches Nachwiegen ergab selbst in der kürzesten Länge 359 gr, plus 15 gr für zwei Straps = 374 gr gesamt, Temperaturbereich bis +3°C (nicht nach EN). Mein kapuzenloser Pajak-Schlafsack hat hingegen nur 160 gr Füllung (900 cuin EU), ein Gesamtgewicht von 324 gr und einen Temperaturbereich vom Komfort = 5°C bzw. Limit = 0°C, beides nach EN - und im Gegensatz zum WM Nanolite hält er diesen im direkten Vergleichstest auch ein. Das heißt: 1.) Bei auf dem Papier gleicher Temperaturleistung ist nicht etwa der Quilt, sondern der Schlafsack leichter, und 2.) obwohl der Schlafsack leichter ist, hält nur er sein Temperaturversprechen ein, der schwerere Quilt jedoch nicht.
Mag ein spezieller Einzelfall sein, aber zeigt zumindest, dass die These "Quilt = weniger Material = weniger Gewicht" möglicherweise nicht so allgemeingültig ist, wie sie oft verwendet wird.

Bearbeitet von UL-MUC
Tippfehler
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vor 14 Stunden schrieb TopperHarley:

Quilts haben definitiv Vorteile in vielen Bereichen. Quilts sind flexibler einsetzbar, da man die meisten auch als Decke benutzen kann und somit einen breiteren Temperaturbereich abdecken kann, als mit einem Schlafsack. Ein 3-Jahreszeiten-Quilt kann so auch in wärmeren Sommernächten benutzt werden.

Für mich das stärkste Argument ist jedoch schlicht der Komfort. Schlafsäcke sind für mich wie eine Zwangsjacke und unterscheiden sich völlig von meinem heimischen Bett, wo ich mich ja auch nicht einmal in die Decke einrolle zum schlafen. Das Quilt-System bringt mich näher an meine normale Schlafumgebung zuhause, wo ich auch mal die Füße links und rechts aus der Decke rauskucken lassen kann und wo ich mich drehen und wenden kann. Von dieser merkwürdigen Kapuze an Schlafsäcken ganz zu schweigen.

Quilt sind einfach flexibler...

Sorry, aber alles was du da geschrieben hast ist falsch. Du hättest nur recht, wenn du Quilts mit Schlafsäcken ganz ohne Reißverschluss vergleichst, die sind aber dünn gesät. Bei Schlafsäcken mit Reißverschluss kannst du diese natürlich auch als Decke benutzen und bist dann ebenso flexibel. Es wird sogar umgekehrt ein Schuh draus bei tiefen Temperaturen. Da kommt dein Quilt irgendwann an eine Grenze, den Schlafsack kann ich dann zu zippen und die Kapuze zuziehen und hole so noch ein Paar Grad extra raus.

 

vor 14 Stunden schrieb TopperHarley:

...und unkomplizierter und entsprechen damit auch der Ultraleicht-Philosophie...

Da bin ich wieder ganz bei dir.

Meine Quilterfahrungen waren folgendermaßen:

Der erste Prototyp hatte 110 cm Breite- da zog es wie Hechtsuppe seitlich rein. Auch die Fixpunkte für die Mattenbefestigung alle 40 cm haben da nicht signifikant was verbessert. Ich habe dann einen mit 120 cm gemacht- das war besser, führte aber immer noch zu ordentlichem Wärmeverlust (ich bin jetzt aber auch nicht der Schlankeste). Jetzt bin ich bei ca 140 cm Breite (übrigens die Breite von stinknormalen Schlafdecken für zu Hause) und nun passt es wunderbar. Da kann ich mir dann auch die Mattenbefestigung sparen. Witzigerweise haben meine Schlafsäcke alle nur 10 cm mehr in der Breite. So viel Unterschied ist also nicht.

Wie breit sind eure Quilts?

Im Prinzip bringt mir ein Quilt gewichtsmäßig ca. 10 cm Schlafsackbreite, einen Reißverschluß, eine Reißverschlußabdeckung und die Kapuze. Wobei letztere im Grenzbereich aber massiv zur Wärmeleistung beiträgt! Die fehlende Kapuze musst du ja auch noch durch irgendwas ersetzen, und nein, eine 20 Gramm Icebreakermütze wiegen die 5 cm Loft der Schlafsackkapuze nicht auf. Wegen der fehlenden Isolierung unten müsstest du eine etwas wärmere Matte mitnehmen. Auch wenn die Isolierung an einigen Stellen sehr platt gepresst ist, bring sie ja trotzdem noch etwas.

Soo viel Gewicht wird also nicht wirklich gespart. Für mich sind die schlagenden Argumente für Quilts eher die Einfachheit in Konstruktion, Handhabung und Herstellung.

 

 

 

Bearbeitet von Christian Wagner
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Also meine Erfahrungen mit Quilts sind sicher nicht "falsch".

Schlafsäcke habe ich jahrelang als Decke benutzt, Quilt können das besser und sind somit insbesondere sehr abwärtskompatibel was die Temperaturen angeht. Und sie sorgen auch für ein natürlicheres Schlafumfeld, da man eben nicht so eingeengt ist. Wie viele würden zuhause freiwillig in ihrem Schlafsack schlafen? Und vergleichbare Quilts sind sicherlich leichter als Schlafsäcke, sofern sie denn eben überhaupt vergleichbar sind.

Aber klar, nicht alles passt für jeden. Für manche sind Quilts bestimmt nichts. Das muss man dann aber nicht verallgemeinern. Der "Hype" um Quilts hat für die allermeisten seine Berechtigung, da er eben viele Vorteile bietet. Das Gewicht ist da bei mir persönlich nicht an erster Stelle.

Das bedeutet nun jedoch nicht, dass du dir jetzt nen Quilt zulegen musst um cool zu sein oder dich wegen deinem Schlafsetup rechtfertigen musst. Jeder wie es ihm gefällt! UL bedeutet ja auch nicht, dass alle alles gleich machen müssen.

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vor 1 Stunde schrieb Christian Wagner:

Die fehlende Kapuze musst du ja auch noch durch irgendwas ersetzen, und nein, eine 20 Gramm Icebreakermütze wiegen die 5 cm Loft der Schlafsackkapuze nicht auf.

Eine Schlafsackkapuze für die kalte Nacht und zusätzlich eine warme Mütze für den kalten Tag mitzunehmen, entspricht aber wieder nicht dem UL-Gedanken. 

Ist der Tag nicht kalt und man läuft ohne Mütze rum, dann kann man sich wohl auch für die Nacht einen Kopfwärmer improvisieren, z.B. mit dem leeren Rucksack. ;)

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vor 12 Stunden schrieb Mittagsfrost:

Man darf eben nicht Äpfel (Schlafsack XY) mit Birnen (Quilt ABC) vergleichen. Bei identischen Maßen (Quilt wie Schlafsack, nur ohne Rückenteil) ist der Quilt selbstverständlich leichter.

Danke an @Mittagsfrost. Aber so abwegig ("Äpfel mit Birnen") fand ich meinen Vergleich gar nicht, da WM Nanolite (Quilt) und Pajak Radical ULZ (Schlafsack ohne Kapuze) beides Oberklassemodelle sind und sowohl preislich als auch in Sachen Füllmenge, Daunenqualität, Temperaturbereich und empfohlener Körpergröße nahezu gleich sind.
Dein zweiter Punkt stimmt natürlich: Bei Baugleichheit, also wenn - bildlich gesprochen - ein Quilt einfach aus einem Schlafsack "geschnitzt" würde, indem man einen guten Teil von dessen Unterseite entfernt, dann wäre der Quilt selbstverständlich leichter als der Schlafsack. - Soweit die Theorie.
In der Praxis finde ich dieses Prinzip jedoch bisher nicht so richtig wieder. Meine Erfahrung ist vielmehr, dass Quilts eben kein oder kaum Material einsparen, sondern lediglich den Schnitt ändern. Ein Beispiel dafür ist der konkrete Fall, den @oidmaps am Anfang dieses Threads vorstellte: Thermarest Hyperion 32 UL (Schlafsack mit Kapuze) vs. Thermarest Vesper 32 UL (Quilt). Selber Hersteller, selbe Daunenqualität, selber Temperaturbereich. Der Schlafsack hat eine Schulterweite von 145 cm, der Quilt aber 147 cm! Da frage ich mich: Wenn der Quilt nur die Schlafsack-Oberseite ersetzen soll plus etwas Überlappung links und rechts gegen hereinziehende Luft benötigt, wieso ist er dann sogar breiter als der Schlafsack? Natürlich ist er dadurch geräumiger, mehr Bewegungsfreiheit, variabler usw., die klassischen Vorteile eines Quilts eben - aber der viel zitierte Vorteil der Gewichtsersparnis durch weniger Material, um den es in diesem Thread geht, trifft hier nicht zu. Auf www.ultralightoutdoorgear.co.uk sieht man, dass dieser Quilt zwar 22 gr leichter ist als der Schlafsack mit Kapuze, aber dies liegt fast ausschließlich daran, dass er 20 gr weniger Füllmenge hat. Und wenn ich dann bedenke, dass ich beim Quilt zusätzlich evtl. noch Spannriemen zur Befestigung sowie ggf. eine Kopfbedeckung brauche, ist der Quilt am Ende sogar schwerer als der Schlafsack ...
Meine - möglicherweise naive - Erwartung wäre gewesen: Nimm vom Schlafsack die Oberseite (145 / 2 = 72,5 cm) und lass links und rechts meinetwegen jeweils 20 cm Überlappung zur Befestigung an der Isomatte und gegen seitliche Zugluft, dann wären das insgesamt 112,5 cm Schulterbreite (und nicht 147 cm wie in der Realität). So würde ich das Prinzip "Quilt = weniger Gewicht dank weniger Material" dann auch verstehen.
Beim WM Nanolite Quilt war es dasselbe: An den Seiten stand so viel (überflüssiges) Material über, dass ich gar nicht recht wusste, wohin damit. Für schlanke und eher ruhige Schläfer sehe ich also nach wie vor leider keinen Gewichtsvorteil durch die aktuellen Quilts - wäre womöglich eine echte Marktlücke :-)

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vor 2 Stunden schrieb TopperHarley:

Also meine Erfahrungen mit Quilts sind sicher nicht "falsch".

Deine Erfahrungen nicht, aber vielleicht deine Schlussfolgerungen.  Ich bleibe dabei. Du kannst mit einem Schlafsack genau das machen was du mit einem Quilt auch machst (dich zu decken), aber eben noch etwas mehr. 

 

vor 2 Stunden schrieb TopperHarley:

Das bedeutet nun jedoch nicht, dass du dir jetzt nen Quilt zulegen musst um cool zu sein oder dich wegen deinem Schlafsetup rechtfertigen musst.

Du hast mich da missverstanden. Ich bin selber Quiltschläfer. Ähnlich wie du habe ich den Schlafsack lange Jahre als Quillt benutzt und habe dann, als irgendwann eine Neuanschaffung anstand einen Quilt myoggt weil ich den Schlafsack eben nicht mehr gebraucht habe. Ich habe mich nur an deiner Formulierung gestört. Quilts machen einiges besser, aber flexibler als Schlafsäcke sind sie eben nicht. Der Einsatzbereich ist enger.

vor 2 Stunden schrieb Mittagsfrost:

Ist der Tag nicht kalt und man läuft ohne Mütze rum, dann kann man sich wohl auch für die Nacht einen Kopfwärmer improvisieren, z.B. mit dem leeren Rucksack. ;)

Dann kann man sich ja genauso gut tagsüber den Schlafsack um den Kopf wickeln. ;-)

@ all: Welches Setup jetzt wirklich leichter ist, ist schwer zu beantworten. Zu viele Variablen: Isomatte, Füllmenge und -verteilung, von welcher Quitbreite reden wir eigentlich?, Welches Schlafsackmodell?, Kopfbedeckung (anstatt oder zusätzlich), sonstige Kleidung....

Ich habe die Vermutung das es sich nicht viel schenkt.

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Was in diesem Thema ein bisschen vernachlässigt wurde ist, glaube ich, die Evolution der Schlafsäcke und Quilts. 

Lange waren Quilts deutlich leichter als Schlafsäcke und dafür gab es verschiedene Gründe: Das Quilts Material an der Unterseite einsparen glaube ich aber nicht. Die ältesten Quiltbauanleitungen, die ich kenne (als es sowas noch gar nicht zu Kaufen gab) waren schon immer so Breit wie die zur Verfügung stehende Stoffbreite(-Nahtzugabe), also 140 bis 145cm.
Heute ist der Unterschied im Gewicht tatsächlich marginal, da auch große Schlafsackhersteller auf den Gewichtsparzug aufgesprungen sind. Die Stoffe leichter geworden, die Reißverschlüsse sind leichter geworden, die Schnitte sind enger geworden usw. Die Füllung (zumindest bei Daune) ist aber nicht leichter geworden. Dadurch macht das verwendete Material einen kleineren Teil des Gesamtgewichts aus. Und das Mehrgewicht durch RV, RV-Abdeckung und Kapuze macht, relativ gesehen zum Gesamtgewicht, auch nur noch einen kleinen Bruchteil aus.
Die Auswahl zwischen Schlafsack und Quilt kann heute also rein auf persönlichen Vorlieben gegründet werden. 

mfg
der Ray

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Am 8.8.2020 um 22:51 schrieb Mittagsfrost:

Man darf eben nicht Äpfel (Schlafsack XY) mit Birnen (Quilt ABC) vergleichen. Bei identischen Maßen (Quilt wie Schlafsack, nur ohne Rückenteil) ist der Quilt selbstverständlich leichter.

Doch darf man. Der relevante Vergleich ist: Wie warm halten mich die Teileim Vergleich? Und ein Quilt, der quasi Schlafsack ohne Rückenteil ist, ist für die allermeisten Menschen zu schmal. Jedenfalls erkläre ich mir so die Entwicklung zu immer breiteren Quilts.

Nach deiner Definition dürfte man ja nur Vergleiche anstellen, wo Quilts per Definition gewinnen.

Ich denke hier, und beim von dir kritisierten Beispiel zeigt sich, dass „Quilts sind leichter“ zu pauschal ist. Wenn man einen breiten Quilt braucht und zusätzlich irgendein Befestigungssystem einpackt, dann kann es gut sein, dass es schmal geschnittene Schlafsäcke gibt, die bei gleicher Wärmeleistung leichter sind. Kann sein, dass der Quilt komfortabler ist - Geschmackssache - aber das ist ja eine andere Frage.

Oder andersherum formuliert: Ich glaube nicht, dass ein Quilt a la Schlafsack ohne Rückenteil in der Praxis annähernd die gleiche Wärmeleistung hat, wie ein Schlafsack. 

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Mein Cumulus Quilt mit Sonderbreite und 160g mehr Daunen und 900g Gesamtgewicht

für -22°C Limit ist ja schon mal eine  Ansage. Habe den aber nur bei -19°C testen können

und mir war schön warm. Den Schlafsack mit dem Gewicht für diese Temperatur

möchte ich erst einmal sehen. Den gibt es nämlich nicht.

 

Gruss

Konrad

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Naja kannst Du denn sicher sagen, dass Du z.B. in einem WM Apache gefrohren hättest? Cumulus Temperaturangaben sind sowieso so eine Sache da eben ohne Norm mit keinen anderen Angaben vergleichbar. Erst recht nicht bei Quilts. Da würde die Norm sowieso nicht gelten.

Und: Was hattest Du dabei an?

Bearbeitet von RaGe
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      Planungs-Thread: "Projekt: APEX Quilt für Zwei - ein paar Fragen"
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      Die Fußbox ist 25cm hoch, 50cm breit und aus einem Stück mit dem Quilt ausgeschnitten, sodass keine Naht oben auf der Box liegt (gibt kalte Füße..)
      Das Material wurde wie geplant schwarzes Membrane 0.66 von RBTR, als Füllung hatte ich mich für das etwas dickere 167g/m² APEX entschieden. Von der Konstruktion her ist das ganze nicht viel anders als mein (hier schon bekannter) APEX-Quilt den ich seit 2017 nutze, lediglich die Fußbox ist wie gesagt abgeändert und natürlich das ganze doppelt.
       

      Der Plan war es, den Quilt mit Zipper teilbar zu machen, damit das Packmaß nicht all zu schlimm wird und man sich das Volumen teilen kann. Der Versuch den Zipper so zu positionieren, dass auch möglichst beide Teile gleich viel wiegen ist nicht ganz aufgegangen, aber nah genug dran.

      Die Fußbox ist nur ca 30 oder 35cm lang, dadurch kann man entspannt die Füße rausstrecken, wenn es einem zu warm wird.

      Der Zipper bereitete mir anfangs ein bisschen Kopfzerbrechen, da es keine teilbaren 3C Zipper über 150cm gibt und ich auf keinen Fall einen 5C oder etwas zusammengebasteltes haben wollte - die Lösung lag nahe, ich hab einfach nur den 150er Zipper verbaut und außen noch jeweils ein KamSnap dran gepackt, der den Zipper auch gleich noch entlastet. Da die Seiten normalerweise sowieso eingeschlagen sind, fällt das beim Gebrauch nicht auf - daher Bonus Punkte für gespartes Gewicht . Auf der Innenseite ist der RV ca 5cm "nach oben" versetzt um hier keine Kältebrücke zu haben
       

      Die beiden Krägen sind einfache Kordelkanäle und ein normaler 10mm Gurtclip zum um den Hals schließen. Meine Freundin bevorzugt es aber sich einfach komplett unter dem Quilt zu verkriechen, wenns kalt wird

      Hier noch meine Skizze, nach der ich das Teil in etwa gebaut hatte. Das Teil oben in der Mitte bedeckt die Schulter, wenn man nebeneinander liegt und ist mit den angegebenen 40+ cm sehr gut dimensioniert.

      Der Quilt hat jetzt schon ein paar kleinere Touren hinter sich und ich muss sagen: er hat sich absolut bewährt! Das Packmaß erstaunt mich ehrlich gesagt selbst ein wenig, ich bekomme den auch komplett in einen Rucksack, ohne dass es all zu riesig wird, aber wenn jeder nur die Hälfte nimmt ist das Packmaß absolut top! Die Beiden Packsäcke hatte ich nur gerade herumliegen, beide Teile passen auch gut in den etwas kleineren Packsack.
      Ich weiß nicht wie lange der Zipper überleben wird, aber bisher macht er sich gut und verfängt sich auch kaum im Oberstoff.
      Nach denn paar Touren würde ich sagen, dass der Quilt für Frostbeulen bis ca 5°C klar geht, wenn man einen ordentlichen Stoffwechsel hat und nachts selbst heizt ist 0°C kein Problem, evtl sogar leichter Frost (mit entsprechenden Isomatten). Damit ist das erhoffte Ziel auf jeden Fall erreicht!
      Das Wichtigste zuletzt: Der Quilt wiegt 831g - 466 für die obere und 365 für die untere Hälfte.
       
      liebe Grüße
      Micha
      @ys76 @crelm@AlphaRay@ekorn@heilaender
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      Hallo zusammen,
      ich suche für unsere nächsten Touren ein neues Schlafsytsem.
      Aktuell planen wir im Frühjahr ein Teil des Bohusleden zu wandern.
      Auf der letzten Tour im Oktober auf dem Soonwaldsteig hatte ich folgende Kombi mit:
      Therm-A-Rest Women's NeoAir Xlite Isomatte (R-Wert: 5,4) Sea to Summit Thermolite Reactor Compact Plus Liner Deuter ORBIT +5° - SL - Kunstfaserschlafsack Zusätzlich dazu habe ich immer folgende Kleidung beim Schlafen getragen:
      Icebreaker Merino 200 Oasis Leggings Super Natural Damen Base 140 Longsleeve ein Buff ggf. eine Fleecejacke: The North Face 100 Glacier  trockene Merino Socken Im Großen und ganzen habe ich aufgrund der warmen Kleidungsschicht relativ gut geschlafen.
      Für die zukünftigen Touren möchte ich gerne meinen Schlafsack austauschen.
      Aktuell versuche ich die Vor- und Nachteile von Schlafsack und Quillt sowie Kunstfaser und Daune abzuwägen.
      Grundsätzlich bin ich ein Rückenschläfer, aber wenn ich mich dann doch mal gedreht habe hat mich der Schlafsack reichlich genervt.
      Anhand meines bisherigen Schlafsytems und den vielen Kleidungstücken könnt ihr sicherlich erkennen, dass ich relativ schnell friere und ich deshalb total unsicher bin ob ein Quilt dort die richtige Wahl ist.
      Noch als Kurze Info zu mir: ich bin 1,60m klein, wiege ca. 60kg und recht gebärfreudig gebaut.
      Ich würde mich freuen, wenn ihr mit mir eure Schlafsystem Erfahrungen teilen würdet und ggf. welche Kleidungskombi ihr bevorzugt.
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