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Ultraleicht Trekking

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Nachdem meine Nähmaschine in der Werkstatt überholt wurde, so dass ich geschlagene 10 Tage ohne auskommen musste, war der Tatendrang groß. Hier lagen noch einige Laufmeter Gleitschirmnylon herum und durch längere Unterhaltungen mit Chris9 lag es für mich nahe mal fix ein 3x1,5m Tarp zu schneidern. Angeregt durch Andis Rucksackvorstellung möchte ich euch auch dazu anhalten, es nachzumachen! (Wenn auch nicht ganz so toll dokumentiert)

 

 

Materialien:

 

Zuschnitt:

So was einfaches hatte ich bisher tatsächlich noch nicht! 3m abmessen, schneiden fertig! Ich glaube das war das erste mal, dass ich tatsächlich mehr Zeit mit nähen als anzeichnen/ zuschneiden beschäftigt war.

 

Herstellung:

Ebenso Pipifax:

  • Verstärkungen aus einem Rest Zeltbodenstoff ausgeschnitten (Müslischüssel eignen sich gut als Schablone) und mit Zickzackstich auf die Ecken und je mittig der Seiten aufgenäht. Das sind je vier Viertelkreise für die Ecken, drei kleinere Halbkreise und ein größerer Halbkreis für die Seiten.
  • Danach einmal rings herum umsäumen um ausfransen zu verhindern und das Material etwas zu stärken.
  • Als Abspannschlaufen hatte ich gerade nichts bessere herumliegen, also wurde die Polyesterkordel in 7 kurze und ein etwas längeres Stück aufgeteilt, entkernt (ohne Kern kann man die schön Flach aufnähen) und jeweils auf einen verstärkten Punkt genäht. Mit dem Geradstich ein paar mal hin und her, dann hält das wunderbar. Schmales Gurtband, Ripsband oder ähnliches funktionieren hier natürlich genauso gut.
  • Hierbei daraustabiler ist. Die etwas größere Schlaufe kommt mittig auf eine der langen Seiten um später die Trekkingstockspitze aufnehmen zu können. an dieser Stelle ist auch die größere Verstärkung angebracht.
  • Abspannleinen zurecht schneiden: Ecken je 50cm, die drei Seiten je 100cm und die Seite mit der langen Schlaufe sogar 250cm und den Lineloc. Zum anbinden an das Tarp und als Schlaufe für die Heringe eignet sich zB ein Palstek sehr gut!
  • Schnell einen passenden Beutel dazu und aus einem Rest Dyneema und dem Minitanka den Verschluss machen.

Kleiner Bonus: das abdichten der Nähte kann man sich schöner Weise bei diesem Tarp auch komplett sparen, da diese nur um den Rand verlaufen und nicht dicht sein müssen!

 

 

Eckdaten:

  • Maße. 155x300cm (dank der 158cm Stoffbreite des Gleitschirmnylons)
  • Gewicht: 212,3g für Tarp incl Leinen und einem Lineloc +4,6g für den Beutel
  • Packmaß: ca 6,5x16cm (Hosentaschentarp! :mrgreen: )
  • gesamte Kosten: ca 20-22€
  • Arbeitsaufwand ca 1-2 Stunden

 

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Das Tarp ist eigentlich nur dazu gedacht als Halbpyramide aufgestellt zu werden, wobei natürlich alle anderen Varianten mit etwas mehr Leinen auch funktionieren.

 

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Die Verstärkung an dem Abspannpunkt mit der Stockaufnahme ist minimal größer, als die anderen

 

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Durch die 3m Tarplänge ist es wirklich geräumig. Der Fußraum ist groß genug und ich kann nach oben hin die Arme fast komplett ausstrecken, bis ich ans Ende gelange (ich bin ca 1,90m)

 

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Im Profil ist das Tarp dennoch flach und windschnittig, lässt sich aber sowohl noch ein gutes Stück höher/luftiger aufbauen als auch bis an den Boden ziehen um ggf schlechtes Wetter draußen zu halten.

 

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Extra noch die 1L Nalgene Flasche aus dem hintersten Eck im Küchenregal gesucht und abgestaubt. Das graue ist mein 1,8x2,7m Cuben Tarp als Größenvergleich.

 

 

Fazit:

 

Dieses Projekt ist eine tolle Möglichkeit als Einsteiger in die MYOG Welt vorzudringen, oder als alter ULer sein Rucksackvolumen noch ein bisschen zu verkleinern. Es macht viel Spaß, ist enorm einfach selbst zu machen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: es braucht sich nicht vor teuren, kommerziellen Sheltern zu verstecken. Im Gegenteil: selbst gemacht ist doch immernoch am besten! :D

In Kombination mit einem Schirm, oder an einem Baum (statt Trekkingstock) aufgestellt, traue ich diesem kleinen Tarp einiges an schlechtem Wetter zu!

 

 

schöne Grüße & viel Spaß beim nachmachen

 

Micha

 

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Ich denke auch, dass das Schwarz erstaunlich gut funktioniert und vermute mal, dass es sich für Stealth-Camping gut eignen wird, da es in der Dämmerung schnell verschwindet und auch Licht (Kopflampe) schluckt.

 

Ansich ist Gurtband vermutlich auch die stabilere Lösung, weil es mehr Auflagefläche hat und somit den Zug über etwas Mehr Stoff verteilt. Allerdings mag ich diese Optik überhaupt nicht, da Gurtband meist so fett und "schwer" aussieht :mrgreen:. Ist eben Geschmacksacke!

ZPacks verwenden so ein schönes Flaches Nylon-Band und das hält sogar auf Cuben ausreichend, was mir sehr gefällt! Leider konnte ich so ein Zeug noch nirgends finden und suche deshalb weiter..

 

OT: Wenn alles glatt läuft, gibt es das Cuben Minitarp noch Ende dieser Woche, Material wurde heute von ExTex versandt :cool:
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ZPacks verwenden so ein schönes Flaches Nylon-Band und das hält sogar auf Cuben ausreichend, was mir sehr gefällt! Leider konnte ich so ein Zeug noch nirgends finden und suche deshalb weiter..

Das Band gibt's in England bei Point North:

http://www.profabrics.co.uk/products/outdoor-camping/herringbone-soft-webbing-14mm-black/0001205.html

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Einfach flaches Schuhband nehmen? Sollte leicht erhältlich sein und auch von der Haltbarkeit her passen.

 

Leider nein, habs schon versucht. Schnürsenkel reiben sich schneller durch als man erwarten solle und sind irgendwie noch dehnbar dabei.

 

 

Danke, aber das ist es nicht. Das Fischgrätenband gibts auch bei extex. Schau dir das Bild auf Zpacks mal an, das Material ist extrem robust, deht sich quasi garnicht und ist ca 5mm breit. Falls du ne Quelle in EU kennst, wäre ich überaus dankbar :)

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  • 5 Monate später...

Hallo Micha,

Dies ist mein erstes Tarp, habe eben Material bei extremtextil entsprechend Deinen Vorgaben bestell. Es ist ein kleines Spionageprojekt von Micha90 & klmperator.

Nun habe ich eine Frage: Normalerweise haben diese Tarp eine Abmessung von 1,50 x 3,00 m.

Nun möchte ich mein Tarp aber 1,50 x 3,50 m bauen. Hat diese Verlängerung von ca. 50 cm Auswirkung auf die „Statik“? Ich stelle mir vor, dass dies eine zusätzliche Sicherheit bei Regen bietet.

2. Frage: Schlaufen, von unten her mache ich die Verstärkung mit Zeltboden. Ist es vielleicht besser dass ich über die Schlaufen nochmals eine Verstärkung mit dem Gleitschirmnylon mache, Doppelt genäht hält besser?!

Mir kommt es auf 50 gr nicht unbedingt an, da ich das Tarp mit dem Rennrad transportiere. Es gibt also ein RR Tarp! Da schlägt mein kleines Zelt mit 1,5 kg schon mehr zu Buche.

Nun hätte ich noch eine allgemeine Frage: Hat jemand schon UL Packtaschen für´s Fahrrad entwickelt? Die kleinen Frontroller schlagen mit 610 gr zu Buche.

Ersatzweise benötigte ich einen Rucksack der ca. 6 kg aufnimmt, evtl. mit besserer Gurtabsicherung. Bedanke mich im voraus für Eure Bemühung

LG Günther

 

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vor 1 Stunde schrieb bingo:

Nun möchte ich mein Tarp aber 1,50 x 3,50 m bauen. Hat diese Verlängerung von ca. 50 cm Auswirkung auf die „Statik“? Ich stelle mir vor, dass dies eine zusätzliche Sicherheit bei Regen bietet.

Die Größe des Tarps richtet sich ja immer danach wie Du persönlich es verwenden willst, Anzahl Personen, bevorzugte Aufbauvariante, ...

Wenn Du die zusätzlichen 50cm nur wegen der "Sicherheit bei Regen" willst, würde ich persönlich lieber an einem oder beiden Enden ein Beak anbringen. Mit entsprechender Kantenlänge kann das Tarp trotzdem noch "flach" abgespannt werden, blockiert also keine mögliche Aufbauvariante. Ein Beak braucht aber weniger Stoff und da es eben abgespannt "nach unten" geht, hält es mehr Regen ab als einfach nur ein längeres Tarp.

Bearbeitet von TappsiTörtel
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Drei fuffzich ist schon eine ganze Menge First. Die wollen erst mal gespannt sein, Beak wäre eine Variante, die andere wäre ein Schirm am Kopfende und ein am Boden abgespanntes Fußende mit einem Lifter. ( Ich weiß Schirm ist beim Rennradfahren nicht unbedingt ein Mehrgewinn)

Zu Mal mehr Länge zwar mehr Überdachung bringt, jedoch die Breite dieses Tarps bei richtig Schmuddelwetter schon sehr schmal ist und du bei tiefer Abspannung im A-Frame einen sehr schmalen, langen Schlauch erhältst. Für mich fraglich ob die 50 cm Länge mehr da so viel bringen. Ich bin mit 1,95cm Körperlänge mit 3m ganz zufrieden, solange der wind nicht dreht und den Regen von der Seite reintreibt.

Über den Schlaufen eine weitere Lage anzubringen würde meines Erachtens nur zusätzlichen, aber nicht notwendigen mechanischen Schutz für die Schlaufen bringen. Bevor die Schlaufen durch sind, ist das Gleitschirmnylon vorher durchgerieben.

Bzgl Transport auf dem Rennrad: Google mal nach Bikepacking und Frame Bag. Sowohl MTBler als auch Rennradler haben da ganz pfiffige Lösungen. Die Taschen sind je nach Größe sicherlich auch bei bis zu 400gr, jedoch dann entfällt jeglicher Anbau eines Trägers und der Luftwiederstand ist auch besser. Sind aber etwas schwieriger zu nähen...

Viel Spaß!

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Also vor weg: ein Tarp mit solchen Maßen eignet sich nicht sonderlich gut um als A-Frame aufgebaut zu werden. Wie cergol schon sagt, hat man dann nur einen engen Schlauch in den man sich reinquetschen muss.. Ich habe das nicht ohne Grund oben beschrieben, dass das nur als Halbpyramide konzipiert ist.

Die Maße noch weiter zu verlängern würde dir ehrlich gesagt nahezu keinen zusätzlichen nutzbaren Raum bringen, da das ganze lediglich flacher abgespannt werden müsste und somit an den beiden Enden jeweils noch mehr Material verloren geht. Abhängig vom Material selbst sorgt natürlich mehr Material auch für mehr Dehnung (wenn es Nylon ist). Generell würde ich raten die 3m Länge beizubehalten, das ist wirklich nicht wenig! Ich bin selbst knapp 1,90m groß und finde das Tarp sehr geräumig!

Die Abspannpunkte sollten völlig ausreichen, wenn die mit einer Lage Zeltboden oder vergleichbarem verstärkt werden. Meine Empfehlung hier, ist es das Tarpmaterial zwischen die Abspannschlaufe zu nehmen.

 

schöne Grüße und viel Spaß beim Nähen!

Micha

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Am 22.1.2016 at 11:58 schrieb TappsiTörtel:

Wenn Du die zusätzlichen 50cm nur wegen der "Sicherheit bei Regen" willst, würde ich persönlich lieber an einem oder beiden Enden ein Beak anbringen.

Hallo Tappsi Törtel,

Danke für die Info. Hab´s begriffen 1,50 x 3,0 m reichen. Wollte eben noch Fachleute fragen, bevor ich Laie was Falsch mache. In der Zwischenzeit habe ich mich auch schlau gemacht was ist ein „Beak“ bei Euch. So was glaube ich baue ich an, es gibt ja genügend Info im Forum. Konnte nur vorher nichts anfangen damit.

LG Günther

 

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Am 22.1.2016 at 10:08 schrieb bingo:

Mir kommt es auf 50 gr nicht unbedingt an, da ich das Tarp mit dem Rennrad transportiere. Es gibt also ein RR Tarp! Da schlägt mein kleines Zelt mit 1,5 kg schon mehr zu Buche.

Nun hätte ich noch eine allgemeine Frage: Hat jemand schon UL Packtaschen für´s Fahrrad entwickelt? Die kleinen Frontroller schlagen mit 610 gr zu Buche

 

Hallo Günther,

diese Seite könnte dich interessieren:

http://ultralightcycling.blogspot.de/

Grüße,

Magic

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Am 22.1.2016 at 13:32 schrieb cergol:
Am 22.1.2016 at 13:32 schrieb cergol:
Am 22.1.2016 at 13:32 schrieb cergol:
vor 18 Stunden schrieb micha90:

Also vor weg: ein Tarp mit solchen Maßen eignet sich nicht sonderlich gut um als A-Frame aufgebaut zu werden. Wie cergol schon sagt, hat man dann nur einen engen Schlauch in den man sich reinquetschen muss.. Ich habe das nicht ohne Grund oben beschrieben, dass das nur als Halbpyramide konzipiert ist.

Die Maße noch weiter zu verlängern würde dir ehrlich gesagt nahezu keinen zusätzlichen nutzbaren Raum bringen, da das ganze lediglich flacher abgespannt werden müsste und somit an den beiden Enden jeweils noch mehr Material verloren geht. Abhängig vom Material selbst sorgt natürlich mehr Material auch für mehr Dehnung (wenn es Nylon ist). Generell würde ich raten die 3m Länge beizubehalten, das ist wirklich nicht wenig! Ich bin selbst knapp 1,90m groß und finde das Tarp sehr geräumig!

Die Abspannpunkte sollten völlig ausreichen, wenn die mit einer Lage Zeltboden oder vergleichbarem verstärkt werden. Meine Empfehlung hier, ist es das Tarpmaterial zwischen die Abspannschlaufe zu nehmen.

 

schöne Grüße und viel Spaß beim Nähen!

Micha

Hallo Micha,

komme bei cergol nicht mehr vernünftig rein. Fasse als beide Bericht zusammen.

Hallo cergol,

auch Dir besten Dank für die schnelle Info. Komme den Info´s so schnell zu beantworten nicht nach, muss mich erst schlau machen was versteht Ihr unter Beak & Lifter!! Na ja, bin Rentner und UL Anfänger, bei mir geht es eben nicht so schnell.

 

Schlaufen: hab´s begriffen.

 

Google & Co.Hier habe ich schon vorher nachgeschaut, aber für´s RR ist die Info schlecht. Dies ist meistens für ein MTB ausgelegt. Mein MTB habe ich vor meiner Zeit, als ich mich mit UL konfrontiert habe, in ein Trekkingrad umgebaut mit Packtaschen und allem schweren!

Als eine Möglichkeit sehe ich momentan einen kleinen Gepäckträger und meine Frontroller, das ist aber dann 1 kg Mehrgewicht.

Als bessere Möglichkeit ziehe ich in Betracht meine Packliste mit Waage durchzugehen, das ganze in einen meiner Rucksäcke stoppen und sehen was für einen Rucksack in dieser Größe gibt es im UL Forum als Nachbau.

Auch Micha besten Dank für Deine Info. Glaube ich komme jetzt klar.

Eine Frage habe ich noch: Normalerweise hat man ja einen Trekkingstock dabei und kann den dann nehmen für´s Tarp. Mit dem RR möchte ich den allerdings nicht mitnehmen, bräuchte also Zeltgestänge. Nun hat extremtextil dies im Angebot, komme aber nicht klar. Es sind zur Auswahl Segment Endstück mit Verbindungsstift ind Stiftaufnahme (ohne Bild) und es sind Mittelstücke. Das ganze soll ja lat Deinem Tarp über einen Meter werden. Kannst Du mit weiterhelfen, welche ich benötige, wie viel, und was benötige ich für den Boden und die Spitze.

LG Günther

 

 

 

 

 

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Das schöne an der Halbpyramide ist ja, dass man nur eine Stange braucht, so dass man das ziemlich einfach auch improvisieren kann. Einfach den First an einen Baum binden, irgendwo einen Stock nutzen den man findet oder vielleicht auch das Fahrrad nutzen. Ansonsten gibt es im Trekking Lite Store auch günstige Aufstellstangen mit ca 50g.

 

schöne Grüße

Micha

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vor 4 Stunden schrieb Magic:

Hallo Günther,

diese Seite könnte dich interessieren:

http://ultralightcycling.blogspot.de/

Grüße,

Magic

Hallo Magic,

besten Dank für Deinen Hinweis. In der Zeit als ich nach einer Möglichkeit gesucht habe mit meinem RR incl. Gepäck über ein paar Hügel zu fahren, habe diesen Bericht schon mal angeklickt.

Da mein Englisch sehr mangelhaft ist, habe ich ihn übersprungen. Nun habe ich ihn mit Google übersetzt, es ist toll was der so bringt. Na ja, alles möchte ich nicht übernehmen aber manches ist schon gespeichert. Mein Ziel ist es mit einem UL - Rucksack oder kleinem Gepäckträger und darauf einen Sack. Der Hinweis eine Noppenfolie als Schlafunterlage ist das beste, muss ich ausprobieren!

LG Günther

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Tolles Tarp! ;-)

Ich bin auch noch auf der Suche nach einer all-around Tarp-Form die auch mal einen Sturm übersteht. Bisher habe ich im 3X3m Tarp alles, auch Bergstürme und drei Tage Regen am Stück, gut überstanden. Aber ich glaube es kann noch sehr viel kompakter (leichter!) gehen und trotzdem gut wind- und wasserfest sein. Deine 3x1,5 scheinen mir aber das andere Extrem zu sein, ich glaube bei leichtem Windwechsel sieht es nicht mehr gut aus, oder? Ganz zu schweigen davon, wenn der Wind ständig wechselt und der Regen von rechts, links, oben und unten kommt.. 

Beim 3x3 Tarp war die einzige Möglichkeit oft, in Pyramidenform alle Seiten zu zu machen und unten den Boden sogar umzuschlagen. Dann für eine Person relativ sturmfest. Bloß 500 - 600g fürs Tarp sind mir zu viel.

Wie macht sich dein Tarp denn bei extremen Wetter? Oder welche ähnlich leichte und kompakte Tarpform wäre als guter Wetterschutz zu empfehlen?

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  • 2 Wochen später...

Ich hab das schon an anderer geschrieben, aber schon eine sehr coole Idee und sollte in den meisten Fällen mehr als ausreichen.

Eine kleine Anfängerfrage habe ich da allerdings noch: Was benutzt du als Bugnet? Baust dir selbst eins und hängst es in der Mitte am Trekkingstock auf? oder gibts da noch ein paar ideen?

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@Jo Das hier vorgestellte Tarp ist nicht für extreme Umstände gemacht, aber aufgrund der geringen Fläche extrem stabil im Wind. Wenn der Wind dreht muss man eben entsprechend mit Skills ausgleichen, heißt eine entsprechend gute Stelle suchen, die wenigstens in eine Richtung natürlichen Wetterschutz bietet (Gebüsch, Felsen etc).

Für richtig schlechtes Wetter habe ich das selbe Ding noch einmal aber mit einem weiteren Dreieck vorne dran, dass die offene Seite schließt.

@Bauerbyter Das von @sompio verlinkte Bugnet funktioniert nicht wirklich in der Halbpyramide. Bei normalen Verhältnissen habe ich einfach das Kopfnetz an, der Rest des Körpers liegt ja im Quilt. Für richtig üble Moskitoplagen habe ich mir erst kürzlich eine Netz ala Lint genäht (sieht man hier zumindest mal kurz), eigentlich nur eine riesige Version eines Kopfnetzes, in der ich den Schirm aufspannen kann. Das hat ebenfalls Schlaufen, so dass man es in jedem Tarp aufhängen könnte. Größter Bonus daran ist, dass man das auch beim gehen nutzen kann und damit bis zur Hüfte vor den Blutsaugern geschützt ist. Gewicht ist hier ebenfalls knapp unter 100g.

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    • Von einar46
      Bei einer Übernachtung im Tarp im Sommer bin ich mitten in der Nacht munter geworden. Mein Kopfkissen fühlte sich feucht an, meine Wange war nass. Zuerst dachte ich an Kondensfeuchtigkeit, aber wo soll die im Sommer herkommen. Erst die Taschenlampe brachte die Erleuchtung. Eine Nacktschnecke hatte es sich auf meinem Kopfkissen gemütlich gemacht. Zwei weitere Nacktschnecken klebten an der Innenwand des Tarps. Das passiert eben im Tarp, wenn man ohne BugNet unterwegs ist. Noch heute ist der Abdruck der Nacktschnecke auf dem Kopfkissen zu sehen.
      Das Erlebnis hat mich daran erinnert, dass ich da aktiv werden musste. Zuerst probierte ich verschiedene käuflich zu erwerbende BugNets aus. Aber die haben mich nicht restlos überzeugt. Bei zpacks auf der Internetseite habe ich dann ein Zelt gesehen (Hexamid Solo Tent).
      Sofort hatte ich eine Idee. Was wäre, wenn man ein Netz nur am Rand eines Tarps herunterhängen lässt? So eine Art Netzvorhang. Das würde ja als BugNet vollkommen ausreichen.
      In den folgenden Bildern erkläre ich, wie ich den Netzvorhang am Tarp von zpacks (Hexamid Pocket Tarp with Doors) als MYOG-Projekt realisierte.
      Wenn ich das Tarp mit meinem Trekkingstock (115 cm) aufbaue, hat die Unterkante des Tarps ca. 10 cm Bodenfreiheit. An den beiden Türen ist die Bodenfreiheit maximal 30 cm. Bei einer Breite des Netzvorhangs von 40 cm würden 10 cm in der Luft hängen und 30 cm auf dem Boden (ja im Dreck!) liegen.

      Zuerst besorgte ich mir Netzmaterial von extremtextil und schnitt Streifen von 40 cm Breite.

      Befestigen wollte ich den Netzvorhang mit Kam-Snaps an der Unterkante des Tarps. Dadurch könnte ich im Notfall den Netzvorhang austauschen, wenn das Netz kaputt gehen sollte.

      Das Bild zeigt die Position (positioniert frei "Schnauze") der Kam-Snaps an einer Seite des Tarps.

      Am Netz verstärkte ich die Position des Kam-Snaps mit einem Stück DCF-Reparaturklebeband von extremtextil, das ich einfach um die Netzkante legte.
      Zuerst wollte ich die Netzkante umnähen bzw. mit Einfassband verstärken. Aber bei einer Zerreißprobe stellte ich fest, dass das Netz sehr stabil ist und nicht ohne Kraftanstrengung zerrissen werden kann. Das Netz hängt nur an der Unterkante des Tarps, welche besonderen Kräfte sollen da wirken?

      Das Bild zeigt eine fertige Kante mit dem nach innen gelegten Netzvorhang.

      Das habe ich nun ringsherum um das Tarp gemacht, wo die Bodenfreiheit 10 cm betragen hat. Dafür musste ich nur Netzstreifen von 40 cm Breite zuschneiden. Bei den beiden Türen war es etwas komplizierter, weil der Netzvorhang an diesen Stellen eine Trapezform haben musste (Bodenfreiheit von 10 cm bis 30 cm). Aber das war auch kein Problem.

      Das Bild zeigt den nach außen gelegten Netzvorhang an einer Tür des Tarps.
      Wegen der Zuschnittoptimierung des Netzmaterials besteht der Netzvorhang aus insgesamt 4 Teilstücken. Die Teilstücke verband ich ebenfalls mit Kam-Snaps, so dass der eigentliche Netzvorhang aus einem Stück besteht, der jederzeit abgenommen und wieder in Einzelteile zerlegt werden kann. Aber den Netzvorhang werde ich wohl nie abnehmen.
      Die Breite des Netzvorhangs von 40 cm wählte ich, weil ich auch die Sturmsicherheit nicht außen vorlassen wollte. Im Tarp liegt eine Bodenwanne von zpacks, die sich an die Hexamid-Grundfläche des Tarps anpasst. Dadurch liegt die Bodenwanne zu großen Teilen auf dem Netzvorhang. Mit Schlaf-Setup und anderer Ausrüstung wird so der Netzvorhang beschwert und so richtig in den Dreck gedrückt.
      Im Eingangsbereich sieht das etwas anders aus. Dort liegt der Netzvorhang frei herum. Aber dort steht mein Rucksack und dort stehen auch meine Schuhe, so dass es auch da eine Sturmsicherung gibt.
      Leider konnte ich keine Innenfotos machen, weil meine Handy-Knipse das feine Netz nicht erfassen konnte. Die Handyfotos waren einfach unbrauchbar. Da war nicht zu erkennen, wo da ein Netz sein sollte.
      Interessant ist noch die Gewichtsübersicht:
      Tarp (148 g, zpacks Hexamid Pocket Tarp with Doors) Bodenwannde (114 g, zpacks Solo-Plus Bathtub Groundsheet) Heringe (85 g) Netzvorhang (151 g, MYOG) 1 Trekkingstock (190 g, Leki Micro Stick Carbon, 115 cm) Insgesamt sind das 688 g.
      Zum Vergleich, mein Lieblingszelt (Zelt, 2 Trekkingstöcke, Heringe), das Tarptent ProTrail (DCF-Version), wiegt insgesamt 961 g, also 273 g mehr.
      Bei meiner nächsten Wandertour werde ich das neue Tarp-Setup testen. Ich bin gespannt, wie das ausgeht...
       
    • Von micha90
      Ein weiteres Projekt, das schon seit mehreren Jahren im Hinterkopf steckt ist endlich erledigt!
      Seit 2015 hatte ich für alle Touren mit zwei Personen mein gutes, altes Silpoly Tarp (hier kurz vorgestellt). Auch wenn es von Anfang an kleinere Verbesserungen vertragen hätte, blieb es mein einziges Shelter für zwei, da einfach nicht der ernsthafte Bedarf bestand. Seid ich aber mit Freundin mehr und längere Touren plane, wurde es endlich Zeit für das lang ersehnte Update.
      Welche Probleme hatte das alte Shelter, die es zu beheben galt?
      Silpoly dehnt sich zwar nicht bei Nässe, aber ist sehr flexibel. Bei Wind werden die Seiten schnell sehr stark eingedrückt, der Platz ist dann sehr schnell begrenzt Auch mit Schirmen vorne dran ist bei heftigem Regen keine ordentlicher Schutz gewährleistet, da Beaks im alten Design fehlten mit 320g war das alte Teil nicht schlecht, aber ich hatte durchaus die Hoffnung nochmal 100+g einsparen zu können das Silpoly ist (wie alle beschichteten Stoffe) nicht 100% dicht und es bildet sich durchaus mal Kondens an der Innenseite, in Kombination mit dem flexiblen Material wurde das schnell ungemütlich Die Lösung: das Shelter aus Cuben neu bauen und Beaks anbringen Nichts dehnt sich mehr, es gibt's weniger Kondens und mit den Beaks mehr geschützten Raum.
      Das Tarp besteht aus vier Teilen, zwei für die Hauptflächen (mit hinterem Beak) und zwei weitere Teile für den Vorderen Beak. Gerne hätte ich die Teile auch aus einem Stück gemacht, aber das hätte mich einen guten Meter mehr Cuben gekostet und zudem wäre die Überlappung am Eingang nicht möglich gewesen. Alle Nähte haben einen 2% Catenary Cut (also 2cm Tiefe pro Meter Naht). Hierfür habe ich mir eine kleine Kette aus dem Baumarkt besorgt, die Teile mit Malerkrepp an die Wand geklebt und die Kette nach belieben gespannt und anschließend abgepaust - das ging erstaunlich gut und ist deutlich weniger Arbeit als den Cat-Cut zu berechnen und von Hand zu plotten. Als Material habe ich das übliche 19g/m² Cuben in Oliv genommen, 7lfm waren dafür notwendig
      Maße:
      die Seiten sind am Boden ca 2,6m lang, die Firstlinie etwa 2,8m vorne hat das Tarp eine Spannweite von 2,8m, hinten 2m Der Beak hinten ist ~50cm hoch und 1,8m breit, was auch der maximalen Breite entspricht der Vordere Beak ist geteilt und 70cm lang, die Breite damit variabler und von der Höhe abhängig, maximale Breite sind ca 2,3m (geschätzt)  

      Es empfiehlt sich sehr den Saum vor dem nähen ordentlich zu falten und zu fixieren, dann näht es sich deutlich leichter und schneller. Statt Nadeln habe ich mal diese Papierclips genutzt.
       
         
      So sieht das gute Stück aus. hier das Hinterteil tiefer, vorn etwas höher gespannt (für mich die Go-To Variante), Referenz: das Groundsheet ist 1,45m breit
       


      Oben die Variante hoch abgespannt - für gute rundum-Sicht und viel Platz. Beide Beak-Hälften lassen sich separat öffnen.

      Da sich die Beaks beim Abspannen immer etwas aufziehen, habe ich einen kleinen Haken angebracht um bei schlechtem Wetter ordentlich dicht machen zu können.
       


      Bei ganz miesem Wetter kann man noch gut alle Seiten bis zum Boden ziehen. Da wird's natürlich etwas kuscheliger, aber es bleibt geräumig genug für zwei. So weit unten bildet der Beak sogar eine kleine Apsis.
       

      Kaum aufgebaut kommt auch schon der erste Regen - das Tarp hält wunderbar dicht
      Leider ist das Tarp erstmal nass, ein Gewicht werde ich nachreichen, sobald es wieder trocken ist. Ich denke unter 250g sollte es haben. Ich freue mich auf die erste Tour damit und werde weiter berichten, wie es sich schlägt!
       
      liebe Grüße
      Micha
       
       
       
    • Von ChristianS
      Hi MYOG-Interessierte,
      ich möchte hier dann mal mein jüngstes Corona-Frühlingsprojekt vorstellen. Nix groß Neues oder Innovatives, aber für mich das Richtige
      Nach dem Bau eines leichten Innen-Zeltes für einen Halbpyramiden-Aufbau, hat es mich in den Fingern gejuckt, doch noch ein für die Bodennutzung optimiertes Tarp-Zelt darüber zu schneidern. Das bisher verwendete DCF-Hängemattentarp ist zwar auch für die Bodennutzung sehr fein, aber in dem hellen DCF recht auffällig und nicht rundum verschließbar. Für künftig geplante Wunsch-Touren z.B. wie dem Kungsleden kommt mangels ausreichender Bäume eh kein Hängemattensetup in Frage und ein voll verschließbarer Shelter ist wegen potentiell rauerem Wetter wünschenswert. Zudem bin ich auch ein Freund von "optischem LNT" und möchte das Landschaftsbild nicht unnötig mit dem Shelter verschandeln .
      Da es natürlich wieder möglichst leicht, aber halbwegs robust werden sollte, habe ich mich für Camo-DCF entschieden. Alle anderen sehr leichten Materialien wie ein 10DEN Silnylon hatte ich nicht in Tarnfarben wie Dunkeloliv o.ä. gefunden.
      Als nächstes ging es ans Schnittmuster, mittels Sketchup habe ich die Konstruktion um das Innenzelt geplant. Nach einigen Versuchen und Optimierungen hinsichtlich DCF-Breite kam dann folgender Schnitt raus:

      Die Maße habe ich dann dort abgenommen und auf Papier übertragen, um die möglichst optimale Anordnung auf der DCF-Bahn für minimalen Stoffverbrauch ermitteln zu können:

      Dabei sind dann 5,6m Stoffbedarf (plus ein wenig Reserve für DCF-Klebestreifen) rausgekommen.
      Mit diesen Daten konnte nun die Bestellung raus und es hieß warten...
      to be continued...
    • Von hmpf
      Eigenschaften:
      Xenon Sil .9 von Dutchware 0.93 oz / sq yard 15D Polyster (Kaum Dehnung bei Nässe) Silikonbeschichtung 1500mm Wassersäule  
      Zustand:
      Auf dem Stoff sieht die Beschichtung unregelmäßig aus. Es zieht sich ein verwischter Streifen der Beschichtung über die gesamte Länge. Der Streifen ist nur bei sehr gutem Licht zu sehen.
      Wasserdicht ist der Stoff trotzdem über die gesamte Fläche. Ich habe ein Trapezo Mid Tarp daraus genäht und es ist zu 100% dicht.
       
      Maße:
      ~ 13.5 m Länge ~ 150 cm Breite Den Stoff habe ich nicht komplett ausgefalten und vermessen. Aber ich weiß genau, wieviel ich von der ursprünglichen Länge abgeschnitten habe. Da habe ich dann sicherheitshalber 30 cm draufgerechnet.
       
      Kosten:
      70 €  
      Bilder:
       






    • Von einar46
      YAMA - cirriform 1P - Dyneema - Tarp
      neuwertig und unbenutzt Bilder (siehe Link) im aufgebauten Zustand kann ich nicht zeigen und verweise daher auf die Internetseite des Herstellers Neupreis: 385$ (akt. ca. 318,77 Euro) Verkaufspreis: 300 Euro
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