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Ultraleicht Trekking
immermüde

UL und immer leichter und leichter – wozu?

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Seit längerem schon bin ich an Nachdenken, ob ich dieses Thema überhaupt hier bringen soll da ich vermute, daß es schon ein gewisses Konfliktpotenzial beinhaltet.

Aber zur Sache:

Allgemein bekannt ist die Definition von UL – 5 kg (eigentlich 4,5 kg.) BW. in gemäßigten Klimaregionen und für Touren etwa in der Zeit von April bis Oktober.

Wer es etwas leichter hin bekommt, schön für ihn/sie. Aber warum muß es unbedingt immer noch leichter und leichter und leichter sein?

Ich z.B habe ein BW von 3 kg und darin befinden sich eigentlich überwiegend gewichtsmäßige Luxusartikel, zur Verdeutlichung hier kurz aufgelistet:

 

GG Murmur (mir zu knapp, wird durch Phoenix ersetzt)

SMD Lunar Solo LE

TAR NeoAir xLite

Cumulus Magic (wenn’s dafür zu kalt ist Traveller)

Küche

Kleinteile, Toilette

Klamotten

Schirm

Wind/Regenjacke

Wasserflaschen

 

In den Hosentaschen hab ich die Teile, die mMn. auch genau dort hinein gehören, zumindest für mich, das sind:

Karte, Brille, Lampe, Buff, Geld, Schlüssel, Taschenmesser.

Und darum rechne ich sie auch nicht zum BW. Aber darum geht's auch nicht.

 

Mit Verbrauchsgütern für eine Tour von einer Woche komme ich somit auf ein Rucksackgewicht von unter 8 kg, das kann, denke ich mal, wohl jeder hier locker tragen.

Natürlich könnte ich mein BW auch auf unter 2 kg herunterschrauben,  aber was soll das bringen, ausser daß es mich eine ordentliche Stange Geld kostet

und z.B. meinen Schlafkomport deutlich senkt.

Dieses 1 kg ist auf (zumindest meinem) Rücken absolut nicht zu spüren und darum sehe ich keinen Sinn darin.

Andere ULer werden das anders sehen und ich bin gespannt auf Beiträge für/gegen meine Ausführungen.

viele Grüße an alle von immermüde

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Da ich noch nicht mit einem BW von unter 5 kg unterwegs bin, wegen falscher bzw. alter Ausrüstung definiere ich aktuell für mich persönlich eher eine höchste Gewichtsgrenze nach oben :grin:. Für mich ist UL eher auch ein gewisser gesundheitlicher Aspekt. Je weniger man tragen muss, je besser ist es für den Körper und je länger kann man auch im Alter noch gut und hoffentlich unbeschadet wandern. 

Ich sehe es aber auch so, dass es weder zum Selbstzweck noch zum Extemhobby werden sollte. 

Daher habe ich für mich definiert, dass ich mir halbwegs ultraleichte Ausrüstung kaufe, die den Budgetrahmen nicht sprengt. Auch habe ich keine Lust ständig Ausrüstung zu tauschen, weil es wieder etwas um einige Gramm leichteres gibt.

Trotzdem muss ich gerade als Einsteiger feststellen, dass die Ultraleicht Thematik auch eine gewisse Suchtgefahr birgt. D.h. täglich Reviews lesen, Packlisten machen und vergleichen und so weiter. Macht alles Spaß. Aber dabei sollte man nicht vergessen auch einfach Mal auf Tour zu gehen. :-?

bearbeitet von FlowerHiker
Schreibfehler

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vor 1 Stunde schrieb immermüde:

Natürlich könnte ich mein BW auch auf unter 2 kg herunterschrauben,  aber was soll das bringen, ausser daß es mich eine ordentliche Stange Geld kostet

Für mich stellte sich die Sache lange Zeit in etwa ähnlich da. Inzwischen hat mich das Packrafting gepackt - und somit kommt so einiges an Gewicht oben drauf. Vorwiegend deshalb realisiere ich inzwischen ein paar Optionen, um das sonstige BW weiter nach unten zu schrauben.

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@nimmermüde, was hast denn du für riesige taschen an der hose?

ja, ok mit den 8kg (skinout), kriege ich getragen, aber das gewicht schaff ich unter den genannten bedingungen (mitohne wasser?) nur knapp, weil in meine hosentaschen kaum feuerzeug und tabak reinpassen (und küche und shelter für 2 im rucksack sind). aber ich finde die nach noch weniger gewicht drängenden gedanken faszinierend

a) maximal für einen tagesausflügler gehalten zu werden und

b) möglichst "einfach" dh mit möglichst wenig hilfsmitteln unterwegs zu sein

und bin dafür bereit, auch an der schlafkomfortausrüstung zu schrauben (wenn ich weiss, da sind auch schutzhütten, wenn ich weiss, da ist wohl auch regelmässig mal wiese wo ich schlafe usw).

kommt auf die tour an. ich tendiere in den letzten jahren mit dem leichter werden zu easy & easier going (ohne hilfsmittel), kurz & kürzer und "zivilisationsnah"&näher (einsam und schön geht trotzdem).

c) hosentaschen aus dem BW rauszurechnen; ist ja echt gerissen gedacht :-)

 

OT: packraften ist bestimmmt nett, aber ich brauche kein raft für meine wanderungen und finde, das ist halt mal wieder auch ein neuer markt, so ähnlich wie e-biken (mit dem unterschied, dass e-bikes in der "wildnis" nicht helfen und man nicht gut drauf bzw drin liegt).

bearbeitet von hans im glueck

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Ist doch schön, wenn man sein Gewicht so kontrollieren kann. UL hat Dich genau das gelehrt und jetzt kannst Du es nach Bedarf und Gelüst anpassen. Leichter werden nur um des leichter Seins wegen, also sinnbefreites UL, muss ja auch nicht sein. Man sollte sich grundsätzlich immer überlegen, warum man etwas macht. Ist es unnötig, lässt man es wohl leichter sein.

 

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Ich hab mein BW für Alpentouren inkl. Kletterkram und Zelt auf 6 kg runterbekommen, deshalb kann ich 5 halbe Liter Bier mehr tragen als meine Mitwanderer, nach dem ersten Abend bin ich meist aber der wieder der leichteste. Wenn ich mein BW weiter reduzieren würde, müsste ich mehr Bier tragen das ich nichtmal trinke...

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Hallo FlowerHiker,

vor 3 Stunden schrieb FlowerHiker:

Je weniger man tragen muss, je besser ist es für den Körper und je länger kann man auch im Alter noch gut und hoffentlich unbeschadet wandern. 

so isses, ich hatte die Lust am Trecking vor vielen Jahren verloren, da die Schlepperei auf die Gelenke ging und das war es mir nicht wert, ausserdem macht es keinen wirklichen Spass. Dann fand ich eher zufällig dieses Forum und was begeistert. Ich habe hier viel gelernt und bin dankbar dafür, heute mache ich als alter Knochen wieder Touren und habe viel Spass daran.

Hallo Martin,
bei Packrafting, Fotografieren, Filmen und vielen anderen Tätigkeiten die Zusatzgewicht mit sich bringen ist eine stringente Gewichtseinsparung
natürlich wichtig, da das Gesamtgewicht einfach viel Höher ist.

Hallo Hans,
die 8 kg. sind schon mit 2 l. Wasser. Die Bestrebungen nach noch weniger Gewicht ist der Grundgedanke von UL, die Frage ist für mich wie weit und was
bringt es bzw. macht eine weitere Reduzierung Sinn. Das Weglassen von Gear finde ich interessant, mittlerweile brauche ich nur noch wenig.

Hallo ULgäuer,

Man sollte sich grundsätzlich immer überlegen, warum man etwas macht

ist wie im sonstgen Leben auch. Weglassen kann befreien.

Hallo Dennis,
ich mag deine Posts.

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Ich finds einfach geil wie schon hier einmal geschrieben, die Challenge gegen mich selber.

Wie weit kann ich gehen? Was ist möglich? Du weißt es erst wenn du die Grenze überschritten hast!

Ich mag es einfach mich in ein Thema reinzufuchsen und mit dem Wissen und der Neugierde daran zu wachsen, Erfahrungen zu sammeln um es dann auf einer Tour ins praktische Umzusetzen.

Und ich mag auch die Challenge gegen andere. Wenn ich wie jetzt am Wochenende mit mehreren unterwegs bin möchte ich verflucht den leichtesten Rucksack haben. Einfach für mich um zu sehen was so geht. Wenn das dann nicht der Fall ist okay, zeig mir dein Gear und beim nächsten mal mach ich dich platt! :mrgreen:

Und natürlich...desdo weniger Gewicht desdo mehr kann ich die Tour genießen und desdo mehr ich die Tour genießen kann desdo mehr Spaß habe ich, und desdo mehr Spaß ich habe desdo weiter kann ich laufen und desdo weiter ich laufe desdo geiler isses und wessns so richtig geil ist kann ich perfekt vom Alltag abschalten und wenn ich gut abschalten kann bin ich danach wieder leistungsfähiger und wenn ich leistungsfähiger bin weil entspannt und frei von negativen Emotionen gehts mir seelisch gut. Und wenns mir seelisch gut geh ist das Leben einfach ein Zuckerschlecken und wenn...you know....

 

Mann UL is amfoch goil!

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Ich finde, was @Painhunter sagt, da schon was Wahres dran. Es macht einfach Spaß, zu sehen, mit wie wenig man auskommt.

Allerdings mache Ich es weniger wegen des sportliches Aspektes (weiter laufen) oder dem Messen mit anderen (bin sowieso meist allein unterwegs), sondern weil ich die Grenzen meiner Komfort-Zone austesten will.

So habe ich festgestellt, dass z.Bsp. cold soaking nix für mich ist, dafür bin ich kulinarisch zu anspruchsvoll. Oder, dass beim Wild-Campen (wenn mich sowieso keiner sehen soll...) ein Tarp ausreicht. Oder, dass eine Torso Matte nur begrenzt für Schlafkomfort sorgt.

Und so komme ich dann von meinem persönlichen stupid light irgendwann beim UL Ideal-Fall an. Macht doch Spaß und ist spannend.

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das Ausloten wie weit man gehen kann ist schon spannend und macht Spass, das stimmt.
Hab ich auch gemacht. Irgendwann bin ich dann bei einer Folie, einer Wasserflasche,
einem Taschebmesser und Futter rausgekommen. Ok, aber das ist das Extrem, kann man
mal machen, aber nicht jedes mal.

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vor 1 Stunde schrieb Matthias:

Ich konnte mir in meinen Anfängen gar nicht vorstellen ohne Kocher loszuziehen, irgendwann hab ich es dann mal probiert und jetzt mache ich fast alle Touren ohne Kocher. Das hat mein BW schon noch ordentlich runter gebracht ohne Geld auszugeben. 

Guck an, so u terschiedlich sind Menschen - und Motive! Draußen kochen und essen ist ein Hauptgrund für mich, überhaupt rauszugehen! Strecke machen weniger, mit Minimalausstattung lagern - klasse! Ist wohl mehr der bushcrafter in mir:grin:

Aber das Ausloten hat mir auch irre Spaß gemacht, was geht noch leichter? Inzwischen ist die 18 g Kochdose gegen den 70 g Titanbecher ausgetauscht, weil der leichter zu reinigen ist... Holt die Steine! ( Drei Flache und ne Tüte Kiesel^_^)

Ein Grund, trotzdem so leicht wie möglich unterwegs zu sein, ist noch:

Ich kann mehr mitnehmen, was ich draußen so finde! In der fränkischen Schweiz z. B. war das ne BW Elefantenhaut, ich hör' noch meine Traumfrau:" willst du das ernsthaft jetzt mitschleppen??" Ja, klar!    ( Elefantenhaut: 2x1 m groundsheet mit:eek: 450 g Gewicht)  wär nicht gegangen, wenn ich nicht noch "Gewichtsreserve" und Platz im Rucki gehabt hätte:cool:

Mein Ansatz halt...

LG schwyzi

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Mal ernsthaft: solange ich mein Skin out Weight unter 10 kg halte , das ist ne Menge Kram inklusive Essen und Wasser, kann ich den ganzen Tag gehen, bin leicht genug für Klettersteige und habe sogar noch meine Bergstiefel an.

 

Ich habe keinen nennenswerten Muskelkater und kann, wenn ich mich mal für einen Extragipfel entscheide, sogar auf die Infrastruktur der Hütten pfeifen, das erlaubt mir eine recht flexible Tourplanung und ich kann morgens auch mal  ausschlafen weil ich sicher weiß das ich die Etappe schaffe, auch wenn ich als letzter aufstehe und zwei Stunden Siesta bei geiler Aussicht und bestem Wetter einschiebe und abends gemütlich als letzter auf der Hütte aufschlage.

Mein persönliches Fazit: leicht genug, bei akzeptablem Gewicht und idiotensicher, genug Reserven um auch am Saisonende noch Touren gehen zu können.

Mein Geld stecke ich anstatt in vorteilsfrei leichtere Ausrüstung  lieber in die Anreise oder arbeite einfach weniger für mehr Freizeit. 

bearbeitet von dennisdraussen

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Jeder Rücken, jeder Rucksack hat irgendwo seine wortwörtliche Schmerzgrenze. Je geringer mein base weight desto mehr Essen/Wasser kann ich mitnehmen und das wiederum definiert wie schnell ich vorankomme. Und weil das gern aus den Augen verloren wird: Nur darum geht es streng genommen beim UL Trekking. Es geht ja nicht um Wochenendausflüge oder alles im Rahmen von ein paar Tagen, sondern eigentlich um Touren von vielen Wochen oder Monaten. Der Rest ist Hobby, Leidenschaft, Fanatismus (im guten Sinne).

Persönlich geht es mir um Einfachheit und Minimalismus. Ich bin eher weniger bereit viel Geld für Schnickschnack auszugeben als stattdessen die Anzahl und Verfasstheit meiner Ausrüstung zu reduzieren. Sprich keine $500 für einen Dynema-Fetzen aber dafür kein Groundsheet, keine aufblasbare Matratze (mal schaun, ich probier das jetzt dann doch noch mal - vielleicht), kleines Poncho-Tarp usw.

Auf warmes essen will und kann ich aber zb auch nicht verzichten. Kaffee muss auch ... nun ja.

 

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@zeankdie meisten Grammjäger tragen aber auch nicht 4 Wochen essen, da bist du dann wieder da wo Bernie aus dem ODS seine Abenteuer verortet.

Wenn ich 8 bis 10Tage Essen trage und viel Wasser ist das dann schon so das Ende der Komfortzone und normal ist dann auch wieder eine Shoppingmöglichkeit drin.

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vor 14 Minuten schrieb dennisdraussen:

@zeankdie meisten Grammjäger tragen aber auch nicht 4 Wochen essen, da bist du dann wieder da wo Bernie aus dem ODS seine Abenteuer verortet.

Wenn ich 8 bis 10Tage Essen trage und viel Wasser ist das dann schon so das Ende der Komfortzone und normal ist dann auch wieder eine Shoppingmöglichkeit drin.

Typischerweise trägt man doch so für 4-8 Tage Essen, das sind so ungefähr irgendwas zwischen 2,5 und 5 kg Essen, 3kg base weight macht maximal 8 kg. Was für einige - bei frameless Rucksäcken zumindest - die Schmerzgrenze zu sein scheint. Für mich zumindest. Und da ringe ich dann tatsächlich um jedes halbe oder viertel Kilo.

4 Wochen Essen, was ist das? 20 kg? Ich weiss, dass Leute das tragen, aber das ist nix für mich.

bearbeitet von zeank

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OT: Naja die Typen sind irgendwie das was vor 100 Jahren als Abenteurer klassifiziert wurde, ist irgendwie ja auch UL wenn man bedenkt das es sich da um irre lange autarke Touren handelt. 
 

OT:

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/107481-CA-Northern-Rockies-Traverse-2019

bearbeitet von dennisdraussen

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vor 2 Stunden schrieb zeank:

Es geht ja nicht um Wochenendausflüge oder alles im Rahmen von ein paar Tagen, sondern eigentlich um Touren von vielen Wochen oder Monaten. Der Rest ist Hobby, Leidenschaft, Fanatismus (im guten Sinne).

Für mich klingt Hobby in dem Zusammenhang abwertend, UL-Ausrüstung macht auch Kurztrips angenehm, egal, ob man noch etwas oben drauf packt (z.B. Fotoausrüstung, besondere Getränke, Angel- oder Paddelzeug - dazu gibt es ja auch ein eigenes Thema) oder es bei der Grundausrüstung belässt.

Mir fällt eher bei kurzen Touren nicht ganz so leichtes Gepäck auf, da bei längeren Touren der Körper und die spezifischen Muskeln nebenbei trainiert werden. Das gilt natürlich auch nur mit Einschränkungen und vermutlich auch eher für den Bereich des Leichtwandern und leichter.

Wer wie leicht unterwegs ist, hängt meiner Meinung nach mit den verfügbaren Ressourcen (Zeit, Geld, Umwelt), Ansprüchen und Bedürfnissen ab. Ich möchte z.B. komfortabel unterwegs sein, kann aber gut auf Tisch und Stühle verzichten :-D Zu schweres Gepäck wäre unkomfortabel. Sehr teure Ausrüstung lohnt sich für mich im Moment nicht, da ich aktuell zu wenig nützte. Wenn ich nur unterwegs wäre, wären die meisten Gegenstände wohl Verschleißteile und sollten auch nicht zu teuer sein.

Im Gegensatz zu @Painhunterst  es für mich kein Wettbewerb (extrem: Wettrüsten) gegen andere, sondern eine bewusste und persönliche Abwägung, womit ich meine Bedürfnisse mit den mir verfügbaren Mitteln am besten abdecken.

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Auf meinem Rücken ist ein Kilo sehr wohl zu spüren, besonders wenn es viel bergauf geht. Man verbraucht ja nun mal auch objektiv mehr Energie dabei, ein weiteres Kilo irgendwo hochzutragen. Dass es aber keinen Sinn macht, ein Kilo zu sparen und dafür beschissen zu schlafen, dürfte doch Konsens in diesem Forum sein.

Daneben macht es mir aber auch einfach Spaß, meine Ausrüstung zu erleichtern. Hobbys brauchen keinen Zweck.

Das Geld-Argument trifft da bei mir nur bedingt: Ich kaufe ja nicht einen neuen Schlafsack, weil gerade ein 50 g leichteres Modell auf den Markt gekommen ist. Aber wenn ein Neukauf ansteht, gucke ich schon, was denn gerade das Leichteste ist. Ansonsten spare ich eben auch eher Gewicht durch weglassen oder neu kombinieren.

Daneben ist für mich die Volumenreduzierung wichtig: Ich kann mit dem Flugzeug zu ner Kajaktour aufbrechen, ohne Pulka auf 12-tägige Wintertour, mit der Laufweste auf Hüttentouren, mit der 25l-Laufweste auf Mittelgebirgstouren mit Essen für 3 Tage. Das alles erhöht meinen Komfort/Spaß erheblich. Da ist dann das Volumen aber ziemlich ausgereizt und nicht mehr viel Platz für zusätzliche Ausrüstung.

Warum ein Schlüssel bei einer einwöchigen Tour in die Hosentasche und damit zum worn weight gehört, verstehe ich nicht.

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vor 5 Stunden schrieb JanF:

Auf meinem Rücken ist ein Kilo sehr wohl zu spüren, besonders wenn es viel bergauf geht. Man verbraucht ja nun mal auch objektiv mehr Energie dabei, ein weiteres Kilo irgendwo hochzutragen.

Im Begriff 'spüren' stecken hier ja zwei Komponenten:

a) Spüre ich x zusätzliche Kilo subjektiv - das heißt: von Anfang an, als relevante Zusatzlast während des Gehens?

b) Ermüde ich bei zusätzlichem Gewicht schneller?

Selbst wenn #a nicht zutrifft, dürfte #b ja in irgendeinem Ausmaß immer gelten.

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als jemand, der nur leicht (bisheriges BW vermutlich 7-8 kg) aber nicht UL unterwegs ist und nun für den PCT weiter abspecken will:
Für mich ist das ein Tradeoff zwischen Komfort/Geschwindigkeit/Durchtrainiertheit/Mitwanderern.

Die beiden ersten Punkte dürften den meisten klar sein. Ich liebe z.B. mein altes MSR Hubba Hubba und auch wenn ich zusätzlich ein Tarptent Double Rainbow besitze, würde ich dieses ungern jemand anderem mit mir zusammen zumuten. Das MSR ist schön hoch, die Zeltwände gehen senkrecht nach oben, die Apsiden sind groß genug für zwei Rucksäcke und jeder hat seine Seite. Das Tarptent ist zwar 800gr leichter, aber nach einmaligem Zelten zu zweit darin war klar, dass man in solch einem Zelt ungern einen Tag abwettert.

Der dritte Punkt bezieht sich darauf, wie durchtrainiert ich in dem jeweiligen Jahr bin. Aktuell renne ich 2x die Woche auf meinen Hausberg in Freiburg, gehe 1-2x die Woche schwimmen und fahre viel Fahrrad. Da verkrafte ich im Zweifelsfall auch ein bisschen mehr Gewicht auf dem Rücken.

Der letzte Punkt ist für mich als jemand, der selten Mehrtagestouren alleine läuft, der entscheidende: Wenn die Mitwanderer nicht leicht/UL unterwegs sind, hat es für mich keinen besonderen Sinn, wesentlich weniger BW als der Rest zu besitzen. Es macht sowieso der langsamste das Tempo und bei einem zu großen Unterschied innerhalb der Gruppe fühlt sich die eine Hälfte gestresst und die andere gelangweilt. Anbel mal ein altes plakatives Foto von einem Islandaufenthalt. Gezeigter Freund war zum ersten Mal in seinem Leben auf einem Wanderurlaub mit Übernachtungen im Zelt. Auch wenn er fit ist, hätte es an dieser Stelle keinen Sinn für mich ergeben, UL mitzulaufen.

Zu guter Letzt (ich hoffe, das nimmt mir keiner übel): Ich habe insbesondere bei UL oft den Eindruck, dass es sich mehr um sich selbst dreht als um ein Mittel, besser/schneller zu wandern. Ich weiß gar nicht, wieviele Gear-review Videos ich die letzten Wochen von selbsternannten UL-Hikern gesehen habe, die mit fahler Haut und Plautze ihr neues UL-Tarp gezeigt haben. Da frage zumindest ich mich, wie oft das im Jahr genutzt wird.

EDIT: das mit dem Schlüssel und worn weight kapiere ich auch nicht. Aber BW scheint ja jeder anders auszulegen. Gibt es da überhaupt eine saubere, idiotensichere Definition?

 

 

Rastergrafik.png

bearbeitet von nierth

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Ich denke, die Grenzen liegen in der Funktionalität. Was nützt mir eine 12 Gramm Nachtlampe, wenn ich dafür öfters mit Meister Petz argumentieren muss, weil der sich belästigt fühlt, wenn ihn jemand antrampelt? Es gibt kein comme il faut im UL Bereich. Der eine hört sowieso um 16 Uhr auf zu wandern, für den sind die 12 Gramm noch zu schwer. Andere gehen bis 23 Uhr. 

Höflichkeit spielt auch eine Rolle: Wer spät abends ins Camp kommt z.B. auf dem AT, braucht ein Rotlicht, auch wenn dies wiegt. 

Ich gebe jedoch zu, dass ich manchmal auch hämisch grinsen muss, besonders wenn jemand seine Messerkollektion auf dem AT auslüften gehen will.

 

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Draußen sein, Overnighter, Langstreckenwanderungen, das alles verbinde ich mit Entspannung, erden, mich so gut wie möglich in die Natur zu integrieren, und nicht nur den Blick aufs Wesentliche zu richten, sondern das nur absolut Wesentliche zu leben und zu erleben. Wettbewerb, Stress, zuviel von (fast) Allem, das habe ich im Job und im Alltag.

Wie so viele hier, habe ich mit sauschwerem Zeugs angefangen und irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass ich beim Bergauflaufen nur auf den Boden schaue und nichts von dem was mich umgibt, mitbekomme. Abends im Lager war ich dann so platt, dass ich auch nichts groß mitbekommen habe. Na, kommt das jemandem bekannt vor? Toll man war draußen !!!!!

Ja, es ist einfach nur herrlich, sich mit wenig Gepäck durch die Landschaft zu bewegen. Es tut gut, dass man mit Leichtigkeit die An- und Abstiege machen kann und auch noch Kraft hat, einen Abstecher auf einen Felsen oder Turm zu machen. Mein BW liegt so zwischen 4 und 5 Kg. Wenn ich's drauf anlege, geht im Sommer auch SUL Allerdings nehme ich mir, abhängig vom Typ und von der Dauer der Tour noch den einen oder anderen Luxusartikel mit. Mir ist wichtig, dass jede Tour und jeder Aufenthalt draußen so schön wie möglich ist. Deshalb muss ich auch nicht zum Verrecken Gewicht einsparen. Mein Gear ist soweit komplett, und ich mag alle meine großen und kleinen Dinge. Sehe ich einen Shelter, der irgendwie noch leichter als meine Behausungen ist, bekomme ich zwar große Augen, aber irgendwie lässt mich das kalt. 

Auch würde ich niemals auf meinen Kaffee und mein warmes Abendessen verzichten wollen. Ein warmer Kaffee im Schlafsack und dem Flammenspiel beim Kochen des Abendessens zuzusehen gehört für mich eben dazu. Von daher könnte ich mit Cold Soaking noch einsparen, würde ich aber niemals machen. Doch wenn man bei der Küche darauf achtet, gibt es auch dort großes Einsparpotenzial. Toaks, Titan usw. sei Dank. :-D.

Grundsätzlich gilt für mich, dass jedes Gewicht auf meinem Rücken ok ist, solange ich mich wohl fühle und Spaß bei der Sache habe, allerdings gilt für mich auch, dass ich mich leichter unterwegs, auch wohler fühle. Ich gehe das Thema Gewichtseinsparung  ziemlich gechillt an. Ich muss weder mir noch irgendjemand anderem etwas beweisen, ich muss und will nur Spaß haben und genießen.

bearbeitet von rentoo

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