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Hallo zusammen, hier mein Reisebericht zu der Annapurna-Runde, die ich zusammen mit Felix im Nov. 2017 gewandert bin. Nicht speziell UL, aber durch die Infrastruktur mit einem sehr geringen Base Weight machbar. Wir hatten trotzdem Zelt und Kocher dabei, beides haben wir allerdings nicht benutzt. Die Unterkünfte und das Essen dort sind top! Vielen Dank für die Fotos an Felix (dank seiner Spiegelreflex deutlich bessere Fotos als mit meiner Knipse). Viel Spaß beim Lesen! Erik Reisebericht Nepal Hamburg, Regenschauer Sa 29.10.17 Heute morgen bin ich um 6:00 aufgestanden. Noch schnell zur Probe gepackt und mich in letzter Minute für den kleineren Rucksack entschieden. Kleiner, leichter und bequemer als ein halbvoller großer Rucksack. Allerdings musste ich noch schnell einen Brustgurt improvisieren. Dann alles in Luftpolsterfolie und in eine Ikea Tasche verpackt. Diesmal habe ich keinen Karton als Versandverpackung gewählt. Danach steht nur noch relaxen auf dem Plan und um 17:45 geht´s zum Bus. Vor lauter Aufregung steige ich in die falsche S-Bahn, bemerke aber nach 1 Station noch rechtzeitig den Fehler. Schlussendlich komme ich zeitgleich mit Felix am Flughafen an. Der Flug nach Dubai ist ganz OK und ich habe immerhin 2h geschlafen. Den Rest der Zeit verbringe ich mit dem neuen (leider schlechten) Alien-Film. Dubai / Kathmandu So 30.10.17 In Dubai gibt es erst einmal ein ordentliches Frühstück und wir legen uns 3h aufs Ohr. Gut dass ich meine Neo Air S im Handgepäck mitgenommen habe. Das werde ich zukünftig immer so machen! Wir fliegen mit der Billig-Airline flyDubay weiter nach Kathmandu . In Kathmandu hat die Abholung am Flughafen durch das Hotel leider nicht geklappt, aber ein Taxi ist einfach zu bekommen. Leider brauchen wir für die kurze Strecke wegen kompletten Verkehrschaos fast 1h. Ob das Verkehrschaos normal ist oder an dem starken Regen liegt, erschließt sich uns nicht. Am Abend versuchen wir verzweifelt Geld an Automaten zu bekommen. Irgendwann nach dem 10. Automaten klappt es bei Felix mit seiner Visa-Karte und er kann zumindest 300€ ziehen. Bei mir klappt es leider nicht und ich habe schlechte Laune. Im Hotel überlegen wir wie wir zum Trailhead kommen und beschließen einen Wagen mit Fahrer zu nehmen. Das ist zwar teuer (160€ geteilt durch 2) aber wir sparen so einen kompletten Tag. Zum Abendessen bekommen wir gerade noch eine Portion Momo bevor die Küche schließt. Momo sind gefüllte Teigtaschen (ein wenig wie Ravioli nur anders geformt). Dann geht´s früh in Bett. Kathmandu / Besisahar, sonnig warm, später ein wenig bewölkt Mo 30.10.17 Wir sind früh aufgestanden und Felix konnte dem Automaten noch einmal 300€ entlocken. Ich habe mein Bargeld (670€) getauscht und mir geschworen, dass ich niemals ohne Bargeld auf Reisen gehe! 670€ müssten knapp reichen. Im Hotel gibt es ein tolles Frühstück mit Omlett. Der Fahrer wartet pünktlich um 9:30 und dann geht´s los das Permit zu besorgen. Das Permit ist kein Problem und am Geldautomaten vor dem Gebäude kann ich mit meiner EC Karte immerhin noch 80€ ziehen. Das hebt die Laune! Um 11:00 geht es dann los und wir kommen nach fast 7h Fahrt und einer netten Mittagspause in Besisahar an. Die Landschaft ist toll und es gibt einen ersten Blick auf die Berge. Der Fahrer war sehr nett und hat mir am Schluss noch seine Karte des Annapurnagebiets geschenkt. Das ordentliche Trinkgeld hat er sich wirklich verdient! Das Zimmer in Besisahar ist sehr einfach aber wir können duschen und bekommen auch ein leckeres Abendessen (Parata –Fladenbrot und Dahl). Gespart wird bei dem Zimmer nur an überflüssigem: Statt einem Lichtschalter muss man 2 Drähte in die Steckdose stecken, funktioniert auch nur zeitweise, manchmal rutscht ein Draht heraus und dann ist es plötzlich dunkel Nachdem auch die letzten Einkäufe erledigt sind wird noch ein wenig gelesen und geschrieben und dann geht´s wieder früh in Bett. Der Wecker wird um 6:00 klingeln. Besisahar – Khanigaou, sonnig bis leicht bewölkt, 1 kurzer Schauer Di 31.10.17 Wir brauchen 1/2h um unsere Sachen zu packen. Als Frühstück gibt´s eine Banane und dann geht es los! Der Trail ist wunderschön und führt durch Reisterrassen und urwaldartige Gebiete. Der Fluss dem wir dann folgen sieht toll aus – grandios! Frühstück (Omelett mit Kartoffeln und Ciapati) gab es in Bulbhule nach 2 h Wandern. Mittagessen (Omelett mit Appel Pie) gab es dann in Bahmdanda. Wir sind dann noch weiter nach Kangiori wo wir und an einem Wasserfall gewaschen haben und in einer sehr einfachen Unterkunft übernachtet haben. Die Unterkunft war aus Brettern gezimmert und von einer 7cm großen Spinne geschmückt. Insgesamt haben wir heute 1,5 Etappen geschafft. Zur Feier des Tages und weil wir ungern unnötig schleppen, gibt’s den kleinen Cognac aus dem Flugzeug.4 Punkte
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Impressionen von Touren
Mario294 und 3 andere reagierte auf gregoreasy für Thema
Hier noch ein paar Eindrücke von meiner Wanderung auf dem Korfu Trail anfang April. So sah der Weg häufig aus: Düne beim Korission See, oben kurz vor Sonnenuntergang, unten kurz vor Sonnenaufgang (sehr zu empfehlen um die Tageszeiten): Eine der besten Aussichten, die ich je an einem Schlafplatz hatte (Mitte: Kerkyra/Flughafen, links: Pantokrator): Ein schöner Strand für eine ausgedehnte Mittagspause: Und auch hier ließ es sich sehr gut nächtigen: Nebelwald am nächsten Morgen: Altes kommunistisches Parteibüro, inkl. seit Jahrzehnten unberührter Innenausstattung:4 Punkte -
Birethanti – Nayapul – Kathmandu Do 16.11.17 Wir haben in aller Ruhe gefrühstückt und sind danach noch ein wenig Souvenirs einkaufen gegangen. Danach geht es das kurze Stück zu Fuß nach Nayapul, wo auch gleich Santos, unserer Fahrer eintrifft. Wir benötigen 9h nach Kathmandu, wobei wir für die letzten 5km mind. 1h brauchen. Kompletter Verkehrskollaps! So etwas wie diesen Moloch Kathmandu habe ich noch nicht erlebt. In der Millionenstadt gibt es so gut wie keine geteerten Straßen, sondern nur staubige Schotterpisten. Kein Wunder, dass die halbe Stadt dauernd hustet. Na ja irgendwann um 18:00 kommen wir im Blue Horizon an und bekommen wieder ein ordentliches Zimmer. Danach geht es zum Abendessen (sehr ausgiebig)! Kathmandu Fr 17.11.17 Nachdem wir gemütlich ausschlafen essen wir Kuchen zum Frühstück. Das Java Café kann ich echt empfehlen – leckerer Kuchen, toller Kaffee insgesamt so ein nepalesischer Starbucksverschnitt. Heute ist Sight Seeing angesagt und wir werfen uns ins Gewühl. Auf dem Weg zum Durbar Square sehen wir viele Läden, staubige Straßen und erleben ein lebendiges Gewusel. Die Tempel am Durbar Square sind von dem Erdbeben 2015 leider fast alle stark beschädigt. Da bezahlen wir gerne das Eintrittsgeld, das für den Wiederaufbau verwendet wird. Wir haben Glück und können sogar einen Blick auf Kumari werfen. Ein Kind, das die Reinkarnation des Gottes Taleju ist und nicht fotografiert werden darf. Zum Mittagessen suchen wir uns einen ruhigen Innenhof um dem Gedränge und Gehupe zu entfliehen. Souvenir-Shopping, ein Café Latte im Java und ein reichliches Abendessen runden den Tag ab Kathmandu, Sonne pur und klare Luft! Sa 18.11.17 Heute ist es gar nicht staubig! Wahrscheinlich, weil weniger Autos unterwegs sind. Den Tag beginnen wir mit einem Kaffee im Java und bestellen dann im Hotel ein Frühstück, das wir im schönen Hotelgarten essen. Frisch gestärkt geht es wieder auf Shopping Tour. Wir besuchen noch den Kaiserlichen Palast mit dem schön renovierten Garten und schauen immer mal zwischendurch im Java vorbei. Wir kaufen noch etwas Proviant für den Rückflug ein und um 22:30 startet unser Rückflug über Dubai nach Hamburg. In Dubai machen wir es uns einige Stunden auf unseren Iso-Matten bequem und dösen ein wenig. Am Sonntag um 12:55 landen wir pünktlich in Hamburg. Einige Anmerkungen zur Annapurna-Runde: Das Essen ist fast ausnahmslos sehr lecker und immer frisch! Zimmerpreise zwischen 2€ und 6€ für ein Doppelzimmer pro Nacht, wenn man auch in der Herberge isst. Safe Drinking Water Stations nutzen oder das Wasser selbst behandeln. Touristen verursachen mit den unzähligen Plastikflaschen ein Müllproblem. Auf den Toiletten (Stehklos) gibt es in der Regel kein Papier Oft gibt es keine warme Dusche, also jede Gelegenheit nutzen! Viel trinken gegen die Höhenkrankheit! Permit in Kathmandu nicht vergessen, man wird auf dem Trail an den Checkpoints kontrolliert.4 Punkte
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Neue Ultraleicht-Ausrüstung
roli und 2 andere reagierte auf ChristianS für Thema
Neues Z-Packs Zelt: Pleximid, bei ca. 2:30.3 Punkte -
Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
schrenz und ein anderer reagierte auf Tipple für Thema
Schau einfach ins Hüttenverzeichnis vom Westweg, welches ich dir mal verlinkt hatte @Michas Pfadfinderei, da hast du eigentlich alle Infos zum Thema Ofen/Feuerstelle parat. Hier noch mal der Link zum Verzeichnis im ODS: https://www.outdoorseiten.net/wiki/Schutzhütten_am_Westweg LG2 Punkte -
Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
Dave und ein anderer reagierte auf Michas Pfadfinderei für Thema
@Kalteicher Das ist ja nicht meine erste Tour, ich hab schon ein paar Erfahrungen sammeln dürfen Wie schon erwähnt, ich tendiere zum UL bin da aber noch nicht wirklich angekommen und vermute auch dass ich da kein „Hardliner“ werden möchte. @Dave Klar darfst du fragen, dass ist doch der Sinn eines Forums Meine Erfahrung zum Kochen mit Hobo (egal welcher): Nach einer Tagesetappe von +20 Kilometer möchte ich schnell den Lagerplatz einrichten, und mir schnell was zum Essen bereiten. Danach möchte ich entspannen, und genießen an einem kleinen Feuerle. Was spricht nun für mich gegen den Hobo zum KOCHEN: Relativ lange Vorbereitung zum Holz sammeln und Feuer entfachen. Bei Dauerregen deutlich erhöhter Aufwand. Zudem bei Regen für mich ungeeignet unterm Tarp einzusetzen. Bei Waldbrandgefahr gar nicht einzusetzen! Die Rauchbildung bei feuchtem Holz, und der Brandgeruch wenn ich unentdeckt bleiben möchte. Die starke Russbildung an meinem Becher. Und das nicht nur am Boden, sondern an der gesamten Becher Außenseite. Kaffee mit Russ auf den Lippen schmeckt einfach nicht. Russ bekommst du ohne Seife kaum wieder weg, eine riesen Sauerei. Wenn du den Russ dran lässt, dauert das Erhitzen des Wassers immer länger durch die sich aufbauende Isolationsschicht des Russ. Was spricht nach meinen Erfahrungen für Gas: Augenblicklich verfügbar. Russfrei Verbrennung. Flamme fein zu regulieren. Geruchsfrei. Je nach Brenner nahezu lautlos, und eine Heizleistung von etwa 2000-3000 Watt. Unterm Tarp, und auch 10 Zentimeter neben der Luftisomatte einzusetzen. Kaffee direkt aus dem Schlafsack, wenn man dass möchte. Ein Gasbrenner wird in den meisten Fällen (außer extreme Waldbrandgefahr) im Wald toleriert, auch wenn dieser unter die Kategorie „offene Flamme“ fällt. Natürlich ohne Garantie, je nach dem wer dich da entdeckt hat. Es gibt auch für den Winterbetrieb spezielles Gas, welches bei mir (minus 14 Grad) tadellos funktioniert hat. Da sollte die Kartusche aber möglichst voll sein. Gut Pfad, Micha2 Punkte -
Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
zweirad und ein anderer reagierte auf zeank für Thema
OT: Das ist das Problem mit Brennern, wo der Topf direkt oben drauf sitzt. Am Anfang kühlt das kalte Wasser im Topf den Brenner, je wärmer das Wasser wird, umso wärmer wird auch die Betriebstemperatur des Brenners. Oder anders gesagt, bei solchen Brennern wird der Topf mit dem Wasser Teil des Gesamtsystems. Hast Du einen, der einen zusätzlichen Topfhalter benötigt, der dann einen fixen Abstand zwischen Topf und Brenner gewährleistet, hast Du beide Systeme mehr oder weniger voneinander entkoppelt. Ein Wärmeaustausch findet praktisch nur noch in einer Richtung statt und der Brenner läuft stabiler (gleichmäßig). Leider sind die einfachen Brenner dieser Art (Dosenkocher ohne extras) meist zu leistungsstark als dass sie für kleine Töpfe geeignet wären (zb eFrevo udgl). Besonders in Kombination mit einem Windschutz entfacht man mit denen oft ein kleines Inferno (wenn der Alkohol in der Mitte zu kochen anfängt). Deswegen bin ich persönlich dann doch wieder bei Brenner geblieben, wo man den Topf direkt draufstellen kann. Erspart halt auch den extra Topfständer, der nicht nur Gewicht sondern auch Gefummel bedeutet. Am besten sind wohl so Schraub-Dosenkocher, die flächig mit Karbonfilz o.ä. gefüllt sind. So einen besitze ich allerdings nicht.2 Punkte -
Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
Erbswurst und ein anderer reagierte auf Kalteicher für Thema
Hallo @Michas Pfadfinderei , ich würde an deiner Stelle trotz deiner Überlegungen etwas weglassen. UL heisst auch weglassen von unnötigem Balast und wie willst du wissen , ob das was für dich ist , wenn du es nicht ausprobierst? Ein Backup von Backup braucht man nicht. Aus solchen Erfahrungen lernt man mit wie wenig man selber wirklich auskommt oder halt auch nicht. Deine Tour ist doch prädestiniert um genau das auszuprobieren. Gruß, Christian2 Punkte -
Neue Ultraleicht-Ausrüstung
roli und ein anderer reagierte auf derray für Thema
Hier (ab ~ 16min) war schon ein Prototyp zu sehen. Da erkennt man den Aufbau der "Spitze" ganz gut, den sie anscheinend nach innen verlegt haben. Im Reisebericht ist auch was zu sehen. mfg der Ray2 Punkte -
Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
Erbswurst und ein anderer reagierte auf basti78 für Thema
@Michas Pfadfinderei dein Picogrill sei dir gegönnt, wenigstens ist keine 500g Bushbox oder sowas Man gewöhnt sich mit der Zeit bestimmte Denkmuster an, bei mir ist es ständiges hinterfragen ob man dieses oder jenes braucht oder ob man nocht etwas doppelt verwenden kann. Ich würde diese Tour zb. eindeutig ohne Kocher machen, ich bin allerdings auch nicht Kaffeesüchtig. Essen kann man unterwegs, oder eben kalt. Meine Erfahrung ist, dass auf einer Tour alles besser schmeckt, da kann ein stück Baguette und ein, den ganzen Tag im Rucksack gereifter, Camenbert ein wahrer Festschmaus sein! Das mit der Lagerfeuerromantik kann ich verstehen! Wenn ich also den Pico fest einplanen würde, würde ich versuchen ihn auch in dem Kochsetup zu verwenden. Also am besten einfach auf dem Feuer auch kochen und den Topf dann in einem Beutel verstauen um nicht alles einzusauen. Wenn man sich angewöhnt hat jedes gramm zu hinterfragen, hat sich deine Antwort mit den 3 "Kochern" einfach so absurd gelesen, da konnten viele (ja auch ich, Asche über mein Haupt) nur mit Humor drauf reagieren. Schlussendlich ist es deine Tour und das Gewicht hast du zu tragen! Viel Spaß im Schwarzwald und lass dir deinen Tee am Lagerfeuer nicht vermiesen2 Punkte -
2 Punkte
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Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
zeank und ein anderer reagierte auf Stromfahrer für Thema
Das entspricht auch meiner Erfahrung, @wilbo. Die simplen Dosenkocher aus Boden und gewelltem Oberteil (resp. Innenring) sind ideal, um selbst das beste Verhältnis und Flammenbild herauszufinden: Die Differenzhöhe zwischen Innenring und Oberkante Bodenteil definiert den Topfabstand. Die Gesamthöhe beeinflusst die Betriebstemperatur, weil mehr heißes Blech die Vergasung beschleunigt. In einem gewissen Bereich brennt ein solcher Kocher nahezu rückstandsfrei.2 Punkte -
Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
Hiker2691 und ein anderer reagierte auf JanF für Thema
Das Ergebnis der Beratung im Ultraleicht-Forum ist also jetzt, drei Kocher auf eine zehntägige Sommertour mitzunehmen?2 Punkte -
auf der letzten wintertour habe ich erstaunt den gasverbrauch beim schneeschmelzen beobachtet. mein guter alter primus / trangia-gasbrenner hat zwar zuverlässig und mit power gebrannt, aber leider recht viel gas gebraucht. zwar rechnen sich töpfe mit wärmetauscher erst ab einer gewissen tourenlänge, aber im winter weitaus früher als im sommer. auch ist in kleinen gruppen der warmwasserbedarf pro tag höher, als wenn man solo unterwegs ist. so kommt man viel eher an den “break even point” beim gasverbrauch. ich habe schon lange nach einem effektiven gasbrenner für meinen pico-85 gesucht. bisher habe ich bei bedarf den primus-trangia clone eingebaut. aber der hat ebenfalls schon unter normalen bedingungen einen gasverbrauch von 15 g pro liter. heute habe ich den gsi pinnacle 4 season stove für den pico umbauen und testen können. zusammen mit dem wärmetauscher topf von "fire maple" sinkt der verbrauch auf 10 g gas pro liter. das entspräche dem verbrauch vom msr reactor! der brennerkopf konzentriert die flamme auf die topfmitte und ist damit für kleinere topfdurchmesser geeignet. der pinnacle schlauchbrenner passt umgebaut gut in den pico-85. von den proportionen sieht das viel besser aus, als mit dem dicken trangia-gasbrenner. das einclip-set wiegt nun 127 g. der "duschkopf-brenner" ist zwar relativ laut, funktioniert aber brauchbar im flüssiggasmodus. zusammen mit meiner billo butanflasche brauchte es nur eine minute vorheizen, um dann sauber flüssiggas verbrennen zu können. bei mir gab es keine stichflammen, nur ein ganz leichtes "pumpen" aufgrund des dünnen vergaserröhrchens. vg. -wilbo-1 Punkt
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Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung
Utzel reagierte auf Stromfahrer für Thema
Ich bin seit 2012 mit Solarpanel unterwegs. Inzwischen nehme ich auch kein Netzteil mehr mit. Anfänglich war das Solarpanel eine erzwungene Wahl, weil ich in der kalifornischen High Sierra nicht mit Steckdosen planen konnte, gleichwohl aber mit Sonne rechnen dürfte. Heute nutze ich Solarpanels ab gewisser Tourdauer aus Überzeugung, weil ich das Maß an Freiheit schätze, mich nicht an der Verfügbarkeit von Steckdosen orientieren zu müssen und mich dennoch nicht bei der Benutzung meines Smartphones einschränken zu müssen. So, wie ich Esbit mag, weil man die Brennstofftabletten jederzeit abzählen kann und immer weiß, ob es reichen wird, so erlaubt mir das Solarpanel, (fast) immer zu wissen, dass ich genug Strom haben werde. OT: In diesem Thread will ich nicht die Frage diskutieren, ob ein Solarpanel die bessere oder schlechtere Lösung im Vergleich zu einer reinen PowerBank ist. (Das hängt ähnlich wie die Wahl des Kochsystems sehr von Länge der Tour, Wettererwartungen, Energiebedarf etc. ab.) Bitte seht also davon ab, hier vorzurechnen, ob und wann eine PowerBank mit Netzteil die bessere Lösung ist. Macht bei Bedarf dafür bitte einen eigenen Faden auf. Danke. Mir geht es hier darum, anhand meines eigenen Erfahrungsaufbaus die von mir durchlaufenen Varianten zu zeigen und die Erkenntnisse mit euch zu teilen. OT: Disclaimer: Ich habe alle fünf hier vorgestellten Lösungen selbst recherchiert, gekauft, bezahlt, modifiziert, wieder verkauft etc. pp. Kein Hersteller ist auf mich zugekommen oder hat mich mit Rabatten versorgt oder was immer auch jemand noch vermuten könnte.1 Punkt -
titanium bushcraft bottle
Madeirense reagierte auf wilbo für Thema
Auf der Suche nach einer leichten Flasche die ich für heißes Wasser verwenden kann, bin ich bei "Ali"auf folgende bottle gestoßen. https://de.aliexpress.com/item/Tomshoo-750-Ml-Full-Titanium-Wasserflaschen-Beweglicher-Erwachsene-Ultraleicht-Outdoor-Sports-Reisen-Camping-Wandern-Flasche-Mit/32847286400.html?spm=a2g0s.8937460.0.0.UmjYSK Titan bottle, 135 g Titan Deckel, 25 g Kunststoff Deckel, 30 g Die Titan Flasche hat ein Volumen von 750 ml und eignet sich auch um heißes Wasser aufzunehmen. Der Boden ist durch eine Falz verstärkt, so dass er sich bei zunehmenden Innendruck nicht nach außen beult. Beide Deckel verschließen, selbst bei kochend heißem Wasser, die Flasche vollkommen drucksicher. So kann man die bottle auch im Schlafsack als Wärmflasche verwenden. Allerdings verwende ich dafür den doppelten cosy, da die Metalloberfläche der Flasche doch sehr heiß wird. Um die Wärmeableitung im cozy am Hals zu reduzieren habe ich der Flasche noch einen Wärmekragen verpasst. Dieser "donat" hält erstaunlich viel Wärme ab und nimmt sogar meinen Trinkbecher griffbereit auf. Der Drahtgriff am Titandeckel ist allerdings etwas dünn geraten und aus sehr weichem Titan gefertigt. Beim Festschrauben verbiegt sich der Draht schon sehr deutlich. Man könnte ihn aber auch einfach abbauen und durch einen stabileren Draht oder eine Schnur ersetzen. Zum Wasser kochen im Feuer hatte ich mir bei „Ali“ einen „Fischmaulspreizer“ bestellt. Leider musste ich feststellen, dass dieser Griff 30 g wiegt. Das geht mit einem myog-Griff aus Edelstahldraht deutlich leichter, (8 g). (Weil ich schön in Schwung war, habe ich bei der Gelegenheit habe ich gleich 6 weitere gemacht. Wer also Interesse an so einem bushcraft ul-Griff hat, kann sich bei mir melden. Dieser Griff hält allerdings nur bei den dünnen Flaschenhälsen. Für die dicken Nalgene und Kanteen Weithalsflaschen ist er doch zu zart gebaut.) Im großen und ganzen bin ich mit meiner improvisierten 233 g Iso-Flasche ganz zufrieden. 2 x cosy 40 g cosy-donat 20 g Becher 60 g VG. -Wilbo-1 Punkt -
Bin mir ziemlich sicher, das liegt an deiner kleinen Tasse. Da geht halt die meiste Hitze links und rechts vorbei.1 Punkt
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Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
Michas Pfadfinderei reagierte auf schrenz für Thema
Auf die Schnelle fallen mir nur zwei ein, ich war aber nicht überall drin weshalb es mehr sein dürften: Eine Riesending in der Nähe von Haussach, zweistöckig (!) und wohl ziehmlich bekannt und eine kleine Hütte am Ausgang des Schwarzwalds kurz vor Lörrach, bietet sich für die letzte Nacht an, Bild war sogar kürzlich hier im Forum, ich schau am Wochenende mal ob ich den Namen finde.1 Punkt -
Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
Michas Pfadfinderei reagierte auf wilbo für Thema
Nee, ich habe den Pico vorsichtig demontiert und dann gebohrt. Je nachdem wo Du die Löcher positionierst, müsste das aber auch gefaltet funktionieren.1 Punkt -
Es ist egal wo du es kaufst und welchen Ländercode es hat. Den Ländercode musst du zur Registrierung nicht angeben (keine Ahnung wofür der da ist). Manche Shops liefern die PLBs nur gegen eine Bootsnummer aus. Es gibt aber auch viele, die es ohne versenden. Dabei ist es egal, in welchem Land du bestellst. Ich habe einfach nach einem günstigen Angebot geschaut. Die Registrierung machst du dann in UK. Sie nehmen Registrierungen aus Ländern an, wo es nicht möglich ist, das PLB zu registrieren.Es kann deshalb sein, dass sie dir sagen, dass du es in Deutschland registrieren sollst. Dann schreibst du ganz nett zurück, dass du kein Boot hast und es in Deutschland ohne Boot nicht registrieren kannst. Die Prozedur dauert ein paar Monate, aber das PLB kannst du trotzdem schon verwenden.1 Punkt
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Das Asta mid und das Asta 4p inner ergibt ein nettes Familien shelter mit gut 2 kg. Außenzelt, 785 g Heringe + Schnüre, 200 g Innenzelt, 4 Personen, 830 g verstellbare Esvo Stange, 180 cm, 290 g Zusammen 2.105 g, _ für 5,5 qm Innenzelt Das große inner hat eine Grundfläche von 235 x 235 cm, bei 10 cm bathtub floor. Die offene Spitze schafft, bei 150 cm Höhe, mehr Abstand zum fly und ermöglicht den Einsatz mit verschiedenen Außenzelten. Es hat zwei T-zip Eingänge und kann damit offenen und luftig aufgebaut werden. Die vertikalen Reißer sind leider nicht Einhändig bedienbar, was aber mit einer mittigen Bodenfixierung einfach zu lösen wäre. Ansonsten sind die 3c Reißer voll ok. Bei Schmuddelwetter könnte ein Eingang mit einem Tarp überdacht werden und so als große Apsis dienen. Der Boden ist eher leicht gehalten aber die Nähte wurden sogar getaped. Aussen- und Innenzelt können mit 4 extra Karabinern gekoppelt und in einem zug auf- und abgebaut werden. Zusammen mit dem Knot Tarp, wird das Asta mid zu einem richtigen 4 Personenzelt incl Apsis. Mit Trekkingstock, einer Paddelhälfte oder einem Ast aufgebaut, bekommt man zusätzliche 3,3 qm geschützte Bodenfläche zum lagern oder kochen. Tarp, 485 g, + Tarp-Spanner, 25 g _ ergibt zusätzliche 3,3 qm . Insgesamt wären das mit großem inner, 2.615 g für knapp 9 qm überdachte Fläche! VG. -Wilbo-1 Punkt
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Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?
Kalteicher reagierte auf Michas Pfadfinderei für Thema
@Kalteicher Hey Christian, sorry wenn es für dich so rüber kam. Ich habe deinen Beitrag keinesfalls als „Ungut“ interpretiert Gerade aufgrund meiner Erfahrungen setze ich gerne auf eine (möglichst leichte) Backup Lösung. Und um die 16 Gramm für den Spiritusbrenner als dritte Option mache ich mir echt keinen Kopf. Mein momentaner Stand ist, dass ich bei einer Größenordnung von 50 Gramm Mehrgewicht ins Grübeln komme und Einzelteile überdenke. Ich tendiere zum UL Gedanken, und bin weiterhin auf der Suche nach der für mich optimalen Ausrüstung. Konsequent UL bin ich da aber noch nicht.1 Punkt -
Thourong Phedi - Thourong La Pass – Ranipauwa – Sonne pur! Mi 8.11.17 Wir haben uns nicht verrückt machen lassen. Einige gehen tatsächlich um 4:00 Uhr los. Wir nicht, wir starten um Punkt 6:00 und liegen damit wohl im letzten Viertel. Würde ich den Trail noch einmal gehen würde ich erst um 7:00 aufbrechen. Das reicht völlig aus und es ist nicht mehr so kalt. Den Aufstieg zum High Camp schaffe ich zügig bis gemütlich in 50min. Dort gibt es erst einmal ein ordentliches Frühstück. Um Punkt 8:00 geht es weiter. Nach 2 weiteren kurzen Pausen stehen wir tatsächlich auf dem Pass! Wow! Strahlend blauer Himmel, nur ein paar Gipfelwolken und ein schwacher Wind. Herrlich! Wir machen ausgiebig Fotos und sehen uns den Eissee an. Wenn man mitten auf dem Eissee steht hat man eine eindrucksvolle Perspektive. Reine Gehzeit zum Gipfel waren 2,5h. Mit den Pausen allerdings genau 4h. Auf dem Pass bleiben wir 2h, dann folgt der lange, leider etwas eintönige Abstieg. Das Tal ist teilweise ziemlich verschandelt, weil gerade eine Straße zum Pass gebaut wird. Um 16:30 kommen wir schließlich in Ranipauwa an. Das Zimmer im Buddha Hotel ist nichts Besonderes, genauso wie das Essen. Immerhin gibt es WiFi und eine warme Dusche. Morgen geht´s weiter nach Kagbeni, wir werden durch den südlichen Teil des Königreichs Mustang wandern. PS: Wir sind glücklicherweise von der Höhenkrankheit weitgehend verschont geblieben, Felix hatte auf dem Pass leichte Kopfschmerzen, nachdem er ausreichend Wasser getrunken hatte war wieder alles OK. Andere hatten da leider weniger Glück… Ranipauwa – Jomsom – Sonne pur! Do 9.11.17 Wir sind heute wieder pünktlich um 6:00 los. Zuerst haben wir versuch den Tempel zu besichtigen, leider war noch alles geschlossen. Warten wollten wir nicht, also sind wir aufgebrochen. Die Route verläuft bis Kagbeni im Königreich Mustang – was für ein klangvoller Name! Die Strecke bis Kagbeni ist wunderschön, die Dörfer sind von golden herbstlich verfärbten Bäumen umgeben. Die Hänge sind mit Terrassen bebaut, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Kagbeni ist ein recht touristisches Dorf, mit engen Gassen zwischen den niedrigen Lehmhäusern. Das Kloster ist jedenfalls wirklich sehenswert, auch wenn man im Tempel selbst nicht fotografieren darf. Das Kloster ist recht lebhaft, Kindern wurden gerade die Haare abrasiert und danach gab es Mittagessen. Die weitere Strecke von Kagbeni nach Jomsom ist leider sehr öde und nervig. Ein starker Gegenwind auf einer staubigen Schotterpiste macht keinen Spaß. Irgendwann um 15:00 kommen wir ziemlich K.O. in Jomsom an und beschließen bei einer Kaffeepause doch zu bleiben und nicht weiter zu wandern. Wir werden sehr freundlich empfangen und buchen für 6 € ein komplettes 4er Zimmer. Das Essen ist ebenfalls sehr lecker! Heute sind wir 25km gewandert, morgen warten 21km auf uns. Damit haben wir in 2 Tagen wieder einmal 3 Etappen geschafft.1 Punkt
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Bhrakag – Akklimatisierungstag, Sonne! So 5.11.17 Wir hatten gestern beschlossen heute zum Ice Lake zu wandern. Das ist ein Aufstieg von 1200Hm auf 4625m. Um 5:45 Uhr klingelt wie immer der Wecker und wir holen das vorbestellt Frühstück ab (2 Eier, 2 Chiapati-Fladen, und ein Franzbrötchen bzw. Cinnamon Roll) und los geht´s. Der Aufstiegt ist mühsam aber ich finde schnell mein (langsames) Tempo mit dem ich gut vorankomme. Felix ist schneller, macht aber immer wieder Fotopause, so dass wir uns immer wieder treffen. Nach 800 Hm kommen wir zum Teehaus, wo wir Milchkaffee trinken und unsere Franzbrötchen essen (Franzbrötchen werden üblicherweise auf 15 Hm gegessen und nicht auf 4250m!). Die restlichen 400Hm gehen besser als erwartet, was natürlich an den Franzbrötchen liegt ;-). Wir kommen zuerst an einem kleinen ausgetrockneten See vorbei, wo uns einige Leute mit Maultieren begegnen. Ein kurzes flaches Stück weiter liegt der grün schimmernde Ice Lake. Traumhaft schön umgeben von schneebedeckten Bergen. Ich beschließe zu baden, halte es aber nur wenige Sekunden in dem fast 0°C kalten Wasser aus. Leider klappt es mit den Fotos nicht so richtig. Auch die Fotos von Felix sind nicht wirklich gut, also gehen wir beide noch einmal in Wasser und machen bessere Aufnahmen. Danach reicht es erst einmal mit dem Baden und wir machen nach dem Mittagessen in der Sonne Siesta. Nach fast 4h am See auf 4625m machen wir uns auf den Rückweg, nicht ohne im Teehaus noch einmal Kaffeepause zu machen. Beim Abstieg sammeln wir bei knapp 4000m jeder ein Pfund Wacholderbeeren. Vielleicht lässt sich daraus ein besonderer Gin machen. Ich werde es versuchen. Um 17:00 Uhr sind wir wieder im Hotel, 30 min bevor es dunkel wird. Ein wahnsinnig schöner Tag geht mit einem sehr reichhaltigen Abendessen zu Ende. Bhrakag – Khangsar – Yak Kharka – wolkenlos, Sonne pur! Mo 6.11.17 Heute wollen wir einen kleinen Abstecher nach Khangsar machen und die Big Wall ansehen. Ich wache nach den 1200 Hm gestern erstaunlich fit auf. Los geht´s – aber vorher kaufen wir noch Proviant für heute aber auch für den Pass ein. Außerdem finde ich für 6€ noch eine Fleecehose. Die Passform ist zwar eher schlecht, aber ich werde mich über den zusätzlichen Wärmegewinn noch freuen, weil es in den Restaurants beim Abendessen in der Regel eisig kalt ist. In Manang trinken wir einen Lavazza Latte Macchiato – purer Luxus! Danach geht es weiter nach Khangsar, wo wir die mitgebrachten Apfelteilchen und Schokocroissants zum Frühstück essen. Gut gestärkt geht es ein gutes Stück hoch nach Middle Khangsar und weiter nach Upper Khangsar. Upper Khangsar wirkt wie eine verlassene Ruinenstadt – echt sehenswert! Man steigt ca. 400 Hm bis hierher auf und folgt dann flach den Berghang weiter bis man wieder ins Flusstal absteigt. Den Fluss überquert man wie üblich auf einer Hängebrücke. Kurz danach triff man wieder auf den Annapurna Circuit. Das Stück nach Yak Kharka ist ziemlich flach. Bin nach dem langen Tag doch ziemlich müde und ich freue mich über eine heiße Dusche, ein leckeres Abendessen und gehe heute sehr früh schlafen. Yak Kharka – Thourong Phedi – Sonne pur! Di 7.11.17 Habe einigermaßen gut geschlafen, mir war mit der Fleecehose fast ein wenig zu warm. Das Ding ist Gold wert! Wir schaffen den Aufstieg nach Thourong Phedi in 2h 15min und bekommen noch ein super Zimmer mit eigener Toilette. Leute, die nur 30-45min später ankommen müssen bei den Zimmern schon Kompromisse machen. Nach dem wir das Zimmer bezogen haben, gibt es ein sehr sättigendes Frühstück (Potatoe Omlett und ein riesiges Brötchen) sowie meinen mitgebrachten Kaffee und Milchpulver. Ansonsten ist heute nur faulenzen angesagt. Man merkt bei den Leuten eine leichte Nervosität, da dies die letzte Nacht vor der Schlüsseletappe Thourong La Pass ist. Nachts wache ich leider wieder kurz mit Atemnot auf, ansonsten habe ich mit der Höhe keine Probleme.1 Punkt
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Brathang - Ghyaru, wolkenloser Himmel Fr 3.11.17 Das Bett war echt bequem und nach dem Aufstehen gibt es erst einmal für jeden 2 Kaffee. Der Weg nach Dhibur Pokhari ist wirklich toll, er wurde teilweise aus dem Fels herausgesprengt. Die Pfützen haben eine 5mm dicke Eisschicht und beim Wandern ist mir fürchterlich kalt. Weiter führt der Weg durch schöne Wälder und dann in einer Ebene nach Upper Pisang. Es ist ein nettes Dorf und wir probieren zum ersten Mal Tsampa. Schmeckt ganz OK, muss ich aber nicht jeden Tag haben. Nach dem Frühstück schlendern wir durch den Ort, fotografieren und besichtigen die Gompa. Dann geht es einen wunderschönen Trail flach weiter nach Ghyaru. Nur das letzte Stück zieht sich, weil 300m steile Höhenmeter zu überwinden sind. Kurz nach 13:00 kommen wir an und finden ein nettes und günstiges Zimmer. Jetzt gibt es erst einmal ein Special Dal Bhat zu Mittag. Am Nachmittag habe ich die 250 Jahre alte Gompa besucht und im Dorf viel fotografiert. Annapurna II ist natürlich das Hauptmotiv. Von Ghyaru kann man die beindruckende Nordwand sehe, rechts daneben sind Annapurna III und Gangapurna. Mit der Dämmerung wird es wieder sehr kalt und wir sitzen mit Mütze und Handschuhen im Speiseraum. Hier gibt es keine Dusche und schon gar kein warmes Wasser – ich vermisse sie nicht. Nachts wache ich wieder um 2:30 mit leichter Atemnot auf und schlafe nach 20min wieder ein. Ansonsten habe aber keine Symptome einer Höhenkrankheit. Ghyaru - Bhrakag, leicht bewölkt, am Nachmittag ein kurzer Graupelschauer Sa 4.11.17 Bis auf mein Aufwachen um 2:30 wegen Atemnot habe ich sehr gut geschlafen. Heute haben wir wieder eine leichte und kurze Etappe. Kurz nach Ghyaru sehen wir eine Gruppe riesiger Greifvögel. Die Landschaft ist heute wieder überwältigend. Wir passieren Annapurna II und Gangapurna und blicken in Bhraka auf Annapurna III. Um 8:00 gibt es ein leckeres Frühstück in Nawal im Peaceful Hotel. Auf dem Weg dorthin haben wir noch eine alte Festungsruine passiert. In Nawal besuchen wir das Kloster auf dem Weg nach Julu. Der Weg nach Bhraka liegt zwar am Schluss auf der Straße, ist aber trotzdem schön. Kurz vor Bhraka essen wir einige Samossa zu Mittag. Samossa sind frittierte Teigecken, gefüllt mit Kartoffeln und Linsen – super lecker! Den Nachmittag nutzen wir noch um die über 500 Jahre alte Gompa zu besichtigen. Wir haben Glück, dass die Gompa für uns aufgeschlossen wird und nutzen die Gelegenheit für Fotos. Die Gompa liegt höher als der Ort und die Aussicht von dort lohnt den Aufstieg. Am Abend gibt es Knoblauchsuppe und Kartoffeln mit Gemüse und Ei. Wir besprechen was wir nun machen: Annapurna Circuit mit Thorung La Pass oder den Tilicho See und von dort weiter nach Jomsom. Der Hüttenwirt rät uns dringend ab, die Strecke Tilicho Lake – Jomsom zu wandern. Es sei zu gefährlich. Die Alternative „Abstecher zum See und zurück“ würde 3 Tage benötigen. Dann könnten wir den Circuit nicht vollenden. Wir entscheiden uns beide einfach den Circuit weiter zu wandern. Am Abend haben wir beide leichte Kopfschmerzen und ab und zu leichten Schwindel. Die Symptome sind aber sehr leicht und kaum wahrnehmbar.1 Punkt
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cumulus climalite full zip - must have oder nice to have
swift reagierte auf cafeconleche für Thema
Heute (also 2 Tage nach meinem Anruf) kam ein kleines Päckchen an. In unserem Haus war man sich einig: das könne nicht die Jacke enthalten, mit der ich alle verrückt gemacht habe. Warse aber. Bestellt habe ich die Climalite Fullzip Lady in Größe L, und das ist auch gut so. Sie spannt nirgends, es passt auch noch eine Schicht mehr drunter (falls es mal wirklich kalt sein sollte), reicht über den Hintern, und für die Mitte brauchts, obwohl tailliert, keine Wespentaille. Sitzt gut, sieht gut aus. (Zur Größeneinordnung: Ich bin 1.63, habe eine große Rumpflänge für diese Größe, bin eher weiblich gebaut und bringe 66 kg auf die Waage). Die Frauenjacke ist in L unten am Abschluss weiter als die Männer-S, die ich probetragen durfte, und hat dort kein elastisches Einfassband als Abschluss, sondern einen Gummizug im Tunnel. Ich denke: hübscher, aber sicher etwas schwerer. An den (langen) Ärmeln elastisches Einfassband als Bündchen; kann man prima bis zum halben Unterarm hochschieben zur Temperaturregelung; höher in Richtung Ellenbogen wird das Gummiband sehr eng. Es gibt nur zwei Reißverschluss-Taschen - nicht riesig, aber für mich von der Größe gut ausreichend: Dicke Handschuhe passen rein, oder meine Hände; das Telefon, Taschenlämpchen und -messerchen auch. Groundhogs? Nur wenn die Handschuhe nicht drin sind. Keine Innentasche, also nur eingeschränkt großstadtgeeignet (wie bei so vielen Damenjacken, aber viele Frauen wollen wohl nicht mit einseitig erhöhter Brust herumlaufen). Auf den Schultern ist der Außenstoff fürs Rucksacktragen verstärkt. Ein echtes Manko aus meiner Sicht ist, dass die Kapuze, anders, als es in der Cumulus-Beschreibung steht, nicht immer eine uneingeschränkte Sicht gewährleistet. Es fehlt nämlich der Gummizug am Oberkopf (den es beim Männermodell und auch bei einigen der Daunen-Frauenjacken gibt). So etwas stört / gefährdet beim Radeln doch sehr. Und wie ich damit umgehe, dass meine FroggToggs-Regenjacke, auch Größe L, ca. 5cm kürzer ist als die Climalite, muss ich mir noch überlegen. Wahrscheinlich muss ich die Climalite dann in die Regenhose stopfen. Und das Gewicht? Meine Waage sagt: 299g. Zum Lieferumfang gehört noch ein kleines Beutelchen, das weitere 12 g wiegt.1 Punkt -
Kochgeschirr für 2x
zeank reagierte auf Stromfahrer für Thema
Ne, leider nicht. Ich habe meinen (schön weichen) aus den ODS-Kleinanzeigen. Andere Quellen habe ich nicht selbst getestet. Das Thema hatte wir aber im März (?) zuletzt schon mal irgendwo im Forum.1 Punkt -
Die quälende Rucksackwahl
Wanderfalke reagierte auf der_ploepp für Thema
Terra Nova Laser Elite 20? Der hat zumindest die Aussentaschen und Rolltop. Schön leicht und günstig - leider idR ausverkauft.1 Punkt -
Hatte mal die Boxer in der UL Variante und fand die war Mist. Die hatte irgendwie keinen vernünftigen Bund oben und rollte sich immer ein wie ne abgeschnittene Strumpfhose.1 Punkt
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Ich kenne die Armlinge vom Laufen, sind super angenehm (weich), aber auch sehr dünn. Hab sie auch schon ne Weile, sind noch einwandfrei. Unterwäsche hatte ich allerdings noch nicht. Hatte sie bei Racelite gekauft, vielleicht findest du dort noch Erfahrungswerte.1 Punkt
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@zeank @Tie_Fish OT: Vergleicht doch mal den Abstand von Brenneroberkante zum Topfboden. Es würde mich wundern, wenn die ähnlich sind ...1 Punkt
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Oder zu viel? Ich hab auch Sideburner (selbstgebastelte) und zumindest bei denen mit "echten" Jets auch keine Rußbildung. Meiner Beobachtung nach bildet sich Ruß, sobald die Flamme nicht mehr nur rein blau ist, also einen gelb-Anteil hat. Und wenn ich es richtig verstehe, passiert das wenn mehr Sauerstoff aber weniger Temperatur bei der Verbrennung herrscht. Sobald der Topf zu weit vom Brenner weg ist, passiert genau das zB. Bin ich der letzte, der da was dagegen sagt :-p1 Punkt
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Ich vermute, dass die Warnung vor heißen Flüssigkeiten aufgedruckt ist, um zu vermeiden, dass sich Leute die Finger verbrühen, wenn die Tee da rein füllen, ohne den Neoprenüberzug zu verwenden. Wenn in den 80ern bei den Pfadfindern einer mit amerikanischem Militärmaterial angetroffen wurde, schrie die ganze Meute im Chor: "Do not heat! -- Do not eat!" Denn solch sinnhafte Warnungen pflegten damals auf allerlei Gummiartikeln der Amis aufgedruckt zu sein. ;0)1 Punkt
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Nachfolgend ein paar Impressionen meiner Tour über das Vater- und Muttertagswochenende vom Elbsandsteingebirge durch die Böhmische Schweiz und das Zittauer Gebirge bis zum Jeschken (CZ). Start in Ostrau, Malerweg bis kurz vor Hrensko. Ab da weiter auf dem Kammweg (nach dem Kammwegführer - Vom Jeschken zum Rosenberg), der sich zu einem guten Teil mit dem E3 bzw. dem EB (Internationalen Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest) deckt. Die Route ist im verlinkten Kammwegführer entgegengesetzt beschrieben und sieht eigentlich noch eine 13,5 km-Etappe von Jermanice bis zum Jeschken vor, die ich mir aus Zeitgründen gespart habe. Übernachtungen: Boofen im Elbsandsteingebirge, in einem hübschen kleinen Umgebindehaus in Lückendorf (Gewittervorhersage), jeweils unterwegs nahe Jonsdorf und einige km vor dem Jeschken. Die Tour war landschaftlich sehr abwechslungsreich und andere Wanderer traf ich selten. Tourstart- und ende (Liberec) sind mit Öffentlichen gut zu erreichen, Proviant nachkaufen lässt sich auch immer gut einrichten. Edit: Die Gesamtlänge des Kammwegs beträgt 112,5 km. Mein erstes Mal Boofen an einer offiziellen Freiübernachtungsstelle am Fuß der Schrammsteine. Entlang der Elbe. Der Kammweg verläuft teilweise entlang der sogenannten Schöberlinie, die Teil der tschechoslowakischen Grenzbefestigung der 1930er Jahre und mit ca. 9100 Bunkern befestigt war. Anfangs verwundert der Anblick von Bunkern inmitten von Wiesen und Wäldern noch. Manch einer wird auch kreativ genutzt - so z.B. jener mitten im Wald, auf dem ein Hochsitz installiert wurde. Paulinengrund entlang des Kreibitzbachs. Kleiner Abstecher durch das Lauschemoor. Fast wie in Schweden Wegführung durch einen alten Hohlweg, im Sonnenstrahl einer der zahlreichen Grenzsteine, die die Deutsch-Tschechische Grenze markieren. Blick vom Hochwald - am Horizont die Lausche. Fast da: Der Jeschken mit seiner unverwechselbaren Bebauung. Blick vom Jeschken. Der Kammweg folgt diesem Kamm bis zum Velky Vapenny (Großer Kalkberg; von rechts hinten der zweite Hügel).1 Punkt
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Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung
ElQuintin reagierte auf Stromfahrer für Thema
Lösung 5: Dünner, leichter, flacher – China II (72 g, 5 Watt, 2500 mAh LiPoly, 66 g mit integrierter Anschlussleitung) Was ging da noch? Das Panel konnte kaum leichter werden, ein bisschen Spielraum beim Befestigungssystem sah ich. Die PowerBank konnte nur durch LiPoly-Akkus und Kunsttoff leichter und flacher werden. Das potenzielle Abreißen der Anschlussleitung auf dem Rucksack könnte man evtl. verhindern. Die Anschlussleitung konnte kürzer werden, wenn der Anschluss näher an die PowerBank rückte. Ich verkaufte @inspectorNorse die Lösung 4 mit etwas Wehmut auf dem Herbsttreffen und besorgte mir ein ähnliches A5-Panel mit geringfügig anderem Zuschnitt und um 90° gedrehtem USB-Anschluss. Die Löcher in den Ecken machte ich nur noch 1,5 mm stark und verzichtete auf die Messingösen. Statt Material und Gewicht für eine Schlaufe durch eine Öse zu verschwenden, zog ich das Shock-cord-Ende mit einem dünnen Faden unter Spannung verjüngt durch das kleine Loch und sperrte es mit einem Knoten. Die Filofax-Lochleiste ließ ich dran und erweiterte die Löcher für A5-6-fach-Lochung, weil ich das Teil tatsächlich einer Kladde einheften können wollte. (Hier schlummern also noch ein paar Gramm für die Schere.) Auch das Prinzip des Befestigungssystems änderte ich: Statt vier einzeln angeknoteter Handschuhkarabiner spannte ich die Shock-cord von einer Ecke zur nächsten und ließ die Handschuhkarabiner frei laufen. Das sparte etwas Leine und machte das Befestigungssystem dennoch vielseitiger. (Diese Lösung habe ich ähnlich inzwischen auch am PowerTAB; sie ist oben auf den Fotos zu sehen. Dort kann man auch sehen, wie ich die Shock-cord verstaue, wenn ich das Panel wegpacke, damit nichts herumlabbert.) Die gewählte PowerBank mit 2500 mAh war fast so flach wie der USB-Ausgang des Panels. Also verzichtete ich auf den hohen Auftrag einer Klettlösung und klebte die PowerBank am Ende der Versuchsphase mit Silikon direkt auf das Panel (Tipp: Laaange trocknen lassen, sonst wird das nichts). Sekundenkleber wäre solider gewesen, aber Silikon erlaubt es, die PowerBank notfalls gegen eine andere zu tauschen, ohne das Panel zu zerstören. Erkenntnisse aus dieser Phase: Gesamtgewicht inkl. Befestigungslösung rund 160 g. UL-mäßig war ich scheinbar angekommen. Das Panel ist so gut wie das vorgenannte und lieferte zuverlässig genug Energie, um die PowerBank zügig zu laden. Die PowerBank ist von geringerer Qualität und Kapazität als die in Lösung 4, dafür aber fast so flach wie der USB-Anschluss unter dem Panel, dass ergibt eine wunderbar flache Gesamtkonstruktion. Gleichzeitig wirkt die flächigere PowerBank etwas stabilisierend auf das Panel. Der USB-Anschluss zeigt zur breiten Seite, im Gebrauch also nach unten. Das ist günstiger hinsichtlich des Schutzes des Anschlusses und näher am Eingang der PowerBank. 2500 mAh sind leider die Unterkante der Dauerversorgung, wenn ich, wie inzwischen normal bei mir, regen Gebrauch von meinem Smartphone mache. Nach zwei Regentagen mit unverändertem Smartphone-Einsatz ist da nicht mehr genug Reserve. Das ist aber nicht der PowerBank anzulasten, man muss nur wissen, ob man lieber energiesparsam unterwegs ist oder mehr Puffer haben will. Im UL-üblichen Sparbetrieb reicht diese Lösung hingegen völlig aus. Einziges Ärgernis: Die integrierte USB-Anschlussleitung der PowerBank ist recht kurz und der Stecker um 180° verdreht und darum nicht gut geeignet, um beim Laufen mit dem Panel verbunden zu werden. Wer weiß, vielleicht setze ich da irgendwann wieder an.1 Punkt -
Impressionen von Touren
dermuthige reagierte auf fettewalze für Thema
Mit Sonnenbrand vom Skye Trail, zu Fuß von Uig nach Broadford, zurückgekehrt. Die ersten beiden Tage Regen, Hagel, Sturm, danach größtenteils freundlich, die letzten beiden Etappen Sonne pur, nachts dafür mit Minusgraden. Ich hatte größtenteils das Gefühl der einzige Wanderer auf dem Trail zu sein. Erst gegen Ende sind mir ein paar Wanderer begegnet, die ebenfalls den gesamten Trail laufen wollten. Sonst bin ich nur mit Tageswanderern und Einheimischen in Kontakt gekommen. Ben Nevis mit Weitsicht und City Sightseeing (Inverness, Edingburgh, Glasgow) in Schottland waren zeitlich, auch Dank des guten Wetters, leichten Gepäcks und des Explorer Passes von Citylink, ebenso möglich. Relevant gear: GG Mariposa, Rab Element 2 + Ikea GS, 20 Jahre alter Yeti-DaunenSs +5°, BW Geländeschuhe, Poncho, Handschuhe!, kaltes Essen, keinerlei Wasseraufbereitung Bilder sind unbearbeitet und stammen von einem "Knipser". Ben Nevis: Blick auf Skye:1 Punkt -
Autarke Touren
rudidercoole reagierte auf martinfarrent für Thema
OT: Nur mal zum Überlegen: Bei BPL klappt's auch ohne Prinzipiendiskussion, weil keiner irgendeine Veranlassung sieht, mit Gewichtsgrenzen einerseits oder Heavy-Orgien andererseits zu provozieren. Man geht einfach davon aus, dass die Leute ihre eigenen Entscheidungen begründen können, dass alle möglichst leicht sein wollen, dass es nicht immer federleicht hinkommt usw.. Liegt vielleicht ein bisschen daran, dass der Anteil der Winter-Tourer ziemlich hoch ist. Liegt aber sicherlich auch an der Unlust, sich ewigen Krieg zu liefern.1 Punkt -
Autarke Touren
rudidercoole reagierte auf SouthWest für Thema
Es passiert was immer passiert. Jever mischt sich ein (diesmal wieder betont arrogant) und die Schwachsinnsdiskussion beginnt. Das wird wie immer nichts bringen. Mich interessieren auch mehr Details von @BohnenBub. Ihr wart 32 Tage unterwegs? Die ganze Zeit autark? Ich könnte auf den Bericht von berniehh warten aber bin zu ungeduldig... Kannst du noch was zum Baseweight sagen, zum mitgetragenen Futter und zu den verwendeten Extras wie Eisausrüstung?1 Punkt -
...und was wohl noch nicht aufgefallen ist: ich habe mal wieder recht. Es gibt eine Gruppierung (z.B. Dani), die einen Gegenstand eindeutig und unkündbar mit dem Attribut "ultraleicht" verknüpfen, und alles, was mit der Liste an so gebrandmarkten Gegenständen nicht erreichbar ist und/oder die zufällig gewählte Grenze von 5kg sprengt, als nicht UL ablehnen. Dann ist da die Gruppe (z.B. mit mir), die als erstes ein Blick auf die Tour und die Anforderungen werfen und basierend darauf entscheiden, was die leichteste Ausrüstung ist, mit der die Tour unternommen werden kann. Das kann dann auch mal ein 2.5kg schwerer Rucksack sein oder ein dickes Zelt. Oder anders gesagt: die Tour definiert, welcher Gegenstand "ultraleicht" ist, welcher zu schwer und welcher den Anforderungen nicht gewachsen ist. Und dann haben wir noch die dritte Gruppe, die die Argumente aus Gruppe zwei nicht immer vor Augen haben und dann z.B. im Rucksackthread Teer und Federn hervorkramen, wenn jemand einen Gegenstand präsentiert, der nicht dem eigenen Fokus entspricht. Gruppe drei kann man noch was beibringen, bei Gruppe eins kann man nur den Kopf schütteln. Der Sinn der Gewichtseinsparübungen besteht darin, mit weniger mehr zu erreichen, aka "weiter höher schneller" und nicht darin, sich Mauern aufzubauen und einzuschränken. Wäre mir zu doof, auf etwas zu verzichten, nur weil ein blöder Ami irgendwann mal gesagt hat: "für meine Tour sollten 5kg reichen".1 Punkt
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Autarke Touren
rudidercoole reagierte auf draussen für Thema
Autark heisst ja auf sich gestellt sein und nicht von einer zur nächsten Zivilisationsstation zu wandern. Ein Spot kann ein tolles Gerät sein mit einer guten Idee dahinter. Ein Notruf absetzen heisst aber noch lange nicht, dass man gerettet wird. Vor allem nicht sofort. Man ist also besser beraten wenn man sich umsichtig verhält und seine Ausrüstung entsprechend zusammenstellt. Zum Beispiel mit Redundanzen. Als Beispiel nehme ich noch eine 5mm Evazotte Matte mit damit ich nicht ganz ohne Isolation bin wenn die TAR abkackt. Flicken ist nicht immer möglich. Nach einem nassen Erlebnis bei 0º Celsius führe ich Notkleider mit, bestehend aus Primalofthose und Pullover sowie leichte Regenkleider und Sealskinz Socken. Das ganze wiegt 1000g. Oft schon wollte ich sie zu Hause lassen aber wenn ich an jene nasse Situation denke nehme ich sie trotzdem mit. Mit UL hat das nichts mehr zu tun aber wenn man sich trotzdem an den UL Gedanken orientiert ist der Rucksack am Ende trotzdem 5kg leichter.1 Punkt -
Autarke Touren
rudidercoole reagierte auf BohnenBub für Thema
Gegenden, in denen Winde zu erwarten sind, die ein halbwegs stabiles Shelter notwendig machen. Gegenden wo tagelanger Dauerregen bei knapp über 0°C aushaltbar sein muss oder die eine oder andere Nacht auf Gletschern machbar sein sollte. Spielt aber eigentlich überhaupt keine große Rolle in welchem Klima die zwei betrachteten Tourlängen stattfinden. Ob ich 1 Woche in Skandinavien bin oder 3 – die Ausrüstung bleibt nahezu völlig gleich. Mein Baseweight für die zurückliegende Himalaya Tour war inklusive Spot und iPhone 7 Plus mit dem 1,1kg HMG Porter 4400 exakt 5kg. Wäre nicht Proviant für 21 Tage mitzunehmen gewesen, sondern nur für eine Woche, hätte ich beim Rucksack 500g sparen können. Mit Gletscherausrüstung (Steigeisen, Pickel, Seil, Bergungsbrimborium) kommen noch 1,9kg hinzu. An veränderlichen Posten sehe ich tatsächlich nur den Rucksack – und zusätzlich noch, das hatte ich oben vergessen, Stromzufuhr. Bei langen Touren habe ich eine 350g 20.000mAh Powerbank dabei, die für 3 Wochen Navigation auf dem Telefon wunderbar reicht und auch noch die Akkus der Kamera laden kann. Für kurze Touren reicht entsprechend auch 1/3 davon. Das hatte ich vorhin vergessen. Fazit: Dieses Ausrüstungsmehrgewicht von 500-600g ist in Relation zum Mehrgewicht des Proviants völlig vernachlässigbar aus meiner Sicht.1 Punkt -
Autarke Touren
rudidercoole reagierte auf dani für Thema
auf einem PCT z.b. werden einige paare schuhe, hosen, t-shirts verbraucht. hinzu kommt, dass man für gewisse passagen evtl. einen pickel, steigeisen oder gar schneeschuhe etc. benötigt oder je nach länge der tour zusätzliche iso-kleidung. all das muss man aber für die ganze tour mit sich rumtragen. hinzu kommt, dass auf einer langen autarken tour weit abseits der zivilisation redundanz das A und O ist. sonst kanns schnell mal die letzte tour gewesen sein. wie auch schon andernorts geschrieben, kann man sich den rucksack gerne mit 20kg der ultraleichtesten ultraleicht-ausrüstung vollstopfen. ob das dann noch ultraleicht ist? ich bezweifle es. aber wem es spass macht, wieso nicht. der entscheid liegt bei jedem einzelnen. das forum kann nur ideen und vorschläge bringen, seinen rucksack muss schlussendlich jeder selber tragen. oder mit anderen worten: je weiter von der zivilisation entfernt, desto schwerer. *** einige gedanken-experimente weil mein rucksack schön leicht ist knicke ich nicht um beim laufen und kann leichte schuhe tragen in denen ich schneller laufen kann weshalb mir immer schön warm ist und ich weniger iso-kleidung benötige wodurch mein rucksack leichter wird etc. weil ich viel gewicht dabei habe brauche ich stabile schuhe, damit ich nicht umknicke dadurch kann ich nicht so schnell laufen wodurch meine zurückgelegte distanz abnimmt und ich mehr tagesetappen benötige und mehr mahlzeiten, die mehr wiegen wodurch mein rucksack-inhalt schwerer wird und deswegen auch der rucksack robuster sein muss und schwerer wird etc.1 Punkt -
Welche Powerbank???
tib reagierte auf kImperator für Thema
Bei den geschützten Akkus sorgt ein Schaltkreis im Akku, dass diese nicht überladen werden können. Steigt die Spannung des Akkus über einen Schwellwert, wird die Ladung abgebrochen. Zusätzlich muss noch ein Tiefenentladen verhindert werden, da sonst die Zellen permanent geschädigt werden können. Dieser Schaltkreis ist in jedem Akku. Das sorgt dafür, dass das Ladegerät "dümmer" sein kann, denn die Intelligenz zum verhindern des Überladens ist ja im Akku. Dieses ist auch der Grund, warum die Akkus länger sind. Irgendwo muss der Schaltkreis dafür ja hin gebaut werden. Die ungeschützten Akkus haben diesen Schaltkreis nicht integriert, daher muss dort das Ladegerät die Spannung überwachen und rechtzeitig abschalten. Zusätzlich muss der Verbraucher auch drauf aufpassen, die Akkus tiefen zu entladen. Also wieder wandert die Intelligenz aus dem Akku in den Verbraucher (Taschenlampe, Radio, etc). Da in diesem Fall nur dieses Miller Ladegerät Verbraucher beim Entladen, als auch Ladegerät beim Laden ist, ist es sicher. Denn das ML-102 Lädt den Akku nicht weiter, als bis zu 4,2V und lässt die Spannung nicht tiefer sinken als 2,9V. Somit ist diese Kombination sicher. Hier ein klares Ja Grundsätzlich wird die Kapazität ja in mAh angegeben. Dieser Wert ist aber nur rechnerisch. Jede Akkucharge hat eine andere Nennkapazität. In der Regel verwenden die Akkuladegeräte nur eine Ladeelektronik für mehrere Akkuzellen. Es gibt kaum zwei Zellen, welche eine gleiche Leistung haben, alle Schwanken ein wenig. Bei verschiedenen Chargen sind die Schwankungen noch größer. Und die Kapazität sinkt auch noch mit den Ladezyklen und dem Alter der Zellen. Nehmen wir an wir haben 3 Akkus in der Powerbank mit je 3333,333mAh (um auf die 10000mAh zu kommen, sind diese Parallel geschaltet). Tatsächlich stammen 2 Zellen aus Charge a mit 3200mAh und eine Zelle aus einer uralt Charge mit aktuell 3000mAh) Bei jedem Ladezyklus werden diese Zellen jedoch gleich geladen, doch nicht alle gleich Entladen. Das führt über die Dauer dazu, dass immer wieder einzelne Zellen (Tiefen)entladen werden und dadurch Kapazität verlieren. Der Prozess wird mit jedem Ladezyklus schneller, so wurden aus den angegebenen 10000mAh, reelle 9400mAh die mit jedem Ladezyklus & jedem Jahr weiter abnehmen. Nun wenn man eine Powerbank kauft, weiß man nicht, dass die eventuell schon 3 Jahre beim Händler im Lager liegt etc. Zusätzlich liefern die Zellen ja nur 2,9V-4,2V, USB braucht jedoch 5V, somit muss die Spannung hochtransfortmiert werden. Hier gibt es unterschiedlichste Chips mit den verschiedensten Wirkungsgraden (teilweise sind bis zu 30% Verluste dabei). Dannach stöpselst dein Handy dran, was die 5V wieder (mit Verlusten) auf 3,7V reduziert um den Akku zu laden... Wie du siehst gibt es hier eine ganze Menge an Variablen, die dazu führen, dass manche Powerbanks besser sind als andere ...Ist nur schwierig die bessere zu identifizieren....1 Punkt -
Autarke Touren
rudidercoole reagierte auf dani für Thema
herrlich. ul-trekking mit 30kg gepäck, weil ja die tour definiert, was ul-trekking ist. ROFL0 Punkte