Geschrieben 28. November 20169 Jr. Hallo, nachdem ich hier schon eine ganze Weile mitlese und auch schon sehr viel mitnehmen konnte (vielen Dank dafür), benötige ich jetzt doch mal Direkthilfe bei der "Schlafsackwahl". Ich plane eine Tour über den Baikalsee Anfang März. Laut Guide sollte der Schlafsack bis -20°C warm halten. Aktuell habe ich einen MYOG Quilt (200er Apex) und einen Deuter Exosphere -4. In jedem der Beiden schlafe ich mit einem 10DEN-RS-Nylon Inlet bis ca. 2°C recht entspannt. Soviel zu meinem Temperaturempfinden. Meine Idee ist nun einen etwas größeren Schlafsack zu nähen und mich mit dem Deuter hineinzulegen. Sprich Sack in Sack. Jetzt bleibt nur noch die Frage nach der Dicke des Apex. Momentan tendiere ich dazu den Außensack mit 2x200er Apex zu nähen. Shell wird PTX Quantum oder Nylon Taffeta werden. Was denkt Ihr, könnte dies für den anvisierten Temperaturbereich ausreichend sein? Komprimierbarkeit und Gewicht sind zweitrangig, da alles auf einer Pulka transportiert wird. Daune steht nicht zur Diskussion. Nähkünste sind vorhanden. Danke. Bearbeitet 28. November 20169 Jr. von sac stichworte verbessert
Geschrieben 28. November 20169 Jr. Keine Ahnung, ehrlich gesagt! Aber wühl Dich doch mal durch die Angaben der KuFa-Sack-hersteller. Bei Ajungilak wäre z.B. eine Temp von -20 ca. ein Füllgewicht von 1800-1900 gr., bei Mountain Equipment ein Loft von ca. 20 cm. Bearbeitet 28. November 20169 Jr. von paddelpaul
Geschrieben 28. November 20169 Jr. -20 ist schon ordentlich kalt, , Kufa wird da schon schwer und unhandlich, auch wenn du Deuter gewöhnt bist. ich würde 8 OZ Apex plus Primaloft nehmen, dann auch PTX. steht zwar nicht zur Diskussion aber,, würde es dann mit Daune (Ente) oder Wiederverwendung von Daune (Decken) überdenken. lg
Geschrieben 29. November 20169 Jr. -20 ist schon grimmig kalt. Aus meiner Sicht würde ich da auch auf Daunen setzen. Daunen sind doch vor allem bei kühlem und feuchtem Wetter kritisch. Bei klirrende Frost kommt man meines Erachtens nicht ohne VBL aus. Und damit bleibt die Daune schön trocken und loftig. Allerdings sollte man das schlafen im VBL vorher mal üben.fühlt sich schon "seltsam" an. Ich nutze einen einfachen müllsack-VBL schon ab +-0 Grad. Gruß Waldkind Knowhow ist die Summe der Misserfolge http://unser-campingbus.de
Geschrieben 29. November 20169 Jr. ich lande mit meinem winterschlafsack (18 cm loft), so um und bei -15 grad. daher würde ich auch von mindestens 20 cm loft ausgehen, eher etwas mehr. mir hilft zur orientierung folgende faustformel: t-limit, (schlafen mit kleidung) = 17,5 - ( 3,5 x loft : 2 ) alle theoretischen werte würde ich aber immer in der praxis hinterfragen. such dir in deiner umgebung ein kühlhaus oder warte diesen winter auf einen anständigen kälteeinbruch, und reise geziehlt in ein "kälteloch" zum testen. ( ich habe nie mehr so fürchterlich gefroren wie bei meinem ersten winterbiwak im harz. und da gabs nur -10, allerdings mit hoher luftfeuchte) lg. -wilbo- Bearbeitet 29. November 20169 Jr. von wilbo - Signatur von mir gelöscht -
Geschrieben 29. November 20169 Jr. Hallo sac, ich mag keine Wintertouren, deshalb habe ich kein spezielles Schlafsack-Setup dafür. Als ich einmal den Westweg mit Schneeschuhen gelaufen bin, um zu testen, ob Wintertouren überhaupt etwas für mich sind, hatte ich deshalb ein aus UL-Sicht grauenhaftes Schlafsetup dabei (von innen nach außen): Lange Merino-Unterwäsche, VBL, WM Summerlite Daunensack (TLim: 2° C), Marmot Wave II KuFa-SchlaSa (TLim: -1° C). Geschlafen habe ich unterm Tarp. Mit dieser Kombi habe ich selbst in der kältesten Nacht (-23° C) wunderbar warm geschlafen, ohne dass ich zusätzliche Bekleidung anziehen musste. Vielleicht hilft dir das ja bei deiner Einschätzung? Gruß, Chobo
Geschrieben 29. November 20169 Jr. Jeder schläft anders, deshalb ist das so eine Sache mit Ratschlägen. Eine meiner kältesten Nächte im Zelt war bei -26, da waren wir mit dem Auto unterwegs, deshalb hatten wir einfach zwei KuFa Schlafsäcke ineinander, relativ schwere billige Teile. Aber die wären einzeln auch beide nur im 0 Grad Bereich tauglich gewesen, und zwei davon (plus dicke Unterwäsche, dicke Mütze etc.) haben recht gut funktioniert. Mit 2 mal 200er Apex bist Du da ja noch mal ganz ordentlich drüber. Aber bei solchen Temperaturen muss kein Risiko sein, auch wenn die Anwesenheit auf einen Guide ja darauf schließen lässt, das Du im Notfall nicht so schnell erfrierst.
Geschrieben 29. November 20169 Jr. Autor Vielen Dank für die Anregungen. VBL werde ich mit auf meine Liste setzen. Die Wintersäcke der großen Hersteller schaue ich mir auf alle Fälle genauer an, v.a. in Bezug auf Lofthöhe. Ich denke, ich werde noch ein paar Infos sammeln und dann ein paar Schichten Apex locker zusammennähen und draußen in einem "Kälteloch" testen. Dann kann ich immer noch erweitern bzw. entgültig zunähen.
Geschrieben 29. November 20169 Jr. Hallo ....was für eine Isolation zum Boden hast Du? Wenn Deine Boden-Isolation Mist ist, nützen Dir auch 20 cm Loft nichts.... (Vergess nicht im Baikalsee zu baden...wer im Baikalsee badet wird 100 Jahre alt) Wallfahrer Bearbeitet 29. November 20169 Jr. von Wallfahrer Zusatz "Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen..." "Ein Leben ohne Facebook ist möglich und auch sinnvoll"
Geschrieben 30. November 20169 Jr. phd macht nen paar angaben: http://www.phdesigns.co.uk/thinsulate-overbag oben zwei lagen (thinsulate), unten eine = 10 minusgrade mehr. ich benutze meinen zu selten, um mehr sagen zu können als: ja, halte ich für zuverlässige, eher noch vorsichtige angaben. (die teile sind sehr weit).
Geschrieben 3. Dezember 20169 Jr. Autor Hallo, als Matten dachte ich an eine zlite + ein 1,4cm Eva. Evtl kaufe ich aber auch zwei Matten vor Ort um etwas am Gepäck für den Flug zu sparen. Der PHD Overbag geht schon stark in die Richtung in welche ich gerade denke. Inwieweit in Thinsulate und Apex vergleichbar? Kennt jemand eine Bezugsquelle für Thinsulate.
Geschrieben 3. Dezember 20169 Jr. vor 43 Minuten schrieb sac: Kennt jemand eine Bezugsquelle für Thinsulate. Thinsulate P80 gibt es bei funfabric:http://www.funfabric.com/halli.php?014000_14295__Stoffe-Isolieren-und-Polstern--Thinsulate-P80 Es gibt hier im Forum auch nen Faden über Thinsulate:
Geschrieben 3. Dezember 20169 Jr. vor 51 Minuten schrieb sac: Der PHD Overbag geht schon stark in die Richtung in welche ich gerade denke. Inwieweit in Thinsulate und Apex vergleichbar? Kennt jemand eine Bezugsquelle für Thinsulate. das 80g Thinsulate ist 1cm dick, robust und weniger komprimierbar. Das Apex (100) ist weicher und bauschiger. Ich denke für einen Overbag ist Thinsulate schon gut, da robust und vermutlich auch weniger feuchtigkeitsanfällig! Aber das ist nur eine Vermutung
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