Das kann ich nicht genau sagen. Ich habe wie gesagt eine Richtungsfinne an das Nano angebracht, ohne hat es sich sehr stark um die eigene Achse gedreht, sobald man aufhörte zu paddeln. Jetzt ist es auch deutlich schneller, aber immer noch sehr wendig. Das längere Nomad ist aber mehr als wendig genug, auch mit Finne sehr gut zu steuern. Ich fahre aber fast nur Zahmwasser, ab und zu mal ne Stromschnelle. Meistens paddle ich Strecke, kämpfe gegen den Wind oder setze mein Segel, was besonders cool ist.
Meiner Erfahrung nach ist die Gewichtsverteilung im Boot ein entscheidender Faktor. Der Bug sollte Gewicht haben, egal ob beim Nano, Nomad oder Barracuda. Das macht das Boot nicht nur schneller sondern auch besser beherrschbar, zum Beispiel wenn man im Sturm auf offenen Gewässern fährt.
Klar ist auch, dass bei einem UL Boot mehr Paddelpower ab einem bestimmten Punkt nicht mehr viel bringt, weder in Bezug auf Wendigkeit noch auf Geschwindigkeit. Ich besitze zwei Carbonpaddel, beide habe ich direkt vor Ort in China gekauft. Eines hat recht große Blätter für steileres, kräftiges Paddeln (230cm Länge) und eines hat deutlich kleinere Blätter (220cm Länge, 780g). Für das Nomad nehme ich jetzt nur noch das kleinere, ich brauche weniger Armkraft und die Geschwindigkeit ist die gleiche. Es ist zudem noch leiser, was aber auch an meinem Paddelstil liegen kann.
Wenn ich das Nano mit dem Supai Olo paddle oder mit einem "erwachsenen" Paddel, ist der Unterschied auch nicht groß, ich komme fast auf die gleiche Geschwindigkeit. Das Olo fühlt sich trotzdem an, wie ein Spielzeug, ist aber mehr Psychologie.
Das Letzte Stichwort, Psychologie, ist für mich entscheidend: letzte Woche bin ich auf die Müritz rausgepaddelt, alleine mit dem Nomad, und auch sonst keine Boote in der Nähe. Da die Uferbereiche gesperrt sind, muss man verdammt weit auf's offene Wasser fahren, Seegang inklusive. Mit dem Nano hätte ich das definitiv nicht gemacht, obgleich es das ebenso gekonnt hätte.