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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 28.08.2024 in allen Bereichen

  1. Zenbivy Nachbau

    traveloors und 5 andere reagierte auf izi für Beitrag im Thema

    6 Punkte
    Das Zenbivystem gefällt mir gut, war mir aber einfach zu teuer. Deswegen habe ich mich an einem Nachbau versucht. Die Stoffe sind alle der 10D von Adventureexpert. Für Quilt und Bettbezug. Für den Bettbezug habe ich mir erst ein Modell gebastelt. Erst ganz klein und dann mit einem Reststoff etwas größer und mich dann der Passform angenähert. So hat es am Schluss ausgeschaut. Da ich zwei verschiedene Matratzen nutze, die Seatosummit Etherlite (10 cm hoch) und die Naturehike 5.0 (13 cm hoch). sollte es möglichst auch für beide nutzbar sein. Deswegen die Kurzversion. Aber unten mit den Gummis dran, da ich mich beim Schlafen sehr viel hin und her drehe und ich sonst befürchte, dass das ganze schnell nach oben wandert. Das ist das Ergebnis: Es wiegt 95 g. Bisher nutze ich einen Quilt von Aegismax. Er hat 190 gramm Daunenfüllung. Damit ging es letztes Jahr im Juni in Englang gut. Dieses Jahr möchte ich aber im September und bin mir nicht sicher, ob das ausreichen wird. Für mich kann er auch ein ganzes Stück kürzer sein. Deswegen hab ich die gleichen Weiten wie beim Aegismax genommen, das ganze aber um 15 cm gekürzt. Als Designvorlage und auch Anleitung nutzte ich diesen Beitrag von Stitchbackgear. Die Kastenabstände sind 25 cm x 25 cm. Das ganze wurde erst auf ein Transparentes Nähpapier aufgetragen, genau in den Abmessungen des Quiltes. Ich habe keinen Roller um das auf den Stoff zu übertragen. Deswegen kam am Anfang und Ende jeder Linie ein kleines Loch, dann wurde das Papier auf den Stoff gelegt und mit einem Stoffstift die Punkte gemalt. Anschliessend diese wieder verbunden. Das hat ganz schön lange gedauert. Den Innenstoff ist um 1 cm schmäler zugeschnitten. Das war das zweitnervigste. Eigentlich wollte ich die Anbringungen für den Gummi genauso wie beim Zenbivy machen - das ist mir aber erst wieder nach dem Zuschnitt eingefallen, wo das ganze im Stück vor mir lag. Eigentlich hätte ich die Aussenseite 3-teilig zuschneiden müssen, um das so machen zu können. Deswegen war nun meine Alternative innen an den Stellen, wo die Aufhängung hin soll, Verstärkungen aufzubügeln. Dann habe ich aus dem 10D Stoff kleine Schlaufen gelegt und diese dann festgelegt. Dadurch kommt der Gummi. Die Stege sind angenäht ca. 7,5 cm hoch, das hätte etwas weniger sein können. Dafür wurde das Mosikotnetz von Extremtextil verwendet. Das Nähen den Stege auf der Innenseite ging gut. Hilfreich war hier auch, dass sich das Malerkrepp wirklich gut vom Stoff hat abziehen lassen. Laut Anleitung wäre der nächste Schritt, das Annähen der Stege auf der Aussenseite, das aufwändigste. Das empfand ich nicht so. Das ging auch relativ zügig von statten. Und dann hat mein Hirn mal wieder nicht mitgespielt. Ich war mir beim RV einnähen sicher, dass Orange die Innenseite ist. Ist aber nicht so. Das hab ich erst gemerkt, wie ich den RV das erste Mal geschlossen habe und festgestellt habe, dass die Aufhängungen für meine Gummis innen liegen. Jetzt ist das Aufmachen und Schliessen zwar etwas doof, doch beim Probeliegen bisher hat der Schieber innen nicht gestört. Hoffe, das bleibt so. Die Gummis hatte ich noch vor dem RV einnähen angebracht. Einen davon zweimal hintereinander falsch herum ... Der Stoff hat das Trennen gottseidank gut überlebt. Oben dann bis auf eine ca. 10 cm lange Öffnung zugenäht, vorher noch das Zugband angebracht. Das ganze ist nicht mittig sondern auf eine Seite hin versetzt, damit man es zugezogen nicht direkt im Gesicht baumeln hat. Zum Abschluss der wichtigeste und für mich nervigste, am lang dauernste Abschnitt. Das Einfüllen der Daune. HAbe dafür die 850 Cuin von Extremtextil verwendet. 250 g. Zuallerest wurde in die Öffnung oben eine abgeschnittene 2-L Flasche eingeklebt, damit ich einen guten Trichter hatte. Die Daune kommt in einem extrem prall gefüllten Kissen. Dort wurde oben die Naht ein kleines Stück aufgetrennt, gerade so weit, dass ich mit der Hand reingekommen bin. Davor hab ich mich schon in unseren kleinsten Raum, das Gästeklo auf den Boden verzogen... Dann mit der Hand in den Beutel, den schon direkt über den Trichter und dann gleich runterstopfen. Und wenn eine gewisse Menge drin war, den Quilt gut schütteln, damit sich die Daune verteilt. Das zieht sich. Sobald der Beutel dann auf die Hälfte geschrumpft war, habe ich ihn an den Trichter geklebt und versucht es über Schütteln reinzubekommen. Ging nur sehr sehr sehr langsam. Man musste viel mit der Hand nachhelfen. Als ich die 250 g minus ? drin hatte, war aufgrund der hohen Stege doch noch gut Platz. Ich hatte noch ca 40 g einer 850er China Daune übrig, wo ich letztes Jahr was ausprobiert habe. Davon habe ich dann noch ca. 30 g hinein bugsiert. Da ist dann der Qualitätsunterschied gut aufgefallen. Ist zwar preislich gar nich so viel weniger als der Extex (da war ja Daune leider sehr lange nicht lieferbar), aber sie war viel flusiger. Auf jeden Fall war ich über 3h damit beschäftigt und am Schluss sehr genervt und das Gestell schmerzte ... Dann nur noch oben zu nähen und fertig ist der Quilt . Er wiegt 490 g und ich vermute die Komfortemperatur bei ca. 2 Grad basierend auf der Lofthöhe. Das hier ist der Loft. Bevor ich fortfahre muss ich die Kamsnaps noch oft auf und zu machen - aktuell gehen sie noch sehr streng und ich hab jedes Mal das Gefühl, jetzt reissen sie gleich aus. Mit der Zeit lockert sich das aber. Sollte es aber wirklcih noch aufspringen, dann lieber noch zu Hause, wo ich es schnell ersetzen kann. Und im September darf sich die Kombi auf dem SWCP bewähren. So schaut es zusammengehängt aus: Die Kosten waren ca. 50 Euro für die Stoffe und Haken. Gummis und Kamsnaps hatte ich zu Hause. Und 90 Euro für die Daune. Also doch deutlich günstiger. Nur die Arbeitszeit darf ich halt nicht rechnen. Es werden mindestens 25 h auf 2 Monate verteilt gewesen sein.
  2. Padjelantaleden 2024

    Knight_Saber und 5 andere reagierte auf chummer_fc für Beitrag im Thema

    6 Punkte
    Tag 2) ca. 20 km unteres Tarradalen bis zur Grenze des Nationalparks Padjelanta: Als wir in der ersten Nacht in unseren Zelten lagen, ich mit offener Apside im Lanshan, um möglicher Kondensation wegen der Seenähe entgegenzuwirken, fing es plötzlich gegen 02.30 an zu regnen. Dies erwischte uns deshalb auf dem falschen Fuß, da wir nach der Wetterprognose (maximal 15 % Regenwahrscheinlichkeit an den ersten beiden Tagen) gar nicht damit gerechnet hatten. Grummelnd schälten wir uns aus unseren Schlafsäcken, mein Bruder verstaute seinen draußen im Baum hängenden Proviantsack im Zelt und ich schloss meine Apside im ewigen Dämmerlicht der schwedischen Sommernächte. Wir sollten unsere “Rettungsaktion” nicht bereuen, denn in den Folgestunden kamen weitere Schauer vom Himmel. 6.30 klingelte der Wecker (ich bin ein 27-jähriger mit seniler Bettflucht), es war trüb draußen, jedoch zunächst trocken. Wir brauchten geschlagene 2 h für die Morgenroutine und den Lagerabbau. Ich bin so gar kein Freund dieses morgendlichen Prozedere. Wie so häufig fluchend, versuchte ich am Ende, mein nasses Handtuch, das ich zum Trockenwischen des Außenzelts verwendet hatte, möglichst flächig am Rucksack zu befestigen. Am Abend war es schlussendlich genauso nass wie 12 h zuvor. Als wir losgingen, begann es zu schauern. Ich setzte also nach hundert Metern meinen Rucksack ab, um die Regenjacke anzuziehen. Nach 5 min war es vorbei und ich drohte schon, anzufangen zu schwitzen. Tolle Wurst! Meine chronisch verbesserungswürdige Morgenlaune wurde auch nicht besser, als wir für mehrere hundert Meter in den am Vortag bereits einmal angetroffenen "Uferdschungel” eintauchten: Nach den Schauern der Nacht luden die Pflanzen nur allzu gern ihre wässrige Fracht auf uns ab, unsere Hosen waren schnell völlig durchnässt. Parallel dazu begann es erneut zu regnen, insgesamt sollten uns die Schauer an Tag 2 bis etwa 16.00 begleiten. Ich verlasse durchnässt einen Abschnitt mit Uferdschungel Die Wegbeschaffenheit wechselte fließend zwischen Uferdschungel, Singletrails ohne Hindernisse und solchen mit größeren, oft feuchten Felsbrocken, deren Überquerung zumindest meine Konzentration ziemlich band, da auch mein Gleichgewichtssinn von Geburt an fehlerhaft ist. Bereits nach ca. 4 km, für die wir aber eine gefühlte Ewigkeit brauchten, erreichten wir die Tarrekaisestugan. Da in der Hütte kein Proviantkauf möglich war (ein Snickers hätte meiner Stimmung durchaus gut getan), ließen wir sie jedoch links liegen und machten stattdessen kurze Zeit später an einem Bachlauf eine kurze Pause. Der Weg wurde nun zunehmend von sumpfigen Abschnitten geprägt, wobei das Gehen auf den nassen Planken hohes Ausrutschpotential barg. Wiederholt dankte ich im Stillen meinem Wanderstock und der Tatsache, dass wir auf den Planken immerhin aufstiegen und nicht nach unten mussten. Irgendwo zwischen der Tarrekaisestugan und Såmmarlappastugan schrecken wir zwei Moorschneehühner auf, die direkt neben dem Weg im Unterholz saßen. Als Reaktion rutschte ich beinahe auf der Planke aus, konnte mich zum Glück jedoch gerade so noch fangen. Die nassen Planken waren selbst im Aufstieg nicht ungefährlich Je weiter wir gingen, desto mehr dominierten Felsbrocken auf dem Weg, wir querten auch ein kleines Geröllfeld von etwa 50 m Durchmesser und ein deutlich breiteres Flussbett, dessen Strom im spätsommerlichen August jedoch nur wenig Wasser führte. Alles in allem kamen wir nach wie vor langsam voran und sehnten die Weite des Fjälls herbei. Zu meinem Ärgernis häuften sich auch die Bachquerungen: Mit meinem eingeschränkten Gleichgewichtssinn waren diese trotz der helfenden Hand meines Bruders häufig ein kleines Abenteuer, da in meine Schuhe bereits beim unteren Beginn der Schnürung Wasser hineinlaufen konnte. Ich hatte zwar in zweierlei Hinsicht vorgesorgt, da ich zum einen in meinen Stiefeln Sealskinz trug und zum anderen auch Sandalen für Flussquerungen dabei hatte (Aqua Cloud von Xero Shoes), allerdings war der Schuhwechsel natürlich immer ein nerviger Akt, dem ich daher an Tag 2 noch aus dem Weg ging. Das weitestgehend trockene Flussbett. Im Frühsommer kommt hier sicher ordentlich Wasser von den angrenzenden Bergen herunter Nach etwa 15 km kamen wir an der Såmmarlappastugan an, an der wir erstmals seit Stunden wieder auf den Tarraätno trafen, der zuvor stetig hörbar wenige hundert Meter linksseitig geflossen war. Nach einer kurzen Pause entschlossen wir uns (ich bereits etwas abgekämpft), weiterzulaufen und zeitgleich nach geeigneten Zeltplätzen Ausschau zu halten. Entgegenkommende Wanderer hatten von “möglichen Plätzen” an der Grenze zum Nationalpark Padjelanta berichtet. Wir stiegen also bis zur Grenzbrücke auf, hinter der sich die Landschaft schlagartig öffnete. Urplötzlich kam erstes Fjällfeeling auf! Mit deutlich verbesserter Laune sahen wir uns um: Zuvor noch besorgt wegen der Zeltplatzsuche, fanden wir auf Anhieb mehrere malerische Plätze und entschieden uns für den abgelegensten. Wie zur Belohnung für den Abschluss dieses Tages kam nun auch zunehmend die Sonne heraus und beschien den Berg Gárddevárre westlich unseres Lagers. An seiner Flanke sahen wir auch unsere ersten vier Rentiere, die wir völlig übereifrig fotografierten. Konnte ja keiner ahnen, wie viele wir in den nächsten Tagen noch zu Gesicht bekommen würden😅… Anschließend entzündeten wir ein kleines Feuer mit Totholz in der vorhandenen Feuerstelle, gingen dann jedoch relativ frühzeitig gegen 20.45 ins Bett, da am Folgetag der lang ersehnte Aufstieg ins Fjäll wartete. Die umliegenden Berge gaben schon einen Vorgeschmack auf die geliebte Landschaft, während wir noch einmal knapp unterhalb der Baumgrenze kampierten. Am Tor zum Padjelanta Nationalpark lockt abends in der Ferne verheißungsvoll das Fjäll to be continued...
  3. Padjelantaleden 2024

    Knight_Saber und 4 andere reagierte auf chummer_fc für Beitrag im Thema

    5 Punkte
    Anfang-Mitte August bin ich mit meinem Bruder den Padjelantaleden gelaufen. Da es eine sehr schöne Wanderung war und wir auch ein paar vernünftige Bilder gemacht haben, dachte ich, dass ich einen kleinen Bericht dazu schreibe. Vorbereitung Training: Zum Thema der körperlichen Vorbereitung ist zu sagen, dass ich aufgrund einer angeborenen Erkrankung eine muskuläre Dysbalance aufweise und eine Körperhälfte schlichtweg deutlich schwächer ist, was natürlich auch die Anfälligkeit für Überlastungen und Verletzungen steigert. Als ich 2022 den Kungsleden komplett laufen wollte, hab ich das komplett unterschätzt und die “schwache” Hüfte hat es mir nach dem Abbruch der Wanderung nach 5 Tagen mit einer monatelangen Schleimbeutelentzündung gedankt. Wegen dieser Erfahrung habe ich zum Ende des letzten Jahres intensiv mit dem Training begonnen, u.a. 40-50 km wandern an 3 von 4 Wochenenden im Monat. Gear: Mein Gear habe ich mir größtenteils in den letzten 2 Jahren sukzessive, teils auf eure Expertise und den Biete-Thread setzend, zusammengekauft. Am Ende kam ich jetzt bei 11,3 kg inklusive Essen für 7 Tage raus. Das geht sicher noch leichter, aber erstens sind ein paar nicht UL-Teile leider alternativlos (z.B.: meine maßangefertigten Schuh-Kindersärge, da das Sprunggelenk meiner schwachen Seite zu instabil für längere Touren ohne Stützung ist), zweitens wollte ich die wirklich teuren Dinge wenn, dann erst nach der Tour kaufen, wenn bewiesen ist, dass verstärktes Training und verringertes Rucksackgewicht mich tatsächlich allgemein dazu befähigen, längere Wanderungen wie jetzt den Padjelantaleden trotz Handicap halbwegs beschwerdefrei zu bewältigen (was zum Glück der Fall ist, also wird im Winter ne Menge Geld verbraten😁). Planung: Das Essen hab ich mir natürlich selbst zusammengebastelt, sodass ich bei 450 g/Tag auf etwa 2300 kcal + dazugekauftes aus den Hütten entlang des Weges kam. Das dazukaufen hat ganz gut hingehauen und mir ein bisschen Rucksackgewicht gespart, war logischerweise nur ein bisschen teurer. An- und Abreise mit dem Zug (Buchung über Sj und Vy), da ich aus Gründen des Klimaschutzes nicht fliege: Nachtzüge Berlin-Stockholm, Stockholm-Jokkmokk, Bus nach Kvikkjokk (fast drei Tage) Rückweg von Ritsem-Gällivare (Bus), Gällivare-Umea, Umea-Stockholm, Nachtzug Stockholm-Hamburg (auch fast drei Tage inklusive Abreise in Deutschland). Geht eigentlich auch schneller, aber die schwedischen Zuggesellschaften hatten diesen Sommer einige Verbindungen gar nicht, oder erst verspätet in den Verkauf gegeben, sodass vieles nicht optimal zusammengepasst hat. Strecke: Den Padjelantaleden muss ich vermutlich nicht mehr groß vorstellen, etwa 140 km lang, mit insgesamt zehn Hütten (teils mit Proviantverkauf), südlich und westlich am Sarek vorbei. Wir hatten mit 7 Tagen wandern und 1,5 Tagen Puffer gerechnet, was mehr als gut hingehauen hat (siehe den folgenden Bericht 😀). Tag 1) ca. 15 km von Kvikkjokk bis ins untere Tarradalen: Nach dem Zusammentreffen in Stockholm, einer Nacht in Jokkmokk, einer zweistündigen Busfahrt nach Kvikkjokk und der ca. 3 km langen Bootsfahrt zum Startpunkt des Padjelantaleden begann unsere Wanderung gegen 12.45 in Koniferenwald mit mäßig dichtem Unterholz und einigen ersten Fjällbirken. Ein Wechsel aus Sonne und Wolken sollte uns an diesem Tag begleiten, es war sehr warm bei über 20°. Wir starteten zeitgleich mit vier Belgiern um die 60, einem jungen Schweden vollbepackt mit Angelausrüstung und einem Belgier um die 30. Bis auf letztgenannten sahen wir allerdings niemanden davon nach dem ersten Tag je wieder, die unterschiedlichen Wandergeschwindigkeiten sorgten in Verbindung mit der anfangs dichten Vegetation schnell für ein willkommenes Gefühl des Alleinseins von uns beiden. Diese Ruhe wurde jedoch wiederholt von Helikoptern gestört, die täglich mehrfach über uns hinweg flogen. Das Fjäll gewinnt eben zunehmend an Popularität, erst Recht der benachbarte Sarek. Apropos Popularität, ein Vorgriff: Uns kamen täglich etwa 20-25 Wanderer, größtenteils in 2-3 Wellen entgegen. Nadelwald mit sumpfigen Abschnitten dominiert zu Beginn der ersten Etappe Der teils sumpfige Wald und die Nähe zum Fluss Tarraätno bedingten eine ziemlich große Mückenpopulation, die mich zum überhaupt einzigen Einsatz meines breitkrempigen Hutes mit Mückennetz zwang: Da ich einen Großteil meiner Kleidung im Vorfeld mit Nobite Kleidung eingesprüht hatte, blieben mir die Viecher für den Rest der Tour vom Leib. Definitiv eine Empfehlung für die entsprechenden Gebiete und Reisezeiten! Auf den ersten ca. 10 km auf überwiegend schmalen Pfaden durch Nadelgehölze und gelegentliche sumpfige Abschnitte mit Planken bekamen wir den Tarraätno, der uns akustisch stets begleitete, nur zweimal zu Gesicht. Dann lichtete sich der Wald etwas und alsbald tauchten Häuser vor uns auf, die sich als die private Siedlung Njunjes herausstellten. Diese sollte nicht mit der Njunjesstugan verwechselt werden, was aber in der Vergangenheit offenbar häufiger passiert sein muss, wie die überdurchschnittlich hohe Anzahl an "Privat"-Schildern und Wegweisern zur Hütte des STF verrieten. Lichterer Abschnitt kurz vor der Siedlung Njunjes nach knapp 10km Unweit dieser privaten Behausungen trafen wir dann erstmals auf den einzigen “Wegetypus” des Padjelantaleden, der mir nicht gefiel, nennen wir es “Uferdschungel”: Hier war der schmale Pfad nämlich teils brusthoch völlig mit hohen Gräsern, Farnen und anderer Vegetation überwuchert. Im damalig trockenen Zustand bereits zumindest nervig zu durchschreiten… Nach weiteren knapp 2 km erreichen wir die Njunjesstugan, die wir jedoch nach kurzer Pause hinter uns ließen. Da wir unsere Karte wegen der überwiegend exzellenten Wegmarkierung nur selten hervorholten, wurden wir von einem ersten steilen Aufstieg ziemlich überrascht. Immerhin wurden wir oben mit herrlichem Weitblick bei kurzzeitig geringerer Vegetation belohnt. Mit Blick in Laufrichtung nach Nordwesten waren zu unserer Linken mehrere Stromschnellen im Tarraätno sichtbar, die wir uns in etwa als Tagesziel setzten. Der Weitblick in Laufrichtung kurz vor unserem Lager So stiegen wir also wieder in dichter bewachsene Uferbereiche ab und schlugen etwas später gegen 18.00, nach ca. 15 km an diesem Tage, unser Lager am Ufer des Flusses nebst der zweiten Stromschnelle, am Übergang zum See Tarraure auf. Abends im Lager wurde der Himmel wolkenlos und die ungebrochene Wärme lud uns zu einem Bad im See ein. Trotz der Lage unseres Platzes im Fjällbirkenwald mit reichlich Unterholz direkt am Wasser wurden wir nur von wenigen Insekten behelligt. Nachdem die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, trieben uns die sinkenden Temperaturen dann aber schnell in die Zelte. Blick aus dem Lager auf den See Der Sonnenuntergang vom Steinstrand unweit des Lagers
  4. 4 Punkte
    OT: Jetzt wird‘s medizinisch - mein Einsatz! 😁 Du glaubst gar nicht, wieviel abgeschilfertes Darmepithel Du jeden Tag ausscheidest, dazu in erheblicher Menge unsere zahlreichen guten, darmbewohnenden kleinen Freunde in tot & lebendig, verbliebene Protein- und Fettrückstände (so sauber und vollständig läuft unsere „Verbrennung“ leider nicht, oder manchmal zum Glück), dazu das, was die Maschinerie zum Verdauen benötigt hat plus Diverses, was der Körper immer schon mal loswerden wollte… Kot, eine faszinierende und vielfältige Substanz! 😅 Mit rund 3/4 Wassergehalt in Ultraleicht-Hinsicht hingegen ein völliger fail. Was ich ja noch viel Faszinierender finde: Wie sehr sich das gewichtstechnische Tragegefühl verändert, wenn ich eine halbe Flasche Wasser plus ein Brötchen von meiner Rückenmitte (Rucksack) minimal entfernt in den Magen verlagere! Nichtmal um 10cm umplatziert (höchstens!), jedoch magische Gewichtsreduktion um gefühlte 100%. Konsequent weitergedacht kann wohl daraus geschlossen werden, das Verdauungsendprodukt vorteilhafterweise möglichst lange im Colon spazieren zu führen, da es im Rucksack doch deutlich mehr zur Last fällt. Sorry für‘s o.t.
  5. Island - Laugavegur Trail

    Antonia2020 und 3 andere reagierte auf Oska für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    das 16mm hatte ich nicht extra eingepackt, hatte ja das 16-80mm dabei und rückblickend, auch wenn relativ leicht (~800gr) hätte das Stativ zu Hause bleiben können, wollte eigentlich Focusstacking damit machen, aber dieses ganze Aufgebaue ist mir dann doch immer irgendwie zu stressig und mit Iso und Imagestabilisation gings in der Regel auch ohne Statif (ohne Focusstacking natürlich). Tag 4 Da ich ja nur für Reykjavic den Wetterforecast gecheckt hatte und der letzte Tag regnerisch und auch kühl war hatte ich mir von inreach mit meinem Garmin einen aktuellen Forecast für meine Region angefordert, den Abend vorher schon, hatte ja nichts zu tun, außer warm und trocken zu werden im Zelt. BTW, Pinkelproblem mit Topf gelöst und langsam und großflächig draußen in der Apside verteilt. Ich wollte nicht mehr raus aus dem dann irgendwann warmen und molligen Zelt. Der Wettbericht kündigte an, dass um (mal kurz checken) 6:30 der Regen aufhören sollte, es hatte mehr oder weniger die ganze Nacht geregnet und gewindet, ich würde mal sagen, so gegen 7.00 hatte ich den Eindruck, dass an der Prognose was dran sein könnte. Also rausgeschält aus dem Zelt, in das weiße unbeheizte aber wind und regengeschützte Haus (2. Bild), dort erstmal schön 900ml schwarzen Tee zubereitet, noch einen der Minisalamipackungen zum Frühstück geknabbert und danach dann so langsam wieder das alte Helge Reinhold Spiel und Zelt abbauen und so weiter. Was ich im Nachhinein erfahren habe ist, dass irgendwo dort in der Nähe wohl eine bekannte Eishöhle sein soll. Wäre natürlich super zum knipsen gewesen, aber selbst wenn ich das vorher gewusst hätte wäre ich den Tag vorher da nie hingegangen. Ok, vielleicht zum Start am nächsten Tag, aber was solls, ein Grund mehr nochmal Island einen Besuch abzustatten. Egal, es ging dann los, was soll ich sagen, ihr seht es selbst auf den Bildern, durch grandiose Landschaften und das Wetter zeigte sich von seiner besten Hikerseite. Kein Regen, zwar etwas bewölkt, aber gerne auch mal Sonne, fast schon zu warm dann und ich musste hin und wieder mein Kappi abnehmen weil schwitziger Kopf, aber in der Summe bestes Wetter zum wandern. Irgendwie habe ich ein Faible beim Wandern Familien kennen zu lernen die ich dann auf den Touren dann auch immer wieder sehe. Auf der Bushinfahrt nach Landmannlaugur (könnte sogar richtig geschrieben sein aus dem Kopf ) saß links vor mir in der Reihe ein Vater mit seiner Tochter und als die am Ende ausgestiegen sind hatte das Mädel seine Mütze vergessen und Retter wie ich bin habe ich da natürlich die Fanfaren durch den Bus ertönen lassen, damit die Besitzerin wieder mit ihrer Kopfbedeckung zusammen finden. Dies war der Erstkontakt. Ich glaube die sind gleich am ersten Tag weiter, haben dann aber am nächsten Tag eine Auszeit genommen und dort habe ich Sie dann wiedergetroffen. Wo ein Vater ist ist auch eine Mutter und wo eine Tochter ist ist auch ein Sohn. Das war dann also die komplette Familie die ich dann kennen lernen durfte. Von Andy (Vater) bekam ich dann auch den Tip nicht den nächsten, sondern den übernächsten Campingplatz anzupeilen weil dieser wie beim letzten einen Schuppen hat wo man vor Wind und Wetter geschützt ist, es Tische und Stühle gab um sein Essen zuzubereiten und sich einzuführen. Würde bedeuten, heute etwas mehr, morgen dann wieder etwas weniger Kilometer. Die erste Flussüberquerung stand heute auf dem Tagesprogramm, aber der war nicht besonders tief und so bin ich schnurstracks durchgelaufen und habe mich schon ein wenig darüber gefreut, denn zur selbigen Zeit waren dort andere Hiker die gerade ihre Füße trockneten um dann wieder in die trockenen Socken/Schuhwerk reinzuschlüpfen, dass ich sooo viel Zeit gespart habe, wobei Zeit eigentlich nicht das wirkliche Problem bei den insgesamt kurzen Etappen ist, aber mich nervt dieses Schuhe wechseln, durchlatschen, Füße trocken bekommen, möglichst ohne Sand, Injinis wieder an, Falke drüber und dann in die Schuhe, so dermaßen an, dass es schon gewichtige Gründe geben müsste das so zu handhaben (später mehr dazu). Nun denn, der Raum öffnete sich, obwohl er eigentlich landschaftlich nicht wirklich geschlossen war, aber es gab halt mehr Weite und seitlich dann die Berge, auch schön. Ich vergass zu erwähnen dass ich unterwegs eine Tube Handcreme fand, welche ich nun nicht der Landschaft zugehörig einordnete und daher mitnahm. Da die Familie hier vor mir war dünkte es mir, könnte Ihnen dieses für Sie nützliche Utensil verloren gegangen sein, was sich aber später heraus stellte, nicht der Fall war. Irgendwann gab es dann die zweite Flussüberquerung und wie das halt so ist in der freien Natur ohne Brücken und Trails, sucht man halt bei diesen Überquerungen erstmal nach der besten Stelle. Hier traf ich die Familie auch wieder welche selbst Aussschau hielten. Eine Möglichkeit war von einem großen rechteckigen Stein der hochkant im Wasser lag, ca. 1.50m hoch, Grundfläche halber Quadratmeter zu dem Pendant auf der anderen Seite zu springen. Abstand auch ca. 1.5m. Mir war klar, no, kein Bock mir die Grätschen zu brechen, durchlatschen ist sicherer für mich und weiter unten gab es dann auch eine vorgespannte Leine wo man sich halt festhalten konnte beim Durchgehen. Neuer Fluss, altes Spiel, durchgestratzt und weiter gegangen. Andy wollte wohl über diese Steine hüpfen und dann später dem Rest seiner Famile mit Rucksack und Rüberkommen helfen. BTW, die Kids waren ca. 8-12, eigenen Rucksack mit dabei, bin immer wieder erstaunt wie die das machen wenn ich im Vergleich mich langen Kerl anschaue der dieselben Strecken geht. Auf gings dann zum ersten Campingplatz um dort dann eine kurze Rast für eine Mittagspause einzulegen, Rucksack mal paar Minuten von den Hüften, Wasser auffüllen und dann irgendwann wieder weiter zum nächsten. Ich war zu diesem Zeitpunkt etwas verwundert nichts von Andy und seiner Familie zu sehen, da diese auch nicht so langsam unterwegs waren und man weit zurückschauen konnte aus der Richtung aus der ich gekommen bin, fingers crossed dass nichts Schlimmes beim Fluss überqueren passiert ist. Weiter dann durch Berge und Täler, Hochs und Runters um dann zu meinem heutigen finalen Zielpunkt anzukommen, einem Tal und drumherum Berge. In der Mitte des Tals standen einige Häuser, drumherum riesige freie Flächen. Ich war wohl der erste hier, konnte keine anderen Zelt erkennen, gings als zum I-Punkt um mich für die drei Eine (eine Nacht, eine Person, ein Zelt) anzumelden. Dabei einen netten Schnack mit der älteren Dame dort gehabt, meine aufgesammelte Handcreme losgeworden, mir eine 500ml Pulle Pepsi gekauft, Zucker und so, wobei das Verarsche ist, da die Pepsi dort nur Süßstoff hatte, naja egal, Hirn schmeckt süß, muss ausreichen. Anschließend zum Schuppen gegangen und mir dort eine schöne Stelle für mein Nachtlager zum zelten ausgesucht. ich erwähnte ja Tal, daher kam man natürlich über eine Erhöhung an. Ich habe die Seiten so ausgerichtet, dass ich schön im Zelt liegen konnte und schauen wer immer so als nächstes dann eingetrudelt ist die nächsten Stunden. Achja, Nacht davor war ja regnerisch = Zelt Socken und Schuhe vom Flussüberqueren nass, also vorher erstmal das Zelt über die Einzäunung gelegt und auch die anderen erwähnten feuchten Sachen zum Trocknen raus. Dank Wind und teilweise Sonne war der Job dann relativ schnell erledigt. Irgendwann dann das Essen zubereitet, Tee getrunken, hier und da einen Schnack gehalten, Photos gemacht, hier sogar mal das Stativ benutzt und ab in die Falle. Ich meine mich zu erinnern, dass ich schon im Land der Träume war als mich eine laute Unterhaltung, gefühlt mitten im Zelt wieder aus Selbigem riss. Im Geister Zeter und Mordio geschrien, tausendmal OM rezitiert und irgendwann wieder weggepennt und gut war. tbc...
  6. Island - Laugavegur Trail

    Schwarzwaldine und 2 andere reagierte auf Oska für Beitrag im Thema

    3 Punkte
  7. Wäsche nachts trocknen?

    sabi und 2 andere reagierte auf cafeconleche für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Morgens am Körper resttrocknen. Das Schlimmste ist wenige Sekunden nach dem Anziehen geschafft. Außerdem nicht so oft waschen. Mut zum Gestank - außer vielleicht man möchte mittags drinnen einkehren. Und Zopiklon hat recht: Mittagspause zum Waschen und (teilweise) Trocknen nutzen- essen kann man auch in der Merino-Nachtwäsche. edit: @Omorotschkahat aber auch schon komplett nasse Sachen trockengeschlafen. Schaudernde Bewunderung.
  8. 3 Punkte
    Der Trail Der Weg ist gut markiert, und man braucht das Navi nur selten, wird an vielen Teilstücken aber nur wenig begangen, was ihn schwerer passierbar macht. Wie in Norwegen üblich - wenn es nicht steil ist, ist es moorig, hier kann es auch moorig sein, wenn es bergauf/ab geht. Man läuft immer wieder täglich durch Sümpfe. Der Weg ist dann nur angezeigt durch Markierungen alle 20m und man steckt bis zu den Knöcheln im Morrast. Manchmal sind Planken verlegt (10%?) die rech glitschig sind, selbes für Brückchen, die meidet man bald wenn man kann. Ich habe auf der Strecke nur 2 mal Leute mit Zelt getroffen, man ist recht alleine. Man trifft sonst auf Jäger, Bauern & Rentner. Da man immer wieder durch Siedlungen läuft, habe ich nicht wirklich dieses Skandinavien-Einsamkeitsgefühl bekommen. Das wird allerdings etwas besser je weiter das man geht Wasser ist das Hauptproblem. Die Bäche sehen nicht vertrauenswürdig aus (Cola-Bäche) und sind Mineralien bedingt bräunlich, geziert von Schaumkrönchen. Meistens habe ich geklingelt und nach Wasser gefragt, wenn wer in der Einsamkeit auf macht. Dann läuft man mit 1,5kg mehr mit rum. Hab mir trotzdem leichte Diarrhoe geholt Die Brücke über die Rotna beim See Pøndønen nach dem Ort Øyermoen ist kaputt, man kann durch waten, das Wasser geht etwas übers Knie und ist von der Temperatur her erträglich. Ich habe den Trail nach 5 Tagen bei Røgden abgebrochen, hauptsächlich weil ich es in der geplanten Zeit nicht geschafft hätte, ohne dass es ECHT Arbeit geworden wäre (habe mir 11 Tage vorgenommen), aber vor allem auch die Wassersituation & das Wetter waren Grund für den Abbruch (einfach keinen Bock mehr). Ich bin davon ausgegangen, im Schnitt problemlos 24km am Tag zu gehen - dem war nicht so. 18km waren schon fast Arbeit, einmal 26km, hier war ich von 8:00 - 19:00 unterwegs, bin um 20:00 total fertig eingepennt und um 6:00 aufgestanden - weiter gings. Aber ja, ich bin eher "Couchpotatoe" gerade (mea maxima culpa)
  9. Island - Laugavegur Trail

    Antonia2020 und 2 andere reagierte auf Oska für Beitrag im Thema

    3 Punkte
  10. 2 Punkte
    Ich möchte hier meinen Trek auf dem Finnskogleden, einem 240km langen Trail entlang der Norwegisch-Schwedischen Grenze (Startpunkt grob auf Höhe Oslo) vorstellen, den ich dieses Jahr 2024 in der zweiten Augusthälfte gelaufen bin. Es geht mir weniger um eine Tourbeschreibung á la “und dann bin ich links abgebogen”, da gibt es im Internet reichliche, sondern eher um die Infos, die ich dort nicht gefunden habe und die mich bei der Planung sicherlich unterstützt hätten. Finnskogleden “in a Nutshell” Kurz zusammengefasst Länge: 240kmAn & Abreise: Ab Oslo per Bus&Bahn möglich Startpunkt: Morokulien - https://maps.app.goo.gl/zRv2y5FkoP485FSJA Endpunkt: unterhalb Søre Osen - https://maps.app.goo.gl/wDL1zyCsB4GNpAp59 Schlafen: Es ist steil oder sumpfig. Der Wald ist SEHR verwachsen und es ist schwierig einen Zeltplatz zu finden. Es gibt offene Hütten. Die sind Besuchenswert! Trinkwasser: Schwierig. ALLE Flüsse und Bäche sind braun (mineralienbedingt) mit Schaumkrönchen. Nehmt einen Filter mit. Das meiste Wasser habe ich geschnorrt. Hatte dennoch leicht Diarrhoe Müll: Einfach loszuwerden da man täglich an Einödhöfen mit Mülltonne vorbei kommt Duschen: In Øyermoen gibts im “Minimäki” (sowas wie ein Restaurant) eine Dusche Wetter & Temperaturen: August: im Schnitt gefühlt 16°C bei häufig Niesel Handyempfang am Trail: An sich gut ab gedeckt. Falls mal nicht - einfach 30min weiter laufen. Das inReach hätte ich nicht gebraucht (bis Røgden) Kartenmaterial: Die ganze Strecke geht über 3 Karten von “Nordic Maps”, Serie Topo 3000, 1:50.000, bestellt bei kartbutikken.no (40g/St), Finnskogen Sør, Finnskogen Midtre, Finnskogen Nord Vom Gesamteindruck her erinnert es etwas an “Bayrisch-Kanada” (der bayrische Wald, ein Mittelgebirge an der bayrisch tschechischen Grenze) mit nordischen Touch (mehr Birken Flechten und Ebereschen) und weniger Höhe. Am Anfang viel Kulturlandschaft mit Kühen & Forstwirtschaft. Später eher “Nordisches Regenwald” Feeling. Viele Seen und Moore. Keinesfalls bergig, aber man läuft selten gerade dahin (200-450 hm)
  11. 2 Punkte
    OT: @RaulDuke du bist einfach ein wahrhafter Romantiker... 😁
  12. Es ist auch, wenn man es zugeben will, einfach kurzweilig und schön, Reiseberichte zu lesen und davon zu träumen, sie selbst irgendwann zu laufen…
  13. Wäsche nachts trocknen?

    sabi und ein anderer reagierte auf zopiclon für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Im besten Fall das Ganze nicht nachts trocken, sondern in der mittags Sonne, optimaler Weise vor einem Anstieg, am Körper.
  14. 2 Punkte
    Übernachtungen Für den der noch nie in Norwegen war/Schweden war, es gibt das Jedermanns Recht Wie überall in Norwegen ist es entweder steil …. oder moorig. Schaut auf guten Zeltboden oder Foodprint. Tipp: Bevor ihr euer Zelt aufschlagt, kniet euch mal hin und schaut, wie viel Wasser hoch kommt. Der Trek ist perfekt für Hängematten. Ich hab mich SEHR schwer getan Zeltplätze zu finden da der Wald sehr verwachsen ist und habe meistens auf den offenen Hütten und “Biwakboxen” geschlafen (die findet ihr hier) Die offenen Hütte sind aber auch den Geländemotorradfahrern bekannt. 😁 Nette Jungs Die offenen Hütten allerdings sind sehr interessant da aus der Zeit gefallen. Eine war wie aus den 1920ern, mit Holzofen und Waschschüssel, Plumpsklo, aber hübsch und wohnlich. Eine wie aus dem 17Jh (??), niedrig, gedrungen, dunkel, eine Feuerstelle in der Mitte mit trichterförmigen Rauchabzug. Alle irgendwie sehenswert & ideal zum Equipment trocknen.
  15. 2 Punkte
    Anreise Ich bin über Oslo (Flugzeug) angereist und bin dort 2 Nächte geblieben, zum einen um Gaskartuschen zu kaufen, zum anderen um Gepäck und Nahrung an Hotels in der Mitte und am Ende (sh. Resupply) zu schicken. Von Oslo Hauptbahnhof (S) bin ich früh morgens mit einmaligen umsteigen zur Bushaltestelle “Morokulien” (Schweden - https://maps.app.goo.gl/QyggiLvyudRQi2xm8) gefahren. Zuerst mit dem Zug R14 nach Kongsvinger und ab da weiter mit dem 120er Bus. Verbindung geht stündlich. Ticket gekauft mit Entur App per Handy (300Kr ~ 25€). 100m weiter geht der Trail los. Nur als Hinweis: vom Osloer Flughafen muss man nicht den teueren Flytoget Zug nehmen, sonder kann für den halben Preis per S bahn fahren, die braucht 3 min länger - sh Entur App (Gleis 4, etwas weiter hinten links)
  16. 2 Punkte
    Nützliche Links & Apps Die offizielle Trail Seite, leider nur in Teilen auf Englisch, Google Translator hilft. Es gibt zu jedem Routenabschnitt Beschreibungen wo man übernachten könnte mit ggf Telefonnummer, für den der nicht nur im Zelt schlafen möchte oder einen Plan B sucht lesenswert https://finnskogleden.com/ Für öffentlichen Nah + Fernverkehr buchen & planen mein Favorit für Norwegen https://entur.no/ (als App oder Internetseite) Das Norwegische Hüttenverzeichnis, hier finden sich auch “Biwakboxen”: https://ut.no/kart (als App oder Internet Seite) Mein Lieblings Wander Karten App für Planung und Navigation mit Offlinekarten umsonst etc https://de.mapy.cz (als App oder Internet Seite) Die Wetter Seite ist mir für Norwegen empfohlen worden - es gibt eine Mehrtagesansicht mit Graph mit Taupunkt https://www.yr.no
  17. 2 Punkte
    Der Hauptgrund warum ich Tourenberichte lese ist: - ich bekomme Anregungen was man gehen kann, und - ich bekomme Informationen wie man das organisiert. Für mich müsste das gar nicht viel Prosa sein Und ja, schreiben möchte ich auch welche.
  18. OT: Stimmt, sind Schwedischer Hartriegel, beide Beerensorten stehen oft durcheinander. Die Preiselbeeren sehen so aus (kleinere festere Blätter): Nach zwei Wochen ohne Obst und Gemüse bin ich immer richtig süchtig nach Preiselbeeren, enthält wohl was der Körper dan braucht.
  19. Island - Laugavegur Trail

    GirlOnTrail reagierte auf Oska für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Tag 1. Bin den ersten Tag über Copenhagen in Reykjavik gelandet. Erstaunlicherweise haben in Kopenhagen viele Leute auf den Flug nach Reykjavik gewartet. Hätte nicht gedacht, dass da so viele hinfliegen. Der Flug nach Reykjavik hatte etwas Verzögerung, sollte um 23:30 ankommen, da waren wir dann um 23:50. Aus dem Flughafen raus, es regnet und ist merklich kühler, ca. 10 Grad gegen die für mich unerträglichen 30 Grad in Deutschland. Noch aufs Gepäck gewartet und dann den vorher schon gebuchten Bus vom Flughafen zur Innenstadt genommen. Um 0:50 gings dann los. Die Fahrt zum BSI Bus Terminal dauerte ca. 50 Minuten. Zur Uhrzeit muss man sagen, dass Island 2 Stunden zurück liegt, also statt 0:50 Island Zeit war es in Deutschland schon 2:50. Nicht die Zeit in der ich eigentlich noch unterwegs bin. Aber egal, ist nicht zu ändern. Ca. 1:40 Local time dann beim Busterminal angekommen und habe dann meine Regen hose angezogen um die ca. 3.5km zum Campingplatz zu Fuß zu gehen. Ich hatte dann, zu spät, gesehen, dass 2 andere Hiker (Rucksack und so) in ein Taxi stiegen. Meine Vermutung spontan war, dass die bestimmt auch zum Campingplatz wollen und da noch Platz für einen Dritten sein müsste und um das Geld zu teilen dachte ich man könnte zusammen fahren. Aber die waren schon im Auto und haben meine Versuche nicht wahrgenommen, dass Taxi war dann weg. Aber wo man Geld verdienen kann dauerte es nicht lange und ein weiteres Taxi hielt und nahm mich dann mit. Statt eine halbe Stunde zu Fuß im Regen zu gehen habe ich dann ca. 25€ gezahlt, egal, war schon spät, müde und so weiter. Dann mitten in der Nacht und recht dunkel, der moderne Zelter möchte ja schlafen können, dann bei Nieselregen das Zelt aufgebaut. In der Phase des Aufbauens empfand ich es als geniale Idee, den Rucksack schonmal unter das Zelt zu packen, damit meine außen aufgerollte Gossamer Gear Rolle nicht nass wird. Zelt stand dann irgendwann, schlauerweise mit Südgefälle, aber egal, schlafen wollen, wird schon, da entdeckte ich dann im Innenbereich wo die Füße sich später betten sollten einen Huckel. Ok, da habe ich den Rucksack wohl nicht unter die Apside gelegt. Kann ja nicht so schwer sein den drunter hervorzuziehen, war es aber dann irgendwie doch. Nach dem Einsatz grober liebevoller Gewalt war er dann irgendwann frei. Zu welchem Preis habe ich dann später feststellen dürfen. Ich bin ja mit einem Silnylon Boden unterwegs und da ich in Island von dem Nichtregelfall grüne Wiese ausgehe habe ich mir noch ein passendes Groundsheet als Schutz dazu geholt, welches man an den 4 Ecken a Klippen kann damit es dann dauerhaft drauf bleibt . Ich weiß, da schmerzt das UL Herz, für das zusätzliche Gewicht kann man schon ein Tarp haben. Nun denn, worauf wollte ich hinaus? Genau, Rucksack + grobe Gewalt + Groundsheet. Warum der Rucksack sich weigerte einfach hervorzukommen lag daran, dass er sich irgendwo an der Befestigung des Groundsheets verhakt hat und beim Herausziehen dann die Befestigungsöse kaputt gemacht hat. Ok, also erstmal dann nur noch drei Haltepunkte. Und Gedankennotiz: Einsatz von liebevoller Gewalt das nächste Mal durchdenken. Am nächsten Tag dann etwas Sightseeing in Reykjavik gemacht, sich um die üblichen Verdächtigen wie Gaskanister und Feuerzeug gekümmert. Irgendwann dann zurück auf den Campingplatz, noch ne Dusche gegönnt, Nachtklamotten an und ab in die Koje Schlaf nachholen. Tag 2. Achja Feuerzeuge, Plural. Ich hätte wahrscheinlich mit eisernem Willen auch eine Location finden können wo ich ein einzelnes Feuerzeug hätte bekommen können, aber ich war, am Ende einfach zu faul dafür, also habe ich das Dreierpack gekauft. Da ich ein netter Mensch bin, nein es ging ganz sicher nicht darum einfach weniger Gewicht mit rum zu schleppen, und es auf dem Campingplatz eine Hikerbox gab habe ich die wegzugebende Feuerzeuge mit der Verpackung da hin gelegt, mit Verpackung, um zu signalisieren Neu, Voll, toll! Ich bin dann vor meiner Abfahrt nochmal an der Hikerbox vorbei gegangen, Feuerzeuge waren weg, leere Verpackung noch da. Die Mülleimer waren auf der Rückseite. Vielleicht bin ich ja kleinlich, aber so ganz nachvollziehen kann ich sowas ja nicht. Egal, kommen wir zu schöneren Dingen. Da der Startpunkt, Moment Name nachschauen, Landmannalaugar (Mannamana - Land + Laugar, kann doch nicht so schwer sein zu merken) doch arg weit weg ist und der äußerst selbstlose Isländer gegen eine kleine Gebühr bereitwillig ist die willigen Hiker dieses Planeten dahin zu bringen, habe ich diesen Service dankend angenommen. Es ging dann in so nem klassischen Reisebus, wobei sich klassisch wohl nur auf das Interiör bezieht wo die Sitzplätze sind, denn, ohne Fachmann zu sein, es dünkte mir, das edle Gefährt ist höher gelegt, was, wie sich später heraus stellte auch durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Zu aller erst, ich war erstaunt wie viele Leute da auch hin wollten. Ich schätze es gab ca. 60 Sitzplätze und die waren quasi alle belegt. Jaaa ich weiß, ist ein common Trail, aber Island ist ja nun auch nicht gerade um die Ecke. Nachdem der Rucksack unten verstaut war die nächste Aufgabe noch einen Sitzplatz zu ergattern, möglichst am Fenster natürlich und was soll ich sagen, da wurden alte Erinnerungen aus der Schulzeit wieder wach, ich konnte ganz hinten auf der 5er Reihe direkt am Fenster sitzen. Ob das wirklich weise war ist ein anderes Thema, da Hinterachse weit vor der letzten Reihe und es ging natürlich irgendwann durchs Gelände. Aber egal, hab mich trotzdem gefreut wie Bolle. Gesellschaft haben mir dann noch drei andere jüngere Deutsche geleistet, waren Freunde so in dem Abialterbereich würde ich sagen. Schnack hier Schnack da, irgendwann Musik auf die Ohren, zwischen durch immer wieder gedöst, dann wieder mal raus geschaut und ja, es gab Momente da hat mich der Anblick dieser Natur schon etwas bewegt und auch Dankbarkeit so etwas sehen zu dürfen. Nach ca. 5 Stunden Fahrzeit sind wir dann am Startpunkt angekommen, ca. 11:30, ich glaube bis auf eine andere Mitfahrerin aus dem Bus sind die dann alle gleich los gestrazt zum nächsten Campingplatz ca. 12km entfernt, Moment Namenssuche Hrafntinnusker (kein Plan wie ich mir das merken soll, vielleicht irgendwas mit Etrusker). Mein Plan hier war ja easy going, möglichst viele Photos machen, diesmal mit ner Kamera die auch wetterfest ist, also bin ich erstmal eine Nacht da geblieben zum zelten natürlich. Da meine geologischen Kenntnisse gegen Null gehen weiß ich nicht wie man hier die Beschaffenheit des Bodens adäquat bezeichnet, aber unter Hikern, harter steiniger Untergrund, größerer Stein notwendig zum Reinhämmern der Tentstakes und prophylaktisch diese auch mit Steinen beschweren, wird nachvollziehen können was gemeint ist. Also Zelt aufgebaut und dieses ganze Firlefanz, Matte aufblasen und so weiter kennt ihr alten Hasen selbst aus dem FF, danach etwas in der Gegend herumschlawenzelt mit der Kamera in der Hand und ein wenig rumgeknippst. Immer mal wieder ins Zelt rein und nen Powernapp gemacht wenns wieder angefangen hat zu regnen/nieseln, weil, ist ja schön wenn die Kamera wetterfest ist, aber Regen auf dem Objektiv ist jetzt nicht das Bildergebnis was ich gerne auf dem finalen Bild hätte. Man hätte können, also ich, aber schüchtern wie ich bin dann doch nicht, ok Randnotiz wollte keine nasse Unterbuxe, dort gibt es eine heiße Quelle in der natürlich gebadet werden kann und sofern ich NOBO gelaufen wäre hätte ich mir das auch zum Abschluss gegönnt weil dann letzter Tag und egal mit nasser Unterbuxe und Nein Raulduke ich hüpfe da nicht wie Du im Adamskostüm rein :-D. Irgendwann wieder das alte Reinhold Helge Spiel, achne das war ja was Anderes. Egal, halt wieder ins Zelt zur finalen Nachtruhe, heißt Hörbuch hören, eigentlich die lange freie Zeit nutzen um Reisetagebücher wie diese zu schreiben (ppsst: Ich hol das gerade an Tag 3 nach, Erklärung folgt). Tag 3. Wie das so ist, da gibt es sicher eine Koheränz, ist früh in die Falle auch häufig mit früh aus der Falle verbunden. 4:30 schaute ich dann mal aufs Handy und da ich wegen dem ausreichendem Rumliegen der letzten beiden Tage auch wieder den fehlenden Schlaf nachgeholt hatte bin ich raus und wieder das alte Hikerspiel hex hex, Zelt abgebaut, Heringe unter Steinen gesucht, vermutlich alle wieder gefunden, danach in den Zeltbereich wo Tische und Bänke standen, leckeren schwarzen Tee gekocht, halbe Tonne Zucker rein, achja Hikerbox, ich bin ja ein großer Fan von Kaffeeweisser Cofeemate und hatte aber vergessen den noch hier in Island zu besorgen, und siehe da, eine Tüte mit Coffeemate zum Mitnehmen, weil der muss eigentlich auch mit in den Tee. Dazu gab es eine Packung Minisalamis, fertig war das Frühstück. Dazu muss gesagt werden, early Bird bin ich eigentlich immer, aber eher dann so gg. 6-7 los, aber ich frühstücke beim hiken nie auf diese Weise, also morgens Tee oder was anderes kochen, ich esse irgendwas was man sich so hinter die Kiemen schieben kann, getrunken wird bei Bedarf Wasser und los geht's. Aber meine Mission diesmal ist ja easypeasy, der Etruskerzungenbrecher nur 12km von hier entfernt, also gönne ich mir halt mal was. Obwohl die Moral von der Geschichte ist, dass ich irgendwie trotzdem um 6.00 schon wieder los bin. Naja wen interessierts. Bei den ganzen vielen Wörtern hier weiß ich gar nicht mehr ob ich erwähnte, dass ich den Wetterbericht in Reykjavik für Reykjavik gecheckt habe und für den gestrigen und heutigen Tag Regen angesagt war. Ob dies nun auch ansatzweise für die Ecke hier gilt, keine Ahnung, aber ich habe heute daher nicht mit Sonnenschein gerechnet und mir daher prophylaktisch die Regenhose und Regenjacke gleich angezogen, es nieselte auch schon zu Beginn. Was soll ich sagen, ich hatte häufig die Wörter "im Lande Mordors" auf meinen Lippen durch die ganzen Rauchfahnen die aus der Erde kommen. Abgesehen davon auch eine atemberaubende Landschaft mit dunklem Sand und Gestein, grünem Gewächs auf diesem, in verschiedenen Sandfarben sichtbare Bergseiten und weiße Schneepatches zwischen durch. Ich liebe es, auch das nordische Wetter (Temperaturen) - außer Regen, wir werden keine großen Freunde in diesem Leben, aber, das ist halt Mutter Natur und das ist auch gut so. Irgendwann habe ich eine Stelle gequert wo so richtig viel Dampf aus der Erde kam und neben dem Odöfre von faulen Eiern ich mitten drin in der Rauchfahne war, Brille beschlagen, nix mehr gesehen, naja der Rauch muss ja auch mal wieder drehen damit ich da nicht die ganze Zeit drin stehe und dort übernachten muss, ich hab das vorher natürlich gdnau beobachtet und da hat er sich ständig gedreht. Ok, irgendwann war Ich dann auch frei und konnte wieder erkennen wo es weiter ging und ab gings. Bekannt war, schlechtes Wetter heute und der Campingplatz ist wohl der höchste Punkt hier und sehr exponiert. So exponiert und mit frischen Brisen gesegnet, dass hier ganz viele Steinmauerkreise und Wände per Hand aufgeschichtet worden sind um den armen Zeltern ein wenig mehr Schutz zu bieten. Unerwartet war der Eisregen in den ich dann irgendwann reinlief und, dass es doch ganz schön schattiger wurde, speziell an den Händen habe ich das gemerkt. Also Handschuh 1 und 2 ausgepackt. 1 sind dünne wärmende und da nicht wasserdicht noch dünne aber wasserdichte Fäustlinge rüber und siehe da, es stellte sich dann nach einiger Zeit ein Wohlgefühl ein, nur das mit dem (heute nur via Handy weil Wetter für große Cam Grütze) knipsen ist ein kleiner Akt. Kurz vor der Ankunft des heutigen Etappenziels kurz Rast und stilles Gedenken bei der Plakette gemacht wo 2004 ein 25-jähriger Hiker in einem Blizzard verstorben ist. Ca. 1km vor der schützenden Hütte. Als ich dann weiter Richtung heutiges Etappenziel bin sind mir die drei Deutschen von dem Bus entgegen gekommen und haben mitgeteilt, dass Sie zurück gehen zum Ausgangspunkt und die Tour abbrechen. Bei denen sind wohl Sachen im Rucksack nass geworden wegen fehlender Innentüte. Das ist natürlich ärgerlich aber ich habe ihnen Mut zugesprochen und mitgeteilt, dass das die richtige Entscheidung war und Sie deswegen meinen Respekt haben, weil wohl nicht wenige genau das Umgekehrte in dieser Situation machen würden mit dann unter Umständen nicht so tollen Ergebnissen. Und Stand jetzt 16:18 wird mir auch mal wieder klar wie schmal der Grat sein, später dazu mehr. Am Campingplatz angekommen, war noch recht früh, ca. 10.00, gleich zum Warden in der Hütte, kleinen Schnack gehalten, noch froh über das grandiose Wetter gefreut - Eisregen, kalt und Wind), und ich fühlte mich in dem Augenblick auch so, dann für eine Nacht ein Zeltplatz gebucht, mir eines dieser Steinwallkreise ausgesucht mit Pi mal Daumen, weil die Grundfläche oh Wunder für ein 2 Personen Zelt mit jeweils2 geräumigen Apsiden dann doch Platz benötigt und mein Zelt aufgebaut. Handschuhe aus weil mit den Fäustlinge geht das nicht so richtig und Heringe wie an Tag 2 mit einem passenden Stein im Boden versenkt, während es regnete. Und irgendwie ist dann immer etwas genau dem Regen ausgesetzt, wo kein Regen rein soll, Innenmesh zum Beispiel. Zum Regen kam dann noch sein sehr guter Kumpel der Wind dazu, was das Vermeiden dieser Stellen etwas schwieriger gestaltete. Aber auch das war irgendwann erledigt, Stöcke rein, hochlupfen, ich glaube insgesamt mit 11 Heringen abgespannt. Hab vorher noch in Deutschland extra Schnüre befestigt um sicher gehen zu können. Steine noch auf die meisten Heringe, hoffentlich reicht das. Wer mal schauen möchte wie Zelte so aussehen können auf dem Etrusker und ich meine auch auf dem ersten Zeltplatz, einfach mal bei YT suchen. Nun stand zwar das Zelt aber es waren einige logistische Probleme zu lösen die bei Nichtregenwetter bisher nicht relevant waren. Wie kommt man ins Zelt ohne innen Wasser reinzubringen wenn es draußen regnet, man Regenklamotten an hat, die Hose erst dann ausziehen kann wenn man die Schuhe aushat, diese Regensachen irgendwo danach ablegen muss und der Rucksack oben dafür nicht geeignet ist als Ablage weil man den noch öffnen muss um die Matte und den Schlafsack und das restliche Gedöns ins Zelt zu bekommen? Ok, es gab eine neue unbeheizte Hütte ca. 20 Meter entfernt wo man auch kochen konnte, mit eigenem Kram, also dahin Rucksack stand schon in der Apside und Hose und Regenjacke ausgezogen. Problem Nr. 1, Socken, Thermoleggins, Longsleeve und TShirt drüber waren feucht. Bei der Thermoleggins war ich mir nicht sicher, ich hatte das in Neuseeland auch schon so mal, da wars aber insgesamt um einiges wärmer, ob ich die unter der Regenhose anlassen soll damit mir die nicht wegen Schweiß nass wird. Ich habe als lange Hose nur die Thermoleggins und die Regenhose dabei. Da es aber doch deutlich kühl hier ist bin ich nicht davon ausgegangen, dass ich mit Schwitzen ein Problem bekomme und nur mit Regenhose war halt nicht klar ob das dann zu kühl wird. Problem Nr. 2 war, dass ich die Sachen zum wandern gerne irgendwie für den nächsten Tag trocken bekommen wollte um nicht mit den feuchten und kalten Sachen dann zu starten. Also war Plan A, Sachen anlassen, das mit den Socken habe ich schnell aufgegeben, die waren klitschnass und mussten ausgewrungen werden. Und ich hatte mir in weiser Voraussicht extra warme Socken genau für so einen Anlass im Zelt mitgenommen. Normalerweise würde ich sagen ich komme mit kühleren Temperaturen sehr viel besser klar als mit warmen, aber als ich spürte, dass meine Füße sich wirklich kühl anfühlen bin ich schon etwas aufmerksam geworden. Erstmal war gefühlt alles im Zelt feucht, was natürlich keine gute Grundlage zum. Aufwärmen und trocknen ist. Nachdem die Matte aufgepumpt war, also rein in den Quilt mit den feuchten Klamotten, Bodyheat, irgendwann sind die dann auch trocken. Obenrum, Patagonia Air, in weiser Voraussicht zweites altes Oberteil irgendwas mit Polartec und meine EE Torrid angezogen, Merino Beanie und von allen Hoidies, Jacken die Kapuzen drüber. Da lag ich dann in Pharaostellung in meinem Quilt, mir wurde nicht warm, alles fühlte sich klamm an. Ich weiß nicht wie lange ich genau brauchte, ca. 30-45 Minuten, dann neuen Plan gemacht, Thermoleggins aus, Wanderlongsleeve mit TShirt aus und das eigentlich trockene Nachtlongsleeve mit dazugehörigem TShirt an. Es ist echt unglaublich wieviel Feuchtigkeit man in so ein Zelt mit reinbringen kann und was dann am Ende davon alles betroffen ist. Wieder Patagonia und Konsorten drüber mit Handschuhen diesmal, Hände sind auch kalt, wieder Pharaostellung und in dem nun auch innen feuchten Quilt liegen. Und sei es mit der eh schon vorhandenen Feuchtigkeit nicht genug spritzt mir ständig Wasser von der Innenseite entgegen. Das sind zwar nur kleine Sprenkel, aber wenn man gerne ein Innenzelt mit trockenen Sachen, verständlicherweise möchte ist das kontraproduktiv. Woran das mit dem Sprenkeln liegt, keine Ahnung, Kondensation kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, das ist bei diesem Zelt ja 0,55er Material, beim Zpacks habe ich 0,70er und da hatte ich solche Probleme nie. Bisher scheinen die Abspannungen zu halten, ich kann von innen nicht alle außen sehen, nur die von den Apsiden und der eine Stein da drauf bewegt sich schon ganz schön. Was ich leider am Anfang vor dem Zelt aufstellen vergessen habe ist, meinen Cnoc Beutel mit Trinkwasser aufzufüllen. Denn ein heißer Tee oder später Mahlzeit sind sicher eine gute Idee. Nachdem ich so langsam das Gefühl hatte dass ich jetzt einen Zustand erreicht habe wo ich mich etwas trockener fühle, also wieder raus bei Nieselregen und Wasser besorgt und wieder rein ins Zelt. Kochen funktioniert bei den großen Apsiden wirklich gut. Nun um 17.00 habe ich den Eindruck, dass die Körperwärme soweit alles am Körper/Quilt getrocknet hat, meine feuchten Oberteile habe ich in die Fußbox getan und hoffe, dass die bis morgen dann auch wieder trocken sind. Das einzige Riesenproblem, wofür ich mich in den Arsch beißen könnte ist, ich hab vergessen ne Pinkelpulle zu kaufen. Es regnet hier heute durch und ich will möglichst nicht mehr aus dem nun komfortablen Zelt. Mal schauen wie ich das Problem löse. Der heutige Tag hat mich mal wieder Demut vor der Natur gelehrt. Laut Inreach Wetter Forecast soll es ab morgen 6.00 aufhören zu regnen und dann die kommenden Tage auch besser werden. Finger crossed, wir werden sehen. Erstmal diesen Tag/Nacht überstehen. tbc...
  20. 10D, 20D, silpoly, silnylon von Gramxpert

    MarciOnTrail reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Du kannst Dir die entsprechenden Materialangaben in deren Materialshop Adventurexpert anschauen. Auch wenn Adventurexpert nach Extremtextil.de mein 2. Materiallieferant ist, mir waere das Material nicht stabil genug fuer ein leichtes Tarp. Ueberleg Dir doch mal, ob Du nicht mit dem Tarp Deine MYOG-Karriere startest, Naehanleitungen zu Tarps sind im MYOG-Bereich ohne Ende, als Material empfehle ich Dir das 36g Si-Nylon oder das 40g 6.6 Si-Nylon oder wenn es besonders stabil sein soll, das 55g Si-Nylon... Wenn doch kaufen, wuerde ich eher ein RAB-Tarp (Sil Tarp 1 oder 2) ueberlegen...
  21. Hallo @Lolaine, die bekanntesten Beeren im Fjäll sind vermutlich die Mollte-, Heidel- bzw. Blau-, Preisel-, Krähen und Rauschebeere. Das sind so die gängigen Vertreter. Die Moltebeere ist wohl die beliebteste und sehr Vitamin reich. Im reifen Zustand leuchtet sie im kräftigen Orange auf dem Moorboden. Das Erkennungsmerkmal Heidel- oder auch Blaubeere steckt ja praktisch schon im Namen: ein dunkelblauer Fruchtkörper mit blauen Fruchtfleisch. Wer erinnert sich da nicht an seine Kindheit? Hefeklöse mit Heidelbeeren, blauen Lippen und blauen Mündern! Die rote Preiselbeere sollte ja eigentlich allgemein bekannt sein. Einfach roh schmeckt sie nicht unbedingt so lecker, sondern ziemlich säuerlich. Sie werden eher später reif, im Vergleich zu den anderen Beeren. Dafür kann man sie gut lagern und transportieren (recht harter Fruchtkörper). Außerdem passen sie sehr gut frisch gepflückt in den Haferbrei. Die eher schwarzen Krähenbeeren kann man ggf., so zu sagen als Beifang beim Heidelbeerensammeln, auch mit in den Haferbrei werfen. Aber Heidelbeeren sind halt viel leckerer! Krähenbeeren eignen sich notfalls recht gut, wenn man Durst, aber kein Wasser hat. Bleibt noch die Rauschebeere. Sie ähnelt ein wenig der Blaubeere, aber wenn man etwas genauer hinsieht, dann erkennt man schnell die Unterschiede. Die Pflanze samt Blätter und Frucht sehen anders aus. Aber vor allem durch das helle bzw. weiße Fruchtfleisch kann man sie eindeutig von der Blaubeere unterscheiden, außerdem ist sie eindeutig weniger schmackhaft als diese. Der Geschmack ist eher fade. Wenn ich mich recht erinnere, dann soll eventuell ein Pilz sehr leichte Rauschzustände auslösen können. Aber ich denke, falls ein paar Rauschebeeren versehentlich oder von mir aus auch absichtlich, mit in den Haferbrei kullern, egal. Kein wirklich ernsthaftes Problem um in Panik zu geraten. Beste Grüße Z PS: Ich muß zugeben, mit Deiner Aufnahme, da bin ich sehr verunsichert. Ich ndort nicht so gut erkennen und sagen, um welche Beeren es sich eindeutig handelt. Rot ja, Preiselbeeren, naja? Ich kenne sie ja eher natura und weniger vom Bild. So aus der Ferne, spontan und aus dem Bauchgefühl heraus, ist das für mich keine Preiselbeere. Also eher nix für den Brei. Aber ich bin gerne bereit dazu zu lernen. Und was das Wetter betrifft yr.no wurde ja bereits erwähnt.
  22. Wanderschuhe (Breiter Fuß)

    Kay reagierte auf ma-al-k für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Zur Illustration was ich meine: Hier eine Shamma Sandale in US9 hat ca. 11cm Sohlenbreite. Man beachte, mein kleiner Zeh steht unnatürlich nach innen wegen falschem Schuhwerk über Jahrzehnte (Schneiderzehen). Hier mein Altra wide in US10 bei belastetem Fuß (Gewicht am Fuß) hat ca. 10cm maximale Sohlenbreite, man beachte mein Fuß ist Größe 41 und der Schuh ist 44 und trotzdem zu eng. Dennoch finde ich den Lonepeak noch am besten. Hier ein New Balance US10 in 6E (extra extra extra extra extra extra wide), der war mir viel zu eng, da ist Altra eine Wohltat dagegen, weil der Altra ein sehr flexibles Obermaterial hat und sich oben in der Zehenbox noch ausbeult. New Balance, Joe Nimble, alle von mir getesteten Lederschuhe (z.B. Altra Olympus gtx) geben weniger nach und engen somit noch mehr ein. So liegen meine Zehen tatsächlich im Schuh. Das ist ein Topo Runventure4 in US10 EU44. Das ist einer der Schuhe der mir noch am besten passt (nach Altra).
  23. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    zweizehn reagierte auf kai für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    OT: Allgemein finde ich persönlich eine Uhr mit Mikro + Lautsprecher + Sprachassistent ziemlich unnötig. Meine Amazfit GTR4 hat das schon lange und kostet nur ¼ der Fenix. Doch bei Garmin wird das als große Errungenschaft angepriesen. Einen wirklich sinnvollen Nutzen bringt das meiner Meinung nach jedoch nicht. 🤷
  24. Fach mit Reißverschluss nachrüsten (lassen)

    dee_gee reagierte auf Kay für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich habe mir eine Tasche genäht, in die Kindle, Geldbeutel, Reisepass, Lesebrille, Handy, Powerbank passen. Die liegt oben auf im Rucksack und kann dann in der Zivilisation / Öffis schnell entnommen werden und ich habe alle Wertsachen bei mir. Kann als Bauchtasche oder Umhängetasche getragen werden. Solche Taschen gibt es auch von diversen UL-Marken zu kaufen, aber ich wollte eben etwas massgefertigtes genau für meinen Bedarf. Vielleicht ist das auch eine Option für dich.
  25. Wäsche nachts trocknen?

    kai reagierte auf fatrat für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    ich mach das nach dem gewöhnlichen in der Hand auswringen (also dieses lange "Wurst" rollen und gegeneinander Verdrehen Dingens, siehe @ChristophW sein Beitrag) oft noch so, dass ich die besagte "Wurst" in der Mitte oder ggf. an einem der Enden halte und meinen Arm bzw das Handgelnk in kreisförmigen, äußerst rhythmischen Bewegungen kurzzeitig rotieren lasse (also bitte kein 5 Minuten Schleudervorgang, der aus XS ein XL macht) - bin zwar keine Profizentrifuge oder gar Waschmaschinentrommel aber so ein bisschen mehr Feuchtigkeit sammelt sich dann schon in den Enden des Kleindungsstückes und dieses kann man dann abermals rausdrücken, primär in dem Fall die Ärmelbündchen oder der Bund unten. Und auch nochmal von mir der Hinweis, dass ich dies NUR mit Kunstfaser so machen würde, auf keinen Fall mit Merino. Einfach mal daheim ausprobieren, bevorzugt in der Dusche oder im Garten
  26. Ausbesserung / Reperatur Bonfus Middus 2P

    AnNo6624 reagierte auf dermuthige für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wir haben hier noch etwas zu dem Tape gesprochen:
  27. Fach mit Reißverschluss nachrüsten (lassen)

    khyal reagierte auf masui_ für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    wenn ich das richtig verstehe, wird das kein wanderurlaub. ich würde mir den aufwand und das zusätzliche gewicht am rucksack sparen. beim nächsten richtigen trekking trip hast du sonst ein unnötiges fach mit unnötigem gewicht. alternativen? hm...ein extra packbeutel mit signalfarbe und ganz oben drauf? mir scheint einfach das aufwand-nutzen-verhältnis bei deinem vorhaben nicht passend 😅
  28. Wäsche nachts trocknen?

    einar46 reagierte auf ULgeher für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wäre jetzt auch mein Ansatz. Beim Wandern mache ich es so: Auswringen, falls möglich im Wind oder an Sonne soweit trocknen wie möglich, und dann wieder anziehen. Durch die Körperwärme geht dann die restliche Feuchtigkeit weg. In den Schlafsack würde ich feuchte Kleider nur nehmen, wenn ich in einer trockenen warmen Gegend bin. Aber dann geht auch tagsüber trocknen.
  29. Zenbivy Nachbau

    DerDirch reagierte auf hmpf für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Sehr stark und coole Farbe!
  30. 1 Punkt
    Rückreise Wäre geplant gewesen von der Bushalte “Kjernmoen” (https://maps.app.goo.gl/cDdHVjjzeR1NypaF7) mit dem 150er (mehrmals täglich, der letzte um 20:44) über Elverum (wo mein Rückreisegepäck auf mich im Hotel wartet) nach Oslo und von da per Flugzeug heim
  31. 1 Punkt
    Mücken & Getier Mücken, klar! Je nachdem wann und wo man ist. Bei Regen kaum, im Wald wird es schnell unangenehm sobald man stehen bleibt, aber das ist in D auch nicht anders. Mittagessen war immer schnell zu Ende und ich bin geflüchtet. Wenn sie einem die Füße zerstechen, glaubt man nacher über Stunden man hat ne Falte im Socken Das eigentliche Problem sind Zecken, zwei konnte ich wegschnippen, 2 hatten sich verbissen, nehmt unbedingt eine Zeckenzange mit!!! 1000 mini Frösche überall
  32. 1 Punkt
    Resupply Schwierig. Es gibt am Trail selber keinen Supermarkt. Auf Höhe des Sees Røgden (https://maps.app.goo.gl/ry5BtUmBd1MQRvoy9) fährt der 206er Bus 3 mal am Tag (nicht am Wochenende) in Schweden Richtung Torsby - in 30min sollte man in Östmark einen Supermarkt erreichen. Abfahrtplan findet sich auf der Seite von https://www.varmlandstrafik.se/ In Øyermoen gibt es sowas wie ein Restaurant - hier kann man auch duschen (https://maps.app.goo.gl/XWa4JRX2zbv1U6fk6) In Øyermoen scheint es auch eine Bushaltestelle zu geben, der 758 und 765 scheint ein mal täglich hin und zurück zu fahren, Busplan findet sich unter https://innlandstrafikk.no Mit einem Umweg erreicht man laut google einen Supermarkt in Bograngen (https://maps.app.goo.gl/BHkNbgwCNDVQiGSk8) Ich selbst habe eine Nacht beim See Røgden (beinahe “Halbzeit”) im Hotel “Finnskogtoppen SPA & Velværehotell” verbracht und mir für den Rest der Reise nach Absprache vorab von Oslo aus Nahrung und Klamotten zu geschickt (https://maps.app.goo.gl/Qh7GArH8tg9PiFJZA). Geiles Hotel. Familiär. Warmes Wasser. Solltet ihr auch was per Post verschicken wollen, gebt lieber alles online ein. Mann bekommt dort einen QR code, den kann man dann im Postamt drucken lassen. Adresse wie in D reicht nicht, die Dame am Schalter hat die ganze Adressen händisch eingetippt was ewig gedauert hat (https://www.posten.no/en/). Ein Paket scheint 1-5 Tage zu dauern, es gibt auch Expressversand.
  33. Wäsche nachts trocknen?

    kai reagierte auf fatrat für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    der Hotel-Handtuch-Trick: kompaktes Handtuch mitnehmen (Sea to Summit etc.) und darin das feuchte Tshirt/Trikot einwickeln und mit Knien drauf und "auspressen". Geht natürlich mit Baumwollhandtuch zig mal besser aber mit dünneren funktioniert es auch. Danach noch bisschen aufhängen, bestenfalls im Wind und dann leicht feucht anziehen. Nach paar Min aufm Rad produziert man ja genug Wärme. Bin auf zweiwöchiger Hollandradtour neulich irgendwann dazu übergegangen das Tshirt erst morgens kurz zu waschen, von Hand schleudern, gut auswringen, ggf wie gesagt im Handtuch zusätzlich auspressen, und dann einfach direkt anzuziehen, durch Zeltabbau etc bin ich eh schon ein Reaktor Ok das waren natürlich sommerlichere Temperaturen aber mit so Material wie Patagonias Capilene Cool Daily fühlt es sich auch nicht wirklich unangenehm an, wenn bissl feucht. Die Radhose dauert da widerum deutlich länger, die hab ich dann mit in den Schlafsack genommen, weil es nachts draußen typisch holländisch bissl feucht wurde. Achso... und dann natürlich nur ein Satz Radklamotten
  34. Island - Laugavegur Trail

    Oska reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    PRIMA!!!!
  35. Skandinavien Touren mit Trailrunnern

    Ledertramp reagierte auf PhilippPhoenix für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Eine wasserdichte Socke besteht aus 3 Lagen. Innen und außen hast du normalen Sockenstoff, aber innen ist eine wasserundurchlässige Schicht. Bei billigeren Modellen ist die mittlere Schicht einfach ein dichter Stoff (der dann auch nicht dampfdurchlässig ist): das ist dann wie wenn du einen Socken anziehst, einen Luftballon darüber und dann nochmal einen Socken. Teurere Modelle setzen auf eine wasserdichte aber dampfdurchlässige Schicht. Manche wundern sich nach Flussüberquerungen über nasse Füße. Das Wasser kann aber selbst wenn der Socke dicht ist, durch die innere Schicht und entlang der Haut reinlaufen, falls du mit dem Bund vom Socken unter Wasser bist. Also ohne durch die äußere und mittlere (wasserdichte) Schicht gelangen zu müssen. Hoffe, das war halbwegs verständlich 😅 Daher ziehen manche die wasserdichten Socken vor einer Durchquerung bewusst aus, laufen im eh schon nassen Schuh durchs Wasser und ziehen danach die trockenen und warmen wasserdichten Socken wieder an.
  36. Unterwegs auf dem Fördesteig

    bifi reagierte auf Genusswanderer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ab Ostseesonne Richtung Kappeln hat die letzte Sturmflut den Wanderweg weggespült. Da muss man nun umsatteln.
  37. Unterwegs auf dem Fördesteig

    bifi reagierte auf Genusswanderer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Der Campingplatz Ostseesonne jetzt mit noch mehr Service!
  38. Schuhe nach der Wanderung

    cafeconleche reagierte auf Martin für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    War in den letzten Jahren vielleicht 2 Nächte aufm Campingplatz, bei 50+ Nächten draußen pro Jahr. Ich plane nichts für solche nicht auftretenden Fälle.... Camp Schuhe genauso. Um 20 Uhr das Zelt aufbauen, um 7 Uhr wieder loslaufen. Problem gelöst. Is ja hier ultralight hiking, nich ultralight camping😘
  39. Schuhe nach der Wanderung

    cafeconleche reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Das Thema wurde schon so ungefaehr 1023 mal eroertert. Bitte nutzt dafuer die Suchfunktion oder Suchmaschinen z.B. listet die interne Suchfunktion 92 Beitraege auf, wenn man das Wort Campschuhe eingibt. Es macht wenig Sinn, das noch weiter mit einem weiteren Thread zu zerfasern, wenn Du nach Lesen im Forum noch Fragen dazu hast, haeng Dich doch lieber an einen bestehenden Thread mit dem Thema dran. dfeswegen nur kurz : Re-Supply wird ja meist tagsueber, wenn der Trail durch Orte geht, oder man deswegen eine Schleife laeuft, erledigft, da hat man halt an den Fuessen, was man an den Fuessen hat. Ob Campschuhe, welcher Art, da gehen die Schilderungen weit auseinander, zwischen selbergestrickt mit Evazote-Platte, Sohlenplatte, Flipflops, andere sehr leichte Schlappen oder nix, ist ja auch davon abhaengig, zu welcher Jahreszeit man wo unterwegs ist und was man zum Wandern, Paddeln an den Fuessen traegt. z.B. wenn ich in technisch anspruchsvollerem Terrain oder im Winter bei Schnee unterwegs bin, trage ich Hanwag Banks dann habe ich je nach Umgebung Flipflops oder UL-Sandalen oder Booties bei. Bei den meisten anderen Wandertouren, Paddeln, Segeln usw trage ich Trekkingsandalen, da habe ich, wenn ich sehr lange unterwegs bin, als Backup UL-Sandalen oder gar nix bei, wenn ich denn mal auf nem Camping Duschen gehe, kann man die ja auch prima unter der Dusche anlassen, dann sind die gleich mit sauber Aber wie schon oben geschrieben, fraes Dich mal durch die bestehenden Threads...
  40. Huayhuash-Trek in Peru

    khyal reagierte auf Mia im Zelt für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Punta Cuyoc auf 5000m An Tag 4 erwartete und mit dem Punta Cuyoc der erste Pass, welcher die 5000m Marke erreicht. Der Aufstieg in der dünnen Luft war insbesondere für mich anstrengend, mein Mann tat sich leichter und musste weniger schwer schnaufen. Dort oben hatte es während des Abends sogar geschneit, auch wenn ein Großteil schon geschmolzen war. Die Aussicht war atemberaubend und alle Mühen wert. Wir wunderten, dass wir schon wieder alleine unterwegs waren. Laut Komoot sollte dieser Pass auf der Hauptroute liegen, aber wo blieben die vielen geführten Gruppen?? Später sollten wir den Grund herausfinden. Nur die ersten Meter runter waren steil und rutschig, danach wurde es einfacher. Am Camp Pampa Elefante entspannten wir in der Sonne. Obwohl es so abgeschieden liegt, funktionierte die Spülung der Toilette. Da wir die Campsite bereits mittags erreicht hatten, begannen wir den Anstieg zum San Antonia Pass, welcher ebenfalls nicht auf der Hauptroute liegt. Zum glaubten wir das. Zunächst wunderten wir uns über die Massen an Hikern, die uns entgegen kamen. Holländer berichteten uns, dass ihre Gruppe von Huayhuash-Camp über den Trapecio Pass zum Camp Pampa Elefante wandert. Genauso wie die anderen Gruppen scheinbar auch. Offensichtlich hat sich die Hauptroute geändert oder sie ist in den Karten falsch eingezeichnet. Der erste Teil vom Aufstieg war einfach, die Landstraße bestand aus Stein und Fels. Lebensfeindlich wirkte es hier, dementsprechend schwierig war die Zeltplatzsuche. Auf über 4800m fanden wir eine ebene Stelle im Kies, die Verankerung der Heringe erforderte mehr Arbeit als sonst, da der sandige Untergrund hier sehr locker ist. Double-Pegging war nötig, ansonsten wären die Heringe rausgeflogen. Sobald das Zelt stand war die Sonne hinterm Berg und es wurde draußen richtig ungemütlich in dem kalten Wind. Trotzdem war die Nacht erholsam. Den falschen Pass erwischt Die Nacht war frostig und auf Morgensonne hatten wir keine Chance dank der hohen Felstürme um uns herum. Also packten wir uns warm ein, ehe wir das Zelt abbauten und losliefen. Der Anstieg zum Trapecio-Pass war bis zum Schluss einfach. Oben trafen wir zwei Amerikaner, von denen einer auch den gleichen Weg wie wir hochstieg. Unser Ziel war der San Antonio-Pass auf 5100m, zumindest glaubten wir dies. Das letzte Stück war sehr steil, aber gut machbar. Etwas weiter vorne hatten wir eine spektakuläre Aussicht auf den Jurau-Gletscher, er wirkte zum greifen nah. Der Beginn vom Abstieg war knifflig und steil, nur ein paar Steinmandl wiesen den Weg. Ab und zu mussten wir die Hände zu Hilfe nehmen. Etwas weiter unten standen wir direkt neben dem Gletscher, so nah waren wir noch nie an einem! Richtig krass! Zunächst war das Gelände flach, einen Weg gab es nicht, nur vereinzelte Steinmandl. Es war ein komisches Gefühl so weit oben ohne sichtbaren Weg unterwegs zu sein. Wir hofften, bald würde wieder ein Pfad auftauchen, doch falsch gedacht! Stattdessen blieb es weglos und wurde so richtig steil. Höchste Konzentration war erforderlich, als wir uns den geröllbedeckten Steilhang runterkämpften. Komisch, dabei war in den Blogs, die ich vorher zum San Antonio-Pass nichts davon zu lesen! Seltsam... Da kamen wir runter: Erst oberhalb des unnatürlich türkisblau wirkenden Juraucocha konnten wir wieder einem vernünftigen Wanderweg folgen. Der See mit seiner kräftigen Farbe versetzte uns ins Staunen. Er sieht aus wie gemalt, doch dabei ist die Farbe zu 100% natürlich. Ab dem Tal unterhalb des Sees wurde der Weg flach und so richtig einfach. So schafften wir es dann doch noch am gleichen Tag bis ins Dorf Huayllapa. Zuvor hatten wir nicht mehr daran geglaubt, denn für fünf Kilometer hatten wir vier Stunden gebraucht... Erst in Huayllapa dämmerte es mir, dass wir über den Jurau-Pass gegangen sind, anstatt des San Antonio-Passes. Kein Wunder, wir hatten unbewusst einen viel schwereren Übergang gewählt! Diese Variante hatte ich nämlich erst kurz vorham Smartphone geplant, wo die Übersicht bescheiden ist. Im Dorf kann man wie wir auf dem Sportplatz zelten oder in Pensionen übernachten. Da die Gebühren für die Gemeinden viel teurer waren, als in unserem Reiseführer angegeben, mussten wir mit unserem Bargeld sparsam umgehen, um nochmals genügend für die Rückfahrt übrig zu haben. Mit der Karte kann man auf dem Trail nämlich nicht bezahlen. Trotzdem mussten wir unser Proviant in dem kleinen Dorfladen auffüllen.
  41. 1 Punkt
    Ich glaube, ein Problem bei der Einschätzung der Stabilität ist, dass wir meist nicht wissen, wie stark der Wind in einer Nacht wirklich war. Bereits relativ wenig Wind (in km/h) kann recht beeindruckend sein, besonders in Kombination mit Regen und wenn er unregelmässig weht. Und wie bereits geschrieben wurde, kann der WInd lokal sehr stark variieren, und auch einzelne Böen können deutlich abweichen vom Durchschnitt. Ich würde deshalb vermuten, dass, wenn hier von "sturmtauglich" geschrieben wird, meist nicht wirklich Sturm im engeren Sinn gemeint ist, sondern einfach "starker Wind. der unangenehm ist und bei dem das Zelt gut platziert/aufgestellt sein muss, um keine Probleme zu kriegen". Eine intelligente Zeltplatzwahl ist hier mindestens ebenso wichtig wie ein halbwegs vernünftig konstruiertes Zelt. Das ist natürlich alles vielleicht nicht so hilfreich, um das richtige Zelt für den TO zu finden. Ich glaube aber, die unterschiedlichen Einschätzungen im Thread hängen damit zusammen. (nb: ich habe schon Wind erlebt, bei dem ganze Waldabschnitte plattgelegt wurden [z.B. Lothar, für diejenigen die sich daran erinnern können, und ich war damals mitten drin, das Dach unserer Unterkunft wurde am Morgen einfach von einer Böe weggerissen]. Exponiert hätte ich da nicht draussen übernachten wollen (ausser vielleicht mit einem wasserdichten Bivy, welches komplett geschlossen werden kann, und nur an Orten, die ein wenig geschützt sind und wo nichts durch die Luft geflogen kommt. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob es nicht doch möglich gewesen wäre, mit genügend Zeit selbst bei solchen Verhältnissen irgendwo geeigneten Schlafplatz zu finden. Manchmal reichen eine Mulde oder ein paar Felsbrocken.)
  42. Sowohl bei TMB als auch GR 20 hat man zum Abwettern von tagelangem Regen und echtem Sturm auch Unterkünfte am Wegesrand. Mit noch mehr Kopffreiheit. Alles andere ist mit Skills auch mit Leichtzelten zu machen. Außerdem ist es eigentlich immer bekannt, wenn eine Schlechtwetterfront im Anmarsch ist. Da kann man in windgeschütztere Höhen absteigen. Dafür würde ich zumindest nicht ein Extrakilo mitschleppen. Und vor allem mir nicht extra einen Sturmbunker kaufen. In Skandinavien kommt es auch sehr drauf an, wo und wann du unterwegs bist. Lies doch mal ein paar Berichte, was da alles so möglich ist, wenn man sich etwas Wissen angeeignet hat. Nichts gegen so nen richtigen Geodät, wenns jemand anderes trägt, oder wenns die Bedingungen wirklich brauchen - ich hab auch einen. Mein Tipp ist: Triff Leute (diverse Stammtischfäden, oder, wenn’s das wieder gibt, Treffen), schau dir deren Zelte an, oder/und besorg dir im Biete-Teil etwas und probiere im Garten, Park, Wochenendtouren aus, womit du zurechtkommst. Aufbautipps bekommst du hier für jedes der hier angebotenen Zelte. Und wenn du mit dem Zelt nicht so warm wirst, hast du auch bald die notwendige Zahl an Beiträgen, um es wieder zu verkaufen. Das Wesentliche, um leicht, gar ultraleicht unterwegs zu sein, sind gemachte Erfahrungen. Und ne Schere im Kopf.
  43. 1 Punkt
    Habe jüngst mein Schaufel bei einer 10-tägigen Tour zum ersten mal wirklich konsequent verwendet und bin nun komplett überzeugt. Nie mehr ohne. Hätte nicht erwartet wie genugtuend es für mich ist meinen Scheiß wirklich gut "versorgt" zu haben! Eigentlich ein Wunder dass ich solange gebraucht habe das zu begreifen, im Nachhinein eigentlich richtig fragwürdig...
  44. Auf Wunsch schreibe ich nun noch was zur Ausrüstung, mit der ich unterwegs war (Packliste: https://lighterpack.com/r/j3l6di). Dazu ist Folgendes vielleicht relevant: Ich war anschließend noch weiter in den Pyrenäen unterwegs, ursprünglich wollte ich noch bis Mitte/ Ende September Zeit dort verbringen (terminbedingt musste ich dann aber doch schon Anfang September zurück) und hatte deswegen entsprechende Kältereserven dabei, die rein für diese Tour so sicher nicht notwendig gewesen wären... Schlafen: Ich war mit nem Solomid XL (älteres Modell) unterwegs. Ich hab` ansonsten noch ein GWC (die neue Version), hab mich aber für das Solomid entschieden, da bodennäher abspannbar und Material nicht so flimsy. Habe die Entscheidung nicht bereut, so war ich doch flexibler und entspannter bei der Zeltplatzwahl. Gleichwohl ich insgesamt doch deutlich häufiger auf Campingplätzen geschlafen hab, als ich das vorher so gedacht hätte. Es gab einfach so viele und häufig hat dann einfach die Bequemlichkeit gesiegt, wenn ich nachmittags/ abends durch einen Ort kam und dort noch was eingekauft habe – dann auch gerne was Frisches (Obst und Gemüse!) und entsprechend schwer. Schlafsystem bestand aus 8 Teilen Z-Lite plus 4mm Eva-Matte obendrauf – für mich die perfekte Schlafunterlage. Ich hab zwar auch ne X-Lite, bin aber absoluter Freund von Schaummatten. Und die Kombi aus Z-Lite mit dünner Eva-Matte obendrauf finde ich (trotz Seitenschläfertum) unfassbar bequem. Ohne die Eva wird’s mir bei kühleren Temperaturen von unten her doch schnell zu frisch, ebenso bei weniger als 8 Teilen Z-Lite an den Oberschenkeln, ich bin aber vor allem nachts auch `ne echte Frostbeule. So war ich auch mit 450er Quilt unterwegs. (Zur Orientierung: Bei den -1 Grad, die als Comfort-Temperatur angegeben werden, habe ich zusätzlich zur langen Unterwäsche zusätzlich schon noch ´nen Fleece oder ´ne Puffy an, um nicht zu frieren). In vielen Nächten (gerade in tieferen Lagen) war der Quilt natürlich Overkill, ich hatte aber auch echt kalte Nächte, schätzungsweise knapp über/ um den Gefrierpunkt, da hätte ich nicht weniger haben wollen. Klamotten: An den Füßen war ich mit Altra Lone Peaks und Injinji Zehensocken unterwegs. Keine einzige Blase, habe aber auch penibel darauf geachtet, gerade am Anfang sehr regelmäßig die Füße/ Schuhe in Pausen auszulüften und zu trocknen und bekannte Problemstellen an den Füßen präventiv mit Leukoplast zu tapen. Die Strategie funzt bei mir hervorragend. Ansonsten Laufshorts und KuFa-Longsleeve. Windbekleidung und Regenhose MYOG, als Regenjacke hatte ich ne OR Helium dabei. Ich gehöre zu der Fraktion, die Wind- und Regenbekleidung für nicht austauschbar empfindet, würde also wieder beides mitnehmen. Isolationstechnisch hatte ich mehr als nötig dabei (Fleece UND Puffy), hatte mich mit Blick auf Ende September dafür entschieden. So konnte ich jedoch auch in höheren Lagen abends noch entspannt draußen sitzen, das war somit Luxus. Bester Gegenstand der Tour: Sonnenhut! Rucksack: HMG Southwest 2400 – hatte ich mir extra für die Tour geleistet und nicht bereut. Sonst meist mit MYOG-Pack, der ca. halb soviel wiegt, wollte aber was mit Tragesystem, da ich doch schwerer unterwegs war als sonst und war sehr froh darüber. Top Rucksack, der zwar weder der Allerleichteste noch der Günstigste ist, aber ich war und bin absolut glücklich damit. Kochen/ Essen: Ich war mit Gas unterwegs, Schraubkartuschen gab es in Briancon (Decathlon und Intersport). Würde ich den Weg nochmal gehen, würde ich no cook gehen. Die Versorgungslage ist super easy (alle 2-3 Tage hat man Nachschub-Möglichkeiten, nur am Ende sind es eher 3-4 Tage) und warme Küche ist mir nicht so wichtig. Also hab ich den Kocher eher als Luxus-Gegenstand empfunden. Elektronik: Navigiert (und Fotos gemacht) hab ich mit dem Handy (iPhone 12 mini), wobei der Weg so gut markiert ist, dass ich da wenig drauf schauen musste. Stromversorgung über billo-Solarpanel und ne Powerbank (Nitecore 10000mAh). Hatte das Handy die ganze Tour über kein einziges Mal an der Steckdose, ne kleinere Powerbank hätte es sicher auch getan, besitze ich aber nicht. Zudem hatte ich ein inreach mini dabei, war Wunsch/ Bedingung meiner Partnerin. Nett war da zudem die Möglichkeit, auch bei fehlendem Netz (max. 2 Tage glaub ich) ne Nachricht zu senden oder das Wetter zu checken. Wasser: Im Norden kein Thema, hatte am Anfang immer viel zuviel dabei mit 1,5l, da hat eigentlich immer ein halber bis max. ein Liter (und der dann dicke) gereicht. Im Süden wurde es dann schon schwieriger, am Ende bin ich ich dann auch mal mit 3l gestartet. Als Wasserfilter hatte ich nen Sawyer Squeeze dabei, ein Befree hätte es ebenso getan. Sonstiges: Trekkingstöcke waren von Helinox, mit 486g nicht gerade leicht, dafür mit 145cm passend, um das Solomid aufzustellen. Hygiene: Neben dem Üblichen wie Zahnbürste und Co.: Azz-Blaster fürs Geschäft, Packtowl als Handtuch, Erste Hilfe, Notfallmedis wegen Allergie, Dittybag, Impfpass und all so n Gerödel... achso und die Grödel, die ich zwar nicht brauchte, aber dann ja zum Glück doch nochmal irgendwann wieder los geworden bin ...
  45. 1 Punkt
    Also ich hab den Thread gerade nur überflogen.. aber ich dachte, ich nutze mal den Zeitpunkt, mich bei allen "Hobbyautoren" zu bedanken die Reiseberichte sind wirklich ein toller Teil des Forums, und dass sich die Berichte in der "Qualität" oder Aufmachung, oder von den Fotos so stark unterscheiden, stört mich überhaupt nicht. Der Reisebericht vom Sarek war fantastisch und hat mich träumen lassen, aber realistischer ist für mich nun mal eine Tour in harmloseren Gefilden. Und da freu ich mich über jeden "langweiligen Reisebericht mit Handyfotos"! Die gehören zum Forum genauso dazu und irgendwer freut sich immer. Und wenns die Lüneburger Heide ist! Wenn man aus Hamburg rauskommt ist sie auch wunderschön und still. Ich finde so ein Forum darf sich auch von Outdoor-Magazinen mit perfekten Fotos unterscheiden.. so ein Handyfoto-Reisebericht verursacht so Feierabendgefühle in mir, so eine "Photovelostory" eher Urlaubsgefühle.. beides super. Wisst ihr was ich meine? Ich hatte bisher immer Angst, einen Bericht zu schreiben, weil bei mir IMMER etwas schiefgeht .. vielleicht schreib ich im März einen, "Fast erfroren in der Türkei" oder "Mit Winterklamotten auf dem lykischen Weg".. mit der Kleidung hab ichs definitiv noch nicht raus. tl;dr : Reiseberichte sind super!
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