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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 04.01.2021 in allen Bereichen

  1. roli

    HMG REPACK

    Anbei eine kurze Bildergeschichte zum HMG REPACK @schrenz @momper @W1nch #2020 staff picks and awards. HMG REPACK mit 40.0g Verschluss mit schweren 7.0g (ich bin entsetzt, muss verändert werden). Knorr Pasta ai Funghi - normalerweise 6 Minuten zu Kochen (618 kcal, 1 - 1.50 Euro). Kochendes Wasser ins Fertiggericht (im Bild etwas zu wenig Wasser). Tüte in den Repack und verschließen. Repack schließen und warten. Pasta fertig. Die Verpackung kann auch zum Halten verwendet werden, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Hierzu kann man den Verschluss auf der anderen Seite einklipsen. Achtung: Fotos wechseln hier von Funghi auf Parmigiano (666 kcal, 1 - 1.50 Euro). Hier nochmal besser zu sehen. Fazit der Geschichte: Ich verwende den HMG Repack als Food Cozy, denn umfüllen von Kunststoff in Kunststoff kommt mir nicht sonderlich schlau vor (siehe HMG Seite). Ich kann so allerdings einfache und preiswerte Fertiggerichte nur mit heißem Wasser zubereiten, die ohne Cozy zu schnell abkühlen und somit nicht durch wären. Kein Topf, wenig Brennstoff. Der Verschluss mit sorgenerregenden 7 Gramm macht in dem Setup Sinn, denn durchs Zusammendrücken des geschlossenen Repacks würde sonst oben Saft rausrinnen, der kann über kurz oder lang im Cozy vergammelt. Deswegen schlägt HMG ja Zip-Locks vor, nur will ich nicht pro Mahlzeit einen Zip-Lock Beutel verwenden und dann wegwerfen. Ich missbrauche den Repack also nur als Food Cozy und das funktioniert wesentlich besser als mit meinem selbstbau. Dort löst sich sowohl das Klebeband als auch die Verschlüsse, die ich dort mit selbstklebenden Klettstreifen realisiert habe. Fragen und Anregungen sind willkommen
    14 Punkte
  2. Im letzten Frühjahr musste ich einen ärgerlichen Verlust hinnehmen. Mein geliebter erster selbstgeschneiderter Trockenanzug ging mir auf ziemlich dusselige Weise verloren: Nach einem der ersten Ausflüge mit meinem neuen Trak 2.0 Kajak war ich dermaßen damit beschäftigt, das Boot in seine Bestandteile zu zerlegen und in der Transporttasche zu verstauen, dass ich meinen Trocki darüber völlig vergaß und einfach am Baum hängen ließ, an den ich ihn zum Trocknen gehängt hatte. Die Einsatzstelle am Griebnitzsee wird von Paddlern viel genutzt, aber auf meinen ein paar Tage später dort angebrachten Suchezettel hat sich niemand gemeldet. Nach weiteren zwei Wochen war auch der Zettel nicht mehr auffindbar. Ich hoffe sehr, der neue Besitzer hat ungefähr meine Statur und hält den Trocki in Ehren... Nachdem ich mich mit dem Verlust abgefunden hatte, begann das Pläne schmieden für eine neues, verbessertes Modell. Am Schnitt selber, auf den ich gleich zu sprechen komme, musste ich nichts verändern, denn der war perfekt für mich angepasst: Rumpf und Schulterbreite in der Größe M, Extremitäten dafür aber in XL. Diese Maße sind übrigens auch der Grund dafür, dass ich mir mittlerweile fast meine gesamte Outdoorkleidung selber nähe. Als Referenzmodell habe ich mir einen Trockenanzug ausgesucht, der über einen Reißverschluss vom Hosenstall bis zum Halsabschluss verfügt. Warum? Ich wollte einen Anzug, der sich leicht anlegen und für alle Eventualitäten unkompliziert öffnen lässt. Der letzte Punkt war zwar von meinem alten Modell abgedeckt, das über einen Reißverschluss von Fußknöchel zu Fußknöchel verfügte. Aber die Über-Kopf-Prozedur beim An- und Ausziehen war doch immer extrem lästig. Der Anfibio Zip Suit verfügt darüber hinaus über einen nur 6 mm breiten und damit viel leichteren und flexibleren Reißverschluss, als es der übliche 10 mm-Tizip-Reißverschluss ist, den auch ich beim alten Modell verbaut hatte. Das erste Problem war die Beschaffung dieses Reißverschlusses, den es als Sonderbestellung nur bei Shelbyoutdoor gibt. Das dauerte vom 9. September bis zum 28. Dezember - no comment. Nach meiner Sonderbestellung hat Shelby diesen Reißverschluss ins reguläre Programm aufgenommen, sodass man ihn jetzt nur noch anzuklicken braucht. Inzwischen hatte ich mir ein drei-Lagen-Laminat bestellt, das sich von den Werten her fantastisch anhört: Wassersäule 20.000mm, Atmungsaktivität 39.000 g/m/24h. Das Material des Anfibio-Modells hat eine Wassersäule von 15.000mmm und eine Atmungsaktivität von 25.000 g/m²/24h. Die Schnitterstellung konnte ich auf kleine Anpassungen an den Bündchen reduzieren, denn ich hatte mir von meinem ersten Trocki die Schnitte aufgehoben. Das ist ein Verfahren, das ich wärmstens empfehlen kann: Hebt euch von allen Sachen, die ihr näht, die Schnittmuster auf! Als ich den ersten Trocki genäht habe, habe ich zwar nicht im Traum damit gerechnet, dass ich die jemals wieder brauchen würde, aber umso dankbarer bin ich jetzt dafür gewesen. Das Oberteil besteht aus einem modifizierten Schnitt einer Abisko-Jacke von Shelby, den ich mir schon mal zu einer Etaproof-Jacke verarbeitet habe. Für Vorder- und Rückenteil sieht der Schnitt allerdings sechs Einzelteile vor. Wenn man die aus einem Stück zuschneidet, verbraucht man leider sehr viel Stoff - hat aber den Vorteil, dass der Anzug nur über wenige Nähte verfügt, durch die Wasser eindringen kann. Für das Unterteil habe ich meinen normalen Hosenschnitt verwendet, den ich gleichfalls aus je einem Teil zugeschnitten habe und um einen Keil verbreitern musste, damit Jackenbund und und Hosenbund den gleichen Umfang haben. Ein sehr spezielles Teil sind die Füßlinge, die ich aus Komfortgründen unbedingt wieder aus dem gleichen Stoff wie der Anzug haben wollte. Sie bestehen jeweils aus einem einzigen Stück Stoff, das auch nur mit einer einzigen Naht geschlossen wird. Man beginnt bei der blauen Klammer am großen Zeh, näht dann zur äußeren Ferse (pinke Klammer), setzt hier die Nadel auf den anderen Oberstoff um, näht, ohne die Naht zu unterbrechen bis zur inneren Ferse (rote Klammer) und dann nach nochmaligem Umsetzen hoch zur Wade (rote Klammer). Aus diesen Füßlingen ließen sich übrigens auch sehr einfach Daunen-Booties herstellen. So sehen die Füßlinge fertig aus. Für die Konstruktion der 1,5 mm-Neopren-Manschetten, musste ich eine Kegelstumpfberechnungn anstellen, für die ich mehrere Anläufe brauchte, bis die Schnittmuster vorlagen. An der Stelle bedanke ich mich bei @Omorotschka, der mich mit Fotos seines Trockis versorgt und mir damit bei der Konstruktion geholfen hat! So sieht dann die Handmanschette aus (allerdings in einer ersten Version, die ich nicht verwendet habe, weil sie zu locker saß). Vom Zusammennähen selbst habe ich nur wenige Bilder, weil ich an der Nähmaschine in einen Flow geraten bin, den ich nicht unterbrechen wollte. Hier ist eine der kniffligsten Nähte, nämlich die zwischen Handmanschette und Oberstoff. Mein Tipp: Glattneopren nach unten, Stichplatte mit Spucke anfeuchten, damit das Material rutscht, Obertransport ausschalten, dann klappt es! Um die Füßlinge anzunähen, braucht man einen langen Freiarm, weil das ganze Bein drübergestülpt werden muss. Und schon ist das Ganze fertig! Mit dem Zurückschneiden der Nahtzugaben spart man noch mal paar Gramm. So sieht der eingesetzte Zipper im Detail aus. Zum Abdichten der Nähte habe ich diesmal auf Nahtband verzichtet, weil ich sehr schlechte Erinnerungen an das nervige Gebügel bei meinem ersten Trocki habe. Statt dessen habe ich den Reißverschluss und die Manschetten mit Aquasure abgedichtet. Dabei muss man natürlich höllisch aufpassen, denn ein falscher Tropfen macht den Zipper unbrauchbar... Die anderen Nähte habe ich mit einer PU-Lösung auf Wasserbasis behandelt, was zwar langwierig, aber nicht so nervig ist wie das Bügeln. Zum Schluss wird der Zipper gefettet, der in trockenem Zustand geliefert wird. Das Gewicht des Anzugs hat mich umgehauen! Und klein aufrollen lässt er sich auch. Ganz billig ist er allerdings nicht geworden: die Materialkosten betrugen ca. 170 € (davon allein 70 für den Zipper). Die Fertigung (ohne Schnitterstellung) dauerte knapp drei Tage. Ich bin schon sehr auf den ersten Praxistest gespannt und werde davon berichten!
    7 Punkte
  3. Ich habe mal ein Mockup eines Größenvergleichs Duplex vs Bonfus Duos gemacht. Basis sind die vom Hersteller angegebenen Außenmaße. Die Innenlänge ist die Bathtube Länge, das hat wenig zu sagen. Für mich war Äuffällig, wie groß der Raum ist in dem man aufrecht sitzen kann. Ich habe das in die Skizze Stellvertretend mit der Breite in 1m Höhe eingetragen. Das Duos hat einen 40% größeren Bereich in dem du angenehm sitzen kannst.
    7 Punkte
  4. mawi

    Impressionen von Touren

    Haben Silvester am See "gefeiert". Sind ziemlich genau 50km hin geradelt, kleines Feuerchen, Chili gemampft und Glühwein geschlürft. Das neue Jahr startete dann mit einem Platten Dann auf dem Weg zum nächsten Bahnhof im Wald verlaufen, die Bahn davon fahren sehen (mussten dann eine Stunde warten), die Lieblingspizzaria war am 1. geschlossen, musste feststellen, dass meine Schlauchflicken alle sind, musste dreimal den Reifen neu aufziehen (das erste mal mit neuem Schlauch, dabei aber den Reifen verkehrt herum montiert (Laufrichtung), dann den neuen Reifen beim Aufziehen kaputt gemacht, ... Zum Glück hatte ich noch zwei neue Schläuche da). Ich hoffe, das war kein Omen für das neue Jahr
    7 Punkte
  5. Schnelles Wachstum contra Sicherheit... Ich habe mich darauf eingestellt, alle ein bis zwei Jahre einen neuen Kindertrocki zu schneidern. Schliesslich möchte ich mit den Packraft-Touren bei kühlerem Gewässer nicht warten, bis Junior ausgewachsen ist. Eingeweiht haben wir die Anzüge im Herbst auf der Thur (CH). Verwendet habe ich ein leicht elastisches 3-Lagen-Laminat von Extex, mit ebenfalls möglichst wenigen Nähten. Diese habe ich mit Band abgedichtet, und die kniffeligen Stellen (im Schritt, unter den Armen) zusätzlich mit Seam Sure abgedichtet. Ein richtiger Dichtetest steht noch aus - aber ich bin zufrieden, wenn es einfach ziemlich dicht ist. Ich möchte ja keine Eskimorollen machen, sondern im Falle einer Kenterung bessere Voraussetzungen zu haben, nicht sofort zu unterkühlen. Die Neoprenmanschetten habe ich an Hals, Hand- und Fussgelenken angenäht. Füsslinge gibt es keine, wir haben aber unterdessen Sealskinz. Nächstes Mal würde ich die Anzüge etwas grösser schneidern. Es ist genug Platz für Fleece-Shirt und -Leggins, und Bewegungsfreiheit ist auch ok. Aber allgemein finde ich sie an der unteren Grenze... Sorry für die sehr schlechte Bildqualität. Wenn gewünscht, kann ich mal neue Fotos machen...
    7 Punkte
  6. Der neue Trockenanzug, den ich letzte Woche genäht habe, war gewissermaßen die Generalprobe für ein anderes Projekt, das ich schon seit Monaten widerwillig vor mir herschiebe: nämlich die Reparatur - das heißt der Austausch - des Tizip-Reißverschlusses an meinem Alpacka Gnu. Damit hat es eine längere Bewandtnis. Ich oute mich hier mal Packrafter der ersten Stunde, denn meine diesbezügliche Geschichte begann vor sechs Jahren, als hierzulande und auch hier vom Forum noch sehr wenige Leute (außer @Omorotschka) wussten, was das für ein Boot war. Damals war ein Packraft noch mehr oder weniger identisch mit einem Alpacka, und das gab es damals noch im Packrafting-Store zu kaufen. Als ich Wind davon bekam, dass Alpacka neuerdings auch ein Zweier-Boot mit Tizip-Reißverschluss anbot, war schlagartig mein Interesse geweckt. Im Frühjahr 2015 konnte ich schließlich ein solches Exemplar mein eigen nennen. Seither habe ich damit -zig Touren in ganz Europa unternommen und kann behaupten, dass das Gnu seither einer meiner Lieblings-Outdoor-Ausrüstungsgegenstände ist. Aber schon bald gab es auch Probleme mit dem Reißverschluss, von denen ich hier eine Kurzfassung wiedergebe. Zunächst jedoch die gute Nachricht: Seit gestern verfügt das Boot über seinen vierten - diesmal selbst montierten - Reißverschluss und ich hoffe sehr, dass der diesmal länger als die 2 Jahre durchhält, die den bisherigen Exemplaren durchschnittlich an Lebenszeit vorbehalten waren. Bevor ich auf die Montage eingehe, lasse ich kurz die Stationen der Undichtigkeiten hier Revue passieren. Bereits einen Monat nach Kauf begann der Sattel zu lecken, was auf ein schlampig eingebautes Ventil zurückzuführen ist. Er wurde nach Übersenden eines Videos sofort von Alpacka ersetzt. Im September 2015 stellte ich fest, dass auch der Hauptkörper des Bootes Luft lässt - und konnte relativ schnell den Reißverschluss als Verursacher ausmachen. Es waren aber nicht die Dichtungslippen, die dem Luftdruck nicht mehr standhielten, sondern das Trägermaterial des Tizip Superseals. Dazu muss man wissen, dass es zwei unterschiedliche Versionen dieses Reißverschlusses gibt, den Masterseal (bis 0,5 bar) und den Superseal (bis 0,7 bar). Während ersterer auf auf beiden Seiten TPU-beschichtet ist, weist das Spitzenmodell lediglich außen eine solche Beschichtung auf, während die Innenseite aussieht wie das textile Nylonmaterial eines ganz normalen Reißverschlusses. Ich habe damals etliche Emails mit der Alpacka-Chefin Sheri Tinguey gewechselt, die der Ansicht war, dass dieser Defekt auf eine grobe Fehlbehandlung meinerseits zurückzuführen sein muss. Parallel dazu hatte ich aber auch Kontakt zu Tizip gesucht und bin dabei auf einen sehr verständnisvollen Vertreter gestoßen, der sich bereit erklärte, mein Boot persönlich auf eine zufällig gerade anstehende Reise zu Alpacka mitzunehmen und dort das Problem anzusprechen. Im Ergebnis der Besprechungen erklärte sich Tizip bereit, den Zipper zu ersetzen und Alpacka übernahm den Rückversand, sodass ich Anfang 2016 mit einem Boot mit neuem Reißverschluss in die Saison starten konnte. Kurz darauf änderte Alpacka allerdings seine Geschäftsbedingungen. Während auf die Boote selbst nach wie vor drei Jahre Garantie gegeben wurden, bekamen die Kunden nur noch 2 Jahre Garantie auf den darin verbauten Tizip. Parallel dazu bot man einen Reparaturservice für die Reißverschlüsse an. Auch der 2016er ließ nach anderthalb Jahren wieder Luft und Alpacka erklärte sich erneut bereit, auf Kulanz einen neuen Tizip einzubauen. Man habe jetzt das Problem erkannt und werde es in Zukunft vermeiden. Keine Ahnung was damit gemeint war. Was ich glaube: das Problem besteht darin, dass die Reißverschlüsse unter Hitzeeinwirkung verschweißt werden. Dadurch wird möglicherweise die beim Superseal nur einseitige Beschichtung beschädigt und das führt dann dazu, dass der Zipper spätestens nach 2 Jahren Luft durchlässt. Also habe ich die Sache jetzt selbst in die Hand genommen und auf jede Montage unter Hitze verzichtet. Zunächst wurde der alte Reißverschluss rausgeschnitten. Man sieht hier, dass Alpacka bei jeder der drei Reparaturen ein größeres Loch in den Bootskörper geschnitten hat und die Übergänge dann mit heiß aufgesiegeltem Reparaturband abgedichtet hat. Nachdem der alte Reißverschluss entfernt war, habe ich das Boot unter die Nähmaschine gewuchtet und nach etlichen Mühen und einer abgebrochenen Nadel tatsächlich eine (ziemlich holprige) Naht hinbekommen, die den neuen Zipper fest fixiert. Besonders das Nähen der Ecken war teilweise ein Gewaltakt. Anschließend habe ich die Naht und den Übergang des Zippers zum Boot mit Aquasure versiegelt. Dafür habe ich gar nicht mal so viel Kleber gebraucht. Die mit dem Trocki angebrochene Tube ist nach dem Bootszipper immer noch ein Drittel voll. Und jetzt kommt das Beste: Der Tizip ist dicht, auch wenn die Reparaturstelle alles andere als schön aussieht! Ich bin sehr gespannt wie lange er diesmal hält...
    3 Punkte
  7. Wenn der Anschlagspunkt der gleiche ist, dann geht es doch weniger um den Kraftaufwand, sondern eher darum die Belastung auf den vorderen Befestigungspunkt zu minimieren. Wird das Band um den Schlitten herumgeführt, so wird die Zugkraft auf die Rückwand des Schlittens als Druck von außen verteilt. Das ist für so manchen umgebauten Kinderschlitten deutlich einfacher zu verkraften. LG, Christian
    3 Punkte
  8. Achso... Ja... mfg der Ray
    3 Punkte
  9. jonasRT

    Anfangerfehler Wintertrip

    vielen Dank für das Teilen eurer Erfahrungen und Infos! Ich denke, dass ich wohl fast alle Fehler gemacht habe bei dieser Tour. Aber es war wohl nicht gefährlich. Zur Not wäre ich nachts eben die 15 Km wieder zurückgelaufen und dann mit dem Fahrrad wieder heim gefahren.. Die Nässe kam definitiv von innen. Um vorzubeugen, dass ich friere habe ich mich komplett im Schlafsack verkrochen (auch mit dem Kopf). DAdurch ist erst recht mehr Feuchte in reingekommen! Ich war anschließend noch ein parr Tage draußen mit einigen Verbesserungen: - 2. dünne Isomatte (die dünne, alukaschierte) in Korpuslänge drunter (Schnee unter mir viel weniger angetaut) - nicht mehr in den Schlafsack geatmet!! - Müllsäcke als VBL (morgens war der innen schon ziemlich nass) - Schlafsack nur noch als Quilt/Decke (als Test, weil ich mir gerne einen kaufen würde...) - Zelt etwas tiefer aufgebaut, damit es nicht soo durchzieht Fazit: - Schlafsack fast gar nicht feucht und gefroren hab ich auch nicht (allerdings waren die Temperaturen auch nicht mehr minus 9 sondern nur noch minus 4 - diesmal gemessen.. Man kann sich ja schon sehr viel anlesen.. aber am Ende muss man es doch alles selbst mal ausprobieren um ein Gefühl für das Ganze zu bekommen. Und dann ändern sich ständig auch noch die Bedingungen, usw.. Vielen Dank nochmal! LG Jonas
    2 Punkte
  10. schrenz

    HMG REPACK

    @W1nchEs reicht aber was kleines, Bechertasse 400 - 500ml. Harmoniert der Repack eigentlich auch mit den deutschen Ziplocs, z. B. von Toppits? Bei den Amis hst ja immer alles ein anderes Format. Teuer und von HMG - - schon irgendwie sexy das Teil .
    2 Punkte
  11. Lüften hilft bei Wolle oft schon. Wenn ich auf Handwäsche zurück greifen muss, schlage ich es nach dem Waschen und (vorsichtigem!) Auswringen dann noch in ein Handtuch ein, rolle dies zusammen und drücke dies dann noch einige Male. Anschließend kommt es auf einen Kleiderbügel und wird (falls vorhanden) noch etwas kalt/lau angeföhnt. Muss aber auch gestehen, dass ich meine Merinoteile in Amerika irgendwann auch einfach nur noch zusammen mit der restlichen Wäsche mit konventionellen Waschmittel in die Waschmaschine und den Trockner gegeben habe. In den Salons gab es kein extra Waschmittel und die Waschaschine ist eh nicht voll geworden. Sie haben es tatsächlich überstanden (Icebreaker und Devold). Ob letztendlich die Funktionalität gelitten hat, kann ich nicht gänzlich beurteilen aber wir haben die Teile immer noch.
    2 Punkte
  12. Ganz ehrlich? Merino über Nacht auf den Kleiderbügel hängen und am nächsten morgen riecht es wieder neutral. Groben Schmutz einfach trocknen lassen und ausklopfen bzw. mit nem Handtuch "ausbürsten".
    2 Punkte
  13. tib

    Verpflegung Kom-Emine

    Diese Erste-Hilfe-Apotheken gibt es immernoch. Und die sind mittlerweile nicht nur im Osten sondern auch im Zentralbalkan und eine auch im Westbalkan zu finden. Leider sind mittlerweile meist die USB-Stecker rausgerissen... das Solarpanel ist aber noch dran. Die Fernseherbank habe ich sofort „wieder“erkannt. Nur leider mittlerweile ohne Fernseher. Ja, der Reisebericht war eigentlich auch auf meiner Weihnachtspausen-Todo-Liste. Ich habe es aber wohl mal wieder zu streng mit dem Wort Pause genommen Aber ich habe es noch immer vor... sozialer Druck soll ja bei sowas helfen! In diesem Sinne Danke für die Erinnerung...
    2 Punkte
  14. Ich hab es mal mit einfachen Zahlen überschlagen, so dass man die realen Abmessungen/Gewichte einsetzen kann und selbst ausprobieren kann, was höhere/tiefere Ansatzpunkte und Seillänge für einen Effekt haben. Unteres Beispiel zeigt, dass dieGeometrie der Schlittenspitze sehr entscheidend ist. Ich würde an der Schlittenspitze oben anhänge, weil es bei Eis wurscht ist, wo man anhängt und bei Lockerschnee an der Schlittenspitze oben, sofern die Ziellinie einigermassen die Neigung der Spitze hat, um über den Schneewiderstand W hinwegzuziehen. So muss man nicht umhängen.
    2 Punkte
  15. vom ziehen her machts keinen unterschied, wenn der fixpunkt gleich ist. so wie in der zeichnung macht es sicher etwas aus. ich würde die grüne linie bevorzugen. aber uns ist bei den billigen schlitten die wir verwendet hatten in alaska die zugschnur aus den löchern gerissen. hintenrum geführt haben die dann den rest der tour klaglos überstanden. aufschwimmen willst du nicht durch nach oben ziehen, also durch anheben des schlittens, erreichen, sondern durch gleiten auf einer schiefen ebene. das erreichst du durch die form des schlittens/kufen. die ist volumen-optimiert! @mawi ist noch jung und stark wie ein büffel!
    2 Punkte
  16. Moin! Ich hatte heute Gelegenheit ein HMG-ultamid bei uns im Garten aufzubauen. In diesem Zusammenhang, herzlichen Dank an Andreas aus Hamburg, der sich dafür extra auf den Weg zu uns in den Süden gemacht hat. Da ich nachhaltig von der Verarbeitungsqualität beeindruckt bin, möchte ich Euch meine Eindrücke nicht vorenthalten. Das ist mal eine Benchmark für mich! Wahrscheinlich schreibe ich zu den Fotos im Detail noch etwas, aber erstmal gibt es nur die Close-ups. Spitze außen: Spitze innen: Abspannpunkte außen: Abspannpunkte von innen: Lifter, auf den Ecknähten: Lifter, auf der Fläche: (Verstärkungen von innen doppelt getaped) Eingang clips außen: (Alle fly-Nähte sind von außen getaped) Eingangclips innen: Einfache Kapp-Nähte, von innen (keine Doppelkappnähte, wie ich erwartet habe) Lüfter-Ecke von außen: Lüfter Ecke von innen: Das fly ist hauptsächlich von außen getaped! Reißer-Garage: Von innen: Wasserabweisender 5c YKK: Reißer-Ende am Saum: Reißer-Ende, innen: Druckknopf zur Zugentlastung. Logo-print on DCF, schick! VG. -wilbo-
    1 Punkt
  17. roli

    HMG REPACK

    @W1nch Ja, bzgl. Topf war ich übermotiviert Habe schon einen Titan Topf zum Wasser erwärmen, aber den brauche ich eben NIE zu säubern, weil nur Wasser warm gemacht wird. @masui_ Angedacht sind kältere Temperaturen um die Null Grad bis Winter. Im Sommer reichts wohl auch nur so in die Knorr Tüte Wasser zu gießen und zu warten. Da hast Du vollkommen recht. Wie gut das bei Minusgraden funktioniert, muss ich aber erst testen. @schrenz Größe von Ziplocs wie Toppits, IKEA müsste ich noch testen. Da wird es aber schon eine ungefähr passende Größe geben. Übrigens passt mein 900ml Toaks Topf leider NICHT in den Repack. Bei 600er sollte es funktionieren. Dort wäre es dann auch als Schutzhülle des Kochsystems verwendbar.
    1 Punkt
  18. Latemar

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, hier kurz meine Vorstellung; Bin 63 Jahe alt und werde demnächst in den Ruhestand gehen; Wohne im schönen Mittelfranken und bin in den letzten Jahren mehr und mehr hinein gewachsen in die Wanderleitenschaft. Angefangen hat es in den Bergen!! Als ich nach langer Zeit wieder ohne Knieschmerzen längere Anstiege bewältigen konnte, kam die Idee, eine Hüttentour zu machen. Der E5 sollte es dann sein. Leider hat mein Herz während der Vorbereitung gemeint es müsste runderneuert werden und so musste ich 05/2017 eine Herz-OP durchstehen. 07/2018 war es dann erst mal eine Woche Karwendel-Hüttentour. 07/2019 dann endlich von Garmisch nach Bozen. Würde ich sofort wieder machen !!! Da ich in absehbarer Zeit nun zeitlich längere Touren machen kann, soll es "Deutschland der Länge nach" werden. Vom Allgäu bis Sylt. Da wie bereits bei der Alpenüberquerung jedes Gramm zählt, überarbeite / erweitere ich im Moment meine Ausrüstung. Hier im Forum habe ich da schon vieles gelesen und werde auch noch einige Fragen an euch los werden Gruß aus Bayerns schönster Ecke Latemar
    1 Punkt
  19. masui_

    HMG REPACK

    Danke dir für die Vorstellung. Bei welchen Temperaturen verwendest du das Teil, dass du eine zu schnelle Abkühlung befürchtest? Diese Fertigpasta hab ich schon durch coldsoaking weich bekommen. Ok, dauerte zwei Stunden, aber war essbar. Ich nutze seit neuestem einen Silikondeckel auf dem Titantopf. Wasser aufkochen, Zeusch rein, Deckel drauf, warten und fertig. Oder eben kalt ziehen lassen. Oder kalt vorziehen und dann aufkochen. Spart auch Brennstoff. So ganz versteh ich den Nutzen noch nicht. Ist das für kalte Temperaturen?
    1 Punkt
  20. W1nch

    HMG REPACK

    Dankeschön! Wie sind denn eure Erfahrungen, mit siedendem/heißen Wasser in Ziplocks und deren Wiederverwendbarkeit? Mir hats in den letzten Versuchen ziemlich viel Spaß gemacht, die Mahlzeiten zuhause vorzubereiten oder zu pimpen, hätte aber eigentlich Skrupel, handelsübliche Ziplocks zu heiß zu befüllen. Vorteil vom Repack, wie bei anderen Cosys wahrscheinlich auch, dass einfach geringere Temperaturen als üblich, für die Zubereitung ausreichen oder? Aber hält das Tütenmaterial die Befüllung mit heißem Wasse wirklichr, auch mehrfach, aus? @roli : vielleicht steh ich aufm Schlauch, aber brauchst du nicht zum Erhitzen des Wassers eh einen Topf in deinem Gepäck?
    1 Punkt
  21. Stöcke kürzer einstellen? Das kann beim ersten Mal tatsächlich etwas fummelig sein. Wenn Du die Schnüre ganz kurz eingestellt hast, ist ja damit die Variationsmöglichkeit raus. Das heißt, die Stocklänge muss 99%ig passen. Das bekomme ich natürlich nicht auf einen Schlag gleich hin. Wenn Du das Zelt abgespannt hast und der Zeltsaum ist noch ohne Spannung, sind die Stöcke zu lang. Im Umkehrschluss sind die Stöcke zu kurz, wenn der Zeltsaum stramm ist, aber der Rest des shelters nur wenig Spannung hat. So taste ich mich stückweise an die richtige Aufbauhöhe ran. Habe ich die optimale Höhe einmal gefunden, mach ich mir eine Markierung an den Stock oder pack mir eine Notiz ins Zelt. (Leider vergesse ich solche Daten meist sofort wieder) VG. -wilbo-
    1 Punkt
  22. @kra: Alles richtig, jedoch ist die Variationsbreite am Schlittenansatzpunkt doch eher eingeschränkt. Viel mehr wird sich der Winkel bei unterschiedlicher Schnurlänge verändern. Ich habe den Ansatzpunkt am Schlitten eher hoch gewählt, dann verhakt sich das Gedöns weniger an irgendwelchen Hindernissen.
    1 Punkt
  23. roli

    HMG REPACK

    Gute Frage, hätte ich erwähnen können. Nein ist nicht dabei sondern wurde von mir bei Amazon erworben: KLICK. Eine leichtere aber unpraktischere Lösung wäre sicher das Fertiggericht in einen Zip-Lock Beutel zu geben und den dann auszuwaschen. Die Originalidee vom Repack wäre ja zuhause alles in Zip-Locks zu verpacken und die dann auf Tour wegzuwerfen. Das könnte Sinn machen, wenn man die Gerichte sowieso pimpen will oder sie selber herstellt...
    1 Punkt
  24. hervorhebung von mir, das ist imho der entscheidende Satz. Wenn die Kraftrichtung an der oberen Vorderkante flacher ansetzt als der Bug entsteht ein Kräftemoment am Bug der in den Schnee weist - also es dem Schlitten erschwert, auf dem Schnee aufzuschwimmen. Je tiefer jetzt die Zugkraft ansetzt desto mehr wird der Bug entlastet (Kippmoment das die Last vorne verringert und nach hinten zum Heck verlegt) und kann sich auf den Schnee aufschieben. Wenn man sich statt Schnee "Wasser" denkt wird das Ganze intuitiver .
    1 Punkt
  25. ja, aber vorne am schlitten wo das seil befestigt ist (fix, öse, oder wie auch immer) teilt sich das auf in eine kraft die nach oben zieht und eine die nach vorne zieht. je nach winkel unterschiedlich. das macht schon krass was aus wenn man in der mitte des rucksacks einbindet anstatt unten. auch länger oder kürzer reicht aus um spürbar anders zu ziehen. je sumpfiger desto kürzer hiess es bei uns. also ein wenig mehr zug nach oben um den schlitten vorne anzuheben im weichen schnee.
    1 Punkt
  26. Welches Kräfteparallelogramm? Ein Seil kann lediglich Zugkraft in Längsrichtung aufnehmen Mehr nicht.
    1 Punkt
  27. W1nch

    2020 staff picks und awards

    @roli : +2
    1 Punkt
  28. Ich will mal hier der Spielverderber sein Ich bezweifle dass das Duplex das richtige Zelt für einen Anfänger ist, der 2-Tages Touren machen will. Erstens, deswegen... Aber auch, weil... die 2-Tages Touren schätzungsweise wohl am ehesten in den heimischen Wäldern stattfinden. Hier ist ein bisschen Tarnung sicher nicht verkehrt, und da kann das Duplex mit den hellen (auch wenn grün) Farben nicht punkten. derart kurze Touren tendenziell an Schönwetter-Wochenenden stattfinden und man dann kein riesen Zelt braucht. es dann doch eine ganz ordentliche Investition ist, und ich bin mir nicht so ganz sicher ob du @Xeth jetzt schon so genau abschätzen kann, wohin zukünftige Reisen führen, was du genau brauchst oder auf welche Eigenschaften du Wert legst etc... Ein Duplex würde ich nicht auf den HRP oder auf einen Sarek-Trip mitnehmen. Könnte man das machen? -- klar doch, aber es gibt sicher empfehlenswertere Zelte dafür, und was das Zelt nicht kann muss die Erfahrung z.B. bei der Zeltplatzwahl kompensieren. Auf den Jakobsweg? -- kein Problem. Wenn's dir taugt, es ist sicher ein gutes Zelt. Aber für den Anfang würde ich eher was kleineres und günstigeres in gedeckten Farben nehmen, e.g. Gatewood Cape oder Lunar Solo, um mal zwei Beispiele zu nennen. Oder (und ja, es ist ernst gemeint ): gar keins. Bei einem Overnighter kann man das Wetter schon ziemlich gut abschätzen. Und wäre auch gleich eine gute Gelegenheit um zu testen, ob dir ein "luftiges" Zelt wie das Duplex taugt, oder ob's eher was geschlosseneres sein soll So ein kleiner Erfahrungswert obendrauf: Auf dem Kungsleden waren auch einige mit Duplex oder Triplex unterwegs. An den stürmischen Tagen haben die dann in den Hütten geschlafen
    1 Punkt
  29. dr-nic

    2020 staff picks und awards

    Atompacks Atom 40+ Gebraucht bei Ebay Kleinanzeigen geschossen. Keine Ahnung warum man diesen Rucksack verkaufen sollte. Er sitzt perfekt und ich lasse mittlerweile den Hüftgurt weg. Der Carbonrahmen bringt genug Stabilität und das Gefühl ohne Hüftgurt zu laufen ist unschlagbar. Schultertaschen und die Bodentasche sind auch tolle Features. Auch im Alltag ist er ständig dabei, da er auch gut sitzt, wenn er nicht ganz voll gepackt ist. Einziger Kritikpunkt: Das Meshmaterial ist nicht ganz so stretchy wie bei anderen Herstellern hält aber eine ganze Menge aus. Vargo Hexagon Titan Hobo Hier übers Forum gekauft hat er mir die kalten und langen Abende im Herbst/Winter versüßt. Es macht einfach Spaß das Ding am Laufen zu halten, sich zu wärmen und alle halbe Stunde mal einfach den Pott mit Glühwein oder Teewasser drauf zu stellen. Zum Neupreis würde ich mir das Ding allerdings nicht holen, ganz klar. Gibt es ja aber auch bestimmt als Billovariante. ZPacks Duplex Ich habe lange nach einem gebrauchten im Tarnlook gesucht. So lange, dass mein Sparschwein doch irgendwann voll genug war mir ein Neues zu bestellen. Ich habe es nicht bereut. Es ist ein super schnell aufgebauter Palast (wenn man weiss wie man die Tighouts richtig benutzt) und ich liebe es mit den offenen Türen zu schlafen. Es ist die Einfachheit die mich überzeugt hat. Hatte vorher ein Lanshan2 (war mir auch zu schwer) und das Gatewood Cape mit Inner (Sarg), aber das Getüdel mit dem Meshzelt hat mich meist genervt und letztendlich kam es doch immer an die Aussenwand und Kondenswasser auf die Penntüte. Natürlich ein 1. Welt Problem... von daher muss jeder selbst entscheiden, ob es die harten $$$ wert ist. Manche kaufen sich ein Auto oder einen Thermomix... Ich halt ein Duplex.
    1 Punkt
  30. Decathlon Eine Atmungsaktivität von RET-7 kann ich schwer bewerten. Unter 10.000 MVP sollte der vergleichbare Wert mMn nicht sein. Mich würde der Reißverschluss auf der Oberseite des Bivy stören. normani Ein MVP von 3000 wäre mir deutlich zu gering! Alpkit Hunka bzw. Hunka XL Eine Zeitlang hatte ich den Hunka XL. Die Atmungsaktivität von 10.000 MVP ist ok. Nach einer kühlen Nacht mit hoher Luftfeuchte war der Hunka an der Innenseite ein klein wenig feucht. Für einen Kunstfasersack sollte das kein Problem sein. Der XL ist super geräumig! Selbst eine dicke Isomatte passt mit in den Bivy. Wenn er atmungsaktiver gewesen wäre, hätte ich den wahrscheinlich behalten. Preislich und von der Farbe fällt der Kloke zwar komplett raus, das Material ist aber überraschend atmungsaktiv. VG. -wilbo-
    1 Punkt
  31. Kenne die Xtherm nicht, aber habe meine Xlite letztes Jahr gegen die Tensor getauscht, weil ich darauf nicht gut schlafen konnte und mich das Knistern richtig genervt hat. Als Bauchschläfer bin ich mit der Nemo sehr zufrieden und sie macht halt fast gar keine Geräusche. Jetzt im Winter nutze ich eine Exped Evazote Matte zum drunter legen damit es schön warm bleibt. Gefühlt hat die Nemo etwas weniger Isolation als die Xlite... Aber wie gesagt gefühlt. Evtl ist die Sea To Summit Featherlite noch eine Option für dich.
    1 Punkt
  32. Ich auch, bitte detailliert berichten! Von meinen ausgiebigen Rettungsübungen weiß ich noch, dass kleine Löcher im unteren Bereich des Trocki eine große Wirkung zeigen. Wenn man im Wasser strampelt, ist der Druck im Bereich der Füßlinge und des Schritt-Reißverschlusses entsprechend hoch. VG. -wilbo-
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  33. Konradsky

    Cumulus X-Lite 400

    Genau deshalb nützen harte Zahlen nichts. Der eine sagt bei -10° , dass der Sack viel zu kalt ist, ein anderer sagt, dass der viel zu warm ist. Jeder muss sein Ding finden. Gruss Konrad
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  34. @doman der sieht voll super aus. Und am Hals viiiel besser als meiner...eben maßgeschneidert. Ich drück dir die Daumen, dass es auch ohne Nahtband funzt.
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  35. Die Regen Jacke schützt dann den Kopf Gruß
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  36. Vom Bauch her wäre mein Favorit von den dreien der Alpkit Hunka, da der Klassiker (für mich würde wahrscheinlich der normale reichen), dann Normani, dann Decathlon (die RVs sind wahrscheinlich praktisch). OT: Ansonsten finde ich persönlich noch den Cumulus Shield Bivi interessant, der ist aber nicht günstig. PS: Was machst du eigentlich wenn's zu regnen beginnt... würde mich interessieren, da ich dafür nämlich selbst keine richtige Lösung habe. Deshalb hab ich für sowas mein OR Helium Bivy, das war aber weder günstig noch gibt's das noch irgendwo zu kaufen. Oder ist das Bivy nur für Übernachtungen unter Null im Schnee gedacht?
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  37. Das Heben der Front hängt in erster Linie vom Winkel "Zugseil-Boden" ab; m.a.W.i (joke) st er abhängig von der Grösse des Zugesels bzw. der Höhe der Seilbefestigung an demselben und am Schlitten, und der Länge des Seiles (je kleiner der Esel und je länger das Seil, und je tiefer die Seilbefestigung am Esel und je höher am Schlitten, desto weniger Hub). Das aufschwimmen auf weichem Schnee würde ich eher durch die Form gewährleisten wollen als durch permanentes Anheben der Schlittenfront; die von Dir in der Zeichnung gewählte Form ist da suboptimal (joke 2).
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  38. Durch eine Windjacke suppt der Schweiß auch ohne Rucksack durch. Mit Rucksack nur schneller. Ich schaffe es sogar meine Windjacke zum Tropfen zu bringen....(Joggen) Wandern: Ich habe auch schon durch den Rucksackrücken durchgeschwitzt, sodass Zeug im Rucksack nass wurde. Das hat nix mehr mit Dampfdurchlässigkeit zu tun, wir reden hier von Flüssigkeitstransport
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  39. Ach ja: Der kleine Trocki (ca. Grösse 122) wiegt 337 Gramm, der grosse in ca. S 516 Gramm. Schwer dabei sind Reissverschlüsse und Neoprenmanschetten.
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  40. schrenz

    2020 staff picks und awards

    Diese drei hatte ich bei fast allen 2020er Touren dabei (wie bei den meisten musste ich etwas kleinere Brötchen backen): 1. Montane Allez Houdie Hab ich mittlerweile fast immer dabei, im Herbst/ Winter wunderbar während des Wanderns, in der wärmeren Jahreszeit ganz nett am Abend und Morgen. 2. Soto Windmaster Bester Aufschraubkocher überhaupt, schon auf 5000m und unter Null Grad ein Süppchen gekocht, Windschutz spar ich mir mittlerweile meistens. 3. ÜLA CDT Mein zweiter direkt bei ÜLA nach meinen Wünschen bestellt (Rolltop, S-Curve Gurte). Inzwischen mein Standardrucksack für 3JZ, ich denke höchstens ein Huckepacks könnte ihn verdrängen. @roli kannst du zum HMG repack mal was im Küchenbereich schreiben? Interessiert mich sehr, ich will aber den Thread hier nicht verwässern.
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  41. Ich hoffe dass DU alle Monate mal eine Etappe / einen Beitrag nachlegst. Ich freue mich immer sehr so einen schönen Bericht von der GTA zu lesen.
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  42. Mit der Suche entlang eines GPX-Tracks habe ich mich auch schon ausführlich beschäftigt. Mir ist bisher ebenfalls keine Möglichkeit dafür bekannt, aber mein ABER: Aus diesem Grund schreibe ich gerade selbst ein kleines Programm, was alle für uns interessanten Punkte (Shelter, Wasser, Städte, Läden, Hotels Friedhöfe etc.) entlang eines GPX-Tracks heraussuchen kann - basierend auf den OSM Daten. Das Ganze funktioniert testweise schon gut, ist aber noch in der Entwicklung. Ihr werdet auf jeden Fall noch davon hören! Hier z.B. ein Screenshot eines GPX-Exports der POIS für einen Teil des Mittelwegs.
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  43. Ich nutze für Recherchen zu Schutzhütten, Trinkwasser, Supermärkten etc. ganz gerne OpenStreetMap. Im OSM-Wiki findet man eine Beschreibung der Attribute, also wie die Objekte getagged werden. Zum Beispiel: amenity=shelter Jetzt gehe ich auf Overpass Turbo und gebe dort das Merkmal in die eckigen Klammern unter "node" ein: node [amenity=shelter] ({{bbox}}); out; Kurz noch den Kartenausschnitt justieren, auf "Ausführen" gehen und schon hast du eine erste Übersicht über mögliche Schutzhütten, die man auch als GPX-Datei für die Nutzung auf Handys, GPS etc. exportieren kann. Hier ist der Link zur beispielhaften Abfrage. Update Hier noch einige OSM-Tags, nach denen ich häufiger suche: Trinkwasser Supermärkte (hier sollte man ggf. die ähnlichen Schlüssel beachten und in die Suche mit einbeziehen) Schutzhütten, alpine Hütten Jugendherbergen, Campingplätze Welche Tags könnte man hier noch mit aufführen? Vielleicht hilft dir das. Viele Grüße gerry
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  44. wilbo

    Anfangerfehler Wintertrip

    N´Abend jonas, ich geb´ Dir mal was zum Schmökern. 1. Kälte von unten. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/9088-isomatten-test/?do=findComment&comment=147056 2. Schlafsack. Am Morgen war er NASS https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/2339-vbl-oder-wie-haltet-ihr-eure-daune-trocken/ 3. Kalte Füße. https://www.walkonthewildside.de/schuhe-zubehor/5590-liteway-choonie-booty.html?search_query=liteway&results=24 4. Nasse/gefrorene Schuhe. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/10792-winter-wanderschuhe-welche-am-feuer-nicht-„schmelzen“/?do=findComment&comment=166961 Das funktioniert auch mit leichteren Schuhen. VG. -wilbo-
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  45. zeank

    Gröna Bandet

    Hi, @einar46! Meine Route findest du auch auf der Gröna Bandet Webseite: https://share.garmin.com/XK6ZE Tracks habe ich leider keine. Ich kann sie hier aber mal kurz grob umreißen. Im Grunde bin ich mit kleinen Ausnahmen die “Standard-Route” gelaufen, ausser dass ich halt in Sälen gestartet bin. Von Sälen dem “Södra Kungsleden” folgend bis nach Grövelsjön (die Markierung hört kurz vorher auf). Durchs Fulufjället bin ich querfeldein. Sehr zu empfehlen! Achtung, Schweden verstehen unter dem Södra Kungsleden was anderes, nämlich die Strecke zwischen Grövelsjön und Storlien. Weiter Richtung Rogen, von dort Richtung Fjällnäs, dort Ruhetag am Campingplatz, super nette Leute (holländisches Pärchen). Weiter Richtung Helags. Dort war dann das Wetter so schlecht, dass ich nicht wie geplant nach Storlien (von da wäre es weiter via Anjan nach Kallsedet gegangen) sondern nach Vålådalen bin. Von dort weiter auf der Strasse bis Åre. Von Åre nach Huså und dort dann der Strasse folgend via Kallsedet (auch da wieder netter Campingplatz mit holländischem Ehepaar) nach Olden. Von dort teilweise weglos nach Jänsmässholmen. Dem neue markierten Wanderweg folgend nach Ansättern und weiter nach Rötviken. Über Valsjöbyn ins Hotagsfjäll Richtung Lobbersjön. Vorbei am Hällingsåfallet (Hammer!) per Strasse dann nach Gäddede. Da Pause. Toller Campingplatz, sehr hikerfreundlich! Von Gäddede über Väktarmon, Rödfjällstugan nach Ankarede. Via Tjärnbäcken (Schutzhütte nicht gefunden) weiter nach Raukasalet, Raukasjö, Slipsikstuga nach Klimpfjäll. Camping dort der reinste Reinfall, also weiter auf dem Norgefaraleden (Hammer!) nach Remdalen, dann Åtnikstuga. Dort scharf nordwärts auf unmarkiertem Pfad durchs Vardofjäll. Dem Pfad längs dem Daarnegenjohke folgen bis man auf die Landstraße trifft. Dort dann Richtung Norwegen bis rechts mal ein kleiner Pfad abzweigt, ist auf der Karte aber sonst schwer zu finde. Da haben mir liebe Leute geholfen, die extra angehalten haben. Die meisten folgen der Bergkette südlich von Skalvattnet oder dem Ufer (nicht zu empfehlen). Da ist ein neuer Wanderweg geplant, zu sehen war aber noch nicht viel. Ich bin dort am Auslass gefurtet und dann nördlich durchs Gebirge, westwärts bis zur Grenze und dem “markierten Pfad” (ausser paar Steinmänchen ist da nicht viel). Rüber nach Arevattnetstugan und dann dem mehr oder wenig gut markierten Pfad folgen bis Ato, Atostuga und dann auf der Strasse durch Joesjö bis Joeström. Von da auf markierten Wegen durchs Fjäll (sehr, sehr schön!) rüber nach Hemavan Von da easy weiter auf dem Kungsleden bis Abisko Fertig!
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  46. Kleine Bastelei am Sea to Summit Nano Mosquito Pyramid Net Ich bin nun seit März 2020 mit meinem Grace Tarp Solo in DCF von Mountenlaureldesigns unterwegs, da ich für mich festgestellt habe, dass ich meine Tarps meistens im A-Frame aufstelle. Für das Tarp habe ich noch eine Lösung bzgl. Mücken und Co. gesucht. Zuerst verwendete ich mein MYOG Bivy und das Bugbivy von Lixada. Dabei ist mir aufgefallen, dass mich diese Bivy-Lösungen auf Grund des geringen Platzangebots nerven. Ich hatte noch ein Sea to Summit Pyramid Net in meiner umfangreichen Ausrüstungs-Sammlung und so dachte ich mir dieses unter dem Tarp zu verwenden. Probleme waren, dass ich Erstens keine zusätzlichen Heringe oder selbst geschnitzte Heringe verwenden wollte und Zweitens mehr Kopf und Fußfreiheit unter dem Moskitonetz wollte. Ich habe diese zwei Probleme wie folgt gelöst: 1. habe ich 3mm Gummikordel mittels Linelocs und kleinen Karabinern als Abspannsystem für die Schlaufen verwendet, um die Schlaufen des Netzes zu den Heringen zu verbinden. Meine Polycro-Bodenplane hatte ich schon vor langer Zeit mit Abspannschlaufen an den Ecken versehen, um das Verrutschen der Bodenplane zu vermeiden. Die Karabiner werden einfach in die Schlaufen des Netzes und der Schlaufen an der Bodenplane eingehackt und mittesl Linelocs und Gummikordel zu den Heringen abgespannt. 2. habe ich am Netz im Kopf- und Fußbereich jeweils einen Abspanner angenäht, um das Netz zu den 2 Treckingstöcken hin zu liften. Hier Bilder zu meiner Lösung: Das 1. Bild zeigt die 4 Abspanner bestehend aus Karabiner, Lineloc und 3mm Gummikordel. Das 2. Bild zeigt die abgespannte Bodenplane unterm Tarp. Das 3. und 4. Bild zeigt einen Abspanner jeweils an der Bodenplane und am Hering. Das. 5. Bild zeigt das aufgehängte Netz. Die Bilder 6, 7 und 8 zeigen das aufgehängte Netz im Frontbereich, die ursprüngliche mittige Aufhängung und die Abspannung im Fussbereich. Bild 8 zeigt noch mal das eingehängte Netz. Bild 9 zeigt den Karabiner jetzt mit Bodenplane und Netz zusammen. Bild 10 zeigt den Eingangsbereich wenn man unter das Netz einsteigen will. Dazu wird einfach ein Karabiner im Frontbereich am Netz gelöst und wenn man unterm Tarp ist einfach wieder eingehängt. Fazit: Ich habe ausreichend Platz unterm Moskitonetz und der Raumbereich wird wesentlich besser ausgenutzt. Ich habe ausreichend Kopf- und Fußfreiheit zum Netz. Das Netz wird nicht unter die Bodenplane geschlagen. Es ist also möglich, dass sich kleine hinterlistige Krabbelviecher zwischen Netz und Bodenplane durchmogeln. In der Praxis wird sich zeigen wie oft das passiert. Man kann den Teil des Netzes der eigentlich unter die Bodenplane geschlagen wird von oben beschweren mit Schuhen, Wasserflaschen oder sonstiges Material was man so dabei hat oder in der Umgebung findet. Netz und Bodenplane verrutschen nicht mehr. Gewicht der Lösung: 1. Bodenplane 49g 2. Moskitonetz mit Abspannung 130g Bei der Abspannung lässt sich noch Gewicht einsparen wenn man dünnere Gummikordel verwendet. Ich habe halt die Materialien verwendet die ich noch so rumliegen hatte. Anstatt Karabiner habe ich auch Handschuhhaken ausprobiert. Diese waren mir aber zu fummelig. Die Gesamtlösung hat also ein Gewicht von 179g. Das Bugbivy von MLD wiegt 180g. Ist erstens aber teurer und hat zweitens nicht so viel Platz. Vom Gewicht her passt mir diese Lösung auch besser zum Gewicht des Tarps. Man kann das Moskitonetz auch solo aufstellen, entweder zwischen 2 Bäume aufgehangen oder unter dem am Boden fixierten Netz einen Regenschirm aufspannen.
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  47. Ich hab das schon alles gelesen. Wer stört sich daran? Mich stört es nicht. Im Gegenteil, manchmal suche ich gezielt noch mal Affiliate Links eben weil es für mich so einfach ist, einen anderen damit zu unterstützen. es wäre interessant wen aus dem Forum hier das stört. Meiner Wahrnehmung nach höchsten zwei, drei. Dann klickt doch einfach nicht und gut is.
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  48. also... nur damit ich diese Diskussion hier richtig einzuordnen kann... in der realen Welt hole ich grade jede Woche Essen vom ortsansässigen Restaurant ab, obwohl ich da sonst nie gegessen habe, um den zu unterstützen damit er während der aktuellen schwierigen Zeit nicht pleite geht. Mach ich ja gern und so muss ich Sonntags nicht kochen. Online plätten wir Möglichkeiten für Selbständige aber dann jetzt doch lieber?
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  49. ...last days... Tag 86 Ich bekomme ein großes und leckeres Frühstück. Und statt uns beide etwas zurecht zu stammeln in den jeweiligen die Sprachen, die wir beide nicht können, drücken wir uns beide herzlich und ich bekomme einen dicken Schmatz von ihr. Sie begleitet mich noch raus, guckt in den Himmel und sagt „Heute kein Regen“. Ich schätze in ihrem Kopf sind 70 Jahre oder auch mehr Jahre Wetterdaten eingespeichert. - und siehe sie sollte recht behalten. Es geht steil los. 500 Hm hoch auf das Sogli Bianchi, einen Hochplateau. Wolkenfetzen und Nebel, Gämse, Schützengräben. Ich bin im Hinterland der Pasubio-Front. Ich laufe durch eine Landschaft die mit Kratern, so scheint es mir übersät ist. Ob es alte Geschützstellungen sind, Unterstände oder die Einschlagskrater von Artillerie möchte ich gar nicht wissen. Es ist beklemmend. Heute sollen mich den ganzen Tag die Spuren des 1.Weltkriegs begleiten. Ich umlaufe den Monte Buso und stehe recht bald auf der Alpe Pozze eindrucksvoll flankiert von dem Col Santo und dem Col Santino. Das Dortige Rifugio lasse ich recht liegen und laufe weiter Richtung Dente Italiano und Denta Austriaco- schmunzel noch über die Namen und Frage mich ob es swas wie der Preußische und der Lippische Vermerstot ist, Grenze zwischen zwei Bergen und die einen reklamieren, den einen und die anderen den anderen für sich – so ähnlich ist es als ich dann ober auf einer Festung in den Berg gehauen stehe, die sich schon sich langsam bereits durch mehr und mehr in den Fels gehauene Unterstände, Schützengräben und erstaublich viele Wege und Straßen ankündigt. Zwischen beiden verlief die Frontlinie zwischen 1916 und 18 und war ein Schlachthaus für italienische und österreich-ungarische Truppen, die in einem zermürbenden Stellungs- und Minenkrieg um jeden Zentimeter Boden ragen und nicht mehr gewannen als volle Särge. Oben auf den Mahn- und Infotafeln kleben Aufkleber deutschnationaler Südtiroler, die allen zeigen wollen, dass sie erstens den völkerrechtlichen Status-Quo seit 1919 nicht verstehen und zweitens, dass es eben jener Nationalismus war der den Berg zu Festung und Schlachthaus gemacht hat... ich bin wütend auf die Unbelehrbarkeit mancher Zeitgenossen. Nebel legt sich beim Abstieg passend wie ein Leichentuch über beiden Berggipfel. Über einen rückwärtigen Versorgungsweg komme ich zur Porte della Passubio, dem ehemaligen Befehlsstand der italienischen Truppen. Gleichzeitig ein ehemaliges Militärlager in den Steilhang gehauen und gebaut- davon ist nichts mehr da, aber die Bilder sehen abgefahren aus. Ich trinke hier kurz was, mache Pause und fülle meine Wasservorräte auf. Ich laufe über die so genannte Heldenstraße runter zum Pass Pian della Fugazze. Im Nebel sieht die Straße ziemlich beeindruckend aus, wie sie in den rohen Fels gehauen, sich entlang steil abfallender Berghänge schlängelt. In der Form wie sie jetzt existiert, ist sie jedoch nicht, dass Ergebnis militärischer Überlegungen- da war sie nur ein kleiner Pfad. Im Auftrag der italienischen Fascisten wurde der Pfad zu einer Straße ausgebaut und in den Felsen die Namen, all jener italienischen Soldaten eingelassen, die an diesem Frontabschnitt eine so genannte Heldenmedallie oder sowas bekommen haben, die Straße wurde von den Faschisten für ihre Gedenkumzüge gebraucht... Wandern im Postfaschismus. Der Weg hat einige Short Cuts so mäander ich nicht den Weg komplett herunter, sondern ruiniere mir für heute meine Knie in steilen Abstiegen. Unten angekommen mache ich eine kurze Pause. Checke die Karte. Was wieder hoch? Nee, hab ich keinen Bock, ich kann auf dem Friedensweg die Höhenmeter entspannt umlaufen, dafür bin ich mehr Kilometer unterwegs. Das ist es mir wert. Und statt über den den Salletta Nordouvest Pass zu laufen, umlaufe ich den Monte Cornetto über eine schöne Alm. Eigentlich ist es hier total schön und es ist schon spät genug am Tag, als dass es möglich wäre nach einem Schlafplatz ausschau zu halten, ich habe aber kein Wasser und finde auch keins. Ich ärgere mich etwas und laufe weiter Richtung Rifugio Campogrosso. Dort angekommen, hadere ich nocheinmal mit mir ob ich nicht einfach weiter laufen soll, diesmal mit Wasser und schon was finde. Ich entscheide mich dagegen. Ich habe mich so langsam an den Luxus des Bettes gewöhnt. Und da ich meine Geldprobleme durch ein paar Transfers erledigt haben – was kostet die Welt und es ist eine deiner letzten Nächte auf Trail... Hauptsache ich mach noch eine draußen. Das sollte schon noch sein. Ich checke den Wetterbericht. Es soll morgen den ganzen Tag regnen und zwar so richtig. Na toll. Also auf jeden ein Bett. = trockene Nacht. Irgendwie meint es das Wetter auf den letzten Metern nicht ganz so gut mit mir. Ich trinke ein Bier und stelle fest, dass es in dem Rifugion nur noch 4 weitere Gäste gib und ich auf meiner Etage ganz alleine bin. Hallo Overlook Hotel. Tag 87 Das Wetter legte genau so los wie es die Wettervorhersage vorhersagte. Ich sitze mit drei Däninnen am Frühstückstisch und wir fragen uns was das vor dem Fenster mit unseren Tagesplänen macht. Hagelkörner und krasse Donnerschläge die einfach nicht aufhören, führt bei den dreien dazu, dass sie sich wohl in ihren Mietwagen setzen und weiter Richtung Süden fahren – da ist heute und morgen kein Regen. Bei mir macht sich Frust und Akzeptanz breit: Forced Zero im Endspurt. Wir gucken schon seit Anderthalb Stunden aus dem Fenster. Es wird nicht besser. Regen ist das eine, Gewitter um über zwei Pässe und einen Gipfel auf 2000 und 2300Metern gehen... ich habe, gerade in den Bergen viel Blödsinn gemacht, aber das ist... naja. Ich und die drei gucken weiter aus dem Fenster und essen Nutellabrötchen. Plötzlich ein Schlag. Das Licht geht kurz aus. Wir erschrecken uns und machen direkt Witze. Vielleicht bekommen wir jetzt ganz viel Eis, weil die Tiefkühltruhe nicht mehr geht, das Licht geht an, aber mein Wlan ist weg. Hm. Okay. Ich frage nochmal nach. In den Router ist der Blitz gefahren. Ich ahne blödes. Ne Kartenzahlung geht auch nicht mehr. Ich habe für eine etwaige zweite Nacht gar kein Geld mehr. Ich bin am Campogrosso mit meinem letzten Fuffi eingelaufen. Wir Diskutieren in einer wilden Mischung aus italienisch, englisch und spanisch wie das irgendwie gehen könnte,wenn ich denn eine zweite Nacht machen müsste, wie das mit dem Regen ist und so weiter... Ende vom Lied, ich bekommen meine barbezahlte Nacht wieder damit ich wieder liquide bin und ich soll den Betrag – egal für eine oder dann zwei Nächte per Rechnung überweisen. Ich bekomme die Bankverbindung und 30 Eus in die Hand gedrückt. Saukool. Und dann stolper ich über mein deutsch-sein: sie wollen, meinen Perso nicht als Sicherheit kopiert, keine Rechnungsnummer usw. niks- ich soll einfach 30 Euro überweisen, wenn ich die Möglichkeit dazu habe... klar warum auch mal einfach es mit Vertrauen probieren... manchmal kanns so einfach sein. Der Himmel bricht gegen 10Uhr auf, ich gucke raus. Ich finde es sind genug blaue Flecken und die Wolken sind hell genug um zumindest zu nächsten Hütte rennen zu können. Bocchetta die Fondi, als der nexte Pass, soll ja gar nicht soweit weg sein und von da aus ists auch nicht weit bis zur nexten Hütte. Ich renne los. 700Hm, fieses Geröll, steiler Anstieg und wieder gucken mir Gämse dabei zu – diesmal ist es das erstmal, dass ich sie vorher höre bevor ich sie sehe, die Tage zuvor war es so wie in schlechten Mystery-Horror-Filme, irgendwann stehen diese bleichen Mädchen in weißen Nacht Hemden da und kaum hat man sich weggedreht stehen sie genau da wo man hinschaut... ich bin zu viel durch Nebel gelaufen und zuviel alleine... auf jeden Fall höre ich leichte Steinabgänge -eigentlich auch nichts das ich im Aufstieg im Geröllfeld hören möchte, anyway. Ich sehe Gämse und es ist das erstmal, dass sie nicht wie eine plötzliche Erscheinung sind. Ansonsten taxiere ich skeptisch Himmel. Ich habe Glück. Der Weg ist mean, ich mache viele Schritte zwei, drei Mal weil ich im kleinen Geröll wieder talwärts rutsche. Teilweise muss gekraxelt werden und ausgesetzt ist es auch. Die Ausblicke sind dafür unbeschreiblich. Kaum bin ich oben sehe mich mich im Fadenkreuz von Schießscharten. Der ganze Grat zwischen Cima Mosca und Cima Centrale ist eine in den Berg gehauene Frontlinie. Ich krabbel in ein paar Unterstände und merke, das mein ganzer Aufstieg, aber der stelabfallenden Flanke des Cima Centrale im Kreuzfeuer hätte liegen können. Es deprimiert mich. Es ist mein letzter Pass...oder? Kartencheck. Unklar. Ich laufe nicht die Flanke des Monte Mosca entlang – ausgesetzter Klettersteig. Ich finde einen besseren Weg zum Bocchetta Mosca. Hier stelle ich fest, ich muss gar nicht auf den Cima Carega, der E5 führt von hier aus runter zum Rifugio Scalorbi. Ich gönne mir am Bocchetta Mosca eine Pause um mich zu verabschieden. Ab jetzt geht’s nur noch bergab... naja so ungefähr, höher wird’s nicht mehr. Ich bin etwas über 2000Meter und Gucke durch das beeindruckeenden Vajo dei Colori richtung Pasubio... wunderschön und sehr traurig. Mit dem Abstieg ist das alpine vorbei. Ironischerweise, wo ich es doch noch vor ein paar Tagen verflucht habe, betrauer ich es hier... das geht so lange gut, bis eine Gruppe Pfadis sich zu mir gesellt. Es ist laut und wuselig, Ich sitze am perfekten Selfi- und Fotospot. Ich blende es aus, es ist schwer. Ich versuche mich auf mich zu konzentrieren, den Moment als wertvollen festzuhalten, der Trauer ihren Raum zu lassen – als Country Roads auf Gitarre angestimmt wird muss ich gehen... die Klänge begleiten mich noch und hallen in mir nach... take me to the place were i belong... . ..tja nach über 2500 Kilometern und fast drei Monaten on trail ist die Antwort were i belong nicht ganz so einfach. Ich spüre Druck auf der Brust. Im Rifugio hole ich mir einen Zuckerdrink und schaue nochmal nach meiner Trauer... sie ist dumpf und sitzt mir schwer auf der Brust. Heulen wäre gut. Kann ich aber nicht. Ich zucke mit den Schultern und über mich in kooler Gleichgültigkeit und laufe los und steige über die die Alpe di Campobrun ab. Der Himmel zieht zu, dicke Wolken brauen sich über mir zusammen, es fängt an zu grollen. Der Himmel verdichtet meine Stimmung. Ich fühle mich richtig elend. Scheiße Post Trail-Depression schon auf dem Trail. Es ist ziemlich dunkel, die Felsen sind schwarz und nass, die Wolken drängen in das enge Tal, die ganze Szenerie ist beklemmend. Mein Mindset und das Wetter ergänzen sich. In der Talsohle desVal di Rivolto angekommen kommt es richtig runter. Untem im Tal, kein Wind. Regenschirmzeit. Ich packe den Schirm auf Spanne ihn auf und habe ihn in zwei Teilen in der Hand. Hm. Tage wie diese... Ach das ist doch Scheiße. Habe ich erwähnt das ich gerade auf einem ziemlich öden Parkplatz unterhalb des Rifugio Boschetto rumirre und mal wieder den Trail nicht finde...? Ist doch alles scheiße... Also halte ich meinen Schirm, an dem kleinen Ende das mir noch bleibt und habe wenig später einsicht, ziehe mir meinen Poncho an, setzte mich unter einen Baum und warte bis es aufhört oder weniger wird. Als es weniger wird laufe ich weiter und weiter diese Straße entlang bis mir irgendwann gewahr wird, das hört nicht auf, ich soll hier Straße durch ein dunkles, enges Tal laufen, bei Regenschauern, auf meinen letzten 50m Kilometern. Gib mir Prozac oder MDMA... Pfff... oder beides... naja Schokolade ist auch ganz gut...und Fingerübungen mit Trekking-Poles machen und Partisanen-Denkmäler angucken... und es ist ein öder Roadwalk. Ich komme in Giazza an und finde meinen Weg nicht mehr, es gibt keine Markierungen mehr. Toll. Der Himmel öffnet sich und es kommt nochmal richtig runter. Toll. Ich setze mich in die Bushaltstelle an der Umgehungstraße und versuche mit schlechtem Netz heruaszufinden wo mein Weg ist, meine Karte hilft mir nicth weiter und mit den Trailmarkierungen, die da sind kann ich auch nix anfangen. Der Wind trägt den Fissel und Spritzwasser in der Bushaltestelle... Aaaargh... es ist mein fucking vorletzter Tag! Das ist doch ätzend. Ich gucke meinem Handy beim laden und meinem Akku beim entladen zu... irgendwann ist es mir zu doof. Es gibt doch in Giazza ne Pizzaria, da setze ich mich rein, ne Steckdose krieg ich mir erstammelt und bekomme zur nOt auch raus obs ne Pesnion oder sowas hier gibt... ich laufe Downtown. In der Dorfmitte angekommen ist mein kläglicher Rest Inet komplett weg, die Pizzaria ist zu, aber es gibt eine Kneipe – okay, saufen hilft immer bei Frust. Also, vorsichtig herantasten, kleines Bier und Wlan erfragen. Komoot sagt, ich bin direkt auf dem Trail. Ich bin inner Kneipe!. Ich ahne, ich gehe vor die Tür und stehe vor einem fetten E5-Schild. Wo kommst du denn auf einmal her? Geilo! Egal. Bier in zwei Schlucken in mich gekippt, es regnet nicht mehr viel, ergo ich kann los. Es ist schon etwas später- so halb 5, die Lichtverhältnisse sehen eher nach halb 9 aus. Habe ich gesagt es geht nur noch runter – Blödsinn. Giazza ist auf 800irgendwas Metern und ich geh wieder hoch auf über 1400 Meter... ich laufe durch einen dunklen Wald mit vielen Marienbildern- ich finds ziemlich creepy. Nach anderthalb Stunden stehe ich auf einer Hochalm. Der Himmel bricht über der Po-Ebene auf und illuminert Kühe gülden und tauscht unter dem bleigrauen Himmel die ganze Szenerie unwirklich. Ich bin selig. Und komme mir sehr manisch vor. Naja ich bin es ja auch. Passt schon. Maniac Hiker. Ich laufe über sehr viele Weiden. So langsam steht Schlafplatzsuche auf dem Programm. Nur ich habe kein Wasser und alles ist Weide. Ich komme an einer kleinen Ortschaft vorbei einer Art Weiler, wahrscheinlich heißt Contranda auf italienisch sowas ähnliches- also ich stehe im Contranda Merlin und frage die einzige Person auf der Straße – eine junge Frau oder ein Teeni, vielleicht im alter meiner Tochter ob sie mir meine Bladder auffüllen kann, sie tut es und verschwindet im Haus, derweil kommt ein älterer Herr und fragt mich ob ich hilfe brauche – ich verneine und erkläre, dass ich nach Wasser gefragt habe und es von der jungen Frau bekomme, er versteht und ich bin stolz auf mich und mein gooogle-translate-5er-schüler-in-zwei-romaischen-sprachen-hybrid-gefrickel, dass irgendwie italienisch ähnelt. Mit Wasser kann ich mich auf die Suche nach einem Plätzchen für mich und mein Tarp machen. Es dauert eine Weile, ich umlaufe noch das Val Marisa, streife den Ortsausgang von Maregge, es ist bereits nach 20 Uhr... und werde schließlich in einem Waldstück einer Weide fündig. Ich räume die Fladen aus dem Weg. Nervenkitzel gibt’s noch, weil jemand mit dem Auto über die Weide fährt. Ich hoffe inständig nicht mit einem Bauern verhandeln zu müssen, dass das was da mache seine Eigentumsrechte verletzt und ich dennoch total harmlos bin und... egal die Fahrgeräusche entfernen sich. Kommen schon keine Kühe und einen doch recht frischen Kuhfladen habe ich im fahlen Abendlicht übersehen, dass merke ich als ich reingreife... nightynight. Tag 88 Was ist das...?! Durch mein Bett fährt ein Auto, Ohropax hin oder her... ich stehe senkrecht in meinem Tarp. Genau der gleiche verbeulte Fiat Panda wie gestern fährt in Gegenrichtung über die Weide... Den Kickstart nutze ich, packe mein Gerödel schnell zusammen um 7Uhr bin ich mit Frühstück in der Hand on trail. Lauf über Weiden und einige Contrandas. Um 9 Uhr bin ich in Erbezzo. Laut meinem Plan 28 Kilometer left to go. Entspannt. Ich bin so gegen 3,4 in Verona. Espresso. Limonata. Espresso. Süsses Teilchen. Los geht’s! 28 Km. Karacho. Ich verlasse Erbezzo über einen langezogenen Bergrücken Richtung Maselli und Manar. Rechts von mir funkelt die südliche Spitze des Lago di Garda in der Sonne, die zersiedelte Po-Ebene verliert sich im Dunst des Horizonts. Road Walk hin oder her. Eine riesen Woge puren Glücks umspült all meine Synapsen und ich schwebe meinem Ziel entgegen – so glaube ich das... Ich bleibe bis Portello auf diesem Bergrücken, der sanft Richtung Po-Ebene abfällt. Ich werde dann recht unvermittelt noch ins Vajo del Marciora geschickt. Tropen? Und stehe dann vor dem Ponte di Veja. Okay. Klar, wenn ich schon mal hier hin... 21km left to go. Aber so geil ist's hier jezze auch nicht. - Könnte aber auch daran liegen, dass ich heute höhere Ziele habe. Richtung Giare. Roadwalk, es zieht sich etwas. Ich habe aber noch gute Laune. In Giare sind die Trailmarkierungen weg. Kenn ich, ich will und werde mich nicht dran gewöhnen. Im Ortskern versuche ich mehrere Abzweigungen die alle sehr unbefriedigend sind und mich vor allem Zeit und Nerven kosten,. Zuckerwasser im dortigen Alimentari und die frage wo denn der E5 sei. Die Besitzerin weiß es nicht, sie fragt aber die Nachbarin. Also stehen wir in der Ortsmitte, gestikulieren viel mit Händen und Füßen, viel italienisch, etwas englisch und noch mehr Kopfnicken und -schütteln bis ich verstanden hab wo ich lang soll. Ich lauf wieder Auf die Umgehungsstraße und entdecke die Trailmarkierung tatsächlich, sie hat sich hinter einem Stromkasten versteckt. Roadwalks bis zum Croce dello Scioppo und dann – noch mehr Roadwalks. Auf einer kleineren Straße. Saline 15km left und es ist 13.15h. Ich habe drei Stunden für 13km gebraucht, das passt nur halb in mein Selbstbild – waren ja auch Pausen und Verlaufen mit drin – es zieht sich... 40 Minuten später steh ich an einem Wegweiser der saht dass es noch 3.55h bis Verona sind. Boah... echt jetzt? In Montechio sind es laut meinem Plan noch 8km. Es ist um 15h und brüllend heiß. Ich bin der einzige auf der Straße, sitze im Schatten und esse Chips. Ich komme mir bescheuert vor, bei der Hitze zu wandern und vermessen ob meiner Überheblichkeit zu glauben jetzt schon da zu sein... Erdung. Trotzdem schmuzel ich. Als ich vor dem Schild Verona in 3.55h stand, fing ich an Tempo zu machen – weil Challenge Accepted Diesdas... und überhole dabei einen Fahrradfahrer. Check! Ich raffe mich auf. Endspurt...again und immer noch. Pff und puh. Meine Gelenke sind von vielen Kilometern Straße und miesen Schotterwegen ziemlich ausgeleiert... Geht schon, 2, maximal drei Stunden... passt. Ich werde in ein Tal geführt, den Progno Borago. Tropische Waschküche, Abgefahrene Felsen, nice. Ich soll durch das Bachbett bis zur nexten Leiter und wieder aus dem Tal raus. Si claro. Moment, der Weg führt mich wieder runter in die Talsohle. Ich stehe wieder in dem Bachbett, ziemlich beeindruckend. Und jetzt. Die Trailmarks sagen weiter durch das Bachbett. Wahrscheinlich hätte mich das an fast jedem Punkt meiner Tour gefreut. Nur jetzt nicht. Es gibt keine Weg. Für meine Knöchel ist, das schierer Horror. Ich fluche, ich verwünsche, ich verdamme... irgendwann schreie ich den verf*ten Trail was er sich für eine Scheiße erlaube, einfach nur so kacke zu sein. Ich habe über über 30km in den Knöcheln... ich will nicht mehr... wahrscheinlich ist der Trail sogar ziemlich schön... ich sehs heute nicht. Ich mache drei Kreuze, als ich aus dem Bachbett raus bin. Kurz vor Avesa, check ich n Camping an, weil sowas wie Bozen passiert mir nicht nochma. Check. Geht. Um viertel vor 5 bin ich in Aveso. Google Maps sagt 3,8km bis zu meinem selbstgesteckten Trailhead: Ponte di Castelvecchio. Ich packe mir wieder Musik auf die Ohren. Hardcore-Playlist. Gehen den Frsut von eben und treibend genug für die letzten Kilometer. Ich erreiche Verona und als ich an der Adige ankomme, merke ich das ich mit jedem Schritt aufgewühlter werde. Playlist wechseln. Millencolin -geht immer, seit 1997. Ab der Ponte Catena laufe ich am Fluss entlang und weiß immer noch nicht, was mich genau erwartet... gleich ist mein Thru-hike vorbei... ...ich stehe an der Brücke und kann es nicht fassen. Es ist eine fassungslose, rastlose Freude, beschwingt, gelöst, überschwenglich – und ungläubig. Ungläubig, dass es vorbei ist, ungläubig das ich es geschafft habe, ungläubig, dass alle Tage, alle Kilometer zu diesem Punkt geführt haben. Ich laufe, ich sitze, ich hüpfe vor der Brücke. Ich Weiß nicht genau was... - ich habe Durst. Bei einem Kisok kaufe ich mir Wasser und ein Bier. Ich trinke und ich merke wie die Anspannung abfällt und fange an Rotz und Wasser zu heulen, die nächsten 15 Minuten. Dann war aber auch gut... ne wars nicht. Aber ich glaube ich hätte auf unbestimmte Zeit nicht aufgehört und ich kann nicht in dem Moment, an diesem einen Punkt von mir selber erwarten, dass er Katharsis und alles, der Trail wird und muss nachwirken, aber nicht hier. Ich packe meinen Kram und gehe Einkaufen...
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  50. jo, dit war von mir also ich habe das Lunar Solo noch nicht so lange und bis dato nur auf dem Herbst- und Wintertreffen und bei einem Musikfestival genutzt. Auch Vergleiche zu Mids oder anderen Behausungen kann ich mangels Erfahrung nicht beisteuern, aber ich kann mal versuchen, auf Deine Fragen einzugehen. Also bezüglich der Abspannhöhe habe ich auch noch nicht herausgefunden, wie man das in unterschiedlichen Höhen vernünftig abspannen kann. Theoretisch sollte das gehen, praktisch passt aber immer mindestens eine Sache nicht - entweder der bathtoobfloor (im Folgenden schlicht Bodenwanne genannt ) hängt labberig herum oder die Wände sind nicht vernünftig straff gespannt. Anders gesagt, um das Zelt straff aufbauen zu können, muss es sehr nah am Boden abgespannt sein - dann hat die Bodenwanne aber keine Funktion mehr, weil sie runterhängt. Wenn man Wert auf eine hochstehende Bodenwanne und eine gute Belüftung durch höheres Abspannen legt, dann darf man nicht so auf Äußerlichkeiten und straffe Seitenwände achten Bezüglich Kondens kann ich nur sagen - in den knapp zehn Nächten, die ich da drin verbracht habe, hat es schon massiv geregnet und geschneit - also innen meine ich natürlich relativ starken Kondens hatte ich übrigens auch im Sommer auf dem Festival - bis die Sonne dann rauskam und mich da drin gegrillt hat...wobei die Belüftungsfunktion dann schon besser war als bei den anderen UH-Zelten, die um mich herum standen. Sturmerfahrung habe ich keine mit dem Teil. Zusammenfassend würde ich sagen, dass es mir sinnvoller erscheint, die Bodenwanne vom Außenzelt zu trennen, damit man tatsächlich variabel in den Aufbauhöhen ist und jedes Teil trotzdem seinen Zweck erfüllt... Platzmäßig finde ich das Lunar Solo mehr als ausreichend - nun bin ich nur 1,66m, so dass ich sogar ohne die extra Abspannpunkte auf den Seitenflächen zu nutzen gut drin schlafen kann, aber mit den Abspannern sollte es auch für größere Menschen gemütlich sein. Und der Raumgewinn im hinteren Bereich durch die zusätzliche Ecke ist fantastisch - kann man schön Dinge ausbreiten und auslüften lassen, ohne dass man draußen pennen muss Hoffe, das hilft Dir etwas - vielleicht teilen ja auch noch andere ihre Erfahrungen. Kannst mich natürlich auch gerne noch weiter fragen - oder Dir das Ding einfach mal ausleihen! Brauche es in der nächsten Zeit nicht, zu Ostern kommt das Tarp von Micha mit Kann es Dir gerne zuschicken - meld Dich per pn bei Interesse. Katrin
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