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Ultraleicht Trekking

Impressionen von Touren


Willi

Empfohlene Beiträge

Sa/So - Vals/Zevreilasee nach Hinterrhein über die Läntahütte und sechs (bzw. sieben, einer doppelt) 3000er. 

Samstag

20220709-1038-DSC09446.thumb.jpg.c5ba55e94113b8448f2f1dac778446b3.jpgZevreilasee

 

20220709-1227-DSC09468.thumb.jpg.491a7fe4d0227d02d5180dbceed2e5c9.jpgLäntahütte (bis hier T2)

 

20220709-1351-DSC09471.thumb.jpg.98eba087a96bafa0b4c7d1044aa7e5b4.jpgWeiter Richtung Übergang Läntahütte -> Zapporthütte über P3058 

 

20220709-1452-DSC09477.thumb.jpg.55dc97ebb8d78c060a3e71a477ffb3e5.jpgKettenversicherter Bereich des Wegs zwischen 2940 und 3058m

Was erst später sichtbar wurde: im oberen linken Bilddrittel ist ein weisser Felsbereich. Da führt bzw. führte die Route drüber, mit ursprünglicher Bewertung T4. Und der Bereich ist vor einiger Zeit wohl komplett ausgebrochen und nach links auf den Gletscher gerutscht.

 

20220709-1526-DSC09483.thumb.jpg.1528f9899adddb5a931c433423d5fe37.jpgAuf 2900m, der Weg geht da hoch. T3

 

20220709-1527-DSC09485.thumb.jpg.05c5e195cd009266feafc91160b43277.jpgBlick zurück zum ehemaligen Gletscher, den man quert.

 

20220709-1544-DSC09489.thumb.jpg.275e36a5c70662c55c428e03df412c19.jpgDer "lustige" Bereich. Dort wo es weiss ist (oberhalb des roten Schutt/Felsbereichs), fehlt eine gesamte Felsplatte, und mit ihr alle Markierungen und Ketten (im Bild hat es rechts unten hat es eine drin). 

 

20220709-1604-DSC09492.thumb.jpg.91e5813ad3af852fdcbcc6f30142eb3d.jpg

Einmal bitte Kamin, T6, komplett lose. Hier kam der erste Kubikmeter Schutt raus, bevor ich irgend etwas fand, was man halbwegs als Tritt/Griff betrachten konnte.

 

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Eine Stufe darüber, etwa 2 Kubikmeter Fels ausgeräumt und nachdem zuerst der Kamin links im Bild nicht klappte (3m hoch, kompletter Bruch), rechts von dem Felskopf in der Bildmitte rauf, über den Riss rüber und weiter.

 

20220709-1613-DSC09496.thumb.jpg.6b0437015a23a68b44f3c162e0d9c8b8.jpgHier ist auch mal wieder eine Wegmarkierung

 

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Ab kurz danach wieder alles völlig easy. T4 und an Ketten über die ganzen exponierten Kessel und Rinnen rüber.

 

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Finale Meter - easy und zum Ausruhen

Fazit zu dem Weg rauf: in der letzten Tourenbeschreibung stand noch "T4, für Geübte problemlos möglich". Jetzt eine recht bittere T6 ohne jegliche Sicherungselemente oder Markierungen.

 

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Gleiches gilt für den Buckel da hinten - Güferhorn (bzw. Vorgipfel). T4, zwei Stellen II in Kaminen in gutem Fels

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Güferhorn vom Grat

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Erster 3000er an dem Wochenende.

 

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Abstieg Rheinquelle, Biwak. Bis hier hin 10h, 20km, 1700Hm rauf, 1100Hm runter

 

Sonntag

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Gemschchanzla. Links davon rauf und in die Scharte des Kopfs dahinter.

 

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Über den Gletscher rüber zum Vogeljoch (linkes Bilddrittel)...

 

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...und dann den Gipfel rechts/südlich zum Auftakt. Logia, 3000er #1

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von rechts nach links: Baratin, Cramorino, Vogelberg. Der Aufschwung am Baratin ist so steil, wie er aussieht, kann aber wohl knapp unterm Gipfel rechts umgangen werden. Dann isses T4

 

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Am Baratin. Ich bin links am Gipfel in die Flanke und über den Felsen rauf (T5/II, exponiert). Vogelberg in Wolken. 3000er #2

 

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Cramorino, 3000er #3

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Vogelberg, 3000er #4 - im Ausftieg lustige Kraxelei, eine Stelle exponiert II, Rest T4

 

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Rheinquellhorn, 3000er #5 - Hier Pause und zurück zum Vogelberg

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Vogelberg (#6), runter nach Norden, auf die Chanzla rauf....

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... runter zum Biwakplatz, am Bach einfach stur durch, weil dank Wärme die Furt weg war.

 

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Mit nassen Füssen zur Zapport...

 

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... das Tal weiter...

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...und zum Abschluss noch die 9km raus zum Bus.

Tag 2: 12h, 20km, 1500Hm rauf, 2600m runter

 

 

 

 

 

 

Bearbeitet von Jever
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vor 1 Stunde schrieb RaulDuke:

@Cyco2

Ist dir das passiert, oder wattt?

Nein! 
Ging die Tage viral. Finde ich nur interessant, also auch als Warnhinweis für Leute ohne Alpine Erfahrung, dass auch etwas, was vermeintlich weit weg ist, gefährlich werden kann.

Es haben übrigens alle überlegt. 

Hier noch etwas Kontext aus dem Link: 
"9 Brits and 1 American on a guided tour of the Tian Shan mountains in Kyrgyzstan. We’d just reached the highest point in the trek and I separated from the group to take pictures on top of a hill/cliff edge. While I was taking pictures I heard the sound of deep ice cracking behind me. This is where the video starts. I’d been there for a few minutes already so I knew there was a spot for shelter right next to me. I was on a cliff edge, so I could only run away from the shelter (hence why I don’t move). Yes I left it to the last second to move, and yes I know it would have been safer moving to the shelter straight away. I’m very aware that I took a big risk. I felt in control, but regardless, when the snow started coming over and it got dark / harder to breath, I was bricking it and thought I might die.

Behind the rock it was like being inside a blizzard. Once it was over the adrenaline rush hit me hard. I was only covered in light powder, without a scratch. I felt giddy. I knew the rest of the group was further away from the avalanche so should be okay. When I re-joined them I could see they were all safe, although one had cut her knee quite badly (she rode one of the horses to the nearest medical facility). Another had fallen off a horse and sustained some light bruising.

The whole group was laughing and crying, happy to be alive (including the girl who cut her knee). It was only later we realised just how lucky we’d been. If we had walked 5 minutes further on our trek, we would all be dead. If you look carefully in the video, you can see the faint grey trail winding through the grass. That was the path. We traversed it afterwards, walking among massive ice boulders and rocks that had been thrown much further than we could have run, even if we acted immediately. To make it worse, the path runs alongside a low ridge, hiding the mountain from view, so we would have only heard the roar before lights out. Still in Kyrgyzstan but will post other vids on my Instagram @harryshimmin."

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Am 13.7.2022 um 00:20 schrieb b.sucher:

Schutt-T6 in Turnschuhen? 

 

Nein. Trango guide leather. Viel stabilere plattform für so etwas, und ich kann notfalls auch steigeisen montieren, die ich für den gletscher dabei hatte.

Viel spass dabei, mit TR geschätzt 15 stunden in 2 tagen durch geröllwüsten zu tingeln. Ist mit den Guides schon anstrengend genug.

 

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vor einer Stunde schrieb Jever:

Nein. Trango guide leather. Viel stabilere plattform für so etwas, und ich kann notfalls auch steigeisen montieren, die ich für den gletscher dabei hatte.

Viel spass dabei, mit TR geschätzt 15 stunden in 2 tagen durch geröllwüsten zu tingeln. Ist mit den Guides schon anstrengend genug.

 

Hm, und in den Stiefeln kriegt man, wie du schriebst, "nasse Füße". Was war passiert? 

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Physik ist passiert. Wenn man in 30cm tiefes Wasser rein muss, läuft Wasser oben rein, dank Schwerkraft. Und dann trocknen sie eben wieder.

Nein, ich hatte für den Bach keine extra Furtschuhe dabei und Barfuss gehe ich nicht durch einen geröllgefüllten Bach, der Gletschermilch führt. Gleich 2x nicht als Sologänger in einem Tal ohne Handyempfang und abseits etwaiger markierter Wege.

Und nein, TR wären keine Option, da u.A. zwingend ein Gletscher an einem selten begangenen Punkt verlassen werden musste, also ohne Spur und mit Chance, am Übergang vor einer 30-45° steilen Eisrampe zu stehen, die man runter oder rauf muss. Deswegen hatte ich auch Steigeisen dabei.

Bearbeitet von Jever
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Ein paar Impressionen aus Norwegen. Urlaub im Wohnmobil mit Tagestouren, wobei das Wetter von Süd nach Nord immer ruppiger wurde. :)

Vøringsfossen bei Kaiserwetter

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Per Via Ferrata (leider viel Eisen...) zur Trolltunga - definitiv der angenehmste Weg dahin und dann "klassisch" zurück.

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Via Ferrata Loen - tolle Kletterei bis E/F und die längste Seilbrücke Europas (alles bei entsprechendem Können auch bei Regen machbar)

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Trollstigen und dann...

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... Trollveggen - Stabbeskaret (Europas höchste senkrechte bis leicht überhängende Bergwand)

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Galdhøpiggen von Juvasshytta als leichte Gletschertour (Gehen am Seil dennoch ratsam - siehe Spalte letztes Bild)

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Durch Harakiris Bericht etwas weiter oben zusätzlich motiviert (PN kommt noch ;-)) habe ich mich letztes Wochenende endlich mal wieder aufs Rad für ein kleines Ründchen geschwungen.

Einige Neuerungen wollten auch gestestet werden: ein gebrauchtes Garmin Etrex (das mich in Kombination mit dem Brouter-Track direkt überzeugt hat; neben der Navi-Funktion war nach zwei Tagen der Akkustand unverändert - ohne Tracking und ohne Hintergrundbeleuchtung, die aber auch nicht nötig war), mein weiter umgebautes Decathlon-Billig-Rennrad (Triban RC 100 - mit nun 11-42 Kassette + auf Friktion gestellten Lenkerendschalthebel = deutlich besser als befürchtet und vorne 30 + hinten 42 ist ein Traum mit Gepäck) und das Gepäcksystem (zum Rad s.u. + Tagesrucksack = hat sich mit reduziertem Gepäck auch gut geschlagen).

Da mein aus der Ecke Mainz kommender Radelgenosse vor überfüllten Zügen auf der Achse Mainz-Marburg warnte, war der Plan: Wir fahren individuell bis Bad Nauheim und von dort nicht mehr weit zu den Eschbacher Klippen. Gesagt getan ...

Tag 1: Marburg - Eschbacher Klippen (82 km)

Mit zunehmender Begeisterung rolle ich von Marburg gen Bad Nauheim los. Technik funktioniert, Körper spielt mit, Wetter ist top (leicht sonnig, aber nicht zu heiß).

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Schneller als erwartet bin ich auf einer Anhöhe vor Bad Nauheim und gönne mir im Schatten eine Pause. Auf dem Buckel habe ich noch einen ca. 20 Liter Rucksack getragen, in dem nur leichter Kram war (Schlafsack, Wechselkleidung, restlicher Proviant ...). In der Lenkertasche war 3 Kilo Kleinkram (Kamera, Handy, Werkzeug, Proviant, Akkus ...). Hinten das bisher unverwüstliche JW Gossamer (1 Person) und oben drauf eine ultraleichte Iso-Matte (künftig braucht's aber doch mal etwas Dickeres).

In Bad Nauheim gönne ich mir eine Kalte Schokolade mit Vanilleeis, beobachte ein Eichhörnchen, das zwischen den Tischen herumwuselt, und eine Dame mit Wespen-Panik. Bald ist mein Kollege aber da und es geht los.

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In Ziegenhain-Langenberg war einst eines jener "Führerhauptquartiere". Man hat sich aber entschieden, es der Öffentlichkeit nicht zugänglich zu machen, um wohl keine "Pilgerreisen" zu provozieren. Sicherlich eine kontroverse Frage. Von außen sichtbar ist jedenfalls nur ein Bunkerrest, der mal als normales Haus getarnt war. Oben sieht man, wie ein Teil der Verkleidung weggebrochen ist und der Bunkerteil zum Vorschein kommt. Insgesamt einmal mehr eine irrtierende Begegnung mit deutscher Vergangenheit: Mitten in einem heute wie vermutlich damals kleinen, augenscheinlich friedlichen Ort verkehrten 1944-45 neben Hitler notwendig auch andere Nazi-Größen ...

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Direkt ums Eck (Grundstücksgrenzen waren uns nicht recht klar) begegnen wir der älteren deutschen Vergangenheit und radeln philosophisch inspiriert weiter.

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Angekommen bei den Eschbacher Klippen (nach schweißtreibendem Anstieg) ist klar: Hier bleiben wir. Ursprünglich sollte es eine einmal entdeckte Luxus-Schutzhütte in der Nähe werden, aber die Stimmung an den Klippen begeistert uns.

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Blick von den Klippen auf unser abendliches Restaurant (Freudscher Tippfehler: Restourant) mit perfekter Bestuhlung (etwas reinzoomen)

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Die Schatten werden länger, der Hunger größer. Wir hauen uns die Plautze voll. Auf einmal stürmen ein großer, weißer und ein kleiner, weißer Hund auf uns zu. Beide sind aber derart flauschig, das es uns nicht schwerfällt, entspannt zu bleiben, auch wenn kein Besitzer zu sehen ist. Dieser kommt bald jedoch in Gestalt einer älteren Dame. Sie fragt, ob wir etwas zu essen dabei hätten. Wir bejahen und der Grund des "hündischen Ansturms" ist gefunden. Wir plaudern etwas und dann ziehen die Drei weiter. Der kleine Hund kommt aber nach 100 Meter noch einmal zurück und probiert es noch einmal mit fröhlich-treudoofem Blick und artistischen Sprüngen. Leider muss er unverköstigt von dannen ziehen.

Es wird frisch und wir bauen unser Lager auf.

Tag 2: Eschbacher Klippen - Marburg (80 km)

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Der nächste Morgen zeigt: Während mein Zelt halbwegs erkennbar ist, ist mein Kumpel (rechts neben den Rädern liegend) kaum bis gar nicht zu sehen. Während ich um 7 Uhr nochmal auf die Klippen kraxele, ratzt mein Mitradler noch ein Weilchen. Ich packe schon mal und penne noch ein Stündchen auf der Wiese - zur sichtlichen Irritation von Passanten, die wohl eine Isomatte und einen Helm, aber kein Zelt und kein Rad sehen.

Schließlich ist mein Radgenosse wach, wir plaudern noch etwas und verabschieden uns dann wieder in unsere jeweiligen Himmelsrichtungen. Von der Rückfahrt gibt es keine Photos mehr, da mich das erste Drittel zu sehr geschlaucht, das zweite Drittel eher gelangweilt und das letzte Drittel wieder dank starken Gegenwinds und leider doch deutlicher Knieschmerzen wieder geschlaucht hat. Eine kurze Futterpause in einem Campingplatz-Lokal machte mir einmal mehr deutlich, dass man auf Deutschlands Radwegen (anscheinend - oder nur scheinbar?) als "Bio-Biker" zunehmend zur Minderheit wird. Jedenfalls war mein Rad als einziges unmotorisiert, während die anderen Gäste zum Pommes- und Pizza-Futtern mit ihrem E-Bike-Fuhrpark angereist sind ...

Positiv erstaunt war ich unterm Strich, was mit diesem umgebauten Rad doch alles möglich ist. Die mitgelieferten 32 mm-Reifen ("Slick Edition") haben auch leichte Gravel-Strecken gut mitgemacht.

Kurzum: Ein gelungenes Bikepacking-/Radreise-Wochenende!

PS: Das Lenkerband ist doppelt gewickelt. Daher die dunkle Ecke an den Griffen ;) PPS: Den Text/die Bilder habe ich zuerst im MTB-Forum gepostet. Falls das ein Problem darstellt, bitte kurze Info an mich. Ich folge aber dort wie hier gerne den Impressionen von Touren.

Bearbeitet von Vandrer
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  • 2 Wochen später...

Gestern/heute:

Bei mässiger Wettervorhersage endlich mal wieder den Hausstock besucht, mit einem recht späten Start in Pigniu, um den Starkregen morgens zu umgehen und das angekündigte Sonnenfenster gegen 17-18 Uhr am Gipfel abzupassen.

 

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Pigniu, alles dahinter im Nebel/in Wolken

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Sicht auf 2000m, zu dem Zeitpunkt war alles unterhalb der Knie dank Pfad im hohen Gras längst klatschnass

 

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Kurze Aufbesserung auf dem Weg zum Panixerpass

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Panixerpasshütte. Um 14 Uhr schon mit 10 Leuten belegt

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Wegloser Abschnitt vom Pass bis zum Einstieg zum Ostgrat

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Irgendwo knapp unter dem Grat. Von hier bin ich etwa 50Hm rechts rauf (T5, viel loser Kram) und dann den Grat entlang zum Gipfel.

 

 

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Der Ostgrat zw. 2700m und 3100m wechselt zwischen Geröll- und Kletterabschnitten. Der Einstieg ist ein etwa 2m hohes Wändchen (II), harmlos

 

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Eine Spur interessanter - die erste II-er Platte

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Deutlich gesteigert dann ist Stelle drei - eine sandige Rinne im oberen T5-Bereich. Bei mir alles nass dank Wolken und Sprühregen. Von unten sieht sie recht harmlos aus...

 

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...von oben weniger

 

Nicht im Bild: ein Verhauer in die Nordflanke (T6, ziemlich unangenehm) und die mit Fels II bewertete zweite Platte, die herzlich grifflos war und dank der stellenweise mit Flechten bewachsenen Felsteile (bei Nässe so glatt wie Schmierseife) im Ganzkörperkletterstil durchstiegen wurde.

 

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Oben am Gipfel dann ein kleines Sonnenfenster in Richtung Süd

 

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sowie eine imposante Wolkenwalze, die über den Verbindungsgrat zum Ruchi runter floss. Der Rest war Nebel

 

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Vom Gipfel kurz runter auf den flachen Verbindungsrücken und in Wolken zum Chli Ruchi,...

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... dann die Kettenfurggel rüber zum Ruchi...

 

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... ein paar hundert Meter runter im Bruch...

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...und dann zur Muttseehütte (am anderen Seeende). Dort gegen 20 Uhr ein Bierchen und abschliessend noch kurz runter zum Limmerensee

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Lawinenverbauung am Tunneleingang - super geschützt, auch vor Nebel und Sprühregen.

 

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 Biwakplatz im Tunnel

 

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und durch den Tunnel zur Bergbahn. Dann noch weiter zum Bahnhof in Linthal und heim.

Strecke etc:

Tag 1: 22km, 2100Hm rauf, 1500m runter, T6/II, 10h Gehzeit;

Tag2: 2:30h, T2, 11km, 100Hm rauf, 400Hm runter.

 

@einar46 gilt das noch mit der Aussage: "o du mit bergstiefeln gehst, geh ich allemal mit Trailrunner hin"? Ich glaube nicht.

 

 

 

 

 

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Schlafpaltz gestern abend - Tschinglensee oberhalb von Hinterbalm im Brunnital. Kurz danach habe ich dann doch wieder VBL und Biwaksack ausgepackt, denn da wehte ein ordentlicher Wind, und ohe Blocker wurde es schnell frisch in der Penntüte.

Und heute Düssi Südgrat in Wolken...

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Südgrat

 

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Mit einer Stelle mit Fixseil, Rest ohne (T5/II)

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Gipfel

 

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Das übliche Gelände

 

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Tschingelsee von oben

 

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Maderanertal mit Bristen, wo die Bushaltestelle ist.

 

Bearbeitet von Jever
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Impression vom PCT des kleinen Mannes... Westweg Ostvariante. :lol: Der Weg ist so öde (bis jetzt) das einem die Füße beim Laufen einschlafen - laufe von Schopfheim bis Titisee. IMG_20220801_120950.thumb.jpg.3dc04077aac0f9168606134b29cc78ea.jpgOK, es gab ein paar schöne Ausblicke... Aber nee. Das reicht mir nicht. 

Zum Glück gab's in Schweigmatt nen Freibad... Und am Naturfreundehaus in Gersbach kann man legal Zelten. 

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