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Ultraleicht Trekking

Kleben von Silnylon


ULgeher

Empfohlene Beiträge

Guten morgen zusammen,

Ich versuche gerade Silnylon durch eine Kombination von Vorkleben und Nähen zu verarbeiten, so wie das in untenstehendem Video beschrieben ist.

Als Kleber verwende ich Silikon in Hexan. Das Problem ist nun aber, dass das Silikon zwischen den Nylonschichten nicht genug abbindet, auch nach 24h nicht, wohl weil das Silnylon zu dicht ist und zuwenig Luft/Feuchtigkeit dranlässt.

Habt Ihr Erfahrung mit dieser Methode? Sie wäre schon sehr praktisch für die langen Catcut-Nähte, die gerade anstehen...

 

 

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Danke, werde den Elastosil-Kleber ausprobieren. Die Nur-Kleben-Variante klingt sehr praktisch für kleine fummelige Dinge, die sich nicht gut Nähen lassen (jedenfalls mit meinen Nähkünsten).

Allerdings steht auf der Herstellerseite (https://www.wacker.com/cms/de/products/product/product.jsp?product=9036), der Kleber härte unter dem Einfluss von Luftfeuchtigkeit aus.

Ergibt sich dann nicht genau dasselbe Problem wie bei "normalem" Silicon, nämlich dass nicht genug Luftfeuchtigkeit an den Kleber rankommt, wenn er zwischen zwei ziemlich dichten Silnylon-Stücken ist ?

 

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vor 9 Minuten schrieb ULgeher:

Danke, werde den Elastosil-Kleber ausprobieren. Die Nur-Kleben-Variante klingt sehr praktisch für kleine fummelige Dinge, die sich nicht gut Nähen lassen (jedenfalls mit meinen Nähkünsten).

Allerdings steht auf der Herstellerseite (https://www.wacker.com/cms/de/products/product/product.jsp?product=9036), der Kleber härte unter dem Einfluss von Luftfeuchtigkeit aus.

Ergibt sich dann nicht genau dasselbe Problem wie bei "normalem" Silicon, nämlich dass nicht genug Luftfeuchtigkeit an den Kleber rankommt, wenn er zwischen zwei ziemlich dichten Silnylon-Stücken ist ?

 

Ich habe schon ein Tarp komplett geklebt ohne eine Naht. ging ohne Probleme.

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Mit Elastosil funzt das prima. Habe an meinem MYOG-Poncho die Halsnaht und Kapuzennaht damit abgedichtet indem ich einen Streifen Silnylon über die Nähte geklebt habe. Wichtig ist das leichte Antrocknen lassen des Klebers und dann das feste Anpressen mit einer Rolle.

http://www.wolkenglut.de/ausruestung/myog-make-your-own-gear-diy-do-it-yourself/silnylon-poncho-myog-regenschutz-regenponcho-schuetzt-auch-rucksack

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Da ich auf das Elastosil noch warten muss, habe ich ein wenig weiterexperimentiert. Für einige scheint die Siliconmethode ja zu funktionieren, zumindest zum "heften" des Silnylons, und ich wollte wissen weshalb.

Interessanterweise ist nicht so sehr die Luftfeuchtigkeit das Problem (die braucht es für das Aushärten des Silicons und auch des Elastosils), sondern das Wegverdunsten des Lösungsmittels. Ursprünglich hatte ich "white spirit" (Pinselreiniger) zum Verdünnen genommen, den ich auch beim "normalen" Nahtdichten verwende. Später hatte ich ein Gemisch mit zusätzlich Petrolether (= Wundbenzin = Brennstoff für den UH-Kocher = hauptsächlich Hexan). Nun habe ich diesen Petrolether rein verwendet. Der verdunstet wahnsinnig schnell, damit erhalte ich innert kurzer Zeit eine haltbare Verbindung. Die Klebestift-Methode kenne ich auch, für >10m Kappnaht ist mir das aber zu mühsam...

Für Verstärkungen werde ich aber das Elastosil verwenden.

 

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  • 6 Monate später...

Hey hey,

Wilbo hat mich grad wieder an die Klebeoption erinnert und ich bin ihm so gar nicht böse, da mit schon vor einer Endlos-Kappnaht graute.
Das China Ripstop müsste sich doch auch mit Elastosil kleben lassen oder?
10D Nylon Double Ripstop Both Side Silicone 2,000mm
http://s.aliexpress.com/FFF7ZzMF

Nur den PU Zeltbodenstoff, den ich als Verstärkung angedacht hatte, muss ich wohl nähen oder?
http://www.extremtextil.de/catalog/Zeltboden-Nylon-PU-beschichtet-10-000mm-90-g-qm::2869.html

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vor 8 Stunden schrieb questor:

Nur den PU Zeltbodenstoff, den ich als Verstärkung angedacht hatte, muss ich wohl nähen oder?
http://www.extremtextil.de/catalog/Zeltboden-Nylon-PU-beschichtet-10-000mm-90-g-qm::2869.html

Ja, Elastosil funktioniert nur mit Sil-Beschichtungen.
Für meine Patches habe ich bisher immer eine Lage Silnylon geklebt. Hatte bisher keine Probleme.

HAL

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Hej. Ich habe vor kurzem ein Zelt aus 36 Silnylon genäht - erst gebklebt, dann genäht - Bericht folgt in Kürze.

Ich habe die (teilweise über 2m langen Catcut-) Nähte vorher mir Elastosil verklebt, dann umgeklappt und dann durch komfortable 4 Lagen Stoff genäht.
Das war zum Nähen recht komfortabel (für 36er Silnylon jedenfalls) - man muss nur drauf achten, dass außen KEIN überschüssiger Kleber ist. Das lässt sich sonst sehr bescheiden transportieren in der Nähmaschine.

Durch kleben und bähen dehnen sich die Nähte auch nicht ganz so extrem bei dem dünnen Stöffchen, also weniger Nachspannen am Zelt/Tarp.
 

In etwa so:

592d3f1673e7f_silnhen.thumb.JPG.7eafef3724fd4130d71d65d91cead520.JPG

Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden.

Alle Verstärkungen sind nur geklebt - das hält!

LG

Paule

 

Bearbeitet von LesPaul
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vor 1 Minute schrieb Barbarix:

Hallo Paule,

aus welchem Material sind denn die Verstärkungen?

Grüße

Erik

Auch aus Silnylon (55er) - sonst hält ja das Elastosil nicht - das verklebt nur Silikon mit Silikon (-Beschichtung).

Aber im Prinzip würde jeder silikonbeschichtete Stoff gehen.

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Hallo zusammen,

woher kommt eigentlich die Info, dass man mit Elastosil nur Silnylon verkleben kann? Hat schon mal jemand versucht z.B. PU-beschichteten Zeltboden mit Elastosil zu verkleben? Würde mich echt interessieren, weil zumindest Baumarktsilikon wie verrückt auf allen möglichen Untergründen haftet.

Grüße

Erik

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Wilbo hat weiter oben zu einigen vorhergehenden Fragen einen Link gesetzt. Ein Auszug daraus:
...
Allgemeine Hinweise für Kleben mit Elastosil
Für diese Arbeiten nutze ich immer Elastosil E41 oder E43 von Wacker Chemie. Das sind echte Industriekleber (also keine entschärften Kleber für Otto-Normal-Kunde) und das ist wiederum ein Indiz für die Möglichkeit wirklich professioneller Ergebnisse.
Elastosil kann man in 100g Tuben oder größeren Gebinden kaufen. Für MYOGer sind die 100g Tuben interessant. Sie werden mit einer Auftragspitze sowie einem Drahtknebel zum optimalen Ausquetschen geliefert und sind sehr ergiebig. Ich habe den Kleber zwischen 12 und 16 €uro schon bei Ebay und Amazon und sonst wo im Internet gefunden. Einfach mal googeln.
Zufriedenstellende Ergebnisse erreicht man nur mit Silikonklebern. Baumarktsilikon oder Nahtdichter wie SilNet sind zum Kleben eher nicht geeignet. Silikonkleber klebt nur auf Silikonoberflächen richtig, denn er vernetzt sich mit diesen auf molekularer Basis. Es erfolgt quasi eine Art Verschweißung. Bei anderen Oberflächen funktioniert das nicht ...

HAL

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  • 1 Monat später...

Während ich auf die letzten Teile zum Kleben warte noch mal ein paar nachfragen:

- bei längeren Nähten, die man in Etappen klebt, sind keine Pausen zum Trocknen nötig? Da verrutscht nichts mehr, wenn man den Stoff weiter schiebt?

- Das andrücken per Rolle reicht, es ist kein dauerhaftes Anpressen nötig?

- Wie lange lässt man den Kleber antrocknen, bis man die Stofflagen übereinander bringt?

Danke!

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vor einer Stunde schrieb questor:

- bei längeren Nähten, die man in Etappen klebt, sind keine Pausen zum Trocknen nötig? Da verrutscht nichts mehr, wenn man den Stoff weiter schiebt?

Nein, wenn man gleich anrollert, hält das.

- Das andrücken per Rolle reicht, es ist kein dauerhaftes Anpressen nötig?

hatte nie Probleme - bei mir hat sich eine Gummirolle als besser erwiesen als eine aus Hartplastik.

- Wie lange lässt man den Kleber antrocknen, bis man die Stofflagen übereinander bringt?

Wenn du die Kleberwurst mit dem Spachtel verteilt hast, reichen 2-3 Min. Dann gleich anrollern. Ich denke das geht sogar ganz ohne Antrocknen, wenn die Schicht dünn genug ist.

 

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  • 1 Monat später...

Bei mir hält der Kleber nicht - ziehe ich an den beiden verklebten Enden des Stoffes  - hält der Stoff bombenfest. Nehme ich aber ein Ende des Stoffes und ziehe ihn nach oben ab wie einen Aufkleber, so gelingt das problemlos. Wo könnte der Fehler liegen ? Habe nach ein paar Minuten Antrocknung beide Stoffe miteinander verklebt und dann mit Gummirolle angedrückt. Stoff: Ripstop-Nylon Zeltstoff, silikonbesch., 40den, 55g/qm.

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      Frage an die Leute, die Erfahrung mit DCF haben, insb. für Tarps oder Zelte: reicht kleben oder muss man nähen, bzw. wo reicht kleben, wo sollte man nähen?  Hängt dies von der Materialdicke ab?
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    • Von Herr Froschler
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      - Quellschweisskleber/Diffusionskleber, das ist nichts anderes als um die 20% PVC Pulver in polaren Lösemitteln (THF, Ester, Ketone). Löst das PVC auf beiden Seiten und verschweisst das Material sozusagen kalt. Wenn richtig ausgeführt reisst höchstens das PVC von Gewebe ab, von Hand schaff ich das allerdings nicht. Der Nachteil ist der unangenehme Geruch und das langsame Abdunsten. Der Kleber klebt anfangs nicht, die zu verklebenden Stellen müssen also für eine Zeit fixiert werded. Hab mir damit einen Alpacka Klon gebaut, werde ich aber nicht wiederholen.
      - Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Bostik PU 520 gemacht einem 2K PU Kontakt Kleber für Schlauchboote. Kann mit oder ohne Härter verwendet werden. Klebt PVC, PU oder TPU, ist hochflexibel. Kann auch zum Dichten verwendet werden, der Kleber ist allerdings relativ flüssig engestellt. Als Kontakt kleber ist für mich  auf einfache Anwendungen wie das Anbringen von D Ringen oder das Einkleben von Ventilen beschränkt. Wüsste nicht wie ich damit eine 5 m Nacht realisieren könnte.
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      Wie bin ich vorgegangen? 
      Als erstes mit Hilfe der PAD Technologie (Paper Aided Design) in nächtelanger Arbeit einen 1:10 Prototypen erstellt.

      Sah gut aus, hab ich dann aus PVC Plane 1:1 ausgeschnitten und zusammengeklebt. Die Masse hab ich so gewählt dass ich alles auf dem Reststück Plane gepasst hat.
      Die Verbindung der Bodenwanne zu den beiden Platten habe ich mit zahlreichen grosszügig ausgelegten "Seamstrips" (innen und aussen) realisiert. Die Aussennaht wollte ich aus Bequemlichkeit mit einer langen flachen Klebenaht realisieren. Da ich mir nicht sicher war ob das geht habe ich mir halber Wege einen Prüfkörber zusammengefroschelt und hart aufgpepumpt. Prüfung bestanden!

      Als Ventile verwende ich auschliesslich die Oberteile von Pet Flaschen, eins zum Aufblasen, eins zum Luft ablassen. Boston Ventile sind
      meiner Meinung unnötiges Gewicht
      Ergebnisse:
      - Der Variotex Kleber ist der Hammer. Funktioniert wie beschrieben. Die Klebenähte sind wie verschweißt. 
      Mein Fernziel ist ein Rucksackboot das konstruktiv Lecks minimiert. Deshalb habe ich die Seamstrips nicht von innen gedichtet um zu sehen ob der Kleber das reißt. Hat leider nicht ganz hin gehauen, die Randnaht scheint dicht zu sein, aber die Wanne produziert einen schönen Ring von kleinen Lecks, sowohl unten als oben. Das Boot ist durchaus verwendbar, so wie es ist, man muss halt regelmässig etwas Nachblasen. Mal sehen ob ich einen Weg finde die Lecks von außen zu dichten.
      - Das Design ist für ein relativ steifes Material (500g/qm PPC plane) wie ich es hier verarbeitet habe nicht optimal geeignet da sich prägnante Falten ausbilden, besonders bei niederem Druck. Ob das irgendwelche Konsequenzen auf Leckageneigung oder Lebensdauer hat weiß ich nicht
      - Durch voluminös ausgeführtes Heck und Bug braucht es etwas Zeit zum Aufblasen. Man hat dafür aber auch Auftrieb ohne Ende und genug Platz sein Fahrrad etc drauf zupacken.
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      - Gewicht: 3,1 kg, Aufgeblasen: Länge  ca 230 cm, Breite ca 85 cm, Wanne 120x40cm. Flach: 268 x 114, Höhe des Wannensegmentes 22 cm, die zentralen Rohre habe somit einen Umfang von 33+22+33=88 cm, kann man sich leicht merken
      - Material: 20 Euro PVC Plane vom eBay. Kleber 500g GT-30, und etwas Härter
      Hier noch ein Paar Bilder, weil es regnet aus dem Treppenhaus. 
    • Von kra
      Hallo, ich möchte mein ca.18 Jahre altes TNF Kuppelzelt (V20 o.ä., Außenzelt Sil-imprägniert) reparieren, und zwar sind die beiden Folienfenster zerfallen. Ich möchte die Fenster mit Silnylon füllen - und würde das gerne mit Silikon verkleben. Kann das klappen oder sol ich doch in den dauren Apfel beißen und die Nähmaschine rauskramen? Oder kleben und zur Sicherheit noch ne Naht per Hand drüber?
      Da Zelt wird häufig, aber nicht extrem genutzt.
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