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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 19.08.2018 in allen Bereichen
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Schnäppchen
bieber1 und 2 andere reagierte auf Andreas K. für Thema
Sackschwere Teile! Sorry, aber im Sinne des Forums kein Schnäppchen, sondern rausgeschmissenes Geld3 Punkte -
PCT 2019
Maik_F. und ein anderer reagierte auf Lightlix für Thema
Die Entscheidung ist übrigens gefallen, das Ding wird gelaufen! Jetzt wird erstmal ordentlich gemyogt: mindestens 3 verschiedene Rucksäcke und diverser Kleinkram wird es bis dahin bestimmt noch Ich freu mich!2 Punkte -
Der „Microabenteuer“ Thread
eric und ein anderer reagierte auf AlphaRay für Thema
Wollte auch gerade, nicht ganz so erst gemeint, erwähnen: Fahrt zur Arbeit. Wobei das meistens eher ein Makro-Abenteuer ist Mind. eine Vollbremsung pro Woche und täglich mind. ein mal für irgendeinen Idioten bremsen, der mal wieder 50 - 100 m von der Ampel entfernt direkt vor dem Auto über die Strasse rennt..so wie der Dad mit dem Kleinkind an der Hand vor zwei Tagen Vielleicht sind das deren Micro-Abenteuer...? Zum Thema: ich selber sehe jede WE-Tour die ich so unternehme als "Micro-Abenteuer". Ein Ziel und Zwischen-POIs auf der Karte markieren bzw. meistens nur eher angedachten Schlafplatz und von irgendwo (= Auto im Ort abstellen, wo es auch zwei bis drei Tage unbeschadet stehen bleibt - man muss nicht zwei Abenteuer gleichzeitig beginnen ) irgendwie da hin. Ich mache es, wenn es der Wald zulässt, wie der Sacki: immer der Nase nach. D.h. wo ich im Wald vorwärts komme (und kein Nationalpark ist), dann laufe ich auch in den Wald. Vom Weg aus sieht man selten was vom Wald, da die Waldränder oft sehr zugewachsen sind. Sehe ich etwas interessantes, was fernab von meiner aktuellen Route liegt, dann laufe ich da hin und von dort aus dann irgendwie mit Umwegen wieder Richtung Ziel. Uswusw.. Ne Route komplett vorplanen und diese Punk-für-Punkt ganz genau abzulaufen ist gar nicht meins.2 Punkte -
Sammlung: Weitwanderwege in EU
questor reagierte auf Mountaineer für Thema
Ich's werf mal noch was osteuropäisches in den Raum: Sudetenhauptweg: 440 km https://hiking.waymarkedtrails.org/?lang=de#route?id=951694&map=8.535220699939288!50.4676!16.9674 Beskidenhauptweg: 496 kmz https://hiking.waymarkedtrails.org/?lang=de#route?id=545421&map=7.691307710231096!49.4028!21.61 Weg der Helden (SK): 733 km (slow. Teil des E8) https://hiking.waymarkedtrails.org/?lang=de#route?id=7700604&map=8.248762198562348!48.6522!20.1011 Sudetenhauptweg & Beskidenhauptweg bin ich selbst schon komplett gelaufen. Beides sehr schöne Mittelgebirgstouren mit guter Hütteninfrastruktur. Mit der Seite https://mapa-turystyczna.pl kann man super die Tagesetappen und Übernachtungen planen. Weg der Helden nur die Querung der Niederen Tatra. Kann zu diesem nicht viel sagen, außer das Niedere Tatra und slow. Paradies echt schön sind1 Punkt -
Weiß nicht wie brandneu es ist, aber bei Decathlon gibts jetzt auch einen schön leichten Gridfleece. Achja, und: "Für Fortgeschrittene" (?!)1 Punkt
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Aldi O-Saftflasche, 1l , Weithals, wiegt 30 g. Ich nutze jetzt aber so 1l Weithalsflaschen mit Taille, die passen auch in den Flaschenhalter am Rad, leider weiß ich nicht, welcher Saft das war, denn ich "beziehe" die aus dem Abfalleimer neben dem Pfandautomaten. LG schwyzi Edit: nicht wirklich UL, aber praktisch: zusätzlich noch eine 0,33 Aldi O-Saftflasche ( ebenfalls Weithals) oder eine 0,25L smoothie-Flasche mitnehmen; die passen auch unter flache Wasserhähne! Ist deutlich einfacher, damit die großen Flaschen nachzufüllen, auch bei ganz Flächen Bächen.1 Punkt
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Bei ebay gibt's über die App mit pool18 10%, maximal 30€ bis Mitternacht1 Punkt
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Ja schon aber jede x-beliebige PET Flasche aus’m Supermarkt tut es doch auch. Gibt es auch als widemouth (Orangensaft etc.).1 Punkt
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Hallo zusammen. Ich möchte mich jetzt auch mal vorstellen, nachdem ich hier schon einige Wochen lang still mitgelesen habe und auch schon den ein oder anderen Tipp für mich mitnehmen konnte. Ich bin 28 Jahre alt und war schon immer tier-, bewegungs- und naturverliebt. War schon auf der ein oder anderen kürzeren Wandertour, in den letzten Jahren ist es für größere Touren allerdings häufig an der fehlenden Begleitung gescheitert, sodass aus theoretischem Planen erstmal nicht viel mehr wurde. Nach Skandinavien zieht es mich zum Beispiel (wieder) und da gäbe es sicher in Norwegen oder Schweden schöne Routen. Nachdem ich nun allerdings vor einigen Wochen einen Teil des Jakobsweges in Deutschland gelaufen bin und ich trotz dessen, dass ich meinte, mich schon vorher recht intensiv damit befasst zu haben, möglichst überflüssige und schwere Dinge nicht mit einzupacken, feststellen musste, dass dieses Geschleppe des Rucksacks (mit 10,5 kg - aber auch 3 l Wasser geschuldet) in Zukunft so definitiv nicht mehr kann und möchte, habe ich das als Anlass genommen, mich mit dem Thema UL zu beschäftigen. Vorher fand ich es auch schon immer interessant, aber für eine genauere Umsetzung wäre es eh am Budget gescheitert. Bis man erstmal so ausgestattet ist, dass sich am Gewicht merklich was tut, braucht es einige Taler. Was ich inzwischen an Ausrüstung habe: - Rucksack: Hyberg Attila X, allerdings noch nicht wirklich erprobt. Habe das in den kommenden Tagen vor. Für meine 2750 g schwere "Jugendsünde", den Deuter Aircontact 60+10, schäme ich mich mittlerweile sehr - so bequem er in leerer Form Dank der vielen Polster auch sein mag - Zelt: Naturhike Cloud-up 2 20D, auch das ist noch jungfräulich und hat bis auf einmal Probeaufbauen noch nicht in Betrieb gehen dürfen - Isomatte: Thermarest Prolite, die hier auch schon eine ganze Weile ziemlich unbenutzt rumliegt Und sonst gibt es bisher so einigen Kleinkram, den ich teils schon UL-optimiert bzw. ausgetauscht habe. Ihr seht - in der Erprobung besteht noch durchaus Verbesserungsbedarf. Für einen Schlafsack habe ich mich noch nicht entschieden, da bin ich noch hin- und hergerissen, ob es Daune oder Kunstfaser werden soll. Tja, und nun bin ich hier, wissbegierig und voller Tatendrang, noch viel häufiger zu wandern, und lasse mich überraschen, was es hier noch zu lernen gibt. Liebe Grüße1 Punkt
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Nord und West stimmt sogar, wobei ich durch den Burgwald frei Schnauze gelaufen bin, ein tolles Gebiet da überraschend einsam, nach Süden kann man einiges in Richtung Vogelsberg unternehmen, allerdings sind die schönsten Wege, z.B. Vulkansteig erst weiter im Süden. Nach Osten will ich tatsächlich mal grob nach Eisenach latschen.1 Punkt
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Der „Microabenteuer“ Thread
nats reagierte auf Wallfahrer für Thema
Hallo, da gab es auch mal ein Buch. Von einem alten Mann. Abenteuer vor der Haustür. Der alte Mann hieß Rüdiger Nehberg. die Idee ist älter als die Greifensteine.... LG Wallfahrer1 Punkt -
ich schmeiss meine rucksäcke in die waschmaschine wenn nötig.1 Punkt
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Hallo magoon, seit über 8 Jahren fahre ich ein Velotraum mit Rohloff und Stahlrahmen, es wurde genau auf meine Größe von einem Fachmann angepaßt. Es war in der Anschaffung nicht billig, aber ich habe es keinen Tag bereut und kann so eine Anschaffung nur jedem ernsthaften Fahrradfahrer weiterempfehlen. Die Unterhaltskosten/Wartungskosten/Wartungsintervalle sind mit meiner Ausstattung auch gering, was man bei der täglichen Nutzung oder einem Reiserad auch nicht vergessen sollte. Die kleine Manufaktur hat ihren Sitz in Weil der Stadt, also auch in der Nähe Schwarzwald. Viele Grüße Horst1 Punkt
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Trek ist immer gut! Ich habe ein VSF T500 (auch für längere Touren) und kann das auch sehr empfehlen. Sonst gibt es noch Koga (laut meinem Fahrradmechaniker-Mitbewohner: der Porsche unter den Fahrrädern). Preislich dürften diese Modelle alle bei 1200+€ liegen. Generell würde ich einen Stahlrahmen empfehlen. Dann kannst du dir komische Federungen sparen, weil der Stahl schon federt. Wird dann natürlich nicht UL. Aber du sparst dir eine Sollbruchstelle. Und ich kann auch sehr empfehlen nur Hinterradtaschen zu nehmen. Kann beim krassen bergauf fahren bisschen nerven aber sonst fand ich es immer angenehm nur die zwei Taschen zu haben, um die man sich kümmern muss. Generell kann man Fahrräder gut gebraucht kaufen, da der Wertverfall sehr schnell ist. Ist dann natürlich blöd wenn du dann noch dran schrauben musst. Ach und Rahmenhöhe und sowas musst du natürlich schon am Rad testen ob es passt oder nicht.1 Punkt
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Hatten wir glaube ich noch nicht: RMK hiking routes durch Estland, inkl. campsites. Jaja, solche Distanzen lassen sich tatsächlich ohne im Kreis laufen in diesem 'kleinen' Land realisieren! Wer's flach mag... RMK Peraküla-Aegviidu-Ähijärve hiking route, 820km http://loodusegakoos.ee/where-to-go/hiking-route/perakula-aegviidu-ahijarve-hiking-route Oandu-Aegviidu-Ikla hiking route 375 km http://loodusegakoos.ee/where-to-go/hiking-route/oandu-aegviidu-ikla-hiking-route1 Punkt
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Trekkingrad
magoon reagierte auf skullmonkey für Thema
Ich mag mein Trek 920 Disc, das begleitet mit nun seit 18+ Monaten und es macht einfach ne Menge Spaß mit dem Rad zu fahren - im Alltag und auf langen Touren, besonders ein wenig Abseits der Straße. Am Besten Du gehst aber erst Mal in einen Radladen, fährst das eine oder andere Rad zur Probe, und käufst Dir dann eins. Und eine gute Stelle um zu lernen ist Bikepacking.com, und für Radtests schaust Du hier.1 Punkt -
Und schau auch mal hier nach: https://www.mtb-news.de/forum/f/light-bikepacking.266/ Im Bikepackung Modus bist du nicht nur auf Asphalt Straßen angewiesen. Durch den Verzicht auf klassische Fahrradtaschen bist du agiler unterwegs und kannst theoretisch mehr abgelegene Regionen erreichen. Beispiele für für Bikes findest du im obigen Link und hier: http://bikepacker.com/ http://www.bikepacking.com/bikes/bc-epic-1000-rigs-2018/ http://www.bikepacking.com/bikes/tour-divide-rigs-2018/ Ich persönlich fahre ein Salsa Fargo. Mit dem könnte ich mir sehr gut vorstellen 3000km und mehr unterwegs zu sein :-)!1 Punkt
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So, da im Augenblick ja saisonbedingt eh weniger los ist und ich mich im Zug nach Pirna langweile, will ich einfach mal dem gesamten Forum meinen Dank ausdrücken! Wieviel Spass ich am Wandern dazugewonnen hab lässt sich nur schwer in Worte fassen, vor ein paar Jahren erst stiller UH Mitleser hab ich mich zuerst etwas halbgar weiterentwickelt, aber immerhin wurden die Rucksackgewichte einstellig und irgendwie hab ich jetzt noch mehr Freude am Experimentieren entdeckt, jetzt steht für 5 Tage Elbsandsteingebirge ein Nigor Moyo neben mir (5-6 Kilo inkl. 2 Liter Wasser und Verpflegung ). Danke liebe Mit-ULiminaten Jens1 Punkt
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Kurzer Nachtrag: Dass ein kleiner und schlanker Rucksack im Elbsandsteingebirge Gold wert ist war mir ja vorher klar, aber auch in der Bahn ermöglicht er ein wieselgleiches Bewegen zwischen den Mitreisenden und ihren kühlschrankgroßen Rollkoffern .1 Punkt
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Absolute Minimal-Ausrüstung für Alpen
Humboldt reagierte auf fettewalze für Thema
So pessimistisch wie die anderen hier im Fred bin ich nicht, da ich damals nahezu genauso unbedarft in die Alpen gestartet bin. Bei einer Tour unter 4 Tagen kann man sehr gut das Wetter abschätzen und somit die Minimalausrüstung gut anpassen. Beschränkt man sich dann noch auf Wege bis T2 der SAC-Wanderskala (T3 ist evtl. möglich, wenn der Weg gut beschrieben ist und es nur kurzversicherte Stellen gibt), kann man selbst bei einem spontanen Wettereinbruch recht gut den alten Weg zurück- oder bis zum nächsten sicheren Ziel den Weg zu Ende gehen. Vor seinem Vorhaben sollte sich @Jedi_im_Morgenmantel jedoch mit den Grundlagen der Orientierung (Himmel, Karte, Kompass - auch bei Benutzung von GPS sehr wichtig!) und über das Verhalten bei Gewitter, Erste Hilfe und die allgemeinen Notzeichen einlesen! Verhalten auf einer Weide bzw. ggü Kühen kann auch nicht schaden.1 Punkt -
Wechselschuhe für's Lager?
Wander Schaf reagierte auf Martin für Thema
Nachdem ich von 9:00 bis 18:00-20:00 Uhr gelaufen bin, baue ich mein Zelt auf. Ist Mistwetter, setzte ich mich ins Zelt, ziehe Schuhe und Socken aus, ziehe meine Schlafsocken an und koche unterm Vorzelt essen. Den restlichen Abend bleibe ich im Zelt. Muss ich pinkel, dann mache ich das Barfuss und trockne mir die Füße im Zelt wieder ab. Ist gutes Wetter, dann Laufe ich weiter in meinen Trailrunnern rum, bis ich schlafen gehe. Evtl. löse ich die Schnürsenkel weiter. Etwas bequemeres gibt es eh nicht. Ist es warm, dann laufe ich abends barfuss rum. Campschuhe sind totes Gewicht. Man kann sie nicht essen, sie sorgen nicht für meine Sicherheit und isolieren nicht. Bevor ich Campschuhe mitnehme, fallen mir ein duzend anderer Gegenstände ein, die mir wichtiger wären. Beispiele: EBook Reader, eine breitere Schlafmatte, ein weiter geschnittener Schlafsack/Quilt, ein weniger minimales Zelt, Angelzeug, Fotoapperat (statt nur Handy), ein 3. paar Socken, ein 2. T-Shirt, Whisky in einer Faltflasche,....1 Punkt -
Ich war die letzten Tage ein wenig mit dem Rad im Leinetal und Solling unterwegs. Wollte eigentlich eine neue Location für zukünftige Treffen scouten, aber die war belegt und ich konnte nur kurz die Sanitäranlagen knipsen. Man hat ein Waldschwimmbad gleich um die Ecke und der Platz ist richtig geil. Fotos vom Toilettenhäuschen erspare ich euch mal, wobei das schon so groß ist wie so manche Grillhütte. 3 tolle Nächte an verschiedenen Orten. Am krassesten war so eine verlassene Hütte im Wald. Da hab ich meinen Huckepack auf einen Stuhl gestellt und er brach zusammen. Das Holz konnte man mit den Händen einfach zerbröseln. Da muss schon ewig keiner mehr gewesen sein. Eigentlich wollte ich den Tag bzw. die Nacht zur Ducksteinquelle fahren. Dort gibt es seltenen Tuffstein und Moose. Ist ein Naturdenkmal wo ich als Kind schon gebadet habe. Es war schon dunkel, also schaltete ich am Handy das Navi ein. Leider haben mich 2 Navi-Apps an der Nase herumgeführt. Als ich zum 2ten Mal an der alten Hütte vorbeikam hatte ich keinen Bock mehr im dunkeln weiter durch den Wald zu irren. Ich musste das Rad auf dem Weg schon ein paar mal über umgestürzte Bäume wuchten weil das Navi meinte ich solle in so komische schmale Pfade abbiegen. Eine Kette da wo sie nicht hingehört. Gut das sie mir in der Stadt gerissen ist und ich mir schnell ein neues Kettenschloss im Fahrradladen besorgen konnte. Ich hab auch immer ein Glück... Ekelhaft warm war es, doch das sollte bald noch getoppt werden... 1.Schlafplatz in einer Grillhütte im Solling. Nachts wurde es auf einmal laut. Ich tippe auf ein paar Rehe. Neben der Hütte ist gleich ein Kornfeld. Hab ein wenig Lärm gemacht und dann war Ruhe im Karton. Wildschweine schließe ich aus. Die hätte ich gerochen. Ein Freimaurer Grab auf einem alten Friedhof in der Bierstadt Einbeck. In der verlassene Hütte im Wald. Noch ist der grüne Stuhl heile. Resupply bei Kaufland. Erst mal ein wenig im Schatten sitzen. Die Hitze macht mich fertig! Das Pack ist übrigens ein Geschenk von @LAUFBURSCHE Ich hatte ihm ja meinen Huckepack auf dem Treffen am Silbersee zum reparieren mitgegeben. Zurück kamen irgendwie 2. Ich dachte ich bin im falschen Film als ich das Paket geöffnet habe. An dieser Stelle nochmal vielen lieben DANK für das Pack und die anderen Kleinigkeiten! LaBu, du bist der Geilste! Weiter ging es zum See, erstmal abkühlen. Zwischendrin wurde in einer Vogelwarte ein wenig Chemie in Form einer 5 Minuten Terrine gekocht. Nach einem erfrischende Bad gings heim nach Göttingen. Weils am See aber so hammer war sprang ich spontan wieder auf das Höllengerät und bin die 20km für einen weiteren Overnighter wieder zurück gefahren. Der Sonnenuntergang war Bombe, die Mücken allerdings nicht. Ich wollte erst unter einem Kiesbaggerschiff pennen, was aktuell aufgebockt am Ufer steht, aber das stellte sich als ganz dumme Idee heraus. Da lagen Millionen von Muschelschalen drunter. Der Tod für jede Isomatte. Ich penne übrigens gerade nur auf meiner XTherm weil meine X-lite mal wieder in der Rekla ist. Diesmal hat sie nur 3 Monate gehalten. Ich bin einfach zuviel auf Achse. Auf dem Rückweg kam ich an der gleichen Sparkasse vorbei wie ein paar Tage zuvor und ich traute meinen Augen nicht! WTF um 18 Uhr noch so warm? War eine nette kleine Runde. Ich mag ja keinen Sommer, aber zu Hause rumgammeln ist auch keine Option. LG1 Punkt
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sunrise by Udo St., auf Flickr sunset by Udo St., auf Flickr hiking by Udo St., auf Flickr hiking by Udo St., auf Flickr hiking by Udo St., auf Flickr hiking by Udo St., auf Flickr Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr Höllentalklamm by Udo St., auf Flickr sunset by Udo St., auf Flickr hiking by Udo St., auf Flickr Hello? by Udo St., auf Flickr1 Punkt
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Hier habe ich noch 2 Panoramabilder die ich vergessen hatte bei den jeweiligen Tagesbeschreibungen dazuzufügen. Panorama im Majella Nationalpark. Auf dem Tagesausflug von Caramanico Terme. Im Vordergrund eine verfallene Kapelle an einer ehemaligen Einsiedelei Panorama im Majella Nationalpark. Auf dem Tagesausflug von Caramanico Terme, an der Baumgrenze. Und das hier auf dem Rückweg in Rom: Ich hatte ein paar Stunden in Rom zu verplempern und habe die -- wie sonst -- mit Essen verbracht. (Ich habe aber nicht zugenommen... ). Ausserdem war ich noch beim Frisör (sehr witzig) und etwas herumlaufen. Die Gegend um den Busbahnhof Tiburtina ist eine sehr nette Wohngegend. Von dort kann man dann den Zug zum Flughafen nehmen.1 Punkt
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In Torre de'Passeri habe ich übrigens in der einzigen Unterkunft geschlafen die es dort zu geben scheint. Mit 178 m liegt der Ort recht niedrig und die relative Hitze am Nachmittag war deshalb gestern schon fast zu viel für mich. Obwohl Temperaturen um 20 Grad ja eigentlich perfekt sind. Aber in der prallen Sonne auf schattenlosen Wegen zu wandern macht mir mehr Spass bei kühleren Temperaturen. Deshalb stehe ich früh auf um kurz nach Beginn der Morgendämmerung schon unterwegs sein zu können. Ein Frühstück gab es hier nicht, was gut ist, denn sonst wäre ich erst später losgekommen. Wein wächst hier (insbesondere Montepulciano d'Abruzzo) Der kleine Ort Bolognano ist interessant für Kenner der modernen Kunst. Joseph Beuys hat hier viel Zeit verbracht und verschiedene skurrile Kunstgegenstände und Museen im Örtchen erinnern daran. Bolognano Die Wanderung geht weiter durch schönes Kulturland. Man taucht auch öfter mal in den Wald ein und kommt in eine Landschaft wo die kleinen Flüsse Orta und Orfento relative tiefe Canyons gegraben haben. Hier ist es etwas schattiger. Kurz vor dem Tagesziel Caramanico Terme kann man zum Fluss hinabsteigen und dort sehr schön in Canyon wandern. Dort habe ich viel Zeit mit Fotografieren verbracht. Schöner Pfad in der Orfento Schlucht Zu mittag bin ich dann im Ort Caramarico Terme. Es ist eine Art Kurort mit Termalquellen. Im April hat das alles aber noch zu, es ist schön ruhig, sogar am heutigen Sonntag. Ich esse lange und lecker in einem Restaurant zu mittag (fast der einzige Gast) und gehe dann in mein Hotelzimmer. Ich bin der einzige Gast im Hotel. Hier werde ich 2 Nächte schlafen. Im Ort gibt es eine Bar in der sehr gutes Craft Bier ausgeschenkt wird. Da kann man schon ein paar Stunden zubringen Normalerweise ist Bier in Italien entweder eher langweilig oder schlecht. Das hier ist eine grosse Ausnahme. Und sowas hätte ich hier am A#$%h der Welt auch nie erwartet. Hier noch ein bisschen Abendstimmung im Ort: Caramarico Terme Caramarico Terme Statistik: 7 Stunden Gehzeit inklusive Pausen+935m, -479m1 Punkt
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Am nächsten morgen scheint schon wieder die Sonne. Ein weiterer wunderbarer Tag beginnt. Ich habe heute nicht vor weit zu gehen um erst einmal zu sehen was der Fuss so macht. Es geht weiter durch hügelige, sehr schöne Landschaft mit toller Aussicht in alle Richtungen. Nach drei Stunden erreiche ich Pecosanonesco Vecchio (das zweite Bild im ersten Beitrag). Dort nehme ich den Bus nach Torre de'Passeri, weil es erstens am Nachmittag viel zu heiss für mich ist und weil ich dort zweitens die romanische Kirche San Clemente a Casauria besichtigen will, ein weiterer Höhepunkt der Baukunst. Der Busfahrer nimmt mich auch ohne Busticket mit (hätte man am Kiosk kaufen müssen, im Bus gibt es keine), fährt mich bis zur Kirche (die nicht auf der Busroute liegt) und erzählt mir alles über die lokalen Spezialitäten und was ich alles unternehmen könnte. Leider habe ich dann aber Pech und die Besuchszeiten für die Kirche sind nur vormittags ... Da ich heute nicht mehr weitergehen will vertreibe ich mir den Nachmittag in dem Ort (der nicht viel bietet). Viel fotografiert habe ich heute auch nicht. Statistik: 3.5 Stunden Gehzeit inklusive Pausen +99m, -486m1 Punkt
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Routenplanung Für meine Tour habe ich mich von dem Buch Wilde Wege, stille Dörfer von Christoph Henning inspirieren lassen. Der Autor ist - wie ich - ein grosser Freund der italienischen Gastfreundschaft und Küche, und hat eine Tour in 20 Tagesetappen quer durch die Abruzzen zusammengestellt. Die Etappen werden recht detailliert beschrieben (was wichtig sein kann) und führen auf Pfaden, Feld- und Wiesenwegen, kleinen Sträßchen und teilweise auch querfeldein von fester Unterkunft zu fester Unterkunft. GPS Wegpunkte gibt es per Download, was zusammen mit Navigation auf dem iPhone (Gaia GPS) extrem hilfreich war.1 Punkt
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Zunächst ein paar Infos zur Anreise und Logistik. Anreise Die Abruzzen erreicht man recht einfach von Rom aus. Alternativ bekommt man vielleicht einen Flug nach Pescara an der Ostküste, von wo aus es noch näher ist. Von Rom (Busbahnhof Tiburtina) ist man dann mit dem Bus in weniger als 2 Stunden in l'Aquila oder Sulmona, den zwei grösseren Städtchen in den Abruzzen, die sich gut als Ausgangspunkt für eine Abruzzentour eignen. L' Aquila, die Hauptstadt der Region, bietet sich als Ausgangspunkt für den nördlichen Teil der Abruzzen an. Es ist (war) ein sehr schöner Ort, der vielen vielleicht nur durch das Erdbeben in 2009 bekannt ist. Die unzähligen Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum (Kirchen und Fresken aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock, charmante Innenhöfe, Arkaden, Herrenhäuser und anderes) sind teilweise zerstört worden und nach dem Erdbeben noch nicht wieder aufgebaut oder restauriert worden. Die Spuren des Erdbebens sind im Stadtzentrum noch immer überall offensichtlich. Da noch viel hinter Baugerüsten versteckt ist und überall Kräne herumstehen, lohnt sich ein längerer Aufenthalt im Moment wohl nur eingeschränkt. Busverbindungen von Tiburtina gibt es mit TUA oder nach l'Aquila auch mit Flixbus. Versorgung mit Gas In Italien sollte man zur Versorgung mit Gaskartuschen am besten einen Decathlon ansteuern. In l'Aquila gibt es einen, allerdings ausserhalb des Zentrums. Ich war nicht dort, habe ihn nur von der Autobahn aus gesehen. Für mich einfacher war es den Decathlon in Rom Fiumicino in Flughafennähe anzusteuern. Er ist mit Bahn (eine Bahnstation in Richtung Rom) und zu Fuss gut erreichbar (Achtung, die Position auf der Karte ist falsch. Google maps hat es richtig).1 Punkt
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Euroschirm Light Trek ULTRA - wer hat ihn?
DIE_KUH reagierte auf martinfarrent für Thema
Bitte lese dich im Forum etwas ein und versuche, die UL-Mentalität zu verstehen. Man holt sich die Gramm eben, wo sie zu holen sind (möglichst überall - und wenn's dann gleich 120g sind, freut man sich besonders). Aber ich denke, das wirst du beim Einlesen erkennen und dann auch wissen, ob dir dieses Forum zusagt. Auf den sausenden Einstieg als 'myth buster' würde ich an deiner Stelle derweil lieber verzichten. OT: (Nichts für ungut, aber grundsätzlich störend sind meist auch Posts, die ein Thread-Anliegen per se als Unsinn verdammen, um dann irgendeine Alternative vorzuschlagen, die dem ursprünglichen Autor wahrscheinlich längst geläufig ist. Wenn jemand nach einem Schirm fragt, wird er schon seine Gründe haben. Der will deine Goretex-Jacke vielleicht gar nicht und wüsste dies auch zu erläutern. Ich will sie ebenfalls nicht und möchte mich auch nicht alle zehn Minuten in meinem Zelt einwickeln. )1 Punkt -
Euroschirm Light Trek ULTRA - wer hat ihn?
bieber1 reagierte auf martinfarrent für Thema
Ich benutze keine Regenschirme auf Tour - also verneine ich das mal persönlich. Aber wir befinden uns in einem UL-Forum, und da ist eine Gewichtseinsparung von 120g (also rund 40%) ziemlich gewaltig.1 Punkt -
Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...
GirlOnTrail reagierte auf MarcG für Thema
Wenn Du die Hängematte durch "strategeically body piercings" ersetzt und Dir die Daune aufklebst...1 Punkt -
Belive it or not - habe endlich wieder einen brauchbaren Rechner unter den Fingern, jetzt muss ich nur noch meinen Bilderserver wieder in ewegung setzen, aber ab der zweiten Dez. Hälfte kehrt etwas Muße ein, da möchte ich hier noch bis Jahresende die Reste nachliefern.1 Punkt
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Mit diesem, vielleicht etwas ungewöhnlichen, Reisebericht, der eigentlich mehr ein Test/eine Review ist, möchte ich auf den regionalen Wanderweg "Murgleiter" im Nordschwarzwald aufmerksam machen. Keine Bilder hier (ich bin ohne Kamera unterwegs), dafür Infos gerade in bezug auf UL. Ich bin an den vergangenen zwei Wochenenden auf der Murgleiter (und dem Westweg und dem Renchtalsteig) unterwegs gewesen, und kenne auch die Gegend drumherum ganz gut. Murgleiter (Nord-Schwarzwald): optimales Trainingsgelände für "längeres" UL-Wandern? Die Murgleiter ist ein relativ junger "Premium"-Wanderweg, der sich entlang der Murg in offiziell 5 Etappen auf ca. 110km von Gaggenau bis zum Schliffkopf durch den Nordschwarzwald windet. Man lernt dabei sehr viel Natur und Kulturraum des Schwarwalds kennen: die teilweise wilde, teilweise sanfte Murg, Weinberge, Wasserkraftanlagen, wenig Fichtenmonotonie, Karseen, Grinden, viel viel Aussicht ins Murgtal und die ziemlich einmaligen Murgtäler Heuwiesen. Die Murgleiter berührt einige andere Wander- und Themenwege, so dass man auch immer mal wieder eine interessante Schautafel mit Infos zu Gesicht bekommt. Der Weg ist abwechslungsreich und in der Regel gut geführt. Es trailt oft, oder geht auf breiteren, aber trotzdem naturnahen Wegen daher. Warum ist die Murgleiter ein gutes Trainingsgelände für "längeres" UL-Wandern? [*:2xrprvvr]Gute Anbindung, gut für Einsteiger/Experimente: Mit Ausnahme der letzten Etappe ist die S-Bahnlinie zwischen Karlsruhe und Freudenstadt, die mind. stündlich und bis spät Abends verkehrt, stets nur wenige Kilometer (und Höhenmeter;) entfernt. Ein Ausstieg aufgrund von gesundheitlichen Problemen oder Problemen mit der Ausrüstung oder einfach, weil man keine Lust mehr hat, ist damit jederzeit gut möglich. Auch am 5. Tag kommt man mit dem Bus auch noch gut wieder zur S-Bahn. [*:2xrprvvr]Gut zum Trainieren und Ausprobieren: Die Murgleiter ist ein "Spaziergang" nach Becks'scher Definition: die 5 Etappen summieren sich zu ca. 4.000 Höhenmetern Auf-, und fast ebenso viel Abstieg. In ständigem Auf- und Ab, in meist kleineren bis mittleren Portionen (nie mehr als ca. 300Hm am Stück, nach meiner Schätzung). Das Höhenprofil (verlinktes Bild zeigt nur Etappe 2-4) macht Gewicht auf dem Rücken zu einem bedeutsamen Faktor. Man spürt schnell jedes Gramm. [*:2xrprvvr]Gut zum Trainieren 2: Ab Baiersbronn oder ab dem Schliffkopf lässt sich die Murgleiter problemlos über verschiedenste Wanderwege der Region, oder auch den Westweg oder den ebenfalls attraktiven Renchtalsteig praktisch beliebig verlängern! Wenn es also gut läuft, kann man weitere tolle Ecken spontan erlaufen. Meine Empfehlung: in der Fortsetzung über den Renchtalsteig (vom Schliffkopf aus nach Süden, Richtung Alexanderschanze gehen) sind ca. 130-200 Km am Stück möglich (Endpunkt dann Oberkirch). Der Renchtalsteig steht der Murgleiter in Sachen Höhenprofil in nichts nach ... Infrastruktur [*:2xrprvvr]An- und Abfahrtsmöglichkeiten wurden ja schon oben beschrieben. Alle Verbindungen (inkl. Bus) lassen sich über die Website http://efa-bw.de ermitteln. [*:2xrprvvr]Entlang des Weges gibt es trotz der allgemeinen Hanglage immer wieder schöne Biwakplätze. Wer sich lieber auf's Laufen konzentrieren will, oder (noch) nicht so für's autarke Übernachten ausgerüstet ist, findet in jedem offiziellen Start-/Zielort Unterkünfte. [*:2xrprvvr]Einkaufen kann man in Gaggenau, Gernsbach, Forbach, Baiersbronn. Man kommt aber niemals direkt an einem Supermarkt vorbei, nur an Bäckereien. Vorher recherchieren! [*:2xrprvvr]Die Murgleiter ist nicht der Westweg: es gibt viel Infrastruktur, aber man kriegt nicht alles so auf dem Präsentierteller serviert! Das heißt, man wird z.B. nicht unbedingt in jedem Ort direkt an Übernachtungsmöglichkeiten vorbeigeführt, sondern man muss selbst ein wenig recherchieren bzw. suchen. [*:2xrprvvr]Die dritte Etappe bildet so etwas wie einen Tiefpunkt des Weges: man ist praktisch nur auf Wirtschaftswegen unterwegs. Quellen gibt es nach meiner Erinnerung auf den gesamten ca. 16km gar keine, und auch keine Schutzhütten. Kurze Ausflüge abseits der Murgleiter (Ortskenntnis oder gute Karte) helfen, kosten aber zusätzliche Höhenmeter. Man lasse sich bzgl. Quellen und Hütten also nicht von der 2. Etappe fehlleiten - dort kommt nämlich alle 3-4 Km eine Quelle, und etliche Schutzhütten. Kurz vor Forbach gibt es den "Hexenbrunnen". Dort auftanken! In Schönmünzach, am Ende der 3. Etappe, gibt es dann Gaststätten und auch ein öffentliches WC mit Wasserhahn. Tipps [*:2xrprvvr]Die 1. und die 5. Etappe der Murgleiter sind erst seit kurzem dem Weg hinzugefügt worden. Online sind diese neuen Etappen daher an einigen Stellen noch nicht dokumentiert. Vor Ort ist aber alles gut ausgeschildert. [*:2xrprvvr]Die schönsten Etappen sind meiner Ansicht nach die 2. und die 5., gefolgt von der 4. Etappe. (Die 1. Etappe kenne ich noch nicht.) Insgesamt ist der Weg einer der schönsten und abwechslungsreichsten, die ich im Schwarzwald bisher kennengelernt habe. Karten [*:2xrprvvr]Die offizielle Website der Murgleiter erwähnt auch geeignetes Kartenmaterial. [*:2xrprvvr]Die Murgleiteretappen bei OSM: 2 3 4 5 Viel Spaß beim Nachlaufen! Wer noch Fragen kann, kann mir auch gerne eine PN schreiben. Ich werde sicherlich auch noch die ein oder andere Info oder Links nachreichen.1 Punkt
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Wenn Du nach dem Umzug auf dem Meldeamt sitzt und dich ärgerst, dass die Sachbearbeiterin deinen Ausweis mit einem Aufkleber "beschwert" !1 Punkt
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Water and suicide - ignorance is bliss! Der nächste Tag war vor allem von Wasser geprägt - zum Glück nicht von oben. Wie im weiteren Verlauf noch öfter ging es eigentlich ständig neben, oberhalb oder über Bächlein - alles sehr schön anzusehen. Dazwischen eine erste Bärenwarnung, die ich zu ignorieren beschloss Andere bedrohlich aussehende Warnungen, die ich eh nicht lesen konnte Und eine gesperrte Brücke, über die ich mich - mangels alternativen und ordentlich Strömung und Felsen erfolgreich wagte Weiter mit Wasser, Wassre und...Wasser. Ich will gar nicht wissen, wie das zur Regenzeit oder Schneeschmelze aussieht, aber die zahlreichen Wassersperren und -Brecher geben einen Vorgeschmack. Vorbei an Reis, Dörfchen und der berühmten Bittergurke, die das Geheimnis der steinalten Japaner sein soll, schraubte ich mich langsam Höhenmeter hinauf. Ach und natürlich...noch mehr Bächlein Auf dem vor mir liegenden Gipfel war ein größerer Schrein eingezeichnet, sodass ich mir ausreichend Campfläche erhoffte. Warum auch immer, aber murphey's law-artig, hatte ich die fiesesten Anstiege meistens, wenn die Puste schon etwas weg war, gen Abend, kurz vor dem Ziel - so auch heute. Aber oben angekommen entlohnte mich ein imposanter Schrein und kurz danach ein nächtlicher Blick auf ein in der Nähe liegendes Städtchen. Die Nacht war kühl und windig, ich war froh, nicht nur etwas Campfläche, sondern sogar ein komfortabel geschütztes Plätzchen für die Hängematte gefunden zu haben. Der Morgen nach dem verlassen des warmen Nests war umso kühler bis die Sonne endlich auftauchte - Zeit für ein warmes Ramen-Süppchen, wann hat man schon mal so einen majestätischen Tisch zum Frühstück? Dann noch eine kurze Sightseeing-Runde um den Schrein in voller Pracht bei Tageslicht gedreht und ab dafür. Das Glas Sake am frühen Morgen habe ich den Göttern gelassen. Doch halt - was waren das eigentlich für Plakate? Selbst ohne sie lesen zu können sieht das aus wie...Vermisstenanzeigen? WTF? Mir dämmerte es. Ich wusste zwar, dass der berühmt-berüchtigte Suicide Forest da irgendwo in der Nähe des Tokaido lag, aber ich hatte doch glatt allen Ernstes mehr oder minder mittendrin allein gepennt - mal gut, dass ich da nicht noch im Dunkeln über die Schilder gestolpert bin, selbst jetzt schauderte es mich noch gehörig - ignorance is bliss! Also nichts wie die Siebensachen gepackt und ab für ne Mark! Bald offenbarte sich der Blick auf Shizuoka, die Hauptstadt der Präfektur. Von Nahem kein wirklich schöner Anblick, eher ein Industriestädtchen. Aber einen hübschen Park mit einer Art Burganlage gibt es. Ich hatte beschlossen, mir ein Zimmer zu nehmen, um meine Sachen mal ordentlich trocken zu bekommen, durchzuwaschen, mal nicht 7eleven zu essen und mit dem Zug am nächsten Morgen ein Stück weiter zu hüpfen, um noch mal einen anderen Abschnitt des Tokaido zu sehen, die Landschaft ähnelte sich in den letzten Tagen zumeist doch ziemlich. Gesagt, getan: Auf die 'Trockner'-Konstruktion mit Fön bin ich schon etwas stolz... Zimmer bekommt man zentral um und bei 40€ wenn man etwas sucht. Klassische Business-Hotels älteren Standards, aber dabei nicht abgerockt, wie hierzulande in der Preisklasse und Baujahr. Hatte eher was von Zeitreise, in einem wie neu anmutenden späte 80er Jahre Zimmer zu pennen. Dorms sind dagegen eher die Ausnahme in derartigen Städten und Städtchen ohne großartigen Tourismus. Am nächsten morgen ging es ab nach Hamamatsu (eine genauso wenig sehenswerte Industriestadt) und von dort wieder auf den Trail - aber das ist eine andere Geschichte, wie der Märchenonkel so schön sagt1 Punkt
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Tee und Gastfreundschaft Ich hatte bis ins Dunkel Strecke gemacht, da auf meiner Karte ein Shelter verzeichnet war. Die Strecke war eher nichtssagend, auf und nieder durch den matschigen Wald. Irgendwann hatte ich - eher aus Verzweiflung angefangen, meine Schuhe mit Mückenspray einzujauchen. Aber tatsächlich, das mochten die Leeches scheinbar gar nicht. Sie blieben auf der Sohle und machten keine Anstalten mehr, sich weiter nach oben zu tasten - HEUREKA! Beim eingezeichneten Shelter angekommen war es wohl eine Art Jugendherberge oder Ferienheim, aber was auch immer es war, es hatte dicht, und zwar augenscheinlich schon etwas länger. Rings um das Dorf lagen Anstiege, der Boden war aufgeweicht und es war einer der wenigen Momente, in denen die Mücken auch ihren Spaß hatten. Also kurzum unter das Vordach der Unterkunft gelegt und den ganzen nassen kram aufgehangen in der Hoffnung, dass das Zeug trotz Luftfeuchte ein wenig trocknet. Dafür war die Matte, die ich dabei hatte für mich als Seitenschläfer definitiv etwas zu dünn, auch mit Rückenpad unter dem Hüftknochen auf jeden Fall eine Nacht mit viel Drehmoment. An der Trocknungsfront war auch eher nichts passiert, also wieder rein in die nassen, blutroten Socken und die schlammigen Schuhe und weiter ging's. Schon wenige Meter später war ich mit anderem beschäftigt. In der Nacht hatte ich nur wenig von der Umgebung, in der ich da gelandet war mitbekommen, und der Morgen gab einen perfekt nebligen Blick auf Teefelder über Teefelder frei - wahnsinn! Auch die folgenden Dörfchen waren eher von der pittoresken Sorte - wobei das aus westlicher Sicht wahrscheinlich nicht schwer ist - geht einem doch allein schon bei der dort ja völlig normalen Dachform und den Gärtchen schnell überall ein *hach über die Lippen Aber auch dieser in Deutschland zwar omnipräsente, aber eher abstrakte Begriff der alternden Gesellschaft wird einem in Japan schnell greifbar. Verlassene, durchaus noch attraktive Häuser, kaum Leute in den Dörfern sichtbar und wenn, dann gebückt gehende Muttchen, die im Garten herumwuseln - gespenstisch! Aber die, die noch unter uns sind, sind auf jeden Fall noch gut in Schuss. Als es langsam dämmerte, hatte ich ein schönes Plätzchen etwas außerhalb eines Dörfchens entdeckt. Ein stück weiter unten am Dorfrand gab es eine Quelle und Bänke nahe eines Schreins, wo ich mich ausruhte, auf die Dunkelheit wartend, um das Tarp zu stellen. Da sah ich schon von weitem einen älteren Herren heranschlendern - mit deutlicher Schlagseite. Der gute Mann hatte anscheinend ganz ordentlich getankt. Das erklärte wohl auch, weshalb er auf meinen Gruß deutlich zugewandter reagierte als die meisten Japaner, die mit der furchteinflößenden Situation konfrontiert, wohlmöglich kein 100% perfektes Englisch zu sprechen eher wortkarg das Weite suchten. Der alte Herr und ich unterhielten uns ein Weilchen mit Händen, Füßen, Google Translate und Englischbrocken. Wie immer löste mein Wandern auf dem Tokaido ein großes ooooohhhhhaaahhh aus. Der Umstand, dass ich vor hatte, in der Natur zu nächtigen, schien sofortige Hilfsreflexe auszulösen und so wurde ich kurzerhand mit zu ihm beordert, um bei Ihm und seiner Frau zu nächtigen. Es war ein spannender Einblick in die japanische Kultur und lebensweise. Über 70, wohl der Karriere wegen kinderlos geblieben, nach einem Arbeitsleben in Tokyo wieder ins Heimatdorf gezogen - und dort wohl den Alkohol etwas zu sehr schätzen gelernt. Auch ich kam um das ein- oder andere Glas Shōchū aus der 5l Plastikflasche nicht herum. Aber noch fit wie ein Turnschuh und durchaus unterhaltsam, der gute Mann, den Spagat mache ich ihm - über 40 Jahre jünger - jedenfalls nicht nach. Seine Frau hielt sich die Zeit über eher im Hintergrund, erfüllte eher die Rolle einer Haushaltshilfe, die uns mit Abendessen und Tee versorgte, was mir stark unangenehm, aber unumgänglich war. Zu später Stunde kroch ich auf den extra für mich im Gästezimmer angerichteten Futon, morgens gab es Frühstück und japanisches TV (es wird bereits jetzt schon fiebernd über Tokyo 2020 berichtet) und sogar noch einen Proviantbeutel bekam ich aufgedrückt - eine tolle Erfahrung!1 Punkt
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Aller guten Dinge sind...Tag Drei. Nach 1,5 Tagen kam ich gen Abend am Motosu See an. Wirklich schön gelegen, der Japaner frönt (auch hier natürlich absolut vollausgerüstet der Angelleidenschaft) Es zog sich etwas zu und ich hatte schon bei Abreise zum Tokai gesehen, dass sich eine Regenfront um Tag drei ankündigte. In Japan wird das ganze dann mal schnell ein Taifun, zu erkennen an prognostizierten Regenmengen von 45l/qm und mehr. Orgakram am Rande: Wetter in Japan ist stark lokal und ändert sich entsprechend der Insellage sehr schnell. Relativ zuverlässig ist http://www.jma.go.jp/jma/indexe.html vor allem die Warnings nach Präfektur sollte man im Auge haben http://www.jma.go.jp/en/warn/index.html und natürlich die Tsunami, Landslide, Earthquake und Volcano Warnungen - aber sonst... http://www.jma.go.jp/en/tsunami/ http://www.jma.go.jp/en/doshamesh/ http://www.jma.go.jp/en/quake/ http://www.jma.go.jp/en/volcano/ Zurück zur Geschichtenerzählerei. Ich war also in Anbetracht des vermutlich anstehenden kleineren Tsunamis recht froh, als ich einen Birdwatching-Unterstand in absolut luxoriösen Hammock-Maßen entdeckte, zu dem sich nach Einbruch der Dunkelheit sicherlich niemand mehr verirren würde. Wie erwartet begann es dann auch bereits in der Nacht erbarmungslos zu schütten - selten habe ich ein festes Dach derart genossen. Als es hell wurde und ich immer mal beim rumdrehen ein Auge riskierte regnete es nach wie vor wie aus Eimern. Irgendwann konnte ich selbst im ultrabequemen hammock-Nest nicht mehr weiter dösen, aber auch nach ausgedehntem Frühstück, Zusammenpacken und vor sich hin sinnieren war von nachlassendem Regen noch keine Spur. Erst gegen 11 Uhr war deutlich weniger Regen angesagt, sodass ich mich auf durch den völlig durchgeweichten und bei immer noch recht hohen Temperaturen unglaublich diesigen Wald machte. Die Szenerie hatte schon etwas von sagenumwobenden Samurai-Abenteuer, aber die Anstiege wurden bei dem Untergrund nicht leichter - und die Aussicht oben nicht unbedingt entlohnender. Was die Stimmung angeht, bin ich doch ein ziemliches Sonnenkind, bei miesem Wetter hängt selbige bei mir schnell etwas durch, so auch an diesem Tag. Von unten Wasser, von oben Wasser, der recht anständige Wind sorgte immer mal wieder für zusätzliche Wasserladungen von den Bäumen. Dazu fleißig im aufgeweichten Waldboden versinken, ab und an mal wegrutschen und trotzdem schwitzen wie ein Tier auf Grund der Schwüle. Während ich mich also innerlich maulend und quängelnd die Anstiege hochschob und darüber sinnierte, weshalb ich nicht einfach in meinem Schönen Unterstand geblieben wäre (ein völlig sinnloses Gedankenspiel, der Boden wäre noch nächste Woche nicht ansatzweise angetrocknet gewesen) bemerkte ich irgendwann, dass da irgendwas an meinen Fesseln klebte. "Ah, eine kleine Naktschnecke, na sowas - schwupps, hinfort mit dir." "Nanu, Du sitzt aber fest. So, jetzt aber - und weiter geht's." Ein paar schritte später beim zufälligen Blick nach unten jedoch schon wieder irgendwas an der anderen Fessel - und Moment mal - die andere Seite blutet - und zwar nicht nur ein bisschen, sondern ganz amtlich - WTF? Späteres Bild Tja, Blutegel kannte ich bis dato nur als Wassertiere, nicht als Landbewohner. Die kleinen Biester saugen sich, sobald man drauf tritt von unten an die Schuhsohle und arbeiten sich dann munter hinauf und ab geht die Post. Späteres Bild Und der Wald war wirklich voll davon. alle paar Schritte fing ich an, irgendwas von meinen Schuhen zu schubsen, oder aus den Schuhen zu sammeln oder vom Bein zu pflücken. Der Laufrhythmus war eher ein 1-2-check-1-2-check, es war zu verrückt werden. Ich sollte noch Tage später beim Socken auswaschen ein paar winzige Gestalten aus dem Sockengewebe spülen, die sich selbst durch die Socken durchgearbeitet hatten. How much worse can it get? Ich war gerade dabei, per GPS Track zu checken, ob ich den richtigen Abzweig genommen hatte, als sich zwei besonders flinke Gesellen schon an meinem Socken hoch arbeiteten. Das Telefon schnell in die Hüftflossentasche geschoben, vorgebeugt, abgesammelt und - klatsch - Mein Telefon landete zielsicher und Murphey's Law konform mit dem Bildschirm zuerst auf dem einzigen Stein weit und breit. Aufgehoben, Screen nicht nur etwas, sondern mal so richtig amtlich gesplittert. In sekundenbruchteilen schossen mir Gedanken durch den Kopf: Du stehst mit Blut die Knöchel herunterlaufenden Beinen und langsam rötlichen Socken im mit Blutegeln verseuchten Schlick irgendwo im Japanischen Wald. Du bist völlig durchnässt, Du kannst kein einziges Schild lesen, es ist Tag drei von drei Wochen und jetzt hast Du es auch noch geschafft, Dein Smartphone und GPS zu schrotten? Na gratuliere! Als ich dann auf den on-knopf drückte, und nach einem winzigen Moment der Verzögerung das zersplitterte Display aufleuchtete und der GPS-Track noch immer halbwegs erkennbar war, zumindest im oberen, linken Drittel, war das Aufatmen dementsprechend groß.1 Punkt
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Präfektur Yamanashi & Shizuoka: Der Tokaido führt zunächst am Fuji entlang, sodass man immer noch mal einen hübschen Blick erhaschen kann. Ich muss wohl Glück gehabt haben, angeblich versteckt er sich ja fast immer etwas schüchtern hinter Wolken, aber ich hatte doch immer wieder, wenn er irgendwo um die Ecke kam einen schönen, unverhangenen Blick. Ob aus dem Wald heraus vor Kohl- oder Reisfeldern, mit seiner ästhetischen Symmetrie, die die Japaner bei jeder Gelegenheit abfeiern ist er schon wirklich ein dankbares Fotomodel. Weg und Steigung So zog es sich also, wie eigentlich überall entlang der Strecke hauptsächlich durch Wald, über mäßige Berge (über 12-1400m liegt man eigentlich nie) die Grate entlang, wenn man sich denn hochgeschuftet hat (die Anstiege sind trotz der mäßigen Maximalhöhen nicht ohne) und spätestens alle zwei bis drei Tage durch ein Dörfchen oder Städtchen, meist auch mit Resupply. Gerade der erste Teil ab Tokyo, Yamamatsu und der Anfang Shizuokas sind relativ steil, man macht ganz gerne mal 1000 Höhenmeter am Tag. Kombiniert mit recht schwülwarmer Luft habe ich diese Anstiege ganz gut verteufelt Der Japaner baut dann auch ganz gerne noch Stufen oder gar Treppen ein, die es nicht unbedingt angenehmer machen, die Höhenmeter abzuspulen... Wenn man dann oben zumindest mit Sicht belohnt wird, macht das vieles schon wieder wett. Die ersten zwei Tage hatte ich in der Tat wettermäßig Glück. Viel Herbstfärbung gab es im Oktober allerdings noch nicht, Japan ist da etwas später dran, erst gen Ende Oktober zeigten sich langsam die Anfänge. Schade, aber dafür war ich on Trail eigentlich durchgehend mit T-Shirt und kurzer Hose (und ggf. Arm- und Beinlingen) unterwegs.1 Punkt
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Trekking in Japan - Tokai Shizen Hodo
waldradler reagierte auf questor für Thema
Einstieg Der Einstieg war leicht zu finden per GPS - und die Beschilderung sollte auch in der Folge bis auf wenige Ausnahmen auch eher over the top sein. Man stelle sich einen schmalen Pfad quer zum Hang vor, bei dem in regelmäßigen Abständen ein Schild mit Pfeilen in- und gegen Laufrichtung den Tokaido ausschildern. Ja was denn sonst? Aber gut. Sollte unerwartet doch jemand vom Himmel auf diesen Pfad fallen, so wüsste er zumindest, dass es sich in beide Richtungen um den Tokaido handelt - 'you never know' und 'better be safe' hat der Japaner definitiv verinnerlicht, besser is! Umso ärgerlicher, wenn dann dort, wo es nötig gewesen wäre, wie an Abzweigungen, schon auch mal ein Schild fehlt. Aber das ist jammern auf absolut hohem Niveau, hat man noch den GPS Track auf dem Telefon, den man auch nur dann und wann braucht, ist man auf der absolut sicheren Seite, was die Wegführung angeht. Lesbar auf englsich sind die Schilder allerdings nur selten, zumeist beschränkt es sich auf die Kanji-Zeichen und oder das Trail Logo - beides hat man aber schnell verinnerlicht, sodass die Sprachbarriere für die Wegführung eigentlich keine Rolle spielt. Wegzustand Yamamatsu uns Shizuoka sind wohl, wie ich irgendwann erfahren habe, der älteste Teil des Tokaido - und wohl auch im schlechtesten Zustand. Alles noch mehr oder minder begehbar, keine Sorge, aber dann und wann schon etwas zweifelhaft. Die Elemente in Japan sind doch etwas unbarmherziger als anderswo. - Feuchtigkeit setzt jeglicher hölzernen Infrastruktur übel zu. Während das bei den zahlreichen Bänken und Tischen (teilweise alle paar hundert Meter - absurd, wenn das die einzige Infrasruktur ist) weniger relevant ist, wird es bei Brücken und Hangabstützungen schon spannender. Mangels alternativen bleibt einem allerdings oft nur die Hoffnung auf Wahrscheinlichkeiten 'ach die wird doch nicht gerade jetzt bei mir nachgeben' Auch Erdrutsche, wahrscheinlich ebenso durch Feuchtigkeit und auch das ein- oder andere Erdbeben begünstigt (auch ich bin ein mal etwas geschaukelt, der Japaner ist dran gewöhnt) hat man vor allem in diesem Teil des Trails recht viel. Beim ein- oder anderen frischen Geröllfeld bin ich im Nachhinein schon froh, dass nichts groß passiert ist. Während es meist nur endlos mühsam ist, sich über die Erd- und Gesteinsrutsche zu arbeiten bin ich ein mal tatsächlich ganz gut samt Geröllfeld gen Abhang gerutscht, konnte mich mit Füßen an Bäumen verkeilen und mir rollte dann noch ein recht großer Findling von weiter oben zum Glück nur gegen den Rucksack, der bäuchlings auf Kopfhöhe gerutscht war gegen selbigen und nicht die Birne. Hat immerhin ein paar Löchlein ins Außennetz 'gerammt' - besser als in die Schädeldecke... Auch für 'Sicherungsseilen' braucht man schon ein gehöriges Maß an Gottvertrauen... Aber wenn man bedenkt, wie menschenleer der Trail ist, ist es vielmehr erstaunlich, dass er so gut markiert und ausgebaut ist und nicht längst sich selbst überlassen wurde. Es scheint auch eine ganze Menge privatinitiative zu geben, diesen Weg zu erhalten, den zumindest vom Namen her scheinbar wirklich jeder kennt und ein ehrfürchtiges 'aahhhh Tokaido!' ausstößt, wenn man berichtet, wo man gerade herkommt. Im späteren Verlauf bin ich sogar an handgemalten und -getöpferten Schildern vorbeigekommen Der Trail ist wortwörtlich menschenleer - ich habe bis auf eine Bergkuppe mit Tagesausflüglern in Vollmontur (Der Japaner tut nichts ohne Proequipment, keinen Tageswanderausflug, da ist alles abgestimmt, vom Socken bis zum Handschuh) in all der zeit zwei! Leute getroffen (ein deutsches Paar mit den üblichen großen Deuter-Rucksäcken und eine zierliche Amerikanerin mit gigantomanem Osprey Taschenrucksack), die den Trail gegangen sind!1 Punkt -
Anreise: Flug: Alles recht schmerzlos - Flüge sind selbst derart kurzfristig und mit vernünftigen Airlines bezahlbar, wer früher plant oder was Umsteigezeiten oder Abflughäfen angeht leidensfähiger ist, kommt schon um 400€ mal eben nach Japan. Aus der Luft bekommt man gleich einen ganz guten Vorgeschmack, was einen erwarten würde - ziemlich dünn besiedelt, zerklüftet und eher zivilisationsunfreundlich - super! Shuttle: Es gibt mehrere Flughäfen, ich bin in Narita gelandet, ~ 80km und 1-2,5h bis Shinjuku Station im Zentrum. Round Trip mit dem Airport Limousine Bus waren wenn ich nicht irre ~40€, was einem direkt wieder in's Gedächtnis ruft, dass Japan bis auf bezahlbare Flüge keine Billigdestination ist. Und auch die die Zeitangabe deutet auf das nächste - wenig überraschende watchout für Tokyo hin - Verkehr! Oberirdisch per Bus und PKW immer etwas unberechenbar. Ich hatte keinen konkreten Plan, wann ich los auf den Tokaido wollte, aber nach nur wenigen Tagen Tokyo wurde das Bedürfnis nach Abgeschiedenheit doch relativ groß (wobei ich sagen muss, dass Tokyo für eine Megacity erstaunlich ruhig ist - dem japanischen Wesen sei Dank). Vorab hatte ich mir noch eine prepaid-SIM mit Datenvolumen besorgt. So ganz geheuer war es mir immer noch nicht, mich nicht wirklich verständigen zu können und auch keine Schilder entziffern zu können - das kleine Stück Plastik gab da doch enorme Sicherheit. Strecke zum Trail: Da ich zum Wochenende hin gestartet bin, beschloss ich, nicht direkt am Mount Tokao, dem Hausberg Tokyos zu starten, um den Wochenendwanderern, die den Berg vom Hörensagen in Scharen stürmen, zu entgehen und etwas weiter östlich in Fujikawaguchiko zu starten, als Punkt, den man mit ÖPNV gerade noch so erreichen konnte. Unterwegs direkt ein paar schöne Blicke auf den Mt.Fuji (von dessen 'Besteigung' mir im Vorfeld eher abgeraten wurde, schlangestehen und -gehen träfe es wohl eher) und die ersten Reiselfelder - zwei Haken auf der Klischeeliste gesetzt! Japaner sind übrigens hoffnungslose Railway-geeks. Die 25-jährige Partnerschaft mit den ebenso Traingeekigen Schweizern war nur schwer zu ignorieren Angekommen in Fujikawaguchiko noch ein letzter Blick auf den Fuji, und auf die Fuji-Q Highlands - einen Vergnügungspark, der wiederum bei den rollercoaster-geeks höchstes Ansehen genießt - mit der steilsten und zwei ehemals höchsten und schnellsten coastern. Dann noch ein letztes Mal wie ich dachte im Bahnhof Gewichtserleichterung betrieben und den beheizten Toilettensitz und den wohltemperierten, variablen Reinigungsstrahl in diversen Modi genossen und los gehts! Spoiler alert und Lektion eins: Beheizte, saubere und vollausgestattete Toiletten mit warmem Bidetmodus, auch Washlets gennant, gibt es in Japan wirklich in den entlegendsten Winkeln. Der Azzblaster ist überraschenderweise das erste Teil, dass ich für Japan getrost hätte zu Hause lassen können.1 Punkt
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Mein erstes Mal - ultralight
Kay reagierte auf der_ploepp für Thema
So, nun folgend endlich die Bilder, habe die Qualität etwas heruntergesetzt um die Dateigrösse zu verringern. Ich habe nur mit dem iPhone fotografiert und bin nun am überlegen ob für längere Touren doch die Systemkamera mit muss... Hier sieht die Umgebung noch sehr lieblich aus. Der kurze Abstecher zun Arvenseeli hat sich gelohnt. Der Daubensee mit Blick zum Gemmipass. Heute werde ich ihn auf dem breiten Weg links umwandern, morgen dann auf der rechten Seite. Nach dem Gemmipass das "Tor" zum Lämmerenboden. Da ich noch viel Zeit habe bis zur Dämmerung, mache ich noch eine kurze Rundtour dorthin. Danach suchte ich einen einigermassen windgeschützten Platz um mein Tarp aufzubauen und den Kocher anzufeuern. Da der Wind etwas drehte und dann direkt unters Tarp wehte, spannte ich dieses später noch bis zum Boden ab. Auf dem folgenden Bild sieht man auch gleich noch einiges an Einsparungspotential was das Gewicht angeht... Aufgrund der Temperaturen und der kurzen Tour war ich jedoch froh um den Luxus (grosses Tarp, Matte, Kissen). Morgenstund hat Gold (oder Porridge) im Mund... Endlich wieder aufgewärmt giengs nun weiter, hier die "Rote Chumme" im Blick Das Paar, welches im Bild zu sehen ist, hat wohl die Steilheit der Tour unterschätzt und kam teilweise an ihre Grenzen. Insbesondere da sie ihren Yorkshire-Terrier dabei hatten und grösstenteils auf dem Arm hatten. Vermutlich aus Angst, er könnte sich verletzen. Unten der Tällisee, im Sattel in der Bildmitte der Chindbettipass, mein nächstes Ziel. Dafür mussten einige der Alschneefelder überquert werden. Ging trotz Trailrunnern erstaunlich gut Kurz vor dem Pass kämpft eine erstaunlich hohe Schneewächte gegen die sommerlichen Temperaturen. Ein Farbklecks auf dem sonst eher kargen Pass. Das Tagesziel - die Engstligenalp - in Sichtweite. Ich wähle den etwas längeren Weg entlang des Grats rechts. Das markante Tschingellochtighore wird umgangen Und nach dem für meine Knie recht langen Abstieg die verdiente Erfrischung1 Punkt -
Mein erstes Mal - ultralight
sja reagierte auf der_ploepp für Thema
Besten Dank für die motivierenden Worte. Ich bin heute wieder gut nach Hause gekommen und es war ein toller Trip. Einzig meine linke Hüfte schmerzte unterwegs ein wenig - dies wäre aber mit mehr Gepäck wohl nicht besser gewesen Insgesamt ist meine Packliste sehr gut aufgegangen - ich habe nichts unbenutzt gelassen und trotzdem fehlte mir im Prinzip nichts. Hier noch ein paar Überlegungen / Eindrücke von der Tour. Zur Route: AmSonntag hatte es sehr viele Wanderer unterwegs, was aber zu erwarten war. Da es auf der Gemmi mehrere Hütten / Hotels hat, konnte ich deren Vorzüge ein wenig geniessen. So musste ich weniger Esswaren mitschleppen (Mittagessen im Hotel Schwarenbach) und sparte mir das buddeln von Löcher aufgrund der Toiletten unterwegs Die Schuhe: Ich war zum ersten Mal auf einer so langen Strecke in alpinem Gelände mit Trailrunnern unterwegs. Die LaSportiva Helios erschienen mir zuvor sehr weich und leicht, dennoch schlugen sie sich im doch recht rauen Gelände (Schotter, grobes Geröll, Schutthänge, Schneefelder, kurze Felspassagen) sehr gut. Für eine längere Tour würde ich ein nächstes Mal trotzdem überlegen, ein Schuh mit einer etwas steiferen Sohle zu tragen. Die Stöcke: Leider sind meine bestellten Carbon-Stöcke vor der Abreise noch nicht angekommen, deshalb nahm ich meine bisherigen Komperdell Stöcke mich. Um diese war ich auch sehr froh, nicht nur um das Tarp aufzustellen. Kochen: Ich habe schon öfters mit Spiritus gekocht, habe aber nun zum ersten Mal einen Dosenkocher mit auf Tour. Es ist vom Prinzip her ein Cat-Can-Stove aus einer Deodose wegen dem kleineren Durchmesser. Die Vorheizzeit war leider relativ lange, insbesondere am Morgen. Da besteht noch Verbesserungspotential. Der Aluwindschutz hat recht gut funktioniert und kann im 650ml Toaks Ti-Topf verstaut werden. Letzterer hat für mich eine gute Grösse, das Abendessen ist jedoch ein wenig angebrannt... Schlafen: Das 3x3 Tarp war für mich mehr als nur ausreichend gross. Ich stellte es zunächst als A-Frame auf, da der Wind aber drehte und auffrischte, habe ich die Luv-Seite ganz runtergespannt. Natürlich gab es dadurch Kondens, von einem Sprühregen blieb ich aber verschont. Am Morgen trocknete alles relativ schnell. Ein Innenzelt/Moskitonetz war aufgrund der Höhe von etwa 2200müM nicht nötig. Ich hatt meine komfortabel TAR Neoair Trekker dabei, die war nicht nur bequem, sondern auch sehr warm. In der Nacht war es laut meiner Suunto 5° unter dem Tarp. Mein Quilt ist für Temperaturen unter 8° jedoch etwas schwach, ich musste alle Kleider anziehen und erwachte dennoch ab und zu weil ich fror. Insgesamt habe ich aber doch einige Stunden schlafen können. Die Matte wird wohl noch durch eine Xlite ersetzt, eventuell in Small in kombination mit einer 3mm EVA. Beim Quilt bin ich noch unsicher. Die IKEA-Bodenplane könnte ich noch durch eine halb so schwere Polycryo ersetzen. Rucksack: Am positivsten angetan war ich vom IKEA Hackpack! Von der Grösse her passt er sehr gut, ist auch bei 7-8kg sehr angenehm zu tragen und ich wüsste nicht, was ich an dem Ding ändern sollte. Natürlich schwitzte ich am Rücken etwas stärker als bei einem Rücksack mit Netz oder Gestell, aber das war auszuhalten. Nebenbei sorgte das Ding immer wieder für Erstaunen ("der Typ muss ja ein riesen IKEA-Fan sein" etc.). Fotos folgen bei Gelegenheit...1 Punkt -
Sammlung: Weitwanderwege in EU
Mountaineer reagierte auf Thea für Thema
Auf dem Höhenweg von Zürich zum Gotthard, in 16 Wanderetappen. Man kann dann noch weiter bis ins Tessin oder noch weiter... Es gibt ein Buch mit der Beschreibung und Uebernachtungsmöglichkeiten von Reto Friedman, WerdVerlag. http://transcaucasiantrail.org/en/ Ich war letztes Jahr im Swanetien-Teil und kann diese Wanderungen sehr empfehlen. Die Wege wären eigentlich markiert, aber durch die Abnutzung von Wettereinflüssen oft schwer zu finden. Meiner Meinung nach braucht es einen Führer/in, weil es sehr viele Kreuzungen gibt und auch um die Uebernachtungen zu organisieren. Die Leute sind unheimlich gastfreundlich.1 Punkt