Meine Versuche über dem Lagerfeuer mein Essen zuzubereiten scheiterten kläglich. Deshalb gab es kalten Kartoffelbrei mit Tunfisch, war eher mäßig lecker...
Am nächsten Morgen war ich um vier wach – Jedlag, Ich packte meine Sachen zusammen, zum Früchstück gab es kalt angerührtes Porridge, das ging einigermaßen. Es war noch stockdunkel als ich los fuhr. Die Piste wurde immer schlechter, immer wieder mußte ich Bachläufe mit Schwemmsand überqueren.
Als es dann ins ins Inland ging wurde es richtig anstrengend, teilweise ging es nur noch schiebend vorran, so steil sind die Berge. Meine Wasservorräte gingen langsam wieder zu Ende. Zum Glück konnte ich bei einem Amerikaner im Campingmobil Wasser nachtanken, das war super nett. Es ging weiter durch tolle Berglandschaften, ab und an tauchten Oasen auf, die an den Palmen zu erkennen sind. Es blieb weiter anstrengend, so dass ich am Abend , trotz der langen Fahrzeit nicht ein mal 100 km auf dem Tacho stehen hatte.
Nach der Klettertour vom Vortag ging es am nächsten Tag erst einmal tendentiell bergab. Immer wieder kreuzten freilaufende Rinder meinen Weg.
Beim Anblick der Missionskirche San Luis (achzehntes Jahrhundert) musste ich mich fragen, was um alles in der Welt den Prister wohl dazu veranlasst haben könnte grade hier an diesem abgelegenen Ort eine Kirche zu bauen.
Später wurde das Fahren zunemend meditativer...
Kurz vor Ciudad Constitucion geht es kilometerweit durch eine Müllkippe, der Müll wird hier einfach in die Landschaft gekippt, es stinkt, wilde Hunde laufen rum und bellen einen an, Menschen mit dreckigen Klarmotten laufen über die Müllberge und suchen nach etwas verwertbarem, ich hatte ein richtig mulmiges Gefühl und habe mich beeilt durch zu kommen.
Noch beeinflusst von den Eindrücken auf der Müllkippe fuhr ich in die Stadt. Ich war erstaunt, hier war jeder dritte Wagen ein neuer Hummer oder sonst eine teure Karre, nur ab und an fuhr mal ein rostiger, verbeuelter Pickup herum, so wie ich es die letzten Tage nur gesehen hatte. Aus jedem Auto drönt laute Musik und vor jedem noch so kleinem Laden steht ein großer Lautsprecher. Einfach irre.
Ich habe mich in einem kleinen Hotel für die Nacht eingemietet und mich dann um das Auffüllen meiner Vorräte gekümmert. Zum Abendbrot gab es dann natürlich Taccos vom Straßenimbiss.