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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 20.09.2020 in allen Bereichen

  1. neub

    Impressionen von Touren

    Die letzten Tage war ich am österreichischen Zentralalpenweg (02) unterwegs. Startpunkt dafür ist Hainburg an der Donau und letzte öst. Stadt vor der Grenz zur Slowakei. Also sind die ersten paar Tage noch ziemlich wenig alpin geprägt ... Ber der Überschreitung des ebenfalls noch nicht alpin anmutenden "Leithagebirges" konnte ich zumindest ein paar erste Blicke auf die immer noch fernen Alpen erheischen ... Tatsächlich tauchten dann am nächsten Tag die Konturen des Schneebergs (höchster Berg Niederösterreichs mit 2076m) auf. Der ist zwar in den nördlichen Kalkalpen und nicht in den Zentralalpen dafür aber immerhin gleichzeitig der östlichste und auch der nörrdlichste Zweitausender der Alpen. Dabei befand ich mich immer noch im östlichsten Bundesland Österreichs, dem Burgenland, das mit der mächtigen Burg Forchtenstein seinen Namen alle Ehre machte ... Wenig später auf dem Kamm des Rosaliagebirges (748m) konnte ich auf Teile der bislang zurückgelegten Stelle blicken und die mächtige Burg Forchtenstein wirkte bereits wieder wie aus dem Modellbaukasten ... Ein ziemlich tagesfüllender Marsch brachte mich dann in die Bucklige Welt, welches man bereits mit Fug und Recht zu den Zentralalpen zählen könnte, auch wenn es eher noch den Charakter eines Hügellandes aufweist. Nächsten morgen begann meine Etappe schon sehr früh, so dass ich bereits in der Morgendämmerung meinen Biwakplatz zusammenräumte (die Nacht war warm und ich habe zugunsten des freien Blicks in den Sternenhimmer auf das Überzelt verzichtet ...) An diesem Tag erreichte ich mit dem Hochwechsel (1743m) das erste Mal einen "echten" Gipfel, deutlich über der Baumgrenze. Fotos gibt es mangels Akku davon aber nicht mehr. Genausowenig wie von dem eindrücklichen Gewittervormittag, der mich bei Blitz und Donner vollkommen durchnässt und ausgekühlt zum Stuhleck (1782m) brachte. Ein versöhnlicher Nachmittg mit wieder warmen Sonnenstunden begleitete mich dann hinunter nach Mürzzuschlag, einer kleinen Industriestadt in der Steiermark.
    5 Punkte
  2. 1. Tag - 11.8.2020 oder Wandern auf altbekannten Pfaden. Alpe Nefelgiù bis Alpe Devero mit vielen schönen Fotos Und wie sich die gelohnt haben. Ich habe noch dran rumstudiert nur mit dem Handy loszuziehen und ich bin echt froh hatte ich die RX100 dabei. Die Bilder sind einfach besser, vorallem wenn die Lichtverhältnisse etwas schlechter werden. Die zweite Speicherkarte hat sich übrigens auch gelohnt. Nach 700 Fotos war nämlich Schluss auf der ersten und am Schluss bin ich mit 1300 Bildern nach Hause gekommen. Ich hab jedoch noch nicht wahnsinnig viel aussortiert. Das hatten wir doch schon sja. Von Pazzo was abgucken. Willst du dich umbringen? Durch das erste Tageslicht geweckt erwachte ich zeitig. Da ich noch keinen Hunger verspürte, machte ich mich auf den Weg. Überhaupt habe ich die ersten Tage recht wenig gegessen was mir anfänglich doch ein klein wenig Sorgen bereitete. Aber der Hunger sollte schon noch kommen Wie im Rother beschrieben folgte ich nicht dem ausgeprägten, markieren Pfad über den Bach und linksseitig bergwärts, sondern wie mir geheissen am rechten Bachufer was sich wie bereits erwähnt als ungünstig herausstellte. Glücklicherweise führte der Bach wenig Wasser und die spätere Querung war somit absolut kein Problem. Ich empfehle gleich nach der Hütte den Bach über die kleine Holzbrücke zu queren und dem Pfad zu folgen. Beide Varianten führen aber im oberen Bereich zusammen, wobei nur die Variante über die Holzbrücke markiert ist. Der Passo di Nefelgiù soll angeblich dafür bekannt sein, dass der Schnee lange liegen bleibt. Bei meiner Begehung lagen aber keinen nennenswerten Schneereste, sodass die Passüberquerung absolut problemlos war. Das Rif. Margaroli liess ich links liegen und machte erst später beim Biv. Ettore Conti Pause. Dabei stiessen noch zwei Zweiergruppen dazu, welche die GTA bereits beendet haben und nun einige Highlights daraus nochmals begehen wollten. Die Gelegenheit für mich einige Frage zu stellen und Infos zu bekommen. Dabei übergab mir der eine einen Fahrplanausdruck und schlug mir Ghigo di Prali als möglichen Endpunkt vor. Klingt soweit ganz realistisch, aber der Plan für die letzte Etappe wurde in den folgenden Wochen noch einige Male umgestellt Nachdem ich wieder alleine war, wars Zeit für ein spätes, aber nicht minder ausgiebiges Frühstück. Der Abstieg führte mich dann an einem wunderschönen, aber wohl namenlosen See mit enorm viel Wollgras vorbei. Was für eine schöne Pflanze und so konnte ich natürlich nicht ohne das eine oder andere Foto weitergehen. Zur Alpe Forno inferiore wars dann nicht mehr weit und die steile Alpstrasse führte mich dann immer näher an mir wieder bekanntes Gebiet. Die Wanderung vom Binntal (Wallis/ CH) über den Geisspfadpass nach Crampiolo, zum Lago Devero und über den Albrunpass zurück ins Binntal habe ich nämlich vor vielen Jahren schon zwei Mal gemacht. Einmal mit Zelt als gemütliche Zweitagestour und einmal etwas sportlicher. Eine empfehlenswerte Tour. Es sollte aber noch eine Weile dauern bis ich den See wieder erblickte. Aber auch wenn ich diesen bereits kannte, liess ich es mir nicht nehmen die eine oder andere Pause zum bestaunen des schönen Gewässers einzulegen. Gerne hätte ich gleich am See übernachtet was aber (leider) nicht erlaubt ist. So blieb es bei einigen gemütlichen Pausen. In Crampiolo war dann deutlich mehr Betrieb und insbesondere die kleine Molkerei schien den Umsatz schlechthin zu machen. Mir war hier jedoch etwas zu viel Trubel und so zog ich ohne Gelati weiter zur Alpe Devero, welche ich bisher noch nie besucht (und meiner Meinung nach auch nicht viel verpasst habe). Da Naturschutzgebiet blieb mir und meinem Tarp leider nichts anderes übrig als der Campingplatz. Nach meiner kritischen Meinung ist der aber mit 20 Euro für die gebotene Leistung doch etwas zu teuer. Da es im unteren Bereich recht laut war, verzog ich mich in die minimal ruhigere, obere Ecke. Naja halt ein typischer Campingplatz in einem Naturschutzgebiet. Da die Leute ohnehin kommen muss man sich nicht allzu sehr ins Zeug legen. Sanitäranlagen waren aber ganz ok, Dusche kostet extra (1 Euro). Nach dem Abendessen tigerte ich noch etwas barfuss durch die Alpe Devero und bestaunte die grosse Hotelruine am Ortsrand. Mehr aus Neugier suchte ich das im Rother bezeichnete Alimentari. Campingplatz, Fehlanzeige. Im Ort steht ein entsprechendes Hinweisschild, welches mich aber ins nirgendwo führte. Da ich nicht wirklich etwas brauchte, habe ich meine Suche dann eingestellt und mich in meine komfortable Unterkunft zurückgezogen Ohne die zahlreichen einheimischen Camper wäre der Platz wohl praktisch leer gewesen. Die heutige, gemütliche Tagesleistung: 21.1 Kilometer, 1068 Höhenmeter rauf und einige runter, 8 Stunden 15 Minuten Wanderzeit.
    4 Punkte
  3. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Waschtag: Burgk... Näher an der Burgk Schinderrei bis man oben is... Nachdenklich... Warum tu ich mir das an?
    4 Punkte
  4. Liebes Forum Ich hoffe das neben dem sehr schön und kurzweilig geschriebenen Reisebericht von @sja zur GTA noch ein weiterer Bericht darüber hier Platz hat. Ich war zwischen dem 10. August und dem 16. September vom Passo della Novena bis Sambuco auf der GTA unterwegs. In der Route habe ich mich grösstenteils an den Rother gehalten, wobei ich aber insbesondere ab dem Passo della Preja bis Alagna, Piamprato bis Ronco und zwischen Susa und Saltertrand davon abgewichen bin. Vielleicht einführend eine kurze Erklärung zum Titel. - Pazzo ist der Trailname, welchen mir @sja schon vor der Reise verpasst hat. Die Bedeutung dieses italienischen Wortes darf bitte jeder selber nachschlagen. Ich bin aber überzeugt (oder hoffe es zumindest) das sie dies im positiven Sinne meint. - beinahe UL, da ich mit meinem Basisgewicht von 5033 Gramm die 5 kg Marke minimal verpasst habe Unterwegs sind mir aber einige Dinge aufgefallen/ klar geworden, sodass ich nun durch weglassen von einigen Dingen auf ein Basisgewicht von unter 5 kg kommen würde. Jaja, würde, könnte, hätte. Übrigens: Aus Neugier habe ich nach der Wanderung einige Gegenstände erneut gewogen und insbesondere bei den Kleidern oder Dingen die regelmässig am Körper waren fiel mir auf, dass sie einiges schwerer geworden sind (Fleecepuli = + 10 Gramm). Natürlich gäbe es gerade bei der Elektronik noch viel Einsparpotential aber für diese Gegenstände habe ich meine Gründe (Hobbys). Bei Interesse kann ich am Schluss gerne was zu meiner Packliste und den einzelnen Gegenstände und meine Erfahrungen damit schreiben. Falls gewünscht auch zum InReach welches ich dabeihatte/ mitnehmen ‚musste‘ - Genusswanderung ist eigentlich selbsterklärend. Einerseits wegen der hervorragenden, frischen (und leider teilweise auch schweren) Lebensmittel dies unterwegs immer mal wieder einzukaufen resp. zu Essen/ Trinken gab und weil ichs mir einfach hab gut gehen lassen und jeweils genau so lang und weit lief wie ich Lust hatte. So kam es dann auch dazu, dass ich häufiger als ursprünglich vorgesehen in irgendwelchen Herbergen übernachtet habe, aber dazu später mehr. So genug drumherum, euch interessieren vermutlich eher die Bilder und was ich so erlebt habe als grosse Erklärungen drumherum. 1. Tag - 10.8.2020 oder wenigstens am ersten Tag will ich trockenes Wetter Das trockene Wetter war so quasi Voraussetzung für die Festlegung des ersten Tourtages. Dies nachdem ich Anfang Juli definitiv entscheiden habe, die GTA als diesjähriges Projekt anzugehen. Leider war lange nicht klar wie sich COVID-19 auf Auslandreisen auswirkt, weshalb ich noch einen Plan B in der Schweiz auf Lager hatte. Nachdem sich meine Partnerin und ich ein schönes Wochenende in der Region Grimselpass gemacht hatten, brachte sie mich am späten Vormittag zum Startpunkt unterhalb des Griessees. Der Abschied fiel mir extrem schwer und auch die eine oder andere Träne floss. Irgendwann musste ich einfach umdrehen und loslaufen, wäre ich andernfalls nie weggekommen. Doch nach wenigen hundert Metern war der Weg bereits wegen Steinschlages gesperrt. Ja das fängt ja gut an Nachdem ich es dann endlich auf die andere Seite geschafft hatte, erblickte ich den mir bestens bekannten Griessee. Aufgrund dieser Wegsperrung würde ich für den Start wie vom Rother empfohlen die andere Passseite, sprich Cruina empfehlen. Trotz des eher hohen Startgewichts (viel Essen für die ersten Tage bis Varzo), welches noch etwas ungewohnt war, kam ich gut voran und fand bald mein Tempo. So erreichte ich bald den Griespass und somit für mich Neuland. Ohne im Rother nachzulesen folgte ich einfach dem Track auf meinem GPS und somit in Richtung Rif. Città di Busto. Natürlich wurde mein Kriterium, zumindest trocken durch den ersten Tag zu kommen schon nach der Abzweigung aufs Bättelmatthorn über den Haufen geworfen. Erst zog lediglich der Himmel etwas zu und alsbald setzte Regen und leichter Hagel ein. Das fängt ja wirklich gut an. (Spoiler: ich hatte danach nur sehr selten Regen). Hilft ja alles nichts und so lief ich mit Regenausrüstung dem Rif. entgegen und ohne Pause gleich ins Valle di Morasco. Etwas oberhalb des gleichnamigen Stausees, der Regen hatte wieder aufgehört, legte ich eine kurze Pause ein und merkte erst jetzt, dass ich die (wie mir später gesagt wurde schönere) Alternative gewählt habe. Auch entdeckte ich gleich neben mir einige Edelweiss was ohnehin immer eine Freude ist. Später auf der Kiesstrasse neben dem Stausee in Richtung Morasco zeigte sich sogar ab und an wieder kurz die Sonne. Da ich den Im Rother beschreiben Pfad nach dem Stausee nicht finden konnte und mich die Signalisation in Richtung der Fahrstrasse wies, folgte ich ebendieser. Etwas oberhalb legte ich eine gemütliche, sehr späte Mittagspause mit Sicht auf den See ein und verfolgte das emsige Treiben (es stieg gerade eine Busladung Pfadfinder aus einem Car) in Morasco. Ich folgte weiter der Alpstrasse an einem interessanten, scheinbar ins nichts verlaufenden Tunnel samt einer alten Industrieruine vorbei zur verlassenen Alpe Nefelgiù, wo ich beschloss es für heute gut sein zu lassen. Hatte ich mir doch fest vorgenommen es gemütlich anzugehen um nicht schon am dritten Tag wegen einer vermeidbaren Verletzung oder dergleichen abbrechen zu müssen. Ich richtete es mir gemütlich ein, wusch mich am, nennen wir es erfrischend kühlen Bach und kochte mir mein Abendessen. Die sich später dazu gesellenden und sehr an meinem Essen und Rucksack interessierten Rinder vermochten leider wenig daran zu ändern, dass ich mich an diesem Abend extrem einsam fühlte. Wenig später erschien zu meiner grossen Überraschung noch eine weitere Wanderin. Sie schien ab dem Wegverlauf etwas unschlüssig (wie ich wegen der Beschreibung im Rother im übrigen auch), sodass ich ihr mit der Beschreibung aus dem Rother weiterhalf. Wie sie mir Morgen in Crampiolo mitteilen und ich auch selber erfahren werde, war diese leider falsch. Wie ich Morgen erfuhr übernachtete sie zwischen Passo di Nefelgiù und dem Rif. Margaroli im Zelt. Nach dem Campingplatz auf der Alpe Devero sah ich sie aber nicht mehr. Für die erste Nacht unterwegs schlief ich überraschend gut und auch die Rinder verzogen sich sukzessive wieder und suchten anderweitig nach Nahrung. 17.4 km, 852 Höhenmeter, 6 h 20 Minuten. Die negativen Höhenmeter habe ich mir meistens nicht notiert. Solltet ihr irgendeine spezifische Frage haben, oder euch noch etwas im besonderen interessieren dann immer her damit. Bin gespannt auf eure Rückmeldungen, ist nämlich mein erster richtiger Reisebericht hier. Tag 2 folgt sobald ich Zeit finde...
    3 Punkte
  5. Wenn du dich freust, dass bei deinen neuen Schuhen eine gratis Sub 1g, Sub-Torso Isomatte dabei war. (Ein Euro Münze als Größenvergleich)
    3 Punkte
  6. ...und noch ein Geldbeutel, allerdings mit 9g etwas schwerer, dafür aber aus einer recycelten wasserdichten Tüte, für Scheine, Müntzen und Karten:
    3 Punkte
  7. Tipple

    Impressionen von Touren

    Heute mit LaBu am Vaxjön gechillt. Jetzt liegt ich in der Vindskidd in Maglebjär, nachdem ich lecker gegrillt habe. Ja, ich schleppe ersthalft Bratwürste, Tunnbröd, Tubenkäse, BBQ Sauce, Dallassallad und eine kleine Flasche Scotch durch die Gegend. So ein bisschen Luxus muss eben sein. Morgen geht es weiter auf dem As till Asleden. LG
    3 Punkte
  8. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Kondens II 1x panierter Olly... Leck, ne Viertelstunde bin ich in dem Staub rum gefahren. steiler Schaiss! Genderwahnsinn... Höchster Punkt der Tour... Ich hab geweint! (Vor Schmerz!)
    3 Punkte
  9. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Notquartier mitten im Dorf... Kondens....
    3 Punkte
  10. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Durstlöscher...
    3 Punkte
  11. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Frühstück... Pilz.. . Wurzeltrail...Aua... Morgenimpressionen...
    3 Punkte
  12. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Bin heute auch von der Weinwanderung zurück gekommen... 6km Kopfsteinpflaster... Kenn ich so gar nicht! Die Folge: abgeschüttelter Flaschenhalter Von der Weinwanderung? Eine von vielen Burgen.. . Grenzen vom Gravelbike... steil, doofer untergrund und schwacher Fahrer! Morgenstund...
    3 Punkte
  13. hansichen

    Impressionen von Touren

    Für mich ging's dieses Wochenende mal wieder auf den Feengrotten-Kyffhäuser-Weg entlang. Nachdem mein Jahrresauftakt ein Wochenender von Bad Kösen in Richtung Nord-Westen war ging es jetzt zum vermeintlichen Jarhesabschluss in Richtung Süden. Südlich von Bad Kösen, durch all die Burgen und das herrliche Wetter waren echt viele Tagestouristen unterwegs. Vielleicht ein Ziel für das nächste Forentreffen? An einem Weingut ging's auch vorbei. Diesmal allerdings nur mit Kaffee und Federweißer. Abendliche Stimmung an der Saale. Kurzzeitig war ich am überlegen auf dem Campingplatz nebenan zu schlafen, nachdem die Vernunft gesiegt hatte und ich gerade wieder aufgebrochen war ging dort schreckliche Live-Musik los, die ich dank des Windes sogar noch an meinem späteren Schlafplatz hören durfte Der Sonnenaufgang kurz nach 7 in Dornburg. Von dort an ging's dann die Horizontale im Urzeigersinn entlang. Diese frühen Morgenstunden an Sonntagen sind echt immer was tolles Und noch ein Ausblick auf Jena. Wie zu erwarten waren dann auf der Saale-Horizontale und den ganzen Ausflugszielen wieder viele Leute unterwegs, bis auf paar Hot Spots hatte man aber immer noch genug Ruhe für sich. Am Fuchsturm ging's dann wieder runter in die Stadt und nachdem ich mir den Magen voll geschlagen hatte wieder zurück nach Hause. Am ersten Tag dürften es um die 20km geworden sein (bin erst mittags losgekommen und habe viel zu viel Pause an dem Weingut gemacht ) und am zweiten Tag dann um die 40km. Als Wochenendtour "um die Ecke" war es auf jeden Fall ein schönes Wochenende. Und bis auf einzelne unschöne Passagen waren die Wege selbst insgesamt auch echt schön.
    2 Punkte
  14. Tag 8 - Montag, Krinnenhütte bis Kandern, 33km Das heimelige Ambiente der Krinnenhütte macht es mir leicht, einigermaßen frühzeitig aufzubrechen. Der Morgen ist wieder frisch, so dass es nichts macht, dass es relativ steil bergauf geht. Um viertel nach sieben bin ich schon oben und gehe erwartungsvoll in Richtung des Belchenhauses, in Gedanken schon an einem leckeren Cappuccino schlürfend. Ich sollte es doch mittlerweile besser wissen! Natürlich ist das Haus geschlossen. Am Snackautomat klebt ein Zettel "Automat kaputt, Techniker ist informiert". Ich packe mich gegen den kalten Wind in meine Regenjacke ein und koche mir aus trotz noch einen Kaffee. Immerhin wird die Luft für einen Moment klar genug, so dass ich in der Ferne die Schweizer Alpen sehen kann. Man merkt wieder, dass der Gipfel ein touristisches Ziel ist, denn hier gibt es sogar ein Geländer am Weg. Immerhin muss ich nicht auf einer Wanderautobahn laufen, und die kühle Luft ist angenehm nach den Hitzetagen. Es geht flott dahin, und pünktlich zum Mittagessen komme ich auf dem Blauen an. Es ist klar, was mich hier erwartet - ein wegen Renovierung gesperrtes Gasthaus. Es gibt auch nirgendwo Wasser, so dass ich wieder mal anfangen muss, damit zu hauszalten. Ich snacke ein wenig an meinen Salami-Sticks und laufe dann weiter, während eine Horde Paraglider auf den richtigen Wind wartet. Es wird sichtbar, dass ich mich dem südlichen Ende des Schwarzwalds nähere. Heute steht mir ein langer Abstieg bevor, denn zu den 600hm die ich heute schon abgestiegen bin kommen noch einmal 850. Auch wenn sich nach einer Weile meine Beine wieder bemerkbar machen, bin ich noch guter Dinge. Es geht auf angenehmem Waldpfad hinunter, und ich liege gut in der Zeit. Am Wegesrand sind interessante Gebilde aus Stein zu sehen, Zeugnisse von wilden Zeiten, in denen die Kontinentalplatten Krieg führten und den Meeresboden in den Himmel hoben, in denen Eis und Schnee mit unaufhaltsamer Kraft die Erde veränderten und der Boden immer wieder wie von göttlichen Fäusten durchgeschüttelt wurde. Mein Vitamin-I-Vorrat ist leider aufgebraucht, als ich die nächste Hiobsbotschaft des Tages lese. Wieder ist der Westweg wegen Baumfällungen gesperrt. Eine Umleitung ist aber zumindest ausgeschildert. Nach einem ersten Stück, in dem ich überwiegend den Brennsesseln entkomme, finde ich mich natürlich auf harten, breiten Wegen, und der monotone Schritt macht mich langsam fertig. Mehr und mehr formt sich der Entschluss, nicht wie geplant nach Wollbach zu laufen. Ein Blick ins Internet sagt mir, dass es in Kandern einen Campingplatz gibt. Die Ruine Sausenburg hätte sicher ein gutes Photomotiv abgegeben, aber ich will nur noch ankommen. Mittlerweile ist der Schmerz in mein Knie hoch gezogen, und ich weiß aus Erfahrung, dass das kein gutes Zeichen ist. An der ein oder anderen Bank am Wegesrand kann ich nicht vorbei laufen. Immerhin lerne ich, dass ich mich gerade an der Hauptrand-Verwerfung befinde. Schemenhaft erinnere ich mich an den Erdkunde-Unterricht vor 35 Jahren als es um den Rheinischen Grabenbruch ging. Gegen 17:00 Uhr komme ich in Kandern an, einem netten Städtchen, in dessen Gastronomie die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen hat, wie die Schilder an den Lokalen bezeugen. Am Stadtplatz zieht es mich magisch in den Garten eines Eiscafes, und während Cafe Latte, ein Tiramisu und eine Apfelschorle mein Kaloriendefizit bekämpfen strecke ich die Beine von mir und atme durch. Die 2km bis zum Campingplatz sind dann auch kein Problem mehr. Der Platz ist sauber und ordentlich, im Vergleich zu dem am Titisee relativ winzig, aber es ist günstig, Duschen sind inklusive und die Eigentümer nett. Mein Tarp erntet viele interessierte Blicke von den Wohnwagencampern. Eigentlich war der Plan, erst am Ende des Westwegs einen Pausentag einzulegen, aber mein Körper hat meinen Starrsinn überstimmt. Ich bleibe zwei Nächte hier, lasse meine Sachen waschen und erledige in Ruhe ein paar kleinere Besorgungen. See gibt es hier keinen. Ich könnte mit rechtzeitiger Anmeldung ins Freibad nebenan, aber ich stelle fest, dass ich unheimlich effizient einen ganzen Tag lang nichts (oder fast nichts) tun kann, ohne mich dabei zu langweilen. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann nur die Taube. Die sitzt 30 Meter entfernt im Baum und gurrt fast den ganzen Tag - und das ist weder Quatsch noch Übertreibung - wirklich fast den ganzen Tag lang den Refrain von Hubert Kahs "Sternenhimmel". Am Ende meines Pausentags habe ich den schlimmsten Ohrwurm meines Lebens. Immerhin hält das Tier endlich die Klappe als es dunkel wird. Ich trockne meine Wäsche, die Coronabedingt kontaktfrei in die Waschmaschine gewandert ist - ich durfte allein in die Waschküche und meine Wäsche in die Maschine legen, das Zumachen, mit Waschmittel befüllen und Einschalten war dann Sache der Platzbesitzerin. Eine wichtige Erkenntnis: die extra-Schnur im Gepäck hat sich schon bezahlt gemacht. Meine Powerbank bekomme ich für einsfuchzig im Kiosk geladen. Am Pausentag ist starker Wind vorhergesagt, aber ich spüre nichts davon. Also laufe ich in Reserve-Shorts (nein, ihr müsst es nicht sagen!) und T-Shirt in die Stadt während der Rest auf der Leine trocknet und kaufe Vitamin I, Kaffee und etwas Obst. Natürlich kommt der Wind genau dann, allerdings auch aus anderer Richtung als vorhergesagt, so dass er genau ins Tarp bläst. Eine meiner Versuchsösen aus DCF (die an der Ecke im Vordergrund im Bild oben) zieht es mir dabei aus der Verklebung - der Großteil der Abspanner ist aus Gurtband das auf die Verstärkung aufgenäht ist, aber ich wollte auch die reine DCF-Variante testen. Ich habe aber noch einen DCF-Flicken dabei und klebe sie wieder Fest nachdem ich sie richtig sauber gemacht habe. Vermutlich habe ich beim ersten Mal nicht ganz sauber gearbeitet, denn die neue Verklebung hält schon nach wenigen Minuten bombenfest. Der Wind bläst noch eine halbe Stunde mit Böen bis etwas über 50km/h, dann wird es wieder ruhiger. Ich schlafe tief und fest. Mitterweile ist auch das letzte Gefühl von ungewohntem Verschwunden, wenn ich mich auf der Isomatte ausstrecke. Den Schlafsack werfe ich wieder wie einen Quilt über mich und genieße beim Einschlafen den Geruch von Gras und Sträuchern. Fortsetzung folgt...
    2 Punkte
  15. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Nachher... Gesamt: 9 Tage unterwegs, 2 Ruhetage, 700km, 5000hm und nur einen Defekt! Ich wäre gern noch länger draussen geblieben, aber die Pflicht ruft!
    2 Punkte
  16. Ollympus

    Impressionen von Touren

    Der Moment der grössten Krise! Der Lieblingseisdealer 20km vor zu Hause hat Urlaub! Da war ich das erste Mal soweit die Tour abzubrechen... Liebliches Taubertal
    2 Punkte
  17. mein tarp von moss. 1987, oder so. unkaputtbar, damals superleicht und heute schon bei den schweren einzuordnen. meine allererste thermarest. ich weiss nicht ob das gilt. im geiste ist sie noch bei mir. ich musste seit über 30 jahren nie eine neue kaufen wenn sie kaputt war. und aus nostalgiegründen schlaf ich gelegentlich im awahnee von 1985. und ich hab den stopfsack meines ersten daunenschlafsackes noch. von big pack ende 70er. nur ich bin noch älter als der stopfsack... grübel, grübel und sinnier. das war jetzt echt ein downer, echt mahn!
    2 Punkte
  18. Wir Ultraleicht Wanderer sind ja auch kleine Gear Nerds. Hier, unter uns, können wir das ja zugeben Wenn was neues, leichtes, schönes, am besten noch aus Cuben oder Titan, vorbeikommt, sind wir da ganz schnell Feuer & Flamme für. Aber: Was ist die älteste UL Ausrüstung bei Euch im Schrank, die Ihr immer noch benutzt? Nennt Eure Top 3! Meine sind 1. BushBuddy Ultra, 2009 2. Katabatic Gear Sawatch Quilt, 2010 3. Therm-A-Rest NeoAir XLite, 2013 Der Bushbuddy kommt zwar weniger mit auf Tour, aber ist der Hit auf Daytrips, vor allem mit den Kindern. Die NeoAir XLite, mittlerweile 7 Jahre alt, funktiniert immer noch tadellos, zuletzt auf der Tour mit den Kindern (unten im Bild unter dem blauen Quilt ). Und der Katabatic Sawatch Quilt ist jetzt auch schon 10 Jahre alt. Ruck-zuck vergeht die Zeit, und die Tüte ist immer noch ein warmes Träumchen! Ich bin gespannt auf Eure Beiträge!
    1 Punkt
  19. ... also der älteste Kram der bis heute innerhalb meines „ul-Systems“ in Gebrauch ist: Ein Morakniv, 100 g, von 1985. Einige Duraluminium rockpins, 12 g auch ca. 35 Jahre alt. (Die sind einfach nicht kleinzukriegen) Zwei Leki Makalu Stöcke, 270 g, gleicher Jahrgang. Die Makalu Stocke werden zu Hause zum Tarpaufbau verwendet, aber die anderen Teile sind noch immer mit mir unterwegs. VG. -wilbo-
    1 Punkt
  20. ich wuerde mir einige Proben in Blau von Extex schicken lassen und den Flicken mit SeamGrip festkleben. VG. -wilbo-
    1 Punkt
  21. @berghutze Wenn die Kosten zweitrangig sind und das Endergebnis professionell sein soll, dann könntest du die Jacke zum OST (https://www.outdoor-service.com/) schicken. Hatte da auch schon mal ein Brandloch in einer Daunenjacke reparieren lassen (kann mich aber nicht mehr erinnern, was es gekostet hatte). EDIT: Gerade gefunden, es musste eine Kammer am Ärmel komplett getauscht (Ärmel re.4.-5.Kammer von unten ca. 40x15cm) und Daune nachgefüllt werden. Machte rund 40€. Von der Reparatur ist nicht zu sehen.
    1 Punkt
  22. Na ja so richtig nicht, habe zuvor ein Papier gefaltet... und probiert ob die Karten passen...:
    1 Punkt
  23. Ollympus

    Carbon Zeltstange 150cm

    Ich habe meine Stangen für das Lanshan 2 jetzt auch ausgiebig getestet. Doch 3 teilige, allerdings anders ausgeführt. Das Mittelteil ist ein 12mm Carbonstück in 150mm Länge. Durch dieses geht ein 10mm starkes Carbonstück in 300mm Länge festverklebt. Da werden oben und unten einfach die 500mm langen Teile aufgesteckt. Als Endkappen kommen Schraubenabdeckungen aus dem Baumarkt zum Einsatz. Gesamtgewicht 154g für 2 Stangen mit je 1150mm Länge.
    1 Punkt
  24. Ollympus

    3F Lanshan 2

    Ich konnte mein Lanshan 2 Pro jetzt auch mal länger testen. Bin eigentlich sehr zufrieden. Wenn die Sache mit dem Kondens nicht wäre... Bei Temperaturen unter 10°C in der Nacht, hatte ich übelst Wasser. Wenn man morgens bei Zeiten los will, ist das nervig. Dauert ewig, bis das Wasser rausgeschüttelt und halbwegs trocken ist. Ok, der Übernachtungsplatz relativ dicht am Wasser war eher suboptimal. Aber man lernt ja aus seinen Fehlern. Austauschen bzw schon ausgetauscht habe ich die original mitgelieferten Heringe. Die sehen 1x nen harten Boden und sind krumm... Bewährt haben sich meine MYOG-Carbonstangen für das Rad. Verpackt wird das Zelt in nem 4l drybag von Vaude. So gestopft und komprimiert, passt es wunderbar in die Frontasche vom Rädle. Aufbau unter 5min machbar.
    1 Punkt
  25. TopperHarley

    Nippelbrand! Was tun?

    Creme/Salbe auf den Brustwarzen ist nach ein paar Stunden weg. Beim laufen nehme ich immer das günstigste Pflaster was die Drogerie hat. Das hält lange und lässt sich trotzdem gut ablösen. Bei Mehrtagestouren trage ich einen enganliegenden Baselayer, da habe ich das Problem nicht. Werde als nächstes auch Kinesiotape probieren, da es vielseitiger einsetzbar ist.
    1 Punkt
  26. Tipple

    Impressionen von Touren

    Achja, das Bier.
    1 Punkt
  27. Firehawk

    Nippelbrand! Was tun?

    Brustwarzen waren dank BH noch nicht betroffen An anderen Stellen hilft mir: enganliegender Stoff, damit Stoff auf Stoff und nicht Haut auf Haut aufeinander reibt Einfetten mit Vaseline, Melkfett, Kokosfett (Multiuse: Essen und Körperpflege) oder Deo, damit die Haut trocken bleibt wie schon geschrieben: Sauber halten, Salzreste weg waschen wenn es schon zu spät ist, abends Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol auftragen. Bei mir meist über Nacht spürbar besser, bis weg. Könntest du dir aus elastischem Stoff, z.B. Merino-Jersey einen Schutzstreifen für über die Brust machen. Vielleicht von einem altem kaputten enganliegenden Shirt unten ein Stück abschneiden. Oder etwas nähen. Vielleicht geht auch ein Streifen oben aus einer Damen-Strumpfhose (damit wird viel geMYOGt). Solange der Streifen nicht runter rutscht... Oder, klingt vielleicht komisch, nen Sport-BH kaufen.
    1 Punkt
  28. ptrsns

    Nippelbrand! Was tun?

    eng anliegendes unterhemd als baselayer drunterziehen. oder einfach ein stück kinesiotape über den nippel kleben und jut das zeugs ist atmungsaktiv, lässt also feuchtigkeit nach aussen und löst sich beim schwitzen auch erst nach ein paar tagen. btw funktioniert dieses kinesiotape auch super als blasenpflaster. blase aufstechen, wundwasser ausdrücken, tape druff. bzw im idealfall jedoch noch bevor sich eine blase bildet die wunde stelle tapen.
    1 Punkt
  29. Schwede

    Impressionen von Touren

    Uj @Tipple Der Rucksack sieht aber schwer aus? Du hast bestimmt einiges bei der Aufzählung vergessen. *winks* Ted
    1 Punkt
  30. questor

    Nippelbrand! Was tun?

    Beim Joggen früher tape - gibt's auch hautfarben, muss nicht multiuse gaffa sein, auch wenn's wünschenswert wäre Läufer nehmen oft Vaseline und vergleichbares. Ich hatte beobachtet, dass das vor allem bei gröber gewebten Stoffen, diesen Piqué artigen Sport synthetik Funktionsmaterialien auftauchte - und vor allem bei etwas luftiger geschnittenen Shirts. Hatte das aber auch gerne bei dress shirts. Bei eng anliegenden, elastischen Merino Shirts bewegt sich das Shirt mit dem Körper mit, da habe ich das nicht.
    1 Punkt
  31. Tag 7 - Sonntag, Titisee bis Krinnenhütte, 37km Es ist schwer, vom Titisee loszukommen, denn er präsentiert sich zur Morgendämmerung von seiner besten Seite. Direkt vom Tarpeingang aus genieße ich kaffeeschlürfend den violett-roten Himmel. Rund herum schlummert noch alles, aber wer den Vogel hat, so früh aufzustehen, der fängt das Morgenrot, oder so. Wir bummeln etwas herum und bunkern noch frische Brötchen, die es erst ab 8 gibt, aber dann machen wir uns doch auf den Weg. Erst mal die nette Teerstrecke zurück, und dann zweigt der Weg etwas unansehnlich in die Hügel ab. Habe ich schon erwähnt, dass es am Westweg immer wieder etwas zu schmunzeln gibt? Uns ist allerdings nicht immer zum Schmunzeln. Die Feuchtigkeit von gestern haben wir, wie schon angemerkt, etwas zu sehr ignoriert, und sie hat sich in Form von Blasen gerächt. Bei mir nur eine, aber die ist an einer Stelle, an der ich noch nie eine hatte und sie stört mich, auch unter dem Pflaster. Wir gehen bei weitem nicht mehr so entspannt wie noch vor Tagen. Es dauert auch nicht lange, bis die Motorsägen wieder durch den Wald hallen und uns der Durchgang verwehrt wird. An der einen Stelle haben wir noch Glück und können uns mangels Flatterband an einer Gruppe Waldarbeiter und ihren dieselbetriebenen Monstern vorbei quetschen, aber beim nächsten Mal werden wir schon lange zuvor gewarnt. Der Waldarbeiter ist des Westwegwanderers Balrog, und wir haben keinen Gandalf dabei also folgen wir brav den roten Pfeilen. Das Wetter ist sonnig, aber die Reste des schlechten Wetters treiben noch in Form von dunklen Wattebauschen über unsere Köpfe, und sobald es etwas höher hinauf geht wird es frisch. So ziehen wir denn auch etwas winddichtes an als wir dankend die Einladung zur Pause mit einem ganzen Schrank voller gekühlter Schorlen annehmen. Der Weg wird jetzt wieder etwas wilder, manchmal sogar felsig und matschig, und es geht mit neuer Motivation und etwas Vitamin I dem höchsten Punkt der Tour entgegen. Vorbei am Feldsee durch dichten Wald steigen wir hoch, begegnen dabei kurz einer Rangerin und kommen dann auf den Grübelsattel, wo uns der Zivilisationsschock voll trifft. Hunderte von Fußgängern strömen in beide Richtungen, und Radfahrer brettern uns gnadenlos entgegen. Wir machen drei Kreuzzeichen als wir endlich den Gipfel mit seinen hässlichen Funktürmen und Wetterwarten erreichen, schießen Beweisfotos und suchen uns schnell eine windgeschützte Stelle für eine kurze Rast. Im Wind ist es richtig, richtig ungemütlich, und so gehen wir dann doch nach kurzem wieder weiter in der Hoffnung, dass die St. Wilhelmer Hütte offen hat. Wir haben Glück und bekommen sogar nach einer Minute schon einen Sitzplatz im gestopft voll besetzten Biergarten. Die Kartoffelsuppe mit Würstchen ist ganz anders als erwartet aber trotzdem lecker, und die Bedienung super freundlich. Wir plaudern etwas mit zwei Mädels, die ein paar Etappen einer Westwegvariation als Hüttentour mit deutlich mehr Gepäck laufen, und dann geht es nach unten. Ich spüre langsam, dass ich wegen der Blase an der Zehe immer doof auftrete, was auf meine Knie geht. Manu hatte von vorne herein geplant, am Montag wieder nach Hause zu fahren, und so trennen sich zwei Kilometer nach der Hütte unsere Wege. Ich laufe weiter in Richtung Wiedener Eck und lasse mich dann überraschen, was an Nächtigungsmöglichkeiten so kommt. Unterwegs treffe ich ein Rudel Hirsche, das mich aus ca. 30 Metern interessiert beäugt. Natürlich bleiben die nur so lange ruhig stehen bis ich das Smartphone heraus geholt habe, dann trotten sie unaufgeregt in den Wald. Kurz danach laufe ich dann an der "Längesten Baumliege der Welt" vorbei, die rege besucht ist. Dann geht es nach Notschrei, und der Westweg führt mitten durch das Biathlonstadion, in dem die nordischen Kombinierer ihre Wettkämpfe austragen. Nicht gerade romantisch, und der Westweg ist ab hier eine breite, brettharte Kiesautobahn. Einen Kilometer weiter lockt mich aber dann das Schild "Wandercafe" auf die Balkonterasse des Touristenbüros neben dem Hotel. Bei leckerem selbstgebackenem Kuchen und erfrischender Apfelschorle quatsche ich ausgiebig und viel zu lange mit der Wirtin, die es irgendwann aus dem Chiemgau hierher verschlagen hat und die sich freut, einen heimischen Dialekt zu hören. Sie füllt mir auch noch meine Wasserflaschen auf, und dann geht es irgendwann doch weiter. Raus aus dem touristischen Brennpunkt werden die Wege wieder schmäler und angenehmer. Es gibt wieder plätschernde Brunnen am Wegesrand, und ich fange langsam an, mich nach einem Schlafplatz umzusehen. Meine Beine und Füße protestieren immer mehr, aber der Ameisenhaufen, in den ein Teil der nächsten Hütte integriert ist, lässt mich weiter laufen. Das Stück zum Wiedener macht einen weiten Bogen um die Linie, die meine Karte und mein Navi für den Westweg halten. Abkürzen geht nicht, denn der Pfad ist links und rechts mit Elektrozaun und Stacheldraht abgesteckt. Alle paar Meter erinnert mich ein Schild daran, dass der Wolf im Schwarzwald nichts zu suchen hat, und manchmal muss ich verdammt aufpassen, nicht am Stacheldraht hängen zu bleiben. Wer keine Wölfe mag, der mag wohl auch keine Westwegwanderer. Ich fühle mich sehr wölfisch unverstanden als ich so den Westweg entlang humple und genieße die Landschaft umso mehr. Und ja, so langsam wäre ein Schlafplatz ganz gut. Dann bin ich auch schon am Wiedener Eck und es gibt wieder einmal ein Beweisfoto am vergleichsweise unromantisch benamselten Wiedener Eck Tor. So langsam wird es spürbar Abend, und die Sonnenstrahl fallen flach und rötlich angehaucht durch die Bäume. Über und neben mir höre ich Vögel schreien, und ich bekomme erst einmal einen riesigen Schreck, als keine drei Meter vor mir ein Milan knapp über dem Boden im Slalom durch den Wald schießt. Ich bleibe kurz stehen, sehe noch mehr tollkühne Akrobatik von diesen beeindruckenden Vögeln und habe mehr als nur einen Gänsehautmoment. Es geht jetzt wieder bergauf in Richtung Belchen, aber auf dem Gipfel möchte ich nicht unbedingt schlafen, dafür geht der Wind da oben noch zu sehr. Meine Karte und ODS kennen aber eine Hütte mit Brunnen, und ich zweige nach einer knappen Stunde dankbar vom Westweg ab und laufe in der Dämmerung die letzten Meter zur Krinnenhütte. Der Brunnen hat richtig Wasser, worüber ich mich erst mal tierisch freue. Die Hütte... nun ja. Rundum sind riesige Berge von Baumstämmen, Gras gibt es dafür keines mehr. Also muss ich wohl oder übel in der Hütte schlafen. Der Boden ist immerhin relativ gerade betoniert, auch wenn um die Hütte herum so einige olfaktorische Störungen weniger einladend sind. Beim Blick nach oben fühle ich kurz Panik, aber ich bin dann eine Minute ruhig, und als ich kein Summen höre, beschließe ich, es darauf ankommen zu lassen. Die Nacht ist nicht ganz entspannt. Der Brunnen plätschert laut, und das abfließende Wasser gluckst und gluckert wie verrückt. Es macht Geräusche, die einmal an das Gebrabbel von Menschen erinnern, einmal an irgendwelche Tiere, dann wieder Fahrzeuge... wenn es einigermaßen konstant wäre, dann könnte man sich ja daran gewöhnen, aber ich schrecke alle paar Minuten wieder auf und bin wach. Müde krame ich meine Kopfhöhrer heraus, fummle am Smartphone herum bis ich das Hörbuch "Wild" gefunden habe, nehme den Stecker in die Hand und denke, Mist, da war doch was. Mein iPhone hat keine Klinkenbuchse! Ich werfe es dann aber doch nicht in den Wald, sondern baue mir einen kleinen Hügel aus Ausrüstungsteilen neben dem Kissen, so dass mein Ohr relativ nahe dran ist. Irgendwie funktioniert das sogar, und kurz nachdem Cheryl Strayed ihren zweiten Schuh in den Abgrund geworfen hat schlafe ich endlich ein. Fortsetzung folgt... falls mich die Hornissen nicht nachts aufgefressen haben
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  32. bri

    Impressionen von Touren

    Uckermärker Landrunde im August 2020. Ich hatte diesmal keine große Lust zum Fotografieren, deshalb nur ein paar Bilder. Die schönsten Stellen gibt's nur in meiner Erinnerung und nicht als Fotos. Sorry.
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  33. khyal

    Canua (Packrafting)

    Das kannst Du echt nicht vergleichen, wenn Du willst, darfst Du gerne, wenn wir uns mal treffen, in meinen Juebermann Karten / Atlanten stoebern und mal zum Vergleich in den DKV-Buechern blaettern. Ich wuerde unbesehen, von einem Paddelgebiet, wo ich paddeln will, einen Juebermann bestellen, wenn es ihn gaebe, die Karten sind ein Traum, besser geht es nicht, eingezeichnette Stroemungsgeschwindigkeiten, bei jeder Umtrage Detailkarten, uebersichtlich eingezeichnette Fluss-km und im Vergleich zu den DKV-Fuehrern haeufig deutlich aktueller. Klar sind die DKV-Fuehrer besser als gar keine Info (wenn auch nicht immer), aber die Dinger sind imho zum Teil aus uralten Mitglieder-Berichten zusammenkopiert, die dann mit der heutigen Realitaet auf dem Fluss nix mehr zu tun haben. Ich hatte beim Paddeln im Sueden, als ich das mal wieder feststellte, an den DKV geschrieben, ob sie mir wenigsten kurz mal fuer die naechsten 2 Fluesse, die ich geplant hatte, schreiben koennten, wie alt die Information sei (auf dem, wo ich zu der Zeit drauf war, ca 15-20 Jahre) und angeregt, ob man das nicht bei den Fluessen jeweils dazu schreiben koenne, aber nie eine Antwort bekommen. Bei einem groesserem Fluss in Italien fehlte z.B. dann der Eintrag eines unumkletterbaren 4 m Wehrs lt Angaben der Anwohner, war das aber auch erst > 20 Jahre alt Juebermann hat meines Wissens, die Fluesse, die er in seinen Karten hat, selber abgepaddelt, > 50.000 km... btw fuer den Rueckweg hat sich bei mir mapy.cz sehr bewaehrt, da sehr uebersichtlich und vor allem aktuell alle Bushaltestellen usw eingezeichnet sind.
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  34. Wenn es ums Schlafen geht, geht im Ultraleicht-Trekking-Bereich eigentlich kein Weg an Quilts vorbei. Dachte ich… Quilts sind quasi Decken, die man am Fußende schließen und unter sich an der Isomatte befestigen kann. (Aber das brauche ich hier bestimmt niemandem erklären! ) Dadurch spart man natürlich Gewicht, denn es gibt keinen Reißverschluß, keine Abdeckleiste, keine Kapuze und keinen Wärmekragen, wie bei einem normalen Schlafsack. Ich habe mir schon vor Jahren einen Quilt genäht und immer wieder benutzt. Aber richtig glücklich wurde ich damit nicht. Egal wie ich den Quilt unter mir geschlossen oder auf der Matte befestigt habe, es kam bei jeder Bewegung kalte Luft hinein. Also überlegte ich, wie man dieses Problem umgehen kann. Und dann fiel mir ein, dass ich auch bei einem herkömmlichen Schlafsack den Reißverschluss fast nie genutzt habe, da er immer klemmte und ich viel zu viel warme Luft verlor, wenn ich den ganzen Schlafsack geöffnet habe. Also entwarf ich einen Schlafsack, der an den gleichen Stellen Gewicht spart, wie ein Quilt, aber nur mit einer Öffnung am Kopfende. So bin ich leicht unterwegs und beim Schlafen rundherum geschützt vor kalten Luftzügen. Der Außenstoff und die Synthetikfüllung wurden in regelmäßigen Abständen kältebrückenarm vernäht. Der Sack hat eine rechteckige Fußbox mit zwei Gurtbandschlaufen außen und innen. So kann man den Sack auf rechts und auf links einfach zum Lüften aufhängen. Am Kopfende befindet sich ein Kordelkanal mit zwei seperaten Kordeln. Hiermit kann man das Ende rechts oder links von sich um den Hals schließen, je nachdem in welche Richtung man sich gerne dreht. Den Schlafsack habe ich nun schon etliche Male benutzt, auch um zu sehen, wo es Verbesserungspotential gibt. Mit dem Konzept an sich bin ich sehr zufrieden. Nur den Schnitt habe ich beim Nachfolgemodell etwas angepasst. Mehr dazu in Kürze… Stoff: 10D kalandriertes Ripstopnylon Füllung: 133g/m² Apex Climashield Limit-Temperatur: 5°C Gewicht: 690g Mehr über die Vorteile und Verwendung solcher Tüten findet ihr auch hier. mfg der Ray
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  35. Tag 6 - Samstag, Brend bis Titisee, ca. 36km Der Wetterbericht hat Regen vorhergesagt. Mit etwas Glück können wir noch in Ruhe frühstücken und schaffen es gerade so, unser Zeug zusammen zu packen bevor es nass wird. Es geht jetzt ein gutes Stück durch unschwer zu erkennenden Wirtschaftswald. Der nasse Wald hat seinen ganz eigenen Geruch, der ein wenig für das ungemütliche Ambiente entschädigt. Die Ausblicke halten sich diesen Morgen sehr in Grenzen, und immer wieder treiben tief hängende Wolkenstöcke über uns, begießen uns und blasen uns mit kalter Luft ab. Zwischendurch flüchten wir uns mal für 10 Minuten in eine Unterführung. Da ist es zwar nicht weniger zugig, aber immerhin trocken, und nach kurzem kommt auch mal ein Anflug von Sonnenschein und wir laufen weiter. Der nächste Abschnitt hat durchaus etwas zu bieten. Am Rand hat jemand die Baumstümpfe geschickt in Kunst verwandelt. Der Schwarzwald ist schon eine komische Ecke. Von weitem musste ich an ein etwas niedrig platziertes Storchennest denken, aber wie es scheint, wachsen hier die Bäume auch mal verkehrt herum. Wir lassen uns aber nicht anstecken und laufen mit den Füßen nach unten weiter. Es ist nicht mehr weit, dann kommen wir zur Kalten Herberge. Wir malen uns schon ein schönes zweites Frühstück aus. Kurz scheint es, als würde sich der Himmel lichten, aber als wir am Gasthaus ankommen, macht es seinem Namen alle Ehre. Nach der Hitze der letzten Tage fühlen sich die 14 Grad an wie arktische Kälte, und das Gasthaus hat gerade die Türe hinter den Übernachtungsgästen zugemacht und eigentlich gar nicht geöffnet. Wir erbetteln uns trotzdem zwei Tassen Kaffee, die wir im Nieselregen und Wind schlürfen während wir darauf hoffen, dass das Wetter schnell wieder besser wird. Tatsächlich zeigt sich ab Mittag wieder immer mehr Blau am Himmel und wir können unsere Regenjacken weg packen. Der heutige Tag hat viele breite Waldwege zu bieten, die nicht unbedingt sanft zu unseren Füßen sind. Beide vernachlässigen wir ein wenig die Fußpflege während des Tages, was wir noch deutlich spüren werden. Dazu kommt heute noch gutes Stück Umweg. Überall im Wald heulen die Motorsägen, und wir stehen plötzlich an rot-weißem Flatterband, das uns den Durchgang verwehrt. Wir kehren missmutig um und suchen uns eine Umleitung, nehmen noch ein Pärchen mit, das sonst auch bis zur Absperrung gelaufen wäre, und schlendern dem höchsten Punkt der Etappe, der Weißtannenhöhe, entgegen. Nicht dass wir diesen markanten Punkt als solchen erkannt hätten ohne das freundliche Hinweisschild. Ist ja auch geschickt eingefädelt, dass um die Weißtannenhöhe herum Birken stehen... Wir lassen uns aber nicht verwirren und machen uns auf den Weg hinunter zum Titisee. Ehrgeizige Pläne, heute bis Hinterzarten zu gehen, haben sich anhand der Umleitungen und diverser viel zu warmer Stellen an den Füßen mittlerweile verflüchtigt. Immerhin, ein Blick auf die Skisprungschanze ist uns vergönnt. Es gibt am Titisee zwei Campingplätze, und die sind gefühlt definitiv weit genug weg. War es uns morgens etwas kühl, ist uns jetzt wieder eher warm, und wir kämpfen uns die letzten Kilometer am See entlang über den Teer zum Camping Weiherhof. Der Platz ist rappelvoll, aber der Herr an der Rezeption total nett. Wir haben die Wahl unsere Zelte auf den Terrassen oder direkt am See aufzustellen. Welch Frage! Eigentlich ist zwar kein Platz mehr, aber irgendwie quetschen wir uns auf den schmalen Rasenstreifen direkt an den Strand, bekommen sogar einen Gummihammer geborgt der uns viel Mühe und Nerven erspart, und checken dann ein. Eigentlich sind die Preise hier gesalzen, aber der nette Herr handelt sich selbst in atemberaubendem Tempo herunter, so dass wir nur noch da stehen und staunen können. Was wir dann zahlen müssen ist so unanständig wenig, dass ich es mich gar nicht hier zu schreiben traue. Pünktlich zur Dämmerung sitzen wir im Garten des Bistro und futtern Pizza, strecken die Beine von uns und genießen die Annehmlichkeiten der Zivilisation. Morgen gibt es sogar frische Brötchen. Glamping pur. Wegetechnisch war das heute kein Hochgenuss, und das Wetter hat sich zum ersten Mal von seiner unattraktiven Seite gezeigt, aber langweilig war es nie. Ihr habt es erraten: Fortsetzung folgt. P.S.: Ich muss mich beeilen mit dem Bericht. So langsam verschwimmen die Details im Kopf immer mehr, und nicht alles wird durch die Fotos wieder gerade gerückt.
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  36. Tag 5 - Freitag, Hausach bis Brend, 32km So schön es ist, nach dem Aufstehen zu duschen, so sehr juckt es mich in den Füßen. Die innere Uhr hat mich um halb sechs aus dem Bett gescheucht, und ich vertrete mir etwas die Füße während ich darauf warte, dass es Frühstück gibt - da bin ich dann auch pünktlich der erste. Ich beschränke mich auf leckere Marmelade, Käse, etwas Obst und Müsli, auch wenn noch das ein oder andere am Buffet liegt, das mich verlocken könnte - wenn da nicht die Zeit wäre. Es wird wieder ein heißer Tag, und ich will auch ein paar Kilometer machen. Etwas nach halb acht komme ich los und laufe durch ein gerade erwachendes Hausach, und es wird schon warm. Schnell schieße ich das obligatorische Selfie am Kinzigtaltor, tausche am Brunnen noch mein Leitungswasser gegen frisches Quellwasser und dann geht es bergauf. Schon nach ein paar Metern erreiche ich die dekorative Ruine der Burg Husen. Es geht teilweise steil hinauf durch den Wald, und der Weg ist kurzweilig. Philosophisches und lustiges am Wegesrand lenkt mich von den Höhenmetern ab. Ich habe nicht erfahren, was Xenia und Oli genau vorhatten und wie es ihnen ergangen ist. Ob sie vorhatten so schnell oder weit zu laufen oder ob ihre Rucksäcke so schwer waren... Am Farrenkopf angekommen gibt es eine verdiente Trinkpause. Auf den letzten Metern ist es schon wieder drückend schwül geworden. Aber der erste lange Anstieg ist geschafft. Zwei jüngere Burschen gönnen sich zwei Nächte und einen entspannten Tag in der dortigen Hasemann-Hütte, und ab hier laufen @Manu84 und ich wieder zusammen weiter. An der Büchereck-Hütte vorbei geht es in Richtung Karlstein. Dort war bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts ein Vierländereck zwischen Baden, Württemberg, Fürstenberg und Vorderösterreich. Die Aussicht ist nicht wirklich spektakulär, weshalb wir nicht lange oben bleiben, aber von unten hat der Stein durchaus etwas fotogenes. Kurz vor fünf sind wir am Ziel der offiziellen Etappe, der Wilhelmshöhe. Ganz langsam wird es wieder kühler. Während wir am Blindensee vorbei laufen beraten wir über die möglichen Nachtlager, und nach etwas Studium der Karten scheint der Brend eine gute Option zu sein. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Kolmenhof vorbei, und der Hunger treibt uns natürlich hinein. Es ist rappelvoll, aber wir bekommen sogar einen Platz im freien - und merken schnell, warum. Neben uns herrscht reger Flugbetrieb von tausenden von Wespen. Aber was solls. Das leckere Essen verteidigen wir hartnäckig und erfolgreich, auch wenn die gestreiften Diebe zu gerne etwas von unserem Fleisch abbekommen oder unser Cola schlürfen würden. Direkt neben dem Kolmenhof führt ein Wegweiser zur mehr oder weniger - nach Ansicht von Wikipedia eher weniger - offiziellen Donauquelle. Ich mache gleich mental einen Haken in meiner Liste von Flußquellen, die ich schon (überwiegend nichtsahnend) erwandert habe, und nachdem wir natürlich viel zu lange gesessen sind, machen wir uns auf die letzten Kilometer in Richtung Brend. Es fängt schon an zu dämmern, als wir den Brend erreichen. Am Turm ist noch etwas los, und am Grillplatz stehen ein paar Zelte, Jugendliche (man verzeihe mir, wenn ich den Ausdruck auch für junge Menschen mit Autoführerschein verwende - ich bin über 40, ich darf das) haben hörbar Spaß und Autos kommen an und fahren wieder weg. Wir bauen unsere Schlafplätze lieber auf der Wiese oberhalb auf um dem Trubel fern zu bleiben. Bis unsere Behausungen stehen ist es dunkel, und es dauert nicht lange, bis wir uns in unsere Schlafsäcke verkriechen. Um 23:00 Uhr verlässt der Großteil der Jugend den Grillplatz und es wird ruhig. Wie immer: Fortsetzung folgt...
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  37. burarum

    Impressionen von Touren

    ein paar Eindrücke aus dem Norden vom August/September.. mein UL Kamera Stativ und gleichzeitig Wasserspender/Waschsalon Nach 8 Jahren auch mal wieder den herrlichen Ausblick genossen...
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  38. andreköln

    Impressionen von Touren

    Hier noch ein paar Eindrücke aus Norwegen, wo wir Anfang August eine große Runde um den Hardangerjökull gelaufen sind. Perfektes Wetter, wenig Mücken, herrliche Landschaften.
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  39. Jones

    Impressionen von Touren

    Wir sind Anfang August den österreichischen Teil des E5 mit Alternativroute auf dem Mainzer Höhenweg (knapp 1000Hm oberhalb der regulären Route) gelaufen. Ne kleine Auswahl... Blick auf die Memminger Hütte
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  40. Ollympus

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    Nachbereitung der Weinwanderung... Irgendwo nach Jena:
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  41. wilbo

    Impressionen von Touren

    Tageswanderung in der Heide. Den beiden Jungs wurde die Navigation überlassen. Unser Navi: Das Navi spinnt! Pause. Wo sind wir? Noch soweit bis zu den Pommes!! Erste Ermüdungserscheinungen. Sinnvolle Bänke ... Schöne Heide ... ... oder doch nicht? Architektur! Olifanten-Bäume. Der Vater mogelt bei der Navigation und googelt die Pommes ... Regenschauer ... Endspurt, in den letzten Zügen! VG. - wilbo & Henrike (Fotos) & Welf & Frido -
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  42. Wander Schaf

    3F Lanshan 2

    Ich stopfe das normale Lanshan 2 komplett mit verbundenem Inner immer in den Packsack. Eine Ecke gegriffen, rein damit und immer mehr hinter her stopfen. Da beim lanshan 2 der Kompressionssack dabei ist, lässt sich das komplette Päckchen noch mal richtig gut schrumpfen. Falten und adäquates Aufrollen, um es am Ende auch irgendwie in den Sack zu stopfen, sind mir zu viele unnötige Arbeitsschritte Lanshan 2 pro funktioniert ebenso einfach- nur ohne anschließende Kompression, da der Sack ein anderer ist.
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  43. Capere

    PolyTyvek Bivy DeLuxe

    Mal ein kleiner Teaser für die V2 aus DCF / Hybrid DCF. Aktuell 165g.
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  44. hi, such bei amazon nach "Turbo Clip - 10 Stück Verschluss für Tüten und Beutel" schönen gruss heff p.s. hier noch zwei detailbilder zum einknüpfen des bugnet ( hier mit druckknöpfen umgesetzt)
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  45. Was sind Eure Erfahrungen / Meinungen zum Wald-, Natur- oder Gartenbaden? Nachstehend ein paar Gedankenanstösse: In der Bewegung oder in der Ruhe? Auf Wegen oder querfeldein? Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter ? Mit oder ohne Schuhwerk? Sinneseindrücke ( Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken, ...) Tageszeit? Allein, zu zweit oder ein der Gruppe? Mindestdauer, Maximaldauer? Ablauf (runterkommen, gedankenfrei, achtsam, glücklich, ängstlich, ...)? Trend mit mehr Inhalt oder nur neue Begrifflichkeit? Zitate, die Euch begleiten. Interessiert Euch das Thema und ein Gedankenaustausch? Ich (wir) sind gespannt auf Eure Erfahrungen.
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  46. Ich oute mich jetzt mal: Seit ich vergangenen Herbst eine 1-wöchige Ausbildung zzgl. 1 Prüfungs-WE bei der Deutschen Akademie für Waldbaden abgelegt habe, darf ich mich "Kursleiter Waldbaden - Achtsamkeit im Wald" nennen. Aus einigen Punkten in @ThomasKs Eingangspost geht schon hervor, worum es beim Waldbaden, so wie ich es kenne und wie es wohl auch in Japan, dem Ursprungsland, praktiziert wird, eigentlich geht. Waldbaden ist: Absichtsloses Schlendern, mit der Hand über eine Borke streichen, die unzähligen waldeigenen Düfte riechen, ein trockenes Blatt zwischen den Fingern zerreiben, sich an einem durch das Blätterdach scheinenden Sonnenstrahl erfreuen, erfühlen, wie weich Moos sein kann, mit geschlossenen Augen die Geräusche im Wald auf sich wirken lassen, ein paar Bucheckern, Waldbeeren oder Kräuter essen, sich einfach nur an einen Baum setzen, seine Füße im plätschernden Bach baden, sich wundern, was man alles neu entdecken kann, wenn man versucht, den Wald mit Kinderaugen zu betrachten, kurz: achtsam die Waldatmosphäre mit allen fünf Sinnen wahrnehmen. Was genau ist es, was beim Waldbaden so positiv auf uns wirkt? Die Entschleunigung, die beruhigende Wirkung der Grün- und Brauntöne und der Naturgeräusche, die positive Wirkung der Terpene (Aufnahme über Lunge und Haut), das Einatmen der reinen Waldluft, die Reduktion oder im besten Fall die Abwesenheit von Zivilisationsgeräuschen (Dämpfung durch Vegetation). Und kann man das nicht auch alles ohne Waldbad haben? Doch, natürlich! Nur geht man eben meist nicht absichtslos in den Wald, sondern mit einem festen Ziel (z.B. eine Wanderung oder ein Spaziergang von A nach B). Zudem wird ein Waldbad i.d.R. mit Achtsamkeits- und Qi Gong-Übungen angereichert, wodurch sich die positive Wirkung eines Waldaufenthaltes verstärkt. Ich kann verstehen, dass man sich am Begriff Waldbaden stört. Mir ging das anfangs ganz genauso. Bis mir auffiel, dass wir ja auch Sonnenbaden gehen. Seitdem habe ich meinen Frieden mit dem Begriff gemacht. Ich dachte bis vor kurzem, Shinrin Yoku hieße übersetzt: In die Waldatmosphäre eintauchen. Erst am WE hat mir eine Japanerin, die Teil einer 8-köpfigen Gruppe war, mit der ich ein Waldbad gemacht habe, erzählt, was es wirklich heißt: Großer Wald, kleiner Wald, baden. Mit Spiritualität hat Waldbaden jedenfalls rein gar nichts zu tun! Um noch auf die Gedankenanstöße des Eingangsposts einzugehen: meist eine Kombination aus beidem: (langsame) Bewegungen und Ruhe mit Gruppen immer auf Wegen, am besten auf unbefestigten, verschlungenen Pfaden zu jeder Jahreszeit ich am liebsten Barfuß; mit Gruppen, bzw. Teilnehmern, die im Barfußgehen ungeübt sind, ggf. ein Stück Barfuß irgendwie sind ja doch immer alle Sinneseindrücke beteiligt; eine schöne Variante ist aber z.B. eine Waldbadreihe, jedesmal steht ein anderer Sinn im Vordergrund mir sagt tagsüber mehr zu; nachts unterwegs zu sein ist für mich eher ein Nachtspaziergang - und dafür finde ich eine offene Landschaft besser geeignet allein, zu zweit, in der Gruppe - ich finde jede Variante hat ihren eigenen Reiz Dauer mind. 2, max. 4 Std. beim Ablauf steht das Ankommen in der Achtsamkeit und in der Langsamkeit natürlich an erster Stelle, wer gewillt bzw. in der Lage ist sich darauf einzulassen, wird nach einem Waldbad sehr entspannt und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gehen ein Begriff, an den man sich gewöhnen muss, der es dann aber doch gut trifft; treffen würde es auch: In die Waldatmosphäre eintauchen Zitate über Wald und Bäume gibt es zuhauf, z.B.: "Nichts ist heiliger, nichts ist vorbildlicher als ein schöner, starker Baum." (Hermann Hesse)
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  47. Ein Titan-Gepäckträger für 139€ finde ich jetzt nicht so übertrieben teuer. Ich habe meinen bei Kleinanzeigen neu für 110 gekauft. Davon abgesehen habe ich noch 100€ für meine Taschen ausgegeben. Demnach hat mein komplettes Setup fürs Bikepacking 220€ gekostet und ist dazu noch absolut alltagstauglich. Wenn man die Preise für Rahmentasche, Lenkertasche und Satteltasche von etablierten Herstellern aufaddiert kommt man auf ganz andere Beträge. Selbst ein Komplettset von Rockbros aus China kommt mal schnell auf 170€ Euro. Damit möchte ich nicht sagen, dass der Airy ein Schnäppchen ist. In der Relation zu anderen Bickepacking-Systemen oder Fahrradteilen finde ich jedoch nicht, dass es eine "absolute Frechheit" ist.
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  48. Ob es irgend jemandem außer mir was hilft: wer weiß das schon? Ich auf jeden Fall hatte noch etwas 18g/m² DCF rumliegen und somit Spaß beim Herstellen einer Regenabdeckung meiner in Zukunft außen am Rucksack wohnenden EXPED Flexmat Plus. Ich hab es Quick and Dirty gemacht, einfach die Ränder umgeklebt, dabei das Gummiband schon eingelegt gehabt und die Ecken noch diagonal abgeschnitten und verklebt, einen Tanka rein, fertig. Arbeitsaufwand ca. 1 h, wegen wenig Erfahrung mit DCF-Kleben. Warum nicht einfach nur Plastiktüte um die ganze Matte? Weil ich die Matte an der Rückseite unverlierbar am Rucksack befestige und somit die Rückseite offen sein muss. Wenn jetzt die Matte hinten bei Regen etwas nass wird, stört mich das nicht so. Das ist dann eben unten im Zelt. Ich hoffe, dass nicht allzu viel Wasser ansonsten seitlich reinläuft. Das wird die Zukunft (oder ein Duschtest) zeigen...
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  49. El Barato

    outdoor plastikfrei

    Permethrin lähmt und tötet bei Kontakt sämtliche Insekten und Spinnentiere. Wenn es in Gewässer gelangt, lähmt und tötet es dort alle Fische und Krustentiere. https://de.wikipedia.org/wiki/Permethrin. Ein einzelner Wander mit Permethrin auf den Schuhen ist bestimmt kein Problem. Zigtausende Permethrinhiker auf allen Pfaden der Welt, hinterlassen möglicherweise eine Spur des Todes
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