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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 14.07.2019 in allen Bereichen

  1. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    schwyzi und 3 andere reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Am Sonntag den 30.06. kamen wir nachmittags in Dillenburg oder eher "Dillenbourg" an.. die Dillenburger Hessen haben einen Dialekt der an us-amerikanisches Nuscheln erinnert:
  2. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    schwyzi und 3 andere reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Hier noch ein paar Lagerimpressionen:
  3. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    kai und 3 andere reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    4 Punkte
  4. 4 Punkte
    Ok, also zurück von einer Traumtour: Erstmal noch ein großes Danke an alle! Die Tour war ein surrealer Traum durch das wundervolle Island. Kann ich nur jedem empfehlen. So viele Eindrücke und Naturspektakel! Haben letztlich da die Touren eher kurz waren für uns von Leirubakki bis Landmannalaugar (Hellismannaleid Trail) nur zwei Tage gemacht mit dafür einem Doppeltag in Landmannalaugar (hier bietet es sich aufgrund der super Tagestouren an), dann der Laugavegur in 2 Tagen (immer noch gut zu laufen) mit wieder Doppeltag in Pörsmörk (mit wieder guten Tagestrails) und dann Firmvorduhals Trail (Pörsmörk bis Skogar) ebenfalls an einem Tag. 1) Wasser gab es überall, wir hatte einen Sawyer + Aktivkohlefilter dabei, dadurch verschwindet der Schwefelgeschmack völlig. Hätte man aber nicht benötigt, dennoch haben viele gefiltert. 2) Gas: War ein Problem! Haben es kurz vor Ladenschluss um 21 Uhr bei N1 in der Stadt noch bekommen, leider eine 400er Kartusche, die 240er gibt es wirklich nur Tagsüber in Reykjavic in Outdoorshops. 3) Karte geht ÜBERALL und für jeden noch so kleinen Betrag. Bargeld war absolut unnötig. Danke!
  5. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    kai und 2 andere reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    3 Punkte
  6. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    schwyzi und 2 andere reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Nachdem wir erfolgreich vor einem Gewitter flüchteten, wurde aus der Not heraus in dieser Schutzhütte übernachtet:
  7. Ich bin dann mal weg ...

    rentoo und 2 andere reagierte auf Wanderfisch für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    @rentoo Bin schon ganz hibbelig. Nächste Woche geht's endlich mal wieder 'raus und dank Deines schönen Foto-Reiseberichts wird es auch für mich der Soonwaldsteig werden. Geplant sind 4 Tage Thu-Hike autark mit cold soaking (letzteres wird ein Draußen-Erstversuch, habe zuhause schon einige Male probe-gesoaked.)
  8. 3 Punkte
    Fazit: Schöner Steig, hat Spass gemacht. Die Strecke gefällt, doch einiges an naturbelassenen Wegen, natürlich auch viel Forstwege - so ist das in Deutschland nunmal. Aber es gibt an sich keine Etappe die doof war. Anfang vor allem auch ne Menge Höhenmeter. Die Streckenführung in den Ortschaften könnte glaube ich manchmal etwas eleganter sein. Aber das war nicht entscheidend. Wer mehr Zeit hat, kann bestimmt auch noch schön die ganzen Burgen, Museen und Städte besichtigen. Ausrüstung hat alles gut geklappt. Hätte auch noch ein paar Dinge weglassen können. Etwas unzufrieden bin ich mit der Kamera, aber das ist einfach ne alte Kompaktkamera. Mal sehen ob ich nächstes Mal mehr mitnehme. Wetter war super! Einen halben Tag Regen, sonst überwiegend schönes Wetter mit gemäßigten Temperaturen. Und leer war es! Man erwartet ja grade bei etablierten Wegen einiges an Publikum - ich war oft alleine unterwegs. Stealth-Camping wäre bestimmt auch möglich gewesen. Aber ich habe die Campingplätze nicht bereut. So ne Dusche ist ja schon was angenehmes. Was ich verbessern muss ist auf meine Füße zu hören. Der Einbruch an Tag 3 ist mir irgendwie immernoch rätselhaft, kann ich aber mit leben. Das mit den Blasen hinterher war aber bestimmt vermeidbar.
  9. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    schwyzi und ein anderer reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Hallo Zusammen, Vom 26.06. - 30.06. bin ich mit @runnindom den Rothaarsteig gelaufen. Da Anfang Juli das Sabbatical von runnindom endete bot sich hier noch eine Gelegenheit eine kleine Wanderung zusammen zu starten. Section II des Westwegs wurde dafür auf den September verlegt. Nach einer zweieinhalbstündigen Bimmelbahnfahrt von Marburg nach Brilon im Hochsauerland starteten wir den Rothaarsteig am späten Nachmittag des 26.06. um 17 Uhr am Rathaus in Brilon:
  10. 2 Punkte
    Wie hier schon angekündigt habe ich diese Woche den Neckarsteig durchwandert. Ich bin noch relativer Einsteiger beim Thema Wandern. Die längste Tour waren drei Tage im Grand Canyon vergangenes Jahr. Das hier sollte die erste Tour eines Fernwanderwegs werden. Rucksackgewicht so um die 5-6 Kilo + Wasser/Essen. Tag 1. Anreise / Heidelberg / Neckarsteinach (circa 24 Km) Nach einer zu kurzen Nacht mache ich mich morgens mit dem Zug nach Heidelberg auf. Dort bin ich mit einem alten Kumpel verabredet. Wir haben uns lange nicht gesehen und so freue ich mich drauf Jan mal wieder zu treffen. Er holt mich am Bahnhof ab und wir schlendern durch die Stadt, verzehren leckere Croissants bei einem französischen Bäcker und quatschen im Hof irgendeines Uni Gebäudes. Dort fülle ich auch meine Trinkblase mit Wasser bevor wir uns zum Heidelberger Schloß aufmachen. Das Schloß ist der offizielle Startpunkt des Trails. Doch irgendwie kommt mir das geschummelt vor. Liegt das Schloß doch über der Stadt und so muss man schon zuvor eine ganz ordentliche Zahl an Höhenmetern überwinden, die im Streckenprofil nicht auftauchen. Zwischen Bahnhof und Schloß liegen bestimmt 3 Kilometer und 100 Höhenmeter. Wir machen noch ein Foto am Tor - dem offiziellen Startpunkt und ich mache mich auf den Weg. Es ist ungefähr 12:30Uhr. Seltsamerweise ist der Startpunkt hier an gar keiner Stelle ausgeschrieben oder erwähnt. Man findet zwar die Markierungen, aber das wars auch. Zuerst laufe ich sogar in die falsche Richtung, denn es gibt neben dem Neckarsteig auch den Neckarweg - der ist die Verlängerung - und dessen Zeichen sieht fast identisch aus. Wer hat sich das denn ausgedacht? Der Weg führt mich zunächst oberhalb des Schloßes vorbei, was einen tollen Blick bietet und anschließend geht es weiter bergauf. Nach ein paar Minuten erreiche ich einen Wanderparkplatz - und siehe da: Hier steht auf einmal das Start/Ziel Schild des Steigs. Was soll das denn? Naja, immerhin gibt es doch eins. Das hier ist nicht nur der Start des Trails, hier erwartet mich auch sofort die höchste Erhebung der ganzen Strecke, man läuft auf den Königsstuhl hinauf. Das besondere dabei? Man nimmt die sogenannte Himmelsleiter. Der Weg führt einfach grade den Berg hinauf, über mehr als Tausend grobe Steinstufen. Puh! Schnell wird mir warm und ich wechsele von der Hose in die Shorts. Da weit und breit niemand zu sehen ist, einfach mitten auf dem Trail. Der Aufstieg hat es ganz schön in sich, wie gesagt es geht einfach grade bergauf. Erschwerend kommt hinzu, dass ich ja gerade erst starte und noch gar keinen Laufrhythmus gefunden habe. Die unebenen Stufen helfen nicht wirklich dabei. Und es geht immer weiter aufwärts. "Himmels"-Leiter? Ich denke nur "Hölle Hölle Hölle" - Erinnerungen an den Grand Canyon werden wach, es fehlen nur die Ausscheidungen der Maultiere. Oben angekommen wird man aber mit einem schönen Ausblick auf Heidelberg belohnt. Und von jetzt an gehts bergab! Es geht erstmal überwiegend flach weiter, meist über breite Wege, gelegentlich unterbrochen von kleineren Pfaden, so beim ersten Abstieg. Man läuft nur durch den Wald, so dass man das warme Wetter gut ertragen kann. Ich treffe nur vereinzelt andere Menschen und habe den Wald überwiegend für mich allein. An einer Stelle geht es wieder bergauf und nach einiger Zeit merke ich, dass gar keine Markierungen mehr zu sehen sind. Hätte ich etwa abbiegen müssen? Aber da war doch gar keine Abzweigung? Nur dieser breite Weg?! Ich gehe zunächst weiter, aber als an der folgenden Kreuzung keine Markierungen zu sehen sind bin ich wohl das erste Mal vom Weg abgekommen. Naja, gehen wir mal in die Richtung, in der ich den Trail erwarte. Ich finde ihn auch tatsächlich nach einiger Zeit wieder. Dazwischen war noch eine tolle Schutzhütte mit Grillplatz und viel Fläche, leider habe ich keinen Grund hier zu pausieren oder übernachten. An sich sollte ich mich ärgern über den Umweg (noch dazu bergauf!), aber der Trail ist hier sehr schön und so geht es gut gelaunt weiter. Unterwegs begenet mir ein Reh. Das Wetter wird immer wärmer und so plane ich eine Pause in Neckargemünd ein, dem ersten Ort der an der Strecke liegt. Doch leider ist das enttäsuchend, schafft es der Weg doch die Altstadt zu verpassen. An einer Stelle habe ich den Eindruck hier könnte man doch gleich einen Platz finden, vielleicht ein Lokal um einzukehren - aber dann biegt man in die andere Richtung ab. Ich komme zum Bahnhof und plötzlich ist man auch schon wieder aus dem Ort raus. Es geht recht steil bergauf durch ein Wohngebiet, und am Ende geht es schon wieder Stufen hoch! Davon hatte ich doch schon genug heute. Nach einiger Zeit komme ich aber an einen schönen Aussichtspunkt, von dem aus man einen tollen Blick über den Ort und in Richtung Dillsberg hat. Es gibt auch eine schöne Hütte und so wird die Pause hier nachgeholt. Es geht weiter durch den Wald und so langsam merke ich wie ich müde werde. An einer Stelle gibt es einen Wegweiser in das Dorf unten. Nach einem kurzen Blick auf die Karte entscheide ich mich dazu den Trail zu verlassen und abzusteigen. Das spart mir den nächsten Berg und führt mich direkt zum Campingplatz in Neckarsteinach. Der Weg führt mich in einem großen Bogen am Neckar entlang. Dabei sehe ich einige der Burgen (dazu morgen mehr) und passiere ein Denkmal für Eichendorff, der hier wohl auch schon gewandert ist. Der Empfang des Campingplatzes ist nicht mehr besetzt, so trage ich mich nur ein und stelle dann mein Zelt auf der Wiese auf. Die Dusche ist doof kontruiert und macht alles nass in der Kabine, gut dass ich meinen Kram im Drybag trage. Leider gibt es auch nichts mehr zu essen oder trinken, nur einen Automaten der Würstchen und Eier enthält - und vom lokalen Metzger betrieben wird?! Also mache ich abends noch einen Abstecher in den Ort, der auf der anderen Seite des Neckar liegt. Ich finde einen Imbiss und einen Biergarten. Dort sehe ich noch einen Teil des Fußballspieles, aber gehe nach der Halbzeit wieder. Später im Zelt bekomme ich noch ein Gespräch der anderen Gäste mit die mir das Endergebnis mitteilen. Gegen 22:30 Uhr gehe ich schlafen. (wird fortgesetzt)
  11. GPS Uhren

    schrenz und ein anderer reagierte auf Painhunter für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Uhr! Eindeutig!
  12. GPS Uhren

    Fabian. und ein anderer reagierte auf Painhunter für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    So nun 2 Tage mehr als Intensiv getestet und: Krass! Wer ne Uhr zum navigieren braucht, zuschlagen. Der Preis ist exorbitant, ich weiß, aber die Entlastung nicht ständig das Handy zu ziehen ist unglaublich. Und es spart 300g. Ich kann meinen Klopper zuhause lassen. Endlich. Hab für euch mal ein paar Fotos gemacht. Die Uhr bleibt!
  13. MYOG Gürteltasche / Fannypack / Wimmerl

    Mario294 und ein anderer reagierte auf Kay für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Arbeitsschritte: Die Größe der Tasche planen und das Schnittmuster konkretisieren. Die Skizze ist ohne NZ. Ich bin mit 2cm an allen Kanten gut zurecht gekommen. Die bauchseitige Gurtschlaufe & Handyhalterung nähen. Die obere Seite des Abstandsgewebes mit einem Ripsband o.ä. versäubern. Danach das Abstandsgewebe mit einer leicht gestrafften Leggings/Strumpfhose umhüllen (nur Vorderseite ohne Beine genügt) und an drei Seiten vernähen. Der Bund der Strumpfhose zeigt nach oben und bleibt offen. Das Handy hat dann zwischen Abstandsgewebe und Strumpfhose Platz. Ggf. auf der zukünftigen bauchseitigen Innenfläche Klettverschlüsse zur Befestigung der Kamerahülle anbringen (Flauschseite, dann kann man die Tasche auch ohne Kamera nutzen und z.B. mal eine Wollmütze transportieren) Das Gurtschlafen-Handy-Modul auf das Rechteck nähen. Nur oben und unten, seitlich bleibt offen, sonst kann man die Tasche nicht an einem Bauchgurt o.ä. auffädeln. Ggf. weitere Innentaschen oder Schlaufen (z.B. für Geld oder Schlüssel) an eine der Kanten annähen, an denen später der RV angenäht wird). Leicht ansteppen innerhalb der Nahtzugabe für den RV reicht aus. Die Tasche wird mit den Nähten, die für den RV nötig sind, ausreichend befestigt. Aus dem Rechteck eine "Boxy Bag" nähen. Diese Näh-Video hat mir dabei sehr weitergeholfen: https://www.youtube.com/watch?v=WM49cJyNia8
  14. Klymit Litewater Dinghy

    Omorotschka und ein anderer reagierte auf questor für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Den geeky spray skirt mod kennt ihr sicherlich? https://www.omick.net/adventure/packrafts/Klymit_LWD.html
  15. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    schwyzi und ein anderer reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Der erste Tag hatte noch Temperaturen um die 28 Grad und war dementsprechend heiß. Trotzdem liefen wir an diesem Nachmittag noch um die 20 km.
  16. Packrafting - Helm?

    crisensus und ein anderer reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Das was Du schreibst, hat, was die Aufblasbaren betrifft, bestimmt bei hoeheren WW-Graden seine volle Berechtigung, da eine Feststoffweste mit "gepolstertem" Rueckenteil, wenn man von der Stroemung gegen Felsen gedrueckt wird o.A. zusaetzlichen Schutz bietet, ausserdem kann sie nicht von spitzen Gegenstaenden so beschaedigt werden, dass sie keine Funktion mehr hat und wer haeufig in Grupen in staerkeren WW unterwegs ist, wird ja wahrscheinlich eh was mit Bergegurt haben wollen. Bei gemaessigteren Verhaeltnissen finde ich, dass eine Weste wie die Anfibio Buoy Boy durchaus ihre Berechtigung hat, nimmt kaum Platz im Trekking-Rucksack bei gemischten Touren weg, nicht so warm, durch Netz-Rueckenteil schiebt sie sich nicht so an den Packraft- Rueckenlehnen wie meine Feststoff-Weste hoch. Was nun die "gemuetlichen" Wanderpaddeltouren betrifft, denke ich, dass wenn einer alleine in einer Gegend paddelt, wo auch keine Zuschauer sind, er prima fuer sich selber entscheiden kann, ob er eine Weste anzieht. Wenn ich mit Anderen unterwegs bin denke ich mir, dass ich die Anderen mehr belaste, wenn ich mein Boot umschmeisse und keine Weste anhabe, denn dann werden sie sich eher darum kuemmern muessen, meinen Kram wieder, evtl von der Stroemung unter Baeume gespuelt usw einsammeln zu muessen, als wenn ich mich nicht noch zusaetzlich um Auftrieb kuemmern muss und mich darauf konzentrieren kann, meinen Kram einzusammeln. Es kommt fuer mich auch noch ein anderer Faktor dazu, fuer den ich vielleicht auch eher sensibilisiert bin, da ich haeufiger mit Kids unterwegs bin bzw war. Ich glaube wir sind uns alle einig, dass Kids immer eine Weste tragen sollten, wie soll man das Kids vernuenftig vermitteln bzw von ihnen diesbezueglich ernstgenommen werden, wenn Andere (oder gar man selber) in der Gruppe ohne Weste paddeln. Das hat z.B. bei mir dazu gefuehrt, dass, wenn ich Paddeltouren organisiert habe, sobald Kids dabei waren, klare Bedingung war, dass jeder eine Weste traegt. Ich sehe das aber auch noch ein Stueck weiter, auch wenn ich alleine auf Fluessen unterwegs bin, die nicht besonders einsam sind z.B. Fulda, Werra, Lippe, Sieg, um mal ein paar Beispiele aus meiner Gegend zu nennen, sehen mich jeden Tag x Kids vom Ufer aus und ich finde es da gut, mit gutem bzw sicheren Beispiel voran zu gehen, auch wenn das frueher, als ich die Buoy Boy noch nicht hatte, mit der Feststoff-Weste im Sommer teilweise ganz schoen warm war... Aber das muss jeder fuer sich selber entscheiden, gibt ja auch Leute, die nehmen, wenn sie alleine Unterwegs sind, keinen Wurfsack mit (offensichtlich sind da evtl Paddler, die nicht zu eigenen Gruppe gehoeren, nicht rettungswert) Was die heiklen Stellen betrifft, habe ich frueher bei Festrumpf-Canadier und Ally nach der Devise gehandelt, wenn ich ueberlegen muss, ob ich die Stelle paddele oder umtrage, trage ich sie um, ich merke aber, dass das jetzt min den Packrafts etwas aufgeweicht wird, die Dinger koennen haeufig deutlich mehr unter solchen Verhaeltnissen, da liegt (noch) meine Angstschwelle deutlich drunter Klar grundsaetzlich sehe ich das genauso, gibt halt manche Sportarten, da ist Anhalten leicht, wie Wandern, Windsurfen, Mountainbiken und Andere, da ist es schwieriger wie Paddeln in staerkerer Stroemung oder GL-Fliegen Aber im Vergleich z.B. zu meinen frueheren Festrumpf oder Allys, habe ich das Gefuehl, ein Packraft passt auch noch in die kleinste Kehrwasserluecke und ich kann mir so deutlich mehr "Atempausen" fuer die "Uebersicht" verschaffen, als frueher mit den deutlich laengeren Booten. Aber klar, bei hoeheren WW-Graden oder viel Fels ist ein Helm sehr sinnvoll bzw unverzichtbar und ja teilweise z.B. Regen, auch vorgeschrieben... Ist halt wie immer beim Thema Sicherheit, da muss jeder seinen eigenen Weg finden...
  17. 2 Punkte
    @Tipple du schweden ist saugeil! Dänemark steht dem in nichts nach und ja ich wünsche dir und deiner Schwester viel viel Spaß auf eurer Tour... Wo wollt ihr hin? Ich bin gespannt wie mein ultralight Erlebnis sein wird mit meinen knapp 2900g. Mit Wasser und zu essen werden es denke ich so um die 8kg sein... Gepackt ist schon und nun wird fleißig trainiert. Heute 21km locker geschafft, morgen sollen es 30km werden.
  18. Ausrüstungs-Vorfreude-Thread

    ArminS und ein anderer reagierte auf Cyco2 für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Vorfreude auf die Lieferung ist jetzt vorbei - dafür ist die Vorfreude auf den ersten Trip umso größer Erster Aufbauversuch: was sagt ihr?
  19. Klymit Litewater Dinghy

    Tipple reagierte auf martinfarrent für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @wilbo bat (halbernst) um einen Bericht über die Brauchbarkeit dieses wirklich leichten und preisgünstigen Packrafts (wenn man es so titulieren darf). Erste Eindrücke sammele ich hoffentlich am Wochenende. Aber vorab schon mal ein Bild davon, wie der Rucksack für eine drei- bis fünftägige Tour bei berechenbar warmem Wetter aussehen könnte. Das Gewicht beträgt etwa 7,5 kg, enthält aber bereits die Consumables (außer Wasser). Es ginge sicherlich ein bisschen leichter - bspw. ist ein 700g Lunar Solo als Zelt mit eingepackt. Die aufblasbare Auftriebsweste wiegt nur 215 g, das Paddel allerdings rund 1,1 kg, das Boot selbst 1,2 kg mit Sitz und Pumpsack. Dabei sind neben dem üblichen Trekkingzeugs auch Crocs, Badehose und Neoprensocken, ein paar andere wasserspezifische Dinge und einige, die der nur mittleren Größe des Rucksacks (GG Kumo) geschuldet sind... als Wasserbehälter zum Beispiel die Water Cat von Ortlieb (satte 110 g, aber zum Umgurten). Insgesamt läppern sich die Quellen des Mehrgewichts auch bei diesem leichten Boot schnell - und bei einem größeren müsste unweigerlich ein anderer Rucksack eingesetzt werden. Und nochmal mein Disclaimer: Wenn das Ding so gar nichts taugt, höre ich auf die Experten und kaufe mir ein richtiges.
  20. Irgendwann™ hab ich mal großspurig behauptet, dass die Sächsische Schweiz ja quasi mein Wohnzimmer sei. Man sollte vorsichtig sein mit solchen Aussagen, denn sonst kommt irgendjemand™ und nimmt das wörtlich—und ehe man sichs versieht, stehen drei Männer im Wald und haben mehr Spaß, als man das in so einem Reisebericht jemals wiedergeben könnte. Aber von vorne: @Painhunter hat mich im Forum auf obige Aussage angeschrieben und gefragt, ob wir da nicht mal zusammen hingehen könnten, da er da noch nie war. Ich hab zwar noch nie vorher 'Reiseleitung' gemacht, aber hey—irgendwann muss man das ja mal lernen. Komoot raus, Route geplant, noch @bieber1 und @scrummy mit eingeladen (die dann leider kurzfristig nicht konnte) und der grobe Plan stand damit fest: es geht in die hintere Sächsische Schweiz, ein bisschen fernab der touristischen Hauptpfade—denn auf Schlange stehen an der Bastei hatte nach kurzer Absprache keiner so wirklich Lust. An einem schönen, regenfreien Wochenende im Mai ist die Sächsische Schweiz zwar zauberhaft schön und alles sprießt und grünt—aber das wissen halt auch viele Andere. Und so trug es sich zu, dass ich an einem Freitagmittag im Mai in Schmilka verwirrt über den Parkplatz gestolpert bin, auf der Suche nach zwei mir unbekannten Herren. Die dann da tatsächlich in der Sonne lagen Kurze Vorstellungsrunde (auf dem Wintertreffen hatten wir uns nur flüchtig gesehen), kurz auf die Karte geschaut und dann zogen Thomas (äh, Steffen), Andreas (äh, Alexander) und Martin (äh, Michael) bergan Richtung Felsen- und Waldparadies. Nach einem kurzen "ruppigen Anstieg"™ ging es dann gleich fernab der Waldautobahnen auf schmalen Pfaden über Wurzeln und Felsen Richtung Rotkehlchenstiege. Eine Spezialität in der Sächsischen Schweiz: wild in den Fels gehauene Treppen, Tritte und Metallbügel über die sich "die paar" Höhenmeter schnell überwinden lassen. Oben angekommen, war dann schnell klar: mir macht das Spaß, die Herren haben Spaß ("Boah Alter, sooo geil!") und die geplante Route und Tempo sind auf jeden Fall realistisch. Vorbei an kleinen Höhlen, Felsvorsprüngen und immer schöner werdenden Aussichten gabs dann erstmal eine kleine Rast am Carolafelsen, inklusive Fotoshooting, Käsekordeln und allerhand Gefachsimpel zwischendurch. Gestärkt und mit 8246 Fotos mehr auf dem Handy haben wir dann das nächste touristische Ziel in Angriff genommen: die Idagrotte. Da auf normalen Wegen ja jeder wandern kann, hab ich kleine Kraxeleien, "tiefste Gangart" und andere Schmankerl mit integriert—mit Erfolg! "Boah, wo führst Du uns denn lang?! Ist ja Mega! Hammer!". Mit ein wenig Überwindung hinsichtlich Höhenangst (gottseidank nicht nur ich!) in der Grotte angekommen war dann schnell klar: datt wird n feines Wochenende! Den Blick immer geschärft hinsichtlich Flora und Fauna gab es reichlich Snacks vom Wegesrand und ich hab viel gelernt, was eigentlich so alles essbar ist! Leider hab ich keine 'ernsthaften Waldbewohner' entdecken können: denn der Deal war, dass Andreas, äh, Alexander, einen meiner Ausrüstungsgegenstände trägt, sobald ich ein Tier entdecke. "Käfer und Spechte gilt nicht!" war aber natürlich OK, denn jeder von uns war mit einem Basisgewicht von unter 3kg unterwegs, zu dritt also insgesamt weniger, als manch andere Wandererin, denen man so begegnet ist. Nach einem wunderschönen Abstieg durch die Affensteine, über Felsen, Wurzeln und schmale Wanderpfade ging es dann auch schon in Richtung erster Lagerplatz. In der Sächsischen Schweiz gibt es das sogenannte 'Boofen'—also geduldetes Freiübernachten im Nationalpark an dafür vorgesehen Stellen. Das sind meist Felsvorsprünge und höhlenartige Stellen, an denen man ganz offiziell übernachten darf. Auf dem Weg zum Nachtlager konnten wir davon schon ein paar begutachten. Ist ne feine Sache: eigentlich kann man bei gutem Wetter sogar ohne Tarp losziehen, aber der Sicherheitssalamander in mir hat das natürlich trotzdem immer dabei. Aber vorher noch: Wasser auffüllen! Und da zeichnete sich dann auch schon ein Problem ab, dass ich vorher nicht mit eingeplant habe: Mitte Mai war schon alles an Quellen oder Rinnsalen, die 3 Wochen vorher noch reichlich Trinkwasser bereitgestellt haben ausgetrocknet. Also: kurzer Abstecher zur etwas ominös anmutenden Kneipe an der Felsenmühle, Wasser aufgefüllt, und zurück bergan zur ersten Boofe. Dort angekommen: Gear-Vergleich, Nestbau und gemeinsames Abendessen, denn wir waren tatsächlich alleine in der Boofe! Schon lustig, wie unterschiedlich wir UL-er dann doch alle sind, was für Vorlieben sich etablieren und was für manchen als essentiell angesehen wird andere garnicht erst dabei haben ("Wie, Du hast kein Kopfkissen?!"). Ich konnte auf jeden Fall noch einiges von "Oppa" lernen, was den Selbstbasteltrieb angeht und "Mega-Man" hat mich mit der Anzahl an Klamotten im Rucksack ("Socken und Jacke, mehr nicht.") doch auch überrascht. Naja, dafür war ich halt "der lange Lulatsch mit den Badelatschen in kurzer Hose"—auch OK Nach noch mehr Fachgesimpel ("Das Kopfkissen wiegt nur 17g, kannste ausprobieren!" oder "Ich trau mich nicht auf die Uberlite zu liegen, die sieht aus als würde sie platzen!" und "Du hast Dir n Pumpsack aus nem Bratschlauch selbst gebaut? Stark!") und guten Gesprächen ging es dann relativ zeitig ins Bett, bzw. bei Martin, äh, Michael sogar in die die Hängematte. Die Nacht war ruhig, um die 8 Grad—und keiner musste frieren. Was einen trotzdem nicht davon abhalten soll, morgens möglichst lange im kuscheligen Quilt zu liegen! Der Geruch von Kaffee oder Tee lockt dann aber doch jeden aus dem Daunennest. Halbwegs ausgeschlafen ging es dann erstmal wieder 'runter' von den Felsen, an weitern Boofen auf schmalen Bergpfaden vorbei. Was sich wegen morgendlicher Orientierungsunfähigkeit und "Ey, letztes Mal war da noch Wald und n Weg" meinerseits als abenteuerlicher und langwieriger rausgestellt hatte als geplant. "Da kommen wir nicht runter". "Da auch nicht". "Mist, Karte verloren. Naja—lass mal zurück gehen". Sorry Jungs Letztendlich haben wir dann aber doch das Zeughaus erreicht, allerdings hatte das noch zu. Also auch: wieder kein Wasser. So wurde der Plan gefasst auf jeden Fall das Belohnungs-Radler am Ende des Tages wahrzunehmen, denn für den Samstag war ein Rundweg geplant, so dass wir eh wieder am Zeughaus vorbeikommen würden. Den schönsten, waldigsten und verwunschenen, wenn auch längsten, Weg nehmend ging es dann in Richtung Hickelhöhle, vorbei am Altarstein und dann zur lang ersehnten Wasserquelle direkt an der Kirnitzsch. Die ausgiebige Mittagspause mit Essen köcheln, Füße kühlen und Wasservorräte auffüllen hatten wir uns dann auf jeden Fall schon verdient. Mangels sinnvoller Infrastruktur ("Hier gibt es leider nur wenig funktionierende LTE-Birken!") und damit ausbleibender Kommunikation mit dem Rest der Welt ging es dann entspannt weiter, Ziel Lindigtblick—also nutzloses Rauf, "Ooooh, geil!", Runter, Weiter. Wie immer halt. Das Ziel war klar, das Ziel wurde erreicht: ein kaltes Radler im Zeughaus. Die nächste Pausenbank war dann unsere und das Nachtlager nicht mehr weit, weshalb wir die Sonne noch genossen und dabei Stöcke und Trinken vergessen haben. Kurzer Sprint zurück, und dann wieder "ruppig bergan" zur ersten Boofe an den Kansteinen. Die war aber schon von reichlich UH-Wanderern belegt, weswegen wir nach einmal Aussicht-Genießen 'ums Eck' zur nächsten Boofe gewandert sind. Keine Aussicht, dafür wunderbare Ruhe, reichlich Platz und Zeit zum Abendessen und Quatschen. Ach: und zum Yoga machen, Diskutieren und Fachsimplen—was auch sonst! Herrlich. Diesmal alle auf dem Boden, müde, erschöpft—aber glücklich. Und dann war auch schon der letzte Tag angebrochen. Nach einer wärmeren ruhigen Nacht mit Blick in den bewaldeten Sternenhimmel ging es dann schon wieder in Richtung Ausgangspunkt nach Schmilka. Aber natürlich nicht, ohne noch den ein oder anderen wilden Pfad oder Aussichtspunkt mitzunehmen! Nach auf und ab, und schon wieder nur versiegten Wasserquellen ging es dann durch borkenkäferzerfressene Waldabschnitte ("Hübsch und hässlich!") in Richtung Heringsloch. Doch auch da: nix. Schon leicht dehydriert nach einem kurzen Schnack mit einem Ranger, den wir getroffen haben, sind wir dann noch auf ein Radler am Winterberg vorbei. Dort gibt es keine Gaststätte mehr, sondern nur noch einen kleinen Kiosk, der (festhalten) 9 Euro für einen Liter Wasser haben wollte. Dieses unverschämte Angebot haben wir dann doch ausgeschlagen und sind einfach weiter. Die letzten Riegel, Nüsschen und Erdnussbutter mampfend dem aufsteigenden, schnaufendem Touristenstrom entgegen ("Wie, ihr habt hier schon 2 Tage draussen geschlafen?!") noch die letzte schöne Aussicht von der Kleinen Bastei genossen, und dann war auch schon Abstieg und vor allem Abschied angesagt. Mit perfektem Timing am Parkplatz in Schmilka wieder angekommen, wurden wir mit Picknick und reichlich Wasser (!) empfangen. Kurz die Füße in die Elbe, und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Was ich gelernt habe: - Niedliche Tiere sind in unterschiedliche Kategorien einzuteilen: Schnuffis, Flauschis, Wauzis und noch viele weitere—und wie man diese zuordnet ist nicht trivial! - Alles was aufblasbar ist, kann zu einem Kopfkissen umgebaut werden. Auch Donuts. - Mit kurzer Hose und Sandalen in der Sächsischen Schweiz ist kein Problem, wenn man oft Zecken von den Beinen pflückt und Leukotape dabei hat. - Die 5 Eskalationsstufen einer Wildschweinbegegnung. Nix passiert, aber nun weiss ich was zu tun ist, wenn ich eines sehe - Bäche, die noch vor drei Wochen existierten sollte man nicht als Wasserstelle in der Route einplanen. - LTE-Birken sind rar in der Sächsischen Schweiz. - Eigentlich ist jede Stelle geeignet um sich mit einem Biwacksack hinzulegen - Es geht immer noch leichter, vor allem wenn man viel selbst bastelt - Borkenkäfer sind böse, aber machen schöne Muster. - Die Uberlite hält mindestens zwei Nächte! - Wir ULer sind alle n bisschen bekloppt, aber liebenswert! Vielen, vielen Dank an Michael und Alexander, ein Wiedersehen ist sicher!
  21. Soonwaldsteig - 5 Tage im Hunsrück

    fatrat reagierte auf rentoo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ende Mai, Anfang Juni 2019 bin ich den Soonwaldsteig mit einem Freund gegangen. Die ca. 85 km sind wir in 5 Etappen, mit 4 Übernachtungen gegangen. Da es offizielle Übernachtungsplätze gibt, die erste Nacht sogar auf einer prächtigen Burgruine, gab es absolut keinen Grund für Stealth Camping, zumal ich den Trend, offizielle Trekkingplätze zur Verfügung zu stellen, absolut unterstütze. Ich bin sehr glücklich, den Hunsrück, dessen Landschaftsbild stets zwischen schroffer und liebreizender Schönheit wechselt, kenngelernt zu haben. Auf- und Abstiege können teilweise ganz schön heftig sein, aber wie so oft, wird jede Anstrengung mit bezaubernder Landschaft und Aussichten belohnt. Viel Spaß beim Lesen dieses Reiseberichts. Lieber Gruß Rentoo Anreise Nach der Anreise mit dem Auto, das in Bingen am Rhein geparkt wurde, ging es mit der Bahn nach Kirn, wo der Startpunkt liegt. Die Zugfahrt dauert eine gute Stunde. Da es mittlerweile bereits gegen Nachmittag ging, sind wir nicht sofort auf den Trail gegangen, sondern haben in Kirn auf einem Campingplatz übernachtet, der ca. 3 km vom Beginn der ersten Etappe entfernt liegt. 1. Etappe Frisch gestärkt und bestens gelaunt konnten wir uns auf die erste Etappe stürzen. Da alle Übernachtungsplätze vorab gebucht und bestätigt waren, hatten wir keinen zeitlichen Spielraum und mussten uns an die vorgegebenen Etappen halten. Dies war aber selbstverständlich kein Problem, da die Tagesetappen bei der 5-Tages-Variante so zwischen 15 und 20 km liegen. Leider hat man bei der ersten Etappe noch nicht so richtig das Gefühl in der Natur zu sein, da man immer wieder Zivilisationsgeräusche, meist Motorräder und Autos wahrnimmt. Dennoch gibt es selbstverständlich sehr schöne Ecken. Das Tages-Highlight für mich war allerdings die Übernachtung auf der Schmidtburg. Dort hat übrigens auch der Schinderhannes gelebt. Den Übernachtungsplatz muss man gesondert von den Trekkingplätzen buchen. Der Burgvogt, ein netter älterer Herr verlangt 2,50 Euro pro Person. Mehrere Toiletten und Wasserstellen sind auf der Burg verteilt. Übrigens habe ich so einige nette Menschen dort kennengelernt. 2. Etappe Der 2. Tag auf dem Steig hat mich dann wieder richtig versöhnt. Endlich hatte ich das Gefühl so mitten in der Natur und ganz weit weg von der Zivilisation zu sein. Interessant ist, dass man auf dieser Etappe längere Strecken über Wege läuft, auf denen unzählige Steinbrocken liegen. Auch einige Geröllfelder sind zu überqueren. Der Tag hat echt Spaß gemacht. Ich weiß nicht, welche Hormone da bei mir ausgeschüttet wurden, aber ich hätte vor Begeisterung platzen können, so großartig war der Weg. Am Trekkingplatz angekommen, wurde aufgebaut und dann haben wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen. 3. Etappe Am 3. Tag wechselte die Landschaft von ihrer schroffen Schönheit in eine doch eher sanfte und liebreizende Seite. Ich habe mich mit dem Filmen und Fotografieren kaum bremsen können. Hier stelle ich einen typischen Trekkingplatz vor. Gut versteckt findet man ihn nur durch Zufall, oder wenn man ihn gebucht und gezahlt hat, denn dann erhält man die Koordinaten. Selbst Trail Magic gab es. Auf beiden Plätzen hatten die Verantwortlichen Wasserflaschen bereitgestellt, die man für einen Euro pro Flasche kaufen konnte. Da Wasser wirklich Mangelware ist, haben wir uns doch sehr darüber gefreut. 4. Etappe Der 4. Tag der Etappe war ziemlich darauf ausgelegt, Strecke zu machen. Selbstverständlich sind wir auch an diesem Tag durch eine atemberaubende Landschaft gegangen, doch leider waren große Teile davon mit Windrädern „verschandelt“. Nicht dass hier der Eindruck entsteht, dass ich nicht auf alternative Energiegewinnung stehe, aber Windräder zeigen einem eindeutig, dass die Zivilisation nicht weit entfernt ist. Die letzte Übernachtung fand nicht auf einem Trekkingplatz statt, sondern an der Lauschhütte, einem bewirtschafteten Wald-Ausflugslokal mit Klettergarten, Bogenschießen und einem Zeltplatz. 5. Etappe Die nun letzte Etappe führte uns wieder nach Bingen am Rhein. Zuerst dachte ich, dass hier die Landschaft in den Hintergrund tritt und stattdessen Strecke machen angesagt ist, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Denn noch bevor man den Rhein zum ersten Mal sieht erinnert der Soonwaldsteig noch einmal ganz deutlich daran, dass es sich lohnt, ihn zu laufen. Da ausgerechnet an diesem Tag Vatertag war, waren selbstverständlich viele Menschen unterwegs. So einige Einladungen auf ein Bier konnte ich nicht ablehnen, was dazu führte, dass ich die letzten Kilometer bis zum Bahnhof ziemlich getorkelt bin. Das war eine sehr interessante Erfahrung für mich. Fazit Ich bin richtig glücklich, den Soonwaldsteig gegangen zu sein. Der Mangel an natürlichen Wasserstellen wird durch das Netz offener Wasserhähne ausgeglichen. Wer plant, den Steig zu gehen sollte sich unbedingt auch die GPX-Datei mit den angebotenen Wasserstellen herunterladen. Ich empfehle dafür zu sorgen, dass man mindestens immer 3 liter Wasser dabei hat. Alle Infos zum Steig findet man unter www.soonwaldsteig.de. LG rentoo
  22. Ausrüstungs-Vorfreude-Thread

    ArminS reagierte auf Ultralight82 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Mein 2,5m x 1,35m Camo Cuben Tarp kommt nächste Woche 94g! Eine schöne zweistellige Zahl endlich SUL!
  23. Vorstellungsthread

    SouthWest reagierte auf kaik411 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo liebe Forengemeinde, ich bin der Kai, 27 Jahre alt und komme aus dem nördlichen Westerwald. Nach mehreren Jahren Wander-Abstinenz hat es mich wieder gepackt und ich bin nächsten Monat nochmal in Schottland unterwegs. Da jetzt erstmal meine bereits vorhandene Ausrüstung gesichtet und ggf. ergänzt werden muss, habe ich mich hier nochmal angemeldet.
  24. Klymit Litewater Dinghy

    martinfarrent reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Du willst jetzt aber nicht Deine Luftmatraze mit Sitzkuhle mit einem normalen Packraft vergleichen ? Da hast Du durch vernuenftige Bordwaende bzw Schlaeuche einen festen Sitz, brauchst nicht das Gepaeck mit den Beinen festzuhalten, da es vorne quer an Befestigungslaschen auf den Bug geschnallt wird, nen vernuenftigen Sitz mit Rueckenlehne, statt einem einfach beschichteten Polyester ein doppelt beschichtetes Nylon und eine Bootsform, dass Du auch noch was Anderes machen kannst, als Dich etwas Paddelunterstuetzung treiben zu lassen und sitzt deutlich trockener. So ein Spassteil hat klar seine Berechtigung, rel preiswert (ist ja schon teurer als eine Luma oder ein Supermarkt-Schlauchi) man kann fuer den Preis bestimmt eine Menge Spass auf ruhigen Fliesgewaessern (wie eben diesem unteren Teil der Sieg, den Du gepaddelt bist) oder kleineren Seen haben, der Hersteller schreibt ja auch klar " We recommend the LWD for conditions of mild flat water to small waves." aber zu einem Delta liegen da imho Welten zwischen und von da zum Adventure und von da aus zu solchen Teilen wie dem Alligator (pro).... Aber jeder geht bzw paddelt seinen Weg, es sind ja auch schon Leute mit dem Tretboot ueber den Atlantik... Ich bin da schon sehr gespannt drauf, wenn wir gemeinsam die Lippe paddeln und freue mich da speziell auf die ersten 30 km vom Lippesee, da ist ein bisschen Entertainment, ich paddele auch gerne zuerst die Wehre usw, dass ich Deinen Kram wieder einsammeln kann Aber wer weiss, ich haette auch normalen Packrafts nie das zugetraut, was sie koennen und fuer jemand mit ner PE-Wildwasser-Spielschuessel ist das wahrscheinlich voellig unverstaendlich, wie man sich mit so einer Gummiwurst auf bewegtes Wasser trauen kann
  25. UL-Rucksack 20 Liter gesucht

    Kay reagierte auf ULgäuer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Möchte noch nachwerfen, dass man im Bereich Laufrucksäcke äußerst praktische Modelle findet, wie z.B. den Salomon Peak 20, den ich empfehlen kann. https://www.amazon.de/Salomon-Leichter-Wanderrucksack-schwarz-L37997300/dp/B014EBOZHO/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=salomon+peak+20&qid=1563122716&s=gateway&sr=8-1
  26. 3f ul gear Rain poncho

    Ultralight82 reagierte auf iinxx für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hi, habe wahrscheinlich den gleichen Poncho und bin sehr zufrieden. Nutze ihr (klar) als Regenponcho, als Tarp sowie mit selbstgemachter Klettverbindung zum zweiten Poncho als Zweiertarp und auch als Unterlage für die Isomatte. Für warme Sommer- und Regentage kein Problem.
  27. Zpacks Duplex Zelt

    Heino reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    https://www.finanztip.de/einfuhrzoll/ .. also mal unter uns Pastorentöchtern. Wer würde denn ernsthaft ein gebrauchtes Zelt bei Rückreise nach Deutschland als Import deklarieren ... VG. -wilbo-
  28. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    kai reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Alles in Allem ein schöner Weg in der Mitte Deutschlands, der sich gut für spontane Hikes eignet. In Teilen war mir der Weg durch andere Wanderungen und Mtb-Touren auch schon bekannt. Hier noch meine Packliste: UL-Packliste Rothaarsteig 2019.rtf
  29. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    schwyzi reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Es gab viele Quellen am Weg.. unteranderem kamen wir an den Quellen von Ruhr, Eder, Lahn und Sieg vorbei...:
  30. Zeckenschutzmittel

    masui_ reagierte auf questor für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ode an die Hängematte, man schwebt beruhigt über den Dinge(r)n. Dazu unterwegs inzwischen eher möglichst kurze Hosen und wiederholtes absuchen nach verdächtigen Passagen anstelle langer Kleidung, unter die ich den ganzen Tag nicht vernünftig drunter schauen kann und dann erst im Lager bei Halbdunkelzeit im Schein der UL-Funzel die Hälfte übersieht, weil sie sich bereits in schwer einsehbaren Körperregionen eingenistet haben. Mich mit dem hochkonzentrierten deet direkt auf die Haut einzujauchen bringe ich nur ungerne über mich, ist da mehr über die Wirkung beim Menschen bekannt? Beine und Schuhe bekommen mehrmals am Tag eine Portion vom DM Zeug ab, das vermeintlich auf natürlicher Basis beruht - whatever that means... Habe zumeist auch keine Funde - wenn, dann aber richtig.
  31. - Rothaarsteig 26.06. - 30.06. -

    kai reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Der Rothaarsteig wird regionstouristisch als "Premiumwanderweg" präsentiert und als "Weg der Sinne" bezeichnet.. klingt affig. Was man aber sagen kann, dass dieser Weg trotz seiner Nähe zum Ruhrgebiet, Köln, Düsseldorf etc. sehr abgelegen ist. Er führt wirklich größtenteils auf Singletrails durch den Wald und es gibt nicht viele Siedlungen am Weg.. Hier noch ein paar Impressionen:
  32. Klymit Litewater Dinghy

    martinfarrent reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Evtl ergibt sich da im September bei einer gemeinsamen Tour eine Moeglichkeit...
  33. Lunar solo cuben Klon.

    Firehawk reagierte auf P4uL0 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich habe wochenlang rum überlegt ob ich das jetzt machen soll oder nicht. Zum einen habe ich schon ein Lunar solo und zum anderen ist cuben sehr teuer und die Gefahr des scheiterns groß! Letztendlich habe ich es dann doch gewagt und habe mir folgendes Materiel bestellt: 6,5 lfm 18g cuben (Korpus) 0,3 lfm 26g cuben (Verstärkungen) 3,0 lfm 55g silnylon (Bodenwanne) 20 Meter Transferklebeband 3,0 lfm 25g Moskitonetz Kosten: ca. 300€ Zu Hause hatte ich die übrigen Sachen wie Gurtband und Gummibänder. Ich will nicht großartig ins Detail gehen, aber es war schon recht umfangreich. Zuerst habe ich alle Teile mit Aufmaß fürs kleben und nähen ausgeschnitten, wofür die Rollenbreite gerade so reichte. Als nächstes wurde der Korpus bis auf die Beaks zusammengeklebt und an Korpus und Beaks die Abspannpunkte die ich aus dem 26er cuben gemacht habe aufgeklebt. Hier waren die Knie schon vom stundenlangen knien auf dem Holzboden im Eimer, aber egal am nächsten Tag gehts weiter Jetzt war die Bodenwanne dran. Ich habe als erstes die Netzteile an das Bodenteil genäht und anschließend die Reiser eingenäht. Die Reiser habe ich anders gemacht als beim Original, da ich es trotz zwei Versuchen nicht geschafft habe einen Reiser um die Kurve zu nähen.........also einfach zwei Stück einzeln eingenäht, passt auch!! Jetzt kam das kniffligste: die Hochzeit beider Teile. Zuerst aber noch mit Bleistift Linien auf den Korpus gezeichnet wo der Netzrand angenäht wird. Hier ist mir dann der erste kleine "Fehler" passiert. Dadurch dass das Netz dehnbar ist stimmten die markierten Eckpunkte nicht mehr ganz überein, was sich etwas auf die Optik der Bodenwanne niederschlägt. Dann wurde wieder mal Meter um Meter Klebeband an die Beaks geklebt um diese dann an den Korpus zu kleben. Der Bereich der Spitze brachte mich kurz zur Verzweiflung, das diese ja jeweils 15cm ums Eck auf die andere Seite gehen. Ich wusste ich nicht wie ich das Teil handhaben soll, da das ja jetzt nicht mehr schön flach auf den Boden liegt und mann gleichzeitig die Schutzschicht der Klebebandes abziehen muss, schauen muss das keine Falten entstehen und das mann nicht aus Versehen mit der Klebefläche wo anders festklebt und somit die Kacke am dampfen ist. Vieeeeeeele Schweißausbrüche später war es dann doch geschafft. Jetzt noch alle Kanten außen umsäumen und die Schlaufen der Abspannung aufgenäht Am dritten Tag dann zum aufbauen in den Park gefahren und gleich gemerkt das ich die Gummibänder die die Bodenwanne straff ziehen vergessen habe. Alles wieder zornig eingepackt und zu Hause die Gummis an die Wanne genäht. Wieder im Park dann aufgestellt und die Gummis vorerst mal nur an den Schlaufen der Ecken angeknotet, wird noch vernäht wenn richtige Länge ermittelt wurde. Dann wieder gesehen das ich keine Möglichkeit habe die aufgerollten Beaks zu fixieren, also nochmal Heim und noch Schlaufe und Gummi angenäht.......mann mann mann. Was mir dann noch aufgefallen ist das die Beaks recht steil sind, was so nicht sein sollte. Kurzes nachmessen zeigte das ich wo nen Zahlendrehen hatte, nicht weiter schlimm nur kann ich die Beaks nicht wie geplant an der Hauptschnur befestigen kann und mir was anderes überlegen muss. Auf den Bildern sieht mann (wer das Original kennt) das die "Überhänge" länger sind als beim Original. Das habe ich bewusst so gemacht, da ich schon 3 mal bei starkem Regen mit Wind den Dreck ins Zelt geschleudert bekommen habe. Damit sollte jetzt Schluss sein. Zudem habe ich die Abspannschnur nach außen verlegt, da ich das immer nervig finde da unter der Spitze. Fazit: Am meisten haben ich von der Sache erstmal schmerzende Knie und Ellenbogen, da ich von den 15 Stunden Arbeitszeit locker 12 kniend verbracht habe. Aber im großen und ganzen bin ich echt zufrieden, das einzige was mich stört ist das die Bodenwanne etwas undefiniert im Raum steht. Ich weis aber gar nicht wirklich warum. Ich denke eine Summe aus kleinen Ungenauigkeiten und das beim Original die Dehnung des Silnylons etwas entgegen kommt. Ich werde es mal etwas höher abspannen vielleicht bringt das noch etwas. Gewicht inkl. Cubenpacksack: 420g
  34. Zpacks Duplex Zelt

    Heino reagierte auf Fabian. für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wenn du eh den PCT wanderst, würde ich das Zelt in den USA kaufen. Spart dann gegenüber einem Kauf in Deutschland knapp 400€. Soweit ich weiß, kannst du dir das Zelt auch zu den verschiedenen Trailangels schicken lassen. Kannst dich aber natürlich vorher hier informieren.
  35. 1 Punkt
    Wir laufen ein wenig auf dem Ås till Åsleden in Skane @Ultralight82. Nix wildes also.
  36. neues ul-zelt (für buschcrafter?)

    dasbleibtzuhause reagierte auf Chiemgauer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Umweltfreundlich & Nachhaltig ….
  37. Klymit Litewater Dinghy

    martinfarrent reagierte auf derray für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich auch! mfg der Ray
  38. GPS Uhren

    roli reagierte auf kra für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Um die schleiche ich auch immer wieder mal rum - hab bisher die 735 zum laufen. Die Navigation beim Laufen ist ganz gut, aber du siehst halt nix weiter als die geplante Linie. Da wäre so ne (rudimentäre) Kartenfunktion schon nett.... Das du das jetzt geschrieben hast - die Läuse mögen dich beißen . Jetzt ist der Wunsch wieder aufgewacht und...
  39. hallo ihrs, mal ein kurzes lebenszeichen u stand der dinge... nach 61 tagen (5.oder 6.7.) bin ich in konstanz angkommen. da ich noch zeit bis mitte ausgust habe, war die idee den e1 weiter nach genua zu laufen- je länger ich aber drüber nachgedacht habe umso mehr missfiel mir die idee- also planänderung bzw -erweiterung: weiter auf dem e5 nach verona- zwischenzeitlich bin ich bis nach sonthofen gelaufen ich mache grad ein paar zeros in münchen und steige am mittwoch wieder ein- tanke jetzt nur grad ein wenig kraft für die letzten 470km. stand: 2063km flensburg-konstanz-sonthofen in 63 tagen (davon 10 zeros und so 2,3 nerodayz). mir gehts gut (mental und körperlich), dem gear auch (schwund ist immer) - ich freu mich auf die nexten kilometer nordflanke vom steineberg (nagelfluhkette, allgäu) wisst ihr bescheid
  40. Traumpfad München - Venedig 20.08.-11.09.

    J_P reagierte auf lobo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nachdem ich in den letzten Jahren immer wieder nen Teilabschnitt des Wege gemacht habe habe ich beschlossen dieses Jahr den gesamten Weg zu laufen. Im Internet finden sich ja einige Reisebereichte, aber hier hab ich darüber noch nicht allzuviel gefunden, daher gibts nen kurzen stichpunktartigen Bericht von mir Tourlänge: Der Traumpfad München - Venedig ist ca. 550 km lang und hat ungefähr 25.000 Höhenmeter. Ich war insgesamt 23 Tage unterwegs. Die 29 Etappen in dem Rother Wanderführer sind für Wanderer mit leichtem Gepäck echt deutlich übertrieben. Die ersten Tage habe ich zwar schon ziemlich durchgepowert aber ab dem 4. Tag war ich dann immer mit anderen Wanderern (mit deutlich mehr Gepäck) unterwegs und auch da war es kein Problem einzelne Etappen zusammenzulegen. Ich habe keinen Pausentag gemacht, habe aber eine Etappe wegen schlechtem Wetter (Schneesturm) abbrechen müssen und hab daher zweimal auf der Lizumerhütte übernachtet. Strecke: Ich bin die gesamte Strecke von München nach Venedig inklusive Flachetappen gelaufen und würde das auch so wieder machen. Den Teil in Deutschland an der Isar entlang fand ich echt schön. Die Flachetappen in Italien sind teilweise nicht so toll, da der Weg manchmal kilometerlang an Straßen entlang führt, aber sie gehören für mich trotzdem dazu. Der Schönste Moment war nach 22 Tage wandern am Meer anzukommen, das Gefühl hätte ich nicht gehabt wenn ich ab Belluno mit dem Bus oder Zug nach Venedig gefahren wäre Wetter: Es war wirklich alles dabei. Von 35 Grad im Schatten in den Flachetappen (in Deutschland und in Italien) über Starkregen, 40cm Neuschnee und nem Schneesturm mit fünf Meter Sicht... Orientierung: Ich habe zwar den Rother- Wanderführer ihn aber aus Gewichtsgründen zuhause gelasssen. Ich habe mir Karten rauskopiert und Telefonnummern rausgeschrieben, bin aber dann den gesamten Weg mit dem GPS Track aus dem Buch und ner kostenlosen Onlinekarte gelaufen (die besser war als die Kompass-Karten). Die Rother App (für 10,00€) zu dem Buch kann ich nicht empfehlen. Die Karten sind nicht gut und das Höhenprofil ist eine Katastrophe. Ich fand die Orientierung mit Handy super und deutlich besser als mit dem Wanderführer. Gerade bei Schnee und Nebel wenn man den Weg nicht so einfach finden kann war ich mit Handy und aktuellem Standort deutlich im Vorteil. Hütten/Unterkünfte reservieren: Ich habe die Hütten meiste gar nicht reserviert und wenn dann am selben Tag. Einmal war ich komplett alleine auf einer Hütte und einmal musste ich im Notlager schlafen. Nur ein einziges Mal war die Hütte komplett ausgebucht und wir mussten 2 Stunden bis zur nächsten Hütte laufen, was aber auch kein Problem war, da wir bereits um 13:30 Uhr bei der ersten Hütte waren... Machbarkeit: Meiner Meinung nach ist der Traumpfad für jeden der halbwegs schwindelfrei und fit ist gut machbar. Auch die Etappe mit dem Klettersteig (man sollte aber vorher schon Mal einen gemacht haben). Außerdem eignet er sich gut, wenn man keinen Wanderparter hat, aber ungerne alleine in den Bergen unterwegs ist. Wer will findet da immer einen Mitwanderer Trotzdem darf man das Wandern in den Bergen nie unterschätzen und muss beim Packen und Planen auf jedes Wetter eingestellt sein. Hüttentour vs draußen schlafen: Ich habe das ganze nicht als reine Hüttentour geplant sondern hatte auch Schlafsack, Isomatte und Tarp dabei und nen Basisgewicht von 4kg. Hier meine Packliste: https://lighterpack.com/r/1s2mqt Die Idee war vor allem in den ersten Nächten und auf den Flachetappen in Italien draußen und ansonsten meist auf Hütten zu schlafen. Anfangs habe ich mich auch an den Plan gehalten. Die erste Nacht habe ich auf einem Zeltplatz an der Isar verbracht und in der zweiten habe ich auf der Benediktenwand bivakiert. Nachdem ich aber am dritten Abend im Karwendelhaus einige andere München-Venedig Wanderer getroffen habe mit denen ich mich sehr gut verstanden habe wurde es ab da (außer noch einer Übernachtung in der Nähe von Pfunders) zu einer reinen Hüttentour einschließlich einiger Hotelübernachtungen in Italien. Fazit: Auch wenn die Nacht auf der Benediktenwand wirklich schön war und die Flexibilität mit Tarp und Schlafsack deutlich höher ist (was auch eine gewisse Sicherheit bietet) würde ich beim nächsten Mal die Tour als reine Hüttentour planen und mir die ca. 1,5kg für Tarp, Schlafsack, Isomatte, Kocher usw. sparen. Ausrüstung: Das würde ich das nächste Mal zuhause lassen: - Tarp, Schlafsack, Isomatte - Kocher und Topf - Daunenweste (habe ich nur als Kopfkissen verwendet) Das würde ich das nächste Mal mitnehmen: - Sonnenbrille (habe ich bis jetzt nie gebraucht, aber ein ganzer Tag in Sonne und Schnee hat mich dazu gebracht, dass ich nächstes Mal auf jeden Fall eine mitnehme) - Hut, Cap (hatte ich 5x dabei und nie gebraucht, deswegen dieses Mal zuhause gelassen, aber bei so viel Sonne habe ich mir oft eine gewunschen) Sonstiges zur Ausrüstung: - Trailrunning Schuhe waren trotz Problemen mit dem Sprungelenk vor der Tour überhaupt kein Problem auf dem Weg - Der Regenschirm hat mich auch in der Knirpsversion überzeugt - Die Kombination aus kurzer Wanderhose und langer Regenhose hat super geklappt. - Klettersteigset: Habe ich, wie im Rother beschrieben, zum Passo Duran geschickt und dann drei Tage später aus Belluno wieder heim geschickt. Man kann am Passo Duran auch ein Klettersteigset ausleihen (kostet 25€) und es dann zwei Tagesetappen nach Belluno wieder abgeben (muss dann aber auch dort übernachten). Finanziell ist ausleihen günstiger. Mein Paket nach Italien hat 18,00€ gekostet und das zurückschicken (mit zwei Klettersteigsets drin) 32,00€. Der Vorteil vom Zuschicken ist, dass man sich auch noch andere Sachen (Proviant usw.) zuschicken kann, sein Klettersteigset benutzen kann (was vielleicht einige lieber mögen) und man das Set 1-2 Tage früher wieder los wird. Allerdings habe ich auch eine Stunde auf der Post verbracht, bis ich das Paket endlich zurück schicken konnte.... Kosten: Ursprünglich bin ich von Gesamtkosten in Höhe von ca. 750€ ausgegangen, das hätte auch mit mehr Tarpübernachtungen und mehr Solowandern locker geklappt. Nachdem ich dann aber fast die gesamte Strecke mit trinkfreudigen Hütten-/Hotelwanderern unterwegs war, hat der gesamte Urlaub mit Hin- und Rückfahrt ca. 1100€ gekostet. Was auch vollkommen in Ordnung war. Ich hätte es ja auch anders haben können... Ist zwar jetzt kein wirklicher Tourenbericht geworden, aber vielleicht kann ich ja jemanden damit bei der Tourenplanung weiterhelfen Falls ihr Fragen habt könnt ihr euch gerne melden...
  41. 1 Punkt
    ich schmeiss mal diese playlist hier rein. kennt der/die ein oder andere sicherlich bereits. die käse-maccaroni sind top
  42. Vorstellungsthread

    ArminS reagierte auf Mandelyn für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo zusammen, Ich bin letztes Wochenende auf das Forum gestossen und habe gleich einen Account gemacht, weil ich denke, dass ich viel von euch lernen kann. Kurz zu meiner Person: 28, ursprünglich aus der Schweiz wohne aber im Moment in Köln. Bin Neueinsteiger im Bereich UL oder Hiken allgemein. Meine Erfahrung soweit beinhaltet lediglich Tagestouren und Zelten auf Campingplätzen. Bin aber grundsätzlich ziemlich fit und sehr gerne draussen. Mein Plan ist es im nächsten Sommer den PCT zu thru-hiken. Jetzt bin ich daran, Ausrüstung zu recherchieren und meinen Hike zu planen. Tips zu Ausrüstungsgegenständen jeglicher Art, Resupply-Strategien, usw sind herzlich willkommen! Freue mich auf künftige Unterhaltungen!
  43. Vorstellungsthread

    Fabian. reagierte auf Tichu für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @masui_ Ja, danke! Die erlaubten Boofen liegen lt. Boofenkarte teilweise ganz schön abseits und fehlen z. T. dort, wo es auch keine Zeltplätze gibt...
  44. UL-Rucksack 20 Liter gesucht

    Kay reagierte auf notenblog für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich bin ja mit dem Haglöfs L.I.M Lite 25 gut zufrieden. Riesen Deckelfach, zwei Seitentaschen, gute zu komprimieren, Stöcker passen auch dran, 395g gestripped. Gibt's oft reduziert, vor allen in den Vorjahresfarben.
  45. UL-Rucksack 20 Liter gesucht

    Kay reagierte auf J_P für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Bei diesen Anforderungen, wird die Luft schon dünn.. :D Dieser hier fiele mir noch ein: https://www.trekking-lite-store.com/my-trail-co-backpack-hl-20-blue-ultraleicht-rucksack.html Hat allerdings keine Stockbefestigung..müsste man sich vlt drannähen?!
  46. UL-Rucksack 20 Liter gesucht

    Kay reagierte auf paddelpaul für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    ich sehe da 3 Strapse hinten, unter die man doch Stöcke schieben könnte?
  47. Traumpfad München - Venedig 20.08.-11.09.

    J_P reagierte auf lobo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hier noch ein paar Bilder:
  48. 1 Punkt
    Tag 6 - Neckarzimmern - Neckarzimmern Bahnhof. An sich steht die letzte Etappe heute an. Es sind so 20 Kilometer bis zum Ende des Trails und dann wenn ich will noch weiter bis Heilbronn. Auf dem Weg in den Ort komme ich an einem Schild vorbei. Es sagt Bahnhof 0,5 Kilometer und Heilbronn 30 Kilometer. Was soll es werden? Mir tut der Fuß immernoch genau so weh wie tags zuvor. Ich steht vor der Entscheidung: Zusammenraffen und weiterlaufen oder abbrechen? Ich bin ziemlich sicher dass ich das schaffen kann, aber ich bin auch sicher dass ich den ganzen Tag keinen Spaß haben würde. Und sogar der langsame Einheimische mit Hund geht schneller als ich. Das hier ist Urlaub und es fühlt sich gerade gar nicht danach an. Ich entscheide mich zum Bahnhof zu gehen und den Zug nach Heilbronn zu nehmen. Dort nimmt mich ne Freundin in Empfang und so verbringe ich die nächsten Tage in der Stadt und gebe meinem Fuß die nötige Pause. Außerdem finde ich noch eine Zecke die sich bei mir eingeschlichen hat. Es wird kurzer Prozess gemacht. Da ich den Trail aber beenden möchte, nehme ich mir vor die fehlende Strecke auf dem Heimweg zu laufen. (wird fortgesetzt)
  49. 1 Punkt
    Tag 3 Eberbach / Lindach / Neckargerach (14km) Nachts kommt nochmal etwas Regen, so sind die Sachen die ich zum Trocknen rausgelegt habe leider alle naß werden bevor ich sie ins Zelt holen kann. Doof. Naja, erstmal weiterschlafen. Morgens habe ich ehrlich gesagt damit gerechnet etwas Feuchtigkeit im Zelt zu haben, aber alles ist trocken! Ich habe aber auch alle Lüftungsmöglichkeiten offen gelassen trotz Campingplatz. Auf dem Weg zur Morgentoilette merke ich das erste Mal meine Beine. Doch nach etwas Dehnen ist das schnell erledigt. Bislang hatte ich gar keine Probleme, sogar zu meiner eigenen Überraschung. Okay, da sind zwei Blasen - aber die sind an Stellen wo ich immer welche kriege und die behindern mich nicht. Knie, Füße, Gelenke, alles hat bisher ruhig gehalten. Mein Plan für den Tag sieht vor eine Alternativroute zum Neckarsteig zu nehmen, den Katzensteig und so mache ich mich zum Startpunkt auf, dem Naturparkzentrum in der Stadtmitte. Dort schaue ich, schaue nochmal aber ich finde keine Markierung des Weges. Ich drehe noch eine Runde, nichts. Es gibt auch Schilder mit diversen Wegen - ohne Katzensteig. Verdammt! Das Kartenmaterial das ich habe ist nicht genug wenn da keine Markierungen sind! So kann ich den Weg nicht nehmen. Mangels Alternativen folge ich zunächst dem Neckarsteig, mal sehen wie sich der Tag entwickelt. Der Weg führt mich erst nach Süden, zum Glück ist der Anstieg nicht so steil wie es sonst aus den Dörfern heraus war. Dann macht man einen 180° Turn und geht wieder nach Norden, nur etwas höher am Berg. Für die nächsten Kilometer läuft der Neckarsteig parallel zu einem Lehrpfad (bzw diese sind identisch) und so kommen immer wieder Tafeln mit geologischen Informationen und zur Geschichte des Flußes. Man kommt zum Breitenstein wo sich die Landschaft ändert. Bisher war ich ja mit Ausnahme der Ortschaften fast immer im Wald unterwegs - hier wird die Gegend offener. An die Stelle von Bäumen treten Fallobstwiesen. Ein Gehöft ist auch an einer Straße. Es gibt Hecken zwischen Wiesen und irgendwer hat Steinmännchen gebaut. Ich sehe wieder ein Reh vor mir Reißaus nehmen. Ich setze mich an den Wegesrand und mache eine Pause. Es sind einige Fahrradfahrer und Mountainbiker zu sehen, heute ist Sonntag. Auch mehrere Leute zu Fuß. Alle folgen aber dem asphaltierten Weg. Auf dem Wandersteig bin ich mal wieder alleine. Es folgen zwei schöne Ausblicke, einer sogar mal wieder über den Neckar. Doch anhand der Wegweiser stelle ich fest dass ich mal wieder eher langsam vorwärts komme. Ich nehme mir vor das Tempo etwas anzuziehen. Doch alles kommt anders: Statt schneller werde ich langsamer. Mir tun die Füße weh. Und die Waden. Immer wieder bleibe ich stehen. Dehnen hilft auch nicht mehr. Was ist denn jetzt los? Mühsam schleppe ich mich weiter. Bleibe stehen. Gehe weiter. Bleibe stehen. Puh. Der Weg sieht vor den Neckar zu überqueren und dann auf der anderen Seite wieder bergauf durch den Wald. Keine Chance! Stattdessen folge ich dem Flußlauf in den nächsten Ort. Dort fährt eine S-Bahn. Das ist mein nächstes Ziel. Am Ufer begegnen mir viele Angler, am Ortseingang erschreckt mich ein Hund der laut bellend auf mich zurennt. Er hängt dann aber zum Glück doch an einer Leine und kann mich nicht erreichen. Sonntags fahren die Bahnen nicht so oft, so muss ich etwas warten und versorge meine Füße am Bahnsteig. Da gibts eine neue Blase, aber warum der Rest so weh tut kann ich noch immer nicht sagen. Als ich aufstehen will schmerzen die Waden wie bekloppt. Ich humpel mehr in den Zug als dass ich gehe. Zwei Stationen bis Neckargerach wo ich mich bergab zum Campingplatz schleppe. Ich baue mein Zelt auf und ruhe mich erstmal aus. Erst Stunden später gehe ich Duschen und esse abends eine Kleinigkeit in der Dorfschenke. Als ich schlafen gehe bin ich mir gar nicht sicher wie es weitergeht. Oder ob es überhaupt weiter geht.
  50. 1 Punkt
    Tag 2 Neckarsteinach / Eberbach (circa 30 Km) Es ist schon irgendwie angenehm aufzuwachen wenn die Sonne aufgeht. Zu Hause habe ich damit Probleme, hier klappt es erstaunlich gut. Obwohl die Matratze neu ist, und ich eine neue Kopfkissen-Kombination ausprobiere habe ich gut geschlafen. Beine und Füße meckern auch nicht. Sehr gut. Gegen halb 9 habe ich alles gepackt, die Übernachtung bezahlt und bin auf dem Weg. Mein erstes Ziel ist der lokale Supermarkt. Dummerweise liegt der in der anderen Richtung und so muss ich erst ein Stück gehen. Zu allem Überfluß gibts die Getränke im Getränkemarkt nebenan. Wie unnötig kompliziert. Dann gehe ich wieder durch Neckarsteinach. Anfangs wirkt der Ort nicht schön - erst Recht nicht hier an der Hauptstraße - aber der alte Teil mit Fachwerk ist echt ansehnlich. Im Dorfzentrum setze ich mich an einen Brunnen und frühstücke in aller Ruhe. Brötchen, Käse, dazu ne Cola. So kann der Tag beginnen. Anschließend laufe ich an den ersten Burgen vorbei. Die Stadt ist berühmt, weil sie nicht eine, zwei oder drei Burgen hat, sondern gleich vier davon. Und auf der anderen Flußseite ist auf dem Dillsberg ja auch noch eine. Vorder- und Mittelburg sind bewohnt und nicht zugängelich, und so laufe ich an der Mittelburg nur vorbei. Vor der Hinterburg erreiche ich wieder den Trail und kletter dann die Ruine hinauf. Durch einen schmalen Turm, der so dunkel ist dass ich die Lampe des Telefons brauche geht es auf den Bergfried. Eine tolle Aussicht hat man von hier. Danach geht es in den Wald und hier kommt der Regen. Morgens erreichte mich schon eine Nachricht von einer Freundin aus Heilbronn, dort hätte es die ganze Nacht geregnet - aber diese Front hat mich verfehlt. Diese hier aber nicht. Nachdem der erste Starkregen sich abgeschwächt hat komme ich unter meinem Unterstand (auch nur ein Baum) hervor, und nun geht es im Regen weiter. Es folgt erneut ein steiler Aufstieg durch ein Wohngebiet und dann weiter im Wald. Auch hier endet das Wohngebiet in Stufen! Auf den nächsten Kilometern begegnen mir die ersten richtigen Wanderer. Eine Gruppe mit Ponchos und Schirmen kommt mir entgegen. Später passiert mich eine weitere als ich grade meine Sachen in einer Schutzhütte sortiere. Muss daran liegen dass es Samstag ist, da ist mehr los. Der Aufstieg geht zu einem Aussichtspunkt der sich Goethe Blick nennt. Ehrlich gesagt ist der Ausblick hier enttäuschen. Viel sieht man nicht. Überhaupt ist das hier oft so. Man ist zwar in den Bergen unterwegs, aber die sind oft sehr abgerundet und bewaldet. Gute Aussichtspunkte sind eher selten. Das kenne ich von Rhein und Ahrtal anders. Hat wohl einen Grund warum die Gegend OdenWALD heißt. Dann geht es für lange Zeit auf breiten Wegen weiter. Viel passiert nicht. Es regnet einfach vor sich hin. Zum Glück ist es aber nur naß und nicht kalt. In kurzer Hose und Regenjacke kann man recht angenehm laufen. Irgendwann sorgt eine Wiese dafür dass meine relativ trockenen Füße nun auch richtig feucht werden. Mist. Ich komme nicht gut voran und im Regen macht es auch keinen besonders großen Spaß. Mich überholt eine wanderende Familie, die ich wieder passiere als sie eine Pause einlegen. Dort pausiert auch die andere Gruppe die mich früher oberholt hatte. Nach einiger Zeit hat mich die Familie dann aber wieder eingeholt. Es beginnt der Abstieg nach Hirschorn, er ist nicht schön, immer diese breiten Schotterwege. Meine Motivation ist ganz schön angeknackst und für einige Zeit überlege ich die Etappe in Hirschhorn zu beenden. Als ich dann in den Ort komme und durch die Altstadt wandere spricht mich keines der Gasthäuser an, auch finde ich keinen guten Rastplatz. So folge ich erstmal weiter dem Trail. Immerhin hat der Regen aufgehört. Und wie könnte es anders sein - es folgt ein steiler Aufstieg zum Schloß Hirschorn. Mit ausreichend Stufen! Und auf den Schloßturm sind es noch mehr Stufen. Teilweise ist der Gang so eng, dass mein Rucksack auf beiden Seiten an der Wand streift. Immerhin ist die Aussicht gut. Ich finde eine Bank und mache eine lange Pause. Anscheinend findet eine Hochzeit statt, eine Fotografin läuft mit dem Brautpaar umher. Dummerweise hat die Gastronomie hier komische Öffnungszeiten und so bleibe ich bei meinen Bananen und Keksen. Nach der Pause geht es besser, die Sonne kommt heraus. Ich entschließe mich dazu doch wie geplant Eberbach als Etappenziel anzusteuern. Belohnt wird diese Entscheidung durch eines der schönsten Teilstücke. Nach dem Schloß geht es weiter bergauf, aber über einen sehr schönen Trail. Oben angekommen wird der Trail aber durch einen breiten befestigten Weg ersetzt der mich den ganzen Rest der Etappe begleitet. Es passiert nichts, gibt nichts zu sehen. Hinter dem Schloß treffe ich keine einzige Person bis nach Eberbach. Der Trail steigt herab zum Neckar und läuft dann parallel bis in den Ort. Als der Weg nochmal den Berg aufsteigen möchte gehe ich einfach gradeaus weiter. Kurze Zeit später kommt der Steig auch wieder herab. Durch den Ort und über die Brücke geht es zum Campingplatz. Das Restaurant hat auch noch geöffnet! Es wird gegessen, aufgebaut, geduscht. Dann finde ich eine Kneipe wo in einem Außenzelt das Fußballspiel übertragen wird. 90 Minuten hätten mir zwar gereicht, aber es braucht Verlängerung und Elfmeterschießen. Und hinterher dann Autokorso und feiernde Menschen. Man denkt eine kleine Stadt sei da vielleicht etwas ruhiger - weit gefehlt. Es dauert bis Mitternacht bis ich im Zelt liege. (wird fortgesetzt)
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt

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