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Ultraleicht Trekking

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  1. Lugovoi

    Lugovoi

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Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 16.09.2021 in allen Bereichen

  1. Lugovoi

    Impressionen von Touren

    Einige Eindrücke von der Grande Escursione Appenninica (GEA). Ich bin rund 250km gelaufen, ca. in der Mitte der GEA angefangen und dann Richtung Nordwesten. Wurde hier durchs Forum inspiriert und es hat sich gelohnt. Tolle Gegend.
    7 Punkte
  2. made in Kölle, Huckepack so mal als weitere Alternative. Was farblich geht muss man nachfragen.
    3 Punkte
  3. Guten Abend, ich hatte vor einiger Zeit hier nach einem kleinen Rucksack für Hütten- und Tagestouren gefragt. Wie ebenda geschrieben, konnte ich nix finden, was mich rundum überzeugt hat bzw. (Zpacks Sub Nero) aufzutreiben war. Deswegen hab ich bei Dan von Dandee Packs einen Custom Pack in Auftrag gegeben. Der Kontakt mit Dan war super, E-Mails wurden spätestens bis zum nächsten Tag (Zeitverschiebung), teils auch noch am gleichen Tag beantwortet. Er ist sehr freundlich und war sehr hilfreich bei den Anforderungen, Details und meinen eigenen Ideen und Vorstellungen, hat genau gesagt, was funktioniert, was nicht, warum, und wie man das entsprechend meinen Anforderungen hinbekommen könnte. Er denkt auch mit, so hat er in letzter Minute ein anderes Material für die Seitentaschen vorgeschlagen, weil das ursprünglich gewählte (Gridstop) bei so schmalen Packs nicht gut funktioniert. Wir haben ca. 2 Wochen hin- und hergemailt wegen der Details, dann hab ich offiziell den Auftrag gegeben. Er meinte, er würde sich nach 8 Wochen melden, dann könnten wir alles nochmal durchgehen, bezahlen und dann näht er (Find ich übrigens sehr angenehm, wenn man nicht schon monatelang im Vorraus bezahlen muss...). Tatsächlich meldete er sich schon nach 7 Wochen, ich hab bezahlt, er meinte, am nächsten Tag würde er anfangen zu nähen, am nächsten Abend kam ein Mail mit "fertig!" und ein Link zu einem IG Post mit Bildern und der Frage, ob das so gut wäre, dann würde er ihn losschicken. 5 Tage später war er dann bei mir. Für mich als absoluter Näh-Laie sieht er einwandfrei gearbeitet aus, nirgends lose Faden, alle Nähte scheinen mir gerade, auf was muss man sonst achten? Kostenmäßig bin ich wie folgt rausgekommen: Rucksack €156,89 (185USD) + Versand €51,73 (61USD) + €62,91 Zoll + €6EUR DHL Gebühr für die Zollauslage. Also gesamt €277,53. Ich habe folgende Spezifikationen gewählt: 16L Hauptfachvolumen weißes VX07 als Stoff Seitentaschen aus Dyneema Mesh Fronttasche aus irgendeinem anderen Mesh Schultergurte aus Gridstop Daisy Chains auf den Schultergurten Brustgurt Rolltop mit Cam Snaps Verschluss mit Bungee Cord und Buckle (siehe Bilder, keine Ahnung, wie man das erklärt) abehmbare Shockcord Halterung für Isomatte am Rücken 4-Wege Kompression mit Shock Cord auf beiden Seiten Eisaxt Halterungen auf beiden Seiten Das ganze wiegt dann 376g und ist damit zwar etwas schwerer als ich anvisiert hatte, aber dafür musste ich funktionell keinerlei Kompromisse eingehen. Der Rolltop ist relativ lang, das tatsächlich nutzbare Volumen dürfte etwas über 16L liegen. Ich krieg jedenfalls Ausrüstung und Essen für bis zu 3 Tage unter. In die Seitentaschen passen jeweils eine Gerolsteiner 1L, dann sind sie aber voll. Das Dyneema Mesh ist nicht sehr elastisch. Ich war gestern und heute damit ca. 50km als Overnighter unterwegs und bin ziemlich angetan. Er trägt sich einwandfrei, egal ob die Isomatte (6 Panele Zlite) innen oder außen angebracht werden. Bin mit knapp über 6kg gesamt losgelaufen. So, und jetzt noch Bilder. Wenn jemand mehr oder spezielle Bilder will, gerne Bescheid sagen. Schultergurtnaht oben Schultergurtbefestigung unten für 3 Tage gepackt, mit 6 Panelen Zlite innen
    2 Punkte
  4. Danke! Muss zugeben, das macht schon Spaß, ich würd am liebsten gleich den nächsten bestellen...
    2 Punkte
  5. mawi

    München - Nordkap 2021

    An sich ist das Motto gar nicht schlecht, finde ich. Es stimmt mit meiner Erfahrung überein. Wenn man den Leuten von einer gescheiterten Tour erzählt, dann interessiert es sie eigentlich nie warum sie gescheitert ist. Es ist ihnen schlicht egal ob du von München zum Nordkap oder 4500 km bis nach Nordschweden gelaufen bist. Die sind einfach nur beeindruckt, da sie diese Dimensionen nur schlecht greifen können. Sie haben gaaaanz andere Fragen. So wie du es beschreibst, bekomme ich den leichten Eindruck (kann aber durchaus auch falsch sein), dass es dir eventuell darum geht, die Tour(en) für andere zu machen (bzw. andere damit zu beeindrucken oder jemanden zu beeindrucken oder so ähnlich). Falls das zutrifft, dann würde ich vielleicht die Motivation für die Touren überdenken. Im Prinzip hast du es ja letztlich gut zusammengefasst. Wie es alle großen Abenteurer, wie zum Beispiel Mike Horn oder Reinhold Messner, immer wieder betonen. Es zählt nicht ob du dein Ziel erreicht hast, sondern ausschließlich(!) welche Erfahrung du gemacht hast, wie du dich weiterentwickelt hast und was du (u.a. über dich) gelernt hast (und vor allem dass du ledend wieder gekommen bist). Nur so entwickelt man sich weiter. Hierbei hilft es mit anderen darüber zu reden. Cool hätte ich gefunden, wenn du dann mit dem Rad nach Hause gefahren wärst oder einfach wo anders hin gelaufen wärst (nach Hause?). Anderseits kann ich die Enttäuschung und den Abbruch voll nachvollziehen. Das hätte ich vor ein paar Jahren wahrscheinlich auch gemacht (heute bin ich da nicht mehr so verbissen und versuche das Beste aus der Situation zu machen). Wie auch immer. Ich bin sehr beeindruckt und habe deinen Bericht mit Begeisterung gelesen. Ich finde ihn sogar inspirierend. U.a. deine Laufleistung. Er macht Lust auch einmal im Sommer nach Skandinavien zu fahren. Es schrecken mich aber immer noch die Mücken extrem ab. Das ist mein persönlicher Albtraum ... Danke für's Mitnehmen!
    2 Punkte
  6. Breaze

    Impressionen von Touren

    Impressionen von einer Zweitagestour auf dem Birgitan Polku, ein 50 Km langer Rundweg durch abwechslungsreiches Gelände im Süden Finnlands. Schön war's!
    2 Punkte
  7. Hab von @schwyzi die Ikea-Abfall-Verpackung-Schaummatte bekommen. 177x63x0,4 = 96gr Bin beeindruckt davon, dass sie mich sofort gewärmt hat, als ich sie heute abend auf den kalten Boden im Hof draußen legte. Bisschen schwer zu falten - oder doch rollen? ist etwas sperrig. Aber super Unterlage unter eine Luftmatte. Ich würde das auf einen R-Wert von 0,7 schätzen, nicht schlecht für umme und <100gr!! Danke !
    1 Punkt
  8. Möglicherweise halt nicht. Das gibt es.
    1 Punkt
  9. Hikerhaus wird von einem netten Pärchen geführt. Tatsächlich meine ich, dass es ein Familienunternehmen ohne viel weitere Unterstützung ist. Entspricht halt nicht unseren amazon Gewohnheiten, wo es ruck zuck geht, wobei mehr als eine Woche natürlich kritisch ist, vor allem wenn es deutlich länger dauert. Vorher war es ja greenline und ich kann mir vorstellen, dass es immer noch ein Lager in Rostock gibt, weil das in Berlin unbezahlbar ist.
    1 Punkt
  10. Made in Germany auch von Alex: https://www.weitlaeufer.de/
    1 Punkt
  11. Hi @RongcongComaGeduld und hartnäckiges Nachfragen werden belohnt. Das ist wohl einfach super chaotisch bei denen. Ich hatte schon länger her, noch vor Corona ähnliche Probleme, Bestellung damals bei hikerhaus angeblich versendet aber nichts bekommen. Die vierte oder fünfte Mail wurde dann beantwortet, das läuft vermutlich nach dem Zufallsprinzip Dass dann statt der SwissPiranha bf120 die rt120 geliefert wurden habe ich dann nicht gewagt zu reklamieren... ärgerlich, waren die doch der einzige Grund für diesen Shop (gab es damals nirgendwo sonst)! Vielleicht ist das die Strategie, die Kunden sind dann so erleichtert überhaupt irgendwas zu bekommen sodass es nie zu Reklamation kommt Allerdings blieb das somit bislang meine einzige Erfahrung mit diesem Shop...
    1 Punkt
  12. RaulDuke

    Vorstellungsthread

    Moin moin! Ich komme aus dem schönen Elsfleth und verfolge, oder stöber, schon seit langem hier im Forum umher und dachte mir, ich könnte mich ja auch mal anmelden. Ich bin jetzt nicht so der sportlichste Typ, fahre aber gerne lange Fahrradtouren (dieses Jahr im Juli den Weserradweg) und unternehme auch gerne lange Spaziergänge und Wanderungen. Einen Overnighter zu Fuß habe ich z.B. letztens in Scheeßel unternommen und hier im Forum darüber geschrieben. Ich bin dabei mein Equipment nach und nach immer leichter zu machen und finde hier immer wieder hervorragende Anregungen und Tips. Ein weiteres Hobby meinerseits sind Cocktails, nach zu verfolgen auf dem blog mprezz.net .
    1 Punkt
  13. lampenschirm

    Dandee Custom Pack 16L

    https://lighterpack.com/r/lbrlgx Im Hauptfach hab ich nur Essen, Matte, Schlafsack + Schlafkleidung, Polycryo und den 4L Drybag mit dem Kleinzeugs + Puffy. Alles andere ist in der Fronttasche. Zugegebenermaßen ist Essen für 3 Tage knapp, man muss schon gut planen, dass das reinpasst. Und das erste Frühstück und das letzte Abendessen sind nicht mit dabei, weil ich da noch bzw. schon daheim bin, d.h. eigentlich sinds nur 2,5 Tage essen. Wobei es etwas mehr Spielraum geben dürfte, wenn die Isomatte außen dran ist, das hab ich beim Probepacken nicht versucht, und beim Overnighter war das Essen schon weg, als die Matte außen dran kam Edit: und wie oben schon geschrieben, dürften durch den langen Rolltop etwas mehr als 16L drin sein. Ich kann das mal nachmessen.
    1 Punkt
  14. mawi

    München - Nordkap 2021

    Ja genau, ich habe es auch so verstanden. Ich wollte nur schreiben, das man das Motto auch anders interpretieren kann (wie wir beide).
    1 Punkt
  15. Daune

    München - Nordkap 2021

    @mawiIch hatte den Satz, den du zitierst, anders verstanden. Nämlich so, dass es eben keinen interessiert, warum jemand ein Ziel nicht erreicht hat, da eben nur das Erreichen des Ziels von Interesse ist. Etwas überspitzt formuliert: Mögliche Gründe, warum das Ziel nicht erreicht wurde, sind nur Ausreden. ICH sehe das anders. Eher so wie du. Und wenn ich cozy richtig verstanden habe, hat er seine Sichtweise auch etwas überdacht bzw. geändert. Zurecht.
    1 Punkt
  16. Anhalter

    3mm Evazote Matte gesucht

    https://cosplayshop.be/de/product/eva-foam-low-density/ nur 2mm und 5mm EVA, dafür aber günstig.
    1 Punkt
  17. Jarod71

    DD Superlight Tarptent

    Ich habe das Teil in meinem Besitz (gebraucht gekauft) und auch schon ein paar Nächte drinnen verbracht. Kondenswasser ist so eine Sache wie in den meisten Zelten. Da ich keinen Regen hatte habe ich die Tür nicht am Reisverschluß geschlossen, sondern einen Spalt auf gelassen. Somit war es dann auch ok, trotz einstelligen Temperaturen nachts. Das Mückennetz hält Viehzeug fern- gute Sache. Ich bin 178cm und kann recht kontaktarm mit den Seitenwänden drinne liegen, so das der Schlafsack nicht zuviel abbekommen sollte. Im Notfall würde ich etwas um den Fußbereich packen. Für ein einwandiges Zelt finde ich es gut. Das Gewicht (690g) ist klasse. Aufstellstock (Wanderstöcke) nehme ich nie mit, fand bisher immer einen Stock im "Wald". Mir reichte bislang auch immer 1 Stock, zwei sind vorgesehen. Falls Du noch eine konkrete Frage hast...
    1 Punkt
  18. Endlich habe ich es auch geschafft!! Und ich freue mich auf die zwei Tage, die auf dem Oderlandweg noch vor mir liegen
    1 Punkt
  19. Samstag 07.08.2021 Campello Monti Ruhetag Heute Ruhetag. Nach dem Frühstück hänge ich noch eine Weile im Bett rum, es ist neblig und regnerische draußen. Blick aus dem Fenster meiner Kammer Die Wolken hängen tief, Ruhetag gut gewählt Dann mache ich einen Spaziergang durch den winzigen, aber netten Ort. Mein Weg führt mich zum alten Schulhaus, in dem sich einst das "posto tappa" befand. Zumindst dachte ich, dass es geschlossen sei. Ich sehe ein Schild, das auf eine Webe-Werkstatt aufmerksam macht. Da ich nichts besseres vorhabe, schaue ich mir das an. Eine Frau, Ende 50 sitzt an einem Webstuhl und arbeitet an einer Wolldecke. Überraschenderweise spricht sie mich sofort auf deutsch an. Sie ist Deutsche und wir unterhalten uns eine Weile darüber, wie sie nach Italien kam, wie die Leute hier mit Covid umgehen usw. Sie fragt mich, wo ich untergekommen sei und ich merke sofort, meine Herbergsgastgeber scheinen bei ihr (im Dorf?) nicht soo beliebt zu sein? Das zentrale Ristorante ist wohl eher the place to be. Ich frage, ob ich dort mittags was essen könne sie nickt und schlägt vor, dass wir zusammen hingehen. Ich esse Pasta mit Wildschwein-Bolo, sie trinkt einen Café. Man kennt sich hier natürlich. Als sie geht, regnet es in Strömen und ich beschließe, noch etwas zu bleiben. Ich bin zwar der einzige Gast, aber so what. Wüsste nicht, was ich sonst tun soll. Ich mag die Atmosphäre, die ganze Familie sitzt hinten in der Küche, isst, trinkt und lacht. Sie überlassen mir unkompliziert vorne den Gastraum. Finde ich super. Es gibt eine Zeitung und ich kann auch mal endlich in meinem Wanderbuch ein paar Hintergrundinfos nachlesen. Hm, von den vielen Leuten, die gestern hier waren, scheinen alle trotz des echt schlechten Wetters weitergegangen zu sein. Ristorante "Alla Vetta del Capezzone" In trinke einfach noch einen Rosso. In dem Moment kommen Nachbarn herein und damit auch etwas mehr Leben. Die Wirtin macht den Fernseher an: Samstagnachmittag, Olympia. Typische Hintergrundunterhaltung für italienische Bars. Ich versuche, lieber etwas von den Unterhaltungen um mich herum aufzuschnappen., was aber gar nicht so einfach ist, bei dem Sprechtempo und regionalen Dialekt.
    1 Punkt
  20. Der neueste Superior ist schön breit aber relativ flach. Ggf 1nr größer nehmen. Mir war er auch etwas kurz.
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  21. Hatte letzte Woche im Laden die Timp 2 am Fuß. War vorne flach und eng. Superior sind deutlich geräumiger.
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  22. Ich hab nur Erfahrungen mit Altra und habe folgende Modelle durch: LP3.5, LP5 und Timp1.5. Von denen hatte der Timp 1.5 die größte Fussbox. Ein echter Clownsschuh.
    1 Punkt
  23. Ich hatte die im Laden mal an und fand sie im Vergleich zu den Lone Peak 4 für mich an der Ferse zu weit und hoch.
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  24. Topo Athletic Schuhe könntest Du Dir auch mal anschauen... Breite Fußbox und leichte Sprengung... Habe persönlich leider keine Erfahrungen mit Terraventures II oder Ultraventures (Pro) etc.
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  25. Vielen Dank nochmal für die vielen schnellen Antworten. Nachdem ich den Megamarsch nun hinter mir habe (bin in 22:45 h angekommen, davon dürften so etwa 2:30 h Pausen gewesen sein), halte ich kurz meine Erfahrungen fest, falls nochmal jemand auf die Idee kommt: Motivation: Die Motivation halte ich, wie @AudioHitchhiking für den wichtigsten Punkt - leider war das auch mein größtes Problem. Nachdem ich mich am Donnerstag Abend angemeldet hatte, habe ich schon am Freitag mit meiner Entscheidung gehadert und mich gefragt, warum ich das eigentlich tue. Leider sind mir keine guten Antworten eingefallen (mir oder anderen etwas zu beweisen war für mich keine ausreichende Motivation und ein anderer/besserer Grund ist mir nicht eingefallen). Nachdem ich das Ticket dann aber schon hatte, bin ich auch gestartet. Gleich zu Beginn habe ich zwei Wanderpartnerinnen gefunden (die eine hatte schon mal einen 100er gefinisht, die andere hatte bisher nur an einem 50er teilgenommen und auch gefinisht), mit denen ich bis km 58 gewandert bin. Allerdings war ich dann diejenige, die die beiden bei VPS 3 (km 52,2), bei der beide abbrechen wollten, nochmal motiviert hat. Ich konnte beide dann aber nicht davon abhalten, bei km 58 zur nächsten U-Bahn abzubiegen. Ich hatte mir vorher allerdings schon überlegt, wie ich mit etwaigen Motivationsproblemen umgehe (das wäre gleichzeitig auch mein erster Tipp). Primär wollte ich mit Freunden telefonieren, die mich ablenken und motivieren sollten und hatte abgeklärt, wen ich bis zu welcher Uhrzeit anrufen kann, außerdem wollte ich den weltwach-Podcast mit Hans Kammerlander nochmal hören (danach kommt man sich wie ein Weichei vor, wenn man wegen einer 100 km-Wanderung rumjammert) und hatte Hörbücher und Musik auf mein Handy geladen. Mein Tiefpunkt kam schon so ungefähr bei km 50 - gar nicht so sehr, weil ich körperlich fertig gewesen wäre, sondern weil es da dunkel wurde, mir die Veranstaltung einfach keinen Spaß machte, ich eher nicht damit rechnete ins Ziel zu kommen und dachte, dass ich dann lieber schon bei km 50 abbreche als bei km 70. Ich habe dann mit meiner lieben Kollegin T. telefoniert, die zu mir mit strenger Stimme sagte: "natürlich brichst Du nicht ab und läufst das jetzt zu Ende". Das hat mir tatsächlich genügt, um weiterzulaufen . Danach war dann - auch wenn es vielleicht etwas merkwürdig klingt - die Tatsache, dass mir der Megamarsch überhaupt keinen Spaß machte, meine größte Motivation, da für mich klar war (und ist), dass ich so etwas nicht nochmal mache. Daher dachte ich mir, dass ich entweder heute finishe oder nie. Die letzten 30 km (bei denen für mich klar war, dass ich nicht mehr abbreche, da ich keine körperlichen, sondern nur Motivationsprobleme hatte), dachte ich aber durchgehend eigentlich nur "so eine Scheiße" und "ich will dass das vorbei ist". Körper/Füße/Beine: Eine zielgerichtete Vorbereitung fand bei mir nicht statt. Allerdings war ich den Sommer über von Wien bis Nizza gewandert (knapp 1.900 km mit etwa 117.000/118.000 hm in 78 Tagen inkl. 3 Pausentagen), wodurch offensichtlich die nötigen körperlichen Voraussetzungen geschaffen waren - auch wenn ich nie über 9 bis 10 Stunden Gehzeit pro Tag hinaus kam und auch nie nachts gewandert war. Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder machten mir auf der Wanderung keine Probleme und ich konnte bis zum Schluss "rund" laufen, auch wenn die Beine natürlich irgendwann müde waren. Auch einen Tag später spüre ich nur leicht die linke Oberschenkelaußenseite. Womit ich allerdings zu kämpfen hatte (und ich würde behaupten, fast alle anderen auch), waren die Füße. Im Gegensatz zu vielen anderen, bekam ich glücklicherweise keine Blasen. Noch nie in meinem Leben sind meine Füße allerdings derart angeschwollen (könnte daran gelegen haben, dass die Strecke zu über 90% über Asphalt führte). Zum Glück waren meine Schuhe ziemlich ausgelatscht und passten mit einer völlig losen Schnürung noch so einigermaßen (ich würde mich der Empfehlung von @roli anschließen: keine neuen). Außerdem bekam ich ziemlich üblen Ausschlag unter den Bündchen der Socken, der sich immer weiter ausbreitete (das Problem habe ich öfters). Und irgendwann taten bei jedem Schritt die Fußsohlen weh, als ob man über ein Nagelbrett läuft, besonders schlimm war es nach jeder Pause. Da alle anderen nach den Pausen auch liefen, als ob sie auf Eiern gehen, gehe ich davon aus, dass es allen so ging. Ob es damit wirklich so viel besser gewesen wäre, weiß ich nicht, aber unterwegs wünschte ich mir sehr, eingelaufene Joggingschuhe mit einer richtig schönen Dämpfung an den Füßen zu haben, statt meiner durchgelatschten Trailrunner. Neben ordentlichen Schuhen würde ich auf den Weg alles mitnehmen, was gut für die Füße ist (Hirschtalg, Blasenpflaster, Nadel und Alkoholtupfer zum Blasen aufstechen, zweites Paar Socken, in meinem Fall noch: leichte Kortisoncreme). Pausen: Pausen machte ich nur an den Verpflegungsstationen. Das waren in Stuttgart aufgrund einer kurzfristigen Routenänderung 5 Stück bei km 18,8, 37,2, 52,2, 67,7 und 84,7 (4 "echte" Verpflegungsstationen und eine improvisierte Zwischenverpflegungsstation bei km 67,7, da sonst zwischen VPS 3 und 4 mehr als 30 km gelegen hätten). Die erste Pause dauerte etwa 20 Minuten, alle anderen gut 30 Minuten (jeweils von Ankunft bis Abmarsch inklusive Toilettenbesuch, Essen holen, Trinkflasche auffüllen - was man halt so zu erledigen hat). Nur auf den letzten 5 km erlaubte ich mir, mich gelegentlich kurz (15 bis 30 Sekunden) auf Parkbänke zu setzen. Das wäre ein weiterer Tipp: Außer an den VPS keine zusätzlichen Pausen machen. Das halte ich für den Weg ins Verderben, da man dann immer häufiger und immer länger Pausen macht und der Weg sich immer weiter zieht. Außerdem tun einem die Füße zu keinem Zeitpunkt so weh, wie beim Start nach einer Pause. Verpflegung: Wenn einem UL über alles geht, ist es ohne weiteres möglich, den Megamarsch zu machen und sich ausschließlich an den VPS zu versorgen. Bei mir ist Essen allerdings auch für die Moral ziemlich wichtig und viele Müsliriegel finde ich nicht besonders lecker. Daher habe ich noch zwei meiner Lieblings-Müsliriegel und etwas von meinem Lieblings-Trailmix eingepackt und mich für das letzte Stück mit Belohnungs-Schokolade eingedeckt. Das ist aber sicherlich abhängig von persönlichen Vorlieben. Last but not least: nach dem Megamarsch: Ich wünschte, ich hätte mir darüber schon früher Gedanken gemacht... . Überlegt Euch schon vorher, wie Ihr Euch hinterher wohl fühlt (mein Tipp: ihr wollt nicht gerne laufen) und stellt einen Eimer für ein Fußbad bereit, kauft Fußbadkristalle, holt schon mal (falls ihr niemanden habt, der Euch bedient) Getränke, Klopapier, etc. aus dem Keller, ... Und warum hat es mir jetzt keinen Spaß gemacht? Ich finde es weder besonders reizvoll, eine Nacht durchzumachen, noch im Dunkeln zu wandern. Aber vielleicht ist das ja bei Euch ganz anders. Have fun!
    1 Punkt
  26. Zumindest die Kapuze vom Alpenglow Hoodie fliegt bei Wind aber auch weg - es sei denn natürlich, du trägst sie unter der Schirmmütze.
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  27. 34. Tag - 12.09.2020 oder vom Hagel und weiteren Pflaster Pian Melzè - Bivacco Bertoglio 17.7 Kilometer, + 1708 hm, - 704 hm, 7 Stunden, 21 Minuten Haha, ich und mein Chaos mit den Daten. Die gestrige Etappe war natürlich am 11.9 und nicht am 9.9. Zudem lebt der Salamander nicht auf 15000 müM, sondern lediglich auf 1500 müM. Danke an meine Partnerin für den Hinweis. Nun aber zur Sache. Nachdem ich diese Nacht sehr schlecht geschlafen habe war ich alles andere als motiviert und entsprechend liess ich mir sehr viel Zeeeiiiiiiiit mit dem packen. Zuerst mal Sonnenaufgang genissen und alles an die Sonne legen zu trocknen. Da auch die Schuhe etwas an die Sonne durften, mussten meine Regenhosen als Schuhersatz hinhalten. Man könnte natürlich auch einfach die Socken abziehen, aber dann würden ja die Füsse nass werden Wie könnte ich noch etwas Zeit schinden? Ach ja, ein Kaffee Es herrschte ganz schön Betrieb. Dies einerseits auf dem Wanderweg und auch auf der Strasse. Hmm. Vielleicht sollte ich auch mal los? Scheint ein schöner Tag zu werden. Kapelle bei Pian del Re. Leider wie die meisten anderen verschlossen, aber gut gepflegt und von aussen schön anzusehen. Zwei Stunden nach dem Aufstehen bewegte auch ich meine Knochen auf den Weg und erreichte auf dem schönen Weg zügig Pian del Re. Hier traf mich fast der Schlag. Der Parkplatz war schon äusserst gut gefüllt und die Karawane bewegte sich in die gleiche Richtung wie ich. Ich gönnte mir kurz die überraschend saubere, öffentliche Toilette und reihte mich dann ein. Vorbei an der Quelle des Po; Kaum zu glauben das hier der Po entspringt… Da kommt hoffentlich noch etwas Wasser hinzu Hier wird der Po geboren. Vorbei an zwei schönen, kleinen Seen windet sich der Weg eher langsam, aber sicher in die Höhe. Die Gegend bekommt auch wieder einen alpineren Charakter, der Weg ist aber hervorragend ausgebaut. Irgendwo im Bereich des Lago Chiaretto wurde die GTA in Folge Steinschlaggefahr umgeleitet. Die meisten schien dies nicht zu kümmern, aber ich widerstand der Versuchung, es ihnen gleichzutun und nahm die längere Umleitung (Kurzer Ab-/ Aufstieg und mehr Strecke). Naja bei rund 1000 km kommts auf den Kilometer dann auch nicht mehr an Auf dem Colle dei Viso angekommen versteckte sich der Monte Viso gerade hinter einem Nebelschleier. Der zeigt sich schon nochmal. Ich überlegte kurz am Abstecher für den Viso Mozzo rum. Hmm, eigentlich hab ichs am Morgen etwas gar gemütlich genommen, aber nochmals die 3000 Meter Marke zu knacken überzeugte mich dann. Ausserdem habe ich für heute ohnehin kein Plan wo ich übernachten will. Wegen zu geschlossen... Hier könnt ihr euch den Monte Viso vorstellen. Bei solchen Fotos bin ich immer froh die RX100 M6 dabei zu haben. Tele ist für solche Bilder einfach unentbehrlich. Unterwegs zeigten sich noch zwei mächtige Steinböcke. Einfach ein fantastischer und überwältigender Eindruck. Auf dem Viso Mozzo (ca. 50`) gönnte ich mir dann eine sehr lange und ausgiebige Mittagspause und selbst der Monte Viso zeigte sich das eine oder andere Mal. Na also, der Monte Viso vom Viso Mozzo aus. Der Lago Grande di Viso vom Viso Mozzo. Um 14:30 Uhr wars dann auch für mich Zeit wieder zum Colle dei Viso abzusteigen. Da ich keine Lust auf CAI Hütte hatte, beschloss ich, mir den Weg zum Rif. Alpetto zu schenken und gleich zum Passo Gallerino zu queren und ab da das Bivacco Bertoglio anzupeilen. Unterwegs zwischen Rif. Quintino Sella und Passo Gallerino. Der Berg rechts könnte der Viso Mozzo sein, bin mir da aber nicht sicher. Unterhalb des Passo Gallerino traf ich auf ein französisches Paar. Sie schien recht erschöpft zu sein und ihr Partner erkundigte sich bei mir nach den Wegen und den Gehzeiten. Für mein Empfinden waren sie etwas dürftig vorbereitet und ausgerüstet. Naja, immerhin hatten sie „richtige“ Bergschuhe und nicht nur selbstmörderische Trailrunner wie ich Zum Glück für die beiden war es von dort nicht allzu weit zu den beiden Rifugios. Kaum hatte ich mich von den beiden verabschiedet, zog das Wetter bedrohlich zu. Karma, habe ich was falsch gemacht? Erstmal Regenjacke angezogen um mich vor dem Wind zu schützen. Kaum hinter dem Passo Gallarino öffnete der Himmel die Schleusen und ich zog noch schnell die Regenhose über. Wenig später gesellte sich noch Hagel zum Regen und ich zog den Kopf wie eine Schildkröte ein. Ich legte einen Zahn zu, passierte den Passo San Chiaffredo, wo ich kurz das obligate Foto schoss und keine 15 Minuten später war der Spuk vorbei. Natürlich waren die Schuhe triefnass, aber die trocknen schon wieder. Beim Biv. angekommen versuchte ich den Kram einigermassen zu trocknen. Naja war eher ein untauglicher Versuch. Es bleib zwar trocken, aber die Sonne vermochte sich heute nicht mehr durchzusetzen. Das tat meiner guten Laune jedoch keinen Abbruch und ich genoss die schöne Abendstimmung. In meinem Dusel schaffte ich es jedoch wiedermal mir meinen Fuss (ich laufe am Abend gerne barfuss) an einem Stein „aufzuschlitzen“. Naja, für das habe ich ja Pflaster dabei. Kurz vor dem Sonnenuntergang gesellten sich noch zwei Steingeissen mit einem Kitz zu mir und wir genossen einen phänomenalen Sonnenuntergang. Was gibt es Schöneres?
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  28. Ah, ein Genussmensch - das wird hier im Forum mithilfe leichter Styroporkügelchen durchgeführt...
    1 Punkt
  29. nehmesleicht

    Vorstellungsthread

    Ich komme aus Essen und bin seit längere Zeit (ca 1 Jahr) gear am ansammeln (auch hier im Forum, ein paar kennen mich daher schon..) da ich versuche meine Ausrüstung gebraucht zusammen zu bekommen. Das ist aber sehr aufwendig und zeitintensiv und ich habe mir vorgenommen mir in Zukunft auch mal was neues zu gönnen wenn ich denn auch mal richtig wandern gehe (bisher Corona und ne Menge faule Ausreden). Ich habe es nun aber in den letzten 2 Monaten endlich ein paar Mal raus geschafft hier in der Region und will das ausweiten! Ich arbeite zur Zeit nur Mo Di Fr was mir theoretisch viel Zeit zum Wandern lässt aber immer nur gestückelt und es gibt natürlich noch andere Verpflichtungen. Im Moment habe ich ein lanshan 1, ne sea to summit eher lite xt, nen kumo 36 (der mir irgendwie doch etwas kurz ist..?) und einen decathlon daunenschlafsack und komme daher auf <3kg (big three) + x = unter 5 kg und darf mich jetzt daher hier wohl als ultralighter vorstellen.
    1 Punkt
  30. EddyKette

    Vorstellungsthread

    Moin, Toni hier, 34 Jahre, Wohnhaft in Leipzig, Rennradfahrer - auch mal Langstrecke (Paris-Brest-Paris) und so oft es sich anbietet auch Wanderer. Da ich körperlich nichts zu meckern habe, sondern eher zu den echt fitten Leuten gehöre und darüber hinaus meistens auf Weekender begrenzt bin, hatte und habe ich eigentlich gar keine Probleme mit schwerem Gepäck. Leicht macht aber trotzdem mehr Spaß. Ich lese hier nun unregelmäßig schon seit ein paar Jahren mit und bin zunehmend vom UL-Gedanken angetan. Begonnen hat das Umdenken mit minimalistischem Gepäck für das Fahren langer Strecken auf dem Renner und wurde 2019 durch einen Elternzeit-Roadtrip durch Skandinavien forciert. Wir wollten damals mehrere mehrtägige Wanderungen mit Baby durch's Fjäll unternehmen. Während eines vorhergehenden Tests im Elbsandsteingebirge trug ich die Kraxe mit Lebendinhalt und lud mir den spärlichen verbleibenden Platz mit allerhand Gepäck voll - ca. 23kg. Da ich meiner Frau jedoch nicht den Rest des schweren Gepäcks (ca. 18kg) zumuten wollte war es an der Zeit umzudenken. Letztendlich konnte ich das Gepäck meiner Frau auf etwa 10kg (kein Baseweight, sondern komplett), und das eigene auf ca. 18kg reduzieren. So waren die Wanderungen gut machbar und sehr entspannt. Seitdem drehe ich weiter an verschiedenen Schrauben und versuche nicht nur das Gewicht, sondern vor allem auch das Packmaß weiter zu reduzieren. Dabei ging es bisher sowohl um die einfache Neuanschaffung, als auch um einzelne MYOG-Projekte. Nähen kann ich zwar nicht, aber ich machs trotzdem! Sichtproben sind angefügt... Aktuelles Baseweight für den klassisch-sächsischen Elbi-Weekender in Frühling/Herbst: ca. 3200g
    1 Punkt
  31. The End! https://www.landstreicher.blog/blog/ende
    1 Punkt
  32. waldradler

    Sarek-Runde 2021

    Keine Ursache, ich freue mich, die Eindrücke hier teilen zu können. Die Landschaft ist wirklich besonders, das gibt es bei uns nicht. Da aller guten Dinge bekanntlich 11 sind - nicht nur in Köln - endet diese Wanderung mit Tag 11: Am nächsten Morgen ist das schöne Wetter leider wieder vorbei. Nach dem Aufwachen rieche ich feuchte Luft, es tröpfelt sanft auf mein Tarp, und die Wolken hängen direkt 100 m über mir. Puh, was für ein Wetter. Das macht mir den Abschied aus dem Sarek immerhin etwas leichter. Leider hat sich damit auch die Frage erledigt, ob ich heute noch auf den Vuojnestjåhkkå steige, was mir am Vortag zwei Wanderer empfohlen hatten. Es ist schon wieder kein passendes Wetter für eine Bergtour... Ich packe also meinen nassen Kram zusammen und stapfe los. Nur mit Schwierigkeiten finde ich den Pass über die Vuojnesskájdde (man sieht einfach nix). Auch die Brücke über den Guhkesvákkjåhkå suche ich lange und sehe sie dann erst, als ich schon fast davor stehe. Kein Wunder, sie ist genauso grau wie das Gestein drumherum: Kurz darauf, hinter dem Nienndo, hört der Trampelpfad auf und der Sarek zeigt noch einmal alles, was er so an Terrain zu bieten hat: Weidengestrüpp, Sümpfe, Blockfelder, alles durcheinander in wilder Kombination. Irgendwie komme ich da durch. Bei dem Regen macht es nicht mehr so viel Spaß und die Felsen sind rutschig, sodass man wahnsinnig aufpassen muss: Die letzte ernsthafte Furt geht über den Njábbejåhkå und ich beschließe, dahinter mein Zelt aufzubauen: Die Furt ist gar nicht so schwer, aber mit dem, was mich anschließend erwartet, habe ich überhaupt nicht gerechnet: Ich lande in einem Märchenwald! Einerseits habe ich mich in der kargen Landschaft durchaus nach Bäumen gesehnt, doch jetzt kommen sie in solcher Masse und stehen so dicht, dass kaum noch ein Durchkommen ist. Ich kämpfe mich also durch ein Durcheinander aus Birken und dicken Felsen, steige über glitschigen Waldboden hinauf und hinab, halte mich an nassen Baumstämmen fest, die mich volltropfen, nur um anschließend vielleicht vor einem großen Tümpel zu stehen, sodass ich wieder einen anderen Weg suchen muss. Der Gang durch diesen Wald ist aber wirklich toll, ein Erlebnis für sich. Einen Zeltplatz gibt es allerdings in dieser Wildnis beim besten Willen nicht, sodass ich mich weiter voran arbeiten muss. Für ein paar hundert Meter braucht man hier eine Stunde. Irgendwann finde ich dann den Pfad, der in der Karte (sowohl in der Fjällkarte als auch bei Openstreetmap) eingezeichnet ist (dem GPS sei Dank), ab dann geht es etwas zügiger voran. Aber auch dieser Pfad ist stellenweise nur ein großes Schlammloch, bei dem man bis zum Unterschenkel versinkt. Mangels Zeltmöglichkeiten gehe ich einfach immer weiter, bis ich schließlich schon an meinem Ziel unten am Wasser ankomme. Am Ufer beginnen dann die ersten Anzeichen menschlicher Aktivitäten (vergammelte Wohnwagen). Ich gehe über den ersten Damm auf die Insel Jiertásuoloj, um dort einen Schlafplatz zu suchen. Der Bus fährt ja erst morgen früh um 10 Uhr. Zunächst versuche ich es am südlichen Ufer, doch die Insel ist hier ein einziger Felsen und kein Hering geht in den Boden. Schließlich finde ich kurz vor 22 Uhr im Nordosten der Insel oberhalb eines Schotterwegs eine klitzekleine Stelle Heideland, auf der man so gerade eben liegen kann und wo die Heringe zumindest ein bisschen Halt finden. Immerhin wachsen hier im Zelt sogar Blaubeeren für das Morgenmüsli : Auf diese Weise endet meine Sarek-Runde 2021. Ein bisschen wehmütig werde ich schon, als ich zum Sliehkok zurückblicke, wo vor elf Tagen alles begonnen hat: Insgesamt war es eine wunderschöne Tour. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend war und ich während der langen Regentage auch mal am Sinn der Sache gezweifelt habe, hatte ich doch eine tolle Zeit mit vielen neuen, ungewöhnlichen Eindrücken. Die Verkürzung der Tour auf elf Tage war völlig richtig, da diese Länge für mich absolut ausreichend war. Natürlich hätte ich gerne auch noch viele andere Gegenden im Sarek gesehen, etwa die Luohttoláhko-Hochebene, das Rapadalen und das Pårte-Massiv. Außerdem wäre ich gerne auf den ein oder anderen Berg gestiegen, um mir die Sache mal von oben anzuschauen. Aber das muss dann eben auf ein anderes Mal verschoben werden...
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  33. waldradler

    Sarek-Runde 2021

    Gern geschehen! Es geht dann auch gleich weiter mit Tag 10: Da ich nun zurück nach Suorva möchte, folge ich einfach dem Trampelpfad. Der Weg ist dadurch leicht zu finden. Dank des nach wie vor freundlichen Wetters gibt es wunderbare Aussichten über den Ráhpajåhkå: Irgendwann sehe ich dann einen Baum. Einen echten Baum! Es ist gefühlt der einzige im ganzen Sarek... Außerdem gibt es hier jede Menge Moltebeeren. Ist nicht so mein Fall, aber probiert habe ich sie natürlich schon: Es folgt die beeindruckende Schlucht des Smájlajjåhkå, über die zum Glück eine Brücke führt (bei Skárjá): Der weitere Weg ist schon fast zu einfach, es geht auf dem Trampelpfad zügig voran. Nur der Tjåggŋårisjåhkå macht zwischendurch Probleme: Ich finde hier einfach keine geeignete Furt und schaue etwas hilflos hinüber, da winken mir zwei nette Schweden zu, die die Passage gerade hinter sich haben, und zeigen mir eine geeignete Stelle. Diese funktioniert tatsächlich. Das Wasser geht mir hier nur bis zum Oberschenkel und gegen die Strömung kann ich dabei mit meinem einen verbliebenen Treckingstock noch ganz gut anhalten. Erleichtert komme ich am anderen Ufer an. Anschließend geht es bei wunderbarer Aussicht auf das Ähpár-Massiv weiter Richtung Osten: Schließlich erreiche ich nach einem leichten Schwenk Richtung Norden den zweitgrößten See im Sarek, den Bierikjávrre. Dieser See wurde mir schon am vierten Tag von den Schweden wegen seiner besonderen Farben empfohlen, und in der Tat habe ich Glück: Durch die Sonne kommt ein ganz eigentümliches, kräftiges türkises Leuchten zustande: Ein toller See! Auch wenn ich auf keinen Berg komme, so habe ich doch mit den beiden Seen im Sarek großes Glück gehabt. Am Nordufer des Sees lasse ich mich dann häuslich nieder. Hier habe ich zum ersten Mal Gesellschaft von anderen Wanderern, die ebenfalls ihre Zelte aufschlagen.
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  34. waldradler

    Sarek-Runde 2021

    Tag 8: Am nächsten Morgen sieht die Welt schon etwas freundlicher aus. Endlich ist der fiese Regen vorbei! Jetzt sieht man auch die Berge - direkt neben meinem Lager steht der Bulkas: Da bekomme ich doch gleich Lust, hinauf zu steigen. Zunächst aber muss der dritte UL-Gear-Fail repariert werden: Die Seitennaht am Schuh hat sich gelöst (neben dem Fußballen). Ich nähe sie mit Zahnseide (natürlich nach Benutzung ) wieder fest, so wie @German Tourist es in ihren Büchern empfiehlt. Das hält gut. Anschließend mache ich mich auf den Weg, gehe ein paar hundert Meter zurück ins Tal und steige dann den durchaus steilen Hang hinter dem Bulkas hinauf ins Jiegŋavágge: Ich gehe rechts des Baches hinauf, weil es dort irgendwie einfacher aussieht, aber da habe ich mich wohl schon wieder falsch entschieden. Aus mir wird kein Alpinist mehr Links des Baches sah es dann nämlich von oben aus betrachtet viel einfacher aus. Na ja, was soll's. Der Rucksack ist inzwischen auch schon deutlich leichter geworden - schätzungsweise 8 kg - und so überstehe ich diesen Aufstieg insgesamt ganz gut. Mit viel Gepäck hinunter gehen würde ich hier aber nicht. Von oben hat man dann einen wunderbaren Blick auf den Alep Njoatsosjávrre: Auf der Passhöhe lasse ich den Rucksack dann liegen und versuche, rechts weiter zum Gipfel des Bulkas aufzusteigen. Aber das Gelände wird immer steiler und steiniger, da kommen mir ungute Assoziationen an das Nijákvágge. Ich beschließe, vernünftig zu bleiben und auf die Besteigung zu verzichten. Außerdem zieht der Gipfel des Berges jetzt wieder mit Wolken zu. Schade, irgendwie komme ich bei dieser Tour auf keinen einzigen Berg hinauf. Aber das Wetter wird wieder wärmer und so kann man die Zeit hier oben auch anders nutzen: Der weitere Weg durch das Jiegŋavágge ist dann nicht allzu schwer und man hat einen schönen Weg hinunter ins Sarvesvágge mit tollen Aussichten auf die umliegenden Berge und Pässe. Tipp: Hier gibt es oben auf 1.020 m sogar geeignete Zeltplätze! Dabei kommt die Sonne heraus, jippie, zum ersten Mal seit vielen Tagen! Es wird sofort so warm, dass ich sogar meine ganzen feuchten Sachen trocknen kann: Mh, ich habe zum ersten Mal seit ein paar Tagen keine feuchten Füße mehr (allerdings auch nur bis ins Tal, wo die nächste Furt lockt...). Das Sarvesvágge präsentiert sich nun in schönstem Sonnenschein: Aber ich will ja allmählich zurück Richtung Suorva, und so gehe ich nicht durch dieses Tal, sondern weiter um den Sarvesnunnje herum und zurück zum Álggajávrre. Was für eine Veränderung hat dieser See in den letzten 24 Stunden erlebt! Eine wunderbare, einladende Wasserfläche empfängt mich, sanft in liebliche Hügel eingebettet. Das Gelände ist hier durchaus schwierig zu durchqueren: Weidengestrüpp, Felsen, Matsch, alles wahlweise auch in Kombination. Aber ich finde tatsächlich inmitten dieses Chaos mal wieder zwei Quadratmeter, auf denen ich direkt oberhalb des Sees mein Tarp aufbauen kann. Dahinter der einladende Blick ins Álggavágge, der schon Vorfreude auf den nächsten Tag macht:
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  35. waldradler

    Sarek-Runde 2021

    Tag 7: Am nächsten Morgen regnet es (immer noch), sodass ich etwas im Zelt liegen bleibe und die Route plane. Ins Njoatsosvágge möchte ich schon noch. Die Überlegungen zahlen sich aus: Ich finde nämlich heraus, dass ich einfach hier direkt neben meinem Schlafplatz über die alte rostige Brücke und dann auf der anderen Seite des Miellädno weiter gehen kann. Dadurch erspare ich mir den langen Weg um das Ostufer des Alggajávvre. Auf der anderen Seite des Flusses geht es weiter durch schwieriges Gelände mit vielen Weidenbüschen und Blockfeldern. Am Anfang hat das ja schon Spaß gemacht, dieses Querfeldeingehen ohne Weg und Steg, aber nach ein paar Tagen kennt man es und wünscht sich eher einen Pfad. Ich sehe wieder viele Rentiere, die sind ja schon süß. Es fehlt nur der Weihnachtsmann mit dem Schlitten: Der Weg entlang der Westseite des Alggajávvre ist eher ernüchternd: Der berühmte See ist nur durch einen Wolkenschleier hindurch sichtbar. Das Gelände steigt dann langsam an; ich folge dem Fluss und furte ihn schließlich gegenüber dem Eingang zum Njoatsosvágge. Das sieht von hier aus zunächst nicht besonders interessant aus: Wenn man dann die Höhe erklimmt und denkt, man sei oben, geht es weiter mit einem neuen Band, und immer so fort. Das ist dramaturgisch nicht schlecht gemacht, da die Erwartungshaltung natürlich immer weiter steigt. Oben angelangt sieht man dann zunächst zwei kleinere "Vorseen", an denen ich links vorbei gehe. Dahinter kommt noch eine Höhenstufe: Erst nach dieser letzten Hürde gibt das Tal dann den Blick ins Innere des Njoatsosvágge frei. Und der lohnt sich definitiv. Ich bin glücklich, an diesem Ziel angekommen zu sein. Die Berge sind hier zwar nur halb sichtbar, aber ganz am Horizont tut sich sogar ein Lichtblick auf: Die weitere Wanderung durch das Tal ist wirklich wunderschön. Hier im oberen Bereich ist es extrem wild und alpin. Drei Seen folgen hintereinander, flankiert von steilen Felswänden mit Wasserfällen. Eine klasse Gegend, das macht echt noch einmal richtig Spaß. Am dritten See schlage ich dann direkt am Ufer mein Zelt auf. Es ist recht windig, aber zum Glück nicht stürmisch. Ich schlafe sehr gut, nur der Wasserfall ist etwas laut. Ich werde mich beim Tourismusministerium beschweren
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  36. waldradler

    Sarek-Runde 2021

    Eine Skizze... voilà:
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  37. waldradler

    Sarek-Runde 2021

    Tag 6: Am nächsten Morgen regnet es immer noch. Ich wandere mit wenig Enthusiasmus ein Stück durch das Guohpervágge, da erlebe ich echtes Trail Magic. "Echt" in dem Sinne, dass es tatsächlich völlig unerwartet kommt. Aber der Reihe nach: Zunächst hatte ich aus der Ferne nur ein paar Stangen im Tal gesehen, die offenbar menschlichen Ursprungs waren, und mich gefragt, was das wohl sein könnte. Ich wollte schon weitergehen, bin dann aber aus Neugier darauf zugegangen. Und was war es am Ende? Eine mobile Stromversorgung! Ich hatte mir ja im Vorfeld einige Gedanken über die Stromversorgung gemacht (siehe dieser Thread), aber mit so etwas habe ich im ganzen Leben nicht gerechnet! Die große Kiste ist unverschlossen, sodass ich mich nicht scheue, hinein zu gucken. Im Inneren gibt es eine Solarbatterie und Elektronik, die 5V 1A, 5V 2,1A und 12V liefert. Da sage ich nicht nein und lade erst einmal meine Geräte auf, anschließend auch meine Powerbank. Das macht die Wanderung doch gleich etwas entspannter, denn in den letzten Tagen hatte ich schon immer etwas besorgt auf meinen Akkustand geschaut. Das Handy verbraucht bei wenig Nutzung (paar Fotos und Nachrichten, bisschen Navigation) 15 Prozentpunkte am Tag. Bei 16 Tagen macht das 240 Prozentpunkte - genau so viel, wie meine 20.000er Powerbank bringt. Plus die initiale Handyladung sollte es also genau reichen, aber knapp bemessen war es trotzdem, sodass diese unerwartete Stromversorgung eine große Erleichterung ist. In den folgenden Tagen benutze ich das Handy dann ohne Sorgen und verbrauche so viel Strom, wie ich möchte! Während ich so im Regen auf die Ladung meiner Powerbank warte, sehe ich, dass neben der Ladestation auch ein Birkenast liegt. Damit kann ich möglicherweise meinen Plan, den kaputten Treckingstock zu reparieren, noch realisieren. Bis jetzt habe ich nämlich kein Holz gefunden, das ich dafür hätte verwenden können. Also, gesagt, getan. Zunächst hämmere ich die abgebrochenen Enden des Treckingstocks mit zwei Steinen so zurecht, dass sie möglichst gerade sind. Die Enden feile ich auf dem größeren Stein möglichst rechtwinklig, damit sie sauber aufeinander aufliegen: Dann schnitze ich den Ast so zurecht, dass er genau in den Treckingstock hinein passt. Im unteren Teil sitzt er anschließend sehr fest (der läuft ja auch konisch zu), im oberen Teil so la-la. Dort schiebe ich aber noch Holzspäne als Keile hinein: Vor dem Zusammenbau wässere ich das Holz, damit es dann im Treckingstock aufquillt. Schließlich kommen noch zwei Lagen Klebeband außen drum herum: Fertig! Ich stehe wieder auf vier Beinen und bin mächtig stolz auf mein Werk! Besser gelaunt geht es nun weiter durch das Guohpervágge: Es ist schon eine schöne, besondere Landschaft hier, die man bei uns so nicht sehen kann. Die Trogform der Täler kommt wohl von den Gletschern her, die sich in der Eiszeit hier durchgeschoben haben. Die Einsamkeit und die karge Vegetation haben etwas Spezielles und sogar der Regen trägt zur ungewöhnlichen Atmosphäre ganz gut bei. Ich bereue es jedenfalls nicht, hierher gekommen zu sein. Nach einiger Zeit furte ich den Guohperjåhkå, um auf der anderen Talseite hinauf ins Násasvágge zu gehen: Die Furt ist nicht ganz einfach. Der Fluss ist auch an der von Grundsten empfohlenen Furtstelle relativ tief und hat ein Flussbett aus viel Sediment. Auf der anderen Seite angelangt muss ich erst einmal meine Schuhe mit klarem Wasser ausspülen, um den ganzen Mist wieder heraus zu bekommen. Danach geht es auf einfachem Weg hinauf ins Násasvagge. Auch der Weg durch das Tal hindurch ist nicht schwer, aber wunderschön: Ein sichelförmiger See legt sich um den Berg herum: Trotz des ungemütlichen Wetters ist das ein wunderbarer Ort hier. Auf dem Weg durch das Tal treibe ich zwei Rentiere vor mir her: Was soll man machen, sie laufen immer 100 m von mir weg, aber ich komme logischerweise immer wieder nach. Der Abstieg ins nächste Tal ist sehr mühsam. Zunächst irre ich wieder durch eine Waschküche über den Lánjekbuollda und kann mich nur mühsam mit Hilfe des GPS orientieren. Ganz selten lüften sich die Wolken und geben einen kleinen Ausblick nach Padjelanta frei: Anschließend kämpfe ich mich durch jede Menge Weidengestrüpp. Dabei bricht der mühsam reparierte Treckingstock wieder durch! Schade, das war ein kurzes Vergnügen... Mit viel Suchen finde ich dann kurz vor dem Miellädno eine ganz kleine ebene Fläche, auf der ich schlafen kann: Das ist immerhin ein Vorteil beim Tarp: Man braucht keinen Zeltplatz definierter Größe, sondern baut es einfach in irgendeiner Form über den zwei Quadratmetern auf, die man zum Schlafen gefunden hat.
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  38. Ich bin vor zwei Wochen nach Marktredwitz gereist, um den 420 km langen Goldsteig zu laufen. Durch ein paar Umwege sind daraus ungefähr 450 km geworden. Ich bin die Nordroute gelaufen, im Nationalpark bin ich zweimal vom offiziellen Goldsteig abgewichen und habe andere Wege gewählt. (In OpenStreetMap kann man nachschlagen, ob und wann welche Wege begangen werden dürfen. Da in OpenStreetMap auch Weg verzeichnet sind, die nicht mehr betreten werden dürfen, bitte eine App/Anwendung/Webseite bei der Planung verwenden, die die Zutrittsbeschränkungen von OSM auch auswertet!) Auch an anderen Stellen bin ich vom Originalweg abgewichen, z. B. im Naturschutzgebiet "Waldnaabtal" gibt es einen wunderschönen Pfad mit dem Namen "Uferpfad" (während der Goldsteig auf der anderen Uferseite auf Schotter verläuft). An der Blockhütte einfach nicht das Ufer wechseln. Im Prackendorfer und Kulzer Moos empfehle ich auch, dass man nicht den Originalweg läuft, sondern auf den weiter östlichen Pfad ausweicht (langweiliger Schotterweg vs. Bohlenpfad). Gleich am ersten Tag nach vermutlich nicht mal einer Stunde traf ich einen anderen Fernwanderer, der ein ähnliches Tempo und Etappenlänge läuft; so hat es sich ergeben, dass wir den ganzen Goldsteig gelaufen sind. Wir waren 14 Tage unterwegs; wenn An- und Abreise abgezogen werden, dann kommen wir auf 13 Tage. Das Wetter war anfangs oft regnerisch, in der zweiten Woche wurde das Wetter deutliche besser. Insgesamt war der Goldsteig sehr matschig; das soll aber wohl nur dieses Jahr so sein. Ich würde den Weg in vier Teil teilen: 1) Zwischen Marktredwitz und Waldmünchen ist der Weg durchschnittlich bis gut. Es gibt immer mal wieder schöne Pfade, leider geht es öfter man durch kleine Dörfer und damit auch über Asphalt. Die Pfade wechseln sich öfter mal mit Schotterwegen ab. Insgesamt aber mehr Pfade als auf so manch anderem Wanderweg! Highlights waren das Prackendorfer und Kulzer Moos (mit eigener "Umleitung") sowie Waldnaab (mit "Uferpfad"). Die Seenlandschaft bei Wiesau ist auch schön. Der Perlsee ist ein dieser Seen: 2) Ab Waldmünchen wurde der Weg viel schöner: Langsam kamen die Steigungen, es wurde bergiger und pfadiger. Erste Highlights kamen zwischen Althütte und Furth im Wald: Der Schlenker nach Tschechien und zum Kreuzfelsen waren sehr schön. Nach Furth im Wald wurde erneut bergiger, es ging auf die "8 Tausender", die Gipfel wurden immer höher, bis man auf dem Großen Arber steht. Zum Großen Arber kann ich persönlich nur sagen, schnell sein Gipfelbild machen und weg Der Kleine Arber und die Gipfel davor sind m. E. viel schöner. Auch der Mühlriegel (1080 m) ist sehr schön (der Aufstieg aber nur okay). Der Rauchröhren ist einer der "8 Tausender": 3) Aus übernachtungstechnischen Gründen sind wir den Nationalpark an zwei Tagen gelaufen: mehr als 80 km, ca. 2700 hm und ca 2780 hm Abstieg. Leider darf man nicht in den Unterständen übernachten. Aber auf tschechischer Seite gibt es Notübernachtungsplätze: Eine Nacht darf man dort übernachten (unabhängig davon, ob es ein "Notfall" ist oder nicht). Weitere Regeln bitte selber nachlesen Wir haben auf dem Poledník übernachtet (erreichbar über einen Umweg von insgesamt 8 km, also Hin- und Rückweg jeweils ca 4 km). Der Nationalpark ist sehr schön! Viele Pfade, teilweise sogar sehr lange Pfade ohne Unterbrechung durch andere Wege! Felsiger Boden erfordert mehr Aufmerksamkeit (besonders, wenn man so lange Etappen läuft). Den Großen Rachel war gut; ich fand die Aussicht nicht so schön und der Gipfel deshalb "nur" ok. Den Aufstieg zum Lusen fand ich "Banane": Wer einen Aufstieg in einem Zug erwartet, wird enttäuscht. Der Aufstieg wird zweimal "unterbrochen" und eine Unterbrechung ist dann sogar ein Schotterweg bis zur Himmelsleiter. Die Himmelsleiter geht dann auch nur gerade den Berg hoch und wirkt künstlich (ob die Himmelsleiter künstlich angelegt wurde, weiß ich nicht). Den Gipfel selber fand ich sehr schön. Insgesamt war der Nationalpark sehr schön, sehr idyllisch und abenteuerlich; jedenfalls habe ich es so empfunden. 4) Den Abschnitt von Mauth bis Passau war eher schlecht. Es gab zwar noch schöne Passagen, z. B. der Aufstieg und der Abstieg vom Dreisessel (ich empfehle aber dringend den Umweg zum Hochstein zu machen, viel schöner als der Dreisessel). Insgesamt war es aber sehr viele Kilometer auf Wirtschaftswegen! Gelegentlich gab es mal einen Pfad, diese waren dann oft kurz und dann war wieder "Wirtschaftsweg für x Kilometer" angesagt. Dafür sieht man gut die ländliche Seite Bayerns... Bis zum Nationalpark war das Übernachten in Schutzhütten oder Ähnlichem i. d. R. gut möglich. Im Nationalpark hat nicht, da muss man sich im Vorfeld schon überlegen, wie man seine Etappen legt. Wie oben gesagt, sind wir den Nationalpark in zwei Etappen gelaufen; wenn die Kondition nicht vorhanden ist oder das Wetter schlecht ist, kann das dann etwas unschön werden. Nach dem Nationalpark war es bis Passau auch eher schwer, gute Schlafmöglichkeiten zu finden, da es kaum Unterstände oder Schutzhütten gibt. Mein Fazit: Insgesamt sehr schöner Weg mit vielen schönen Pfaden, aber am Anfang gelegentlich auch mal Wirtschaftswege, am Ende des Goldsteigs fast ausschließlich. Das Ende zeigt aber gut, die ländliche Seite Bayerns. Ich würde den Weg weiterempfehlen, da ich ihn sehr schön finde. Nur die Übernachtungen müssen teilweise gut geplant werden! PS: Bei meiner Bewertung beziehe ich mich überwiegend auf Wegbeschaffenheit, da mir das am wichtigsten ist. Der erste Teil z. B. hat auch viele Burgen; der Burgenweg verläuft bis Waldmünchen parallel zum Goldsteig.
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  39. Nachdem ich eher schlecht vorbereitet und mit zu viel Gewicht den Weg vor zwei Jahren abgebrochen hatte, konnten mich Wanderfreunde zur Wiederaufnahme überreden. Am 2. Mai diesen Jahres habe ich den Nibelungensteig vollendet. Ich holte den Aufstieg zum Melibokus nach, übernachtete bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und flip-flopte mich an den letzten Wochenenden im April quer durch den Odenwald. Anbei noch ein paar Impressionen vom Weg. Leute, inzwischen gehört der Nibelungensteig zu meinen Lieblingswanderwegen. So abwechslungsreich! Nachmachen empfohlen.
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  40. och hab auch schon so einiges altes zu neuem verwurstet. aus dem innenfutter einer regenjacke und einer handvoll styroporkugeln (aus mutterns sitzsack gemoppst^^) habe ich ein ultralight-kamerakissen genäht. so eins, welches man als stativ-ersatz benutzen kann. und wenn nicht dafür, dann ist es auch mal ein gutes, kleines kopfkissen. aus ikea-frakta-taschen habe ich bereits 2 rucksäcke genäht.die schon bestimmt 2 oder 3 jahre alt und noch in benutzung sind. aus einem ollen rucksack-rain-cover wurde eine fahradtasche für die spiegelreflexkamera, die ich am oberrohr mit klettband anbringen kann. erst kürzlich habe ich 3 zelte über kleinanzeigen geschenkt bekommen. die habe ich komplett auseinander geschnitten und die so erhaltenen pu-beschichteten stoffteile in einen schönen ul-rucksack verwandelt, der grad mal um die 200g wiegt. das ist soviel stoff, da kann ich noch 5 rucksäcke und anderen kram draus basteln^^ aus dem quitischig gelben nylon-inner der eben erwähnten geschenkten zelte werde ich mir demnächst noch einen windbreaker fürs radfahren nähen. den zeltboden und einen teil des 2. innenzeltes habe ich in einen bivy verwandelt. nicht ultralight, aber funktional. absolut dichter boden und das nylon ist winddicht, aber atmungsaktiv. bei einem der zelte ist das pu-beschichtete aussenzelt einseitig silber und auf der anderen seite in einem dunklen blau. mal schauen ob ich den stoff nicht irgendwie in einer art windurchlässigen 'sturm-regen-sonnen-schirm' verwursten kann... just for fun aus ollen katzenfutterdosen irgendwelche catstoves zu basteln ist eh obligatorisch wenn man sich mit ultralight beschäftigt^^ fürs aquarium habe ich die fassung und das leuchtmittel einer pll-lampe, die ich noch aus zeiten der pflanzenzucht liegen hatte, eine lampe gebastelt die jetzt überm aquarium hängt. aus einem stück fotokarton eine umfassung gefaltet und getackert, um das licht komplett nach unten zu richten. edit: wo ich grad oben was von der plastikdose quark lese... die ollen krautsalatdosen und 1kilo-eimer verwende ich fürs geocachen. wo kein krautsalatsaft rauslaufen soll, kommt da draussen als geocache auch kein wasser rein. die sind auch top geeignet, wenn ich mir irgendwo fische fürs aquarium abhole. oder daheim irgendwie kurzfristig fische darin 'parken' muss. aufgebrauchte quetsch-yoghurt-faltflaschen, caprisonne usw von den blagen werden auch für touren um öl, spiritus oder andere flüssigkeit zu transportieren weiterbenutzt bis sie auseinanderfallen. im ersten post stand grob gesagt irgendwas über inspirationen zu neuen upcycling-projekten. ich machs mittlerweile so, wenn ich was (neues) brauche, guck ich ob ichs irgendwie selber machen kann. wenn ja, kann ich das aus bereits gebrauchten gegenständen bauen? falls nein, kann ich das in erforderlicher qualität gebraucht kaufen? und wenn es irgendwie gar nicht geht, kaufe ich auch neu. aber mittlerweile ist das echt wenig was ich mir nagelneu anschaffe.
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  41. Mein Paar Altra Superior hat genau 44 km gehalten. Dann hatte sich die Polsterung am Hacken aufgelöst. Die Reklamation zieht sich bereits drei Monate hin. Altra vertröstet immer wieder
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