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Ultraleicht Trekking

Minimalistisches Bikepacking - Wo fängt man an?


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Servus liebe Community! Ich hoffe, dass dieses Thema hier halbwegs reingehört, da dieses Forum ja primär auf das Wandern fokussiert ist. Da es hier hin- und wieder auch Beiträge zum Bikepacking gibt, dachte ich, dass ich mir einmal paar Ratschläge und Tipps bezüglich der richtigen Fahrradwahl einhole. 

Ich würde diesen Sommer gerne wieder eine mehrwöchige Radtour machen und suche daher ein passendes Fahrrad. Ich würde mir gerne ein Gravel-Bike zulegen, da es flexibler zu sein scheint als ein Trekkingfahrrad und ich eher zur Fraktion Kilometer machen gehören. Ich würde das Ganze sehr minimalistisch angehen und nur das nötigste mitnehmen.  Das Problem ist, dass die Anzahl an Möglichkeiten, Foren und Fachwebsiten einfach erschlagend groß ist und ich absolut keine Ahnung von Fahrrädern habe. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll.  Hinzu kommt, dass momentan ja auch keine persönliche Beratung im Shop möglich ist. 

Was sind die besten Online-Ressourcen um sich vernünftig in dieses Thema reinzuarbeiten? 

Worauf sollte man beim Kauf drauf achten? Vor allem, wenn man sich in der unteren Preiskategorie (1000 Euro) bewegt. 

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Für den Einstieg in den Radsport (und das ist Sport mit einem Rennrad), sind 1000 € Budget super. Dafür bekommt man einiges. Und ein Upgrade ist überhaupt nicht nötig, der Gedanke daran ruft nur Unzuf

Ich gehe jetzt mal auf deinen Titel dieses Themas ein nämlich "minimalistisches Bikepacking". Womöglich bist du von deiner Idee etwas abgerückt und dich interessiert nun mehr minimalistisches Tourenfa

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Hier gibt es ja einige passionierte Radfahrer und ich meine auch ein paar threads.

Nur weil man einen Drahtesel hat, wollen viele es trotzdem leicht und übersichtlich haben.

Taste mich selbst schon sporadisch ans Thema ran.

Womöglich werden viele die Nase rümpfen. Aber bei deinem Budget ist decathlon gar nicht so abwegig. Die haben zwei recht beachtliche Gravelbikes im Programm (wenn man Alu mag).

Neulich habe ich noch Ghost entdeckt, die eine extreme Preisspanne bedienen, aber auch einen Graveler in Deinem Budget bieten.

Ein wenig bin ich auch in das Marin Nicasio Plus verliebt. Wundervoll hübsch und toll bei geringem Budget. 

Genrell gilt bei Rädern. Je leichter, je teurer. D.h. neben dem Rahmen macht es der Komponentenmix. Aber das kennt man ja als ULer ;-)

Kurz Abwarten ubd Du wirst viele Tipps kriegen, die Dich erschlagen werden. Kyhal und Martin F stehen bestimmt schon in den Startlöchern.

Ist es Dein einziges Rad? Dann im Zweifel und wenn es geht lieber nochmal was drauflegen, ggf ein Vorjahresmodell.

 

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Ich würde das Budget auf ca. 1300 aufstocken. Für 1000 € findest du schonmal kein Rad mit hydraulischer Gruppe und hydraulische Bremsen würde ich bei Gravel empfehlen. 

Wenn du noch nicht Rennrad fährst und nicht weißt welche Rahmengröße, Vorbau, Sattel etc. dann mach doch zunächst ein Bikefitting beim z.B. Radlabor. Die haben eine riesige Datenbank aller verschiedenen Hersteller und können dir dann schonmal eine Geometrie vorschlagen die zu deiner Anatomie passt. Auf Grundlage des Fittings kannst du dir dann ein passendes Rad suchen. 

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Vielleicht sollte @Jäger spezifizieren was er unter Gravel versteht. 

Ich verstehe unter Gravel nicht die US amerikanischen Schotterpisten die schnurgerade über 100 Kilometer führen sondern eher Offroad in Deutschland, d.h. Waldwege und Singletrails im Mittelgebirge oder Alpenvorland. 

Ich persönlich würde da nicht auf hydraulische Bremsen verzichten wollen. Und dass bei Stürzen was reisst halte ich für unwahrscheinlich. Nicht umsonst fährt kaum ein Mountainbiker ohne hydraulische Bremsen.

 

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vor 38 Minuten schrieb Dingo:

Ist es Dein einziges Rad? Dann im Zweifel und wenn es geht lieber nochmal was drauflegen, ggf ein Vorjahresmodell.

 

Das wäre dann mein einziges Fahrrad, aber ich würde mir noch ein altes Fahrrad für alltägliche Erledigungen zulegen. Ich hatte noch nie ein hochpreisiges Fahrrad und bin immer auf relativ alten, schweren und billigen (50-100 Euro) Bikes Touren gefahren. 

vor 16 Minuten schrieb cozy:

Vielleicht sollte @Jäger spezifizieren was er unter Gravel versteht. 

Also zu sehr Offroad wird es nicht werden, da ich wahrscheinlich zu 80-90% auf Straßen unterwegs sein werde, aber mir gefällt die Option auch auf spärlich ausgebaute Wege auszuweichen. Ich denke, dass  Waldwege und Schotterstraßen das höchste der Gefühle sein werden. 

Bearbeitet von Jäger
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Hallo Jäger! 

Schau doch mal bei den einschlägigen Kleinanzeigen-Portalen. Ich hab beide meiner Gravel-Räder für je 65€ gekauft. Für ein paar Euro gibt es dann noch Ersatz- und Verschleißteile und beim Aufbau lernst du dann noch sehr viel über dein neues Sportgerät. 

Ist dann nicht superdupercarbonfancyinstagramangebergeeignet, macht aber trotzdem richtig Spaß!

mfg

der Ray 

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vor 1 Stunde schrieb Jäger:

Also zu sehr Offroad wird es nicht werden, da ich wahrscheinlich zu 80-90% auf Straßen unterwegs sein werde, aber mir gefällt die Option auch auf spärlich ausgebaute Wege auszuweichen. Ich denke, dass  Waldwege und Schotterstraßen das höchste der Gefühle sein werden. 

Guten Morgen, 

in der Preisspanne wird es echt schwer was "Neues" zu finden!

Ich würde auch "hydraulisch" empfehlen! und auch das Budget vielleicht nicht ganz so eng nehmen! Wenn Du täglich fährst!

Die Versender, bieten immer mal wieder im Sale oder im Outlet Räder in dem Bereich an. Ich habe z.b. ein Rose Cross Dx (999 € vor 5 Jahren im Outlet, hat eher eine Touren Geometrie). Dazu müsste du aber deine Rahmengröße kennen, geht aber mit den Online-Tools eigentlich ganz gut. Ansonsten mal im Bekanntenkreis probesitzen? 

Aber das Thema ist "Die unendliche Geschichte"! 

Gr und viel Gesundheit

 

Bearbeitet von sasper
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Ich würde ein gebrauchtes Rad empfehlen. 

Jedes Jahr kommen irgendwelche neuen Standards oder neue Schaltgruppen hinzu. Oder es werden neue Marketing Kategorien wie "Gravel" eingeführt. 

Wenn man mit dem Trend gehen will muss man immer etwas Geld auf den Tisch legen. 

Aber auch vor 10 Jahren als noch 9 fach und Felgenbremsen im Trend waren, konnte man gut Radfahren. 

Für den Einstieg, gerade wenn du das Einsatzgebiet noch nicht genau kennst und nicht super viel Geld ausgeben willst, kannst du gut nach gebrauchten Rädern gucken. 

 

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Muss es wirklich gravel sein? 

Ich fahre 10% Schotter und Waldwege mit rennrad, denn auf touren lassen sich diese Wege nicht immer sinnvoll ausschließen oder bieten einen Mehrwert. Mit 28er Reifen kein Problem, selbst mit Gepäck. Ansonsten auch mit 26er Reifen. 

Sub 10kg mit hydraulischer bremse :

https://www.radon-bikes.de/roadbike/alu/r1-disc/r1-tiagra-2021/

 

Gruß

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Also ich empfehle aus eigener Erfahrung das "Fuji Touring".

Ich finde gerade den Thread nicht mehr, aber es wurde hier im Forum empfohlen, und ich bin sehr glücklich damit. Ich habe es im Frühjahr 2020 gekauft, und noch ein Modell mit stinknormalen Felgenbremsen gekauft, und die Bremsen reichen mir!! Wenn ich ein Mountainbike hätte haben wollen, wäre das vielleicht was anderes, aber ich bin im Sommer u.a. im Schwarzwald gefahren, und auch auf den teils heftigen Abfahrten bin ich gut mit den Bremsen klar gekommen. Aber ich fahre es auch als "Gravel" Bike im wahrsten Sinne des Wortes, auf Schotterwegen und Waldwegen, NICHT als Mountainbike auf total ruppigen Trails. Aber kurze Abschnitte dieser Art hat das Fuji Touring auch gemeistert, inklusive Gepäck.

Es ist halt super stabil mit seinem Stahlrahmen, und trotzdem noch vergleichsweise leicht.

Und das Beste war der Preis: Ich habe es NEU für 749 Euro bekommen!!! :-D

Vielleicht findest du ja auch jetzt noch ein Vorjahresmodell. Es gibt verschiedene Varianten, z.B. ein "LTD" oder ein "Disc", das hat dann Scheibenbremsen. Wenn ich es auf der Fuji Homepage richtig sehe, gibt es ab diesem Jahr das Fuji Touring nur noch standardmäßig mit Scheibenbremsen.

Ich kann mein Fuji Touring jedenfalls uneingeschränkt empfehlen, falls du ein neues Rad in der Preisklasse von ca. 1000 Euro suchst. Es hat keinen Schnickschnack und nicht die neusten Komponenten, aber wer sowas will und dann noch neu, der ist in der Preisklasse eh falsch.

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was mir so die letzten wochen aufgefallen ist (beim neu-unterwegs sein & kennenlernen = rumsausen & rumlesen & hände dreckich machen):

- steckachsen sind ein vorteil und wohl ein wichtiger teil eines guten antriebs

- (im verkehr) schnelles reaktionsvermögen ist wichtiger als hydraulische bremsen

- ne 105er gruppe mechanisch ist leichter als die hydraulische

- ohne richtig berge in der nähe reicht 1x11 (ist leichter, aber wird teurer)

- normale tubus gepäckträger sind nur unwesentlich schwerer als das ultraleichte teuermodell

- mudguards für die sattelstütze (und vorne entsprechend) sind leichter als die kompliziert zu montierenden engen schutzblechteile und deshalb praktischer (kollidieren aber mit fast allen gepäckträgern)

- fahrradtaschen sind sauteuer und mit den meisten backpackingtaschen (va den würsten vorn und hinten) kann ich mich bisher noch nicht anfreunden, dehalb dann doch klassische panniers plus framepack plus rucksack (bzw alternativ). die leichten panniers von vaude sind manchmal im angebot. auf der to do liste: panniers selber machen. halterungen gibts zb bei aliexpress.

- probefahrn ist wichtig, unbedingt auch verschiedene räder.

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Ich finde die Haltung falsch, man würde nix Gescheites für das Budget des TEs finden.

Das ist oft aus einer eigenen Perspektive heraus, weil man selbst viel Ahnung hat und evtl gerne Höherwertigeres fährt.

Deshalb sind Budgeträder für manchen Fahrer bzw manches Fahrprofil nicht falsch oder schlecht.

Es muss ja nicht immer Shimano sein und Microshift bietet gute und preiswerte Alternativen.

Übertragen auf Ultralight würde das ja bedeuten, es ginge nix unter HMG, ZPacks und EE. Dem ist aber nicht so.

Meine Empfehlung. Einfach mal auf das Profil und die Bedürfnisse des TEs eingehen und die SRAM Apex toll finden, aber die Microshift Advent nicht verteufeln ;-) Reicht nämlich den allermeisten aus.

Als ich unlängst in einem Berliner Radladen war und aus Interesse fragte, ob ich denn an ein Bombtrack Arise eine Microshift nachrüsten könne, rümpfte der nur die Nase. Logisch, dass ich da mein Rad auch gleich online kaufe kann und lieber einen netten Freund bitte, mir beim Bestücken sonst zu helfen.

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Man sollte immer einige Dinge beim Kauf beachten:

Wenn man zu den billigsten Gruppen greift hat man meist schnelleren Verschleis und die Reperatur geht meist nicht so leicht von der Hand. Wenn es eine Roadgruppe sein soll würde ich zur Shimano Tiagra greifen. 10 fach robust und günstig. Wenn du fast alles haben willet was die Topgruppen können dann eine 105. SRAM kann ich auch empfehlen aber meist sieht es mit Ersatzteilen mit Shimano leichter aus.

Ich denke es gibt noch viele Dinge zu bedenken, wenn du willet kannst du mir gerne eine Nachricht schicken.

Bikeempfehlung ohne deine Bedürfnisse genau zu kennnen:

Radon R1 Tiagra. Dickere reifen drauf und du wirst Jahre Freude haben. 1099€

 

 

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Jetzt mal als kleiner Widerspruch zu hydraulisch: Ich hatte an meinem Planet X Kaffenback Selbstaufbau mechanische Avid BB5, die ich auch mit meinen 110 kg sehr gut fand . Man muss halt geile Aussenhüllen nehmen und sehr penibel bei der Verlegung sein.Die Standfestigkeit in den Alpen kann ich nicht beurteilen , aber im Bergischen Land/Sauerland hatte ich nichts zu beanstanden.Meine Rival-Hydros am RR finde ich hingegen total schize, wobei Discs am Rennrad meiner Meinung nach eh kein Problem lösen.Viel lohnenswerter sind ein paar Kröten in Tuningbeläge  von Swissstop oder Koolstop zu investieren , das hebt die Performance jeder Bremse enorm. Ich habe noch ein RR mit Force-Felgenbremsen und blauen Swissstops, das bremst wie die Hölle.

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Ja stimmt, das Fuji Touring hat ja z.B. "nur" Shimano Deore Komponenten, mit denen kann man ja eigentlich gar nicht Rad fahren... [Ironie off]

Im Ernst: Minimalismus fängt im Kopf an. Wenn ich unterwegs sein will, dann sind mir letztendlich die Marken meiner Sachen total egal. Es muss funktionieren und Spaß machen und darf mich nicht behindern oder nerven. Und es darf nicht zu teuer sein, denn das widerspricht auch meinem persönlichen Gedanken von Minimalismus. (Teure Dinge besitzen dich, nicht nur du sie.)

Und es steht ja "minimalstisches Bikepacking" im Titel...!!!

Zitat

Wenn man zu den billigsten Gruppen greift hat man meist schnelleren Verschleis und die Reperatur geht meist nicht so leicht von der Hand.

Ok, vielleicht nicht die allerbilligste Gruppe, aber z.B. die oben genannte Deore würden zwar viele "ernsthafte" Fahrer nicht mit der Kneifzange anfassen wollen, aber die ist total robust und hält ewig, ich kann sie sehr gut selbst reparieren und die Ersatzteile, die ich dafür an einem anderen Fahrrad nach ewigen Jahren Benutzung mal brauchte, konnte ich problemlos mal eben um die Ecke beschaffen.

Dagegen habe ich schon schlechte Erfahrungen mit "zickigen" High-End Gruppen gehabt, als ich Freunden bei der Reparatur geholfen habe. Also darum würde ich das nicht pauschalisieren.

Aber der Rat ist gut, vielleicht zu einem Rennrad zu greifen, das sich mit dickeren Reifen aufpimpen läßt. Rennrad ist nämlich dann wirklich minimalistisch, weil ganz ohne Gepäckträger und Schutzbleche usw.

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Ja das stimmt voll. Funktionieren tun auch die günstigeren Gruppen. Und 1000€ ist auch kein Budget Rad, das ist ne Menge Schotter!

Es ist gerade nur schwierig, detailliert auf die Bedürfnisse des TEs einzugehen, weil das Anforderungsprofil noch nicht ganz klar ist. OT: (Was auch normal ist, wenn man mit etwas Neuem anfangen will - sollte keine Kritik am TE sein).

Grundsätzlich würde ich klären wollen, welcher Typ von Fahrrad überhaupt in Frage kommt, bevor es um Details wie Schaltung etc. geht. Denn auch wenn die Werbung und der Trend es suggerieren: Ein Gravelbike ist nicht flexibler als ein Trekkingrad. Der Einsatzbereich ist nur einfach anders. 

Bisher kamen an Anforderungen: 

  • Kilometer machen
  • 90 % Straße, keine Trails, maximal Wald- und Schotterwege
  • sominimalistisch wie möglich
  •  Bis 1000€

Ich würde sagen, dass die Kategorie Mountainbike dabei raus ist. Da MTBs weder gut geeignet für 90 % Straße, noch minimalistisch sind oder sich sehr viele Kilometer damit reißen lassen.

In Frage kommt die Kategorie Rennrad. Rennräder sind grundsätzlich minimalistisch und leicht gebaut. Außerdem lassen sich damit ordentlich Kilometer machen. Bei 10% Schotter- und Waldweg Anteil lassen sie sich auch noch fahren. Und für 1000€ bekommt man einiges. Für ein Rennrad braucht es jedoch eine gewisse Grundmuskulatur im Rumpfbereich. Nicht jeder oder jede kann eine Mehrtagestour in einer sportlichen Position bewältigen. Mit Training sollte es aber kein Problem sein.

Eine Subkategorie vom Rennrad ist der Cyclocrosser. Damit lassen sich etwas weniger Kilometer machen, dafür ist er mit breiteren Reifen und mehr Wendigkeit besser gerüstet für die Schotter- und Waldwege. Er ist auch ein bisschen weniger minimalistisch als ein reines Rennrad, weil oft Schutzbleche angebaut sind.

Noch weniger Strecke lässt sich mit einem Gravelrad machen. Der Unterschied zum Crosser besteht in der größeren Reifenfreiheit, allerlei Ösen für Bikepacking Taschen, Gepäckträger und Schutzbleche. Damit ist das Gravelbike noch weniger minimalistisch als der Crosser aber noch besser geeignet für die Offroad Abschnitte und Bikepacking. Nachteil ist der Hype darum und die damit verbundenen höheren Kosten.

Irgendwo zwischen Cyclocrosser und Gravel lässt sich noch ein Randonneur ansiedeln. Dieser ist darauf ausgelegt Strecke zu machen und bietet dafür mindestens einen Gepäckträger vorne oder hinten. Das Fahrverhalten ist mehr auf Geradeaus auagerichtet. Daher ist er weniger agil als CX- und Gravelbike. Ansonsten kenne ich die Unterschiede nicht so genau und Randonneure werden auch nicht so oft angeboten.

Eine weitere Subkategorie vom Rennrad ist das Zeitfahrrad oder Aero Bike. Hiermit lässt sich am allerbesten Strecke machen. Allerdings nur, wenn es die Rumpfmuskulatur zulässt. Aber auf Schotter- und Waldwegen ist es durch die Schaltung überhaupt nicht geeignet und aus dem Budget fällt es auch. 

Dann gibt es noch die Kategorie Trekkingrad. Damit lässt sich bequem Strecke machen, wenn auch nicht soviel wie mit dem Rennrad. Dafür braucht es wegen der Sitzposition auch nicht ganz so viel Training. Meistens sind Trekkingräder aber mit allerlei Dingen ausgestattet und überhaupt nicht minimalistisch. Daher sind sie auch recht schwer und haben in hügeligen Regionen einen Nachteil gegenüber leichteren Rädern.

Was auch noch in Frage kommt ist ein Fixie. Das ist minimalistisch, leicht, günstig und schnell. Strecke machen geht aber nur bei sehr guter Muskulatur. 

Bearbeitet von hmpf
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Danke für das krasse Feedback! Hier ist ja schon eine Menge an interessanten Vorschlägen und Tipps zusammengekommen. Die Idee von @hmpf@zopiclonein Rennrad in Betracht zu ziehen, gefällt mir ganz gut. Wie schaut es da mit der Gepäckbelastung aus? Ich bin selbst ein Leichtgewicht mit 63kg und meine Ausrüstung wird  denke ich mal maximal 10 kg auf die Waage bringen. 

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vor 2 Stunden schrieb Jäger:

Wie schaut es da mit der Gepäckbelastung aus? Ich bin selbst ein Leichtgewicht mit 63kg und meine Ausrüstung wird  denke ich mal maximal 10 kg auf die Waage bringen. 

Das hält das Rennrad locker aus. Wenn du nicht die superleichten Laufräder mit einer minimalen Anzahl an Speichen nimmst und durch jedes Schlagloch fährst, ist das kein Problem. Aber die leichten Laufräder sind meistens eh zu teuer :D. 

Beim Rennrad ziehe ich ein System mit Gepäckträger und Panniers vor. Dadurch bleibt der Schwerpunkt niedrig und das Rad fährt weiter gut geradeaus. Und in meinem Fall war es auch günstiger, da die Taschen selbstgenäht sind und der Gepäckträger schon vorhanden war. Außerdem sind Panniers einfacher zugänglich zum Packen etc.

Bei Decathlon gibt es für 30€ eine 20 Liter Tasche mit 570 Gramm (Link). Ortlieb Taschen sind schwerer und teurer (100€ für 2) und die 500 Gramm leichten von Vaude liegen bei 150€. 

Das Gewicht kommt von der versteiften Rückseite, in der eine Platte eingearbeitet ist. Diese braucht es aber nicht. @waldradler hat eine super Anleitung für MYOG Radtaschen online gestellt, die wesentlich leichter sind.

Die Aerodynamik wird von Panniers natürlich beeinflusst aber ich weiß nicht ob sie mit Panniers schlechter ist als mit Bikepacking Taschen. 

Schwieriger ist die Montage des Gepäckträgers, da keine Ösen vorhanden sind. Es gibt aber Adapter für die Laufradachse (bspw. Hier von Tubus für Schnellspanner Achse) und auch Sattelklemmen mit zusätzlichem Anschluss für die Strebe des Gepäckträgers (bspw. sowas). Oder Winkel für die für die Schutzblech- und Bremsaufnahme.

Bei meinem Rad hätte ich Ösen gehabt aber der Gepäckträger war nicht dafür ausgelegt. Also habe ich ihn einfach per Kabelbinder festgemacht und es hält auch seit 1500 km mit etwa 4.5 Kg hinten dran. (Hier der passende Beitrag. Das dritte Bild zeigt die Kabelbinder.)

 

Das ist also auch eine gute grundsätzliche Frage, die du klären kannst: Bikepacking oder Gepäckträger.

Beim Gepäckträger eignen sich Randonneur - und Gravelrahmen grundsätzlich besser, weil dort Ösen für die Befestigung vorhanden sind. Oft am Hinterbau, wie auch an der Gabel vorne, falls mit Low Ridern gefahren wird. Dafür sind diese Rahmen oft schwerer, weil sie mehr Reifenfreiheit bieten und auf höhere Belastungen ausgelegt sind. 

Gebraucht lassen sich aber einfacher reinrassige Rennräder organisieren, da Randonneure selten sind und Gravelbikes gerade erst im Trend sind.

Diesen Blog kann ich noch zu dem Thema Bikepacking mit dem Rennrad empfehlen. Das Highlight ist seine Schlafmatte, die aus Luftpolster Folie besteht :D.

Bearbeitet von hmpf
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vor 6 Stunden schrieb Dingo:

Wobei ich einer Hydraulik bei langen Touren eher skeptisch gegenüber stehe bei Sturz/Riss.

So sah ich das früher auch und benutzte mechanische Scheibenbremsen (BB7). Aber mit hydraulischen hatte ich noch nie Ärger, jedenfalls keinen urplötzlichen. Ich setze heute auf Shimano, weil man in den von mir bereisten Gegenden schnell an Ersatzteile kommt... brauchte aber auf Tour noch keine.

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vor einer Stunde schrieb martinfarrent:

So sah ich das früher auch und benutzte mechanische Scheibenbremsen (BB7). Aber mit hydraulischen hatte ich noch nie Ärger, jedenfalls keinen urplötzlichen. Ich setze heute auf Shimano, weil man in den von mir bereisten Gegenden schnell an Ersatzteile kommt... brauchte aber auf Tour noch keine.

Wie gesagt. Ich denke da hat jeder seine eigen Sicht und dann ist es ja auch eine Frage des Einsatzbereiches.

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Bevor es um hydraulisch und mechanisch geht, sollte geklärt werden ob Felgen- oder Scheibenbremse. Dafür gibt es auch sehr viele Meinungen. 

Aktuell sind Scheibenbremsen auf dem Vormarsch, doch gerade im Rennradbereich werden diese äußerst kritisch gesehen. Selbst bei Leuten, die täglich in den Alpen unterwegs sind. 

Scheibenbremsen sind schwerer und haben einen erhöhten Wartungsaufwand. Da sie entlüftet werden müssen oder Beläge neu justiert werden müssen.

Bei einem Rennrad von sagen wir 10 Kg + 63 KG Fahrer + 10 KG Gepäck, kann man in Frage stellen ob Scheibenbremsen benötigt werden oder man auf die Tour der Grande erprobten Felgenbremsen vertraut. 

Manchmal bleibt aber keine Wahl, da die Modellauswahl mit Felgenbremse abnimmt. 

Aber das sind alles Detailfragen, die noch keine Rolle spielen, wenn das Einsatzgebiet so grob ist. 

 

@Jäger, wie sieht's aus bei dir? Helfen die Beiträge oder suchst du eher nach Literatur Hinweisen ? 

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vor 7 Minuten schrieb hmpf:

@Jäger, wie sieht's aus bei dir? Helfen die Beiträge oder suchst du eher nach Literatur Hinweisen ? 

Der Input ist sehr hilfreich! Ich musste paar Sachen googlen, aber ich habe jetzt definitiv einen etwas größeren Überblick über das Thema :) Von den Decathlon-Taschen habe Ich sogar schon zwei Stück, die noch von meiner Letzten Tour übrig geblieben sind. Ich denke, dass ein Rennrad eventuell sogar eher was für mich sein könnte als ein Gravel-Bike. Ich werde mich da weiterhin schlau machen und viel lesen. Bis zum Sommer habe ich ja noch etwas Zeit. 

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