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Ultraleicht Trekking
Monkeybomb

Faire Produktion bei Outdoor-Ausrüstung

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Hat sich erledigt, habe eine Quelle...

Google machts möglich.

edith:

Ich halte Euch auf dem Laufenden, es muss sich jetzt rausstellen ob die gewünschte Qualität, 5% Stützfedern min 650 cuin/oz machbar ist, und ob ich alle Stationen vom Schlüpfen der Tiere bis zum Befüllen dokumentieren kann.

Das kann dauern.

Edith2:

Der Erzeuger hat einen Exkkusiv-Vertrag mit einem Händler, habe mit dem telefoniert, die gucken ob sie die Mischung hinbekommen, dann bekomme ich erstmal ein Angebot für 5kg. Würde für 10 schöne Comforter reichen...

Es wird so um 35€/100g liegen. Für Endverbraucher ok, für einen Hersteller eher nicht so... aber Bio halt. Ich bin mal gespannt, wer alles einen 400€ Bio-Comforter kauft :mrgreen:.

bearbeitet von FlorianHomeier
update

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SouthWest hat diesen Beitrag moderiert:

Kritik an der Art und Weise der Moderation sollte nicht öffentlich in Beiträgen geäußert werden, sondern lieber per PN an die Moderatoren oder den Admin. Konstruktive Kritik ist willkommen. Wir können uns aber nicht für jeden unserer Schritte öffentlich rechtfertigen. Wir versuchen uns in jedem Fall an die Regeln zu halten.

Ich habe auch mal die ganze Streiterei ausgeblendet. Dann können jetzt alle die Interesse am Thema haben sachlich dazu zurück kommen.

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Der Nachweis was das Vieh so macht, den lieben langen Tag, dürfte nicht besonders schwer zu erbringen sein. Den hat der Bauer in der Schublade, um ihn auf Verlangen jederzeit vorzeigen zu können. Das ist ja eben der Witz von Bio Produkten: Es wird alles Lückenlos dokumentiert.

Du kannst auch nachweisen, was die fressen, und mit wenig Aufwand auch, wo das Futter gewachsen ist.

Die Bio Viecher laufen ja so wie so draußen rum. Da haben sie natürlich auch ein warmes Federkleid. Es gibt Bauern, die sich auf vom Aussterben bedrohte Haustierrassen spezialisiert haben. Möglicher Weise haben die noch bessere Daunen als die modernen Rassen.

Zwischen alten Rassen und modernen bestehen teils extreme Unterschiede. Vermutlich auch bei den Federn.

Es könnte sein, dass jemand Enten Eier verkauft, und nicht nur Schlachtvieh. Dann hätten die Viecher ein adultes Federkleid.

Da kann es durchaus sein, dass Du einen ganz kleinen Partner findest, der Selber rupft, und der sich dabei auf Deine Wünsche einstellen kann.

Ggf kannst Du auch einen Bio Bauern dazu animieren, der in Deiner Gegend sitzt. Ein kleiner, der einen Hofladen betreibt und ggf sogar eine Pension, hätte sicher auch nichts dagegen, vom Interessenten Besuch zu bekommen. Da könnte man sich persönlich ansehen, wie es den Vögeln geht.

Die Kleinen sind ja alle Radikale. Die machen so einiges mit.

Camping auf dem Bauernhof mit Entenstreicheln ist sicherlich möglich. Man muss sich nur den richtigem Partner suchen.

Ich würde mir auch überlegen, ob ich den Bezug in Bio Qualität hinbekomme. Vielleicht gibt es Bio Seide?

Da musst Du mal nach Bio Kleidung googeln!

In einer Kunstfaserhülle wäre bei Daune mit Bioland Siegel zunächst mal gesichert, dass das von glücklichen Viechern stammt.

 

Der Oberknaller wäre natürlich ein Produkt an zu bieten, dass technisch einwandfrei funktioniert, leicht ist und das ausschließlich aus Bio Komponenten besteht.

Schlussendlich besorgt man sich für den eigenen Betrieb ein Bio Siegel.

Dann geht man in die Geschichte ein und wird vermutlich ein sehr wohlhabender Mensch.

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Da synthetische Textilien einige Vorteile mitbringen, die von biologischen Materialien so nicht erfüllt werden können, kann für den ein oder anderen auch die Marke Pyua interessant sein, die voll recycelbare synthetische Funktionskleidung aus 100% recycelten Materialien herstellen und zu 100% in Europa produzieren.

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Da synthetische Textilien einige Vorteile mitbringen, die von biologischen Materialien so nicht erfüllt werden können, kann für den ein oder anderen auch die Marke Pyua interessant sein, die voll recycelbare synthetische Funktionskleidung aus 100% recycelten Materialien herstellen und zu 100% in Europa produzieren.
Nur ist Europaproduktion auch nicht unbedingt das Optimum...

Gesendet von meinem D5503 mit Tapatalk

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vor 10 Minuten schrieb Nature-Base:

Nur ist Europaproduktion auch nicht unbedingt das Optimum...

Ich glaube, das ist allen auch klar. Wir suchen hier ja etwas verzweifelt nach Anhaltspunkten für die faire Behandlung von Arbeitern und für die tiergerechte Herstellung. Wie @Erbswurst und andere ja schon in Bezug auf den Tierschutz angemerkt haben, sind selbst die meisten Zertifikate wohl fragwürdig. Aber die reale Situation kann ja im Extremfall sein: Ich stehe bei TK Maxx (ja, ich weiß ;-) ) vor einem unglaublichen Sonderangebot, Markenware... und will mich schnell per Smartphone notdürftig über die Herstellungsparameter informieren. Dass ich dann zu keiner wirklich befriedigenden und erschöpfenden Einschätzung gelangen kann, ist ja klar.

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Darum spaltet sich die Bevölkerung Mitteleuropas in Bio Laden Käufer und Supermarkt Einkäufer. (Ohne dass da jetzt ein baldiger Bürgerkrieg zu erwarten wäre.)

Die Qualitätssicherung wird zunehmend über Bio Siegel gewährleistet, auf die Verlass ist. Das wird immer umfangreicher. Und der Marktanteil wächst stetig. Es ist eben eine Wende in der Gesellschaft, die von den eher wohlhabenden Bürgern auch gerne privat finanziert wird.

Wer es ernst meint, der geht eben nicht zu TK Max, Decathlon und C&A und P&C und Cherutti usw, sondern kauft gezielt Produkte mit Bio Siegel. 

Da gibt es inzwischen so viele Möbel, Farben, Lacke, Baustoffe, Kleidung, Lebensmittel , Haushaltsartikel, Kosmetika, Hygeneartikel, Putzmittel usw, dass man anderes Zeug fast gar nicht mehr kaufen muss.

Ne Wolldecke zum Sommercamping mit Bio Siegel gibt es vermutlich auch. Dann trägt man eben ein Kilo mehr im Rucksack. Na und?

Das geht alles. Man muss es nur wollen und finanzieren können. Wer einen vernünftigen Job hat, der kann es aber ohne weiteres finanzieren. Ggf muss er sich eben etwas beschränken, aber dafür ist die Qualität ja auch meist wesentlich höher.

 

bearbeitet von Erbswurst

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vor einer Stunde schrieb Erbswurst:

Darum spaltet sich die Bevölkerung Mitteleuropas in Bio Laden Käufer und Supermarkt Einkäufer. (Ohne dass da jetzt ein baldiger Bürgerkrieg zu erwarten wäre.)

Den müsste ich ja gegen mich selbst führen. :-) Ich bin - wie vermutlich sehr viele Leute - beides. Und beim Besuch des Real im Huma Center von Sankt Augustin finde ich sowohl Bio in den Kühltruhen als auch gleich nebenan TK Maxx. Dann schaue ich da entgegen aller Vorsätze kurz rein und... klar, könnte ich konsequenter sein. Aber das bringt mich zu meinem eigentlichen Punkt: Im TK Maxx sehe ich manchmal größere Posten Outdoorware von Markenherstellern wie Schöffel, Patagonia, TNF usw. zu teils unglaublich niedrigen Preisen. Das wirft schon fast die Frage auf, wie viele Outdoorklamotten überhaupt zum regulären Preis verkauft werden und wo der tatsächliche Durchschnittspreis eines Produkts auf wirkliche Verkaufszahlen bezogen liegt. Der wäre ja auch mal interessant, zumal bevor man sich dem Glauben hingibt, dass vermeintliche Höherpreisigkeit eine gewisse Garantie für Fairness aller Art bietet.

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Wäre das nah-dran und transparent genug? Ein Bioland-Siegel oder ähnliches gibt es nicht, nur ein "kein Gentechnik" und irgendwas mit "kontrollierte Erzeugung" von der Landwirtschaftskammer.

Der Mega Kritikpunkt "Lebendrupf" ist allerdings definitiv ausgeschlossen. Vermutlich wird es nicht mehr viel besser...

https://player.vimeo.com/video/107037868

Auf der website haben die noch eine Menge weiterer Infos.

http://www.classen-gaense.de/

Wenn jemand was besseres weiß, immer her damit.

Ein von mir produzierter Comforter mit 500g Füllung von Claßen würde etwa 600€ kosten.

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vor 2 Stunden schrieb FlorianHomeier:

Ein von mir produzierter Comforter mit 500g Füllung von Claßen würde etwa 600€ kosten.

Das ist jetzt mal eine Hausnummer: 500g à 650 cuin, richtig? Dafür garantiert ohne Lebendrupfdaune. 

Zum Vergleich: WM Apache regular, 535g à 850 cuin. Preis bei Globetrotter: ~ € 550.

Ich müsste, wenn ich's mit der Ethik ernst meinte, trotzdem bei dir zuschlagen, @FlorianHomeier. Jedenfalls so lange ich nicht restlos zufrieden bin, was die Herkunft der WM-Daune betrifft.

Aber tue ich das? Da stehen wir jetzt alle vor der Testsituation, die wir uns möglicherweise gar nicht so wünschen. ;-) 

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Naja, nicht ganz, ein Apache ist mal eine ganze Menge mehr Arbeit als ein simples Deckchen...

Außerdem muss ich den tatsächlichen loft in cuin noch bestimmen. Hat zufällig einer hier einen Testzylinder und Druckplatte nach Norm rumliegen?

edith:

http://www.bewaehrungsprobe.de/Daunenschlafsack#qualitaet

Man beachte den Text hier zu 850 bzw 900 cuin Angaben :mrgreen:

bearbeitet von FlorianHomeier

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    • Von bieber1
      Daunenärmel - Beinlinge
      Ich habe schon Jahre etwas Daune Zuhause ,die verwendet werden will.
      Angeregt von Andreas "Daunenhose" , und einem Jou Tube vom "Hängemattenguru " Schuck ,
      Habe ich nun meiner Daune einen Nutzen zugeteilt.
      Mit zwei einigermaßen leichten "Stöffchen" von Extrem - Textiel . habe ich mich ans Werk gemacht .
      Gute Planung ist die halbe Miete "sagt man".
      Das musste ich beim "lerning by duing " feststellen .
      Der Druckknopfband-Verschluss an den Seiten , wurde durch die Daune so weit aufgezogen ,
      das ein Wärmekragen nötig wahr.
      So kahm es , das ich einige Nähte mit kurzem Stich wieder auftrennen und ändern musste ( grzdmpfeieiei ).
      Das Fertige Produkt , hat mit 162 g /Stück etwas mehr Gewicht als gewünscht ,
      aber dennoch sehe ich das Projekt als gelungen.
      Nutzen :
      In erster Linie ,  sollten die Beinlinge die kalten Oberschenkel in der Hängematte warm halten.
      Zweitens , zusammen mit einer Weste , einen schnellen , flexiblen , Temperaturwechsel am Oberkörper ermöglichen.
      Drittens , das einziehen der Hände in die Ärmel , hier ist (mit dem kleinen Lappen ) ein Verschluss  entstanden ,
      der mit einfachen einführen der Hand , das Ärmelloch schleißt . Kein zu klämmen  mit den Fingern mehr .
      Viertens , am Zeltofen  , oder Lagerfeuer ist es bekanntermaßen vorn heiß und hinten kalt .
      Hier kann ein oder zwei geöffnete Teile  am Rücken eingelegt werden.
      Fünftens , Die geöffneten Teile als Weste zu tragen geht bedingt , weil das Schließen der Seiten
      eine passende Figur erfordert.    Mit was drüber geht .
      Sechstens , die beiden Teile lassen sich Seitenversetzt zu einem "rechteckigem Degchen" knöpfen . 
      Siebtens , Das herausklappen des "Handlappens" ermöglicht es diesen , als Handschuh-Verstärkung zu nutzen .
      Achtens , Gummischlaufen an den Ecken ermöglichen diverse Befestigung , z .b . Fuß box  Schafsack , an Hängematte....
      Neuntens , fällt mir noch nicht ein .
      Daten :
      Gesamtgewicht / Stück                        162 g
      Der Stoff pro teil.                                      41 g
      Ein Handlappen mit (Primalofft)             7 g
      Daune ca . nicht hochwertig                  76 g
      Ein Wärmekragen (Primalofft)              11 g
      Der Rest errechnet sich aus Snapplibändern , Gummieinfassung , Faden .
       
      Wer sie sehen will muss zum Treffen kommen. 
       
       





    • Von Southern Flyer
      Hallo zusammen,
      nach der Bauanleitung von @micha90 für einen APEX-Quilt hier nun eine Anleitung für die Daunen-Variante mit geschlossener Fußbox im Karo Step, als eine der zwei grundlegenden Kammerdesign-Möglichkeiten für Daunen-Quilts. Bei der Auslegung des Quilts habe ich mich an den YT-Videos von Joe Brewer und dubber zum Quiltdesign, zur Berechnung der Daunenmenge und zum eigentlichen Bau orientiert, habe aber viele Details anders umgesetzt. Zudem helfen einem bei der Abschätzung des Temperaturbereichs und der entsprechenden Daunenmenge Vergleichsangaben/-tabellen von z.B. Enlightened Equipment und ZPacks (Achtung: bei gleicher Daune sind die amerikanischen cuin-Werte höher als die europäischen!). Von den darin verwendeten Daunenmengen und -qualitäten lässt sich dann auf die Höhe der Baffles (nicht zu verwechseln mit dem Loft!) zurückrechnen. Soll der Daunen-Quilt ultraleicht werden, sollte man bei der Daune nicht unter 850cuin gehen und beim Stoff nicht über 35g/m², besser 27g/m².
      Mein Quilt sollte für einen Temperaturbereich von ungefähr -5 bis -7°C ausgelegt sein. Dazu ist anzumerken, dass ich eher wenig friere. Bei einer Hüllenlänge von 201cm (79in) und einer Hüllenbreite von 146cm (57.5in) habe ich dafür eine Bafflehöhe von 5,5cm (2.2in) vorgesehen, bei einer EU-Daunenqualität von 860cuin. Oft wird auch 6,2cm (2.5in) Bafflehöhe für diesen Temperaturbereich (bei ähnlicher Daunenqualität) angegeben. Für das Hüllenvolumen und einem overfill von 20% (weniger sollte es nicht sein) waren somit 400g 860er Daune nötig.
      Bei der Größendimensionierung sollte man bei der Länge zur Körpergröße 15-20cm zurechnen (hier 15cm), ebenso sollten Seitenschläfer bei der Breite etwas großzügiger sein als Rückenschläfer. In der Regel wird die Breite jedoch eher durch die Rollenbreite des Stoffes begrenzt. Da hatte ich etwas Bauchschmerzen bei der Bestellung, da das 27g/m² daunendichte Ripstop Nylon von Extex (nachgewogen 28g/m²) mit 145cm angegeben war, mit der Unsicherheit nicht zu wissen, wieviel des Webrandes noch abgeschnitten werden muss. Umso erfreulicher, dass der Stoff in 152cm Breite kam und nach Bereinigung der Längskanten noch echte 150cm übrig blieben. Klasse!
      Die Karos habe ich entsprechend einem 5:7 Muster (5 Karos quer, 7 Karos längs) dimensioniert. Viele wählen ein 4:5 Muster, was einiges an Baffles erspart, aber auch zu stärkerem Verrutschen der Daunen führt. Daraus ergibt sich unter Berücksichtigung der Saumzugaben eine Karogröße von 29cm (quer) x 28cm (längs), bei einer Bafflelänge von 17 bzw. 16cm. Insgesamt mussten 62 Baffles vernäht werden.
       
      Arbeitsschritte
      Säubern des Webrandes an der Längsseite des Stoffes. Am besten dafür, und für die weiteren nächsten Schritte, den Stoff mit Malerband glatt auf dem Fußboden fixieren. Auf Länge schneiden (hier 207cm, davon 2x2cm für den Saum am Kopf- und Fußende, sowie 2cm für den Kordelkanal). Der Rest (hier 43cm) wird später für das Fußboxende benötigt. Eine mikroverzahnte Schere leistet hier gute Dienste. Da die Fußbox sich zum Ende hin leicht verjüngt (hier von 146cm Breite auf 104cm Umfang (=33cm Durchmesser) diese Ecken rechts und links auch noch abschneiden (hier von 0-70cm Länge). Mittellinie anzeichnen. Karo-Schablone aus Pappe mit Position der Baffles erstellen. Ausgehend von der Mittellinie die Position der Baffles jedes einzelnen Karos mit Malerband (17 bzw. 16cm lang) entsprechend der Schablone aufkleben. Einen Kreidestrich sieht man bei dem glänzenden Stoff nur sehr schlecht, daher das Malerband. Wichtig dabei, auch auf dem Malerband die jeweilige Längskante an der der Baffle anliegen muss zu kennzeichnen. Ab und an Symmetrie und Maße kontrollieren. Nach jedem genähten Baffle kann der entsprechende Malerbandstreifen entfernt werden.
      Baffles schneiden. Darauf achten, dass die elastische Richtung der Bafflelängskante entspricht. Am einfachsten macht man es sich, wenn man den Bafflestoff aufrollt und die Stoffrolle dann entsprechend abschneidet. Hier waren es 7,5cm, da der Bafflestoff im Bereich der Nähte gedoppelt wurde. Ca. 0,7cm umschlagen und auf der Hälfte annähen, macht pro Naht 1cm Verlust. So kommt man dann auf 5,5cm Bafflehöhe. Da das 25g/m² Mosquitonetz von Extex (nachgewogen 22g/m²) ziemlich sperrig ist, habe ich den umgeschlagenen Teil mit Nadeln fixiert (nur im Netz selber, nicht am Stoff!). Um Löcher in dem sehr dünnen Stoff zu vermeiden habe ich immer dann, wenn Nähte/Stoff fixiert werden mussten, Malerband benutzt. Ging super und kann man für diese Stoffe nur weiter empfehlen. Längskanten von Innen- und Außenstoff jeweils doppelt einschlagen und säumen. Hier habe ich für das erste Einschlagen einen Prittstift zur Hilfe genommen (Tipp von @moritz). Auch das hat sich bei dem dünnen und rutschigen Stoff absolut bewährt. Nach dem Säumen hat man ringsherum einen 1cm breiten Saum mit dreifacher Stofflage auf dem später alle wichtigen Nähte genäht werden können. Baffles zunächst an Innen- oder Außenstoff annähen. Nahtenden verriegeln. Zusätzlich habe ich die Garnenden noch gegeneinander stramm gezogen.
      Baffles an die andere Stoffseite annähen. Dabei immer wieder mal kontrollieren, ob die Baffles auch da sitzen wo sie sitzen sollen. Nach einer Weile hat man sich an die 6qm Stoff und das Baffle-Wirrwarr gewöhnt. Wenn das erledigt ist, hat man auch schon den ‚schlimmsten‘ Teil hinter sich. Innen- und Außenstoff an der Kopfseite mit einer doppelten Naht zusammen nähen. Die elastische Kordel (hier 3mm) an einem Ende mit Garn zu einer Schlaufe knoten (das habe ich bei den Seitentaschen von meinem Rucksack auch so gemacht, hat sich bewährt). Die Schlaufe habe ich dann in eine Stofffahne (hier aus Diamond-Ripstop) eingenäht. Dadurch vermeidet man unschöne Knubbel in der seitlichen Saumnaht. Stofffahne an den Seiten einkürzen. Die Höhe der Stofffahne entspricht der späteren Höhe des Kordelkanals (hier 2cm incl. 1cm Saumnaht).
      Saumnaht des Kopfendes 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Da hier später noch 2 Nähte drauf kommen reicht ein zwei- bis dreifaches Verriegeln der Naht. Auf ¼ der Länge (37cm) der Stoffbreite am Kopfende mit 2,5cm Abstand zum Saumrand 2 Ösen (4mm) einschlagen. Hier geht die Kordel für den Tanka durch. Die meisten Hersteller machen die Ösen mittig, wodurch die Kordel im zugezogenen Zustand immer im Gesicht hängt. Die Variante mit offenem Kordelzug, die man auch oft sieht, hat mir nicht zugesagt, da man dann immer die langen Kordelenden mit zwei Tankas irgendwo unter sich liegen hat. Kordel mit Tanka und Zeltring durch die Ösen durchfädeln. Kordellänge möglichst knapp bemessen und am anderen Ende ebenfalls mit Garn zu einer Schlaufe knoten. Die Schlaufe wieder in eine Stofffahne einnähen. Saumnaht des Kopfendes auch hier 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne wieder in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Nun kann die umgeschlagene Saumnaht auf ganzer Länge mit einer doppelten Naht mit dem darunter liegenden Innen- und Außenstoff vernäht werden. Der Kordelkanal ist nun fertig. Seitliche Saumnähte von Innen- und Außenstoff am Kopfende beginnend miteinander vernähen. Bis zum Beginn der Fußbox mit einer Doppelnaht, danach reicht eine einfache Naht, da hier später beim Schließen der Fußbox noch zwei weitere Nähte hinzu kommen. An den entsprechenden Positionen werden in die Seitennähte noch drei 3,5mm flache Steckschließen mit 20mm des elastischen Bandes eingenäht. Mit den Steckschließen lässt sich der Quilt an der Isomatte fixieren oder notfalls auf der Unterseite verschließen.
      Wenige cm vor Beginn der Fußbox wird zunächst nur an einer Seite ein ca. 5cm langes Stück des elastischen 20mm Bandes eingenäht und später, beim Nähen der 2. Seitennaht, das andere Endes dort mit eingenäht. Das elastische Band entlastet später das Nahtende der Fußbox. Bei anderen Quilts ist dort häufig ein kleines Stoffdreieck eingenäht, was ich aber eher suboptimal fand. Jetzt kann die Längsnaht der Fußbox vernäht werden. Dazu die beiden Saumnähte links auf rechts (!) übereinander legen und mit doppelter Naht vernähen (könnte man auch als falsche Kappnaht bezeichnen). Auch wenn hier 12 Stofflagen übereinander liegen ist das ganze immer noch SEHR dünn. Die Variante recht auf rechts schien mir für die Fußbox als nicht so stabil, da letztendlich eine Naht die komplette Querbelastung auffangen muss und Kältebrücken an dieser Stelle keine Rolle spielen. Der Quilt wird an der noch offenen Saumnaht des Fußendes mit den Daunen befüllt. Da die Daunen zu je 100g (nachgewogen alle je 103g) in kleinen handlichen Kissen geliefert werden, kann man die Kissen in eines der letzten Karos legen, vorsichtig ein Ende mit einer kleinen Schere aufschneiden und die stark komprimierten Daunen in die dahinter liegenden Karos verteilen. Das geht erstaunlich gut, da die Zwischenräume den Baffles mit 12cm so ausreichend groß sind, dass eine Faust durch passt. Damit kein Daunen entweichen, die Naht rechts und links der Unterarme mit Wäscheklammern provisorisch schließen. Zudem hatte ich einen Staubsauger griffbereit daneben liegen, bei dem das Rohr vorne mit dem Mosquitonetz verschlossen war. So konnte jede frei umherfliegende Daune eingefangen werden. Auch das hat sich sehr bewährt. Von den Daunen müssen 12g für das runde Fußboxende aufbewahrt werden. Die untere Saumnaht nun vernähen (Innen- mit dem Außenstoff). Der Quilt ist jetzt bis auf das runde Fußboxende fertig. Bevor das runde Fußboxende angefertigt wird muss nochmal der Umfang am unteren Ende der Fußbox nach dem Zunähen kontrolliert werden. Zu dem errechneten Fußboxradius müssen für den Stoff 3cm addiert werden, 2cm für den doppelt umgeschlagenen Saum und 1cm für die Saumnaht (für das Vernähen mit dem Rest des Quilts). Vier Baffles (8cm lang) über Kreuz mit 4cm Abstand von der Mitte einnähen, dann den gemeinsamen Rand (in diesem Fall also nicht einzeln) doppelt umgeschlagen säumen. Auch hier half der Prittstift wieder sehr. Einen ca. 10cm breiten Spalt für das Füllen mit den Daunen offen lassen.
      Rundes Fußboxende mit den restlichen Daunen füllen und anschließend den Saum schließen. Fußboxende und den Rest des Quilts an der unteren Saumnaht rechts auf rechts vernähen. Hier war es mir wichtig, keine Kältebrücke zu haben. Daher keine überlappende Naht wie bei der Fußboxlängsnaht. Hinter der äußeren Naht noch eine zweite zur Sicherheit setzen. Zusätzlich habe ich noch eine 10mm Gurtbandschlaufe mit eingenäht an der man den Quilt kopfüber aufhängen kann. Quilt in alle Richtungen gut ausschütteln, damit die Daunen sich gut verteilen und aufbauschen können. Fertig!!!!  
      Genäht habe ich das gute Stück mit einer alten Pfaff 260, einer frischen Microtex 70er Nadel und Gütermann Allesnähergarn (die Farbe 68 entspricht dabei dem dunkelgraublau des Außenstoffes). Stichlänge für die Baffles war 2mm, sonst 2,7mm. Mit der Fadenspannung (tendenziell niedriger) muss man so lange probieren bis es passt. Alle Materialien von Extex bis auf die Steckschließen (1,7g nachgewogen), die kamen vom Thal-Versand.
    • Von Nature-Base
      Hi Leute,
      ich habe durch einen Zufall einen Wingace Schlafsack günstig bekommen. Nachdem ich sie mir bei Aliexpress angeschaut hatte, konnten sie ja nicht so schlecht sein...
      Es handelt sich um diesen Doppelschlafsack mit 3500g(!) Füllung!
      Ich kann nicht sagen auf welcher Zeit der bei mir nun Vorhandene stammt, aber wenn sich die Daunenqualität nicht gravierend geändert hat, sind die ihr Geld absolut nicht wert!
      Keine Ahnung wie die auf 800+ cuin kommen. Die Daunen ähneln kleinen Stäbchen mit 1-2mm kurzen Härchen. Allein das Packmaß macht ihn schon untauglich. Mein Modell lässt sich kaum in den Packsack mit ca. 50l(!) rein stopfen weil die Daunen kaum zu komprimieren sind.
      Ich habe glücklicherweise noch gute Daunen hier rum liegen und werde mal schauen was das OST dazu sagt- ob sie mir meine Daunen in de Sack packen können. Dann kann ich mir vorstellen das es ein recht akzeptables Produkt wird.
       
       
    • Von backpackersimon
      Hallo zusammen, 
      der Sommer neigt sich allmählich dem Ende zu. Zeit für mich das Sammelsurium an Ausrüstung einer weiteren Prüfung zu unterziehen und unbenutztes auszusortieren. 
      Da ich unlängst auch noch den Einstieg ins MYOGen gewagt habe, sind auch ein paar Teile übrig, die ich prinzipiell gerne benutzt habe (oder hätte), jetzt aber vor allem auf meine Marke Eigenbau setze. 
      Die Teile sind allesamt neu oder neuwertig mit höchstens minimalen Gebrauchsspuren. 
      Preise incl. Versand. 
      Konkret handelt es sich um folgendes: 
       
      1. MountainLaurelDesigns Cuben Fiber Poncho Tarp - weiß
      Das Tarp ist naturgemäß recht klein bemaßt aber gerade für kleinere Personen dürfte es ausreichend groß sein. Für meine 1,93m ist es minimal zu klein. 
      inclusive Packsack und original MLD Spannleinen (gelb - noch am Stück, d.h. ~15m) Das Cuben ist 0.74 oz/sqyd. 
      Zustand: neu (1x aufgebaut)
      Gewicht: 145g (ohne Spannleinen, ohne Packsack)
      Preis: 165€ 

      2. Cumulus Comforter L500 - custom
      Eine Seite aus blauem Pertex Endurance, die andere Seite aus schwarzem Pertex Quantum. Je nach Bedarf kann die eine oder andere Seite nach innen bzw. außen gelegt werden. 
      gefüllt mit 500g hydrophober Daune (850+cuin nach EU Norm)
      inclusive Packsack (recht knapp bemessen) und Lagerungsbeutel
      Zu diesem Comforter auch interessant: @Stromfahrers Mod mit der Knopflochgummimethode 
      Zustand: neu (0 Nächte) 
      Gewicht: 820g 
      Preis: 285€ (incl. vers. Versand)

      3. Gossamer Gear Murmur 36 Hyperlite (2016er Version) 
      Zustand: sehr gut bis neuwertig (1 Woche benutzt)
      Gewicht: ohne Hüftgurt 240g mit Hüftgurt ~270g. mit Rückenpolster~300g
      Preis: 155€

      4. TrailDesigns Caldera Cone F-Keg 
      Bekanntes UL Kochsystem hier inclusive Cuben Fiber Stuff Sack (so kann z.B. der ultraschwere Candy zuhause bleiben)
      Zustand: neuwertig (abgesehen von ein paar Verfärbungen am Boden der Dose)
      Gewicht: ohne Caddy ~100g
      Preis: 50€

       
       
    • Von immermüde
      Hallo zusammen,
      biete einen nur eine Nacht benutzten, immer sehr gut gelagerten Schlafsack an.
      Der Schlafsack hat eine zusätzliche Füllung von 150g.? (ich weiss es nicht mehr ganz genau)
      Damals bei -17C° getestet, null Problem. Sehr bequemer und angenehmer Schlafsack.
      Packsack hab ich leider nicht mehr gefunden.
      https://www.bergfreunde.de/marmot-couloir-daunenschlafsack/
      https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/3031-Schlafsackvergleich-Joutsen-Ruka-vs-Marmot-Couloir
      http://www.draussen.de/app/store.pl?pro=843&kat=&lang=DE&wgr=&s_k_w=1__&shop=1&

      Ich hätte gerne noch 220€ incl. Paketversand DHL.




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