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Ultraleicht Trekking

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Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 12.02.2019 in allen Bereichen

  1. 4 Punkte
    Hab nun nach Feierabend das Plexamid aufgestellt. Fotos anbei. Beobachtungen: Es geht wirklich ratzfatz ... Heringe an alle vier Ecken - Trekkingstock auf 120 cm rein in die Schlaufe ... und es steht schon. Noch mit 5. Hering nach vorne anspannen ... und es steht schon echt gut im leichten Wind. Mein HMG Tarp braucht da mehr Aufmerksamkeit... Sämtliche andere Abspanner sind ratsam, weil sie das innere Volumen vergrößern ... und nebenbei das Zelt wirklich bombensicher am Boden festnageln. Die dünnen Lines haben einen hohen Reibungswert und gleiten schon schwer durch die kleinen Linelocks ... was natürlich den Klemmdruck der Linelocks noch erhöht. Finde ich vertrauenswürdig. Alles im allen auf den ersten Blick ein toller Wohnraum für die nächste Zeit ... va mit 440g All In! (mit Packsack, Heringsack, 10 Heringe) Wohnbilder folgen von der nächsten Tour ... Grüße
  2. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    schrenz und 2 andere reagierte auf zeank für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Quelle: https://www.visitbritain.com/de/de/reiseplanung/einreise-nach-grossbritannien/visa-und-reisepaesse
  3. Schlafmatten & Hacks

    Kay und 2 andere reagierte auf Rapapongi für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Hallo Leute "Schlafen wie ein König im 1001 Sterne Hotel" Nach diesem Motte würde ich gern ein spezielles Thema am Anfang der Saison eröffnen und rumfragen, wie ihr euer Schlafsystem = Matte + Polster ohne Schlafsack ganz individuell zurecht "gehackt" habt. Schön wär auch eine Gewichtsangabe jeweils. Mit Hacks meine ich einfache Setups (Matte + Polster), Kombinationen von 2 Matten, gecuttete Matten bis hin zu DIY Baumarktlösungen ... Bin wirklich sehr gespannt was wir hier alles so an individuellen Lösungen und va. coole Hacks zusammen bringen. Es werden ja zig neue Matten jedes auf uns "Betatester" losgelassen Ich selbst, als Seitenschläfer, bringe mein aktuelles Setup ein, das aus folgenden Komponenten besteht: Polster -Therm-a-rest Pillow (335g) Matte - auf 2/3 gecuttete STS Ultralight Matte Regular, 120x55x5cm, 270g - Locus Gear Onda Mat II, 180x55x1.2cm, 200g Das T-Shirt haltet beide Matten zusammen, lässt den Polster nicht von der Matte rutschen und verringert auch insgesamt das Wegrutschen der Matten auf einem leicht geneigten glatten Zeltboden. Vorteile Va für Seitenschläfer: Die STS stützt Schulter und Becken und reagiert unter der Onda Mat wie ein Punktlattenrost. Die Onda OBEN verteilt den punktuellen Druck der Schulter auf mehrere Spring-Cells UNTEN - damit kann man mit weniger Luftdruck gemütlicher seitlich schlafen, ohne auf den Boden durchzudrücken Die gerippte Onda Oberfläche ist extrem weich und angenehm (signifikant besser als die TAR Zieharmonika Faltmatten) Kombinierte R-Werte, wo es am wichtigsten ist (0.7 + 1.5/2) Variables System: für Wanderpausen und Kurz-Napping ist die Onda sofort einsetzbar (auch zum zu Zweit Vespern) Sollte der STS Luftmatte die Luft ausgehen, hat man mit der Onda ein Backup Raschelt kaum beim Bewegen Nachteile: Wie alle Closed Cell XLBE Matten sperrig Etwas höheres Gesamtgewicht Ich schlaf damit nach langen Jahren des Optimierens wie auf Wolken ... Vielleicht hat der eine oder andere mit euren Hacks& Tips auch bald eine Lösung für (s)einen ultraguten Schlaf. Würd mich freuen. Grüße, Rapapongi
  4. Nicht zwingend. Der Taupunkt kann ja auch in der Füllung liegen. Da hilft es, den Qulit vorher einmal Trocken zu wiegen, damit Du nachher weißt, wie viel Kondenswasser in der Füllung hängen geblieben ist.
  5. Cumulus doch nicht so gut?

    Backpackerin und 2 andere reagierte auf dennisdraussen für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Ich bin mir nicht sicher ob alle Blogger, Influencer und Contentcreator wirklich unabhängig von jedem monetären Gedanken handeln. Eventuell hätte es geholfen die Cumulus Säcke mal zu reinigen, andererseits sind die Cumulus Sachen bekannt für ein gutes Preis—Leistungs–Gewichtsverhältnis, wer das Preis Argument vernachlässigen kann hat andere Optionen.
  6. 2 Punkte
    Hier aus Kunsstoff für 20 mm Gurtband Diese Form gibt es auch irgendwo aus Metall.
  7. Ich nutze die VBL Socken von Exped, sind jetzt nicht die leichtesten, jedoch ist mir auch eine gewisse Haltbarkeit wichtig und daher geht das für den Winter ok. Schön wäre wenn die Socken noch 5cm höher wären. Am Ende der Tour hat man klatschnasse Liner und trockene Schuhe, funktioniert. Vor den Exped Socken hatte ich sehr kurz mit der Bratschlauchvariante experimentiert, war aber bei zwei Touren ein Vollflopp, zum einen wegen Abschluss bei den Zehen, zum anderen wegen der Haltbarkeit. Ganz okay ist die Toppits 6l Gefrierbeutel Methode gewesen, wären da nicht meine großen Füße. Die Breite der Tüte ist zu gering und folglich steht die Ferse auf der Seite der Tüte und ich habe mir binnen einer Stunde die Tüte vom Fuß gewurstelt und damit war der VBL Effekt wieder zu nichte gemacht.
  8. Cumulus doch nicht so gut?

    momper und ein anderer reagierte auf Backpackerin für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Da schließe ich mich an. Ich möchte hier auch noch einwenden, dass der Blogbeitrag von 2015 ist. Falls damals qualitativ nicht alles einwandfrei gewesen sein mag, kann das heute schon wieder anders aussehen. Bitte niemals nur auf eine Einzelmeinung verlassen, gerade wenn, wie im Falle dieses Blogs, alles gerne mal über den Klee gelobt oder im Extremfall total nieder gemacht wird und mit Schlagworten auffallend viel SEO betrieben wird um auf viele Klicks zu kommen.
  9. Ich hab heute Nacht im VBL und ohne Bivi unterm Tarp geschlafen. Wind, Regen und direkt am Fluss. Eigentlich ein Garant für Kondens. Mein Schlafsack war heute morgen aber furztrocken. LG
  10. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Fabian. und ein anderer reagierte auf JanF für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    OT: Mal davon abgesehen, dass deine Links auch alle ins Leere führen, habe ich nur auf ein neues Ultraleicht-Produkt hingewiesen, ist hier ja kein Bewertungsfaden. Zudem ist das hier das falsche Forum, um eine Gewichtsersparnis von 800 g für irrelevant zu erklären.
  11. Eselsweg Spessart

    eric reagierte auf Trekkerling für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo liebes Forum, nachdem eine Suche hier im Forum nichts ausgespuckt hat, dachte ich, ich sollte vielleicht kurz mal den Eselsweg vorstellen, den ein Mit-Forist und ich letzte Woche gegangen sind. Für einen richtigen Reise- oder Tourenbericht reicht meiner Meinung nach unser Tour-Erlebnis nicht aus, spannende oder spektakuläre Ereignisse gab es wenig. Der Eselsweg ist knapp 110 lang und verläuft in Nord-Süd-Richtung (oder natürlich auch umgekehrt) durch den gesamten Spessart. Startort war bei uns Schlüchtern in Hessen und wir sind in knapp 3 3/4 Tagen bis Miltenberg (oder offiziell Großheubach, aber da ist der Bahnanschluss schlechter) in Bayern gegangen. Da wir wegen den derzeit nicht so langen Tagen eher kürzere Tagesetappen gelaufen sind, würde ich behaupten, dass sich der Weg zu anderen Jahreszeiten, also Frühling bis Herbst, somit auch sehr gut als verlängerte Wochenendtour eignen würde. Der Weg zeichnet sich dadurch aus, dass er einer alten Handelsroute folgt. Diese historische Handelsroute (manchmal läuft man auf Kopfsteinpflaster durch den Wald) wollte die feuchten, morastig-sumpfigen und unsicheren Täler meiden und war somit als Kammweg angelegt. Das merkt man dem Weg heute auch noch an. Nachdem man erstmal die entsprechende Höhe erklommen hat, geht es die darauf folgenden Tage eher moderat auf und ab. Nur am letzten Tag ging es dann wieder ziemlich lange und steil bergab zum Kloster Engelberg. Aussichtspunkte sind aber dabei rar gesät, weil man die allermeiste Zeit im Wald ist. Aber dafür in einem schönen Mischwald, mit viel Buchen- und Eichenbeständen. Unterwegs findet man immer wieder Unterstands- und Schutzhütten, zum Teil extrem gut ausgebaut mit Fenstern und Betonboden, so dass mit guter Planung das Tarp eher selten ausgepackt werden muss. Rein theoretisch wäre auch eine Übernachtung in einem der Trekkingcamps bei Rothenbuch möglich, die hatten bei uns aber leider schon zu. Einkehren kann man auch relativ häufig, da mit dem allgemein zugänglichen Clubhaus des Golfclubs Spessart, der Gaststätte 'Waldhaus Zum Engländer' und dem 'Forsthaus Echterspfahl' drei Gaststätten direkt am Weg liegen. Theoretisch gäbe es auch noch andere Einkehrmöglichkeiten (Campingplatz Wiesbüttsee, hier könnte man natürlich auch übernachten, und Freizeitpark bei Bellings, die hatten beide bei uns aber Betriebsurlaub, und außerdem die Autobahnraststätte an der A3), die haben wir aber nicht benutzt. Als wir unterwegs waren, haben wir abseits der Autobahn, die wir ca. einen halben Tag recht gut gehört haben, wenig bis gar keinen Straßenlärm der nahen Hochstraße gehört. Das kann aber in der Motorradsaison natürlich ganz anders sein. Erstaunlicherweise haben wir aber recht viel Fluglärm von Passagiermaschinen gehört, muss wohl eine Einflugschneise (Frankfurt?) in der Nähe sein. War aber nicht extrem störend. Markiert ist der Weg exzellent. Fast immer ist an Kreuzungen der Weiterweg an einem Baum in Laufrichtung ein paar Meter weiter markiert, so dass man eigentlich ohne Karten oder so auskommt (Fast! Ein zwei Mal hätten wir uns dann doch beinahe verlaufen, wenn wir nicht auf LocusMap vertraut hätten). Die Wege sind dabei ziemlich gemischt. Es gibt längere Forststraßen-Abschnitte, aber auch längere Passagen auf kleinen Pfaden. Ziemlich typisch für deutsche Mittelgebirge, würde ich sagen. Alles in allem eine sehr schöne Wandergegend, in die ich bestimmt nochmal zurückkehren werde. Das Ganze ohne Schneeregen und Sturm, bei längeren Wandertagen ohne Stirnlampe abends wäre dann vielleicht etwas weniger abenteuerlich, aber dafür mit Laub an den Bäumen und vielleicht dem ein oder anderen Wanderer auf dem Weg (wir haben in den 4 Tagen vielleicht ein Dutzend Menschen im Wald getroffen) wirkt die Strecke bestimmt komplett anders. Ach ja, nachdem ich die Ausrüstungs-Kritiken nach irgendwelchen Thruhikes immer so klasse finde, jetzt mal nach unserem 'Thruhike' noch ein paar Sachen, die mir an meiner Ausrüstung aufgefallen sind (und weil man aus Fehlern anderer auch gut lernen kann): Das Trekkertent 2,80x1,80m Cuben Tarp hat sich in einer Nacht innerhalb eines ansonsten sehr offenen Pavillons in A-Form aufgestellt bewährt. Da ist Flat-Tarp natürlich klasse. Ansonsten kam es in einer Nacht bei mir an die Grenzen, das lag aber eher an den zu kurzen Nano-Heringen, die im weichen Waldboden zuerst nicht gut hielten. Im Grunde haben sie dann richtig tief in den Boden reingetreten zwar doch die Nacht durchgehalten, beim Kumpel waren die langen Nanos aber von Anfang an bombenfest, da werde ich also bald aufrüsten. Ansonsten blieb ich drunter trocken, auch wenn bei mir bei ähnlichen klimatischen Bedingungen vielleicht in Zukunft doch etwas mehr 'Zelt' (mein SMD Wild Oasis oder Lightheartgear Duo) mitkommen wird. Der Comforter L430 war bei fast jede Nacht geschätzt knapp am Gefrierpunkt mit ME Notfall-Bivy innen als VBL und BorahGear Bivy außen rum mit MH Ghost Whisperer und langer Schlafunterwäsche auf der Standard NeoAir fast schon zu warm. Ich hatte das Gefühl, dass da noch Reserven gewesen wären. Bei zwei von drei Nächten hatte ich ihn oben und seitlich offen, um mal schnell Wärme ableiten zu können. Aber ansonsten: Daumen hoch für den Comforter und das Schlafsetup! Wie immer war der LaBu Packraum ein Traum, ideale Größe für so eine Tour, saubequem, relativ wasserdicht, alles super. Esbit entwickelt sich zu meinem absoluten Lieblingsbrennstoff und die anderen Kocher werden es zunehmend schwerer haben, mal aus meiner Ausrüstungskiste rauszukommen. Kleidungstechnisch war ich obenrum eher zu kalt unterwegs mit einem langen T-Shirt, einer Windjacke, dem AsTucas-Kapuzenshirt aus KuFa und der Berghaus Vapourlight Hyper Smock. Dafür hat mich letzterer bei drei Tagen Dauerregen doch wieder überzeugt mit Wasserdichtigkeit und guter Atmungsaktivität. Beim nächsten Mal bei solchen Bedingungen würde ich aber statt dem AsTucas-Hoodie eher den Decathlon-Forclaz-Fleece mitnehmen, bei Pausen oder wenn es weniger anstrengend war wurde es doch etwas frisch. An den Beinen war meist alles okay mit der leichten Wanderhose von Decathlon, der AsTucas Milaris und optional einem MYOG-Regenrock. Nur bei dauerhaftem Starkregen und Wind wurde es an den Beinen doch etwas frisch, daher kommt beim nächsten Mal vielleicht doch eine richtig wasserdichte Hose anstatt der Milaris mit. Und an den Füßen kämen das nächste Mal Goretex-Stiefel mit. Dreieinhalb Tage dauernasse kalte Füße waren am Ende nur mit Sealskins noch erträglich, mit denen ging es aber dann ganz gut. So, dass wäre es erstmal, mehr fällt mir gerade nicht ein. Falls Ihr noch Fragen habt, her damit. Liebe Grüße Trekkerling
  12. Zpacks Plexamid V Beta Zelt - 385g - landed!

    Jan reagierte auf Rapapongi für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo Leute Nun hab ich doch ein launiges Thema fürs Forum. Halte mein nochmals um 35g erleichterte nagelneue Plexamid V von Zpacks in meinen Händen. Mit seinen unglaubliche 385g mit Packsack (9g) UND allen Lines UND Linelocks wird es mir sicher viel Freude für die neue Saison bereiten. Erste Fotos anbei. Weitere Pics folgend sobald es mich damit in die Berge zieht. Rapapongi
  13. Thermarest NeoAir XLite

    sja reagierte auf Kermit für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    OT: Hallo @AnnK, hallo @sja, liebe Lady´s, ich komme soeben vom Mt. Everest Trekking aus Nepal zurück. Naja, fast. War ein schöner Trekkingbericht bei McTrek. Ich habe eine Frage: "Was wiegt 45g und hat 60 ltr."? Genau euer Myog Pumpsack. Ich war im Baumarkt und habe mich da was umgeschaut. Und jetzt musste ich das unbedingt ausprobieren, ob das was ich da gekauft habe auch passt und funktioniert. Kurz nach 10-ne war ich zu Hause und fertig sind die Pumpsäcke. Ich habe recht stabile Müllsäche genommen, daher das unglaublich hohe Gewicht. LG - Kermit PS: Die Lieferanschrift kannst du mir per PN mitteilen. Das auszurechnen was jeder Pumpsack gekostet hat, dauert länger als einen zu bauen. Deshalb sind diese kostenlos.
  14. 1 Punkt
    @Stromfahrer hatte doch sowas ähnliches aus Mondaplen
  15. Vorstellungsthread

    mexl916 reagierte auf Djingledjango für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Moin, ich bin Björn, 32 Jahre alt und wohne in Kiel, wo ich als Bauingenieur in der Projektleitung arbeite. Ich komme ursprünglich aus der schönen Lüneburger Heide und habe mich ab dem Teenageralter für das Wandern interessiert. Damals jedoch immer mit dem Fokus auf Survival. Früher oder später musste somit der erste Wandertrip nach Schweden kommen (Bohusleden). Diese Wanderung ist dermaßen fehlgeschlagen, dass ich es beinahe mit dem Wandern gelassen hätte. Die Rucksäcke waren mit über 20 kg (Äxte, Klappsägen, Kampfstiefel der Bundeswehr, etc.) viel zu schwer. 7 Jahre später ging es dann mit Schwiegervater und Schwager in spe wieder nach Schweden, auf den Höglandsleden. Hier hatten wir uns im Vorwege ernsthaft gedanken über das Gewicht und die benötigten Gegenstände gemacht und konnten das Gewicht bereits auf 17 kg inkl. Wasser reduzieren. Obwohl anstrengend, gelang dieser Trip und meine Lust war wieder geweckt. Um weiter an Gewicht zu sparen geriet ich dann schnell an die ersten UL-Gear-Videos auf Youtube und auch auf dieses Forum und stellte meine Ausrüstung komplett auf UL (Mehr oder weniger, bin noch knapp über 5 kg Base-Weight) um. Das Ganze gipfelte dann bei mir letztes Jahr in der Durchquerung Schleswig-Holsteins auf dem Nord-Ostsee-Wanderweg, einer Wanderung von Kungälv nach Uddevalla auf dem Bohusleden und, nachdem meine Ausrüstung die Testphase bestanden hatte, schlussendlich auf dem Camino Frances von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela. Die Lust am Wandern ist jetzt so richtig geweckt und derzeit plane ich eine Wanderung von Travemünde nach Swinemünde auf dem E9 ab Anfang Mai. Hierzu würde ich später gerne einen Fred öffnen, um meine geplante Ausrüstung von Euch zerpflücken zu lassen =D und natürlich auch, um mir evtl. Tipps über schöne Flecken entlang des Weges zu holen.
  16. Verankerung Tarp/Zelt auf Schnee

    JanF reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Jupp! Ich ziehe die Abspannleinen erstmal ganz aus und fixiere den Hering. Anschließend wird die Schnur "moderat" angezogen, damit auf dem Hering erstmal etwas Zug liegt. Zum Schluss werden alle Schnüre final stramm gezogen. Dabei erkenne ich auch, ob der Fixpunkt hält oder ich einen neuen setzen müsste.
  17. Ich vermute mal, dass du auch in den Bivy atmest, denn auf deinen Bilder ist zu sehen, dass du das Gestänge vom Bivy aufgestellt hast. Hier gelangt noch genug Wasserdampf zwischen Außenhülle und Schlasa selbst wenn der Kopf frei liegt. Die Menge an Wasser die du beschreibst kann auch noch zusätzlich durch einen eben doch nicht so "wasserdichten" Membran-Stoff von außerhalb gekommen zu sein. Wie man auf deinen Bildern sieht, hast du ja nur mit dem Kopf unterm Tarp gelegen. Hat es vielleicht in der Nacht auch noch geregnet?
  18. Welche Schlafunterlagen benutzen die Forenuser?

    Rapapongi reagierte auf Ziz für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich nutz die lange Frilufts Canisp "Eierkarton" Matte von Globi für 20€ (gerade) bis 30€ (sonst). Wiegt laut Katalog 495g, ich hab sie auf 462g zugeschnitten (bisschen runder gemacht, dann passt sie auch besser in meine Bivy ). Bin Seitenschläfer, als Kopfkissen nehm ich bisschen zusammengenüllte Kleidung, die ich dabei habe. Im Zweifel tuts auch nur mein Fleecepulli. Total langweilig, ich weiß, aber unschlagbar billig, langlebig und hinreichend leicht.
  19. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    Dr.Matchbox reagierte auf MarcG für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Bin über Ostern auch in England und Wales. Mach mir deswegen keine Sorgen.
  20. In Deinem Eingangspost schriebst Du Dich stören morgens die nassen und klammen Schuhe. Die Sealskinz sind "atmungsaktiv", heißt sie lassen Feuchtigkeit durch und diese führt wieder zu nassen und klammen Schuhen. Bringt Dir also nichts wenn Du Deine Schuhe trocken halten willst. Für mich nur im Winter wichtig wenn ich abends noch trockene warme Schuhe brauche. Die Sealskinssocken kommen bei mir im Trailrunner an sehr kalten und nassen Tagen zum Einsatz. Wie hier auch schon mehrfach geschrieben, auf Dauer sind die Socken nicht dicht, aber der Fuß bleibt warm. Generelle Frage: Wenn Du Dich von dem Gedanken " trockene Schuhe" verabschiedest? Ja, ist morgens kurz unangenehm, während des Laufens sind die Füsse warm, bzw werden auch nach einer Furtung relativ schnell wieder warm.
  21. Ich benutze auch die Exped VBL Socken. Soviel wiegen die nun auch nicht und sie sind kein Wegwerfartikel! Meine sind jetzt in der zweiten Saison und bislang gibt's keine Probleme. LG
  22. Cumulus doch nicht so gut?

    Nautilus reagierte auf Dingo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Würde trotzdem jederzeit Pajak vorziehen, wenn ich aus Polen kaufen würde. Yeti Polen gibt es übrigens nicht mehr. Haben sich esoterisch unbenannt und haben eine schrecklice Webseite.
  23. 1 Punkt
    Hallo Leute Ich selbst, als Seitenschläfer, 180cm, 88 kg, bringe mein aktuelles Setup ein, das aus folgenden Komponenten besteht: Polster -Therm-a-rest Pillow (335g) Matte - auf 2/3 gecuttete STS Ultralight Matte Regular, 120x55x5cm, 270g - Locus Gear Onda Mat II, 180x55x1.2cm, 200g Das T-Shirt haltet beide Matten zusammen, lässt den Polster nicht von der Matte rutschen und verringert auch insgesamt das Wegrutschen der Matten auf einem leicht geneigten glatten Zeltboden. Vorteile Va für Seitenschläfer: Die STS stützt Schulter und Becken und reagiert unter der Onda Mat wie ein Punktlattenrost. Die Onda OBEN verteilt den punktuellen Druck der Schulter auf mehrere Spring-Cells UNTEN - damit kann man mit weniger Luftdruck gemütlicher seitlich schlafen, ohne auf den Boden durchzudrücken Die gerippte Onda Oberfläche ist extrem weich und angenehm (signifikant besser als die TAR Zieharmonika Faltmatten) Kombinierte R-Werte, wo es am wichtigsten ist (0.7 + 1.5/2) Variables System: für Wanderpausen und Kurz-Napping ist die Onda sofort einsetzbar (auch zum zu Zweit Vespern) Sollte der STS Luftmatte die Luft ausgehen, hat man mit der Onda ein Backup Raschelt kaum beim Bewegen Nachteile: Wie alle Closed Cell XLBE Matten sperrig Etwas höheres Gesamtgewicht Ich schlaf damit nach langen Jahren des Optimierens wie auf Wolken ... Vielleicht hat der eine oder andere mit euren Hacks& Tips auch bald eine Lösung für (s)einen ultraguten Schlaf. Würd mich freuen. Grüße, Rapapongi
  24. Aahha Das ist natürlich was anderes als ein Monk Tarp.
  25. Ich glaube auch das ich so generell auf nen Tarp basierte Setup setzen muss weil halt einfach die Belüftung für Kondens Verminderung das A/O ist. Desdo besser die Belüftung desdo weniger Kondens. Das denke ich kann man in Stein meißeln...
  26. Plaine Pulverwunder Probenaktion

    rentoo reagierte auf laui66 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hallo, ich bin im Internet auf das Plaine "Pulverwunder" gestossen. Das ist ein Trockenshampoo, Duschgel, Rasierschaum in einem und wird auf deren Homepage angeboten. Dort gibt es auch eine entsprechende Beschreibung. Ich hatte mir einfach mal eine Packung davon bestellt und finde, das ist ideal für Ultraleicht-Wanderer. Ein Tütchen wiegt 3 g und reicht bei meinem Kurzhaarschnitt locker für 2 Anwendungen. Allerdings ist es relativ teuer. Ich hab mir mal die Freiheit genommen, die Firma zu überreden, mal Probepackungen davon für Ultraleichtwanderer anzubieten und hab heute von denen folgende Mail erhalten: Hallo Herr xxxx, wir würden gerne die Pulverwunder-Probenaktion vom 4. bis zum 18. Februar durchführen. Wenn man uns in diesem Zeitraum an info@drymanscosmetics.com eine E-Mail mit dem Betreff „Ultraleicht“ und der Empfängeradresse sendet, dann würden wir je 3 Probesachets mit Produktinformationen senden. Also: Wer Lust hat, kann sich ja in dem Zeitraum eine Probe bestellen. Und dann mal hier berichten..... Ach ja: Ich krieg keine Provision.... Fand halt nur das Produkt ganz gut. Laui
  27. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Roiber reagierte auf zeank für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ihr müsst die URL vor den Parametern abschneiden (schlechtgemachter Shop): https://www.packrafting-store.de/New/Anfibio-Nano-SL::854.html
  28. Schlafmatten & Hacks

    J_P reagierte auf AlphaRay für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    335g nur das Kissen..? Meine TAR NeoAir in 168 cm wiegt 20 Gramm mehr als das Kissen (inkl. Reperaturset und Sack) bei einem R-Wert von 3,9 und ohne gebastel~ 1 Liter Packmass gesamt (1/4 oder weniger von dem hier aufgelisteten). Ich würde auch behaupten dass es auch bequemer ist auf einer 6,3 cm dicken Luftmatratze Mein Kissen: Exped AirPillow UL M (40g; Packmass: quasi nicht vorhanden). Definitiv bequem - nutzte das Nicht-UL-Modell seit vier Jahren als reiner Seitenschläfer.
  29. Schlafmatten & Hacks

    questor reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Genau zu dem Thema gibt es doch schon einen Thread, warum nun die Infos auf 2 Threads verteilen ?
  30. 1 Punkt
    Jetzt beginnt die finale Testphase am Endverbraucher.
  31. Schnäppchen

    martinfarrent reagierte auf Dean für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @martinfarrent Danke, eben bestellt Brauchte eh noch welche und muss doch sehr aufs budget achten :/
  32. Qualität Cumulus Schlafsäcke bzw. Quilts

    roli reagierte auf Andreas K. für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Cumulus wird ja hier des öfteren über alle Maße für deren angebliche Qualität gerühmt. Nachdem ich nun aber mehrere Säcke der Firma gesichtet habe, muss ich leider einige Illusionen zerstören und auf die Realität verweisen: Vorne weg - Zwei Exemplare hatte ich genau unter der Lupe, anhand derer ich die Qualität beschreiben will: Einen Comforter von @bieber1, den ich mit einem kurzen Reißverschluss nachgerüstet habe, und meinen vor zwei Wochen gekauften Taiga, den ich nachbessern musste. Der Comforter von @Bieber1 hatte einen gravierenden Mangel der mir direkt auffiel: eine Daunenkammer war einseitig nicht zugenäht!!! Ansonsten wirkte der Sack insgesamt schlecht befüllt, vielleicht ist aber auch das Daunenkammervolumen zu groß bemessen. Bei meinem Taiga wurden noch ganz andere Verarbeitungsmängel offensichtlich: Anscheinend stimmten hierbei die Nähmaschineneinstellungen nicht - Der Oberfaden hat an einer Stelle eine etwa 4 cm lange, verknotete Schlaufe gebildet, die betreffende Naht war zusammengezogen und die damit verbundenen zwei Daunenkammern wurden gerafft. Insgesamt vermute ich die Unterfadenspannung als zu schwach - der Oberfaden nahezu aller Nähte lässt sich fast ungehindert ziehen. Das heißt, die Verschlingung von Ober- und Unterfaden ist nicht fest genug, und die Naht dadurch instabil. Zu allem Unglück noch, ist das verwendete Garn von schlechter Qualität - Es reißt sehr leicht, ich musste an einigen Stellen nachbessern. Bezüglich der Füllung wirkt auch dieser Quilt nicht sehr prall. Abschließend möchte ich natürlich auch positivere Aspekte hervorheben: Der Schnitt der Säcke ist an sich gut, wie oben geschrieben ist aber möglicherweise das Daunenkammervolumen zu groß bemessen. Soweit ich das anhand der Rückstellkraft der Daunen beurteilen kann ist auch die Daunenqualität gut. Der Preis für die Cumulus Schlafsäcke ist gut, aber nicht überragend - Er ist der Qualität angemessen. Mein persönliches Fazit: Angesichts der günstigen Preise kann man sich durchaus Schlafsäcke bzw. Quilts von Cumulus kaufen. Man darf dabei halt keinen "Rolls-Royce" erwarten. Angesichts möglicher Verarbeitungsfehler und Mängel, wie oben beschrieben, würde ich mir zukünftig einen Cumulus über einen deutschen Händler kaufen, auch wenn das ein paar Euro mehr kostet. Das erleichtert im Bedarfsfall eine Inanspruchnahme von Mängelgewähr- bzw. Garantieleistung.
  33. Thermarest NeoAir XLite

    questor reagierte auf Kridde für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hier gibt es ein YouTube Video, bei dem gut zu sehen ist, wie eine Neo Air nach längerer Benutzung von innen aussieht:
  34. Nachhaltigkeit in der Ultralight-Philosophie

    JudithM reagierte auf rentoo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    So, und um das Ganze hier aufzulockern, gebe ich auch mal meinen Senf zum Hauptthema ab: Da meine UL-Gegengenstände und Materialien meist aus Plastik bestehen, ziehe ich mir, was Nachhaltigkeit angeht keinen Heiligenschein auf. Allerdings bin ich trotzdem der Meinung, dass mein Hobby bzw. mein Verhalten sehr umweltbewusst ist. Als Beispiel führe ich hier meinen Jahresurlaub 2018 an. Ich bin mit der Bahn zum Startpunkt des Albschäferwegs gefahren, war 12 Tage unterwegs, ohne ein Hotel zu nutzen oder sonst groß die Umwelt zu belasten und habe noch Müll, den ich im Wald gefunden habe aufgesammelt und entsorgt. Wenn ich nun meinen Urlaub mit denen meines privaten und beruflichen Umfeldes vergleiche, dann habe ich der Welt wohl kaum geschadet. Und so ähnlich verhalte ich mich übrigens auch im Alltag. Von daher fällt mein Gear, egal ob nachhaltig produziert oder nicht, für mich kaum ins Gewicht. Klar, besser geht immer, und das werde ich auch liefern, aber erst wenn ich in einer Papp-Urne unter irgeneinem Baum ruhe. Was ich allerdings mittlerweile vermeide, ist Kleidung aus Goretex. Denn das Zeugs soll später bei der Entsorgung ziemlich schädlich sein. Ich habe noch Goretex-Kleidung (aus Zeiten als man nur von den Vorteilen aber nichts von den Nachteilen hörte) im Schrank, aber das einzige was ich da jetzt machen kann, um den Schaden so gering wie möglich zu halten ist, sie aufzutragen, bis sie richtig verschlissen ist. Und selbstverständlich bei Neukäufen darauf achten, dass die Materialien umweltverträglicher sind. Nachhaltigkeit bei UL ist meiner Meinung weniger in den Materialien möglich (noch nicht) aber ganz bestimmt im Verhalten. Dazu zählt halt auch für mich, nicht wegen einer Wanderung ins Flugzeug zu steigen. Ich versuch's halt so zu kompensieren und habe ein gutes Gewissen dabei.
  35. 1 Punkt
    Unter'm Strich bleiben als hard facts 11 Tage, 250km, 20.000+hm rauf und 19000hm runter. Was sagt die Ausrüstung dazu? So weit eigentlich alles bewährt. Bis auf die Fizans hat es auch alles unversehrt wieder nach Hause geschafft. Allerdings hatte ich auch traumhafte Bedingungen. Warm bis heiß, kein Regen tagsüber, nur eine gewittrige Nacht und erst am Abreisetag auf dem Weg zum Flughafen ein Wolkenbruch zur Verabschiedung. Ich habe meinen Temp. Logger mitlaufen lassen, anbei die Auswertung: Aber im Detail: Falls jemand Fragen zum ein- oder anderen Ausrüstungsgegenstand hat, gerne Hier die Packliste: https://www.geargrams.com/list?id=50502 (Ich merke, für meine Listenansicht beim Packen sind die zahlreichen Kategorien praktisch, um die Liste zu teilen eher weniger) Der Reihe nach: Accessoires: OR Echo Cap und noname Nackenschutz zum dran hängen sind ein Dreamteam gegen Sonne. In's Wasser gehalten kühlt das Cap auch angenehm lange, das Material ist luftig. Fizan Stöcke: Warum auch immer die in dieser Kategorie gelandet sind. Tja...ich habe immer auf sie geschwört und gegen Skepsis verteidigt. Nun habe ich gleich beide auf ein Mal zerlegt - bei einem eher mäßigen Ausrutscher, aber eben blöd das Gewicht drauf gebracht. Gewicht...70kg. Ist allerdings auch schwer zu sagen, ob nicht vielleicht schon Vorschäden vorhanden waren - habe sie schon etliche Jahre. Eine wirkliche Alternative gibt es in der Gewichts- und Preisklasse ja nicht, von daher werde ich vermutlich wieder ein paar neue F's kaufen. Camp: Das noch gerade so fertig gewordene Tarp hat sich gut geschlagen, on Ground wie über der Hängematte. Allerdings habe ich gar nicht erst versucht oberhalb der Baumgrenze mit beachtlichem Wind eine Halbpyramide zu stellen. Die mangelnde Spannung von den Ecken zur Spitze ist und bleibt ein Problem der Bauform. Auch die Tarp Worms und Hooks in Verbindung mit Gummiloops haben sich bewährt. Die MYOG Stocktasche mit Teppichstopper Gummi für's Tarp verrutscht nicht - und das bei ordentlich Wind. Die 120er Swiss Piranhas haben sich sehr gut gemacht, endlich eine zuverlässige und leichte Hering-Lösung für's Handgepäck Die Sitzkissen von Dutch sind für das bekannte Noppenpattern besonders leicht. Tagsüber als Rückenpolster, nachts als Isomattenverbreiterung in der Hängematte im Schulterbereich. Kommen auf jeden Fall wieder mit. Als Sitzkissen brauche ich sie allerdings gar nicht. Clothing: Auch die Armlinge gehören zu meinen Lieblingen. Leicht, UV Schutz, zur Kühlung nass gemacht, luftiger als ein Longsleeve. Nie ohne.Wenn ich mir Beine und Nase so ansehe, haben sie mir mal wieder einiges an Sonnenbrand erspart, die Hitze erträglicher gemacht und bei Kälte etwas Wärme geschenkt und unter der Windjacke das Kleben verhindert. Die Beinlinge sind etwas wärmenderer Natur - hätte ich bis auf wenige Momente nicht vermisst, wer hätte es gedacht Buff - ganz nett, aber auch meist zu viel. Die ein oder andere Nacht ganz nett, was am Hals zu haben, aber on Trail so gut wie nie getragen. Vielleicht fällt einem da für die Nacht noch was leichteres ein? Windjacke wie immer Gold wert - Kapuze und full Zip sind ein echter Gewinn um das Temperaturspektrum zu maximieren Isoschicht Race Smock - beim aus der Tür gehen doch noch panisch eingepackt, wäre ohne gegangen bis auf eine Nacht Die Schlafsachen waren neu (Leggins&Longsleeve) war fast zu warm. Aber was gibt es leichteres, langes zum Schlafen? Poncho habe ich nicht gebraucht Die Schuhe sind gar nicht mit drauf gewesen merke ich. Innov8 Roclite schlagmichtot. Sind einigermaßen durch nach der Tour, würden vielleicht noch eine zweite überstehen, aber das Profil hat schon gut gelitten. Von den wirklich groben Stollen ist nicht mehr viel übrig, manche hat es regelrecht weg gerissen. Was ich bei der Brauereitour, wo ich sie erstmals getragen habe nicht gemerkt habe - Innov8 haben eine für meinen Geschmack viel zu enge Toebox. Auf der Tour wurden meine kleinen Zehen etwas Taub - und sie sind es noch immer! Obwohl sich der Schuh nicht unangenehm trug, waren meine Zehen einfach ungewohnt eng beieinander. Habe gerade ein paar Merrell gekauft, empfinde die Toebox auch als zu eng, aber weniger schlimm als bei Innov8. Beides kein Vergleich zu Vivo. Cooking: Hobo - nur mit Spirituseinsatz genutzt, die Versorgung war besser als gedacht - und die Waldbrandgefahr gefühlt hoch. Zufrieden.Auch der Teelichtbrenner macht sich gut. Der Cozy aus Bubble-Scheibenschutz war neu - durch wie immer zu gut gemeinten Tape-Einsatz erschreckend schwer geworden. Funktional super, vor allem für meine Ramen-Nudeln, die immer noch ein bisschen ziehen müssen. Ein Gewinn, wenn sie dann beim Essen noch ordentlich heiß sind. Sawyer mini Filter: Ich habe zum ersten Mal mehr oder minder durchgehend gefitert. So unzufrieden wie viele hier bin ich mit dem Kleinen nicht. Mit sanftem Druck dauert es doch gar nicht soo lange. Schabspachtel - erspart mir jede Menge Wasser beim Abspülen, respektive Abschaben. Food: 3l waren ausreichend, weniger hätte es manchmal nicht sein sollen. Ich mag Platypus Flaschen, bei mir halten sie nun auch schon mehrere Jahre. Der Hyperflow Deckel macht das Trinken Trinkblasen-ähnlich. Leider sind mehrere meiner Hyperflow deckel leicht undicht, wenn nicht aufrecht stehend oder mit Druck auf die Flasche gelagert. On Trail kein Problem, da ich den Deckel eh immer auf die Flasche rotiert habe, die in einer der Seitentaschen zum Trinken war. Ramen Nudeln: Wenn es etwas gibt, was ich mir nicht über essen kann, sind es Ramen Nudeln besserer Qualität. Vor allem die koreanischen sind spitze Erbsenproteinpulver - als Müslizugabe gedacht - dickt die Flüssigkeit in den Nudeln an - eine Entdeckung in der warmen Küche. Müsli - ich werde einfach kein Frühstückstyp. Habe inzwischen auf liquid meal umgestellt - VIEL besser. Nur für den Shaker muss ich mir noch was einfallen lassen. Hammock: Erprobt und bewährt, Hängematte wie Aufhängung. Auch der Mod, einige der Schnüre zu verkürzen, um eine Überstreckung der Knie zu vermeiden wird beibehalten. Allerdings brauche ich noch ein paar haltbare Perlen dafür, die Plastikperlen hat es teilweise gesprengt. Pack: Manchmal wünsche ich mir einen etwas längeren Rücken für den Rucksack - allerdings nur, um breitere Isomatten auch als Rückenpolster außen, nicht innen anbringen zu können. Neu waren diesmal Feinstrumpfhosen-Taschen an den Schultergurten. Für Sonnenbrille und Smartphone eine sehr schöne Ergänzung. Für kleinkram eher weniger, ich muss einen Bluetooth Kopfhörer verloren haben, höre eh meist nur mit einem. Personal Care: Wirklich warm werde ich mit dem Azzblaster einfach nicht. Vielleicht habe ich einfach eine andere Anatomie. Meist ist er eher Ergänzung als alleiniges Reinigungsmittel. Waschmittel habe ich nicht genutzt, bleibt nächstes Mal zu Hause wenn ich keinen Pausentag im Hotel plane. Sleep: Die Isomatte ist die beste - die ich bisher gefunden habe. Die Breite ist super, im Rucksack schön versteifend. Leider durch die Hängematte nicht wirklich sinnvoll kürzbar. Die Suche geht weiter. Auch der Windhard Quilt ist mittlerweile schon mehrfach erprobt. Ich steige gar nicht mehr aus dem Quilt, sondern direkt in den Mantelmodus, ehe ich die Hängematte verlasse. Bei diesen Temperaturen voll ausreichend. Ich bilde mir ein, dass er inzwischen etwas mehr Daune lässt als zu Anfang - vielleicht liegt es aber auch nur an der Leggins, die jede noch so kleine Daune festgehalten hat. Auch die übergroßen Schlafsocken verhindern, dass es fußkalt wird, falls der Quilt mal durch die Hängematte etwas eingedrückt wird. Was in der Liste fehlt ist mein Nackenkissen. Auch hier - erfüllt seinen Zweck bisher am Besten, aber die Suche geht weiter. Tech: InReach: Zum Glück nicht gebraucht - außer für den Kopf in Anbetracht der vorab schwer einzuschätzenden Gegend. Bindi Kopflanpe: Erster längerer Einsatz hat sich gut geschlagen, gefällt. Auch das Aufladen per USB in Verbindung mit Solarpanel. Powerbank: zwei USB Ausgänge sind auf jeden Fall nice to have. Die Kapazität war auch gut. Was mir nicht gelunden ist, ist charge through mit dem Solarpanel. Das Telefon fing an zu laden, nach kurzer Zeit war es wieder vorbei, obwohl die Powerbank voll war. Es scheint also irgendwie auch von eingehenden Strom abzuhängen? Denn zu Hause an der Steckdose funktioniert es. Solarpanel: Tja, Licht und Schatten. Hier hadere ich am Meisten. Zu Anfang begeistert, im Laufe der Tour weniger. Obwohl top Wetter, habe ich die Bank kaum noch komplett voll bekommen und musste doch anfangen, etwas mit Strom zu haushalten. Ich bin mir nie sicher, ob Winkel und Ausrichtung passen. Irgendwann kam ich mir vor wie ein Junkie - süchtig nach Sonnenlicht und ständig das Panel in die sich ändernde Sonnenrichtung haltend. Das weniger Stress durch vermeintliche Autarkheit und nicht mehr nach Lademöglichkeiten suchen zu müssen holt man durch Sonne-sammeln wieder rein. Navigiert habe ich mit meinem Smartphone Xiaomi Redmi Note 5 - ein 4000mAh Akku - ein Traum. Dazu Locus, alles wunderbar. Was in der Liste fehlt sind meine Bluetooth Kopfhörer QCY, bzw. VAVA. Das kabelfreie ist top, da das Fon mal in der Hosentasche, mal in der Seitentasche, mal in der Hand ist. Ich höre ausschliesslich Podcasts - mit nur einem Knopf im Ohr. Dadurch setze ich das Paar alternierend ein, wenn der eine Akku leer ist und lädt, komt der andere Knopf zum Einsatz. Setzt natürlich Strom und damit gutes Wetter voraus. Vermisst habe ich nichts wirklich - wirklich zu viel dabei war auch nichts, so weit, so zufrieden - fast schon beunruhigend
  36. 1 Punkt
    Tag 8: "Ohne Regen in die Traufe" Eckpunkte Guli -> Guli Pass -> mestia -> Ruine hinter Mestia 21km, 1380hm up, 1685hm down, höchster Punkt 2933m Die Aufwachmanöver starten gegen 6. Da kann ich kann die Slowaken schon beim Packen und Schnacken hören. Ich genieße noch etwas die Hängematte, gegen halb 7 gewinnt das schlechte Gewissen und ich stehe endlich auf. Das Übliche, packen, Wasser filtern. Das Unübliche: Musli löffeln. Dann geht es kurz nach 8 los. Da sind die Slowaken schon eine Weile unterwegs. Sie wollten an den koruldi lakes zelten, der Spot wird überall empfohlen, mangels Stöcken und der eher windigen Nacht am toba lake werde ich aber wohl eh weiter absteigen müssen, laufe aber anscheinend eh deutlich längere Tage als sie. Die Dresdner vor ein paar Tagen hatten mir ein eco guesthouse hinter Mestia empfohlen, dass nach dem Resupply eine Option wäre. Für den folgenden Tag war die Woche über Regen angesagt, ich bin mir noch immer nicht sicher, wie tief die Wunde am Schienbein eigentlich ist und ob da nicht doch noch mehr Stein rausgeholt werden muss und überlege, in Mestia einen Pausentag einzulegen und einen Arzt aufzusuchen. Auch heute ist tagsüber ist leichter Regen möglich sagt der Wetterbericht, dafür sieht morgen schon wieder etwas besser aus - davon war gestern Abend noch nichts zu lesen, na mal schauen. Die Sonne ist noch hinter dem Pass, leichte Wolken, äußerst angenehme Bedingungen, um Höhenmeter zu machen. Der Weg ist zumeist für erkennbar und so verbringe ich die Zeit beim Serpentinen schinden mit dem memoartigen Festhalten des gestrigen Tages auf dem Smartphone. (An dieser Stelle bin ich bereits kurz unterhalb des passes, die Zeit vergeht super beim Schreiben :)) Unten ist Mazeri und Guli zu sehen - immer wieder rewarding, so ein Blick in die Richtung, wo man herkommt. Noch immer beäugt mich der Ushba, diesmal von der Rückseite, noch immer bekommt er den Mittelfinger, aber ich trolle mich ja, gebe mich eindeutig geschlagen! Der letzte Anstieg ist noch mal Steiler, der Weg teilt sich in zahlreiche kleine mal bessere, mal schlechtere Wahloptionen vorausgegangener Wanderer. Es geht auf fast 2900m die Ohren knacken. Dann ist der Guli Pass geschafft. Hinter dem Pass sind die Slowaken am Pausieren, sichtlich geschafft, aber ich staune, wie tough sich vor allem die zierlichen Mädels mit ihren mächtigen Rucksäcken schlagen. Es geht ein Stück weit auf einem Grat weiter, tolle Ausblicke in alle Richtungen, wenn auch etwas wolkig in der Ferne. Danach geht es langsam, aber stetig bergab, schöne Blicke in's Tal inklusive, ansonsten relativ ereignislos bis auf ein paar Rinsaale, die tatsächlich noch Eisschicht tragen. Ich schließe zu zwei Tschechen auf, wirklich nette Typen, wir laufen eine Weile zusammen, plaudern - angenehm, mal etwas mehr Austausch über das Hände-und-Füße mit den Einheimischen und den Smaltalk mit den meisten anderen Wanderern hinaus. Eine erste Hütte kündigt an, dass die Zivilisation nicht mehr allzu weit sein kann. Wir kommen parlierend über eine Anhöhe, da trifft es uns plötzlich wie ein Schlag. Wir stehen inmitten einem Zirkus aus Autos, Trauben an Tagestouristen, Paraglidern, Aussichtsplattform, volles Programm. Während der Weg bis hier aus Mazeri ein schmaler Pfad in völliger Natur ist, frisst sich aus Mestia eine dirt road Richtung der Koruldi lakes, was für ein Zivilisationsschock! Mein Bedarf, die Koruldi Lakes zu sehen oder gar dort zu nächtigen sinkt gen null - oder gar in den negativen Bereich. Wir rasten kurz, sehen uns das Spektakel der Paraglider an, die mit Touristen gen Tal starten. Da kommt ein Deutscher Millennial ohne T-Shirt und wohlgebräunt mit einem wahrlich ernsten first world problem auf uns zu mit Akzent, der dem Gehörgang geradezu physische Schmerzen zufügt. Er braucht ganz, ganz dringend Sonnencreme, damit er sich keinen Sonnenbrand zufügt. Hat doch seine Freundin die Sonnencreme mit nach unten genommen, als sie nach diesem hoch strapaziösen Anstieg mit dem Taxi nach unten gefahren ist Drama! Ich sitze mit dem Rücken zu Ihm, hadere mit einer Antwort, um mich nicht als Tschörman buddy zu outen und auch noch Smaltalk halten zu müssen. Die Tschechen sind einfach zu nett und hilfsbereit, irgendwo im relativ großen Rucksack muss die Sonnencreme sein. Unser Sonnenbrandgefährdeter Freund wartet seelenruhig minutenlang, wie der Tscheche seinen ganzen Rucksack nach der Sonnencreme umgräbt, um sie sich aushändigen zu lassen. Er cremt sich genüsslich und mehr als reichlich ein, macht ja nichts, dass der Besitzer damit vielleicht noch Tage unterwegs sein wollte. Bedankt sich knapp, verschwindet. Wir sind kurz davor, unsere Verstörtheit Auszutauschen, da kommt er tatsächlich noch mal zurück - denn: Er hat das Gesicht vergessen - herrje! Schon wieder ein Drama in der beängstigend kleinen Egowelt. Er lässt sich also ernsthaft noch mal die Creme herausgraben, um dann endlich und endgültig zu verschwinden. OH-MY-GOD, da bin ich ja schon auf Mestia, das größte Touristenmolloch der Gegend gespannt. Die Tschechen haben einen alternativen Pfad zur Dirt Road gen Mestia entdeckt, er entpuppt sich jedoch nach einer ganzen Weile als einzige steinig-sandig-staubige Rutschpartie. Die Schuhe voll Sand geht es meist an zum Glück fest verwurzelten Bäumchen und Ästen greifend und der Steile halber eher rückwärts bergab. Den Beiden ist das Ganze irgendwann nicht mehr geheuer, sie entscheiden sich, wieder zurück aufzusteigen und doch die Dirt Road zu nehmen, da sind wir schon fast auf der Hälfte. Ich bin zu faul, also weiter bergab. Wie fängt man Steigung im Bild ein? Gelungen ist mir das auch diesmal nicht. Weiter unten werde ich mit einem Schönen Panorama auf Mestia belohnt - denn zumindest optisch hat das Städtchen durch die Türme schon etwas zu bieten. Der weg ist langsam wieder als Weg zu bezeichnen, flacher, etwas ausgebaut, da kommen mir ein Paar eher in nordic walking Anmutung und hoch roten Köpfen entgegen. Wie weit es denn noch zu diesen Koruldi Seen ist, wollen sie wissen. Ich probiere ihnen klar zu machen, dass sie im Leben nicht diesen Weg bergauf irgendwo ankommen werden, der bergab schon kaum machbar war (zumal sie der Spaziergang aus dem Städtchen, das unmittelbar vor uns liegt scheinbar bereits an den Rand der Machbarkeit gebracht hat). Aber sie bedanken sich und stöckeln weiter - das Spektakel am Hang hätte ich dann doch zu gerne mit angesehen. Es geht durch ein paar kleinere Sträßchen, noch dörflich und mit den bekannt-kreativen Wegen, Stromleitungen zu legen. Dann stolpere ich in mit offensichtlichen Touristen stark bevölkerte, breite, Asphaltierte Straßen, gesäumt mit Cafes, Bars, Restaurants und Souvenirläden. Sogar einen Busterminal und eine raumschiffartige Polizeistation gibt es - Uff! Zuerst besorge ich mir in der Apotheke größere Pflaster um das Schienbein die kommenden Tage versorgen zu können. Dann klappere ich ein paar Läden ab, bis ich ein Gefühl für das Angebot bekomme. Auch hier ist leichte Nahrung in kleinen Portionen nicht gerade ein Standard. Aber dennoch kann ich ein paar russische Instantnudeln ergattern, dazu das übliche moodfood aus Snickers und Oreos für zwischendurch. Nach den eher mäßigen Erfahrungen mit hiesigen Keksen und Saft setze ich auf die bekannten Evil-Marken. Dann noch die ein- oder andere Limo gezischt - unter Anderem Geschmack Sahne - verbuchen wir mal unter "interessant". Zuguterletzt noch ein Puri, das georgische Brot. Am ehesten wohl vergleichbar mit dem Rand einer wirklich guten neapolitanischen Pizza. Außen kross, innen hefig-weich. Liegt wohl an der ähnlichen Zubereitung im 400° heißen Erdofen. Die Zipfel isst man traditionell nicht mit - denn das waren die Griffe, um das Brot zu transportieren - in Zeiten, als noch nicht überall Plastiktüten herumflogen. Noch ein bisschen Urban Legend: Schon oben auf dem Berg fielen mir Minivans auf. Allesamt japanische Fabrikate, rechtsgelenkt - und weeesentlich neuer als alles andere, was ich bisher auf vier Rädern in Georgien gesehen habe. Die Tschechen meinten, sie hätten irgendwo gelesen, dass die Vehikel hier direkt nach Fukushima gelandet seien - ouch wäre das zynisch! Ich versuche, hierfür später Anhaltspunkte im Netz zu finden - zumindest englischsprachig zunächst Fehlanzeige. Eigentlich hatte ich mich mit den Tschechen auf ein Bier verabredet, da ich ja überlegte, in Mestia morgen einen Ruhetag einzulegen. Die 1,5 Stunden, die ich zum Resupply und Erholen dort verbracht habe, schrecken mich jedoch bereits derart ab, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, hier noch den morgigen Tag zu fristen. Die Tschechen kleben auch noch irgendwo am Berg und werden wohl noch eine ganze Weile brauchen - und die Wetterprognose für morgen hat sich auch noch weiter verbessert. Noch ein kurzer Blick unter's Pflaster, sieht auch ganz vertretbar aus, also ab dafür. Ich laufe über Mestia hinaus Richtung Chkuti Ridge. Ein toller Abschnitt, aber auf Caucasus Trekking nur als round trip getrackt. In der Routenbeschreibung ist von einem seitlichen, weglosen Abstieg die Rede, der Ideal wäre, um das Wegstück ohne Rückweg in meine Tour einzubauen, aber Hinweise und Karte geben nicht viele Anhaltspunkte, der Abschnitt ist steil. Na mal abwarten. Außerhalb des Städtchens gibt es in der Steigung ein paar schöne Blicke auf zurück auf die Türme in der Abendsonne. Ich komme an einer Großbaustelle vorbei - was hier wohl wieder tolles entsteht - eieiei. Das schlechte Wetter hat sich wohl vom morgigen Tag auf die heutige Nacht verlagert, Wolken nehmen zu. In der Karte sind kurz vor dem größeren Anstieg Ruinen verzeichnet, die ich mir für die Nacht genauer anschauen möchte. Kurz davor fällt mir auf, dass ein Stück hinter mir noch jemand ohne Wandergepäck läuft. Dubios, geht es hier doch nirgendwo so recht hin. Und mein Nachtquartier wollte ich auch nicht direkt preisgeben, also werde etwas langsamer. Als ich noch mal kurz abzweige, um eine markierte, aber nicht vorhandene Quelle zu suchen, hat der sich als halbstarker Teeniegangster entpuppende hinter mir aufgeschlossen. Ich quatsche ihn an, was ihn hier her treibt. Er versteht und spricht kein englisch, was er sich abringt ist "Marihuana?" Ich vermiese ihm sein Abendgeschäft und lehne dankend kopfschüttelnd ab. Das kann hier in der Gegend ja heiter werden, wenn die Altersgruppe der 15-18 jährigen ohne weitere Bildung mit Grasticken für Touristen mehr Geld verdient als die Generationen davor zusammen mit harter körperlicher Arbeit auf den Bergwiesen. Aber gut, weiter zu den Ruinen. Ich kann meinen Augen kaum glauben. Vor mir tut sich eine breit überdachte Aussichtsplattform auf, sollte wahrscheinlich mal ein Cafe oder Restaurant werden, offentichtlich nie fertig gestellt. Die Säulen, die die Konstruktion halten, haben ideale Hängemattenabstände. Der Boden ist allerdings ziemlich mit Kuhfladen übersäht, ich muss erst mal etwas Frühjahrsputz betreiben. Dann wieder die übliche Routine - Aufbau, kochen, essen - diesmal stippen mit den Resten des Puri - die Dinger sind einfach riesig, Kosten übrigens 1Lari, 25ct. Dabei genieße ich den Ausblick auf Mestia im Sonnenuntergang, später die Lichter der Stadt. Die Powerbank hat auch heute nicht sonderlich viel geladen, obwohl es eigentlich ziemlich sonnig war. Ich beginne, später zu zweifeln, werde mich wohl doch weiter einschränken müssen. Ich recherchiere trotzdem noch ein wenig rum, ob sich der Chkuti Grat nicht doch ohne Hin- und Rückweg in die Tour integrieren lässt, frage bei Jozef, dem Caucasus-Trekking Machen an, ob er weitere Anhaltspunkte für mich hat. Dann entschlummere ich. Nachts werde ich hin und wieder von aufziehenden Winden und ein wenig Gewitter wach, es bleibt jedoch trocken.
  37. Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.

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    1 Punkt
    Tag 5: "Latschstreckendoping" Eckpunkte kurz vor Nakra -> kurz vor Iskari 21km, 1668hm up, 1610hm down, höchster Punkt 1900m, ~2km per Anhalter Tag 5 vor Nakra - vor iskari Ich stehe erst gegen 8 auf, spekuliere auf etwas zu Essen, einen Markt oder ein Geschäft im Dorf und will deshalb nicht zu früh dort ankommen - und ein bisschen längerer Schlaf tut gut. Ich packe zusammen und wie meist geht es etwa eine Stunde später los. Noch ein kurzes Stück der Latschstrecke bergab in's Dorf, was ein Glück, dass das Stück geschafft ist! Das Dorf ist eine hübsche Idylle. Holzhäuser, die Gärten voller Obstbäume, die über und über behangen sind. von Tourismus keine Spur - bis auf einen Wegweiser mit Distanzen und einer Wanderkarte, die die Route nach Iskari ein Wenig beschreibt. Auf den ersten Blick kann ich nichts Geschäft-artiges entdecken, frage mich durch. Es scheint etwas zu geben, ein Dorfbewohner begleitet mich zu einem Wohnhaus, klopft...und klopft...und klopft...und ruft...und - es wird mir etwas unangenehm, ich winke ab. Auch um halb 10 gelingt es noch nicht, den Besitzer zu wecken. Der hilfsbereite Dorfbewohner macht einen etwas verärgerten Eindruck, als würde der Ladenbesitzer dem Ruf des Dorfes ein wenig schaden. So sehr ich mich auch auf etwas abwechslungsreiches und endlich mal lokales zu Essen gefreut hätte - eigentlich habe ich ja noch genug für heute. Dann eben nur Wasser auftanken und weiter. Die Mineralquelle entpuppt sich als stehendes Wasserloch mit zweifelhafter Färbung in ausgehöhltem Baumstamm neben Fluss. Ich lasse widerwillig einen Liter durch den sawyer, habe noch etwas Reserve vom Vortag und hoffe, damit durch zu kommen, ohne die zweifelhafte Brühe anzurühren. Fast Forward: Als ich die Flasche später dann doch anbrechen muss, und noch immer mäßiges erwarte, bin ich begeistert - leichtes Sprudel und - mann könnte fast meinen etwas süßlich - ich ärgere mich über meine Skepsis und dass ich nicht mehr abgefüllt habe. Memo: nächstes Mal wenigstens erst mal probieren. Aber zurück nach Nakra. Wenigstens meinen Müll werde ich in einer grünern? Tonne am Fußballplatz los. Auf den Weg zurück kurz vor dem vermeintlichen Geschäft kommt mir jemand mit einer Tüte Brot entgegen. Ich deute auf die Tüte, Frage nach, ob er aus dem Geschäft kommt, was er bejaht. Ich schöpfe Hoffnung, freue mich schon auf etwas zu stippen zur Ramen Suppe später, aber auch mein Klopfen und Rufen bleibt unbeantwortet, schade! Am Dorfende kann ich zumindest noch einen Apfel über den Zaun hängend ergattern, ehe ich mich wieder hinauf Schraube aus dem Dorf heraus - der nächste ausgeschlagene Forstweg durch Wald wartet - es nervt. Bei den am Weg gelegenen Häusern fällt mir erneut auf, was mich die letzten Tage auch immer Mal irritiert hat - bei vielen Häusern brennt auch tagsüber das Verandalicht. Bei einem denkt man an Zufall, bei zwei, drei vier an laissez faire, bei mehr - an lokal übliche Praktik. Vielleicht ein Zeichen von Wohlstand? Oder eher Vertreiben von Geistern, Bären oder Wanderern? Ergründen konnte ich den Umstand nicht weiter - dubios. Etwa 7km lang geht es völlig ereignislos bergauf. Podcasts sorgen abermals dafür, nicht fluchend im Rumpelstilzchen-Modus hinauf zu stapfen. In etwa zeitgleich mit dem Übergang des Anstiegs in gemäßigt bis flache Wegführung wird ein Fahrzeug hörbar. Na tolles Timing denke ich mir - noch ganzkörpernass vom drögen Geschufte bergauf. Bedarf mitzufahren habe ich nun eigentlich nicht mehr, aber der große Militärtransporter mit Ladefläche, der auch hier wieder das Transportmittel der Wahl für die heftigen Steigungen und den zerklüfteten Weg ist, hält wie die anderen Fahrzeuge zuvor im Laufe der Tage ohne, dass ich den Daumen raus halte. Ich bin jedes Mal so beeindruckt von der Selbstverständlichkeit einem Unbekannten gegenüber, dass ich nicht ablehnen kann, sondern - zumindest einen Moment lang mitfahre. Was für ein Traum wäre es gewesen, sich den nervigen, den ganzen Vormittag gefressenen Anstieg sparen zu können. Etwa zwei Kilometer fahre ich noch mit. Ein wenig weiter hätte ich wohl noch mit fahren können, aber die Wandertafel in Nakra hatte Tavari empfohlen, ein verlassenes Dorf mit Kirche und Türmen, also Absprung am Abzweig. Es geht wieder ein Stück bergab, der rechte Spann meldet noch immer Schmerz. Als ich mich endlich dem Dorf nähere, bin ich eher underwhelmed. Die Kirche ist kaum als solche erkennbar. Sin kleines Steinhäuschen, verschlossen. Lediglich das Schloss auf der Tür gib und verschlossen, Auch die Türme sind nur noch Rumpf und das Dorf verlassen - na super, wäre ich mal weiter mit gefahren, scheint nur etwas für Kirchengeeks zu sein. Da höre ich Stimmen aus einem Haus und dann auch direkt zwei Männer. Man winkt mich sofort mit großem Bohei ran. Generell ist in der Gegend die Freude, wenn ich gesehen werde groß. Selbst ein kurzes Hand zum Gruß heben auf der Ferne löst auf den Feldern euphorisches , weit ausholendes winken aus. Wo war ich doch gleich? Ach ja. Ich stehe also auf der Veranda des Hauses, da wird mir auch schon die Bank zum sitzen und Erholen angeboten. Ich setze mich einen Moment, wir betreiben das übliche Hände und Füße, mal wieder gibt es ein paar Brocken Deutsch. Ich genieße die Sonne und die Pause. Man bietet mir sogar das Bett zum Ausruhen an. Ich werfe erst jetzt einen Blick durch die Tür in die zwei Zimmer, es verschlägt mir ob der spartanischen Behausung die eh nicht vorhandene Sprache. Als ich langsam weiter will, machen mit die beiden klar, dass ich zum Essen bleiben soll. Es ist mir eher unangenehm, allerdings wird darauf beharrt, das Essen ist fast fertig. Aus dem Nichts wird eine kleine, bescheidene Tafel gezaubert, man könnte fast von einem bescheidenen Menü sprechen. Dass selbst diese karge Portion selbstverständlich und mit Freude geteilt wird - Wahnsinn! Ich muss daran denken, was für ein luxuriöses Verhältnis von Brot zu Geschmacksträger wir uns in unserer Überflussgesellschaft angewöhnt haben. Das essen ist einfach wie lecker, aber ich halte mich zurück, habe doch ein etwas schlechtes gewissen, hier noch etwas abzuknapsen Als der 10l wasserkanister mit vergoren riechendem und dem Kommentar 'Schnaps' auftaucht, kann ich mich noch erwehren. Als dann zum Nachtisch auf den Bergwiesen selbst angebautes Dessert vom Heuboden geholt wird, kann ich nicht nein sagen - vielleicht hilft's ja dem Fuß und legal ist's auch seit neuestem, wie ich später lernen werde. Ich versuche etwas mehr über die Lebensumstände in Erfahrung zu bringen. 4-5 Monate verbringen sie im Jahr hier - ich meinte zuerst, nicht richtig verstanden zu haben - um Heu zu machen - mit der Sense! Wahnsinn. Wenn ich mir überlege, welchen Wert wir einer derart kleinen Menge Heu beimessen würden - wie viel Arbeits- und Lebenszeit das hier oben bedeutet. Ich bin mal wieder mit meiner abgebrühten Weltsicht konfrontiert und muss nicht nur das Essen verdauen. Die Zeit fliegt, ich mental auch ein wenig. Dabei habe ich noch einiges an Strecke vor mir. Ich eise mich langsam los und bedanke mich mit allem, was Vokabular und Gestik hergeben. Hätte ich doch die Couchsurfing-Schokolade nicht schon gefuttert, um etwas zurückgeben zu können - aber sie war so schwer! Auf dem Weg, der nun den Blick in's Tal freigibt, sehe ich nun noch viele kleine Grasflächen, auf denen Heu aufgetürmt ist - tatsache - die kleinen Wiesenflächen werden noch bewirtschaftet. Heute gibt es übrigens Mirabellen am Wegesrand. Ich bin kein großer Fan, die Brombeeren sind auch schwer zu schlagen, aber wer wird sich schon beklagen. Und der unerklärliche Appetit, den ich seit dem Dessert habe treibt es rein Ich komme durch noch ein paar Dörfer, alle eher halb verlassen oder saisonal bewohnt. Ich bin beeindruckt von den zum Teil ehemals äußerst stattlichen Häusern und Frage mich, was diesen vergleichsweisen Wohlstand hervorgebracht und was wieder zunichte gemacht hat. Ein paar Dörfer weiter sind bereits deutlich besser per PKW zu erreichen, hier sieht es deutlich besser aus. Hier und da gibt es sogar erste vereinzelte guesthouses. Es bewölkt etwas, auch eher gräulich als weiß, es windet und ich meine sogar, Donner vernommen zu haben. Ich spiele trotzdem mit dem Gedanken, ob ich nicht doch wieder durchziehe, um im guesthouse in Iskari nicht nur für resupply morgen zu landen, sondern vielleicht doch auch die Nacht dort zu bleiben. Beim Gedanken an deftige lokale Küche fließt Speichel, das überraschende Mittagessen hat mich angefixt. So botte ich weiter, wieder relativ viel - ja wie nennt man es - Straße? Feldweg? Waldweg? Schneise befahrbarer Breite - auf jeden Fall eher unspektakulärer Weg und das übliche Gelatsche. Der Himmel wird nicht wirklich ungemütlicher sondern klart sogar wieder auf. Da komme ich nach dem letzten, recht amtlichen Anstieg vor Iskari an einer weiteren Heuwiese vorbei, die in Abendsonne getaucht ist, während dort noch Heu gemacht wird. Die Wiese ist oberhalb mit Bäumen gesäumt, Blick auf's Bergpanorama. Leckeres Abendessen hin oder her - gegen dieses Nachtlager stinkt doch jedes Guesthouse unbesehen ab. Ich Frage, ob ich hier mein Lager aufschlagen darf - natürlich darf ich. Wir smaltalken etwas, so weit es die Gestik hergibt. Ich bekomme heraus, dass die Beiden für diese Fläche zu zweit bereits drei Tage gebraucht haben - und wenn ich den Rest so sehe wohl morgen noch einen Vierten. Wahnsinn - ich bin abermals platt über den Wert und des Heus und dem damit verbundenen Zeiteinsatz. Ich genieße die Restsonne, hänge das Solarpanel noch mal zum Laden auf, baue auf - gewissenhafter als die letzten Tage, falls da doch noch etwas runterkommt über Nacht. Als die Sonne untergeht, werden die zwei Bullen, die die ganze Zeit im Schatten gedöst haben vor den Heuschlitten [sic!] gespannt und der Heuberg bewegt sich von dannen und hinterlässt mich - wie so vieles - sprachlos. Über die Arbeitsweise hier oben, über meine eigene Lebensweise, über Sinn von Arbeit - eieiei. Nach Essen und ein paar Fotos (leider alle nicht so dolle) lande ich gegen 10 in der Matte und freue mich, dass ich mir diese Gelegenheit nicht habe entgehen lassen. Noch etwas Internet - wie immer bester Empfang, etwas Route für morgen studieren und notwendigen Resupply planen und dann werden die Augenlieder auch schon schwer.
  38. Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.

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    Tag 3: "Der Weg ist das Ziel my Ass!" Eckpunkte Irgendwo weit hinter Dudi pass -> Zemo Marghi hab mir die Campstelle nicht genau markiert, ~37km, 1480hm up, 2295hm down, höchster Punkt 1800m Der Wecker klingelt, ich snooze etwas, dann gegen 7 in die kühle, etwas feuchte Welt. Für Frühstück bin ich einfach nicht zu haben - es wird die tour über bei Schoki oder Snickers bleiben. Ich zehre noch immer am Couchsurfing-Schokopaket, heute gibt es Knusperkeks zum Frühstück. Gegen 8 geht es los. Die Sonne hat es noch nicht über die Gipfel geschafft, erste Hänge in der Ferne leuchten bereits goldig. Es ist kühl, aber nicht kalt. Ab durch nasse, mannshohe Hogweeds, matschige, schmale Trampelpfade, gemäßigt bergab. Recht ereignislos geht es so immer mehr oder minder parallel zum Fluss bergab. Vorbei an einer Schäferhütte, außer Rauchschwaden lässt hier noch nichts auf Leben schließen. Nicht mal die Hunde beachten mich, sind entweder noch schlaftrunken oder hier kommen doch deutlich öfter Wanderer vorbei, als es mir den Eindruck macht. Der Pfad wird zum Forstweg - einem herrlich zerklüfteten, tief matschigen Exemplar. Ich tänzele um die besonders tiefen Stellen herum, klettere auf den schmalen, festen Teilen an Schlammkuhlen vorbei, eine wahre Freude - not. Es wird besser und besser, die Fahrrinnen immer tiefer und voll Wasser, der aufgeschobene Schlamm dazwischen eine traumhafte Suppe. Der Grund für den Zustand steht ein Stück weiter den Weg entlang. Ein geradezu prähistorisches Kettenfahrzeug mit Räumschild, dass hierzulande Museumsstatus verdient hätte, in Georgien noch fleißig Wege verwüsten darf. Immer mal gibt es einen Blick entlang des Flusses zu erhaschen, ansonsten geht es von Bäumen umsäumt wie Autopilot den Forstweg entlang. Die Brücken sind allesamt temporär aus Baumstämmen konstruiert - wahrscheinlich jedes Jahr nach der Schmelze aufs neue. Der Fluss wird breiter, das Flussbett noch vielfach mehr. Man kann nur erahnen, was hier zur Schneeschmelze herunterkommen muss. Treibgut beachtlichen Ausmaßes liegt verkeilt an den Rändern des Flussbetts. Ansonsten weiterhin ereignislos, der matschige Weg nervt, habe inzwischen Podcasts auf dem Ohr und beginne irgendwann bereits im Laufen Gedanken auf dem Smartphone festzuhalten, sliding Tastatur sei Dank. Etwas vor Khaishi, dem etwas größeren Ort und ende der Toba Lake Route bekommt das Tal etwas mehr Canyon Charakter, sonst weiterhin Gelatsche, Gelatsche, Gelatsche auf dem endlos erscheinenden Forstweg - der inzwischen staubig anstelle matschig ist und mir die Sonne frontal in's Gesicht lacht. Khaishi ist auch nicht der Rede wert, ein paar kioskartige Läden, die eine recht große, stärker befahrene Straße Säumen, nichts, was zum Verweilen einlädt. Ich genehmige mir ein georgisches Dosenbier, lasse die Füße etwas baumeln und ziehe weiter Richtung Chuberi. Der Asphalt der Straße kocht, ich brate auf ihm. Der Weg zweigt irgendwann von der Hauptstraße ab, es folgt eine übel staubige Piste, die im Windkanal des Tals einen wahren Sandsturm erzeugt - zusätzlich befördert von an mir vorbei donnernden LKWs - das umstrittene Hydropower Dammprojekt, von dem ich gelesen hatte, ist nicht weit. Einziges Highlight ist ein erstes Fundstück hiesiger Grabsteinkunst, die ich am Wegesrand bestaunen darf, weil sich hier wohl zwei Kollegen in Ihrem Bimma, der ebenso sogar samt Nummernschild Teil der Jenseitskunst ist, aus dem Leben geschossen haben. Langsam habe ich keine Lust mehr auf Sandsturm und Panade auf der schwitzigen Haut, ich halte den Daumen raus und einer der LKWs nimmt mich 3-4km mit. Vorbei an den Baggern und Raupen, die das Flussbett bearbeiten und riesige Gesteinsbrocken bewegen - es kracht, knirscht und wummst überall. Hatte ich schon erwähnt, dass ich in den zwei Wochen in Georgien keinem einzigen Fahrzeug mit intakter Windschutzscheibe sitzen werde? Kurz vor Chuberi heißt es dann wieder Fußensatz. Chuberi ist der offizielle Einstieg nach Nakra. Es gibt sogar wieder eine Tafel, die die Route beschriebt. Auch einen Laden und eine Kneipe soll es hier geben. Der Laden hat zu, die Kneipe entdecke ich gar nicht erst. Der Weg schraubt sich direkt wieder bergauf, erreiche Zemo Marghi, eine kleine Siedlung, daneben eine Wiese mit Bäumen und Ausblick, unweit eine Quelle verzeichnet - perfekt um hier zu verweilen - und das sogar zur Abwechslung noch im Hellen. Ich fragte mich beim Anstieg aus Chuberi noch, wie lange das Netz wohl diesmal halten wird, da werden auf den Kämmen dicke Mobilfunkantennen sichtbar, die das ganze Tal lang strahlen. Zu Hause ist der Empfang schlechter als in meiner Hängemattewürde ich meinen. Während ich darüber nachdenke, ob es nun eher erstaulich oder erschrechend ist, dass Netflix & chill irgendwo im nirgendwo auf etwa 1300m eine erschreckend reale Option ist, vergesse ich direkt für einen Moment, dass ich keine Serien mag. Ehe ich aufbaue, mache ich noc runter zur Quelle, bin inzwishcen doch fast leer gelaufen, will noch kochen und morgen lieber direkt durchstarten. Ich treffe ein paar jüngere Bewohner an der Quelle, die etwas englisch sprechen. Sie sind neugierig und wollen später bei mir vorbei kommen. Ich wasche mir die Staubkruste vom Leib, das kalte Quellwasser ist herrlich, ich bin wie neugeboren. Dann Aufbau, Essen, es dämmert, dann noch ein paar Langzeitbelichtungen vom Camp. Ich liebäugele gerade mit der Hängematte, da kommen die zwei Jungs tatsächlich noch vorbei. Sie haben Maiskolben im Gepäck und laden mich ein auf ein Lagerfeuer, um diese zu rösten. Zum Glück bin ich noch nicht in mein stylisches Nachtoutfit inklusive Strumpfhose geschlüpft. Ich freue mich über die gastfreundliche Idee, aber die ganze Aktion zieht sich. Die Maiskolben landen direkt auf der roten Glut, gegessen wird eher zylinderförmige Kohle als dass man noch von Mais sprechen könnte. Nach gutem Willen und einem Kolben passe ich. Etwas Verständigung ist möglich, Google Translate hilft zusätzlich. Die Jungs erzählen von den zahlreichen Bären in der Gegend, die sie immer wieder sehen - ich weiß nicht genau, ob ich das hören wollte. Auf das Staudamm Projekt sind sie nicht gut zu sprechen, leider können wir uns nicht gut genug verständigen, im die Gründe zu erörtern. Ich bin tot und glücklich, als ich mich irgendwann verschieden kann, der Tag war lang. Ich penne direkt weg. Alles in allem ein komischer Tag. Für's Auge eher Überbrückung, trotzdem irgendwie befriedigend, weil endlich ordentlich Strecke gemacht und der erste Abschnitt geschafft ist. Auch im hellen an einem wirklich schönem Platz aufbauen zu haben belohnt.
  39. Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.

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    okay okay - Prokrastination galore - und ihr seid schuld! Swanetien war sogar mal ein unabhängiges Königreich bis in's 12. Jahrhindert https://de.wikipedia.org/wiki/Swanetien Die Swanen gelten noch heute als sehr heimatverbunden und hart im Nehmen. Wo waren wir... Tag 2: "Runter kommen sie alle" Eckpunkte Toba lakes -> irgendwo weit hinter Dudi pass hab mir die Campstelle nicht markiert, ~17km, 1520hm up, 2300hm down, höchster Punkt 2800m Das Tarp hat gehalten, der Wind wurde irgendwann gen morgen weniger, trotzdem eher mäßig geschlafen. Nachts hatte ich mal Quilt und tarp befühlt, es schien ordentlich feucht zu werden. Ich wälze mich bis halb neun, höre schon erste Wanderer vorbeiziehen. Das Thermometer zeigt für die Nacht im Minimum 6 Grad, im Quilt wars angenehm. Die Sonne kommt langsam über die Gipfel, und kann meinen Kram trocknen, ich schäle mich noch etwas gerädert aus der Penntüte. Die Tarpkonstruktion sieht bei Tag noch lustiger aus als was sich nachts im Lampenlicht erahnen ließ. Solarpanel raus hängen, waschen, Wäsche, Wasser an der nahegelegenen Quelle filtern, mit den Nachbarn, einem Japaner und einem Schotten plaudern, die aus meiner Zielrichtung kommen, der morgen zieht sich. Irgendwann kommt eine eher wenig sportliche Truppe mit winzigen Tagesrucksäckchen vorbei - noch mal: Der See ist wenn man es wie ich übertreibt in einem, sonst eher in 2-3 Tagen zu erreichen und Fahrzeugen nicht zugänglich - ich bin irritiert. Ein paar Minuten später kommen dann zwei geführte Pferde mit eher einem Hausstand als Wandergepäck auf den Rücken hinterher, mein Weltbild ist wieder im Lot. Erst um 11 komme ich endlich los. Es geht noch ein Stück hinauf, ich genieße noch einmal den Ausblick auf den See dann beginnt das Schotterserpentinen-bergab in's erste Tal. Ich komme an zwei weiteren hübschen Schmelzwasserseen vorbei und sauge die Blicke in's Tal auf. Die Geröllserpentinen sind eher weniger Highlight. Der Weg führt über den Rinnsaal Ausfluss des einen Sees, das Gras ist etwas Dichter - was sieht denn hier so, das wird sich wohl nicht... Tatsache! Hast Du Scheisse am Schuh, hast Du Scheisse am Schuh! Was ne Sauerei! Es wird nicht die letzte Hinterlassenschaft bleiben, an der ich eher ungünstig positioniert vorbeikomme. Der Wanderer in Georgien - genauere Bestimmungen der Nationalitäten lassen meine nicht vorhandenen Fähigkeiten im Fährten lesen nicht zu - hat scheinbar einen Hang zum Schiss an pittoresken Punkten. Gefrühstückt hatte ich einen Teil des opulentn Schokoladenpakets für meinen abgetauchten Couchsurfing-Host, so undankbar bin ich über das ungeplante Mehrgewicht angesichts der handverlesenen Sorten gar nicht mehr. Die Sone brutzelt, die gestrigen Strapazen sitzen noch, ich legen unten im Tal angekommen eine frühe Pause im Schatten des einzigen größeren Felsens. Frühstück? Mittag? Trailbrunch? Whatever - auf jeden Fall endlich mal vernünftig Essen, ich habe bisher ungewöhnlich wenig Hunger auf der Tour. Die Powerbank ist ein fast voll nach wenigen Stunden, das Telefon immer noch, ich bin angetan von diesem Experiment. Es geht weiter durch ein langgezogenes Tal, stark überwuchert, ich bin dankbar, dass um diese Saison doch schon zumindest schmale Pfade getreten sind. Hier sind deutlich weniger Leute unterwegs, die meisten scheinen wieder Richtung Süden abzusteigen und nicht Richtung Norden. Ich treffe irgendwann zwei Tschechen und noch später zwei Holländer. Langsam geht es wieder bergauf, der Weg Richtung Pass zieht sich. In der Schräge bin ich konditionell dort, wo ich letzte Nacht aufgehört habe - bei Null und auf dem Zahnfleisch. Zum Glück gibt es massig Blaubeeren, die immer wieder kurzes Innehalten erlauben. Weiter oben hüllen sich die spitzen wieder in Wolken, es gibt nichts zu sehen. Also beschäftigt sich das Hirn mit dem, was sichtbar ist. Mir fallen vor allem die ausgesucht fetten Heuschrecken auf, die eher zum tot stellen denn zum Davonhüpfen neigen, sodass ich mehrmals beinahe einige von ihnen mir dem Stock aufspieße, sie aber unbeirrt Millimeter daneben verharren. Merkwürdig für diese Hüpfer denke ich mir. Aber gut, wäge ich ab. Bei der Körperform. Das wäre ja in etwa so, als hätten sich bei den Säugern evolutionär nielpferdartige Tönnchen mit Känguru Beinen durchgesetzt. Da wäre ständig davonhüpfen wohl auch nicht meine erste Wahl...oh, wo ist eigentlich der weg schon wieder hin? Während sich mein Kopf mit derlei Exkursen von den doch recht eintönigen Strapazen abzulenken versucht, verliert sich immer Mal wieder der weg - oder ich ihn. Die dann weglosen Traversen zurück auf den Pfad Kosten zusätzlich Kraft. Es geht endlich über den Pass, der ziemlich underwhelming ist. Bergb wartet wieder traumhaft schottriges Geröll. Aber während die Oberschenkel Unterseite fertig ist, hat die Oberseite noch Kapazitäten. Also poltere ich bergab. Die Passseite ist deutlich kühler und windiger. Auf den ersten Plateaus sehr ich ein paar Zelte in Aufbau. Wahrscheinlich die vom Wasserfall letzte Nacht. Aber ich bin gerade zu gut im Flow und ziehe vorbei. Auch dort scheint sich niemand für das übliche 'where from - where to - what's next' Schmalgetalke zu interessieren. Für die Aussicht würde es sicher lohnen, auch hier zu bleiben, aber die Sonne erlaubt noch gut 1,5 h Laufzeit - und auch morgen wird wieder ein langer Tag. Zudem traue ich nach dem üppigen Wind auf 2600m auch den noch gut 2400m nicht so recht, ist es doch bereits recht zügig und würde vermutlich eher mehr. Und davon ab verlangt mein geschundener Kadaver nach Bäumen für die Hängematte, die ich etwa 4-600 Höhenmeter weiter unten ausmachen kann. Ich poltere weiter hinunter, so langsam meldet auch die Oberschenkel Oberseite fatigue. Langsam in der angepeilten Höhenlage angekommen ist es hier unten allerdings wieder extrem überwuchert, mannshoch, kleine Schneise getreten, feuchter Boden. Die ersten Baumvertreter sind aus der Nähe betrachtet auch eher karg, eine Hängematte samt Füllung ist ihnen auf keinen Fall zuzumuten. Es wird langsam dunkel, kühlt ab, ich ärgere mich über mich selbst, als ich doch tatsächlich wieder die Lampe raus holen muss, um nicht noch zuguterletzt im Halbdunkel in ein Schlammloch zu tappen. Dann noch durch einen Fluss, was gibt es schöneres am Abend, wenn der warme Quilt eigentlich schon ruft. Ich schlage mich etwas desparate endlich in ein üppiger werdendes Wäldchen - na gut, eher eine spärliche Ansammlung von Bäumchen und finde nach Überwinden des dichten Gestrüpps auch tatsächlich zwei Exemplare, denen ich ansatzweise zumute, mich durch die Nacht zu tragen. Der Himmel ist klar wie die Nacht zuvor, kein Wind, ich spare mir aus purer Faulheit das Tarp, wär ja auch langweilig ohne etwas Wetteinsatz. Dann noch die Geliebte Rahmensuppe Marke feuer frei, aufgepumpt mit den kleinen Knopfnudeln vom Türken und - Erbseneiweißpulver. Eigentlich für's Müsli am Morgen gedacht, aber bisher hatte ich noch weniger Hunger als so schon üblich. Warum also nicht. Turns out - keine Verbesserung, aber auch nicht groß schlechter. Etwas körnig, aber auch angenehm sehmig und nur minimaler Eigengeschmack, dafür noch ein verdienter Protein Booster für die Regeneration über Nacht. Wir halten Fest - die ungewohnte Appetitlosigkeit hat sich gelegt, die Fressmaschine rollt wieder los. Gegen 22:30 liege ich - mit wohligem Grinsen ob des Komforts in der Matte. Eigentlich wollte ich noch etwas podcasts hören, die opulente Stromsituation Dank Powerbank verlangt geradezu nach ein bisschen verschwenderischem Umgang und Luxus, begnüge mich aber mit etwas kartenstudium und Routenplanung und entschlafe bald.
  40. Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.

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    Anreise - willkommen in der Zukunft, Kartoffel! Morgens geht es los. Ich fröstele etwas, schiele zum apex Pulli, der eigentlich aus der Liste geflogen ist, das UL-teufelchen zischt "Mensch, Du fliegst in die Georgischen Berge, bist Du denn bekloppt?" ich gehorche, greife den Pulli und los geht es. Selten früh bin ich am Flughafen - da ich schon ein bisschen mental darauf vorbereitet bin, meine fizans doch noch irgendwo im nicht vorhandenen umliegenden Unterholz deponieren zu müssen. Aber - die Stöcker gehen anstandslos durch, niemand interessiert sich für den Rucksack mit den vielen merkwürdigen Dingen - yay! Beim Anstehen zur Passkontrolle (der ULer freut sich über die mögliche Einreise mit Personalausweis) steht vor mir ein offensichtlicher anderer Wanderer, erkennbar an den Mondbestätigungsstiefeln. Er besucht allerdings erst jemanden, will dann noch lose wandern, noch nichts konkretes. Wir unterhalten und nett, der ist feuer und Flamme, wie zum Teufel es möglich sein soll, mit derart wenig Gewicht los zu ziehen, notiert sich diverses - ist inzwischen vielleicht sogar schon hier im Forum? Es geht los, das Handgepäck darf mit an Bord, auch bei wizzair keine Selbstverständlichkeit. Der Flug ist relativ leer, ich kann noch auf einen guten Platz tauschen, werde dann aber doch noch ein Weilchen von meinem Nachbarn besmaltalkt, bis ich meine Schlafabsicht überdeutlich kenntlich mache. Wir landen, es wird noch applaudiert - lange nicht mehr gehabt. Es erwartet uns ein überraschend moderner Mini-Flughafen, geradezu futuristisch - ich hatte eher mit sovietischem Provinzmilitärcharme gerechnet. Es sieht wolkig aus, entpuppt sich bei Ausstieg aber als wesentlich wärmer als optisch erwartet. Kein Gepäck, wie immer spät eingecheckt und guten Platz vorne bekommen, der eigentlich verkauft werden sollte = der erste an der Passkontrolle. Geld gezogen, dann Shuttle Ticket gekauft (5GEL) und ab zum Bus. Allerdings muss ich trotzdem auf Gepäck warten, denn der Bus fährt entsprechend der Ankünfte, nicht etwa alle X Minuten. Satte 1,5h warten wir, bis auch der letzte Trottel den Weg zum Bus gefunden hat. Alles für eime lächerlich kurze Strecke in die Stadt. Bei Betrachtung der Reifen bin ich allerdings nicht undankbar, mit dem Seelenverkäufer nur kurz unterwegs zu sein. Später lerne ich, dass ich mich auch direkt mit dem Daumen an die Hauptstraße hatte stellen können, auch marshutkas fahren dort nach Kutaisi, aber da hatte ich das blöde Ticket ja schon. Aber gut, angekommen bewege ich mich zu magti, dem Mobilfunk Anbieter, der das Beste Netz haben soll. Den Shop hatte ich mir bereits raus gesucht. Nach endloser warterei im Laden stellt sich raus - ich bin bei beetel gelandet, magti ist nebenan. So ist das also, wenn man nicht einmal Markennamen entziffern kann. Die georgische Schrift sieht faszinierend aus, wird aber auch bis zuletzt ein Rätsel bleiben. Die Sim bekomme ich überraschend problemlos. Nachdem ich zuletzt in Indien fast eine Woche gebraucht habe und kurz davor war, Mitarbeiter über den Tresen zu zerren, kann ich mein Glück kaum fassen. Sie ist sogar direkt aktiv, ich kann per eigener App auf Englisch und Kreditkarte nachladen und völlig ist das ganze auch noch. 22Gel für Karte, 6GB und ein paar Minuten Telefon und SMS Guthaben - Welcome to the future, Kartoffel! Ich hatte mich im Vorfeld bei couchsurfing bei einem kutaissianer? angemeldet, es schien mir eine gute Idee, vielleicht etwas lokalen Anknüpfungspunkt zu haben, um ein bisschen über Land und Leute zu lernen. Tja, nur ist der gute nicht erreichbar. Was nun? Ich erledige noch weitere todos - Spiritus, Magen füllen, Wasser kaufen - noch immer nichts. Ich überlege kurz, ob ich mir hier ein Zimmer nehme. Da fällt mir ein, dass ich eigentlich auch schon einen Ort weiter könnte, um am nächsten Morgen etwas Zeit zu sparen. Gesagt, getan - auf zum Busbahnhof, auf nach Zugdidi. Ich lerne, der 'reguläre' Bus würde nicht mehr fahren, da keine anderen Mitfahrer mehr kämen (es ist etwa 19 Uhr inzwischen). Die Fahrer sprechen kein Englisch, man bietet mir an, mich für 70GEL auch alleine zu fahren. Kommt mir schräg bis fischig vor, ich sehe mich doch in kutaisi bleiben, ein Bett kostet etwa 20GEL. Ich quatsche einen Jungen an, der bei den Fahrern abhängt und mir im englischsprachigen Alter erscheint. Er blüht förmlich stolz auf, übersetzt für mich und gibt mir dann den Tipp, es an einer Straßenecke zu versuchen, da hier ggf. noch Busse aus anderen Städten durch fahren. Keine 10 Minuten später habe ich tatsächlich Glück, Verabschiedung läuft mit 1x Wangenkuss, wieder etwas gelernt. Den Bus fährt der Teufel persönlich - wie übrigens jeden in Georgien. Sicherheitshalber behangen mit allerlei kirchengedöns in der Fahrerkabine. Im Heck sind zwei Reihen mit Altglas blockiert. So gesehen bin ich auch wieder dankbar, dass ihm die Existenz der Bremse unbekannt scheint, eine Vollbremsung im Glashaus möchte ich mir nicht ausmalen. 7GEL und etwa zwei Stunden später bin ich in Zugdidi. Ein ziemlich kleines Kaff, wie sich herausstellt. Unterwegs hatte ich mir eine Unterkunft herausgesucht - 4G auf der kompletten Strecke durchs nirgendwo - willkommen in der Zukunft, Kartoffel Ich komme noch an einem kleinen 24h Supermarkt vorbei, einige Obststände seien auch 24h offen, wie ich später lerne - willkommen in der Zukunft, Kartoffel! Kekse kauft man lose - schmecken Dank zu viel Natron aber eher nach Waschmittel denn nach Essbarem. Hostel cosy home ist alles außer Cody, aber sauber und ich einziger Gast. Der Host, ein 'Polizeiermittler', der das Haus seiner Großeltern zum guesthouse umfunktioniert hat, freut sich, sein eigentlich nicht mehr vorhandenes Schuldeutsch zu üben. Er sitzt im Dorm vor der Glotze, Fenster offen, alles hell erleuchtet, es sind noch immer 25°C um 22 Uhr, drinnen eher mehr. Draußen stehen Palmen, Feigen, Granatäpfel - wow! Ich denke noch, das wird eine mückige Nacht - scheint aber keine zu geben, wie auch in den kommenden zwei Wochen nicht. Irgendwann kommt noch ein Russe mit seiner Mutter, die bereits schon ein paar Tagestouren gemacht haben, wir plaudern etwas, ich streiche früh die Segel, bin kaputt vom langen Tag, meine marshutka fährt morgen um 7:30. Ich Stelle etwas Durchzug her, es ist noch immer unglaublich warme und mit dem Erstaunen, wie laut es doch in einem kleiden Städtchen sein kann, wenn scheinbar jeder einen kläffenden Köter sein Eigen nennt, dämmere ich irgendwann weg.
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    Kay reagierte auf Stromfahrer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Da ich das gerade eben für jemand aufgeschrieben habe, hier meine Aufbauanleitung für das GWC mit 3F-UL-Inner (Funktioniert auch, aber weniger gut, mit den Gummileinen des Serenity.) Spanne zwei diagonal gegenüberliegenden Ecken des Inners zuerst ab. Nicht 45°, sondern eben diagonal, die Heringe auf einer gedachten Linie diagonal durch das Inner zum gegenüberliegenden Hering liegend. Dabei ist keine übertriebene Exaktheit und keine extra starke Spannung notwendig. Einfach unter Zug die Heringe durch die Schlaufen bei 45 cm (siehe Bild oben) stecken und rüber peilen. Spanne dann die beiden anderen gegenüberliegenden Ecken ab. Der Boden solle nun glatt und rechteckig sein, der Bathtub stehen. Stelle den Trekkingstock auf 130 cm und hänge das Inner mit der Verlängerungsschlaufe über die Spitze. Wenn du nun probehalber die Spitze mit der Hand nach vorn ziehst, siehst du, wie die Wände des Inners schön glatt werden. Lege das GWC drüber und führe die Leinenanfänge durch die LineLocs oder die Schlaufen (wenn du ohne LineLocs arbeitest). Nur lose fixieren. Lege die Öse des GWC auf die Stockspitze und spanne die Haupleine nach vorne ab. Wie sehr, ergibt sich aus der Erfahrung, die du unter 3. gemacht hast. Jetzt spannst du die hinteren Eckleinen so, dass die Ecken des GWC etwa über den Handschuhkarabinern stehen. Jetzt die Rückleine abspannen. Dann die vorderen Eckleinen wie unter 6. Nun musst du nur noch die Apsis an der Hauptleine einhängen und runter ziehen. Wenn es jetzt nicht perfekt steht, dann weiß ich nicht, warum. Eventuell hast du beim Lesen das Prinzip bemerkt: Man spannt immer eine Gerade und dann einen Dreieckpunkt seitlich zu dieser Gerade. Auf diese Weise entstehen immer gleichmäßig gespannte Flächen. Das funktioniert mehr oder weniger bei allen Zelten, die sich aus drei- oder rechteckigen Flächen zusammensetzen, so.
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    trekkingBär reagierte auf Stromfahrer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Fast. Das silbrige ist ein billiges, recht dünnes Gebebeklebeband. Das hält mehr schlecht als recht auf der Folie. Also habe ich damals aus der spontanen Not heraus kurz drüber genäht. Die Naht hält im Gewebeband. Das Geweband pesst somit die Klebeschicht auf die Folie. Die Adhäsion reicht als Reibungswiderstand aus und die Schlaufe hält verlässlich. Nicht schön, wollte ich ändern, wenn es kaputt geht. Aber was soll ich sagen: Ist einfach nicht kaputt zu kriegen, das blöde Provisorium.
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    omnom reagierte auf Stromfahrer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich komme mit den Heringen eigentlich immer irgendwie rein. Und falls nicht, sind da genug Steine, wie auf diesem Bild, wo das GWC nur mit Steinen steht. Deine Frage, @Freierfall, ist ja nicht spezifisch für das Gatewood Cape. Man hat doch immer rund um den idealen Punkt einen Radius von 10 bis 15 cm, den man nutzen kann. Das ist beim Gatewood Cape nicht anders. Die Schwierigkeit beim Gatewood Cape ist ja nur, den idealen Punkt zu finden. Ich habe mal mein Material dazu geschnitten und hochgeladen, damit auch die letzte Frage ihre visuelle Antwort findet: (Original-Post auf meinem Blog.)
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    Kay reagierte auf Stromfahrer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ja, mein Hang zum Ordentlichen … Zum einen braucht man die LineLocs ja nicht unbedingt. Du kannst die Leine einfach mit einem halben Schlag auf die werkseitig bestehenden Schlaufen legen, ohne diese zu ändern. Wenn du (wie ich) LineLocs bevorzugst, ist deren Aufnähen aber nicht zwingend. Du kannst die einfach in die werkseitig bestehenden Schlaufen einschlaufen (siehe Bild). So habe ich das an einem anderen GWC gemacht. Für die 4 Eckleinen gilt, was ich oben schrieb: Ich habe ein Inner, besitze aber auch ein passende Groundsheet. Nur eines von beiden nehme ich mit, zu 90% das Inner. Die Eckleinen sind daran mit einem Handschuhkarabiner befestigt und bleiben das die ganze Zeit. Ausnahme: Abbau im starken Regen (siehe unten). Bei 40 cm von der Ecke des Bodens entfernt habe ich die feste Schlaufe für den Hering drin: Oben: Inner mit Dyneema-Schnur dran. Unten: Alternatives Groundsheet mit Einhängeschlaufe. (Nicht täuschen lassen: Die Dyneema-Schlaufe zeigt nur zufällig auf das Groundsheet!) Die Handschuhkarabiner verwende ich, weil ich damit bei starkem Regen unter dem GWC zusammenpacken kann. Ich löse dabei einfach die Handschuhkarabiner ausnahmsweise vom Inner und packe alles trocken ein. Dann stehe löse ich die LineLocs und stehe auf, mit dem GWC bereits über mir und dem Rucksack, und sammle die Heringe mit den Leinen dran ein. Sie erleichtern es natürlich auch, daheim die Leinen vom Inner auf das Groundsheet umzuhängen, wenn ich leichter los will. Die lange Hauptleine und die kürzere Rückleine falte ich zusammen und schlage sie zum Achter. Oben: Hauptleine. Unten: Rückseitige Leine. Das Hauptleinenknäuel hängt beim Ponchoeinsatz irgendwo im Nacken. Die Rückleine erleichtert als kleines Gewicht sogar noch das Überwerfen des Ponchos nach hinten. Beantwortet das deine Fragen?
  45. Six Moon Designs Gatewood Tarp-Poncho

    Kemma reagierte auf Stromfahrer für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Bodenschnüre können sich ja nicht nur verheddern, sie würden auch die Ponchonutzung behindern, müssten also täglich morgens entfernt und abends wieder angebracht werden. Für mich käme das nicht in Frage. Da auch lange Leinen an den Befestigungspunkten des GWC bei Ponchogebrauch im Weg sind, also immer sorgfältig aufgerollt und geschlossen werden müssten, habe ich für mein GWC die Anzahl dieser Leinen klein gehalten. Die Leinen sind besser am Groundsheet oder Inner aufgehoben (wie in meinem Video gezeigt), da stören sie nicht. Ich unterstelle mal, dass die meisten unter dem Gatewood Cape mindestens eine Polycrofolie liegen haben. Damit lässt sich bereits das notwendige Rechteckmaß herstellen, dass man zum Perfect Pitch benötigt. Und die Leinen könnten daran auch gleich befestigt werden. Es kommt ja keine Außenzeltspannung am Polycro an. (Damit wäre gleichzeitig auch das leidige Problem gelöst, dass die Unterlage immer irgendwo hochflattert oder einfaltet.) Bester Ausgangspunkt für die Aufstellung ist ein Rechteck von 210 bis 220 cm mal 65 bis 75 cm. (Bei mir übernimmt das Inner diese Funktion.): Über dessen Diagonale (also nicht 45°) spannt man zunächst die Unterlage/das Inner über die diagonal gegenüberliegenden Ecken. Die zwei Heringe sollten 40 cm von der Ecke der Unterlage/des Inners entfernt sein. Ich habe dort in der Leine inzwischen eine feste Schlaufe. (Im Video mache ich das noch anders, inzwischen eigentlich nur noch über die Diagonale, weil es dann wirklich von selbst perfekt aufgeht.) Damit sind dann bereits die beiden anderen Eckpunkte geometrisch festgelegt und können ebenso abgespannt werden. Im Ergebnis haben die vier Eckheringe die passnde Position für das GWC. Jetzt kann man das GWC drüber werfen und an den offenen Enden einschlaufen. Stock drunter. Der Rest ist einmal rumgehen und nachspannen.
  46. 1 Punkt
    Du hast natürlich recht, es geht um die Luft am Boden. Ich wollte auch nicht physikalisch korrekt sein, sondern beschreiben, wie sich das im Zelt anfühlt. Wenn der Nylonboden (also nahezu keine Isolation) die einzige Trennung vom Schnee unten drunter ist, dann kühlt sich die im Zelt bewegte Luft über dem Zeltboden stark ab und es ist neben der NeoAir im Liegen überall sehr kalt. Durch die Abdeckung des Bodens mit einer isolierenden Lage (ob jetzt ne Double Mat oder ne Windschutzscheibenmatte) wird diese Abkühlung der Luft am Boden deutlich reduziert. Dann fühlt es sich rund um die NeoAir wärmer als ohne die Abdeckung an.
  47. Welche Schlafunterlagen benutzen die Forenuser?

    Rapapongi reagierte auf eric für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Körpergröße: 189cm Schalfposition: Seitenschläfer Kälteempfinden: eher normal(?) Sommer (> 10°C): Bayard Alu-Universal/Camping-Matte (Beschnitten auf 190 × 60 cm / 72g) Frühjahr/Herbst (> 0°C): Alu-Matte und TAR NeoAir XLite Short (72g + 200g) Winter (> -10°C): Alu-Matte und TAR NeoAir XLite Women's (72g + 335g) Als Unterlage nutze ich meist eine Rettungsdecke (160 × 210 cm / 60g)
  48. Eselsweg Spessart

    Marten reagierte auf Cpt.Aloha für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Sehr schöner Bericht Der Trail endet 4km entfernt von meinem Heimatort Optional kann man in Miltenberg auf den Nibelungensteig einsteigen und die Tour um 120km verlängern Empfehlenswert wäre der Mai, da ist das Wetter und die Landschaft am schönsten Aber allgemein eine sehr schön Gegend hier im Spessart und Odenwaldgebiet
  49. Eselsweg Spessart

    Kay reagierte auf aboyandhistree für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hab auch noch welche von den beiden besagten Plätzen bzw. deren Infrastruktur. Vielleicht interessiert sich einer für die Plätze. Danke für deine Eindrücke. @Trekkerling Mein ehemaliges Luxe als Pfadikothe aufgebaut. Ohne Innenzelt konnte ich mit meinem Sohn gut drin pennen. Platz Nummer 1. Klohaus von Platz 1 Platz Nummer 2. Bei Fragen fragen.
  50. Eselsweg Spessart

    eric reagierte auf Trekkerling für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Dank @Volker jetzt auch ein paar Bilder vom Weg Hier erkennt man etwas Kopfsteinpflaster
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt

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