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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 19.02.2020 in allen Bereichen

  1. Das eigene Ultralight, Vernunft und Unvernunft

    be8an3 und 9 andere reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    10 Punkte
    Ich habe gerade einen interessanten Beitrag von BPL über die "Hedonistische Tretmühle" gelesen. https://backpackinglight.com/buy-less-do-more-good-enough-gear/?__s=chuoyzprm4zxcdghzpqe&utm_source=drip&utm_medium=email&utm_campaign=ultralight+hammocks+%2B+2020+trek+enrollment Ich hänge mir jetzt mal eine Checkliste an die Pinnwand: Wird die Verwendung dieser Ausrüstung meine Zeit im Freien erheblich verlängern oder mein Vergnügen erhöhen, während ich draußen bin? Wie oft werde ich das neue Teil im Jahr verwenden? Wie oft in den nächsten 5 Jahren? Hilft es mir Dinge zu tun, die ich jetzt nicht tun kann? Ersetzt es etwas, das kaputt ist oder nicht meinen Anforderungen entspricht? Wie oft tritt dieses Problem auf? Kann ich das Problem mit einer Reparatur, Änderung oder Umstellung der Verwendung selber beheben? Ist das Problem lebensbedrohlich, unangenehm oder nur ärgerlich? Brauche ich wirklich das Beste oder Teuerste? Was wäre eine gute zweite Wahl? Kann ich mir das leisten? Wenn ich das kaufe, was kaufe ich stattdessen nicht, wie ein oder drei weitere Reisen? VG. -wilbo-
  2. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    Nero_161 und 4 andere reagierte auf schwyzi für Beitrag im Thema

    5 Punkte
    Zu Ikea-Rucksack: meiner ist seit fast 4 Jahren in Gebrauch, weniger zum Wandern, aber als Rucksack für Treffen( bushcraft) Zur Anreise mit Öffis, zum "Wandern" vom Behnhof zum Treffensplatz, passt immer alles rein, ist wasserabweisend bis wasserdicht, prima! Auch sonst bau ich mir fast alles selbst, aus Müll. Recycling könnte man das nennen, oder upcycling - wurscht, mir macht's Spaß. Nachhaltigkeit ist da nachrangig, aber sowas wie "Wachspapier" ich nehm die Verpackungen vom fertigen Salat, den ich aus dem Container beim Supermarkt fisvhe. Deutlich leichter als jedeTupperdose, und erstaunlich stsbil. Eigentlich ist fast mein ganzer Küchenkram trashcraft, vieles andere auch; outdoorklmotten second hand oder Verschenkmarkt... Als Beispiel letzte Projekte: Waldläufer-Grill ( alles andere als UL, 240G), KOCHDOSE, Low budget"Trangia" Klon Marke bombproof, ohne Rost 25 g, mit Rost 33 g, erspart aber n Topfstand War alles mal Müll. Getreu dem Motto:" One man's trash is another man's treasure". Ich hab groundsheets und sogar ein Tarp aus Ikea-Folie, Tarps aus alten Zelten genäht, Fahrradtaschen ebenso, jede Menge Lederarbeiten( auch wenn die hier im Forum "falsch" sind) etc.pp. Ob das jetzt "der Umwelt" hilft? Keine Ahnung! Ist mir auch ziemlich gleivh, mir macht's Spaß und ich spar Geld. LG schwyzi
  3. POI Daten aus OSM exportieren

    khyal und 3 andere reagierte auf FlowerHiker für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Hallo zusammen, es könnte vielleicht auch für den Einen oder Anderen interessant sein und ist vielleicht noch nicht bekannt. Es gibt ja im Netz viele OSM Karten und auch Möglichkeiten auf diesen Kartenseiten spezielle Points of Interest einzublenden. Was mir aber bisher fehlte bzw. was ich suchte war eine Möglichkeit diese als gpi Datei "abzugreifen" und sie mit dem POI Loader aufs Garmin zu schieben. Auf der folgenden Webseite ist beschrieben, wie man POIs exportieren kann: https://www.thomasrichter.de/cms/poi-aus-osm-openstreetmap-erstellen/ Dies könnte sehr brauchbar bei der Tourenplanung sein, um vorab z.B. "Shelter" oder "Wasserstellen", oder "Quellen" als POI zu exportieren. Unterwegs erleichtern die besser auf der OSM Karte sichtbaren POIs das Auffinden der Punkte. Auch ist es so einfacher unterwegs möglich festzustellen, ob Punkte (z.B. Hutten) in OSM noch fehlen und diese dann anschließend nachzutragen.
  4. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    differix und 3 andere reagierte auf ptrsns für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    och hab auch schon so einiges altes zu neuem verwurstet. aus dem innenfutter einer regenjacke und einer handvoll styroporkugeln (aus mutterns sitzsack gemoppst^^) habe ich ein ultralight-kamerakissen genäht. so eins, welches man als stativ-ersatz benutzen kann. und wenn nicht dafür, dann ist es auch mal ein gutes, kleines kopfkissen. aus ikea-frakta-taschen habe ich bereits 2 rucksäcke genäht.die schon bestimmt 2 oder 3 jahre alt und noch in benutzung sind. aus einem ollen rucksack-rain-cover wurde eine fahradtasche für die spiegelreflexkamera, die ich am oberrohr mit klettband anbringen kann. erst kürzlich habe ich 3 zelte über kleinanzeigen geschenkt bekommen. die habe ich komplett auseinander geschnitten und die so erhaltenen pu-beschichteten stoffteile in einen schönen ul-rucksack verwandelt, der grad mal um die 200g wiegt. das ist soviel stoff, da kann ich noch 5 rucksäcke und anderen kram draus basteln^^ aus dem quitischig gelben nylon-inner der eben erwähnten geschenkten zelte werde ich mir demnächst noch einen windbreaker fürs radfahren nähen. den zeltboden und einen teil des 2. innenzeltes habe ich in einen bivy verwandelt. nicht ultralight, aber funktional. absolut dichter boden und das nylon ist winddicht, aber atmungsaktiv. bei einem der zelte ist das pu-beschichtete aussenzelt einseitig silber und auf der anderen seite in einem dunklen blau. mal schauen ob ich den stoff nicht irgendwie in einer art windurchlässigen 'sturm-regen-sonnen-schirm' verwursten kann... just for fun aus ollen katzenfutterdosen irgendwelche catstoves zu basteln ist eh obligatorisch wenn man sich mit ultralight beschäftigt^^ fürs aquarium habe ich die fassung und das leuchtmittel einer pll-lampe, die ich noch aus zeiten der pflanzenzucht liegen hatte, eine lampe gebastelt die jetzt überm aquarium hängt. aus einem stück fotokarton eine umfassung gefaltet und getackert, um das licht komplett nach unten zu richten. edit: wo ich grad oben was von der plastikdose quark lese... die ollen krautsalatdosen und 1kilo-eimer verwende ich fürs geocachen. wo kein krautsalatsaft rauslaufen soll, kommt da draussen als geocache auch kein wasser rein. die sind auch top geeignet, wenn ich mir irgendwo fische fürs aquarium abhole. oder daheim irgendwie kurzfristig fische darin 'parken' muss. aufgebrauchte quetsch-yoghurt-faltflaschen, caprisonne usw von den blagen werden auch für touren um öl, spiritus oder andere flüssigkeit zu transportieren weiterbenutzt bis sie auseinanderfallen. im ersten post stand grob gesagt irgendwas über inspirationen zu neuen upcycling-projekten. ich machs mittlerweile so, wenn ich was (neues) brauche, guck ich ob ichs irgendwie selber machen kann. wenn ja, kann ich das aus bereits gebrauchten gegenständen bauen? falls nein, kann ich das in erforderlicher qualität gebraucht kaufen? und wenn es irgendwie gar nicht geht, kaufe ich auch neu. aber mittlerweile ist das echt wenig was ich mir nagelneu anschaffe.
  5. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    einar46 und 3 andere reagierte auf effwee für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    @Anhalter kennste modulor? die haben zipptaschen aus soft tyvek in 5 verschiedenen größen, recht leicht (keine ahnung wieviel), recht robust und gar nicht mal so teuer. klick klick hier ich habe zwei in benutzung (nicht zum wandern): als mäppchen und als kulturtäschchen für reisen - seit über einem jahr... damit schon mal den zipplock getoppt vielleicht ist das ja was für dich
  6. Erstes MYOG Projekt

    ys76 und 3 andere reagierte auf Stulle für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Ich hab auch mal einen Versuch gestartet mir selbst Gear anzufertigen weiterer Text folgt...
  7. Erstes MYOG Projekt

    truxx und 3 andere reagierte auf Stulle für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Ich dachte bevor ich mich an einen Schlafsack setze (ich glaube das verschiebe ich auf in 10 Jahren oder so :D), starte ich mal mit etwas leichtem und hab mich für ein Paar Gamaschen entschieden. Ich hab so ziemlich gar keine Erfahrung mit Nähen/Nähmaschienen und somit war das mein aller erstes Nähprojekt. Das Arbeitstempo ist definitiv noch ausbaufähig. Ich hab dafür so ca 2 lange Nachmittage gebraucht. Wären alle so schnell wie ich, wäre die Menschheit ohne Klamotten. Da bekommt man auch erstmal mit, wie viel Aufwand in Kleidungsstücken oder anderen Textilwaren steckt... Naja wie auch immer, ich hoffe das man noch einige Schönheitsfehler mit mehr Übung hin bekommt (parallele Nähte etc) und man dann auch nicht mehr bei jeder Naht 2x ansetzen muss. Ich hatte zwischendurch auch immer mal wieder mit der Nähmaschiene (ein fast schon antiquarisches Stück made in GDR) zu kämpfen. (Ober/Unterfadenspannung, Unterfaden leer (nachdem man dachte man ist fertig...), oder gleich einmal Fadensalat) Als Material hab ich einen PU beschichteten Cordura Stoff genutzt und einen recht stabilen Faden, wo mir der Name nicht mehr einfällt :/ Das Ganze entspricht eher nicht dem UL-Gedanken aber dafür muss man sich relativ wenig Sorgen um die Haltbarkeit des Stoffes machen. Die Kanten hab ich umgeschlagen und mit einem Bügeleisen zusammengeschweißt. von unten hab ich noch son dehnbares Material befestigt, damit sie sich nicht nach oben selbstständig machen. Was noch auf der Todo-Liste steht, ist das Abdichten der Nähte. Da bin ich noch am überlegen ob ich Seamgrip nutze oder von innen eine Lage des Stoffes einschweiße. Für Kritik/weitere Verbesserungsvorschläge bin ich offen =)
  8. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    ekorn und 2 andere reagierte auf grmbl für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Danke das es zumindest auch jemanden gibt der so denkt wie ich. Pure Augenwischerei. OT: Da will ich mich doch noch mal in die (OT?-) Diskussion einklinken (vielleicht kann, wenn es weiter ausufert, ein Mod das ja ausgliedern?). Sehe ich nämlich anders. Denn wenn's im Schnitt 5 Liter sind wird es auch viele unter 5 Liter geben; wenn sich kaum einer um den Verbrauch scheren würde wäre er eben höher, siehe USA. Und nur wenn dies einige ach so unwichtige Rädchen eben interessiert, gibt es einen gewissen Handlungsdruck. Die Politik wird niemals 5 Euro pro Liter Benzin durchsetzen, solang die kleinen Rädchen sowas als unsportlich empfinden Und wer außer Regierungen soll den Wahnsinn noch stoppen? Große Konzerne ganz sicher nicht. Es bleiben vermutlich zwei Optionen: hoffen, dass die Menschheit sich schnell genug dezimiert (so gesehen kann es vielleicht sogar eine sinnvolle Strategie sein, besonders viel zu verbrauchen) oder versuchen, Druck auf die einzigen potentiellen Verhandlungsführer auszuüben - und das kann auch (wenngleich das zugegebenermaßen eines der schwächeren Instrumente ist) über Kaufentscheidungen und Nichtkaufentscheidungen stattfinden = Aufzeigen der Bereitschaft für einen anderen Lebenswandel trotz Komforteinbußen. OT: Durchaus korrekt, daher braucht man es mit den Komforteinbußen je nach Gusto auch nicht übertreiben und die Einschränkung für sich abwägen, da die unmittelbaren Auswirkungen, naja, eben begrenzt sind. Aber Verbote werden nur kommen, wenn ein gewisses Verständis der Wählerschaft zu erwarten ist, und dieses kann man definitiv mit dem eigenen Lebenswandel signalisieren und die sowieso notwendigen Schritte schonmal gehen wenn man das kann. Und wo sollen die Ideen (wie ein ressourcenschonendes Leben im 21. Jhd aussieht) herkommen, wenn es keiner ausprobiert? Beliebtestes Gegenargument bei so ziemlich egal was ist übrigens "wie soll denn das gehen" oder gerne auch "wie stellen die sich das denn vor". Alleine schon um das zu entkräften bin ich froh, dass es Menschen gibt, die das anders sehen.
  9. Saudoof ist...

    roli und 2 andere reagierte auf effwee für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    ...wenn du nachts im november in einer hütte sitzt, es regenet, es kalt ist und windig und du dich auf deine leckeren und heißen yumyum nudeln freust, deinen spirituskocher aufbaust, wohlweißlich der spiritus schon vorgewärmt am körper wurde und feststellst, dass das feuerzeug nur noch funken sprüht... leer. und noch besser: du das erste mal deine 1gr schweren notfallmatches nicht eingepackt hast, mit der rechtfertigung zu schwer, es noch nie einen notfall gab und es ist ja nur der rheinsteig...
  10. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    Nero_161 und 2 andere reagierte auf Christian Wagner für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    OT: Das ist genau das was "die" wollen, bevor man die Ursache der Probleme bekämpft stellt man den gemeinen Verbraucher in Konkurrenz zueinander und lässt sie sich an einem Privatwettkampf "Wer jetzt weniger Gelber Sack produziert", mehr "Bio" kauft oder mehr Klamotten in den Altkleidercontainer wirft, aufreiben. Die Frage warum es überhaupt Plastikverpackungen für alles Unnötige gibt, es überhaupt einen anderen Kaffee als fair gehandelten gibt, es überhaupt Privat- PKW gibt die mehr 5 Liter Sprit verbrauchen gibt usw., wird dann gar nicht mehr gestellt. Wie oben schon erwähnt, es ist IMHO eben nicht richtig das wir mit unserem Konsumverhalten etwas ausrichten können. Eher noch mit Konsumverzicht. Das macht aber auch keiner und das wird natürlich auch nirgends groß propagiert, da daran natürlich niemand verdient. Auch das Argument, dass solche nicht- nachhaltigen Produkte eben nachgefragt werden und nur deshalb auch produziert werden ist ein klassisches Victimblaming/ - shaming. Nicht der Hersteller ist schuld, sondern der arme Tropf der dann im Laden vor den ganzen Umweltkatastrophen steht und sich zwischen Pest oder Cholera entscheiden soll. Da hat aber Mal jemand das Pferd gut von hinten aufgezäumt. Der Raubbaukapitalismus ist nur mit Verboten und Regulierungen in die Schranken zu weisen. Das Spiel mit der "Aufklärung des Verbauchers" und "verantwortungsvollem Kosnum" spielen wir, soweit ich das überblicken kann seit 20- 30 Jahren. Sieht man sich die Gegenwart an, so kann man nur feststellen das der Schuss Mal nicht nur nichts gebracht hat, sondern auch noch ordentlich nach hinten losgegangen ist. Mit noch mehr Aufklärung und Lippenbekenntnissen bzgl. Konsumverhalten werden wir die Welt IMHO nicht retten. Es gab da einen schönen Film zum Thema: "Die grüne Lüge" sehr sehenswerte Doku. Diese Meinung habe ich übrigens schon vor der Geburt meines Sohnes vertreten . On Topic: Neulich habe ich gehört dass jetzt als Frischaltefolienersatz sog. Wachstücher verkauft werden. Gehen weg wie warme Semmeln. Würden die Leute Ihr Pausenbrot in die eh schon vorhandene Plastikbox, bzw. eine der Plastikboxen die als Platikverpackung beim Quark frei Haus mitgeliefert werden, einpacken, so müsste man gar nix neues kaufen bzw. produzieren. Ob jetzt aber das Ausspülen einer Quarkverpackung welche dann als Essnapf verwendet wird als MYOG gilt... Tapet man da noch ein Stück alte Isomatte drumrum, dann hat man eine Isotasse. LG, Christian
  11. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    Nero_161 und 2 andere reagierte auf grmbl für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Und mit der Haltung wirds auch so bleiben, na dann Prost auf den Weltuntergang Solange man keine Kinder hat sogar eine durchaus verständliche Haltung. Und die anderen können dann immerhin noch erzhälen, dass es mal Fische gab. Auch klar, dass die großen Konzerne gerne dem kleinen Bürger einreden, er alleine könne das durch sein Kaufverhalten ändern: das ist natürlich auch scheinheiliger Quatsch (schönes Beispiel: Zero-Waste Kampagne von Coca-Cola). Ein Angebot kann auch eine Nachfrage generieren (siehe teure DCF-Zelte ) oder ist manchmal das einzige Angebot. Wie immer kommt es auf ein Zusammenspiel an. Klar ist auf der großen Bühne die Weichenstellung nötig, denn die Welt wird von meinen paar Tonnen Müll nicht untergehen. Aber wenn leider fast jeder so denkt eben doch! Also lange Rede kurzer Sinn: doch, natürlich lohnt es sich auch kleine Beiträge zu leisten! Denn nur so schafft man ein großes Ziel: hier in Momo schön erklärt von Michael Ende
  12. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    noodles und 2 andere reagierte auf Christian Wagner für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Upcycling... viele Buzzwords, heere Ziele und das in einer Gesellschaft in der jeder im Schnitt 5Liter Erdöl verbraucht (pro Tag!), mein gelber Sack pro zwei Wochen einmal voll wird (ich bin denke ich Durchschnittskonsument) und ein täglicher Pendeltrip von 40 km nicht, aber auch gar nicht außergewöhnlich ist. Zum Thema: Dosenkocher ist ja das Einsteigsprojekt in die MYOG Welt. Ein Schlafsack wurde umgeschneidert, so das er benutzbar wurde (Der Schlafsack ist aber von vornherein eine Anschaffung gewesen die nicht hätte sein müssen, ich hatte zu dem Zeitpunkt schon einen Schlafsack). Am nachhaltigsten ist es wahrscheinlich sein vorhandenes Gear so lange wie möglich zu benutzen, zu reparieren falls nötig, und ggf., mit so wenig Materialeinsatz so zu modifizieren dass man es nochmal weiter nutzen kann. Gerade im Ultraleichttrekkingbereich wird ja gerne mal ein Ausrüstungsgegenstand neu angeschafft weil er halt 100 gr leichter als der alte, oder sexier oder oder oder ist. Es kann mir keiner erzählen dass er nicht auch mit seinem alten Hilleberg, ggf. eben ohne Innenzelt Wandertouren machen könnte. Kein Mensch braucht ein Duplex. Viel nachhaltiger als fertig kaufen ist MYOG wahrscheinlich eh nicht. Ob jetzt einer ein fertiges Zelt von China hierher schippert oder ein Paar Meter Silnylon ist auch schon wurscht. Das einzige was sich MYOGer auf die Fahne schreiben können ist dass der chinesische Näher nicht ausgebeutet wird (dafür ist er dann arbeitslos- lol). Gesamtgesellschaftlich sind die 5 Meter Silnylon die ich für mein letztes, IMHO achtes Zelt, verballert habe egal. Das Erdöl was dafür aufgewendet wurde schmeisse ich jede Woche in den gelben Sack, genauso wie fast jeder andere Mitteleuropäer. LG, Christian
  13. Saudoof ist...

    effwee und ein anderer reagierte auf grmbl für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    ...UND du zu früh aufgibst! Entschuldigug effwee! Schnell weg hier!
  14. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    ALF und ein anderer reagierte auf MeisterGrimbart für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Ich hatte mir letztes Jahr mal so eine gekauft, ich glaube das war in einem großen Edeka-Markt. Ich wollte einen Windschutz für einen Spiritusbrenner daraus bauen. Stellte sich heraus, die Dose war aus Stahlblech. Man sollte eben doch nicht ohne Testmagneten in den Supermarkt gehen. Ganz umsonst (wenn auch nicht gratis) den Abend davor besoffen auf dem Sofa gelegen.
  15. 2 Punkte
    GR 15 und 16 in Belgien hast du schon auf dem Schirm? hier sind zwei Seiten mit Infos, leider nur auf Niederländisch: Sammlung von Touren: http://trekkings.be/ Sammlung von Zeltplätzen: http://www.bivakzone.be/
  16. YouTube und Musik

    dennisdraussen und ein anderer reagierte auf martinfarrent für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Update: Die von mir gesuchte Infoquelle existiert tatsächlich bei YouTube und wird im hier verlinkten Video beschrieben: https://youtu.be/vXHvoUhicgQ Die Nutzung des Tools fällt aber enttäuschend aus. Nur sehr wenig Musik ist gegen Abtretung der Werbeeinahmen nutzbar. Außerdem warnt YouTube, dass sich die entsprechende Policy eines Künstlers jederzeit ändern kann... womit ein Video auch sehr viel später plötzlich blockiert werden könnte.
  17. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    ptrsns und ein anderer reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    OT: https://xcine.tv/die-grune-luge-12657-stream/deutsch Es ist für mich immer wieder erschreckend, wie schamlos in "den Vorständen" gelogen wird und das Ganze sich dann als Marketing verkauft. Greenwashing war auf der vorletzten Outdoor auch schon mehr als eine Tendenz ... VG. -wilbo-
  18. 2 Punkte
    Ich handhabe das momentan ein wenig anders: Dinge, die ich gerne hätte, schreibe ich mir erstmal auf eine Liste. Erfahrungsgemäß ist nach kurzer Zeit dann schon die erste Euphorie verflogen und ich versuche ebenfalls etwas rationaler an die Sache ranzugehen. Dann stelle ich mir ähnliche Fragen wie @wilbo. Meistens erledigen sich die meisten Dinge dadurch, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis einfach nicht stimmt. Anschaffungsüberlegungen wie die für einen dicken Winterschlafsack von Cumulus, der mich 500€ kosten würde o.Ä. verwerfe ich dann glücklicherweise doch wieder recht schnell, da ich die Ausrüstung teilweise nicht so nutzen würde, dass es die Anschaffung rechtfertigt.
  19. Emma "Grandma" Gatewood und der AT

    Mountain_Dog und ein anderer reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Ein sympathischer Vortrag von Ben Montgomery, über "Grandma Gatewood's Walk" Bis 8:30 gibt es Vorredner, dann geht los. VG. -wilbo-
  20. Schnäppchen

    Manni und ein anderer reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Zur Ergaenzung, ist also die etwas schwerere, aber dafuer universellere Version mit dem kompletten grossen Gestaengebogen, kostet neu 420 €, wenn man sich fuer 50-60 € das richtige Conversion-Kit dazu holt, kann man es auch auf die leichtere 2Lite Trek Version, bei der man 2 Trekkingstaebe benutzt, umbauen. btw wird es bis zum Herbst keinen Nachschub von Slingfin beim 2Lite geben, wenn das Teil in einem guten Zustand ist, ist das ein sehr guter Preis. Wenn jemand wissen will, wie so ein Teil ausssieht (das ist aber nicht das aus Ebay, sondern meins) Bilder alle 4 meine
  21. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    sambucus und ein anderer reagierte auf Wydliez für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Decathlon weitet seine Merino Linie weiter aus, besonders interessant finde die neuen Boxershorts. Daten: Material: 86% Wolle 10% Polyamid 4% Elastan Gewicht: 78g in Gr. L Wolle aus Südafrika, kein Mulesing, in Partnerschaft mit den Konsortium-Merino Preis: 14,99€ Link: https://www.decathlon.de/p/merino-boxershorts...
  22. Saudoof ist...

    FlowerHiker reagierte auf Andreas K. für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    ...wenn der Esbitkocher so leicht und kompakt ist, dass er vom Staubsauger gefressen wird . Heute geschehen... (Eine kleine Sammlung von realen Unfällen, Missgeschicken, etc., die die Grenzen ultraleichter Ausrüstung nicht wegen ihrer Robustheit, sondern wegen ihrer Leichtigkeit aufzeigt)
  23. Saudoof ist...

    effwee reagierte auf Mittagsfrost für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Wundert mich jetzt etwas. Der Flammpunkt von Ethanol liegt bei 13 Grad, Dein Spiritus war am Körper vorgewärmt und das Feuerzeug produzierte Funken. Lag es am starken Wind oder ist Dein Körper so kalt?
  24. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    effwee reagierte auf sja für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Die sind top! Hatte ich zufällig bei meinem Lieblingsschreibwarenladen gekauft und mich schon gefragt, ob das Softtyvek ist. War schon ganz traurig, dass die die Dinger aus dem Sortiment genommen haben. Wie cool.
  25. 3f Tyvek Bivy Erfahrungen

    fatrat reagierte auf Ultralight82 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Sodele nun Dienstende! Das Bivy an sich ist in Größe Large ca 2,3m lang und hat einen 3/4 oneway Reißverschluss. Haptisch und optisch gut verarbeitet und ausreichend Robust verarbeitet. Habe das Teil zuletzt 2 Wochen intensiv im Sauerland auf dem Lennesteig benutzt und war wieder sehr zufrieden. So zufrieden dass ich mir ein zweites geholt habe. Er wiegt 198g Wohlbemerkt ist das Ganze eher für Tarpschläfer und keine Einzellösung! Sprühregen hält es aus allerdings ist ein voller Regen zu viel. Eine Thermarest Neoair xlite passt nicht wirklich rein denn dann wird es bei mir (182cm ,79kg, sportlich) zu eng... Temperaturtechnisch bringt er dir ca 5 Grad mehr für dein Schlafsack. Allerdings ist dies ein subjektives Gefühl und weicht bekanntlich öfters von Person zu Person ab. Jener Bivy hat 60 Nächte hinter sich (In Dänemark, Schweden und zuletzt im Sauerland) und ist immer noch in Ordnung. Das Tyvek ist mittlerweile etwas weicher geworden allerdings immer noch funktional und ich empfinde es als sehr kuschelig und angenehm. Was am Ende noch stört ist der Punkt das der Packsack sehr klein ist und es sportlich ist den Bivy dort wieder rein zu bekommen. Hier mal ein Video von mir wo er zu sehen ist: Hoffe ich konnte dir etwas helfen. Falls du Detailfragen hast oder Detail Aufnahmen möchtest gib einfach Bescheid.
  26. Bei der inwischen wohlbekannten Knopflochgummi-Befestigungsmethode hat mat den Vorteil, die Daune im Comforter erst zur Mitte schütteln zu können und dann den Comforter einfach deutlich enger (also mehr in der Mitte) auf die Gummis zu legen. Damit gewinnt man doppelt Wärme: Die Daunen bleiben oben, weil das übrige Material überwiegend unterm Körper liegt. Der engere Comforter ist dann schneller warm. Ansonsten wäre mir – aus heutiger Perspektive – der EE die liebere Anschaffung, weil ich das U-Kammersystem auf der HRP mit dem Windhard-Quilt sehr schätzen gelernt habe. Die Temperaturadaption klappt damit trotz geschlossenem Reißverschluss am Fußende bei offenem Fußendeloch wunderbar. Zur Befestigung würde ich den dann aber wieder auf Knopfloch-Knebel für meine Matte umstellen.
  27. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    paddelpaul reagierte auf JanF für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hier etwas weniger als über Cumulus direkt.
  28. 3f Tyvek Bivy Erfahrungen

    Fabian. reagierte auf Ultralight82 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Verarbeitung ist gut, Funktion gut. Hat 60 Nächte bis jetzt gehalten und ist eine leichte sehr atmungsaktive Lösung. Gebe Heute Abend mal ein genaues Fazit dazu!
  29. Puh, schwere Frage, ich (1,87m, nicht mehr ganz so schlank wie früher) hab beide (bzw den Comforter hat offiziell mein Sohn und ich den 30er L/W Revelation) und ich finde, dass beide sehr nah beieinander sind. Kleiner Vorteil des EEs: ich mag die Längskammern mehr als die Querkammern des Comforters, weil in den Querkammern verrutschen bei mir die Daunen immer wieder mal, so dass der Cumulus trotz mehr Daune als mein Revelation eher etwas kälter ist. Vorteil von Querkammern ist aber, dass man das mit dem Daunen verrutschen für wärmere Temperaturen sogar nutzen kann. Dafür hat der Revelation die mit Reißverschluss geschlossene Fußbox. Kleiner Vorteil für den EE, finde ich. Meiner Meinung nach macht man aber mit beiden nix falsch.
  30. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    effwee reagierte auf paddelpaul für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ein Testwarenkorb löste das Rätsel
  31. 1 Punkt
    @Heino @FlowerHiker das ODS Schutzhüttenverzeichnis ist eventuell interessant https://www.outdoorseiten.net/wiki/Hauptseite https://umap.openstreetmap.fr/de/map/schutzhutten-im-harz_243495#12/51.6246/10.8655
  32. MYOG Upcylcling Ideen für UL Gear

    FlowerHiker reagierte auf danobaja für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    vor so ungefähr 3 monaten hab ich die beim penny gesehen.
  33. Empfehlungen? - Wandern in Osteuropa

    Heino reagierte auf Genuss für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ups, nach Süden...natürlich nach Süden. Wir hatten nur zwei Landkarten dabei. Die Wege waren sehr gut ausgeschildert und erkennbar. Wir haben uns nie verlaufen, das einzige Problem war Wasser zu finden (вода, als kleiner Tipp). Zum Schluss sind wir mal querfeldein zum Rila-Kloster, das wars aber. Wir waren einmal einkehren, ansonsten haben wir uns selbst verpflegt. Zum Musala war es ne entspannte Tagesetappe. Wir haben das Zelt stehen gelassen, und haben einen Tagesausflug mit kleinem Gepäck dorthin gemacht. Mussten aber Schnee schmelzen(Sonne), da es ein Höhenweg war. Im Endeffekt ist westlich eine Autobahn und so gibt es immer die Option jederzeit auszusteigen und leicht nach Sofia zurückzukommen.
  34. 3f Tyvek Bivy Erfahrungen

    Fabian. reagierte auf zopiclon für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    schau mal dort, nach Erfahrung Kein Schlafsack mehr...
  35. Gut aufgepasst (steht da immerhin seit 2004!), muss natürlich -7 Grad heißen.
  36. PCT 2020

    cafeconleche reagierte auf zeank für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Helft mal damit Warner Springs wieder aufmachen kann: http://chng.it/tWBnbsDpBQ
  37. 1 Punkt
    Hihi, lost in Translation würde ich sagen. Bei der Übersetzung und Umrechnung wurden aus 0.638 lbs, 0.368 lbs, die dann in 167g umgerechnet wurden Jetzt isse nur noch teuer. https://www.zagg.com/en_eu/powerstation-plus-xl-with-usb-c-connector-intl
  38. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Zippi reagierte auf skullmonkey für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    SMD Swift X ist ein neuer Rucksack der ohne Gestell 652 g wiegt.
  39. Erfahrungsberichte Six Moon Designs Deschutes Plus

    nats reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hey Dingo, das ist doch das Schoene an Foren, dass es dem Austausch von unterschiedlichen Meinungen dient und der Leser sich dann die Meinung raussuchen kann, die ihm am Besten passt Also wenn jemand zwischen Deschutes Plus & Footprint oder evtl Deschutes & Serinity ueberlegt, finde ich eben nicht, "dass die Lösung dann Lunar Solo heisst und dass es derselbe Shelter ist". Das mag vielleicht auf Bildern im Online-Shop oder bei SMD so erscheinen, aber ich habe alle 3 schon aufgebaut, drin bzw drunter gelegen und empfinde Deschutes (Plus) mit der Serinity-Option und andererseits das Lunar Solo als recht unterschiedlich, ich wuerde jetzt auch nicht sagen, das Eine ist schlechter als das Andere, kommt halt auf Einsatzzweck, Geldbeutel und Koerpergroesse bzw Raumansprueche an. Mal platt gesagt, empfinde ich das Deschute & Serinity als vielseitiger und gerade bei nassem Wetter als bessere Option, aber eben nur bis zu einer gewissen Koerpergroesse / Breite, mir waere das IZ mit meinen 190 / > 100 kg zu eng, aber ich bin auch verwoehnt und ja inzwischen ueberwiegend auch auf Solotouren mit 2P Zelten unterwegs. Und was die technischen Angaben angeht, Si-Nylon hat nun mal ziemlich andere Eigenschaften als ein Si-Polyester derselben Dicke, klar dehnt sich mehr bei Naesse, aber deutlich hoehere Reissfestigkeit bei selber Dicke / Qualitaet und kommt nach meiner Erfahrung besser mit Windboen usw "zurecht". je nach Wandergegend finde ich auch fuer die Platzsuche relevant, ob Du einen Footprint von 1,4 qm, oder ca 2,4 qm hast, da brauchst Du eine deutlich groessere Flaeche, die frei ist. Spielt natuerlich keine Rolle, wenn Du z.B. in der Eifel laeufst, oder auf Campplaetze gehst, aber im Gebirge kann das schon nett sein, wenn Du einen so schmalen Footprint hast. Klar ist es im Zeitalter, wo viele zum grossen Teil mit Twitter und via Likes kommunizieren, nicht mehr so angesagt, lange, durchdachte Texte zu schreiben und ich kann auch gut verstehen, dass es Manchen zu anstrengend ist, meine doch manchmal episch langen , dazu noch evtl mit Daten vollgestopften Texte zu lesen, die einfachste Loesung ist, sie dann einfach nicht zu lesen (Ich habe mit dem Formulierungsstil Mancher auch so meine Schwierigkeiten, gerade bei "Luftnummern", da lese ich dann auch lieber Anderes...) aber Andere empfinden genau Dieses als hilfreich, auch nach den Rueckmeldungen, die ich so bekomme. Ist halt nicht alles fuer jeden... Dir auch nen schoenen Abend.
  40. Gewicht und Komfort sind nicht identisch. KUFA ist schwerer. Gruß Out
  41. israel national trail dezember/januar

    BitPoet reagierte auf effwee für Beitrag im Thema

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    Es wird Wüste: Das Tote Meer und kaputte Füsse. Als wir Dvir verlassen wünscht uns am Tor eine ältere Dame, die sich an ihrem Stock festhält, mit einem strahlenden Lächeln einen wunderbaren Tag, dieser hatte bereits mit Kaffee und Porridge im Bett begonnen, die Sonne scheint, der Himmel ist blau – der Tag ist wunderbar; und weil thruhiken auch ein unmittelbares Genießen des Momentes lehrt, taucht das kritische „noch ist dieser Tag wunderbar“gar nicht erst auf. Vielmehr wird dies recht bald irritiert durch eine Gruppe Kids, die im nahe gelegenen Wald wohl die Nacht campiert hatte, weniger, weil sie es bei der Kälte tat, sondern weil ihr Gruppenleiter, aussehend wie eine Mischung aus Pfadfinder und dem Klischee eines orthodoxen Juden mit Kippa und Zizijot, die aus seinen schwarzen Fleece herauslugen, aber auch das war es nicht, sondern vielmehr seine Bewaffnung. Ein silberner Colt hängt an seinem Gürtel und wir unken, dass – beide selber gestählt in der mehrmaligen Betreuung von Jugendfreizeiten an der Costa Brava – dies durchaus verständlich sei, um eine Horde Jugendlicher unter Kontrolle zu halten. Aber ernsthaft: wegen der Schakale? Oder einfach ein Waffennerd, der seit der Liberalisierung der Waffengesetze durch die Regierung Nethanjahu Waffe trägt. Wir haben, nach dem wir ausnahmslos Jugendgruppen im Beisein von bewaffneten Securities angetroffen haben, dann auch verstanden, dass es etwas mit der innen- und außenpolitischen Lage zu tun hat und nicht mit einem männlichen Waffenfetisch. Jugendgruppen sind im sicherheitspolitischen Jargon nun eben „weiche Ziele“ - wie illusorische dieses Sicherheit ist, hat sich gezeigt als wir bereits drei Tage wieder zu Hause sind und ein Auto in Jerusalem in ein Gruppe Soldaten raste und zwölf von ihnen verletzte. Wir laufen mit einer dieser Gruppen gemeinsam Richtung Ga'ai, erst durch einen lichten Wald aus Nadelgehölz und am Fuße ebene jenes Ga'ai überholen wir eine weitere Gruppe und können den Aufstieg und die Aussicht vom Gipfel schließlich alleine genießen. Es ist windig zwar, aber die Sonne und die Anstrengung machen ein kurzes verweilen möglich. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, sind die sanften Hügel geblieben ihr Baumbewuchs aber gewichen. Stattdessen ein lichtes Gras, dass auf Ferne so erscheint, als ob des den ganzen Boden bedeckt, es aber nicht tut. Der Kontrast kommt so unvermittelt, dass wir einen Moment gebraucht haben. Oben angekommen ist die Aussicht eine Wunderschöne: Zur Westbank, zurück nach Dvir, im Westen verschwinden die grünen Hügel im Dunst des Morgens, im Osten steht die Sonne noch recht tief und im Süden dünnt sich das Grüne langsam in bräunlichen Dunst auf – irgendwo dort liegt der Negev. Irgendwie dorthin werden wir laufen. Wir freuen uns. Richtung Sansana durchqueren wir wieder lichte Wälder und Richtung Meitar Äcker und Plantagen. Und endlich taucht – gefühlt aus dem nichts – aber als dumpfe Gewissheit die ganze Zeit vorhanden, nur in seiner ganzen Monstrosität für uns nicht sichtbar die Mauer zwischen Israel und der Westbank auf: Hier an dieser Stelle eine meterhohe Stahlbetonmauer, mit mindestens noch zwei Metern Stacheldraht oberhalb der Mauerkrone, davor eine asphaltierter Patrouillenweg, dieser ist wiederum mit einem niedrigeren Stracheldrahtzaun gesichert. Zwei Krähen sitzen ganz oben im Stacheldraht, die eine schaut gen Westbank, die andere gen Israel. Nicht überall sieht die Mauer so aus, nicht über all ist sie eine Mauer, sondern ein Zaun, nicht überall ist sie vorhanden und nicht überall verläuft sie kongruent mit der Waffenstillstandlinie von 1949, hier tut sie es fast – zumindest auf jenen paar Kilometern an denen sie uns begleitet und hier ist es eine Mauer. Nach Erzählungen eines Freundes, der in Nahal Oz direkt gegenüber von Gaza-City lebt wissen wir, dass es durchaus auch Angriffe mit Panzerfäusten auf Busse oder Autos gibt und gegeben hat, da hier die Straße direkt neben der Grenze verläuft, kann es durchaus sein, dass hier deshalb Stahlbeton verbaut wurde - in letzter Konsequenz wissen wir es nicht. Wir wissen aber auch, dass das Westjordanland nicht der Gazastreifen ist. Was wir nicht wissen und wir nur erahnen können, ist welche Schatten die Mauer auf beide Seiten wirft (und als wir zur Verkündung der so genannten Friedensplan durch Donald Trump direkt neben Gaza-City sitzen, lesen wie die Hamas die „Days of Fury“ ausruft und wir noch in der gleichen Nacht die Kampfflieger als Machtdemostration auch über unsere Köpfe donnern hören, uns der gemeinsame Freund mit einem Lachen, in dem die Spur einen schweren Verzweifelung liegt erzählt, er überlege, wo nun der Boden im Flur so nass vom Baden aller drei Kinder sei, er gar nicht genau wissen wie wir alle sechs binnen von 30 Sekunden im hauseigenen Schutzraum sein sollen, ohne auf den Kacheln auszugleiten. Wir lachen, es nimmt die Schwere, die aus Washington durch den Äther wabert. Wir kleben alle an den Handies und verfolgen die politische Lage. Sie wird uns unmittelbar betreffen, vielleicht heute Abend schon. Es sah schon schlimmer aus, er lacht wieder. Er ist Mitte dreißig und leidet unter Herzrhythmusstörungen und es gibt Tage an denen fühlt er sich einfach besser wenn er nicht direkt jene Straße nimmt, die direkt an der Sperranlage vorbei führt – und das ist nur eine Seite der Geschichte und nur eine Geschichte von den unzähligen und sie ist die tendenziell privilegiertere...). Die Mauer begleitet uns bis Meitar. Wir sehen in der Ferne einen Übergang. Blechlawinen funkeln in der Sonne, wir mutmaßen Stau. Nein, ein riesiger Parkplatz. Stimmt wir haben bisher kein Kennzeichen aus den palästinensischen Autonomiegebieten gesehen... Wir diskutieren mal wieder die Unterschiedlichen Aspekte des Konfliktes und beenden das Gespräch wie so häufig mit einem resignierend seufzenden Schulterzucken. In Meitar haben wir Resupply und Wasserkaufen eingeplant und wir haben auch richtig Bock auf geilen Scheiß – Essen ist einfach etwas so profan Basales, dass selbst 100 Jahre Konflikte in dieser Weltgegend nicht gegen ankommen. Pastramisandwich! Oder Baba Ganush! Oder Hummus! Oder! Oder! Oder!... wir ergehen uns in unserer Phantasie und laufen mit erhöhtem Speichelfluss durch die Neubau- und Baustellenvororte von Meitar bis wir endlich im gelobten Land des Hikertrashs stehen: Supermarkt! Und Halleluja: ein großer Supermarkt! 120 Schekel später und sehr viel glücklicher, ist der Rucksack dann doch deutlich schwerer und es ist dann doch mehr geworden als geplant. Pastrami-Käse-Sandwich ist es geworden und es war köstlich! Danach improvisieren wir uns durch ältere Neubaugebiete und die kleinstädtische Naherholung in Form von Grill- und Picknickplätzen, wieder durch einen lichten Wald gen Trail. Als wir diesen erreichen, erreichen wir auch recht bald das Ende des Waldes. Wir laufen über karge Hügel, die Sonne senkt sich im Südwesten bereits und lässt die ein wogendes Meer aus Hügeln im Dunst verschwinden. Eine karge Schönheit und Ruhe strahlen sie aus, wir befinden uns im Übergang Richtung Wüste. Die Vorfreude steigt. Im Osten weitere Hügel, wir immagnieren, dass schon bald hinter diesen, die weite Ebene des Toten Meeres und des Jordantales auftauchen – blanke Illusion, wir sind noch nicht mal in Arad... aber die Euphorie, verzerrt die Vorstellung von Raum und Zeit. Wir sind bisher am heutigen Tage auch Kilometermäßig recht gut voran gekommen, A.s Ferse hat der gestrige kurze Tag gut getan und bedankt sich mit weniger Schmerzen. Die Wege sind gefällig gut zu laufen und die Aussichten sind wunderbar – Negev wir kommen! Zunächst stehen wir aber im sprichwörtlichen Wald. Am späten Nachmittag passieren wir die Ausgrabungsstätte Jattir, schon in der Bibel erwähnt und stehen in Israels größten aufgeforsteten Wald. Eine 30 Quadratkilometer große lichte Anpflanzung von einer Millionen, vornehmlich, Aleppo-Kiefern und Mittelmeer-Zypressen. Im ersten Moment sind wir etwas enttäuscht, hatten wir uns schon vorgestellt auf einer der kahlen Höhen unser Zelt aufschlagen zu können und dabei zu sehen können wie die Sonne im Westen hinterm Horizont verschwindet. Hoffnungslos naturromatisch arrangieren wir uns damit, dass wir gegebenenfalls keinen Sonnenuntergang vor dem Zelt genießen können. Wir erhöhen das Tempo etwas und finden eine geeignete Stelle. Eine nach einer Seite offene Senke, flach, und tatsächlich recht sonnenuntergang-guck-freundlich. Als wir gerade dabei sind die Gegebenheiten zu sondieren hält ein Militärjeep neben uns und fünf Augenpaare mustern uns freundlich und neugierig. Wir werden auf hebräisch angesprochen. „Sorry, we don't understand“, kurze Rücksprache im Fond, „Do you need help“, „No, Thanks, we are fine“, „Do you have everything do you need? Water?“ „Yes. Thank you“ „Okay. Enjoy your stay in Israel“ wir reiben uns den Staub und die Verwunderung aus den Augen. War das gerade real? Mit einem breiten Lächeln ob der Surrealität des eben erfahrenen bauen wir das Zelt auf, entdecken sogar eine Feuerstelle, was meine Freundin in helle Aufregung versetzt. Also verfolgen wir die Arbeitsteilung wie schon zuvor, wenn es die Möglichkeit zum Feuer machen gibt: Ich kümmere mich um Haus und Herd und sie sammelt Holz sowie brennbaren Müll und macht Feuer. Der Wind trägt die Rufe des Muezzin zu uns, wir wähnten uns tiefer im waldigen Nirgendwo. Entweder der Muezzin oder unsere Anwesenheit wird eifrig von Schakalen kommentiert, ein Exemplar ist sogar sehr neugierig und läuft in einer halben Ellipse in vielleicht 20, 30 Metern Entfernung um uns herum, die Augen des Schakals schimmern grünlich in der Dunkelheit, mich macht seine Nähe und scheinbare Neugierde etwas nervös, meine Freundin juckt das nicht. Ich plädiere dafür heute das Essen und alles auf jeden Fall im Zelt zu lagern -als ob wir das nicht jede Nacht so gemacht haben, ich spreche aber auch vornehmlich mit mir selber. Tiefflieger jagen zum Einschlafen über den Wald. Mit einem schmunzeln erinnere ich mich an meine ersten drei Wochen auf dem E1E5-Thru, als ich gefühlt jeden Insta-Post mit „Die Nacht war saukalt...“ begann und so wollte ich auch diesen Absatz so beginnen, bis mir diese Volte kam – aus meinen Schmunzeln wird ein feistes Grinsen, aber ich sitze ja jetzt auch im warmen. Diese Nacht kratzte haarscharf an unteren Temperaturlimit unserer Ausrüstung, das wir recht großzügig mit so um die 4 Grad bemessen haben. Auf dem späteren Weg sehen wir in schattigen Senken Pflanzen mit Frostschäden – während ich ein Landkind bin, ist A. Großstädterin mit elterlicher Schrebergarten-Sozialisation und entsprechenden Blick für sowas – es war sehr kalt heute Nacht, der Kondens ist aber weiterhin flüssig an der Zeltdecke, also nicht sooo kalt. Kalt genug um schlecht zu schlafen, irgendwo an den Rändern des Komfortbereichs.Wach macht mich aber der Muezzin. Ich öffnen den Zelteingang. Eine Gruppe Soldaten joggt vorbei. Guten Morgen. Kaffee. Schnell Packen. Bewegung hilft gegen die Kälte. Die restlichen acht Kilometer des Yatir-Waldes, sind weiterhin lichtes Nadelgehölz und ein dichter, sattgrüner Grasteppich, einzelne florale Farbtupfer am Wegesrand – wir verlieren den Trail bzw. die Traimarkierungen und laufen freestyle weiter bis wir wieder Markierungen finden – auf einer Anhöhe stehend eröffnen sich Blicke gen Norden Richtung Westbank und im Süden der Judäischen Wüste – unwirklich im Welt zu stehen und auf braue, karge Hügel zu schauen, die sich im Dunst des Horizonts verlieren. Genau so unwirklich erscheint der Hügelrücken dem wir nun folgen, auf der einen Seite noch Wald, auf der anderen bereits die Andeutungen der scheinbaren Unwirtlichkeit dessen was uns demnächst erwartet. So plötzlich wie der Wald anfing, hörte er auch auf. Wie ein Finger ragt dieses letzte Stück in die Judäische Wüste. Wir stehen in Schotter, Steinen, Sand bedeckt mit niedriger staubiger Vegetation. Der Weg beschriebt eine Kurve gen Süden und einen Aufstieg auf einen weiteren Hügelrücken – oben angekommen, empfängt uns ein grimmig kalter Wind, der mit aller Kraft an uns zerrt und ab und an die Balance von uns beiden auf die Probe stellt. Wir steigen den Hügel Richtung Drijat – einer Beduinen-Siedlung – ab und treffen auf der Höhe des nahen Steinbruchs M. -sie ist Shvil-Thruhikerin, sie hat ebenso wie wir im Norden angefangen, in Tiberias aufgesteckt ist nach Eilat und Flipflopt nun NoBo nach Tiberias, wir haben uns über Insta connected und hielten uns über Trail-Klatsch und Tratsch, Befindlichkeiten, Wetter und Trailbedingungen auf dem laufenden – wir schnacken eine Weile. Sie warnt uns noch vor den berühmt-berüchtigten Hunden bei Drijat, die sie angegangen haben und sie sich nur mit Steine schmeißen vom Leibe halten konnte – die Saison auf den Shvil hat noch gar nicht richtig angefagen und es sind bereits zwei Hiker*innen gebissen worden. Ja, wir haben von ihnen gelesen und sondieren beim weiteren Abstieg das Gelände – den taktischen Vorteil der Fernsicht ausnutzend. An dem Dorf angekommen, gibt es eine Gruppe Hunde, die gelangweilt im Müll wühlt und sich nicht für uns interessiert. Bei der nahen Siedlung sieht es anders aus. Wir beobachten die Hunde, zwei, drei, alle in Wegnähe – Okay, da müssen wir durch. Die Hunde -zumindest, diejenigen welche wir sehen können – nehmen zunächst keine Notiz von uns. Bis einer anschlägt – der Rest ist Rudelverhalten, wir sehen uns auf einmal von fünf, sechs Hunden umringt, die aggressiv uns stellen. (es gibt ja einen thread hierzu, was tun bei solchen hunde attacken, hier unser Beitrag zu dieser Debatte:) Wir machen uns groß, schreien laut Hey! Was!? Verpisst Euch! Ey! Werfen Steine, tun so als ob, das schüchtert sie ein Beide Parteien haben ihre Grenzen klar gezogen und wir können umsichtig an den Viechern vorbei ziehen. Bis... naja, zur nächsten, locker ein Dutzend Tiere zählende Gruppe. Pffff. Wir gucken ihnen dabei zu, wie die Rüden ihre Rangkämpfe auskämpfen (wir deuten dies so, weil der Sieger, dann die nächstbeste Hündin besteigt – wir sind Gesellschaftswissenschftler*innen), die Stimmung ist aggressiv, aber sie sind mich sich selber beschäftigt. Wir können sie im großen Bogen umlaufen... Das lief alles in allem ganz gut. Meine Freundin hat Angst vor Hunden, seit ihrer Kindheit, ein fucking Trauma und das hier war nichts anderes als Konfrontationstherapie im Doom-Mode – danach konnten wir in der Reflexion der Situation konstatieren, dass sie es nicht nur erfolgreich geschafft hat sich dieser Meute zustellen, sondern auch das ermächtigende Gefühl von Handlungsfähigkeit hat sich eingestellt – irgendwie hat alles immer dann doch seinen Sinn. Stumpfisinnige Pace-Strecke durch öde, verstaubte Äcker mit eingepfügtem Müll, vorbei an Janabib, einer traurigen Ansammlung von Trailern und Wellblechhütten und Autowracks, den Ruinen Tel Arads, durch Obstplantagen durch die Gazellen jagen, vorbei an verlassenend Autorennstrecken, an Zäunen voller Plastiktüten an denen der Wind reißt, bleigrau drückt sich der Himmel flach über die Landschaft – die letzten Kilometer nach Arad sind steinige Schotterhügel, Parkplätze und Müll der sich in den Senken der Wadis sammelt – neben der Nationalstraße 31, in den Wind mischt sich das Dröhnen der LKW's und Busse, eine Schießanlage ist in Hörweite, MG-Salven werden vom Wind verwischt. A.'s Ferse kapituliert auf den letzten Kilometern Schotter und sie humpelt gen Stadtrand. Also Superpharm. Bandage zur Unterstützung und neue Schmerzmittel. Kaufen noch schnell Abendessen und ein Feierabendbier und machen uns auf die Suche nach dem Wohnort unseres Trail Angels. Dieser wohnt am Stadtrand und wir bekommen eine recht günstige City-Tour, das der Bus wirklich einmal durch alle Stadtteile fährt... Abends hängen wir bei Hagit auf dem Sofa, gucken mit ihr Fernsehen und unterhalten uns via google Translate. Die USA haben Soleimani liquidiert und bei seiner Beerdigung sterben 40 Menschen; Jahrhundertregen hat zwei Menschenleben in Tel Aviv gekostet, der Schnee bzw. seine Mengen im Golan, sind so außergewöhnlich, dass auch sie es in die Nachrichten schaffen... Mittendrin, statt nur dabei Der Tag beginnt mit den großen gesellschaftlichen Bruch- und Konfliktlinien der israelischen Gesellschaft im alltäglichen Kleinklein: Wir wollen den Bus Richtung Innenstadt nehmen und A. wird der Zutritt verweigert – weil sie Frau ist „No! Charidim! No! Charidim!“ - vielleicht hätte sie auch hinten einsteigen können, wir wissen es nicht, die Tür geht zu der Bus fährt weg – uns fällt auf es sitzen nur Männer drin. Konstaniert warten wir auf den nächsten. Mittlerweile haben gewohnheitsrechtlich – unter Missachtung der israelischen Verfassung und der 50% säkularen Israelis - ultraorthodoxe Charidim in vielen Buslinien eine Geschlechtersegregation durchgesetzt, der sich gegeben falls auch unter Missachtung der körperlichen und psychischen Integrität der Frauen Nachdruck verleihen – die israelischen Medien, sind voll mit Berichten von Strafverfahren gegen Charidim, die Frauen, die sich nicht in den hinteren Busteil gesetzt haben, beschimpft, bespuckt und/oder körperlich angegriffen haben. Willkommen, auch das ist Israel. In den nächsten Bus dürfen wir beide einsteigen. In der Innenstadt kaufen wir noch schnell ein kleines Frühstück und Abendessen – heute recht entspannte 24 Kilometer bis zum Masada Nightcamp. In einer Bäckerei decken wir uns mit süßen Perversitäten ein, frühstücken noch in der Wärme der Shopping Mall, es ist unglaublich kalt heute. Als wir Arad verlassen empfängt uns ein scharfer Wind, der den Maschinengewehrsound des nahen Schießplatzes herüberweht, flächig verteilt sich ein auf und abschwellenden TACK-TACK-TACK-TACK über die kargen Hügel der Judäischen Wüste. Der Himmel bietet ein unglaubliches Schauspiel – der Wind schiebt Wolken zu grauen, dichten, mal bleigrauen, Flächen zusammen, reißt sie wieder und taucht die Wüste in ein intensives leuchtendes Gold, um kurz darauf die Wolken wieder zu vertreiben und große strahlend blaue Löcher sich zeigen, durchsetzt von Wolkenfetzen, die durch den Wind wieder zu dunklen Flächen zusammengeschoben werden, die die Hügel in ein diffuses, staubiges Licht tauchen – wunderschön. Wir kommen sehr langsam voran, der Weg ist sehr geröllig, ein Alptraum für A.'s Ferse. Nach sieben Kilometern müssen wir auf die Straße nach Kfar Hanokdim wechseln, sie kann nicht mehr, zwei Ibus und der roadwalk ist gesichert. Wir beschließen, nur bis zur Oase und dem dort angesiedelten Hotel zu laufen, statt nach Masada, Neroday, Fuss hoch und planen was mir mit dieser Situation anfangen. Roadwalks, wenn sie durch eine ansprechende Landschaft verlaufen können ja auch was gutes – etwas kontemplatives haben – dem ist hier so. Wir werden von Militärkonvois überholt, Touristenbussen und verbeulten Pick-Ups. Als Wir Kfar Hanokdim erreichen und fragen ob sie etwas frei haben - „Yes, sure!“: 100 NIS für den Campingplatz für uns beide oder 400NIS pro Person für das Hotelzimmer – Aha! Wir erbitten Bedenkzeit. Wir werden erst einmal in ein großes Zelt gesetzt – windgeschützt, aber unbeheizt, bekommen einen Tee und werden dann erst einmal vergessen. An der Rezeption sitzt auch niemand. Naja, der Spielraum ist recht begrenzt bis Alizah vor uns steht: Für 50NIS pro Nase können wir in eines der großen Gruppenbeduinen Zelte und wenn wir wollen können wir am all-you-can- eat Büfett für 50NIS p.P. teilhaben. Okay Deal- machen wir. Kfar Hanokdim macht als Desert Ressort, damit Werbung, dass es nur drei Tage im Jahr regnet. Es regnet gerade. Was unsere Entscheidung maßgeblich beeinflusst – wie richtig sie war zeigt sich die Nacht, in der es noch einmal ordentlich runterkommt und die Temperaturen noch einmal empfindlich abstürzen (wieder in den Grenzbereich unseres Set-Ups). Wir gammeln also den rest des Tages in diesem fussballfeldgroßen Beduinen-Zelt, hören Podcasts, dösen, versuchen Zeit totzuschlagen bis zum Abendessen um 18 Uhr. Natürlich machen wir noch sinnhaftes und entwerfen einen Plan wie es weitergehen soll unter dem Umständen der körperlichen Versehrtheit und zu allem Überfluss hat die National-Parkverwaltung, sowie der israelische Wetterdienst wieder Flashflood-Warnung für den nördlichen Negev ausgerufen. Wir improvisieren seit wir auf dem Trail sind entweder ums Wetter oder körperliche Gebrechen herum – gefühlt kaum ein normaler Tag. Naja, das ist der Plan: Morgen via Masada, nach En Bokek am Toten Meer, da ist ein Camp Ground mit Wasser und leidlich Infrastruktur; bis Masada auf der Straße, Masada 6 Km Schotter, kann gehen -muss gehen, danach roadwalk nach En Bokek, mit der Möchlichkeit zu hitchhiken, ungefähr so sollten sich 16 Kilometer ab Masada bewerkstelligen lassen und die 11 Kilometer nach Masada selber... müssen halt auch. In En Bokek, ein oder zwei Tage Zero für die Ferse. Danach 7 Kilometer bis Neve Zohar testen ob die Ferse hält, weil wenn sie das nicht tut, werden wir nicht durch den Negev laufen – die Planungen bezüglich des Wassers basieren darauf, dass wir an manchen Tagen einfach Strecke machen müssen... also wir hadern mit dem Tourabbruch. A. ist zuversichtlich, ich beginne mit der Trauerarbeit und dem Abschied. Das Abendessen präsentiert sich dann doch nicht als all-you-can-eat sondern als Drei-Gang-Menü, dass so reichhaltig bemessen ist, dass es einem all-you-can-eat in nichts nachsteht. Zum „Glück“ schmeckt der Basbousa und das Kadaif nicht sooo lecker, sonst hätten wir platzen müssen. Wir rollen satt und glücklich in unser Nachtlager. Wir haben mollig warm geschlafen und starten in den verregneten Morgen. Hieß es in dem Werbeprospekt des Hotels/ Camps drei Tage Regen im Jahr? Tag zwei. Es ist natürlich auch „unseasonable cold“, die Standardphrase des israelischen Wetterberichts seit wir da sind, neben den Stichwörtern „windy“ und diversen Regenabstufungen – wir würden diesen morgen als leichten Nieselregen, durchsetzt mit einzelnen Schauern bezeichnen. Grau und schwer liegt der Himmel über uns, im Süden und Osten durchsetzt von blauen Löchern, die die ganze Szenerie in ein eigentümliches Licht taucht; dumpf, diffus, im Norden verwaschen dunstig, im Süden zeichnet sich der nahe Horizont scharf gegen den bleiernen Himmel; kräftige, warme Farbtupfer aus Sonnenlicht im wogenden Hügelmeer und ein Regenbogen. In der Ferne erhaschen wir unsere ersten Blicke auf eine tiefe bleifarbene Senke, begrenzt von einer Wolkenwand in der sich das ostjordanische Bergland erahnen lässt, in der in unterschiedlichen Azur- und Türkistönen, die Karrees der Salzbassins des südlichen Toten Meeres – bis wir endlich an der Abbruchkante zum Jordangraben stehen und sich vor uns in einer schieren unendlichen Weite der tiefste Punkt der Welt erstreckt. Das nördliche dunkele Tote Meer verschmilzt gen Norden mit dem Horizont zu einem diffusen grau; im Süden bricht gerade der Himmel auf und gleißendes Sonnenlicht ergießt sich in die Ebene und lässt die Salzbassins strahlend leuchten, zeichnet den Vordergrund des trockengefallenen Toten Meeres in scharfen Strichen während der östlichen Hintergrund in graues Nichts diffundiert. Es ist schier unbeschreiblich, was wir hier sehen. Durch die Szenerie rollen nun auch die Myriaden von Reisebusse mit Tagestouristen aus Tel Aviv und Jerusalem, auf dem Weg zum Welterbe Masada – eine auf einem Tafelberg von Herodes I. erbaute Festung, die im jüdischen Krieg gegen die römische Besatzung eine bis heute zumindest nachhallende symbolpolitische Bedeutung für jüdisch-israelische Identität besitzt, steht sie doch für den Widerstandwillen, Unbeugsamkeit und des Freiheitswillen des jüdischen Volkes: vor die Wahl gestellt, nach zwei Jahren Belagerung und in Erwartung eines römischen Strumangriffs, entweder in Gefangeschaft zu gehen oder als freie Menschen zu sterben, entschieden sich alle zum kollektiven Freitod. Erst 1991 hat die IDF ihre militärische Abschlusszeremonie für die Rekrut*innen der Grundausbildung hier abgeschafft, „Masada darf nie wieder fallen!“ mag zwar für die Widerstandsfähigkeit des Judentums symbolpolitisch dienlich sein, der Fanatismus, der sektenähnlichen Sikarier und kollektiver Freitod vielleicht nicht. Das tut den Bussen, die uns ab nun bis Masada begleiten keinen Abbruch, da gehetes ja auch um was anderes: Bucket-Lists, Insta-Stories, Kultur als Massenware, Drehorte der Bibel besuchen, Geschichte hautnah oder wie wir, der Shvil läuft nunmal dran vorbei. Vorbei? Nee, ja doch nicht. Am Eingang wird uns vom Parkranger wird uns mitgeteilt, dass der Weg wetterbedingt unpassierbar sei, wir können aber über die Festung laufen und auf der anderen Seite absteigen und dann über die Nationaroute 90 Richtung Süden. Kostet 62 NIS. Wir sind Shvilis und müssen drüber, weil es keinen anderen Weg gibt, wird würden ja, wenn der Weg nicht gesperrt wäre. Kostet trotzdem 62 NIS! Pfff. Okay. (Ich reg mich drüber auf, wenn du den E5 durch die Bletterbachschlucht läufst, sagst du am Counter, das Zauberwort ich bin E5-Thruhiker und du bekommst einen Helm und Zahlst keinen Eintritt, weil du nunmal keine Wahl hast als da lang zu laufen – zahlen kannst du ja der fairnesshalber trotzdem... egal) Wir laufen genervt, die alte römische Belagerungsrampe zur Westmauer hoch, australische Bibletouristen, die sich mit dem Bus haben bequem herkarren lassen, lachen „Are you climbing the Mt. Everest“... „Nein, tun wir fucking nochmal nicht! 1000Km durch heilige Land und du so!?“... wir stapfen weiter. Oben angekommen, Schokoriegel, ein paar Fotos und die Frage wie geht es runter. Über den Schlangenpfad, der ist offen. Juchee, ein kniefreundlicher Abstieg beginnt und wir sind am Besucher*innenzentrum. Nochmal Schokolade. A.'s Ferse geht es dank, der meisten Zeit auf der Straße laufen den Umständen entsprechend gut. Jetzt noch mal 16Km roadwalk nach En Bokek. Nun denn? Wir gucken uns den Himmel an, der Wetterbericht, sagt es sieht wilder aus als es ist, kein Regen. Wir laufen los und wissen aus Erfahrung, im Regen hat uns noch niemand stehen gelassen, also kann sich der Wetterbericht auch irren... nach einer Stunde an der 90 entlang hält ein Taxibus random neben uns, wollt ihr nach „Wo wollt ihr hin“, nach En Bokek „20 NIS“, wir gucken uns an, zucken mit geschürzten Lippen mit den Schultern, nachdem wir noch einmal die Straße entlang geschaut haben und steigen ein. In En Bokek stehen wir vor einem trostlosen Schotterparkplatz, auf dem Paletten mit Verbundpflastersteinen sorglos mit rot-weißem Ansperrband gesichert, das lose im Wind flattert, Plastikmüll wird über den Platz getrieben, dazwischen verteilen sich eine handvoll Wohnwagen, zwischen die wiederum drei, vier Zelte eingstreut sind, sowie ein paar Autos, die hier wirklich parken. Hm. Google-Maps hat ja bekanntlich immer recht und somit ist das wirklich En Bokek Night Camp und fließend Wasser gibt es auch. Okay. Wir setzen uns auf die nächste Bank, nachdem wir die nächstgelegende öffentliche Strandtoilette aufgesucht haben – und wir danach wussten, dass wir sie nicht wieder aufsuchen werden – und essen Stulle. Naja, es ist hier wirklich schonmal deutlich wärmer, als in Kfar Hanokdim, es soll nicht regnen, auch wenn es beständig so aussieht und es gibt sage uns schreibe, vier Shopping Malls, zwei verfügen über freies WLAN, in der einen sind die Toiletten sauberer als unsere eigenen (und dass will was heißen), eine leidliche große Auswahl an unterschiedlichen Gastronomien mit freizugänglichen Steckdosen – hier können wir es durchaus aushalten (zwangsläufig). Auch wenn es eine steoretype Darstellung ist, aber es gibt ja Menschen, vornehmlich Teenager, die wirklich in viel Zeit in Malls ruimhängen, wir sind schon vom Nachmittag des ersten Tages so weichgespült in der Birne, dass wir entschließen, dass A.'s Ferse nur einen Tag Ruhe bekommt, wir die Flashflood-Warnungen für die Judäische Wüste und das Jordantal einem Realitätscheck vor Ort unterziehen – also, wir sie vorsichtig ignorieren... Auf Insta berichteten andere Shvil Thru's, dass sie wegen eben jener Flashflood-Warnungen fünf – noch einmal FÜNF! - Tage in En Bokek festhingen – Chapeau! Ich wäre durchgedreht... A. wäre durchgedreht... Ergo ein Zero. Morgen geht’s weiter. A. sagt ihre Ferse kriegt das morgen hin. Inshallah! Die Beschaffenheit des Trails hat da ja noch ein Wörtchen mitzureden... ...to be continued...
  42. Kein Schlafsack mehr...

    FlowerHiker reagierte auf Ultralight82 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Der Sol Bivy ist nur aus Tyvek nit Aluminiumbeschichtung... Update zur 3. Nacht: mylar-rettungsdeckensack ohne Tyvek funktioniert nicht. Musste tatsächlich nochmal in den Anzug schlüpfen um bei 3 Grad angenehm schlafen zu können. (Inkl basis merinolayer) Dann ging es. Als Shelter nutze ich ein kleines Poncho Tarp 2,4 mx1,4m. Allerdings merke ich das der Schlaf nicht so erholsam ist wie im Quilt. Hmmm aber nun weiß ich das es für einen Overnighter als Lösung funktioniert. Bis 5 Grad Celsius. Nächster Test außerhalb bei einer kleinen Tour
  43. Kein Schlafsack mehr...

    FlowerHiker reagierte auf Out für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @Ultralight82 Mir geht es so wie @sknie, Du bist echt ein schlechter Mensch, kaum denkt man, man hätte alles paletti, kommst Du mit solchen Ideen Bez. Des Messen erklärt das einiges, ich mess immer direkt sprich in diesem Falle unterm Tyvek. Mylarsack hab ich eh, Tyvek hol ich gleich aus dem Lager.... Muss ich auch probieren... Gruß Out
  44. Ich bin dann mal weg ...

    BitPoet reagierte auf German Tourist für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Laufe ab morgen den Franziskusweg auf 600 km von Florenz nach Rom. Wintercamping im Wald, wenn das Wetter mitspielt, ansonsten Übernachtung in den Klöstern am Weg - bin gespannt auf die Mischung aus Natur und Kultur. Immerhin heute 14 Grad in Florenz, aber das wird im Apennin sicher noch ganz anders... Ich poste unterwegs täglich auf https://m.facebook.com/ChristineThuermer
  45. 20 Gramm Stativ für's Smartphone

    sambucus reagierte auf Wander Schaf für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Haha stimmt! So naheliegend eigentlich danke für den "Lifehack" (wie ich das Wort "liebe" :D)
  46. 20 Gramm Stativ für's Smartphone

    RaulDuke reagierte auf Crusher für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hab es nochmal günstiger und leichter mittels Gummiband 54 x 67 mm für kleine Weckgläser (gibt es auch noch eine Nr kleiner 39 x 52 mm, sollte evtl. auch noch klargehen): Wähle die Dateien hier aus... Klicke,hier, um Dateien auszuwählen
  47. Saudoof ist...

    noodles reagierte auf Freierfall für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    ... Man sich vor der Tour wochenlang podcasts und Playlist zusammenstellt um in den ersten 6h mit den Kopfhörern hängen zu bleiben und das Kopfhörer-Kabel durchreisst.
  48. Saudoof ist...

    effwee reagierte auf methwurst für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    ...wenn man sich klaren Schnaps für den abendlichen Grog in eine Plastikflasche umfüllt und diese beim Kochen mit der Wasserflasche verwechselt. Damit war das Abendessen gelaufen
  49. 1 Punkt
    Es wird oft, manchmal auch etwas pseudo-tiefschürfend so getan, als ginge es nur um Ängste und die hehre Mission, sie zu überwinden. Vor Komfortverlust habe ich aber keine Angst... nur nicht unbedingt immer Lust drauf. Außerdem natürlich: Nicht jede Angst ist böser Ballast! Manche Angst deckt sich auch unbedingt mit Minimalvernunft.
  50. Komoot-app

    jos reagierte auf martinfarrent für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nur gute! Mir ist vor allem das Planungstool am PC wichtig, das ich durch Kauf des Premiumpakets auf dem iPhone in vollem Umfang nutzen kann. Ich übertrage später die Routen oft auf mein GPS-Gerät und benutze das iPhone (wenn ich auf dem Bike unterwegs bin) nur als Backup. Besonders gefallen mir bei der Planung die POI-Tipps von anderen Usern - so kann ich Touren abseits bekannter Routen planen und dennoch möglichst viele Highlights einbauen (das gilt auf dem MTB z.B. für spannende Trails, aber auch zu Fuß für besonders schöne Ausblicke usw.). Ich plane meine Touren meist entlang der Orte, die ich als besonders attraktiv oder auch nur aus Versorgungsgründen ansteuere. Dann reichere ich sie mit anderen Highlights an.
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