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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 19.09.2019 in allen Bereichen
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Island: gefährlich, rauh und rätselhaft...
mawi und 5 andere reagierte auf martinfarrent für Thema
https://www.mynation.com/world/twitterati-left-in-splits-after-article-of-missing-woman-mystery-solved-goes-viral-pxuyr66 Punkte -
...wenn du in der WG deiner Tochter wildfremde junge Leute kommen, "Hallo" sagen und deine Tochter fragen - nicht etwa:" Dein Vadder?" sondern: "Der Zahnpastadropsmann?"4 Punkte
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Brauche Tipps: UL-Rucksack für Einsteiger
Ultralight82 und 2 andere reagierte auf Mittagsfrost für Thema
Na klar. „4857 Gramm“. Die Antwort lautet dann z.B. „4536 Gramm“.3 Punkte -
Island: gefährlich, rauh und rätselhaft...
schrenz und 2 andere reagierte auf martinfarrent für Thema
Ich auch. Mein Vater schwamm vor Jahrzehnten in Brighton immer rund 750m raus - und dann wieder zurück. Aber einmal war er plötzlich verschwunden. Angsterfüllt standen wir alle auf der Promenade und suchten den Horizont ab. Da bemerkte eine Stimme hinter uns: "Ich weiß wirklich nicht, was euch da draußen so interessiert. Ich sehe gar nichts."3 Punkte -
Island: gefährlich, rauh und rätselhaft...
mawi und 2 andere reagierte auf paddelpaul für Thema
Hab sowas ähnliches mal live erlebt, die Uni Berlin auf der Ammer auf WW-Kurs, ich mit meiner Gruppe ebenfalls. An der Echelsbacher Brücke kommt ein Berliner Übungsleiter auf mich zu, sie hätten unser Boot geborgen, verklemmt unter Felsen. Mir wird kurz schlecht, aber schnelles Durchzählen zeigt, ich vermisse niemanden. Auf Berliner Seite bricht folgerichtig Panik aus: sie hatten weder jemanden vermisst noch ihr eigenes Boot bei der Bergung erkannt! Ging wie meistens gut aus, Stunden später die Entwarnung: die abgetauchte Teilnehmerin hatte die Schnauze voll gehabt von der inkompetenten Kursleitung und hatte sich zu Fuss zum Zeltplatz durchgeschlagen.3 Punkte -
Das Sputnik ist soweit auch OK. Ich verwende eines der ersten Boote. Durch das dicke Material ist das Boot vergleichsweise schwer (ca. 3,7kg) . Bei meinem Sputnik ist noch ein Grabnerventil verbaut. Auf den neueren Produktfotos sieht man z. T. schon "neue" Ventile. Der Preis, der heute dafür aufgerufen wird, wäre mir aber zu hoch...3 Punkte
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Tag 5 - Das Fenster im Gebirge. (~13km, +1000hm, -1000hm) (bearbeitet) (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht) Der folgende Tag brachte weitere Grate und Kletterpartien. Eine sehr lustige Begegnung hatten wir mit einem kleinen wilden Hund, von denen es anscheinend recht viele im Gebirge gibt. Leider haben wir zu wenige Einheimische getroffen um mehr über diese Tiere herauszufinden. Wurden sie schon in der Wildnis geboren, oder sind es entlaufene Haustiere? Wir konnten es leider nicht klären. Eine schöne Szene fanden wir beim "Fenster des Fagaras Gebirges". Das ist ein Felsbogen, der von Wanderern wegen seiner Lage "Fenster" genannt wird. Fortsetzung folgt...3 Punkte
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Tag 4 - Wenn ein Wanderweg zum Klettersteig wird. (~13km, +1400hm, -1200hm) (bearbeitet) (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht) Bisher bin ich immer nur auf normalen Wanderwegen unterwegs gewesen.Uns war bewusst, dass unser geplanter Weg als "schwer" eingestuft wurde und einige sehr steile Passagen enthält. Wenn man jedoch mit vollgepacktem Rucksack (wiegesagt ich hab mein Ziel leider noch nicht ansatzweise erreicht) vor dem Abgrund steht und einem mehr als nur ein Sicherungsanker in verrosteter Manier samt Sicherungskette entgegenkommt, dann wird einem schon ein bisschen anders. Also haben wir das (unserer Meinung nach) einzig vernünftige gemacht. Langsam, Pausen und nicht auf Sicherungen verlassen... Meine Freundin, die im Gegensatz zu mir ziemlich viel Erfahrung auf Klettersteigen hat, musste da schon des öfteren auf mich warten. Hier muss man schon aufpassen wo man hintritt mit dem Rucksack und den wackligen Seilen. Manchmal hilf es nur alle Gliedmaßen einzusetzen. Fortsetzung folgt...3 Punkte
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Tag 3 - Der Aufstieg zum Suru und ein Blick in den Nebel (~14km, +1400hm, -700hm) (bearbeitet) (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht) Der erste Aufstieg erfolgte durch eine solide Nebelwand hinauf zum Suru. Dabei wurde uns auch zum ersten Mal klar, warum unvorsichtige Menschen in dieser Wanderregion Probleme bekommen können. Dichter Nebel mit Sicht weit unter 50m wechselt schlagartig mit strahlendem Sonnenschein. Schlechte Vorbereitung, Unaufmerksamkeit und fehlende Karten können hier schnell zum Problem werden. So ähnlich ist es uns auch passiert. Einmal nicht aufgepasst und schon hatten wir eine Wegmarkierung (die teilweise recht ausgeblichen sind) übersehen und standen mitten auf freiem Feld. Hier machte sich dann doch die Zeit, die man sich im Vorfeld mit der Tour beschäftigt hat und die so garnicht ultraleichte Redundanz bezahlt (je Person ein Handy mit offline-Karte und GPS und eine zusätzliche Papierkarte zur Sicherheit). Trotz des fehlenden Weges fanden wir zügig unseren Weg zum höchsten Punkt des Suru und somit auch wieder den Einstieg zum eigentlichen Wanderweg. Weiter ging die Tour vorbei am Budislavu (2343m) und am Varful Scara (2306m) entlang des ersten Grades der Wanderung. Insgesamt wechselten sich Sonne und Nebel bei trockenem Wetter gleichmäßig ab. Wasserversorgung muss ein wenig geplant werden, aber im allgemeinen findet sich jeden Tag ein Bach mit klarem Wasser. Auch die Seen sind sehr klar. Da allerdings auch oft Müll zu finden war, haben wir das Wasser sicherheitshalber trotzdem immer gefiltert. Diese Nebelschwaden (eher Wolken) können innerhalb von Minuten auftauchen oder verschwinden. Sieht sehr geil aus, macht aber nur Spaß, wenn man weiß wo man wirklich hin will! Jetzt sind wir da wo wir hin wollten. Oben am Grad. Geniale Aussicht, einfach schön. Ein trauriges Fazit hatte der erste garnze Tag auf dem Wanderweg allerdings zu bieten... ca. zwei dutzend Zigarettenkippen, ein zerstörtes Huawei, eine große Limo-Flasche und viele viele Papierchen etc. von Müsliriegeln haben wir aufgelesen und mitgeschleift. Ganz zu schweigen von den vielen feuchten Tüchern, die herumlagen.... Im Vergleich zum WHW wars sauber, aber hier sind auch viel weniger Leute. Irgendwie traurig... Fortsetzung folgt...3 Punkte
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5 Tage Rumänien - Eine Gratwanderung in den Transsilvanischen Alpen
kImperator und ein anderer reagierte auf H4nnes für Thema
Nachdem ich mir so viele Pläne für ein leichteres Setup gemacht hatte, musste ich nun doch der Tatsache ins Auge sehen, dass manche Sachen einfach nicht so funktionieren wie man es sich so denkt... Nichtsdestotrotz wollten meine Freundin und ich raus. Einfach wieder in der Natur wandern. (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht) So ging die Planung dann auch ganz schnell. Ein Land in dem wir beide noch nicht waren fand sich schnell. Rumänien sollte es sein und natürlich dort in die Berge. Das das Fagaras-Gebirge noch dazu zu den "Transsilvanischen Alpen" (Südkarpaten) gehören machte die Sache schon allein durch den Namen noch einmal interessanter. Aufgrund unserer begrenzten Zeit suchten wir uns schließlich über die bekannten Internetkanäle Anregungen für eine fünftägige Tour über den Kamm des Fagaras-Gebirges vorbei an Negoiu und Moldoveanu (mit 2544m der höchste Berg Rumäniens). Auf eine Packliste verzichte ich aus Scham wegen meiner schlechten Fortschritte. Nur so viel sei gesagt: Ich konnte durch das "weglassen was man nicht braucht"-Prinzip circa 10kg im Vergleich zum letzten Sommer sparen... Tag 1 - Anreise über Frankfurt Hahn nach Sibiu Am späten Nachmittag erreichten wir den Flughafen in Sibiu. Bei der Taxifahrt in die Stadt sollte man auf jeden Fall auf die Nutzung des Taxameters bestehen. Bei uns wurden gesalzene Fantasiepreise verlangt. Wenn man vom Flughafen aus an die Straße geht findet man allerdings auch eine Bushaltestelle. Den ersten Abend verbrachten wir nahe der Innenstadt und verschafften uns einen Überblick über Einkaufsmöglichkeiten und Lage des Bahnhofs etc. Ein herrvorragendes rumänisches Abendessen mit traditioneller Musik bildete einen gelungenen Abschluss für den Abend. Hier zu sehen die charakteristischen "Augen von Herrmannstadt". Das sind diese kleinen Dachfenster mit der geschwungenen Form. Fortsetzung folgt...2 Punkte -
Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...
Firehawk und ein anderer reagierte auf Tichu für Thema
Wenn Du Deinem erwachsenem Kind beim Auszug in die erste eigene Wohnung eine Küchenwaage schenkst und dem erstaunten Mitbewohner erklärst, dass sie genau den richtigen Messbereich für Socken, Unterhosen und Zahnbürsten hat.2 Punkte -
Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...
Tipple und ein anderer reagierte auf Dennis für Thema
2 Punkte -
Island: gefährlich, rauh und rätselhaft...
martinfarrent und ein anderer reagierte auf mawi für Thema
Ich auch. Bei einer Busfahrt in Neuseeland machte der Fahrer kurz Pause. Er wusste nicht wie viele Leute im Bus waren und merkte sich deshalb die Leute, die ausgestiegen sind. Vor dem Losfahren ging er rum und da viel ihm auf, dass eine junge Frau im gelben Pulli fehlte. Er war sich 100%ig sicher, dass sie ausgestiegen war und sich draußen aufhielt. Er lief bestimmt 15min lang durch den Bus und fragte immer wieder, ob wir die Frau in dem gelben Pulli gesehen hätten. Er sah auch mehrmals draußen noch einmal nach. Alle Passagiere waren schon sehr unruhig und schauten sich fragend um. Ist sie vielleicht die Klippen hinunter gefallen? Plötzlich sprach er ein junges Mädel an und öffnete ihre Jacke. Und da-da! Drunter war ein gelber Pulli ... Die einzige Erklärung ist, dass sie wahrscheinlich kein Word Englisch konnte, anders ist das nicht erklärbar.2 Punkte -
Packraft - Paddel gesucht & Diskussion über Packrafts
wilbo und ein anderer reagierte auf khyal für Thema
OT: Normale Schlauchis und Ally lassen wir mal lieber aussen vor, das ist eine komplett andere Baustelle, ist so als wenn wir uns in einem Thread ueber UL-Rucksaecke austauschen und jemand einen Vergleich mit Rollkoffern moechte Klar werden ein paar unterschiedliche Boote bei einem derartigen Treffen da sein, sind ja schon mal LWD und Sigma von Martin und Nomad Light, Adventure und Alligator Pro von mir. Wenn viele hinkommen, kann ich evtl mindestens zum Angucken noch weitere Boote mitbringen, weitere Ausruestung von mir wie Westen, Helm usw kann ich natuerlich auch zeigen. Die momentane Idee von Martin und mir ist halt, zu schauen, ob wir nicht Ende Oktober (wenn ich vom Paddeln in A/CH zurueck bin) bzw Anfang November ein Stammtisch-Treffen in der Eifel machen. Allerdings finde ich einem bestimmten Camping am Rursee bzw Heimbacher Staubecken (hat sich schon frueher bei Stammtisch-Wintertreffen von ODS bewaehrt) deutlich interessanter. Dann koennen Interessierte eine Runde auf dem Staubecken mit den Booten machen und fuer die, die schon ein bisschen mehr Paddeln, lohnt sich auch die Anreise, die koennen mit uns auf der Rur paddeln bzw wenn sich jemand tagsueber sich lieber beim Wandern austoben will, geht das auch prima, ich bin auch schon zu so einem Treffen ueber mehrere Tage via Eifelsteig angelaufen.2 Punkte -
Wandern im schönen Sauerland, der Lennesteig
Schwefelfell und ein anderer reagierte auf Ultralight82 für Thema
Nachdem ich den ersten Teil des Lennesteigs entlang geschlendert bin, habe ich ein paar Aufnahmen zusammengeschnibbelt. Der kleine Terra Nova Laser 25 macht sich erstaunlich gut und es ist super, so leicht unterwegs zu sein. Endlich habe ich das Gefühl nur dad zu haben was ich wirklich brauche, sprich mein persönliches Ultralight. Andere Wanderer sehe ich kaum, aber es ist ja auch in der Woche. Das Wetter ist Frisch und von Regen über Graupel war alles dabei. Klarer Vorteil vom Terra Nova Laser : der Kleine passt unter meine Regenjacke das finde ich mal richtig geil. Landschaftlich bin ich wirklich sehr zufrieden und ich habe bis jetzt nicht das Gefühl auf einer Wald Autobahn zu sein. Zum Video geht es hier2 Punkte -
Ideen gesucht für Zelt/Tarp mit 2 Stangen, oder: Trailstar für zwei
ULgeher und ein anderer reagierte auf Martin für Thema
Ein Duplex und ein Trailstar haben jetzt nicht wirklich viel gemeinsam. Ein 2 Personen Pyramid ist: Yama Swiftline 2, Tarptent Stratospire. Mein Swiftline 2 ist ein Wunderwerk an Design und Handwerkskunst. Der Schnitt ist so komplex, das würde ich nicht selbst machen wollen.2 Punkte -
Ideen gesucht für Zelt/Tarp mit 2 Stangen, oder: Trailstar für zwei
ULgeher und ein anderer reagierte auf wilbo für Thema
Ich habe mir hierfür einen Falteingang gebaut der ungefähr so funktioniert. https://lightheartgear.com/collections/tents/products/lightheart-solo-awning-tent Vielleicht gibt es hier für Dich ja noch ein paar Anregungen ... https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/2053-sturmstabiles-tarptent/?do=findComment&comment=28035 VG. -wilbo-2 Punkte -
5 Tage Rumänien - Eine Gratwanderung in den Transsilvanischen Alpen
climbinguke und ein anderer reagierte auf H4nnes für Thema
Tag 6 - Der Abstieg -> zurück in die Zivilisation. (~19km, +400hm, -2100hm) (bearbeitet) (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht) Der letzte Tag der Wanderung bestand aus dem Abstieg. Auch wenn die vorigen Tage (vor allem für mich) sehr anstrengend waren... Der Abstieg war mit über 2000 Höhenmetern für die Knie der Horror. Trotz Trekkingstöcken war ich schlussendlich einfach fix und fertig. Aber der Wechsel von der nur graßbewachsenen Berglandschaft zurück zum dichten Wald war einfach fantastisch. Um am Ende zurück nach Sibiu zu fahren mussten wir zunächst nach Victoria laufen. Von dort sind wir für kleines Geld nach Ucea zum "Gara Ucea" getramped und von dort wieder mit dem Zug zurück nach Sibiu. Bei diesem Unterfangen hatten wir allerdings eine gehörige Portion Glück. Fünf Minuten vor der Einfahrt des Zuges setzte uns unsere Mitfahrgelegenheit ab. Der nächste Zug wäre erst drei Stunden später gefahren und wir hätten ein kleines Problem gehabt rechtzeitig in unserer Pension einzuchecken. Aber manchmal müssen Dinge auch einfach funktionieren. Ich hoffe euch hat der kleine Bericht gefallen. Eine kleine Zusammenfassung des Tracks habe ich hier unten abgebildet. Die Entfernungen und Höhenmeter werden nicht exakt mit den Angaben in den "Episoden" übereinstimmen. Das liegt daran, dass meine Tracking App am Anfang ein paar Probleme hatte und ich es nicht geschafft habe die einzelnen Segmente wirklich ordentlich zu editieren. Aber es geht ja auch eher um einen Überblick. Wenn es gewünscht ist werde ich morgen oder so noch ein paar allgemeine Infos oder zusätzliche Bilder bereitstellen. Fragen sind herzlich willkommen. Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Abend! Grüße H4nnes2 Punkte -
5 Tage Rumänien - Eine Gratwanderung in den Transsilvanischen Alpen
Mario294 und ein anderer reagierte auf H4nnes für Thema
Tag 2 - Anreise in die Berge und ein erster Aufstieg - ( ~13km, +1000hm ) (bearbeitet) (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht) Die Fahrt mit dem Zug aus dem Stadtzentrum nach "Sebes Olt" kosten p.P. ca. 1,80€ und die Entfernung zum Einstieg der Berge ist mit ca. 10km zu Fuß zu laufen. Natürlich ist auch hier eine Taxifahrt möglich, aber wir wollten Geld sparen. Außerdem waren wir ja eh zum wandern da. Die Wanderung startete also an dem winzigen Bahnhof "Sebes Olt" und führte uns auf einer Landstraße durch "Sebesu de Sus" bis hinauf zur "Cabana Suru", einer bewirtschafteten Hütte unterhalb des Gipfels "Suru" (2281m). Vorbei an neugierigen Kühen, klaren Bächen und durch einen doch recht urtümlich wirkenden Wald. Allein der "Weg", der stellenweise nur an den markierten Bäumen zu erkennen war und ein paar Beerensammler erinnerten daran, dass wir uns kurz zuvor noch in der Zivilisation befunden hatten. Eine sehr hübsche Kirche im Ort "Sebesu de Sus". Kleine Straßenblockaden von Kuhherden sind völlig normal. Allerdings sind die Kühe sehr nett gewesen und gingen nach anfänglicher Neugier erstaunlich schnell aus dem Weg. Die ca. 800 Höhenmeter Anstieg, die am Stück zu bewältigen waren gingen teilweise mitten durch den Wald. Ein bisschen Abenteuer muss halt sein. Fortsetzung folgt...2 Punkte -
Impressionen von Touren
Krokodilalli und ein anderer reagierte auf Omorotschka für Thema
2 Punkte -
Forststeig Elbsandsteingebirge
Pfotentrail und ein anderer reagierte auf Miss X für Thema
Das Moskitonetz ist frei nach dem Vorbild von @micha90 (Link zum passenden Post) entworfen - nur vom Umfang her nicht so groß, dass es über einen Schirm passen würde. Ich ziehe es mir beim Schlafen einfach immer über den Kopf und Oberkörper (mittlerweile auch ohne Basecap, wie noch hier auf dem Foto). Der obere Teil des Quilts kommt dann mit ins Netz, so dass kein Viechzeug eindringen kann. Positiver Nebeneffekt in kalten Nächten ist, dass das Moskitonetz auch nochmal gut wärmt... Ansonsten sieht mein Setup wie auf diesem Foto hier aus, nix besonderes, Michas Quick&Dirty Tarp und dann alles reinwerfen PS: die Bezeichnung "groß" in meiner Packliste resultiert daher, dass ich noch ein kleineres Moskitonetz habe, dass nur den Kopf und Hals abdeckt...das wäre dann für unterwegs zum Laufen etwas...2 Punkte -
Es wird Zeit, dass Zpacks ein Heptaplex oder größer raus bringt, in dem der ganze Stammtisch Platz hat1 Punkt
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Direktimport hatte ich mir auch überlegt. Habe dann aber ein günstiges Gebrauchtboot gefunden. Timetrail bietet das 1er Sputnik für umgerechnet 240€ an. Meins hat noch den Boden aus PVC-Gewebe. Das hat mich am Anfang doch etwas abgeschreckt. In den neueren Beschreibungen sind die Böden aus Urethangewebe und es sind die gängigeren Packraftventile verbaut.1 Punkt
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Wenn die Location für das Treffen etwas mittiger in D liegen würde, hätte ich auch großes Interesse. Ich könnte noch ein älteres 17" Challenger Ally beisteuern.1 Punkt
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OT: Ich habe eine zeitlang aus Suppengemüse eine Saucenmischung hergestellt. Habe es zunächst gedörrt und dann püriert, bis es Pulver wurde. Das geht mit Tomaten auch.1 Punkt
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Brauche Tipps: Bekleidung für den Herbst
Joe_McEntire reagierte auf Wander Schaf für Thema
Habe ein Merino Tshirt an, für Pausen eine dünne Fleece Jacke und experimentiere kommende Woche an der Ostsee mit einer leichten Windjacke. Zusätzlich habe ich noch ein recht dünnes Langarm Shirt in Petto bzw eine Merino lange Unterhose, eher für den Abend oder im Notfall, falls meine Hose mir doch zu luftig ist. Merino Socken nutze ich seit Jahren von Smartwool und bin damit sehr zufrieden. Bei Regen habe ich mein Gatewood Cape an. Ergänzt wird das gerade noch experimental mit Rain Chaps, die ich aus swirl reißfesten Müllsäcken geklebt habe. Fixiert sind sie mit Gummis an der Hose und einem Haken am Schuh. Einen kompletten Regentag mit Dornenkontakt haben die überraschender Weise sehr gut überstanden, weshalb ich sie erstmal noch weiter Nutze. Wiegen insgesamt keine 80g. Buff reicht mir in der Regel, weil ich daraus flexibel eine Art Sturmhaube machen kann, eine doppelwandige Mütze usw. Eine zusätzliche Mütze brauche ich dann nicht. Im Winter habe ich dann auch mal ein zweites Buff permanent am Hals. Im Winter habe ich dann noch eine sehr leichte aber effektive Daunenjacke von Mammut im Sack. Vergleichbares Modell gibt's bei Cumulus.1 Punkt -
Korrekt . Die Trekkinghütten werden geschlossen . Die Hütten am Taubenteich und Zschirnstein lassen sich imho nicht abschliessen , am Spitzstein fehlt schlicht ne Tür und am Walderlebnisszentrum sogar die ganze Hütte zum abschliessen .1 Punkt
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Münchner Stammtisch
crisensus reagierte auf naturbezogen für Thema
Ich hätte sogar die Möglichkeit, ausgehend von Sauerlach aus (A8 Salzburg --> München Ramersdorf --> Mittlerer Ring Richtung Norden, nicht Westen --> Dietlindenstr. --> Ungererstr. Richtung Nordfriedhof --> StuStadt --> Aumeister) Leute unterwegs einzusammeln und auf dem Rückweg wieder raus zu schmeissen (Ich könnte sogar komische Menschen aus Haching einsammeln, der Umweg wäre erträglich ). Viele Grüße, Magnus1 Punkt -
Packraft - Paddel gesucht & Diskussion über Packrafts
martinfarrent reagierte auf crisensus für Thema
Frontier hat auch einen "Verleih" bei Kirchheim (München) - ebay Kleinanzeigen - eine Freundin von mir wollte das ausprobieren, da war er aber im Urlaub :-( was mich auch noch interessieren würde ist Sputnik - einfach zum Vergleich...1 Punkt -
Packraft - Paddel gesucht & Diskussion über Packrafts
noodles reagierte auf martinfarrent für Thema
Und dann gibt es noch die Frage, ob das Zweitboot immer ganz so hochwertig sein muss wie das Hauptgefährt... Billiger als vergleichbare Boote sind z.B. Nortik und Frontier (und ein paar andere Marken, die etwa in den Ebay-Kleinanzeigen auftauchen und zu denen neutrale Informationen leider nur spärlich zu finden sind. Das gilt ja schon für Frontier. Mich würde sehr interessieren, was speziell von dieser Marke zu halten ist.). Insgesamt konzentriert sich die hiesige Forumsexpertise ja auf Alpacka, MSR und Anfibio. Schon Kokopelli kommt reichlich kurz. Und dann gibt es noch ein paar Leute, die sich auf DIY-Kits eingelassen haben... dazu aber kaum abschließende Beurteilungen. Wie kitzelt man das Wissen über andere Marken aus eventuellen Mitlesern heraus?1 Punkt -
GR5/GR55/GR52
doast reagierte auf Madame_Anne für Thema
Hallo liebes Forum, ich bin neu hier bei Euch. Im August bin ich auf dem GR5/52/55 vom Genfer See ans Mittelmeer gelaufen. Eine wunderschöne Tour. Falls irgendjemand darüber nachdenkt diese Tour zu machen und Fragen hat oder Tipps braucht, kann er/sie sich jederzeit gerne direkt an mich wenden! Viele Grüße und schön hier zu sein!1 Punkt -
Also einen richtigen konstruktiven Vorschlag habe ich nicht, eher nur eine vage Idee (die ich aber noch nicht umgesetzt habe). Habe mal mit dem Zpacks Pocket Tarp geliebäugelt. Die offene Seite wollte ich bei schlechtem Wetter mit dem Poncho verschließen den ich sowieso dabei habe. Hacken, Klett o.ä. annähen, noch 2-3 Heringe und fertig. Durch die lange Leine vorne am Trailstar könnte ich mir mit nem Poncho und bisschen gebastel auch ein Vordach dafür vorstellen. Die überdachte Fläche würde dadurch deutlich erweitert. Kann ja auch aus einem passenden Material extra angefertigt werden, aber double use finde ich besser. Vielleicht kannst du mit dem Gedanken was anfangen.1 Punkt
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Tag 75 Ich werde in der Frühe wach mit einem grummeln, ziehen und latenten Druck in der Magengegend. Ich wälze mich mich von A nach B um Positionen zu finden in den es sich weniger elend anfühlt. Embryonal geht ganz gut. Zwei mal stehe ich auf , weil es sich kurz vor übergeben anfühlt. Es ist 4 Uhr irgendwas. Und leicht nass geregnet bin ich auch noch, weil es wie angekündigt die Nacht noch geregnet hat und ich dann doch es mir recht am Rand des Tarps bequem gemacht habe. Ich döse zwischen Magenkrampf und Nieselregen noch ein wenig Zeit weg immer auch in der Hoffnung dass sich an meinem Zustand etwas verbessert- Übergeben vielleicht als Spannungsabbau... Tut es nicht. In einer Regenpause, stehe ich endgültig auf und packe meinen Kram zusammen, versuche mich an Salzstangen zum Frühstück – geht gar nicht und laufe auf nüchternen Magen und wahrscheinlich bleich wie der Nebel der mich umgibt los. Die Kühe werden nach dem Morgenmelken wieder auf die Weide getrieben, es ist kühl als ich gegen 6 Uhr aufbreche, im Kaunertal hängen Wolkenfetzen und ich bin nach wenigen Metern kaltschweißig nass, jeder Schritt fühl sich schwer an... geht aber so lange es keine Steigung gibt. Der Panoramaweg tut mir erst mal den Gefallen. In meinem Elend grübel ich über zwei Dinge wo's herkommt und was mache ich wenn's nicht mehr geht... Als Grund habe ich Quellwasser in Verdacht. Und was wenn's nicht mehr geht? Falkaunsalm, das sind 1,5h. Vielleicht kann ich dann da bleiben und wenn nicht, irgendwer fährt vielleicht ins Tal und kann mich mitnehmen... da werde ich erst mal Tee und Brühe ausprobieren und schauen was das mir mir macht. Im ersten Anstieg stelle ich mir die Frage ob ich das wirklich bis dahin schaffe. Ich mobilisiere ein paar Reste Selbstachtung und mentales Irgendwas, das mir mein nöhliges Elend und die Lust am Leiden gelassen haben und zwinge mich Schritt für Schritt mich meinem Ziel zu nähern und wenn es den ganzen Tag dauert... (mal abgesehen davon, es hat sich wirklich hundeelend angefühlt, körperliche Reaktionen wie auf eine leichte Vergiftungserscheinung – Kaltschweiß, Bauch hart gespannt, schwach...- und was mach ich? Ich geh wandern). Der Panaromaweg ist eigentlich wunderschön, die ganze Szenerie ist Wolken und Nebelverhangen, wunderschön, zumindest wenn ich es bewusst wahrnehme in den lichten Momenten aus denen ich auch meiner Innenwelt den Blick nach aussen richte. Nach 1,5 Stunden erreiche ich ein Schild auf dem steht, dass es noch eine halbe Stunde bis zur Falkaunalm sind. Ich heule fast. Hilft nichts. Also weiter. Die letzten Meter führen durch einen Wald, dieser öffnet sich unvermittelt, ich stehe auf einer Almwiese, die Falkaunsalm in Sichtweite, das Kaunertal, die Berge, Wolkenfetzen... zwei Stunden Höllentrip durch eine einsame Schönheit der Alpen. Ich trinke einen Pfefferminztee, die Küche ist noch nicht auf. Gut. Das Internet ist leidlich. Ich eruiere meine Optionen, frage nochmal nach Übernachtungsmöglichkeiten im Tal – hier oben geht nicht. Pfefferminztee Nummer Zwei. Besser. Okay Step by Step: An der Galruttalm gibt es auch noch eine Abstiegsmöglichkeit. Mit den beiden Tee's im Bauch fühle ich mich so, als dass ich probieren möchte, wie es sich anfühlt weiter zu gehen. Gesagt getan. Hier gehe ich auf den Dr. Angerer Höhenweg. Ähnlich dem Panoramaweg. Schmaler Pfad in die Wiesen oder in den Fels gehauen, teilweise ausgesetzt. Neu ist er ist ziemlich aufgeweicht vom Regen, matschig, rutschig, teilweise sind kleine Stücke wegerodiert bzw. machen Anstalten dies demnächst zu tun. Das Wetter spielt ein faszinierendes Wolkenspiel. Alle fünf Minuten was anderes. Teilweise kann ich keine 20 Meter weit sehen um von jetzt auf gleich wieder Wolkenfetzen die steilen Hänge hochtreiben, manchmal jagen zu sehen. Es ist unglaublich. Mir geht es besser. Gut ist es nicht, aber das elend ist weg. Ob der Tee psychologisch oder real geholfen hat- Pfefferminz bei Magen geht ja immer weiß ich- die Mischung macht's. Ich will nicht drüber grübeln. In mir reift die Vorstellung, dass es heute bis zur Verpeilhütte geht und ich da eine Nero machen kann. Mich pflegen, meine Matte, die heute morgen zu allem Überfluss nach einem ruckartigen rumdrehen von mir anfing wieder Luft zu verlieren... Ich bin von diesen Luma's langsam genervt. Ich erreiche die Galruttalm , hier kommen mir das erste und das einzige Mal heute Menschen entgegen. Ich horche kurz in mich rein. Geht bis Verpeilhütte. Mehr aber auch nicht. Der Galruttbach fällt wild und spektakulär ins Tal, die Aussichten sind grandios. Es regnet, ich ziehe den Poncho an, es ist etwas schwieriger die Tritte zu sehen, geht aber. Es regnet mehr, ich finde einen Felsüberhang und stelle mich unter. Tja. Warten. Kann es eigentlich sein, dass das Wetter in den Alpen bisher schlechter war, als auf all meinen 2100 Kilometern bisher? Vor allem Nasser. Alpen. Es wird weniger, ich laufe weiter. Bis zum Bodenbach. Ich stehe vor einem Schneefeld das dick und fett über dem kompletten Taleinschnitt des Bachs liegt. Okay. Niks besonderes, kenne ich. Der Weg sollte versichert über den Bach führen, da türmt sich jetzt zwei Meter dick Altschnee. So weit so gut. Es gibt aber auch keinen Weg drumherum und noch seltsamer keinen Weg drüber. Kein Trampelpfad, nicht mal ausgewaschene Tritte im Schnee, die darauf hinweisen, dass mal irgendwer drüber ist. Echt jetzt? Ich betrachte mir das Ganze noch einmal. Okay. Musste Drüber. Ich mache zwei Schritte auf das Feld, es ist schmierig geregnet, verharscht und sehr, sehr steil, 30% Gefälle vielleicht. Es hat sich weitere 100 Meter runter ins Bachbett geschoben – das wäre also meine Talfahrt. Mit Volldampf in ein felsiges Bachbett. Wenn's schiefgeht. Widerstand. Ich steige nörgelnd vom Schneefeld „Och nööö!“ Ich bin 1,5 Stunden hierher gelaufen. Ich eruiere noch einmal die Lage. Es gibt kein Verbotsschild, dass mich davon Abhält drüber zu gehen. Es gibt keinen Trapelpfad auf dem Schneefeld. Ich kann es nicht umlaufen, ich kann nicht drunter. Ich muss drüber. Ich weiß wie das geht. Ist nicht mein erstes. Ist auch nicht mein erstes kniffeliges. Ich atme tief durch. In einem Moment kontemplativer Selbstvergewisserung packe ich meine Stöcke aus, der eine lang der der andere kurz , während dessen betrachte ich das Schneefeld und suche mir eine Idealline. Ich atme tief durch und erinnere mich daran: jeder Schritt muss sitzen. Jeder Fehler kann hier tödlich sein. Ich mache meinen ersten Schritt auf den Schnee... ...ich weiß nicht wie lange ich im Schneefeld war, gefühlt eine halbe Ewigkeit. Es waren nur 10-15 Schritte. Ich habe unterwegs im letzten Viertel meine Linie etwas verzogen und kam zu weit oben raus... eine kurze Verzweiflung wallte auf... auf der anderen Seite angekommen guckte ich mir noch einmal an was ich da gemacht habe, zitterte die Restangst weg und begann wieder den Berg hoch zu kraxeln. Der Weg war aufgeweicht, Felstritte wackelig im nassen Erdreich, rutschig. Eigentlich ist der Weg unpassierbar dachte ich, warum gibt es keine Wegsperrung. Oben gab es eine Jagdstand. Ich setzte mich hin und ließ, die letzten halbe Stunde noch einmal ablaufen- aber es war ein sehr schwummriger Film, nicht greifbar. Ich esse Belohnungs- und Stressschokolade (-und mir wird nicht schlecht). Ich laufe Richtung Gsallbachtal, dass sich als wunderschöner Talkessel umrahmt von schwarzen Bergen präsentiert. Mordor denke ich schmunzelnd, während mal wieder Wolkenfetzen durchs Tal jagen und ich ganz alleine durch ein Blockschotterfeld balanciere, das schön mit Flechten überzogen ist und auch sehr rutschig. Ein Warnschild weist mich darauf hin, dass bei Regen und Schnee es gefährlich sei – ach ja. 2 Stunden noch bis Verpeilalm. Ich steige wieder hoch. Blicke zurück in den Talkessel. Mache einen kurzen Augenblickpause und genieße die Aussicht: Was du da gemacht hast chargiert irgendwo zwischen tiefsten Urvertrauen in dich und wahnsinniger Todesverachtung. Ich liebäugel damit es in Richtung des Ersteren aufzulösen, weil es mein Lebensthema ist und weil mir letzteres zu morbide ist. Ich laufe schön spektakulär weiter, die letzten Meter sind jedoch gefällig und doof zu laufen. Verpeilalm und des Rätels Lösung. Das entsprechende Warnschild, dass auf meiner Seite nicht da war. Die Almwirtin sagte sie wunderte sich schon warum niemand über den Weg heute käme und es so unglaublich ruhig heute auf der Alm sei. Ich trinke noch einen Tee und laufe gemütlich zur Verpeilhütte hoch – nachdem ich mich versichert habe, dass der Weg begehbar sei. Immer am wild tosenden Verpeilbach entlang, 200 Höhenmeter noch einmal. Ich bin da. Es ist 14.30. Neroday. Suppe mit Nudeln. Einchecken. Matte flicken. Tee trinken. rumgammeln. Ich bekomme einen scheußlichen Wurzelschnaps von der Hüttenwirtin, weil hilft und Magen-Darm wollen sie hier oben nicht. Hilft und schmeckt ...scheiße. Björn aus dem Zamer Loch kommt noch. Sein Bruder hat mit Magen Darm abgebrochen. Wir schnacken kurz. Das Madatschjoch ist wegen Geröllabgabg gesperrt. Es soll aber begehbar sein, es sind schon Leute drüber. Über das Verpeiljoch, soll nicht so schön sein und 3 Stunden länger. Es gibt zwei Fraktionen: die einen werden Versuchen drüber zu gehen, die anderen wollen umlaufen. Ich bin unentschieden. Würde aber mit einem Paar aus Memmingen es versuchen drüber zu gehen. Der Rest ist Hütten Diesdas. Ich gehe früh ins Bett... Tag 76 … ich frühstücke gut und viel, gestern habe ich mich weiter auf Suppen- und Tee-Diät gehalten. Ich breche mit dem Memminger-Pärchen auf. Jeweils 15 Kilo auf dem Rücken - für eine Hüttentour! - und 10 Jahre Altersunterschied (wobei ich eher dazu neigen würde ersteres stärker zu gewichten – als UL-Klugscheißer), unsere Wege trennen sich schnell. Psychologisch finde ich es dennoch gut. Björn ist schon um 6 Uhr aufgebrochen. Ich habe die Gewissheit wenn ihm was passiert finde ich ihn und ich weiß wenn mir was passiert finden die beiden aus Memmingen mich – nur ihnen darf nichts passieren, aber sie sind zu zweit. Wir sind eine Seilschaft, irgendwie. Der Weg ist atemberaubend schön. Ich blickte auf die Madatschtürme, die Sonne scheint, der Blick zurück ins Kaunertal ist grandios. Und ich bin der einzige hier oben (klar wer ist auch so wahnsinnig und wagt sich auf einen gesperrten Weg). Es führt manchmal beinah weglos erscheinend in einen langgezogenen Talkessel flankiert von den Madatschtürmen und dem Schwabenkopf auf den Plagerosskopf und das Apres Madatschjoch zu... Die ersten Schneefelder, manchmal erkenne ich Björn Tritte manchmal nicht. Ich komme mir vor wie in diesen Trapperfilmen (gerne mit Charles Bronson) die ich als Kind geliebt habe... je weiter ich Aufsteige überkommt mich auch die Unsicherheit, was ist wenn ich nicht rüberkomme... ich laufe weiter. (Blick zurück) Auf der Höhe der Vergletscherung fängt es an tricky zu werden, ihr ist eine wilde Mischung aus Geröll und Erdreich runtergekommen, kein Weg mehr, keine Trampelpfade jener die schon hier durch sind zu erkennen. Der Abgang ist aufgeweicht und hat sich noch nicht zusammengerüttelt, Jeden Schritt machen ich zwei Mal, manchmal rutsch mir der der Tritt um eine ganze Beinlänge weg und ich mache Spagat im Steilhang, ich krabbel mehr als dass ich laufe. Blödsinnige Idee! Ich finde wieder sowas wie ein Weg bzw. eine versicherte Stelle. Der Einstieg in sie ist weggerutscht. Erster „sicherer“ Tritt in 1,20 Meter Höhe oder eine improvisierte mit Seilen versicherte Umgehung mit besserem Einsteig, dafür gemein rutschiger Schotter und nasses Erdreich – ich nehme letzter Variante. Ab hier ist das schlimmste Überstanden. Ich kraxel hoch aufs Joch. Antistressschoki. Geschafft. Geil. Schöne Aussicht. Wo geht’s eigentlich runter? Versichert. Ausgesetzt. Steil. Roh in den Felsen, Stahlseile und schmale Tritte. Okay. Tief durchatmen. Der Boden ist da wo er nicht Fels ist weiches Erdreich und Geröll -rutschig, schwer zu gehen. Aber geht. Ich kraxel auf eine Abbruchkante zu und denke mir und jetzt? Ich sehe einen Leitereinsteig „Och nööö“ Ich mah ja Leitern gar nicht. Fokus-Modus an. Ich gucke gar nicht was mich alles erwartet sondern, step by step gehe auf die Leiter, anderen Ende stehe ich in Stahlstiegen mit Seilen versichert in einer 5, 10, gefühlt 50, 100, 1000Meter abfallenden Felswand, die ich absteigend in einer leichten eliptischen Kurve quasi traversiere. Ich bin nicht gesichert. Und bei aller Ruhe und meinem Mantra „Hart, aber isso“ (Danke Denyo für den großartigen Song) merkt mein Körper ob des ganzen Adrenalins, das ihn durchflutet auf den letzten drei Stiegen, dass hier irgendwas nicht stimmt und der Kopf ihm was vorgaukelt was nicht stimmt. „Hart, aber isso“ ist Synonym für Gefahr in der ich bin! Panikreaktion meines Körpers. Meine Oberschenkelmuskeln versagen und fangen an zu krampfen. Ich rolle mit den Augen. Hier! Am Abgrund! Sowas! Echt jetzt?! Ich gehe in ein Zwiegespräch mit meinen beiden Musculi Vastus Lateralis (-die beiden stressen am meisten) und versprechen ihnen Schokolade, Abzittern, Dehnung, Massage und alles mögliche, nur dass sie mich jetzt hier nicht hängen lassen, weil 2 Meter über festem Boden ungesichert in einer Felswand stehend, dass macht die Gesamtsituation nicht besser. Es wirkt semi-gut. Ich Habe aber das Gefühl, mental wieder Gewalt über meinen Körper zu haben und mache meine letzten 3 Schritte noch mal 3 für den stabilen Stand. Durchatmen, Abzittern, nach oben gucken... ich hasse die Alpen. Das war mentale Schwerstarbeit. Meine Oberschenkel brennen wie Hölle. Ich laufe Richtung Kaunergrathütte. Die Ausblicke sind grandios. Ich laufe noch durch eine geführt Gruppe, der Bergführer hält einen Vortrag über Alpenwetter und mustert mich von oben bis unten: Turnschuhe, kurze Hose; Hemd, Daypack – personifizierte Hybris am Berg, deute ich seinen Blick. Auf der Hütte treffe ich Björn wieder. Er ist am frühstücken und genießt die Aussicht. Zurecht. Niemand sonst ist auf der Hütte es ist herrlich still. Wir steigen gemeinsam ab und wechseln auf den Cottbuser Höhenweg. Es ist wunderschön. Der Blick ins Pitztal und die gegenüberliegenden 3000er (fasst alle irgendwas mit -kogel), die Rüsselsheimer Hütte und die Ahnung des Mainzer Höhenweges. Wir unterhalten uns über alles mögliche persönliches, belangloses, intimes, berufliches... es ist gut mal wieder Gespräche zu führen, die über Touren, Ausrüstung und Wetter hinausgehen. Nach einer längeren Pause oberhalb von Plangeross unterhalb des Steinkogels trennen sich unsere Wege. Ich muss nach Mandarfen Geld holen, er macht weiter Pause. Er gibt mir aber noch mit, dass später noch ein „feiner versciherter Steig“ kommt. Aha, das hätte ich nicht wissen müssen. Auf dem Weg merke ich,dass sich Angst und Unsicherheit ausbreitet. Das geht zu schnell. Ich verfluche die Alpen. Ich merke auch ein trotziges ich habe keine Bock mehr aufwallen. Ich bin froh wenn die Alpen vorbei sind. (jaah, das ist ein Weg und ich meine nicht den kleinen braunen flitzel links unten in der Ecke...) Ich stehe vor dem versicherten Steig. Wo geht’s hier den runter, ich sehe gar nichts. Ich steh vor einer 20 Meter tiefen schartenartigen Einkerbung steil abfallend an einer Felskante. Okay. Ich sehe auf der anderen Seite wo der weg weitergeht und versuche herauszufinden was mich hier erwartet. Ich weiß es nur so ungefähr als die ersten Schritte nach vorne mache. Ich laufe erst mal parallel zum einer steil abfallenden Felsplatte die mich zum Scheitelpunkt oder einfach bis zu einer steilaufragenden und abfallenden Felswand führt – ihr sehe ich Stahlstiegen 10-15 Meter abwärts in den Fels gehauen. Über die Stiegen sickert Wasser. Sie sind schmierig rutschig, dass Sicherungsstahlseil ist so eng an den Feld gedübelt, dass ich es kaum umfassen kann. Ich fluche still in mich hinein. Der Fluch verhallt in der gefassten Ruhen meiner selbst in der ich Schritt für Schritt abwärts steige. Aufgerissene Finger und ausglitschen auf den Stiegen ignorierden. „Isso!“ Unten angekommen, renne ich die gegenseite quasi auf allen Vieren hoch „Use your Hate!“ Hoch mag ich das auch einfach lieber. Bis zum Rifflsee fluche ich ob der Alpen vor mich hin 3x in etwas 26 Stunden mein Leben zu riskieren ist doch kein wandern mehr. Fickt euch, Alpen! Ich bin froh wenn, ich hier mit Euch fertig bin. Nach Meran und aller spätestens nach Bozen wird alles besser usw.usf. … Der Rifflsee sieht von hier oben aus wie ein nachcoloriertes Alpenidyll auf den Postkarten meiner Oma. Kaum bin ich an der Bergstation der Rifflsee-Bahn holt mich die Realität des alpinen Tourismus wieder ein. Laute Musik, Menschenmassen. Ich fahre nach Mandarfen, in einen heißen Glutofen und einer Vorhölle aus Menschen, Alpennippes, Busladungen voller Tagestouristen, für die klassischen E5er bin ich zu spät, die sind schon auf dem Weg zur Braunschweiger Hütte bzw. haben sich schon die ersten Biere wahrscheinlich rein gestellt. Nichts desto trotz gönne ich mir Eis, kalten koffeinhaltigen Softdrink und was zu Essen. Es ist späterer Nachmittag und ich überlege ob ich noch bis zur Braunschweiger Hütte laufen soll. Zeitlich würde es passen und ich käme pünktlich zum Abendessen... oder entspannt und ich suche mir einen Biwakplatz auf dem Weg. Ich schlender Richtung Mittelberg und folge dem sich rasch verengenden Pitzetal... kurz vor der Gletscherhütte... ach komm' ich bleibe hier. Bett ist noch frei. Heiße Dusche! Klamotten waschen. Das erste Mal seit Sonthofen... Björn kommt später noch eingetrudelt. Bier. Schnack. Wie geht’s weiter. Er will am nächsten morgen früh raus und direkt nach Meran durchballern. Why not? Wir verabschieden uns schon einmal – vielleicht sehen wir uns nicht wieder. Tag 77 Wie verabredet weckt mich Björn um 6. Erläuft los, ich steh auf. Pack mein Gerödel. Frühstücke etwas und mache mich los. Ich wähle die Stanni-Route über den Wasserfall. Jägersteig – nur für geübte. Nee, hatte genug alpines Abenteurertum. Der Aufstieg zur Hütte ist um dem tosenden Wasserfall schön, nicht spektakulär. Schön eben. Ich steh dann auf einmal auf einer riesigen breiten Schotterpiste, die sich steil und in Serpentinen den Berg hochzieht. Nicht schön, aber irgendwie doch mit einem eigenen Charme beame ich mich weg und stelle mir vor ganz wo anders zu sein. Könnte es so nicht auch im Kaukasus aussehen? Es kommt wieder der Einstieg in den Singletrail Aufstieg, die ersten kommen mir entgegen. In anderthalb Stunden bin ich oben auf der Hütte. ...Hier wird gerade das Chaos des Frühstücks beseitigt. Es riecht nach deutscher Jugendherberge. Björn sitzt drinnen an einem Tisch und trinkt Tee. „Ach Mensch...“ wir schnacken kurz. Das Rettenbachjoch ist zu. Vereisungen auf der anderen Seite. Pitztaljoch, versicherter Steig und so viel schöner. Versicherter Steig? Come on. Wir reden mit der Hüttenwirtin, sie sagt der Rettenbachabstieg sei auf 300 Metern komplett vereist und kaum passierbar. Das sei aber eh nicht so schön. Versichert, was heißt dass denn? Ausgesetzt? Stahlseile, Leitern das volle Programm? Genau informationen bekomme ich nicht. Björn meint aber es sei nicht so wild, das hatte er aber auch schon über den am Cottbuser Höhenweg gesagt... Er geht auf jeden Fall übers Pitztaljoch. Er schenkt mir seinen letzten Rest Teewasser und macht sich los. Wir verabschieden uns und einem rührseeligen Moment erzähle ich ihm, dass er auf all den 2300 Kilometern bis her der einzige sei der mich nun mehrere Tage am Stück quasi begleitet und das ich das was sehr besonderes finde. Hugs. Tschüss, zum zweiten Mal. Ich trinke Tee und schwanke zwischen „Isso“-Pragmatismus und Selbstmitleid. Ich frage noch mal die Almwirtin, sie sagt mir nochmal das gleiche. Was erwarte ich auch. Trotzig laufe ich los. Mache den Aufstieg schnell. Keine Zeit lassen zum denken, der Angst keine Zeit lassen – ich bin schneller, weil schlauer.Ich laufe die Flanke des Karleskopf entlang und auf den Grat zwischen ihm und dem Pitztaler Jochköpfle. Er wird enger, aufgesetzter. Versicherung direkt in der Felswand. Ich bin bin schon oben – das ging schnell. Befreidigt stelle ich fest. Es war nicht so schlimm und es hat die Wellen von Ängsten glatt gebügelt- gut für die Seele. Gut für die Psyche. Auf dem Joch genieße ich die Aussicht. Sehe die Bergschulen geführten E5er auf einer Perlenkette aufgereiht im Schneefeld, langsam absteigen. Ich unterhalte mich etwas mit einem Ehepaar aus dem Schwarzwald, sie wollten dass ich ein Foto von ihnen mache. Ob der Menschenmassen im Schneefeld nutzen wir die Zeit und schnacken etwas ausgiebiger. Die beiden laufen den E5 selbstorganisiert, bis Bozen. Von Oberstdorf aus. Und wo willst Du noch hin? Verona. Ah, den Ganzen E5. Und wo bist du gestartet. Ich druckse. Wie immer. Ähm, in Flensburg. Große Augen. Wow. Das ist ja großartig... was folgt sind, dann immer die gleichen Fragen: Wie lange unterwegs, ist das wirklich alles in deinem Rucksack usw. Es streichelt meinen Narzißmus. Die Gruppen haben genügend Vorsprung. Ich wage den Einstieg ins Schneefeld. Rutschig. Sehr rutschig. Moment. Ich setzte ich auf den Po und rutsche das Ding auf meinem Hintern runter. Geiler Scheiß!! Es macht einen riesen Spass. Ich juchze und schreie vor Freude. Ich schiebe an einem Vater mit seiner Tochter vorbei und strahle ihn an Das erstmal Schnee in der Unterhose seit über 30 Jahren – wie geil ist das denn!?!. Er guckt mich an: Ähm ja, nee vielleicht wenn man danach in eine Hütte einkehrt und seine Sachen trocknen kann. Boah! Erwachsen-Sein kann sooo langweilig sein! Ich rutsche weiter runter. Unten angekommen treffe ich... Björn. Diesmal Abschied for good. Er lässt sich mit dem Bus durch den Tunnel kutschen um nach Vent zu laufen. Ich mache mich auch mit dem Bus weiter Richtung Mautstation und schenke mir das Rettenbachtal. Warum eigentlich frage ich mich im Bus? Aber da ist es schon zu spät gewesen... Ich muss noch auf meinen Bus warten. 15 Minuten. Ich setze ich also zwischen die Schulklassen (!) und geführten Alpenüberquerer*innen und warte. An den Tisch sitzen zwei ältere Frauen, ein Mann mit Topfenstrudel kommt dazu und fragt ob jemand etwas möchte. Ja ich sage ich lachend. Ich habe eher die beiden Damen gemeint, entgegnet er. Die beiden Damen verneinen. Und er schiebt mir ein Stück Strudel rüber. Danke. Und das Gespräch ist eröffnet. Was macht ihr so? E5 Oberstdorf – Meran. geführt. Was steht heute noch auf dem Programm? Keine Ahnung, wir laufen nur hinterher. Lachen. Du so auch bis Meran? Nee, Verona. Boah, das sind ja noch 200, 300 Kilometer. Ja, so 300. Und bist Du auch in Oberstdorf losgelaufen. Schulterzucken. Nee, Flensburg. Und schiebe mir diesmal recht gleichgültig ein Stück Strudel in den Mund (Ich hatte auf dem Joch schon üben können). Ich blicke in drei offene Münder, einer noch voll mit grob zerkautem Strudel. Kommentallos schiebt der Mann mir ein weiteres Stück Strudel auf meinen Teller: Das brauchst du mehr als wir! Auch sie können nicht glauben, dass in diesem Rucksack sogar sowas wie ein Zelt, Schlafsack, Isomatte usw. drin ist und dass das Ganze nur 2,7kg wiegt. Der Mann verschluckt sich an seinem Strudel. Mein Bus kommt. Tschüss. Viel Spass und Erfolg noch. Und Ne gute Zeit. ...Im Bus fällt mir auf das der Tag unglaublich dicht gepackt ist, es ist 10.30 als an der Mautstation aussteige. Irgendwie ging das jetzt ganz schön schnell. Zu schnell vielleicht. Ich steige auf dem Batiges Bödele Trail wieder ein. Es ist heiß. Beinah mediterran. Alpenröschen blühen. Es ist voll. Ich bin oberhalb von Sölden. Je weiter ich laufe, desto ruhiger wird es. Ab der Tiroler Stube habe ich den Trail wieder für mich alleine. Gaislachalm, Abstieg. Gaislach. Meine Knie meckern ob des steilen Trails. In Zwieselstein angekommen ist es brüllend heiß und gute deutsche Mittagsessenszeit. Ich kehre ein und gönne mir eine extraportion Eiweiß- Omelette mit Pfifferlingen. Wie geht’s weiter? Dann wohl heute noch übers Timmelsjoch. Überschaubar. Auf acht Kilometer verteilte 1000 Höhenmeter. Sieht topographisch entspannt aus. Da oben sehen wir dann weiter. Der Aufstieg zum Timmelsjoch ziiiiieeeeht sich. Er ist bisweilen steiler als gedacht, vor allem die letzten 400 Höhenmeter habens knackigerweise in sich. Ich fluche. Das Tal an scih ist eigentümlich schön. Weitläufig. Der Timmelsbach und die Timmelsjoch Hochalpenstraße mäandern mit dem Wanderweg durch das Tal hinauf gen Joch. Ein wenig ist es wie eine Zeitreise und ich stelle mir meine Großeltern mit ihrem Wohnwagen und ihrem ersten bescheidenen Wirtschaftswunder-Reichtum gen Italien zuckeln. Gänzlich unnostaligisch, sondern klatschnass geschwitzt komme ich oben an. Schmeiße meine Stöcke theatralisch hin. ITALIEN! 75 Tage, 4 Länder, 2300irgendwas Kilometer! Oh Mann! Yäy! Und Krass! Wie geil ist das denn? Es fühlt sich besser an als in Konstanz anzukommen. Aber das war ja auch eine Achtsamkeits-Übung für die nächsten Kilometer. Die Feste feiern. Also Pommes und ne große kalte Cola. Ich laufe bergab -aua – durch das ausladenende Tal des Timmelsjochbachs. Die Sonne steht tief und es sieht einfach nur schön aus. Als sich das Timmelsjochbachtal sich ins Passertal öffnet habe ich so langsam keinen Bock mehr – genug für heute. Ich mache mch auf die Suche nach einem Pennplatz, da ich aber bereits im Naturpark Texelgruppe bin, ist mir das wilde Pennen untersagt. Ich komme an der Alm Rabensetin vorbei, da steht ein Auto mit deutschen Kennzeichen. Kombiniere. Möglicherweise Gastgewerbe. Nein. Freundin zu Besuch. Ich bekomme trotzdem ein schönes Stück Wiese gezeigt mit grandioser Aussicht, wo ich mich hinhauen kann. Schön. Buona Notte!1 Punkt
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Naja von 30 auf 20 (aber inkl Essen für 5 Tage und Wasser für 1,5 Tage) war schon ein krasser Sprung. Hat mir sehr gut getan. Aber ich hatte so viele Pläne Wenn du Fragen hast kann ich gerne noch ein paar Sachen ausführlicher beschreiben! Ja das war das, was ich @Omorotschka versprochen hatte.1 Punkt
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Impressionen von Touren
bieber1 reagierte auf skullmonkey für Thema
Fünf Tage in der Hammastunturi Wildnis: Ein paar weitere Fotos gibt es aufm Blog, nen Trip Report wohl Ende des Monats.1 Punkt -
2600 Km von Flensburg nach Verona - E1/E5 Thru (Mai-August 2019)
MisterAufziehvogel reagierte auf effwee für Thema
here we go again... 8 Zeros waren es dann schlussendlich... damit hat sich so ein wenig das Gefühl eingestellt, dass mein E1E5 Thru-Hike zwei separate Trail waren, die zwischen Konstanz und Sonthofen locker verbunden sind, der starke landschaftliche Kontrast und die Trail-Charakteristik haben das ganze noch bestärkt... aber es ist okay. ich mein ich weiß ja was ih gemacht habe Tag 72 Ich komme sehr spät in Sonthofen mit dem Zug an. Viel steht nicht heute an. Soweit wie möglich Richtung Oberstdorf. Beim Supermarkt kaufe ich mir nochmal Wasser, das ich während der Fahrt getrunken und habe und schlendere langsam aus Sonthofen auf den Illerdam. Die Alpen werden schön rötlich illuminiert und werden mit jedem Schritt etwas größer – ich mag es einfach. Ich mache mir an der Iller etwas zu Abend – auf dem Damm ist viel los. Es gibt bei Fischen ein paar Teiche und einen Wald – so der Plan. Passt. Finde was nettes. Heute 3,4 Kilometer und ungefähr null Höhenmeter. Tag 73 Ich laufe gen Oberstdorf, werde umgeleitet und verlaufe mich erstmal. Die Iller in Oberstdorf ist eine Großbaustelle, nicht nett anzusehen, Ursprung meines Verlaufens und eine gute Vorbeireitung auf Oberstdorf. Es ist häßlich. Eine beliebige Ansammlung von alpin bis outdoor Nippes, schlechter Kaffee und unfreundlicher Service... ich weiß gar nicht mehr genau warum ich reingelaufen bin, irgendwas wollte ich in einer Drogerie kaufen – habe eh keine gefunden. Also nur Kaffee... Ich laufe los Richtung Spielmannsau, Tags zuvor hatte ich in @Martin von Dannen's Insta Account gelesen, das 40 Mio Menschen in D-land sich als Wandernd bezeichnen bzw. gelegentlich wandern gehen... er traf keine, klar die waren alle bei mir. Ich mache Tempo. An der Spielmannsau trennt sich das Publikum dann merklich. Tageswandernde bleiben hier und je größer der Rucksack umso deutlicher erkennbar, hier sind jene am Start, die das laufen was alle unter dem E5 verstehen Oberstdorf-Meran... Und ich mitten drin, in Turnschuhen und mit Daypack (in relation). Auf dem Weg treffe ich Stefan und Steffi aus Münster. Ich laufe ihm in seine GoPro aufnahme und kommentiere die auch noch, bester Start für eine gute Freundschaft. Wir laufen tatsächlich gemeinsam bis zu Kemptener Hütte, unterhalten uns viel über alles mögliche und ich flimmere jetzt irgendwo in Münster durch irgendwelche Wohnzimmer, wenn die beiden videogestützt von ihren Abenteuer erzählen. Viel „aaaah“ und „ooooh“ auf dem Aufstieg. Es gibt einige sehr matschige Schneefelder und einige sehr weiße zu queren, der Weg ist schön – gefällig im Vergleich zu dem was noch kommen wird, das hindert mich nicht schon jetzt begeistert zu sein. Am meisten begeister mich eine SchneefeldUNTERquerung! Ich hatte bei solchen ausgewaschenen Tunneln mich immer gefragt wie es sei durchzulaufen – jetzt weiß ich es. Nass und beeidruckend! Entspannte 3 Stunden später sind wir auf der Hütte. Brechend voll. Ein gemeinsamer Snack. Beide checken ein, ich laufe weiter. Aufstieg zu Mädelejoch.Es ist deutlich ruhiger hier. Klar, alle hängen in der Hütte, und NoBo's kommen mir grade nicht entgegen. Am ikonographischen Grenzschild noch schnell n Foto. Aussicht genießen. Der Abstieg ins Tal der Simms ist wild und beinah Menschenleer, hier kommen mir ein paar NoBo's entgegen. Ich entscheide mich für de Simmswasserfall, statt für die Hängebrücke auf dem Weg nach Holzgau. Als ich unter ihr herlaufe, weiß ich warum. In Holzgau, ergänze ich mein Abendessen um irgendwas auf, dass ich Lust habe, frische Tomate in dem Fall. Und laufe weiter die Lech entlang. Asphalt. Isso. Bin schon öder Asphalt gelaufen. An einer Quelle finde ich einen Pennspot. Ich weiß nicht was und wie es passiert ist. Aber ich habe mich kaum Bettfertig gemacht und gemütlich auf die Matte gefläzt merke ich wie der komfort immer weniger wird, erst mein Steiß und langsam der Rest des Körpers auf den Boden sinkt. Ein Loch1 Na toll. Also mache ich mich auf die Suche. Ich finde es. Geil. Also schnell noch flicken. Done. Good night. Doch nicht ganz. Es geht jetzt nur langsamer, aber ein Loch ist immer noch da... Ok. Nachpusten des nächtens, kennste ja und morgen weiter suchen. Waschen? Tag 74 Die Nacht war... so lala, lalala... okay sag ich mal. Ich habe die Nacht mit dem Fussende meies Quilts eine weitere Nacktschnecke ins Jenseits befördert, wie gestern schon. An der Quelle mache ich mich auf die Such nach dem weiteren Loch. Found it. Direkt auf der Rückseite des anderen Lochs- echt? Wie. Klar. Ich habe gestern schon versucht, die Matte von trockenem Schneckeschleim zu reinigen, in einem Moment der Unachtsamkeit bin ich wohl auf den Teil der Matte getreten, der auf dem Boden lag und dort lag sie nunmal auf einem spitzeren Stein. Egal Loch geflickt. Frühstück! Hier treffe ich den Berliner mit dem 25kg Rucksackmonster von gestern wieder. Er hat die Nacht in Holzgau im Hotel gemacht, weil er keinen Pennplatz mehr gefunden hat. Wir schnacken kurz, er zieht weiter, ich frühstücke weiter. Die Madausschlucht schenken sich viele E5 Wander*innen und lassen sich mit dem Taxi zum Traileinstieg shutteln, ich verstehe es nicht. Der weg ist gefällig, manchmal spektakulär und und wird auf den letzten Metern immer wilder. In der zwischenzeit haben mich drei Busladungen E5er überholt (wirklich, zwei Sprinter und ein T5, also viele Menschen). Wandernd treffe ich nur den Berliner wieder. Wir laufen ein Stück gemeinsam. Ich komme alleine am Traileinstieg an -wobei ich ja die ganze Zeit on trail bin – und mit mir kommt eine ganze Sprinterladung geführte E5er an. Puh. Also. Es soll jetzt knackig hoch gehen, ich mach erst mal Pause und schiebe mir ein paar Schokokalorien in Erwartung der Höhenmeter rein. Eine Frau fragt mich ob ich auch, darauf warte meinen Rucksack mit der Seilbahn hoch zu schicken. Entgeistert gucke ich sie an: „Äh..nein.“ Ich weiß a gar nicht, dass das geht, kenne nur den Taxi-Service erkläre ich mich, sie wiederum erklärt sich, dass sie ja ohne Rucksack viel schneller seinen – verstehe ich. Es sei ja auch schon 12 Uhr und so spät, nicht, dass es da oben keinen Platz mehr gebe usw. usf. Ich esse weiter Schokolade und merke das ich ihre Frage wirklich als Affront gesehen habe... ich schleppe meinen Pack doch nicht 2100 Kilometer hierher um ihn dann wie ein profaner E5-Massentourist in eine Seilbahn zu packen. Egal. Ich laufe los, der Weg ist voll mit den ersten beiden Busladungen, ich überhole alle. Auf den letzten Metern kann ich mir meine klammheimliche Freude nicht nehmen lassen und fragte einen den ich gestern auf der Kemptener Hütte getroffen hatte, in welchem Bus er saß – dem ersten. Yes! Billig ich weiß, aber es sind manchmal die kleinen Biestigkeiten, die auch Spass machen. Auf der Hütte laufe ich mit einer Sympathischen Mutter mit ihrem 16 jährigen Sohn ein. Die Hütte ist fast leer. Ich habe für den Aufstieg keine zwei Stunden gebraucht. Trail legs galore! Ich setzte mich hin genieße die Grandiose Aussicht, bestelle mir eine Suppe und sehe nach und nach die Massen einlaufen. Mit einigen die ich gestern schon gesehen habe unterhalte ich mich etwas. Irgendwann, ist es mir zu voll und ich gehe weiter. Aufstieg zur Seescharte. Ich komme an Unteren Seewisee vorbei, direkt an der Hütte, schön. Ich weiter auf, durch etwas ruppigere Pfade und Schneefelder und komme an den Mittleren Seewisee. Ein Traum aus Eis und Schnee. Ich bin fast versucht hier mein Tarp aufzuschlagen und mich weiter satt zu sehen. Es ist mir aber mit frühem Nachmittag viel zu früh und viele Kilometer waren das auch nicht. Also weiter – nach langem hadern zugegeben. Der Aufstieg zur Seescharte führt durch fieses Geröll. Es ist anstrengend. Oben angekommen...WOW! Ausblick Richtung Zamer Loch, die Silbernadel, Schweinrücken... wunderschön und es ist menschenleer. Ich steige langsam ab. Kurz unterhalb des Abzweigs zur Württemberger Hütte finde ich einen Spot, der gerade, flach, groß genug für ein Tarp ist und eine Bombenaussicht hat! Etwas früh. Aber hey bin ich in den Alpen um in Tälern zu schlafen? Nein. Wetter ist stabil und solls auch bleiben. Also... scheiß auf das runterreißen von Kilometern... ich bleibe hier. Wunderschön ist. Und langweilig ists auch nicht, ich muss weil der Wind immer wieder dreht, mein Tarp zwei mal Umbauen, am Schluss als tiefabgespanntes A-Frame, eng aber ok. Als ich das mache höre ich ein „Mahlzeit!“ ich fahre vor Schreck zusammen. Es ist schon fast Dunkel. Krass. Was? Ach der Berliner mit dem Monsterrucksack. Der hat direkt auf einer anderen Stufe was gefunden. Tag 75 Um 4.15 Uhr treiben mich Harndrang, Kondenskälte, Wind und innere Uhr aus dem Bett... Sonnenaufgang. Wunder-, wunderschön. Eiskalt, aber wunder,-wunderschön. Ich schlottere gefühlte 100 Fotos runter, packe mein Zeug und schnacke nochmal kurz mit meinem Nachbar. Auch alles Nass und kalt, aber grandiose Aussicht. Es kommen 1000 HM abwärts durch fieses Geröll. Unten im Lochbachtal angekommen, Klamottenwechsel, bin warm gelaufen, Zähneputzen, die haben zu sehr geschlottert da oben. Das Lochbachtal ist wild und menschenleer. Ich treffe zwei Jäger und frage sie was sie alles so jagen „alles was vier haxn hat“ -klar... aber was hat hier alles so zwei haxn?... Das Lochbachtal ist wild und gefällt mir sehr, zudem die Morgensonne es wunderbar in Szene setzt. Das Tal verengt sich zum Zamer Loch und wird und glaublich spekatakulär. Leider ist das Licht extrem blöde um Fotos zu machen – aber es bleiben ja die Erinnerungen. Ich treffe beim Abstieg Björn und Nils. Beide machen gut Tempo, wir sind eigentlich recht gleich schnell unterwegs. Statt PingPong im Überholwechsel zu spielen laufen, bzw. rennen wir einfach zusammen das Zamer Loch runter. Dabei kommen wir auch dazu uns etwas zu unterhalten. Die beiden wollen die Kaunergrat-Variante laufen, mehr Überstiege und weniger Menschenmassen – letzteres hört sich sexy an. Wir laufen weiter bis nach Zams. Dort checke ich in deren Rother, die Variante, fotografiere alle relevanten Infos und wir verabschieden uns. Ich habe keine Ahnung wie weit das ist, die Infrastruktur sieht mau aus, also gehe ich viel viel essen einkaufen. Lade noch einmal ausgiebig mein Handy und die Power-Bank in einem Cafe und stetz mich dann in die Venet-Bahn und lasse mich und viele andere hochgondeln. In der Seilbahn ist eine junge Frau mit Höhenangst, auf der halben Strecke ist sie in Tränen aufgelöst an die Brust ihrer Mutter gedrückt – sie tut mir leid. Oben angekommen schnell von den Massen trennen, nochmal 300 HM auf die Glanderspitze, diesmal zu Fuß. Oben ist die Hölle los. Also weiter, auf auf dem Grat Richtung Kreuzjoch. Die Aussichten sind grandios. In meinem Rücken braut sich jedoch was zusammen... hm. Regen nur, Gewitter? Und Wann und Wo zieht es eigentlich hin? Ab jetzt immer den Blick Richtung Himmel und in die Landschaft, wenn ich nicht gerade auf den Trail gucke, der ist an manchen Stellen ziemlich ausgesetzt. Am Kreuzjoch stehe ich vor dem Schild gehe ich durch das Pitztal, 35 Km an der Straße entlang oder wie alle im Bus? Oder gehe ich die Kaunergrat Variante? Ich habe für letzteres schon eingekauft, das war doch eine Entscheidung. Ich steige ab nach Piller. Nochmal 1000 oder mehr HM runter – aaaaauuuuuaaaaa! Verdammt, es tut weh! Ich gehe sehr langsam. Ich hätte in so nem komischen Anflug von männlicher Pimmel-Soli mit Björn und Nils das Zamer Loch runterrennen sollen, das ist toxische Männlichkeit und deshalb ist sie gefährlich. Macht auch Kniee kaputt... ist jetzt so. Jurz vor Piller finde ich was zum Ablegen und knall mich für eine Pause erstmal hin, ich bin müde ich bin siet über 12h wach, meine Knie schmerzen und zur Aifneralm, meinem heutigen Ziel sollen es nochmal 700,800 Hm hoch gehen. Ich döse tatsächlich für ne dreiviertel Stunde weg. In Piller finde ich erstmal keinen Weg und mein Wasser ist bis auf eine psychologischen Restschluck aufgebraucht. Ich laufe dennoch gen Aifneralm, Wasser kommt schon. Der Weg ist gefunden, es fängt an zu regnen. Kein Donnergrollen. Nur Regen. Sehr Gut. Ich finde Wasser an einer kleinen Quelle, der Aufstieg ist immer wieder von Schauern begleitet... in die sich so langsam ein Donnergrollen mischt und es dazu noch anfängt böig aufzufrischen. Gewitter und ich bin im Aufstieg. Aber im Wald. Kartencheck. Aifneralm unterhalb der Baumgrenze. Exponiertes meiden, sofern geht, und so trocken wie möglich zur Alm kommen – Masterplan. Hagel und Gewittersturm zwingt mich zu zwei ausgedehnteren Pausen. Schlussendlich komme ich doch recht trocken auf der Alm an. Schlafen kann ich hier nicht, sie bieten mir aber ein Stück Wiese an, dass Wind und Gewitter geschützt sei, die Nacht soll es nämlich nochma runterkommen. Ich wärme mich in der Stube auf, ich trinke zwei Bier für die Bettschwere und unterhalte mich mit den Gästen ein wenig. Schlafenszeit. Ich finde einen nicen Spot und baue auf und verkrieche mich in meine warmen Schlafsack. Ich bin ziemlich fertig...1 Punkt -
Ähm, 40 Liter für eine zweitägige Hüttentour? In meinen Augen etwas überambitioniert, außer man will dem Hüttenwirt eine Kiste Bier aus dem Tal mitbringen .1 Punkt
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Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...
martinfarrent reagierte auf Jörn für Thema
...wenn der Hund der Nachbarn auf dem Campingplatz mehr Platz in seinem Zelt hat, als du...1 Punkt -
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Boofen-Übernachtung war kein Thema, da im Sommer aufgrund der hohen Waldbrandwarnstufe das Übernachten draußen im Gelände verboten ist. Zwischen 21:00 und 06:00 Uhr muss man sich an einem Biwakplatz oder in einer Hütte aufhalten. Und bevor jemand fragt - da ich die Natur sehr mag und nachvollziehen kann, warum es diese Regelung gibt (sowohl Waldschutz als auch mein eigener Schutz), halte ich mich auch strikt an diese Regel. Aber für das Frühjahr und den Herbst wäre das tatsächlich eine Möglichkeit, die Etappenlängen besser zu variieren. Boofen gibt es auch in dieser Gegend einige.1 Punkt
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Forststeig Elbsandsteingebirge
FlowerHiker reagierte auf Miss X für Thema
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Forststeig Elbsandsteingebirge
cafeconleche reagierte auf Miss X für Thema
09.07.19 Nikolsdorf Biwak - Bad Schandau, 21 km In der Nacht regnet es wieder ausgiebig. Ich habe mein Tarp aber dieses Mal so sorgsam aufgebaut, dass innen alles komplett trocken bleibt und ich mich pudelwohl fühle. Nur das laute Prasseln der Wassertropfen auf dem Tarp lässt mich immer wieder wach werden. Die Temperaturen bleiben angenehm, auch wenn ich mir kurz vor Sonnenaufgang die Dauenjacke anziehe, dafür muss ich dann aber den Quilt öffnen, beides zusammen wäre doch etwas warm. Um fünf Uhr klingelt der Wecker und es regnet gerade nicht, weshalb ich trotz anhaltender Müdigkeit aufstehe und mich um dreiviertel sechs auf die letzte Etappe mache. Gerade als ich mich nach den ersten Kilometern wieder über die Forststraßen ärgern möchte, beginnt der langsame Anstieg zum Quirl, der auf kleinen, manchmal fast zugewachsenen Pfaden direkt durch den Wald verläuft. Nach dem Regen ist natürlich alles nass, was zu pitsschenassen Schuhen und Hosen führt, aber mich nicht stört, trocknet auch wieder. Plötzlich raschelt neben mir am Hang etwas und ein Tier läuft weg - ich kann es gerade noch erkennen - das erste Wildschein, welches mir im Wald begegnet! Klasse Die An- und Abstiege zu den einzelnen Sandsteinfelsen bestehen immer aus sehr schönen, abwechslungsreichen und teilweise anspruchsvollen Wegführungen. Nur dazwischen gehts dann leider doch immer wieder auf breiten Waldstraßen oder sogar Schotterwegen entlang, was mich schnell langweilt. Aber vielleicht ist meine Erwartungshaltung durch die neuseeländischen Wanderwege auch einfach zu sehr verdorben worden. Nach mehreren weiteren Kilometern auf Forststraßen beginnt der Aufstieg zum Gohrischstein, woran sich direkt der Aufstieg zum Papststein anschließt. Obwohl sich diese letzte Etappe regional stark mit dem Malerweg gleicht, wurde durch eine unterschiedliche Routenführung vermieden, dass es wirklich die gleiche Strecke ist. So komme ich dieses Mal von der anderen Seite auf die beiden Felsen, was auch mal schön ist. Das Restaurant auf dem Papststein hat zwar eine sehr interessante Speisekarte, macht aber erst um elf Uhr auf. Ich treffe um halb elf ein. Da es heute allerdings wieder kalt ist und zwischendrin sogar kurz regnet, habe ich keine Lust zu warten und laufe weiter - kann ja in Bad Schandau noch was essen. Also rauf auf den Kleinhennersdorfer Stein, den letzten Sandsteinfelsen auf dem Forststeig. Hier genieße ich nochmal eine fantastische Aussicht auf das gleichnamige Dorf und die umliegenden Felder, bevor es über eine schöne Strecke runter nach Bad Schandau geht. Ich hatte oben nach einer Zugverbindung geguckt und die um 14:18 Uhr angepeilt. Allerdings stehe ich schon um zwölf Uhr am Endpunkt des Forststeig. Als ich an einer großen Straße entlang zum Bahnhof laufe, sehe ich in der App, dass um 12:18 Uhr ein Zug fahren würde, der auch ein paar Minuten Verspätung hat. Also gehe ich etwas zügiger und nehme diese Verbindung - ganze zwei Stunden in Bad Schandau zu verbringen, nur um jetzt noch etwas Essen zu können, ist bei dem Wetter und meinem Körpergeruch jetzt nicht die favorisierte Alternative. Der Zug ist wieder sehr voll, aber ich finde trotzdem einen Platz, der erst ab Berlin reserviert ist. Dort treffe ich gegen 15:00 Uhr ein und halte mich bis dahin mit meinem letzten Eiweißriegel über Wasser.1 Punkt -
07.07.19 Taubenteich-Biwak - Kamphütte, ca. 25 km Ich werde kurz nach fünf Uhr wach, es ist schon einigermaßen hell und ich überlege, aufzustehen. Dann rechne ich aber nochmal nach, heute stehen 25km auf dem Plan. Wenn ich jetzt schon aufstehe und losgehe, bin ich viel zu früh da und hänge den ganzen Nachmittag an der Hütte rum. Da es gerade so gemütlich in meinem Quilt ist, drehe ich mich um und schlafe weiter. Fast zeitgleich mit der Entscheidung fängt es wieder an zu regnen. Es hatte schon Nachts zweimal kurz geregnet und ich habe mich gefragt, wie die Familie reagiert hat, die sich einfach nur mit den Schlafsäcken auf die Wiese gelegt hatte. Sollte für die Kinder wahrscheinlich die erste Nacht unter freiem Himmel werden - war es auch, nur ein bisschen nass und ein bisschen kurz, morgens waren sie jedenfalls nicht mehr da. Eventuell ins Auto geflüchtet? Von den Temperaturen her war es allerdings sehr angenehm, ich schätze, dass es nicht kälter als zehn Grad Celsius gewesen ist, in meinem Cumulus Liteline 150 Quilt war es jedenfalls immer sehr angenehm. Es war auch irgendwie nicht abzusehen, dass das Wetter zu umschlagen würde, nachdem es jetzt tage- bis wochenlang unglaublich heiß und trocken gewesen ist (es sei denn die Wettervorhersage hatte es auf dem Schirm, die habe ich mir aber nicht angesehen und die Familie offensichtlich auch nicht), jedenfalls regnet es sich jetzt richtig schön ein und es gibt immer nur ein paar regenfreie Minuten, die ich dann um sieben Uhr auch zum Abbauen und Einpacken nutze. Eine halbe Stunde später bin ich wieder auf dem Trail und rechne immer noch mit einer Ankunftszeit zwischen 17:00 und 18:00 Uhr, trotz des Ausschlafens. Damit ist aber auch klar, dass ich meine entschleunigte Tourplanung nicht beibehalten kann! Sie ist dann doch etwas sehr entspannt geworden. Für morgen sind eigentlich nur 20 km geplant, aber selbst mit ausschlafen wäre das ja nur ein halber Tag - und was soll ich dann den restlichen Tag über tun? Das Problem auf dem Forststeig ist die Etappenplanung - durch den Hütten- bzw. Biwakzwang kann man die Etappen nicht vernünftig aufteilen und sie sind entweder sehr kurz oder sehr lang...ich entscheide mich für die lange Variante und plane morgen zwei Etappen zusammenzulegen, was dann auf 38 km hinausläuft. Das ist jetzt nicht mehr so ganz entschleunigt, aber besser als Halbtageswanderungen... Die heutige Strecke bis Ostrov kenne ich ja schon, es regnet zunächst noch leicht, später bleibt es aber immerhin trocken, wenn auch bewölkt. Bis zum Fuß des Schneeberg geht es wieder fast nur Straße entlang, aber jetzt am Sonntagmorgen ist nur ein Auto unterwegs. Auf dem Schneeberg frühstücke ich zwei gekochte Eier und versuche den Quilt etwas zu trocknen, aber der Wind reicht nicht, es fehlt die Sonne. Ich halte mich auch gar nicht so lange auf und mache mich an den Abstieg. Dieses Mal finde ich auch den richtigen Weg und muss nicht wieder über die Straße zurück, auf die der Wanderweg dann kurz danach aber auch führt. Für die ca. zehn Kilometer vom Biwak bis nach Ostrov brauche ich überraschend lange, ganze vier Stunden...keine Ahnung, wo die Zeit hängen geblieben ist. Das Restaurant am Campingplatz hat bis elf Uhr Frühstück und ab zwölf Uhr Mittagstisch. Ich treffe um halb zwölf ein... Aber ich nutze die Zeit, um schon mal den Quilt und das Tarp zu trocknen, mittlerweile lässt sich die Sonne immer mal wieder blicken. Nach einer ausgiebigen, anderthalbstündigen Pause mit Chili sin Carne laufe ich mit trockener Ausrüstung weiter und bin gespannt, beginnt doch jetzt der mir unbekannte Teil des Forststeig. Nach einem vielversprechenden Aufstieg an Sandsteinfelsen vorbei, geht es erstmal lange auf breiten Forstwegen entlang und in mir kommen ungute Erinnerungen an den Malerweg hoch. Habe ich den Forststeig etwa zu früh als „lohnenswert“ eingestuft und er ist auch so eine Wanderautobahn wie der Malerweg? Nein, so schlimm ist es zum Glück nicht. Es gibt zwar einige Forststraßenabschnitte, aber sie halten sich in Grenzen und wo immer möglich wandert man auf kleinen Pfaden im Wald oder durch Blaubeerfelder hindurch. Auf einem Gipfel sind sogar fast reife Beeren dran und leuchten blau. Aber sie sind noch nicht süß und können auch noch ein wenig wachsen, also lasse ich sie dran und genieße lieber den Ausblick vom Zeisigstein. Es führt eine massive, stabile Stahltreppe auf diesen Sandsteinfelsen, was meiner Höhenangst sehr entgegen kommt. Die Aussicht ist jetzt deutlich besser als vormittags vom Schneeberg und auch meine Füße zeigen erfreulich wenige Ermüdungserscheinungen. Danach geht es noch zum Hartenstein, wo es relativ windig ist, weshalb ich meinen Energieriegel neben der Aussichtsplattform im Wald genieße, und dann geht es auch schon auf die letzten, einfach zu laufenden Kilometer in Richtung Tagesziel. Insgesamt eine schöne Etappe, die leicht zu laufen ist, allerdings gibt es ab Ostrov keine Wasserquelle mehr. Das heißt man braucht sowohl für die Strecke, als auch die Hüttenübernachtung ausreichend Wasser. Bei dem heutigen Wetter komme ich mit den vier Litern gut bis morgen hin, wenn es heiß ist, wird das aber ganz schön knapp. Die Kamphütte ist leer, als ich gegen 17:00 Uhr dort ankomme und bleibt es auch. Ich habe sie ganz für mich alleine. Da sie erst letztes Jahr errichtet wurde, duftet innen noch alles nach frischem Holz. Es gibt zwei Schlafräume mit Etagenbetten ( für insgesamt ca. 8 - 10 Personen) und einen großen Aufenthaltsraum mit Kaminofen. Ich belege ein Bett in dem kleinen Schlafraum und lasse den Abend unter anderem damit ausklingen, dass ich die Hütte ausfege, das haben die letzten Besucher anscheinend nicht getan. Morgen werde ich wieder zu einer normalen Zeit losgehen, ich will um fünf Uhr aufstehen und dann los. Vor den 38km habe ich schon Respekt, die heutigen 25 waren zumindest für meine Beine und Schultern nicht zu wenig...1 Punkt
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Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...
Ultralight82 reagierte auf ALF für Thema
... wenn Du eine Tour, für die Du früher eine Woche gebraucht hast, jetzt in einem Tag schaffst.1 Punkt -
Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...
Ultralight82 reagierte auf KlausD für Thema
...wenn Du feststellst, dass es Freude macht, auf der nächsten Tour wieder ein Teil getrost zu hause lassen zu können1 Punkt -
Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (Testbericht)
Dingo reagierte auf mittsommernacht für Thema
Hallo TE Stromfahrer, ich möchte mich an dieser Stelle so ausschweifend wie möglich für Deinen Bericht über den Berghaus Fast Hike 45 bedanken - aufgrund diesem Testbericht bin ich überhaupt auf diesen Rucksack aufmerksam geworden und habe ihn bestellt. Eigentlich gehöre ich gar nicht hier hin - von UL bin ich meilenweit entfernt. Wie ich auf den Artikel gestoßen bin weiß ich gar nicht mehr, ich habe sooooo lange nach der für mich eierlegenden Wollmilchsau gesucht, dass Google für mich unendliche Begriffe und Kombinationen geschluckt hat. Nach insgesamt 12 daheim probierten Rucksäcken jeglicher gängigen Labels hatte ich nicht mehr an ein "gutes Ende" geglaubt. Ich habe dennoch, nachdem ich diesen Testbericht in einer kurzen Nachtdienst Pause gelesen habe, umgehend bestellt (in dunkelblau für 108,50€). Versuchen wollte ich es, auch wenn Du, lieber TE, vollkommen von mir abweichst. Meine Rucksackanforderungen: leicht, passend & bequem, variabel für Trekkingtouren + Zugreisen + Handgepäckflüge, Volumen für mindestens 7 Tage und genauso nutzbar für 2 Tage, kein "Deckel", wetterfest ohne extra Regenhülle. Ich: weiblich, Körpergröße 1.84m, stattliche Statur plus Kraftsport-Rückenmuskulatur, Konfektionsgröße 50, breite Schultern/schmale Taillie/breite Hüften, operierte Schulter mit Nachwirkungen links, rechte Schulter mit Arthrose. Probleme Ich-Rucksack/Rucksack-Ich: Damenrucksäcke in der Rückenlänge zu kurz und zu schmal, Träger zu schmal. Herrenrucksäcke Träger zu schmal und zu hart (drücken genau auf die Schmerzpunkte beider Schultern), Hüftgurt zu schmal. Ein paar passende wie z.B. Patagonia Nine Trails Pack 36 - zu groß fürs Handgepäck. Usw., usw.,... (Vor OP, Arthrose und Kraftsport bin ich jahrelang mit Lowe Alpine perfekt hingekommen und gereist - mittlerweile das unpassendste was es gibt) Der Berghaus Fast Hike 45 für mich: Die Rückenlänge ist perfekt, der Hüftgurt sitzt genau dort wo er hingehört und passt ohne Jacke noch gut, die Träger sind breit und weich und liegen ausreichend über den Schmerzpunkten und triggern entsprechend nicht. Volumen und Trageeigenschaft wunderbar variabel. Schlicht in der Optik und macht trotzdem was her. Leichtes Eigengewicht. Im/Zum Flieger locker in der Hand zu tragen. Ausreichend Schlaufen zum Anbamseln, in die Stretchtaschen an den Tragegurten passt sowohl mein iPhone Xr wie mein Iqos oder eine Pocketkamera. Ich habe den Rucksack daheim probegepackt und bisher dreimal dabei gehabt. Eine Wochenende-Zugreise in die Heimat mit "normaler" Kleidung, ein Kopenhagen Flug (ohne Gestell und Hüftgurt) übers Wochenende und auf einem 10km Fußweg im Spreewald. Im September geht es für 10 Tage nach Schweden und ich habe den Spreewaldausflug als Probestrecke genutzt und entsprechend alles eingepackt. Kleidung, Kosmetika, 2. Paar Schuhe, Schlafsack (Nordisk Hjalmar), Kissen (Tempur Comfort Travel Pillow 40x25), Kochequipment, Nährmittel, 2 Trinkflaschen a 750ml, Powerbank und Ladekabel (= 16kg ). Entsprechend meiner körperlichen Statur nimmt meine Kleidung nicht nur mehr Platz weg, sie ist auch schwerer. Dennoch habe ich alles was ich brauche mitbekommen und war trotzdem bequem 10km (mit Gestell und Hüftgurt) unterwegs. Selbst bei den anstehenden 20km pro Tag bin ich sicher, bequem unterwegs zu sein. Den Hüftgurt werde ich vorsichtshalber von meiner Schneiderin noch anpassen lassen so dass ich noch Spielraum für eine wärmere Jacke habe. Einen ordentlichen stürmischen Regenguss hat der Rucksackinhalt auch schon überstanden. Lieber Stromfahrer, vielen vielen Dank für Deinen Testbericht mit dem Du mindestens eine Nicht-UL-Reisende super glücklich gemacht hast :-) P.S.: zur absoluten eierlegenden Wollmilchsau hätte ich mit einen zusätzlichen Zugang a la Kofferrucksack gewünscht - war bei der Rucksacksuche eigentlich Bedingung, mittlerweile sehe ich locker darüber hinweg bei den ganzen anderen positiven Eigenschaften.1 Punkt -
Wasserstellen finden mit App
Wander Schaf reagierte auf Rapapongi für Thema
OT: @khyal Danke für deine Gedanken. In den Bergen hatte ich schon öfters den Wunsch nach Infos wo Wasser sein kann ... meist ist der Aufstieg dorthin sehr beschwerlch, wenn man eh schon das Wasser rationiert um schneller aufzusteigen UND @martinfarrent ... es macht Spaß aber auch echt Mühe in der spärlichen Freizeit sein Wissen zu teilen und umfangreiche Beiträge für alle zu posten. Kritische Beiträge sind ja willkommen ... ein Danke auch.1 Punkt -
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Wander Schaf reagierte auf Rapapongi für Thema
Also Leute jetzt Mal langsam und open minded .... "alles kann, nichts muss" Die Threads werden ja von allerlei wissensbegierigen Leuten gelesen. Und am Berg auf über 3000m bei Nebel hab ich andere Bedingungen als auf dem Flachland ... Okey?! Grüße1 Punkt -
So da ich nun schon eine ganze Weile nichts geschrieben habe, hole ich das jetzt schleunigst nach Tag 3 Storhobu - Aursjotjonne Die Nacht war recht windig und es prasselten einige Regenschauer auf unser Zelt nieder. Als wir am morgen aus dem zelt sehen sieht man am Himmel doch einwenig blau . Wir frühstücken im Schlafsack da es sehr kalt ist und Packen unsere Sachen zusammen. Steven hat vom gestrigen Sturz immer noch schmerzen im Knie, es ist leicht geschwollen und hat ein paar Schrammen. Wir beschließen anstatt wie Geplant heute tiefer in den Rheinheimen Nationalpark einzudringen, von wo wir stets mindestens einen Tag von der nächsten Ortschaft entfernt wären, lieber erst einmal oberhalb des Ottatales entlang zu laufen um im Notfall schnell abrechen zu können. Des Gelände fällt hier nur leicht ab ist aber mit viel Geröll überseht. Man kann an den Bergen immernoch die Schneegrenze vom gestrigen Schneefall sehen, beeindruckend wie sehr es hier im Sommer abkühlen kann. Wir müssen heute ein Paar kleinere Flüsse durchqueren und durch leicht sumpfiges Gelände gehen, das waten durch die Flüsse geht problemlos auch wenn es an den Beinen und Füßen sehr kalt ist . Wir gehen heute sehr gemütlich damit Stevens Knie sich erholen kann und genießen das gute Wetter und machen viele Pausen. Für den Fall das Steven wirklich abbrechen muss überlegen wir uns schonmal einen Notfallplan , die nächste Ortschaft die wir erreichen würden wäre Bismo. Von dort fährt auch ein Bus nach Lom bzw nach Oslo. Wir werden heute früh unser Zelt aufschlagen und morgen früh entscheiden ob wir nach Bismo absteigen und uns trennen oder ob er die Wanderung fortführen kann. Für mich hört es sich schon so an als ob Steven sich schon dazu entschieden hätte die Tour abzubrechen, ob es wirklich nur am Knie liegt oder ob er sich das Wandern und das Wetter hier in Norwegen anders vorgestellt hat und er deshalb abbrechen möchte weiß ich nicht. Als wir am Ufer des Aursjoen ankommen folgen wir dem Steinufer in richtung Aursjotjonne. Der Wind lässt den See wie ein kleines Meer aussehen, die Wellen sind teilweise richtig groß und eine weile später ist der See wieder ganz flach. Die Wanderung am Steinstrand des Sees ist wirklich schön, auf der anderen Seite des Ufers sieht man ein Ruderboot umherfahren. Nachdem wir zwischen den beiden Seen eine einigermaßen geeignete Stelle für unser Zelt gefunden haben stellen wir es mit großen Steinen als Abspannpunkte auf, wir hoffen das heute Nacht kein starker Wind weht denn das Zelt steht nicht besonders gut hier. Eine bessere Stelle haben wir allerdings nicht gefunden und weiterlaufen wollten wir auch nicht da hier unsere Stelle für die morgige Entscheidung ist, ob wir nach Bismo absteigen oder weiter in den Nationalpark hineinwandern. Wir kochen im Vorzelt auf unserem Kochstein den wir natürlich im Rucksack mittragen da er so schön eben ist Nein wir suchen uns natürlich jeden Tag einen neuen Kochstein damit unsere Kocher sicher stehen und keine Brandflecken hinterlassen. Die Mittagessen sind aus gehackten Spätzle, einer Tütensuppe und je nach Soße passenden Trockengemüsemischung oder auch Trockenpilzen verfeinert. Die normalen Tütensuppen waren uns für fast 3 Wochen zu eintönig und Trekkingmahlzeiten für zwei Azubis definitiv zu teuer. Unter anderem haben wir noch Linsen und grüne Bohnen dazu gemischt und in manchen gerichten war auch noch Kartoffelbrei pulver, für jeden zweiten Tag gab es ein warmes Mittagsgericht wie eine Packung Ramennudeln oder eine Heiße Tasse. Wir haben es allerdings nie hin bekommen mittags extra zu kochen und haben die Suppen dann eben abends als Vorspeise genutzt. Als die Sonne langsam untergeht wird es empfindlich kühl weshalb wir in die Schlafsäcke kriechen und dort noch eine weile reden und dann schlafen.1 Punkt