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Ultraleicht Trekking

Ende von Dyneema-Kordel schützen


Grimbart

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Beim Auseinanderschneiden meiner Dyneema-Kordel ist mir aufgefallen, dass sich trotz abflammen der Mantel der Schnur gegenüber der Faser selbst verschiebt. Da ich im Forum nichts dazu gefunden habe, wollte ich euch an meiner Lösung Teilhaben lassen.

In einem nicht näher zu benennenden Onlinehandel habe ich mir Schrumpfschläuche mit einem Durchmesser von 2 mm gekauft, die ziemlich gut über meine 1,5 mm Dyneema-Kordel passen.

Nach einem kurzen Abflammen der Kordelenden habe ich den Schlauch über dieselben gestülpt und dann über einer Feuerzeugflamme kurz erhitzt. Den noch heißen Schrumpfschlauch habe ich dann kurz zwischen Daumen und Zeigefinger gedreht um das Ende ganz zu verschließen. Bei den Versuchen den Schrumpfschlauch mit relativ viel Kraft wieder abzustreifen ist mir aufgefallen, dass er besser hält, wenn das Ende der Faser mit Hilfe einer Schere noch einmal leicht aufgefächert wird nachdem der Schlauch übergezogen wurde und bevor er angeflammt wird. Jetzt hält alles Bombenfest, muss allerdings noch in der Praxis getestet werden.

Ein Mehrgewicht ist kaum feststellbar, da ein 0,5 mm Schrumpfschlauch etwa 0,01 Gramm wiegt. Für meine 12 Abspannschnüre sind das also etwa 0,24 Gramm.

dyneema.jpg

schrumpfschlauch.jpg

Bearbeitet von Grimbart
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Ich kenne das gut, habe allerdings nie nach einer Lösung hierfür gesucht, weil es auch nie ein Problem dargestellt hat. Die Leinen Funktionieren dadurch nicht besser oder schlechter, das ist also eher eine optische Verbesserung, oder? So oder so aber eine schöne Idee zu verträglichem Mehrgewicht.

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vor 3 Stunden schrieb Grimbart:

Beim Auseinanderschneiden meiner Dyneema-Kordel ist mir aufgefallen, dass sich trotz abflammen der Mantel der Schnur gegenüber der Faser selbst verschiebt.

 

das hast Du richtig festgestellt; Du kannst das ausnutzen, indem Du den Mantel ein Stück über den Kern hinaus verschiebst, so dass der Kern nicht mehr zu sehen ist; wenn Du dann den Mantel mit dem Feuerzeug anschmilzst, so dass die Öffnung verschlossen wird, ist der Kern quasi eingeschlossen und kann nicht mehr raus.

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vor 41 Minuten schrieb Nature-Base:

einfach mit heißerer Flamme, z.B. Glutpunktfeuerzeug verschmelzen, dann verbinden sich auch Kern und Mantel.

Nicht bei Dyneema-Kern, da es nur verkokt und nicht schmilzt.

Die meisten Dyneema-Seile haben aber einen Mantel aus einem Material, das früher schmilzt. Deswegen kann man bei einer ausreichenden Länge auch den Mantel zwischen den Fingerspitzen über den Kern ziehen und dann das Mantelende verschmelzen. So muss das bei Kevlarschnüren zwangsweise gemacht werden, weil sich der Kern zu gerne aufdröselt und erst recht nicht schmilzt. Geht bestimmt auch bei deinen. Funktioniert sogar mit den dünnen gemantelten 1mm Dyneema-Schnüren (aus dem trekking-lite-store).

 

Bearbeitet von nassersand
Zu langsam gewesen. ;)
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Geht vernähen nicht? Also ein mal so ein cm umknicken und zusammen nähen? (erst nebeneinander mit Zickzack und dann aufstellen und Geradstich durch beide). Das ganze ggf. mit ewtas Sekundenkleber tränken, dass auch nichts verrutschen kann..  Schrumpfschlauch kann irgendwann spröde werden oder zumindest härter und brechen. So kenne ich das von älteren kabeln von mir.

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Nicht bei Dyneema-Kern, da es nur verkokt und nicht schmilzt.

Die meisten Dyneema-Seile haben

Ich weiß nicht was du mit verkoken meinst, aber Dyneema ist PE uns sollte sich bei geschätzten 160°C aufschmelzen lassen. Beim Feuerzeug ist wohl das Problem, dass die dünnen Fasern bei der großen Hitze verbrennen, also könnte man versuchen das offene Ende mit einem Lötkolben zu verschmelzen.

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Am einfachsten Umzusetzen scheint der Vorschlag den Mantel über die Faser zu ziehen. Ich habe gerade keine Schnur zur Hand, aber geht das indem man zunächst den Mantel zurückzieht die Faser kürzt und den Mantel dann wieder über die jetzt kürzere Faser nach vorne schiebt? Dafür bräuchte man dann weder Schrumpfschläuche, noch Nähgarn, noch einen Lotkölben. :) Klingt sehr minimalistisch und damit irgenwie auch für den Haushalt ultraleicht. :P

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vor 10 Stunden schrieb tblade:

Ich weiß nicht was du mit verkoken meinst, aber Dyneema ist PE uns sollte sich bei geschätzten 160°C aufschmelzen lassen. Beim Feuerzeug ist wohl das Problem, dass die dünnen Fasern bei der großen Hitze verbrennen, also könnte man versuchen das offene Ende mit einem Lötkolben zu verschmelzen.

Zur Theorie meine Praxiserfahrung. Wenn es nicht gehen würde hätte ich es auch nicht geschrieben

Mit meinem Feuerzeug und den Dyneemakordeln von Extremtextil geht das problemlos- siehe Bild

 

P3170074.JPG

Bearbeitet von Nature-Base
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  • 3 Wochen später...

Einfach nur ein umgeknickter Drahtbügel, den man in die Schnur führen kann..

Hier mal eine Anleitung, wie das in etwa geht (verwendet Kordel ohne Kern!):

Der macht das mit dem Ende viel länger, hält aber in kürzer auch..

LG
Paul

 

Bearbeitet von LesPaul
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vor 16 Stunden schrieb wanderrentner:

OT: nb.: jemand ahnung von seilkunde? warum halten spleissverbindungen besser als knoten ("faustregel knoten = halbe kraft"?  -  "spleissen: fast volle last") - ???

Also ganz grundsätzlich

Knoten verringern die Burchlast der Schnur, da am Knoten (Scher-) Kräfte in allen möglichen Richtungen auftreten, also nicht nur in Faserrichtung.

Beim Spleißen hält die Verbindung ja wegen Reibung des Seils in sich selbst. Je stärker gezogen wird, desto stärker wird die Reibung. Daher auch nur Kräfte in Faserrichtung und v.a. verteilt sich die Reibungskraft über die gesamte gespleißte Oberfläche. Also viel, viel weniger Kraft/Fläche, die auf das Seil wirkt.

Es lohnt sich, sicht damit ein bisschen zu beschäftigen. Es ist nicht schwer, für dünne Dyneemakordeln und einfach die eleganteste und stabilste Art von Verarbeitung. Augen, Loops, verstellbare Whoopies, verräumte Enden, ... lässt sich alles wunderbar per Spleiß machen..

Paul

PS: und das allerwichtigste natürlich: es wiegt nix extra =)

Bearbeitet von LesPaul
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Am 16.3.2016 at 09:30 schrieb Nature-Base:

Zur Theorie meine Praxiserfahrung. Wenn es nicht gehen würde hätte ich es auch nicht geschrieben

Mit meinem Feuerzeug und den Dyneemakordeln von Extremtextil geht das problemlos- siehe Bild

 

Kann Dir nur zustimmen, wobei das mit einem vernuenftigen Feuerzeug und Einsatz der Finger auch ohne Knubbel am Ende geht :grin:

Ich wuerde dafuer noch eher, als das von Dir vorgeschlagene Glutpunkt-Feuerzeug, ein sogenanntes Jet-Feuerzeug nehmen, da man damit noch gezielter mit der Flamme bestimmte Bereiche aufheizen kann.

In den Elektroniklaeden, wie z.B. Conrad, werden die Teile unter Loettechnik -> Gasloetbrenner gelistet...

z.B. dies bei Globi, wobei das Teil ja fast so schwer wie mein Kochtopf ist :shock: hat halt den Vorteil, dass es von Relags vertrieben wird und damit jeder Outdoorladen entweder im Bestand hat, oder innerhalb weniger Tage besorgen kann, finde es aber fuer ein sehr schweres Plastik-Feuerzeug recht teuer oder
dies als Gasloetbrenner bei Conrad, mit dem habe ich schon rel viel Erfahrung, da ich die Teile sowohl auf Tour zum Kocher anzuenden (damit bekommst Du auch bei Minusgraden easy einen Meth-Burner an), als auch fuer Seilenden verschweissen oder bei unseren Workshops / Camps viel verwende, ca 10% fallen innerhalb von 2 Jahren bei intensiverer Nutzung aus, wobei das nach meinen Erfahrungen mit div, auch teilweise deutlich teureren, "Outdoor-Feuerzeugen" die normale Quote und bei dem Preis auch imho rel leicht zu verschmerzen ist

Nachdem man das Ende fuer ca 1-2 sec aufgeheizt hat, mal fix das Schnurende zwischen den Fingerspitzen (bzw Daumen und Zeigefinger) Rollen, dann entsteht dabei kein dicker Knubbel.
Da dabei gerne heisse Seilteile an den Fingern kleben bleiben, empfehle ich, entweder vorher kurz den Daumen + Zeigefinger anzulecken, oder wenn man mehrere Schnuere nacheinander bearbeitet, ein Schuesselchen mit Wasser zum "Eintunken" der Finger hinzustellen.

Hoert sich alles komplizierter an, als es ist...einfach ausprobieren :grin:

Was Anderes ist es mit Schnueren mit Kevlarkern, da laesst sich der Mantel nur mit rel viel Hitze mit dem Kern verschmelzen, da dieser faktisch nicht schmilzt, Da sich der Mantel ja durch das Verschmelzen zusammen zieht, steht dann der Kern anschliessend meist ein paar mm vor.
Da kann man dann entweder die oben erwaehnten Methoden verwenden oder den Kern vor der "Verschmelzstelle" mit einer sehr scharfen Schere abschneiden bzw ich benutze dafuer ganz gerne "Vorneschneider" aus dem Elektronik-Bereich (das ganze Werk & Messzeug habe ich ja eh) wie z.B. Diesen oder wahrscheinlich waere dieser Preiswerte auch geeignet..

 

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seh das problem auch nicht. da der mantel ja nicht mit dem kern verbunden ist, ziehe ich den manetel etwas nach, respektive drücke den kern mit einem draht etwas zurück. halte ein mini-bic unter das ende bis es brennt. puste die flame aus. benetze zeigefinger und daumen und drehe das ende platt.

Bearbeitet von dani
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